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Wann platzt die TESLA-Blase (Seite 2331)



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Antwort auf Beitrag Nr.: 55.158.221 von dlrowralos am 17.06.17 21:11:31Also ich persönlich verstehe nicht, warum mir unterstellt wird, ich würde Partei ergreifen. Ob nun zu Gunsten der Hubkolbenmotoren oder der Drehfeldmaschinen.

Ich bin einfach für die Wahrheit - also "noesis","episteme" und "dianoia" anstelle von "doxa" und "eikasia" im platonischen Sinn.

Ach, und ich wollte noch Folgendes anmerken, da ich vorher Asbeck gelesen hatte. Der hatte/hat nicht nur zwei Schlösser, sondern ist auch immer mit einem schwarzen Maserati angefahren gekommen :kiss:

Und wo sind sie alle unsere grünen Freunde die Wasser predigen und Wein trinken? Wie nahe wären wir dem von Bundesregierung gesteckten Ziel von 1 Million Elektrofahrzeuge bis 2020 denn schon, wenn jeder dritte oder vierte Grünenwähler sich einen Elektroschlitten gekauft hätte?
Da sieht man mal wie viele von den wirklich ticken. Die glauben nicht einmal selber, was sie den ganzen lieben langen Tag so von den anderen fordern!

http://www.manager-magazin.de/lifestyle/auto/bmw-mercedes-au…

Nun zurück zu Solarworld äh Dlrowralos

Ich habe schon Funktionen für Frequenzumrichter(Leistungselektronik) entwickelt wo Tesla noch in der Gründungsphase gesteckt hat. Und ich glaube, ich kenne mich ganz gut mit Elektromotoren aus, obwohl ich noch keinen selbst entwickelt bzw. mitentwickelt habe. Und es gibt natürlich Anwendungsfelder, da leisten Elektromotoren mit und der zugehörigen Leistungselektronik Gewaltiges. Gerade wenn es um komplexe hochdynamische Positionierungsaufgaben oder verteilten Gleichlauf vieler einzelner Antriebe in Echtzeit oder andere Technologiefunktionen geht - sind sie in der Industrie nicht mehr wegzudenken. Und wenn man sie richtig baut und auslegt, sind sie sehr sehr robust und langlebig. Die Asynchronmaschine im Tesla selbst halte ich für ganz gelungen, vor allem das Kühlprinzip ist pfiffig. Und ich habe diese Maschine schon live auf einem Prüfstand in München gesehen, wo für kurze Zeit 1200 PS aus ihr herausgekitzelt wurden. Wie war damals der O-Ton der Prüfstandsingenieure im Motorenprüfstand, "wenn wir eine höhere Kühlleistung hätten, wäre eventuell sogar noch mehr gegangen". Auch das ist ein Vorteil der Elektromotoren. Sie sind kurzzeitig sehr überlastbar bzw. bis die thermischen Restriktionen erreicht werden. Beispielsweise wird das Lagerfett der Rotorlager aber einer Temperatur von 150-160 Grad Celsius irgendwann flüssig - hängt natürlich auch von der Art der verwendeten Lager und des Fettes ab und inwieweit nur der Stator oder aber auch - wie beim Tesla, der Rotor mit im Kühlkreislauf integriert sind.

Dann nehmen wir doch mal ein Auto wie einen BMW i3 mit einer Carbonkarosserie. Gut, hat ein i8 auch, aber wir wollten ja ein reines BEV betrachten. Wenn da die Elektromaschine 40 Tsd bis 50 Tsd Betriebsstunden hält - oder sagen wir besser halten würde (ist bei einer Asynchronmaschine im Übrigen keine Seltenheit, gut der i3 hat zugegeben eine permanenterregte Synchronmaschine) und wir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h über den gesamten Lebenszyklus voraussetzen, würde es bedeuten du kommst nur rein von der Lebensdauer der Elektromaschine gesehen gute 1,6 - 2 Millionen Kilometer weit. Danach baust du deinen Rotor aus, lagerst ihn neu und kannst nochmal 1,6 - 2 Millionen Kilometer fahren. Dagegen sind sogar die alten Golfs und Daimlers mit einer Laufleistung von gut fünfhunderttausend Kilometern machtlos.

