Meinungen und Diskussion zur Ferrari Aktie (Seite 4)



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Bitte keine Kleingeistigen Überlegungen wie Budget für F1 (das ist Taschengeld). Ferrari will Gewinn verdoppeln! Die schwimmen förmlich im Geld. Lasst Euch das auf der Zunge zergehen. Ich gebe zu, es ist schwierig zu genauen Finanzkennzahlen und Informationen zu kommen. Aber interessieren die wirklich an dieser Stelle. Einfach laufen lassen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.697.515 von Stoni123 am 04.05.18 17:57:07Die letzten Zahlen die ich gefunden habe stammen von 2016:



Quelle: https://www.forbes.com/sites/csylt/2018/04/15/ferrari-570-mi…

OK, die ~ 96 Mio. sind jetzt wirklich nicht der Bär, aber bei einem Budget-Deckel können da gut und gerne auch 100 Mio. Überschuss rauskommen. Unter Taschengeld verstehe ich etwas anderes, darum gebe ich den Kleingeist gerne zurück.

Aber sowieso egal, war nur eine spontane Idee und für mich nicht weiter Wert verfolgt zu werden.
Ich habe mich nur dummerweise nach Börsengang gegen den Kauf der Aktie entschieden. :cool:
...... hab ne Dividende bekommen !

Gab es irgendwann eine HV wollte doch dort hin fahren !!!!!
Am 13. April in Schiphol-Rijk müsste die HV gewesen sein.

Auf der Homepage steht:
The Shareholders approved the 2017 Annual Accounts and a dividend in cash of Euro 0.71 per outstanding common share, totalling Euro 134 million. The outstanding common shares will be quoted ex-dividend from April 23, 2018. The record date for the dividend will be April 24, 2018 on both MTA and NYSE and the dividend on the outstanding common shares will be paid on May 2, 2018. Shareholders holding the Company’s common shares on the record date that are traded on the NYSE will receive the dividend in U.S. dollars at the official USD/EUR exchange rate reported by the European Central Bank on April 19, 2018.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.560.176 von guensing am 07.06.16 15:16:27
Was ich hier weiß, macht mich echt heiß.
Es gibt hier offenbar keine Spezialisten, die sich mit den Steuerproblemen deutscher Ferrari-Anleger
auskennen oder befassen wollen. Bei Ferrari gibt es steuerliche Besonderheiten. Ferrari NV hat
einen Gesellschaftssitz in den Niederlanden und einen Steuersitz in Italien. Im Gegensatz zu anderen
Aktiengesellschaften mit unterschiedlichem Gesellschaftssitz und Steuersitz, wo für die Quellensteuer
nur der Steuersitz maßgeblich ist, lässt sich Ferrari NV nicht nur wegen des italienischen Steuersitzes
26 % italienische Quellensteuer auf ihre Dividenden abziehen, sondern zusätzlich auch noch 15 %
niederländische Quellensteuer, insoweit also 41 % Quellensteuerabzug auf Ferrari-Dividenden. Bei
deutschen Anlegern wird über diese 41 % ausländ. Quellensteuern dann natürlich auch noch 15 %
deutsche Abgeltungsteuer abgezogen und darüber hinaus Solidaritätszuschlag. So bekommt ein
deutscher Anleger einen Steuerabzug aus drei Staaten von insgesamt über 56 % zu spüren. Also erlebt der deutsche Ferrari-Kleinaktionär von der nominalen 100 % Dividendenausschüttung bei Ferrari eine
Netto-Dividende von weniger als 44 %. Das ist schon exzeptionell wenig und ein dicker Malus der
Ferrari-Aktien, insbesondere für deutsche Ferrari-Kleinaktionäre...
Kann man die ausländischen Quellensteuer nicht erstatten lassen, soweit sie nicht angerechnet wird?
Wieso überhaupt 15% Abgeltungssteuer? Das müssten doch nur 10% sein, da bei Italien oder den Niederlanden jeweils 15% anrechenbar sind laut BZSt Tabelle.

(Italien 26% Abzug, davon 15% anrechenbar, Niederlande 15% Abzug, davon 15% anrechenbar)
Was steht in der Erträgnisaufstellung, anrechenbare Quellensteuer müsste da doch separat ausgewiesen sein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.540.099 von honigbaer am 10.05.19 18:53:09
Besteuerung von Ferrari-Dividenden durch drei Staaten
Dass sich hier doch jemand für die Besteuerung der Ferrari-Dividenden deutscher Anleger durch gleich
drei Staaten (Italien Quellensteuer 26 % plus Niederlande Quellensteuer 15 % plus deutsche Abgeltungsteuer auf die Differenz DBA-anrechenbarer 15 % zum vollen Abgeltungsteuersatz von 25 %
plus entspr. Solidaritätszuschlag) interessiert, beeindruckt mich positiv. Der Einwand, dass die dt.
Abgeltungsteuer da nur noch mit 10 % (und nicht 15 %) effektiv wirkt, ist natürlich richtig. Danke
für diesen zutreffenden Hinweis!
Somit ziehen in der Realität von den Ferrari-Dividenden dt. Anleger Italien 26 % Quellensteuern
ab, zusätzlich Niederlande 15 % niederländ. Quellensteuer, zusätzlich Deutschland 10 % dt. Abgeltung-
steuer zusätzlich Solidaritätszuschlag, gesamter Steuerabzug durch drei Staaten also über 51 %,
so dass weniger als die Hälfte der Ferrari-Dividende beim dt. Anleger ankommt.
Im Falle der italien. Quellensteuer gibt es theoretisch eine Erstattungsmöglichkeit von 11 %. Nach
meiner jahrzehntelangen Erfahrung kam vormals seitens Italien eine Erstattung des erstattungsfähigen
Teils etwa 6 bis 10 Jahre nach dem Erstattungsantrag, mitunter in eigenwillig abweichender Höhe
übrigens. Bei italienischen Aktien von Kleinanlegern mit bescheidenen italien. Dividendenerträgen
ist diese lange Dauer und dann notwendige Überwachung derart unzumutbar, dass bspw. ich lieber gleich auf solche Erstattungsanträge heute verzichte.
Was niederl. Quellensteuer bei Ferrari angeht, scheint ein Erstattungsantrag ohnedies ziemlich
aussichtslos, da diese gerade eben 15 % ausmacht und lt. DBA somit wohl nichts erstattbar
ist.
Im realen Ergebnis ist die Dreifachbesteuerung von Ferrari-Dividenden bei dt. Anlegern, nämlich
Steuern von drei Staaten, ein besonderes Ärgernis. Denn in der Praxis erfährt ein dt. Kleinanleger
mit einem mittleren allg. Steuersatz von 20 oder 25 % eine Ferrari-Dividendenbesteuerung von
über 50 %. (Auf die theoretische Erstattungsmöglichkeit von 11 % italien. Steuer braucht er
sich nicht viel einzubilden, die ist 6 - 10 Jahre nach dem Antrag nicht mehr viel wert und
rechtfertigt nicht die Umstände, Kontrolle und den Nebenaufwand...)


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