Die Zukunft von Drägerwerk seit Corona - Die letzten 30 Beiträge

eröffnet am 22.04.20 12:55:47 von
neuester Beitrag 29.10.20 14:56:25 von


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29.10.20 14:56:25
Beitrag Nr. 994 ()
Das Schuldscheindarlehen wird in der Analystenpräsentation erwähnt.
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29.10.20 13:45:47
Beitrag Nr. 993 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.533.897 von deepvalue am 29.10.20 11:15:46
Zitat von deepvalue: Dräger emittiert aktuell gerade ein Schuldscheindarlehen über 75 Mio. Euro. Es wäre interessant zu hören, welchen Zweck Dräger damit verbindet, da die Genußscheine A und K aus der vorhandenen Liquidität mühelos zurückbezahlt werden können. Plant Dräger den vorzeitigen Rückkauf der Genußscheine über die Börse?


Die Ereignisse überschlagen sich ja regelrecht.
Leider bin ich unterwegs. Wo kommt das her mit dem Schuldscheindarlehen?
Nach meiner Erinnerung läuft ein altes gerade aus. Dann könnte es die Anschlussfinanzierung sein.
Andererseits war tatsächlich zu lesen, dass die Genussscheininhaber aktuell durch ihre Depotbanken über ein Kaufangebot informiert wurden, welches bis Ende November läuft.
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29.10.20 12:41:07
Beitrag Nr. 992 ()
Ja, das EBIT dürfte m.E. irgendwo zwischen 200 und 250 Mio. Euro vor Bilanzieller Vorsorge liegen.
REchnung: 50 Mio. EBIT von Bundesregierung, EBIT Q3: 126 Mio. Euro (da die Produktion der FFP-Masken und Beatmungsgeräte hochläuft, dürfte dieser Betrag noch etwas steigen, "normale" Outperformance 4. Quartal: ca. 50 Mio. Euro.
Insgesamt rechne ich somit mit 420 bis 470 Mio. EBIT für 2020.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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29.10.20 11:52:30
Beitrag Nr. 991 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.532.961 von hossinger am 29.10.20 10:10:17Also geht der Gewinn in Q4 weiter in die Höhe
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29.10.20 11:42:17
Beitrag Nr. 990 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.533.768 von deepvalue am 29.10.20 11:07:23 "Die abschließende Anpassung des Auftragsbestands erfolgt nach dem neuen Vertragsabschluss mit dem
Bundesgesundheitsministerium im vierten Quartal."

Da lese ich nichts von Details. Materiell ändert sich, durch eine Kürzung des Auftragsbestandes, natürlich keine Bilanzkennzahl. Dennoch wägt wohl jede Firma ab, wie zeitlich auslegbare Auftragskürzungen, publiziert werden. Die Mitteilung über die Abstandszahlungen (oder politisch-korrekte Investitionshilfe oä.) habe ich mir mit einem "mittleren 2-stelligen Mio.-Betrag".....50 ist da die absolute Mitte, notiert! Vielleicht sind es aber auch 35 oder 65 Mio.. Schätze mal da haben nur eine handvoll Leute, tatsächlichen Einblick in diesen Vertrag. Im Ministerium läuft der sicher unter "geheimer Verschlusssache"......könnte ja, bei einer ausufernden Pandemie "peinlich" werden....

Leider finde ich selbst jetzt nicht mehr die Quelle WO ich diese Zahl her habe. Allerdings schreibe ich in meine "Infoseite", die ich für jede Anlage habe, idR. NUR seriöse gehörte oder gelesen Zahlen. Ob ich das aber jetzt bei einem Gespräch mit der IR, einem Interview, einer Analyse oder einer Meldung "aufgeschnappt" habe...kann ich nicht belegen.....und darf mir damit zu Recht als Spekulation ausgelegt werden.
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29.10.20 11:15:46
Beitrag Nr. 989 ()
Dräger emittiert aktuell gerade ein Schuldscheindarlehen über 75 Mio. Euro. Es wäre interessant zu hören, welchen Zweck Dräger damit verbindet, da die Genußscheine A und K aus der vorhandenen Liquidität mühelos zurückbezahlt werden können. Plant Dräger den vorzeitigen Rückkauf der Genußscheine über die Börse?
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29.10.20 11:07:23
Beitrag Nr. 988 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.532.961 von hossinger am 29.10.20 10:10:17Hossinger:

Ich habe den Bericht so gelesen, dass die Stornierung weitgehend im 3. Quartal verarbeitet wurde und nur Detailänderungen im 4. Quartal berücksichtigt werden (d.h. materiell ändert sich nichts).
Den Hinweis über die von der genannte Höhe der Ausgleichszahlung (ca. 50 Mio. Euro) habe ich bisher nirgendwo gefunden, da hast Du wohl echte Insiderinformationen.