Oder die Leistungselektronik. Siemens hatte mal eine sehr robuste und langlebige Serie an Frequenzumrichtern der Motion Control Serie, auch da waren 2000 Betriebstage keine Seltenheit, und die Dinger laufen teilweise heute noch in den Schalträumen oder Schaltschränken mancher Industrieunternehmen. Könnte man seitens der Hardwarearchitektur (IGBTs, Platinenlayout, schaltungstechnisches Konzept) ja auch so im Auto umsetzen.

Klasse, oder? Und da Carbon nicht rostet, hält auch deine Karosserie Ewigkeiten. Ja - leider gilt das für einige andere Teile im Auto leider nicht. Aber es zeigt schon das unternehmerische Dilemma. Will man der Umwelt etwas Gutes tun oder lieber Geschäfte machen?

Wenn man perfekte Produkte baut, gräbt man sich dann teilweise selbst das Wasser ab? Wie heisst das im LEAN Management, Overengineering. Eine der sieben Arten von Verschwendung im Wertstrom(Value Stream) eines Produktes. Für die Umwelt wäre das natürlich Klasse. Also was machen wir als Unternehmer? Was möchte denn unser Kunde überhaupt? Nur mal so als Denkanstoß.

Ich bleibe aber bei Tesla grundsätzlich dabei, nur ein pfiffiger elektrischer Motor bzw. guter elektrischer Antriebsstrang/Powertrain - und ich persönliche denke den haben einige mit viel Erfahrung auf dem Gebiet elektrischer Maschinen und Antriebe projektiert und entwickelt - nicht Tesla selbst, macht noch lange kein gutes Gesamtfahrzeug. Ich kann auch - wenn ich ein bisschen Geld in die Hand nehme ein paar gute Leute überzeugen mit mir gemeinsam einen der höchsten Wolkenkratzer zu bauen. Macht mich das zu einem Pionier und außergewöhnlichen Denker oder Visionär auf dem Gebiet des Bauingenieurswesens oder der Architektur?

Und ich kann aus meiner Lebenserfahrung heraus nur sagen, dass Menschen mit faszinierender Auffassungsgabe und wirklich großen Talenten das Bad in der Menge eher scheuen, sich auffällig zurückhalten und ihre Leistung und großartigen Ideen lieber im stillen Kämmerlein oder hinter dem Vorhang im Verborgenen erbringen, sich i.d.R. eher in Bescheidenheit üben, ihr Licht eher unter wie über den Scheffel stellen. Das sind vom Typus total andere Menschen wie der m.E. nach selbstverliebte Showmaster Elon Musk. Manchmal nimmt dort das mediale Spektakel schon sektenartige Züge an - finde ich. Die Äußerungen ebenso. Wirkliche Größe ist, wenn man das, was man täglich leistet niemals als außergewöhnlich und einzigartig bezeichnet und es souverän durchzieht. Denk mal darüber nach!
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.165.421 von Japan12 am 19.06.17 17:16:57
Baron kenne/kannte ich nicht, aber CNBC
wahrscheinlich dieses Interview gemeint: http://www.cnbc.com/2017/06/13/ron-baron-says-tesla-stock-wi…

Also wenn auf CNBC $1000 (bis 2020) ausgerufen wird, dann hat man ja noch Chancen, dass es so nicht kommen wird.

Mr. Baron könnte ja eventuell - unter anderem Namen - klammheimlich alles über $300 mit gutem Gewinn verkaufen (und bekommt noch den guten US-Steuersatz für long term investments, weil > 1a).

Warum?
=> nirgendwo taucht "Baron" in der Liste (letztes Update 31.3.'17) mit den 13(F)-Reports for Institutional Investment Managers auf: https://whalewisdom.com/stock/tsla
Bei über 940 Insti's nicht => der hat das getarnt machen lassen, oder?

Die Baron Funds lauten (Kurz-Suche nur) auch alle "Baron...": http://quicktake.morningstar.com/fundfamily/baron-capital-gr…)

=> Obacht, was der Onkel im Fernsehen erzählt. Der Mann ist nicht doof. Der weiss warum er überhaupt etwas sagt.
Wenn ich USD2.2b net worth hätte/wäre, würde ich nichts mehr schreiben auf W : O - genau das ist der Unterschied ;)

__
Übrigens: die gute alte Deutsche Bank AG fährt womöglich einen Straddle Long (Long-Call-Option + Long-Put-Option), allerdings mit abnehmender Tendenz. (Sie halten daneben auch noch Convertible Debt Securities.)

