h&r, Neustart mit neuem Besen?

eröffnet am 13.08.13 20:57:05 von
neuester Beitrag 30.12.20 14:36:07 von


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13.08.13 20:57:05
Nachdem Niels H. Hansen seit 1.1.2012 als Vorstand das Ruder übernommen hat, scheint sich so langsam eine Konsolidierung des arg gebeutelten Kurses anzudeuten. Insbesondere hat die Aktie in den letzten Wochen eine geradezu mustergültige Bodenformation ausgebildet.

Falls die für morgen angekündigten Zahlen fürs 2. Quartal 2013 den Hoffnungen und Erwartungen entsprechen, sollte die Aktie mit einem Ausbruch über 9,30 die Formation abschließen. Mittelfristig halte ich eine Kursverdoppelung durchaus für möglich.

Wie im Vorfeld zu hören war, hat sich die Verpachtung der Raffinerie in Salzbergen bereits durch einen cash-Zufluss (genannt wurden ca. 70 Mio.) ausgezahlt. Sofern auch der Umsatz den Erwartungen entspricht und das EBIT keinen neuerlichen Einbruch verzeichnet, stehen die Ampeln vorerst auf GRÜN.

Wie gesagt - der morgige Tag wird spannend. Stellt sich nur die Frage, ob hier im Forum überhaupt jemand an der Aktie interessiert ist? Das bisherige WASAG-Forum ist nahezu eingeschlafen.
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14.08.13 07:05:23
bin eigentl.nur zufällig über
den Wert "gestolpert"Aber die
Chartkonstellation schaut vielversprechend aus.
Kurs in Richtung 200 GDL.
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14.08.13 08:58:10
Heutige Quartalsmitteilung von H&R:

H&R AG beschleunigt zum Halbjahr unterjährige Erholung, verfehlt jedoch Vorjahr

Salzbergen, 14. August 2013. Die H&R AG hat im zweiten Quartal 2013 die Trendwende mit einem unterjährig verbesserten EBITDA bestätigt. Nach EUR 5,9 Mio. im ersten Quartal 2013 steuerte das zweite Quartal einen Ergebnisbeitrag von EUR 7,7 Mio. bei. Hinter den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2012 (EBITDA 1. Halbjahr 2012: EUR 26,0 Mio.) blieb das Unternehmen jedoch zurück. Eine beschleunigte positive Entwicklung erwartet die H&R AG erst mit Wirksamwerden des beschlossenen Maßnahmenkatalogs im weiteren Jahresverlauf.

In der Zeit von Anfang Januar bis Ende Juni erlöste die H&R AG Umsätze in einer Höhe von insgesamt EUR 587,5 Mio. Obgleich das Geschäftsvolumen des zweiten Quartals damit den Umsatz des Jahresstarts (1. Quartal 2013: EUR 301,8 Mio.) nicht erreichte, belegte das gestiegene EBITDA im gleichen Zeitraum die verbesserte Profitabilität der Geschäftsaktivitäten. Insgesamt schloss das operative Ergebnis (EBITDA) mit EUR 13,6 Mio. Positiv auch die Entwicklung im Cashflow: Der Operative Cashflow legte um EUR 6,8 Mio., der Free Cashflow um EUR 8,6 Mio. zu.

Entwicklung der Konzernsegmente
Im Konzernsegment Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe National gab der Umsatz um 7,8 % auf EUR 453,0 Mio. (1. Halbjahr 2012: EUR 491,5 Mio.) nach. Beim operativen Ergebnis (EBITDA) des Segmentes wurde mit EUR 8,3 Mio. das Ergebnis des Vorjahreshalbjahres von EUR 17,3 Mio. ebenfalls verfehlt. Ursächlich waren bei annähernd stabilen Rohstoffpreisen und seit Jahresstart nur leicht erholten Grundölnotierungen vor allem Preis- und Mengeneffekte bei unseren Hauptprodukten.

Im Internationalen Chemisch-Pharmazeutischen Segment war der Umsatzrückgang um 16,8 % auf EUR 113,6 Mio. (1. Halbjahr 2012: EUR 136,6 Mio.) überwiegend von einer geringeren Nachfrage gekennzeichnet. Wie schon im Vorquartal wirkten sich die geringeren Erlöse im Ergebnis aufgrund der insgesamt stabileren Preissituation weniger stark aus als im nationalen Geschäft. Mit EUR 7,4 Mio. nach EUR 9,6 Mio. im Vorjahr war das EBITDA dennoch schwächer als im ersten Halbjahr 2012.