Deine Einschätzung über ein Super 4. Quartal teile ich (wobei abzuwarten wird, wieviel Vorsorge Dräger in den Abschluß steckt). Ich bin hier im Board wohl derjenige der für 2020 das höchste Ergebnis von deutlich über 400 Mio. Euro erwartet.

Unabhängig davon ist für die mittelfristige Aktienkursentwicklung entscheidend, wie sich der Auftragseingang entwickelt. Daher werden die Analysten hoffentlich hier detailiert nachfragen.
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29.10.20 10:10:17
Beitrag Nr. 987 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.532.340 von deepvalue am 29.10.20 09:28:18Warum nicht erstmal den kompletten Bericht lesen, bevor man Fragen stellt?
-Im 3. Quartal ist nur ein Teil des stornierten Auftrages der Bundesregierung "eingearbeitet", ein weiterer Teil UND die Abstandszahlung im mittleren 2-stelligen-Mio.-Bereich, fliessen in das Schlussquartal. Das hat natürlich einerseits den Effekt, das der Auftragseingang im 3. Quartal, besser dargestellt wurde, als er (unter voller Einrechnung der Stornierung) wäre. Anderseits hat das natürlich steuerliche Vorteile, da man nun für den Abstandsbetrag, keine weiteren Vorauszahlungen leisten muss. Ergebnistechnisch wäre das 3.Quartal dagegen nochmals um ca. 50 Mio. € Ebt besser ausgefallen.

-Die Bilanz sieht natürlich, wegen der vorher unzureichend plastisch bilanzierten Genußscheine (kein Fehler von Dräger - wäre bei einem Anteilseigner, der mit der Einlage bilanziert ist UND nun ausgezahlt werden muss, auch nicht anders) schlecht aus. Niemand sieht ein schrumpfendes bilanziertes Eigenkapital und steigende Schulden gern, auch wenn die Gegenrechnung mit den weg fallenden jährlichen Aufwendungen bis in alle Zukunft, schlüssig ist.

-Das 4. Quartal dürfte, traditionell bei Dräger, sehr gut ausfallen, da viel Geschäft in dieses Quartal bilanziert wird. Also wird sicherlich die Prognose erreicht werden.
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29.10.20 09:28:18
Beitrag Nr. 986 ()
Interessant fand ich im Quartalsbericht vor allem die segmentweise Entwicklung. Lt. Presseerklärung soll der Auftragseingang im Medizintechnikbereich das Niveau des Vorjahres erreicht haben, da die Lieferzeiten für Beatmungsgeräte bis in 2021 reichen würden. Tatsächlich lag der Auftragseingang sogar deutlich niedriger bei 405,9 Mio. Euro vs. 442,2 Mio. Euro im Vorjahr. Hier dürften die meisten Fragen der Analysten zu erwarten sein:
1. Wie groß war der Einfluß der Auftragsstornierung durch die Bundesregierung
2. Wie hat sich der Auftragseingang bei nicht Beatmungsgeräten entwickelt (hier war im 2. Quartal ein deutlicher Rückgang)?
3. Wie ist die Auftragslage bei Beatmungsgeräten? Spürt Dräger da verstärkte Infektionsgeschehen?

