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Probleme bei Google Split


ISIN: US02079K3059 | WKN: A14Y6F | Symbol: ABEA
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Guten Abend zusammen,
nach dem Aktiensplit bei google in A und C Shares am 03.04 und der heutigen Wertstellung musste ich leider feststellen das meine Bank (Ing-diba) mir im Zuge des Aktiensplits die Kapitalertragssteuer von 25,00% und den Solidaritätszuschlag von 5,50% Prozent mitberechnet habend und den Split als Spin Off führen.
Jetzt wollte ich erstmal hier nachfragen ob das überhaupt richtig ist.
Im Grunde wurden die ursprünglichen Shares halbiert ,sodass es doch nicht richtig ist auf den SPlit nochma 30,5% Steuern zu zahlen.
Es ist ja kein Neukauf entstanden sondern es wurde doch nur "umverteilt".
Oder liege ich da komplett falsch ?
Bin da gerade etwas überrascht.

Danke schonmal ,
Michael
Das ist das alte Thema, zu dem es hier in w:o einen eigenen Thread gibt:

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1170439-1-10/spin…

Bei ausländischen Gesellschaften werden Spin-Offs nach geltender Rechtslage als Dividende behandelt, d.h. die neu ausgegebenen Aktien werden als Ertrag angesehen und entsprechend besteuert.

Es soll Finanzämter geben, die die Steuern im Rahmen der Veranlagung erstatten. Dazu kann ich mangels eigener Erfahrung nichts sagen.

Mein Tip in diesen Fällen (für den ich im o.g. Thread zweimal ziemlich hart angemacht worden bin): Die Aktien VOR derartigen Transaktionen verkaufen.
JuliaPapa hat leider völlig recht; habe ebenfalls Lehrgeld bezahlt.

Mir ging es praktisch genauso.

Ich wollte ursprünglich die C-Shares sofort verkaufen und stattdessen A-Shares kaufen.

Da sie letzte Woche noch nicht gebucht wurden, habe ich eine entsprechende Anzahl A-Shares (dummerweise) schon letzte Woche verkauft.
Die neuen C-Shares wurden als Ertrag besteuert und Freibetrag und Verlustvortrag aufgebraucht.
Ich habe dann heute Vormittag bei der DiBa (bin da zufällig auch) angerufen, wo mir gesagt wurde, daß die Gesellschaft, also Google das so festgelegt hätte. Die neuen Shares sind also Stockdividende.

Da ich keine Lust habe, das mit dem Finanzamt individuell zu regeln, habe ich also nochmal A-Shares gekauft, und die alten verkauft. Jetzt habe ich (nach FiFo Regel) dafür neue Verlustvorträge. Daß das ein Minus-Geschäft wurde, habe ich oben schon angedeutet.
JuliaPapa hat leider völlig recht; habe ebenfalls Lehrgeld bezahlt.

Mir ging es praktisch genauso.

Ich wollte ursprünglich die C-Shares sofort verkaufen und stattdessen A-Shares kaufen.

Da sie letzte Woche noch nicht gebucht wurden, habe ich eine entsprechende Anzahl A-Shares (dummerweise schon letzte Woche) zugekauft.
Die neuen C-Shares wurden als Ertrag besteuert und Freibetrag und Verlustvortrag aufgebraucht.
Ich habe dann heute Vormittag bei der DiBa (bin da zufällig auch) angerufen, wo mir gesagt wurde, daß die Gesellschaft, also Google das so festgelegt hätte. Die neuen Shares sind also Stockdividende.

Da ich keine Lust habe, das mit dem Finanzamt individuell zu regeln, habe ich also nochmal A-Shares gekauft, und die alten verkauft. Jetzt habe ich (nach FiFo Regel) dafür neue Verlustvorträge. Daß das ein Minus-Geschäft wurde, habe ich oben schon angedeutet.
"Google hat das so festgelegt" - na ja, sehr eigenwillige Interpretation des Ganzen...

Natürlich hat Google sich die Kapitalmaßnahme ausgedacht. Wie aber die Besteuerung läuft, hängt natürlich von den deutschen Gesetzen ab, die Google herzlich egal sein dürften.
Bei dem Google-Aktiensplit vom April 2014 handelt es sich keineswegs
um einen Spin-off. Für einen Spin-off wäre Voraussetzung, dass die
Aktionäre einer Aktiengesellschaft Anteile aus einer anderen in
deren Eigentum stehenden Gesellschaft bekommen. So etwas war beim
Google-Aktiensplit nicht der Fall. Beim Spin-off ist allerdings
die da immer noch teilweise gebräuchliche Besteuerung auch nicht sachgerecht, weil beim Spin-off ja doch nur ein Gesamtunternehmen
in zwei neue Unternehmen (meist unterschiedlicher Größe) aufgeteilt
wird, was den Aktionären auch keinen wirtschaftlichen Gewinn oder
Vorteil bringt, deshalb eigentlich auch steuerneutral sein müsste.
Der Google-Aktiensplit muss es sowieso sein, alles andere ist wirtschaftlich ungerechtfertigt und fiskalisch unehrlich.
Wenn ihr jetzt Steuern auf die neuen Aktien bezahlt habt, könnt ihr doch einfach alle bestehenden Google-Aktien verkaufen, und generiert damit denselben Verlust, den ihr vorher gewonnen habt und kriegt die Steuern zurück. Danach alles erneut zurückkaufen. Ich glaube das funktioniert, denn meines Wissens nach kann man Dividendengewinne mit nachfolgenden Aktienverlusten verrechnen. Es ist ja ein Verlust, da sich der Preis halbiert hat. Oder stimmt das nicht?
Bei dem Google-Aktiensplit ging es darum, die Zahl der betroffenen Aktien
zu verdoppeln, aber bei den neuen Splitaktien das Stimmrecht vorzuenthalten,
also insgesamt eigentlich nur um die Beschneidung des Stimmrechtsanteils
der betroffenen Aktonäre für Hauptversammlungen. Einen wirtschaftlich
relevanten Vorgang hat es dagegen überhaupt nicht gegeben, also auch keine
Ausschüttung von Dividende aus einem Bilanzgewinn oder sonst irgendetwas
auch nur annähernd Vergleichbares. Ich meine, da ist diese Dividendensicht
und Besteuerung sowieso nur lächerlicher Fiskalunsinn.
Bei einem Verkauf von Google-Aktien käme es darauf an, zu welchen Preisen
man die Altaktien gekauft hat und zu welchem "Wert" die Bank die stimmrechtslosen Splitaktien einbucht. Da bis heute z.B. bei der Depotbank ING-DiBa immer noch keine Abrechnung und kein Beleg zu dem Aktiensplit vom 3.4.2014 an die Depotkunden gegangen ist und der von der Bank vorgenommene
Steuerabzug auf die hinzugekommenen Splitaktien nur auf telefnoische Nachfrage
herauskam, muss man doch mindestens erst einmal abwarten, was von der Bank
überhaupt Schriftliches zu dem Aktiensplit bei Google ankommt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 46.788.285 von smoking_simon am 08.04.14 19:17:29.

Nach Aktiensplit
Deutsche Google-Aktionäre müssen jetzt Steuern zahlen

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/aktien/google-aktienspli…

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