Projekt Kuiper weckt Fantasie!

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Amazon: Internetgigant wird neuer Konkurrent von Musks Starlink!

Als Amazon Mitte vergangenen Jahres ankündigte ins Internet- und Mobilfunkgeschäft einzusteigen, gerieten Aktien der Branche unter Druck. Danach wurde es aber wieder ruhig um die Pläne der Amerikaner. Bis zum Wochenende!

Für Sie zusammengefasst
  • Amazon plant Satellitennetzwerk Kuiper für Internetzugang
  • 3.236 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn geplant
  • Start erster Dienste ab 2025, Genehmigung ausstehend
  • Report: Goldpreis nicht zu stoppen
Projekt Kuiper weckt Fantasie! - Amazon: Internetgigant wird neuer Konkurrent von Musks Starlink!

Jetzt steht es fest! Amazon hat das Projekt Kuiper nicht aufgegeben, sondern ist schon ein gutes Stück weiter als erwartet. Nicht nur die Mobilfunkanbieter müssen genau hinschauen, auch Elon Musk darf für Starlink einen neuen Konkurrenten auf seine Liste schreiben.

Was genau ist das Projekt Kuiper?

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Das Projekt Kuiper von Amazon ist eine Initiative, um ein globales Satellitennetzwerk aufzubauen, das Hochgeschwindigkeits-Breitbandinternet in unterversorgte und abgelegene Regionen der Welt bringen soll. Dieses Projekt steht in direkter Konkurrenz zu ähnlichen Initiativen wie Starlink von SpaceX. Wir fassen die wichtigsten Punkte des Projekt Kuiper einmal zusammen:

1. Ziele des Projekts

Internetversorgung für abgelegene Regionen: Die Hauptmission von Kuiper ist es, erschwingliches Internet in Regionen bereitzustellen, die bisher keinen Zugang haben.

Konnektivität für Unternehmen und Regierungen: Neben Privatkunden richtet sich Kuiper auch an Organisationen, um deren Kommunikation zu verbessern.

Technologie-Demokratisierung: Amazon möchte die digitale Kluft schließen und mehr Menschen den Zugang zum Internet ermöglichen.

2. Technische Details

Satellitenanzahl: Geplant sind rund 3.236 Satelliten, die in einer niedrigen Erdumlaufbahn (LEO = Low Earth Orbit) positioniert werden sollen.

Orbit-Level: Die Satelliten sollen in drei verschiedenen Höhen in der LEO eingesetzt werden (590 km, 610 km und 630 km).

Kapazität: Die Satelliten sollen Hochgeschwindigkeitsinternet mit niedriger Latenz bieten, was für Online-Dienste, Streaming und Cloud-Anwendungen optimiert ist.

3. Zeitplan

Erster Start: Die ersten Prototyp-Satelliten wurden Ende 2023 getestet.

Beginn des Services: Amazon plant, ab 2025 erste Dienstleistungen anzubieten.

Fristen: Bis Juli 2026 müssen mindestens 50 Prozent der Satelliten aus regulatorischen Gründen im Orbit sein.

4. Infrastruktur

Startmöglichkeiten: Amazon hat Verträge mit verschiedenen Raketenanbietern abgeschlossen, darunter Blue Origin (eine Tochterfirma von Amazon-Gründer Jeff Bezos), United Launch Alliance (ULA) und Arianespace, um die Satelliten ins All zu bringen.

Bodenstationen und Terminals: Kuiper entwickelt eigene Empfangsgeräte für Kunden, die kompakt und kosteneffizient sein sollen.

5. Finanzierung und Wettbewerb

Investitionen: Amazon hat mehrere Milliarden Dollar in das Projekt investiert.
Konkurrenten: Hauptkonkurrent ist SpaceX mit seinem Starlink-Netzwerk, das bereits operativ ist und bis Anfang 2025 über 12.000 Satelliten umfassen soll. Andere Wettbewerber sind OneWeb und Telesat.

6. Vorteile für Amazon

E-Commerce und Cloud: Die Satelliten können die Reichweite von Amazons E-Commerce- und AWS-Cloud-Diensten erweitern.

Datensammlung: Das Netzwerk könnte zur Verbesserung von Datendiensten und IoT-Anwendungen beitragen.

