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WDH/TEAMVIEWER IM FOKUS MDax-Einzug nach holprigem Börsenstart

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
13.12.2019, 12:35  |  203   |   |   

(Es wurde ein Redigierrest entfernt.)

GÖPPINGEN (dpa-AFX Broker) - Teamviewer , das Einhorn aus Schwaben, will die Börsenwelt erobern. Ein Einhorn - so nennt man Start-ups, die einen Milliardenwert erreichen - ist der Software-Hersteller für Computer-Fernwartung und Videokonferenzen schon lange. Mit dem Börsengang Ende September hat sich das Unternehmen nun mehr Aufmerksamkeit erkämpft.

Spätestens mit der anstehenden Aufnahme in den Index der mittelgroßen Werte MDax dürfte Teamviewer zunehmend im Rampenlicht stehen. Der Börsenneuling kann seinen Anlegern eine beeindruckende Wachstumsstory bieten. Die ersten Wochen an der Börse verliefen allerdings holprig, das Einhorn geriet ins Stolpern. Was aktuell bei Teamviewer los ist, wie Analysten die Lage bewerten und was die Aktie macht.

DAS IST LOS IM UNTERNEHMEN:

Rund 14 Jahre nachdem die Software Teamviewer von Tilo Rossmanith entwickelt wurde, ist das Unternehmen aus Göppingen an der Börse gestartet. Rossmanith hat die Firma längst verlassen, mittlerweile hat Teamviewer rund 800 Mitarbeiter weltweit. Aus der Idee, sich die langen Wege zu Kunden mittels Ferndiagnose von Computer zu Computer zu sparen, ist ein milliardenschwerer Konzern geworden.

Mit einem Volumen von gut 2,2 Milliarden Euro feierte Teamviewer am 25. September den größten Tech-Börsengang seit dem Platzen der Dotcom-Blase. Nur der IPO von Infineon im Frühjahr 2000 war zuletzt mit rund sechs Milliarden Euro Emissionserlös noch größer. Damit wagte sich Teamviewer in schwierigen Zeiten rund um Brexit, Handelsstreits und Konjunktursorgen aufs Parkett. Das Jahr 2019 war laut einer Studie der Hamburger Beratungsfirma Kirchhoff Consult das schwächste Jahr für Börsengänge in Deutschland seit der globalen Finanzkrise.

Profitiert hat von Teamviewers Börsengang vor allem Permira. Der Finanzinvestor hatte das Unternehmen vor rund fünf Jahren für 870 Millionen Euro gekauft und hält auch nach dem IPO noch rund 60 Prozent. Permira hat mit dem Börsengang nun Kasse gemacht - Teamviewer selbst sieht von den 2,2 Milliarden Euro Emissionserlös nichts. Kein Problem aus Sicht von Finanzchef Stefan Gaiser: "Wir brauchen ja kein zusätzliches Geld für unser Wachstum, das schaffen wir aus eigener Kraft."

Und Teamviewer hat kräftiges Wachstum zu bieten. Im dritten Quartal hat das Unternehmen dank internationaler Expansion und neuer Anwendungen rasant zugelegt. Der Börsenneuling profitiert stark von der Digitalisierung. Die schwächelnde Konjunktur macht dem Vorstand keine Sorgen, gerade in Zeiten des Abschwungs würden Anwendungen von Teamviewer genutzt, um Reisekosten zu sparen. Zum Ende des dritten Quartals zählte das Unternehmen 430 000 kostenpflichtige Abonnements - doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.

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