+20 Prozent nach Zahlen
Riesiger Speicherbedarf: KI-Boom lässt diese Aktie durch die Decke gehen!
Die gewaltigen Datenmengen, die beim Training und Betrieb künstlicher Intelligenz anfallen, sorgen für einen Nachfrageboom bei Speicherspezialisten Pure Storage.
- Pure Storage profitiert stark vom KI-Boom, Umsatz steigt.
- Quartalszahlen übertreffen Erwartungen, Gewinn steigt.
- Aktie nach Zahlen um über 20% in der Nachbörse gestiegen.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Nein, die US-Quartalssaison ist trotz der Vorweihnachtszeit noch nicht vorbei! Der Höhepunkt mag mit den Ergebnissen der Magnificent-Seven-Unternehmen schon einen Monat zurückliegen, mit Unternehmen wie Zscaler, Salesforce und Okta ist aber auch in dieser Woche für Spannung gesorgt.
Ein weiteres, spannendes Unternehmen, das am Dienstagabend seine Quartalszahlen präsentiert hat, ist der Cloudspeicher- und Datenträgerspezialist Pure Storage. Der Konzern bietet sowohl Hardware- als auch Softwarelösungen für das Speichern großer Datenmengen, wie sie beispielsweise beim Trainieren von KI-Modellen anfallen.
Tipp aus der Redaktion: Der Wahlsieg von Donald Trump hat die Weichen für eine Jahresendrallye gestellt. Wer jetzt auf die richtigen Werte setzt, kann in den kommenden drei Monaten so richtig abräumen. Welche fünf besonders aussichtsreich sind, erfahren Sie in unserem kostenlosen Spezialreport!
Geschäftsentwicklung schlägt Prognosen
Hier herrscht eine große Nachfrage, wie zuletzt auch die Geschäftsberichte von Hardware-Spezialisten wie Western Digital und Seagate bewiesen haben. Nun hat der KI-Boom auch bei Pure Storage zu einem starken Quartalsergebnis geführt. Außerdem hat das Unternehmen eine Wachstumsbeschleunigung in Aussicht gestellt.
Gegenüber dem Vorjahresquartal legten die Erlöse um 9,0 Prozent auf 831,1 Millionen US-Dollar zu. Damit konnten die Analystenerwartungen um 13 Millionen US-Dollar übertroffen werden. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie fiel mit 0,50 US-Dollar höher aus als vorab geschätzt wurde. Die Prognosen hatten bei 0,42 US-Dollar gelegen.
Insgesamt erzielte Pure Storage einen Nettogewinn in Höhe 63,6 Millionen US-Dollar, was um rund 7 Millionen US-Dollar unter dem Vorjahresergebnis liegt. Für die vermeintliche Verschlechterung der Ertragslage sind höhere Marketing- und Forschungsaufwendungen sowie höhere Aktienvergütungen verantwortlich.
Ausblick ebenfalls für den Erwartungen
CEO Charles Giancarlo zeigte sich in der Pressemitteilung zufrieden mit dem Quartalsergebnis und hob in seinem Statement insbesondere die Gewinnung eines Neukunden hervor: "Pure Storage hat einen weiteren Branchenmeilenstein auf unserem Weg der Datenspeicher-Innovation erreicht, mit einem wegweisenden Design-Erfolg für unsere DirectFlash-Technologie bei einem der vier führenden Hyperscaler."
Pure Storage erwartet hiervon im vierten Quartal profitieren zu können und peilt einen Umsatz in Höhe von 867 Millionen US-Dollar an, was ein Wachstum von knapp 10 Prozent bedeuten würde. Der operative Ertrag soll bei 135 Millionen US-Dollar liegen.
Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Umsatzergebnis in Höhe von 3,15 Milliarden US-Dollar erwartet, was eine Wachstumsrate von 11,5 Prozent bedeutet. Bei einer operativen Marge von 17 Prozent soll so ein Ertrag in Höhe von 540 Millionen US-Dollar erzielt werden. Analysten hatten mit einer geringfügig niedrigeren Guidance gerechnet.








Kursexplosion schon in der US-Nachbörse
In einem für Technologieaktien derzeit sehr starken Marktumfeld konnte Pure Storage Anleger schon in der US-Nachbörse mit seinen Zahlen begeistern, die Aktie verteuerte sich zum Ende des erweiterten Handels um mehr als 20 Prozent.
An diesen Erfolg kann das Unternehmen am Mittwoch anknüpfen und verzeichnet bereits in der Vorbörse ein Plus von rund 21,5 Prozent. Vor den Zahlen lag die Aktie gegenüber dem Jahreswechsel 50 Prozent im Plus, nun dürfte sich die Bilanz noch einmal erheblich verbessern. Ob der Sprung an das bei 70,41 US-Dollar markierte Jahreshoch im ersten Anlauf gelingt, muss angesichts der Konsolidierung in den vergangenen Wochen jedoch bezweifelt werden.
Fazit: Nicht ganz billiger KI-Profiteur mit starken Aussichten
Nach dem Kurssprung ist Pure Storage für das kommende Geschäftsjahr mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35 bewertet. Das ist für ein Unternehmen mit einer Wachstumsrate im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zugegeben nicht günstig – allerdings lag das Bewertungsmittel in den vergangenen 5 Jahren deutlich höher.
Außerdem ist der Konzern hervorragend positioniert, um vom anhaltenden KI-Boom zu profitieren, denn mit seinen Hardware-Lösungen sowie dem Angebot, große Datenmengen auch in der Cloud zu speichern, verfügt Pure Storage über gleich zwei gewichtige Standbeine in der Datenverarbeitung und -speicherung. Risiko- und Tech-affine Anleger können Rücksetzer in der Aktie nutzen, um von der für die Zukunft zu erwartenden, starken Geschäftsentwicklung zu profitieren.
Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Redaktion

Diskutieren Sie über die enthaltenen Werte