Den mit 11,2 % auf EUR 32,6 Mio. (1. Halbjahr 2012: EUR 29,3 Mio.) einzigen Umsatzanstieg aller Konzernsegmente erzielte der Kunststoffbereich. Erfreulicherweise folgte auch das Ergebnis dieser Entwicklung: Mit EUR 1,0 Mio. (1. Halbjahr 2012: EUR 0,6 Mio.) zog das EBITDA, wenn auch auf niedrigem Niveau, deutlich an.

Ausblick konservativ, mittelfristige Perspektiven aber optimistisch
Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bleibt nach Ablauf der ersten sechs Monate konservativ, insbesondere werden die positiven Auswirkungen der zum Teil bereits umgesetzten, zum Teil aber auch erst eingeleiteten Maßnahmen erst im Laufe des Jahres spürbar werden. Ein Übertreffen des operativen Ergebnisses des Vorjahres erscheint nach dem derzeitigen Kenntnisstand somit unwahrscheinlich. Für 2014 hingegen erwartet der Vorstand ein leichtes Anziehen des EBITDA.

Für weitere Details verweist das Unternehmen auf den heute veröffentlichten Halbjahresbericht 2013, erhältlich als PDF-Datei unter Investor Relations auf www.hur.com.

Die wichtigsten Kennzahlen des ersten Halbjahres 2013 im Überblick:
Kennzahlen zum H&R-Konzern (in Mio. EUR) 1.1. - 30.6.2013 1.1. - 30.6.2012* Diff.
Umsatzerlöse 587,5 640,1 -52,6
Operatives Ergebnis (EBITDA) 13,6 26,0 -12,4
EBIT 1,2 14,3 -13,1
Ergebnis vor Ertragsteuern -4,3 4,9 -9,2
Konzernfehlbetrag / -überschuss nach Minderheitsanteilen -3,3 3,7 -7,0
Konzernergebnis je Aktie (EUR) -0,11 0,12 -0,23
Operativer Cashflow 32,6 25,8 6,8
Free Cashflow 23,7 15,1 8,6
30.6.2013 31.12.2012* Diff.
Bilanzsumme 622,3 623,1 -0,8
Konzerneigenkapital 205,7 213,3 -7,6
Eigenkapitalquote (%) 33,1 34,2 n.a.


* Vorjahreswerte angepasst aufgrund der rückwirkenden Anwendung von IAS 19R
14. November 2013 Veröffentlichung des Berichtes zum 3. Quartal 2013


Mein Fazit: wie erwartet, scheint die Talsohle durchschritten zu sein. Insbesondere ab 2014 rechne ich mit einem nennenswert steigenden EBIT. Die eingeleiteten Maßnahmen müßten dann ihre volle Wirkung entfalten.
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14.08.13 16:08:17
Ein Thread, den die Welt nicht braucht!


"Leitenbach rechnet und kann sich mittelfristig eine Verdoppelung des Kurses vorstellen"

Schön schön...
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14.08.13 18:35:02
Antwort auf Beitrag Nr.: 45.249.709 von Knallbuntes am 14.08.13 16:08:17Ein Thread, den die Welt nicht braucht!


"Leitenbach rechnet und kann sich mittelfristig eine Verdoppelung des Kurses vorstellen"

Schön schön...


Wenn du dieser Meinung bist - schön und gut. Kann ja mitfühlen, wenn du mit dem Papier in den letzten Jahren rote Zahlen eingefahren hast?

Nach meiner Ansicht sieht das aktuell anders aus. Hinzu kommt, daß die "Wasag"(bisheriger Name des Forums) längst beerdigt ist und nun unter "h & r AG" firmiert.

Das, was wir hier aber absolut nicht gebrauchen können sind Teilnehmer wie du, die anderen ihr Handeln vorschreiben wollen! Also schalte den Thread auf "Ignore", dann hast du Ruhe!
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23.08.13 16:43:25
Und jetzt geht auch noch der Finanzvorstand Louis Rauch, der erst am 01.01.2012, zusammen mit Niels H. Hansen berufen wurde. Laut DGAP scheidet der CFO im Zusammenhang mit der Umstellung der Raffinerie Salzbergen auf Auftragsfertigung im gegenseitigen Einvernehmen aus.