Das mit dem Straddle hätte ich Depp auch machen sollen - werd ich mir merken.
25 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.167.908 von faultcode am 20.06.17 02:33:39
Zitat von faultcode__
Übrigens: die gute alte Deutsche Bank AG fährt womöglich einen Straddle Long (Long-Call-Option + Long-Put-Option), allerdings mit abnehmender Tendenz. (Sie halten daneben auch noch Convertible Debt Securities.)

Das mit dem Straddle hätte ich Depp auch machen sollen - werd ich mir merken.

Was sie auf jeden Fall auch ist, ist Stillhalter, weil sie eine Menge Optionsscheine auf Tesla verkauft. Die (long) Calls und Puts in US-Optionen könnten der Hedge für diese Optionsscheine sein.
Straddle
..taucht im Thread zum ersten Mal am 09.10.16 auf.
Am 12.10.16 kauf ich den ersten Put :confused:

Dabei war der Thread seinerzeit noch nicht so mit den Kurz-Anmerkungen der dt. Auto-Ingenieure zugekleistert worden (Ich bin einfach für die Wahrheit - also "noesis","episteme" und "dianoia" anstelle von "doxa" und "eikasia" im platonischen Sinn.).
"Model S" - a story of success.

Don´t worry be happy.......(Bob Marley+).
Tesla-Werk in China

http://www.faz.net/aktuell/elektroautos-tesla-steht-vor-vereinbarung-ueber-erstes-werk-in-china-15068583.html

BMW, Daimler und VW zittern vor Elektro-Quote in China

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/elektroauto-quote-china-schockt-bmw-mercedes-und-vw-a-1152982.html

Fazit: Stinker aus Deutschland raus -> Tesla rein
11 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.167.938 von tiefer_blick am 20.06.17 04:40:00fazit: tiefer Blick ab nach USA

die bringen das Model 3 wirklich mit dem kargen Innenraum.
Baron
Guter Beitrag von faultcode # 23.303:

Ergänzung: Wenn Baron wirklich dächte, dass der Kurs auf 1.000 steigen könnte,
würde er den Schnabel halten und nachkaufen.
Statt dessen reißt er den Mund auf, spricht von KZ 1.000 $ und beabsichtigt also ganz was anderes.

Verdacht: Er sucht gutgläubige und naive Mitmenschen, die ihm die Aktien abkaufen.
Weil er selbst aussteigen will.
Und wie faultcode schreibt, fällt sein Ausstieg nicht auf, weil die Aktien bei Strohmännern laufen, weshalb ihm keiner Betrug und Manipulation nachweisen kann.

Schlau, was ??
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.167.938 von tiefer_blick am 20.06.17 04:40:00
Zitat von tiefer_blickTesla-Werk in China

Fazit: Stinker aus Deutschland raus -> Tesla rein


Naja, das wäre in der Tat aus Marketinggründen mal eine richtige Entscheidung. Immerhin ist China nach den USA der größte Abnehmer und stinkt vor Subventionen. Millionäre gibt es auch genug, das MX ist das richtige Modell.

AAaaaaber. Es sieht mal wieder nur nach der berühmten Sau aus, welche regelmässig durch die Gemeinde getrieben werden muß. In Wirklichkeit handelt es sich um eine reine Absichtserklärung, in Shanghai (wow scheissteuer) ein Autowerk zu bauen, oder bauen zu dürfen.

Drei wichtige Fragen:

Wer ist der notwendige Joint venture Partner, BYD wäre der Hammer
was bringt er ein (Batterietechnik, oder nur Geld?)
Wer zahlt das Werk, Tesla hat kein Geld

Heute sicher plus 5%, mindestens. Dann kommt morgen eine schlechte Nachricht, ohne das es jemand merkt. Z.B Kapitalerhöhung oder M3 Verspätung weil Grohmann nicht liefert, oder die deutschen Techniker alle in Auslieferungshaft sitzen :-)
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