Depot nur mit KO-Zertifikaten



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Moin,

ich setze mich derzeit intensiv mit KO's auseinander und habe die fundamentalen Aspekte soweit verstanden.

Mich interessieren zwei Erfahrungswerte:

- Es ist ja damit zu rechnen, dass wir in den kommenden Wochen den Boden der derzeitigen Marktentwicklung erreichen. Im Sog der Marktentwicklungen sind ja auch viele Werte unter die Räder gekommen, die gerade von dieser Situation profitieren. Ich denke da an alles was mit dem Internet zu tun hat, um es mal relativ breit zu formulieren (kann man sicher spezifizieren). Gibt es hier jemand der seinen großen Teil seiner Portfolio-Strategie auf KO-Positionen ausgelegt hat. Es gibt ja durchaus "konservative" KOs mit geringem Hebel, aber jeder Hebel ist ja am Ende ein zusätzlicher Gewinn, weshalb ich mich frage warum ich noch in ETFs investieren soll, wenn ich in konservative KOs auf Indizes investieren kann (ja ich weiß Totalverlust ;)). Gibt es einen Denkfehler oder ist es einfach eine Frage der Risikotoleranz?

- Ich habe bisher nur in ETFs und Einzelaktien investiert. Als ich mir nun die ersten KO's gekauft habe, habe ich das über die Sparkasse gemacht. Das hat aber einen Tag gedauert (gekauft 8.30) bis das KO im Depot aufgetaucht ist. Geht das woanders schneller?

Danke für eure Ratschläge und ich hoffe, dass ich auch mal was zurückgeben kann. Scheint ja eine relative "Elitäre" Gruppe zu sein :)
konservative KOs .. für den ein sind das Scheine mit Hebel 10 für andere ein Hebel von 3 .. was ist für dich "konservativ"?? ... Ansonsten kannst es ja machen, spricht ja nichts dagegen
Würde ich definitiv abraten, irgendwann, gerade in solchen Situationen, wie der Corona Krise gehen die Märkte auch mal länger nach unten und erreichen vllt deinen KO.

Ich habe früher auch mit Ko spekuliert. Teilweise 50% Abstand zur Ko Schwelle. Wurde alles ausgeknockt. Soviel zum konservativen.
Aufgrund der aktuellen Krise haben die meisten KOs horrende Aufgelder und teilweise Monsterspreads. Die Emis haben durch die Riesengaps Millionenverluste erlitten, weil denen das Hedging um die Ohren geflogen ist.
Bei sehr schwach gehebelten KOs ist das problem weniger vorhanden, aber aufpassen muss man trotzdem.

Wenn Du langfristig in KOs investierst, hast Du eben immer Kreditkosten laufen....(Du handelst ja auf Kredit), was bei ETFS nicht der Fall wäre.
Das Emittentenausfallrisiko (Emi-Pleite->Geld weg) sollte man auch nicht ignorieren. (Siehe Lehmannpleite.....nichts ist unmöglich)

Steuerlich haben KOs ab nächstem 2021 einen großen Pferdefuss (je nach Anlagesumme relevant), siehe Steuerforum.....

Ich handel KOs lieber sehr kurzfristig und stark gehebelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.992.136 von Chris_M am 13.03.20 08:55:41Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Ich hätte jetzt alles zwischen 0 - 10 als vermeintlich "konservativ" betrachtet. Da kommt es aus meiner Sicht ja auch auf die richtige Selektion an, da das Angebot ja extrem groß ist und dementsprechend die Auswahl des richtigen KOs auch ein nicht zu vernachlässigender Aspekt zu sein scheint.
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.992.337 von Steel21x am 13.03.20 09:09:00Hi,

vielen Dank für deinen Input. Woran lag es aus deiner Sicht? Zu lange in den KOs geblieben? Marktbewegungen falsch antizipiert oder war es einfach nicht handhabbar?

Hast Du stark in KOs mit hohen Hebeln investiert oder in KOs mit niedrigen Hebeln? Klingt zumindest seltsam wenn Du sagst, dass Du 50% von der Schwelle entfernt warst und diese trotzdem gerissen wurde. Ich hätte jetzt erwartet, dass das nur Titel betrifft, die generell eine sehr hohe Volatilität besitzen. Meine Strategie geht ja eher dahin, dass ich gerne noch ein bisschen den Extra Hebel KO einsetzen wollen würde, um die Indizes abzubilden.

Es gibt jetzt schon Long Zertifikate mit einem Knock-Out Wert von 6.000 - Stand heute glaube ich, dass wir den Boden aber irgendwo zwischen 7.500 und 8.000 sehen werden.

Natürlich gibt es immer ein Risiko, aber da muss man natürlich schon sagen - es ist halt die Börse no risk no gain.
03/2000 bis 08/2002 ist der DAX z.B. von 8000 auf 2150 Punkte gefallen.....nach 1929 sind die Börsen in 2 Jahren 90 % gefallen.....an der Börse ist alles möglich.......Sei vorsichtig !! ;-)
Antwort auf Beitrag Nr.: 62.994.146 von SimplyPwned am 13.03.20 10:55:37
Zitat von SimplyPwned: Hallo,

vielen Dank für deine Antwort. Ich hätte jetzt alles zwischen 0 - 10 als vermeintlich "konservativ" betrachtet. Da kommt es aus meiner Sicht ja auch auf die richtige Selektion an, da das Angebot ja extrem groß ist und dementsprechend die Auswahl des richtigen KOs auch ein nicht zu vernachlässigender Aspekt zu sein scheint.


mit 10 bist aber schon sportlich unterwegs und ein Flashcrash kann das schnell vernichten.

Der User der schrieb, das er auch mit Hebel 2 Verluste hatte, kann ich nur zustimmen, denn selbst eine Aktie für 1 Euro kann noch weiter fallen ...

Du musst da schon deine Underlyings analysieren und sehen wieviel abwärtspotenzial vorhanden ist. Meine Meinung ist ein Hebel von 0-3 ausreichend .... und selbst wenn du ohne Hebel einsteigst, dann hast du aus jetziger Sicht gutes Aufholpotenzial und ruhige Nächte
Knockouts mit Hebel 2x etc sind meistens unter 3000 Pkt. also praktisch einfach kostenloser mal 2 Hebel. Viel interresanter sind die Hebel <20 mit denen kann man auch mal 500% am Tag erzielen wenn man zum richtigen Zeitpunkt einsteigt. Habe z. B. heute mit einem Short satte 570% erwirtschaftet :D
Das Risiko ist aber dementsprechend hoch habe auch mal an einem Tag 2000€ verloren. An deiner Stelle würde ich erstmal probieren mit kleinen Beträgen KO‘s zu handeln und dich dann langsam hochzutasten denn was Knockouts anbelangt macht Übung eindeutig den Meister


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