Was bitte darf ich mir denn unter Auftragsfertigung vorstellen? Wartet da der Pförtner, bis einer mit dem LKW ankommt, 10 Fässer Öl ablädt und davon gerne mal 100 Kartons mit Produkt XY haben will?
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23.08.13 16:55:01
Antwort auf Beitrag Nr.: 45.312.713 von Roihess am 23.08.13 16:43:25ja denk so ähnlich kannst du dir das vorstellen.

vorher haben sie produkte auf eigenes risiko produziert - also höheres risiko aber auch höherer ertrag wenns gut geht (oder eben höherer verlust wenns nicht gut geht so wie in q4 2012)

wenn ich mich richtig erinnern war auch ein grund dafür umzustellen, dass sie dann das Worcing capital nicht mehr finanzieren müssen

und das ist auch bitter notwendig, die bilanz sieht alles andere als buruhigend aus. wenn die nicht schleunigst cash flow produzieren müssen die vielleicht auch mal ne ke oder so machen

nur meine meinung keine kaufs- oder verkaufsempfehlung
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23.08.13 17:06:14
Ja, gute Nachrichten sehen anders aus. Sieht so aus, als ob der Vorstandsvorsitzende sehr daran interessiert ist, das Modell der Auftragsfertigung künftig gut aussehen zu lassen, während der CFO vielleicht mehr die nüchternen Zahlen sieht.Hoffen wir das Beste!
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26.08.13 20:14:51
Antwort auf Beitrag Nr.: 45.312.891 von Roihess am 23.08.13 17:06:14Ich habe eher das Gefühl, daß Herr Hansen Vorstand und Unternehmen auf Vordermann bringt. Wenn der alte CFO geht und für diesen ein neuer geholt wird, deutet das für mich auf Meinungsverschiedenheiten in der Zusammenarbeit hin. Dann ist letztlich eine rechtzeitige Trennung fürs Unternehmen sinnvoll.

Die beanstandete Auftragsfertigung in Salzbergen hat für mich mindestens zwei Vorteile:

1. wird man von den in den letzten Jahren verlustreichen Preisschwankungen unabhängig,
2. fließt investiertes Kapital aus dem Warenbestand zurück (wie man hört, sollen es bereits geflossene 72 Mio. für die Vorräte sein). Das entlastet Bilanz und den Zinsaufwand.


Der vorsichtige Ausblick von Hansen unter Berufung auf die hanseatischen Tugenden sind positiv - sofern sie so angewandt werden wie publiziert.

Neue Niederlassungen in China und eingeschränkt Indien ermöglichen eine Expansion in den interessanten Markt. Die Perspektiven für den Kunststoffbereich (Gaudlitz) sind positiv - siehe 30% Auftragsplus. Bedauerlich nur, daß dieser Unternehmensteil sehr klein ist.

Es braucht für Hansen sicher Zeit, einen "Tanker" wie H & R auf neuen Kurs zu bringen. Für mich erscheint der Kurswechsel zumindest teilweise gelungen. Wenn zudem sein Vater in 2012/13 nach meiner Rechnung rund 700.000 ins Unternehmen gesteckt hat, ist das immerhin ein kleiner Vertrauensbeweis. Er hat sowieso schon über 50% und benötigt keine weiteren Zukäufe.

Im 3.Quartal sollte der weitere Unternehmensweg bereits etwas klarer sein. Für mich ist jedenfalls das Kurstal durchschritten - sofern nicht neuerliche Verwerfungen durch die anhaltende Euro-Krise eintreffen.
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27.08.13 18:29:32
APA-dpa-AFX-Analyser ·
Commerzbank belässt H&R auf 'Hold' - Ziel 10 Euro

Die Commerzbank hat die Einstufung für H&R auf "Hold" mit einem Kursziel von 10 Euro belassen. Während sich das Wachstum in den USA beschleunigt und das Europageschäft die Talsohle erreicht habe, sei der chinesische Markt ein zweischneidiges Schwert für die europäischen Chemiekonzerne, schrieben die Analysten in einer Branchenstudie vom Dienstag. So habe die Chemie-Nachfrage aus China auch aufgrund der starken einheimischen Konkurrenten im ersten Halbjahr enttäuscht. Andererseits seien die Lager der chinesischen Kunden leer. Zudem gebe es Signale, dass Chinas Wirtschaftswachstum in der zweiten Jahreshälfte den Tiefpunkt erreichen sollte. Die Commerzbank-Experten bevorzugen derzeit die defensiveren Sektorwerte./edh
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