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Aktien Frankfurt Schluss: Annäherung im Zollstreit schiebt Dax ins Plus
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Schluss Annäherung im Zollstreit schiebt Dax ins Plus

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
13.08.2019, 18:00  |  1143   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Positive Signale im US-chinesischen Handelsstreit haben den Börsen in Deutschland aber auch in Europa und in den USA am Dienstagnachmittag Auftrieb gegeben. So bewegte sich der Dax am Nachmittag aus seiner Verlustzone heraus und legte zum Handelsende um 0,60 Prozent auf 11 750,13 Punkte zu. Auch der MDax drehte kurzzeitig deutlich in die Gewinnzone, schloss dann aber nur mit einem Aufschlag von 0,06 Prozent bei 25 263,95 Punkten. Beide Indizes waren zuvor wegen schwacher Wirtschaftsdaten im Tagesverlauf gefallen.

Die US-Regierung wird die Einführung der jüngst angekündigten Strafzölle auf Importe aus China für einige Produktgruppen nun verschieben. Der ursprünglich für September geplante Zollsatz in Höhe von 10 Prozent soll für Mobiltelefone, Laptops, Monitore, bestimmtes Spielzeug und manche Schuhe und Kleidungsstücke erst ab 15. Dezember gelten, wie der US-Handelsbeauftragte am Dienstag erklärte. Damit wird das Weihnachtsgeschäft in den USA wohl noch kaum von den Zöllen betroffen sein. Zudem würden bestimmte, für die Gesundheit oder die nationale Sicherheit wichtige Produkte permanent ausgeschlossen, hieß es weiter.

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Auch aus China gab es in dieser Angelegenheit Neues zu vermelden: Auf seiner Internetseite teilte das chinesische Handelsministerium mit, dass der chinesische Vizepremierminister Liu He an diesem Dienstag mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin telefoniert habe. Demnach wollen die beiden Länder bereits in zwei Wochen telefonische Handelsgespräche führen. Bislang war das erst für September geplant. Die vorige Gesprächsrunde der beiden Staaten im Juli war ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Trumps Regierung verhängte daraufhin die neuen Strafzölle.

Der Konflikt lastet bereits seit Monaten auf der globalen Wirtschaft und schürt bei Anlegern immer neue Rezessionsängste. So waren denn auch die Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexperten im August erneut stark stark eingebrochen. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel den vierten Monat in Folge auf den tiefsten Stand seit Dezember 2011. Die Umfragewerte unterboten die Prognosen deutlich. Der Dax war daraufhin im Tagesverlauf um bis zu 1,32 Prozent abgesackt und damit unter die 200-Tage-Linie gefallen, die als Indikator für den langfristigen Trend gilt.

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