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Das Inflations-Preis-Mysterium entschlüsselt

Am Wochenende stieß ich auf einen Artikel, in dem von sinkenden Preisen in den USA die Rede war. Ja, richtig gelesen: SINKENDE Preise! Erst dachte ich, da hat jemand Inflation und Preise verwechselt.

Für Sie zusammengefasst
  • Sinken der Preise in den USA: Beispiele wie Speck & TV
  • Thanksgiving-Menü kostet 5% weniger als 2023
  • Inflation bleibt hoch, Preise insgesamt weiterhin angespannt

Das Inflations-Preis-Mysterium entschlüsselt
von Torsten Ewert

Am Wochenende stieß ich auf einen Artikel, in dem von sinkenden Preisen in den USA die Rede war. Ja, richtig gelesen: SINKENDE Preise! Erst dachte ich, da hat jemand Inflation und Preise verwechselt. Aber nein – es gab konkrete Beispiele: Speck, Fernseher und Oberbekleidung.

Hurra, Thanksgiving-Essen billiger!

Wow, dachte ich, das wird den US-Bürgern ja eine unglaubliche Entlastung bringen. Und tatsächlich: Zum bevorstehenden Thanksgiving-Fest in dieser Woche können sie sich immerhin über einen 5%-igen Preisrückgang für ein klassisches Thanksgiving-Menü mit Truthahn, Süßkartoffeln, Kürbiskuchen usw. gegenüber 2023 freuen.

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Aber die American Farm Bureau Federation (AFBF), die diesen Thanksgiving Dinner Survey auf Basis von Angaben Freiwilliger aus den gesamten USA seit 39 Jahren durchführt, weist darauf hin, dass der diesjährige Preis immer noch 19 % über dem vor 5 Jahren liegt.

Okay, Thanksgiving ist in den USA eine wichtige Sache, insbesondere auch das Essen. Mag sein, dass dieser Rückgang für manche Erleichterung bringt. Aber insgesamt wirkt das Preisniveau in den USA immer noch angespannt, und die eingangs genannten Produkte aus dem betreffenden Artikel erschienen mir doch sehr herausgepickt.

Mit der Inflation sinken die Preise – manche zumindest

Das waren sie auch, aber aus einer überraschend großen Menge gefallener Preise: Von mehr als 300 unterschiedlichen Preiskomponenten, die in den USA statistisch erfasst werden, weisen 120 oder 37,5 % einen Rückgang in den vergangenen 12 Monaten auf!

Das ist sehr viel, denn durchschnittlich sind es pro Monat nur knapp 20 %. (Allerdings schwankt dieser Anteil sehr stark; zwischen 0 und knapp 71 %). Aber gut, wir haben es auch mit einer rückläufigen Inflation nach einem starken Preisanstieg zu tun – da liegt es nahe, dass manche Preise auch wieder sinken.

Doch die Verläufe der verschiedenen Preiskomponenten sind höchst unterschiedlich. Auch ich habe mal nachfolgend ein paar herausgepickt:

Quellen: MarketMaker mit Daten von US. Bureau of Labor Statistics, eigene Berechnungen

Markante Preiskomponenten im Überblick

Die dicke rote Linie ist der Verlauf des Verbraucherpreisindex (CPI), also „der Preise“: Diese Kurve steigt seit 2020 praktisch ununterbrochen. Die einzelnen Preiskomponenten kann man grob in 5 Gruppen einteilen: Commodities (nicht unterscheidbare Gebrauchsgüter/-leistungen, wie Strom, Wasser, Benzin usw., wobei Energie in jeglicher Form die mit Abstand wichtigste ist); Wohnen; langlebige Konsumgüter; Basiskonsumgüter (hier sind Lebensmittel die wichtigste Komponente) und Dienstleistungen.

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Sven Weisenhaus
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Sven Weisenhaus ist seit Jahren Trader und Börsenexperte. Seine Erfahrungen und Analysen veröffentlicht er als Redakteur in verschiedenen Börsenpublikationen. Unter anderem veröffentlicht er seit Dezember 2012 den kostenlosen Börsendienst "Geldanlage-Brief". Zudem gehört er seit einigen Jahren zum Team von www.stockstreet.de und schreibt dort seit Anfang 2016 für den kostenlosen Börsendienst "Börse - Intern". Er hat außerdem die Bücher Das Internet vergisst nie: Chancen und Risiken im Umgang mit persönlichen Daten im Internet* und IT-Prüfungen im Rahmen von Jahresabschlussprüfungen* geschrieben. *Werbelink
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Verfasst von Sven Weisenhaus
Das Inflations-Preis-Mysterium entschlüsselt Am Wochenende stieß ich auf einen Artikel, in dem von sinkenden Preisen in den USA die Rede war. Ja, richtig gelesen: SINKENDE Preise! Erst dachte ich, da hat jemand Inflation und Preise verwechselt.

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