Zusammengefasst soll das Projekt Kuiper die Reichweite von Amazon über die Erde hinaus erweitern und langfristig neue Geschäftsfelder für den Konzern erschließen.

 

 

Wann geht es los?

Am Wochenende wurde bekannt, dass Amazon mit seinem Projekt Kuiper weiter ist als gedacht. Schon Anfang 2025 sollen die ersten Satelliten in eine niedrige Umlaufbahn gebracht werden. Die ersten kommerziellen Angebote sind für Ende des Jahres geplant. In Europa will Amazon zunächst in Großbritannien starten.

Allerdings fehlt dafür noch die Genehmigung der britischen Regulierungsbehörde Ofcom. Diese prüft den Antrag aktuell, hat aber noch keine Entscheidung getroffen.

Im Gegensatz dazu ist Starlink, das ähnliche Dienste anbietet, bereits in Großbritannien aktiv. Ende 2024 versorgte Starlink etwa 87.000 Haushalte und Standorte im Land. In manchen Regionen, wie im Südosten, ist die Nachfrage so groß, dass es dort bereits eine Warteliste gibt, weil die Kapazitäten erschöpft sind.

Das zeigt, dass die Nachfrage für das Angebot von Amazon durchaus da ist. 

Was kommt danach?

Im Gegensatz zu Starlink hat Amazon noch ein großes Pfund in der Hinterhand - seine Prime-Kunden. Eine Zahl, die bei Amazon nicht veröffentlicht wird und um die viele Gerüchte kursieren. Mitte April 2021 verkündete der damalige Chef Jeff Bezos mal, dass die Marke von 200 Millionen weltweiten Mitgliedern geknackt wurde. 2023 gab es dann Medienberichte, dass die Zahl bei 168 Millionen Mitgliedern liegen soll.

Obwohl die Zahl der Amazon-Prime-Kunden ein gut gehütetes Geheimnis bleibt, ist sie einer der größten Trümpfe, die Amazon hat. Zudem ist der Konzern immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, neue Prime-Kunden anzulocken. Ein kostengünstiger, stabiler Internetzugang über das neue Satelliten-Netzwerk des Konzerns dürfte nicht nur den aktuellen Prime-Kunden gefallen, es dürfte auch neue Mitglieder anlocken.

 

Mein Tipp: Die Unterstützung bei 220 US-Dollar scheint Mustergültig gehalten zu haben. Damit ergibt sich bei der Aktie von Amazon jetzt ein guter Zeitpunkt zum Einstieg, falls die Aktie nicht schon im Depot vorhanden ist.

Mit dem Projekt Kuiper stellt der amerikanische Internetgigant mal wieder unter Beweis, dass er nicht kleckert, sondern klotzt, wenn er in eine neue Branche einsteigt. Mit den Prime-Kunden in der Hinterhand dürften die neuen Dienste von Amazon nicht nur in abgelegenen Gebieten und bei Behörden auf Interesse stoßen.

Kommt alles so wie gedacht, dann könnte Amazon zu einem großen Player auf dem Internet- und Mobilfunkmarkt werden. Diese Fantasie ist mit Sicherheit noch nicht im Kurs enthalten. Sollte sie Konturen annehmen, dann dürfte sie den Kurs weiter in die Höhe tragen. Mein Kursziel für die Aktie liegt dann deutlich über 300 US-Dollar.

Markus Weingran, Chefredakteur wallstreetONLINE Börsenlounge

Die wallstreetONLINE Börsenlounge ist ein beliebtes YouTube-Format, das sich auf das Thema Börse und Finanzen spezialisiert hat. Die Börsenlounge wird von der Online-Finanzplattform wallstreetONLINE produziert und bietet den Zuschauern eine informative und unterhaltsame Show, die sich mit aktuellen Marktentwicklungen, Investitionstipps und Finanzthemen befasst. Täglich um 12 Uhr @wallstreetonlineTV

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Die Amazon Aktie wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nachricht mit einem Plus von +0,85 % und einem Kurs von 219,4EUR auf Tradegate (06. Januar 2025, 17:26 Uhr) gehandelt.


Der Analyst erwartet ein Kursziel von 164,30$, was einem Rückgang von -3,92% zum aktuellen Kurs entspricht. Mit diesen Produkten können Sie die Kurserwartungen des Analysten übertreffen.
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Verfasst vonMarkus Weingran

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