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
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29.10.20 09:17:31
Beitrag Nr. 985 ()
Es steht die zweite Impulswelle bei Kursen aus

Zum Vergleich Qiagen als moderater Coronagewinner









Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Der Bausatz für steigende Kurse liegt fundamental klar auf dem Tisch, fehlt noch wer wer der die Kurslaune föhnt
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29.10.20 09:17:05
Beitrag Nr. 984 ()
Es steht die zweite Impulswelle bei Kursen aus

Zum Vergleich Qiagen als moderater Coronagewinner









Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Der Bausatz für steigende Kurse liegt fundamental klar auf dem Tisch, fehlt noch wer der die Kurslaune föhnt
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29.10.20 09:09:41
Beitrag Nr. 983 ()
Einige Virologen fordern nun als langfristige Strategie stärkeren Fokus auf den Schutz der Vulnerablen und bspw. diese mit FFP2-Masken auszustatten.

Dürfte zusätzlich positiv für Draeger sein.
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29.10.20 08:15:12
Beitrag Nr. 982 ()
Drägerwerk verdient deutlich mehr
29.10.2020 08:08:27
LÜBECK (dpa-AFX) - Eine hohe Nachfrage nach seinen Produkten in der Corona-Pandemie hat dem Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern Drägerwerk im dritten Quartal einen Gewinnsprung beschert. Der Gewinn stieg von Juli bis September auf 81,5 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mitteilte. Im Vorjahr hatte Drägerwerk hier 3,7 Millionen Euro ausgewiesen. Der Auftragseingang kletterte um 7,5 Prozent auf 747,8 Millionen Euro. Rechnet man Währungseffekte heraus, dann war das ein Plus von 13 Prozent. Dräger stellt Schutzmasken her, aber auch Produkte für die Behandlung von Corona-Patienten, wie etwa Beatmungsgeräte.
Der SDax-Konzern hatte erst jüngst vorläufige Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt und seine Jahresziele konkretisiert. Der Umsatz stieg wie bekannt um rund 30 Prozent auf 862,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) sprang von 9,3 auf fast 127 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet das Unternehmen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 bis 22 Prozent und eine Ebit-Marge zwischen 7,0 und 11,0 Prozent. Dabei geht Drägerwerk davon aus, bei beiden Kennziffern das mittlere bis obere Ende der Prognosespanne zu erreichen./mne/jha/
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29.10.20 01:16:22
!
Dieser Beitrag wurde von CloudMOD moderiert. Grund: themenfremder Inhalt
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28.10.20 13:56:09
Beitrag Nr. 980 ()
Ich finde langfristig ist die Börse meistens sehr Rational. Bei der Kursentwicklung darf man auch nicht unterschätzen, daß es nur wenige Alternativen, zu einem Invest in Aktien gibt.....ALSO RAUS...nur WOHIN? Das Spiel von Angebot und Nachfrage zeigt zwar öfters extreme Ausschläge, hat aber die Fähigkeit zur Selbstkorrektur.
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28.10.20 13:46:58
Beitrag Nr. 979 ()
Drägerwerk und das wirtschaftliche Umfeld
Anfang 2020 verzeichneten die weltweiten Börsen einen Zusammenbruch aufgrund der
Corona-Pandemie. Der Deutsche Hauptindex DAX stürzte in kurzer Zeit (1 Monat)
von ca. 13800 runter auf ca. 8250 (- 40 %).

In den folgenden 6 Monaten wurde dieser Verlust von 40 % (ca. 5550 Punkten) zu
94 % wieder wett gemacht. Am Ende gingen gar immer mehr Marktteilnehmer davon aus,
dass das Thema Corona quasi ausgestanden und es sich um Fortsetzung der Aufwärtsbewegung
handelt und nicht um eine Erholung.

Ich hatte in diesem Thread einige Male darauf hingewiesen, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit
eine Erholung ist und der Abwärtsimpuls vom Februar/März mindestens mit einem Umfang von
62 % wiederholt wird. Eine so umfangreiche vorherige Erholung von 94 % konnte ich mir nicht
vorstellen und deshalb verpasste mein Depot leider viel davon. Besonders ärgere ich mich über
meinen viel zu frühen Ausstieg bei der Deutschen Post.

Ich will hier nur darauf hinaus, dass Börse nicht immer rational ist. Die Erholung im DAX im
letzten halben Jahr war es jedenfalls nicht. Es reichte ein Blick auf die Spanische Grippe vor
100 Jahren, um zu ahnen, was da noch kommen wird.

Nun ist nach meiner Sicht die zweite Abwärtswelle an der Börse definitiv angelaufen.
Ein guter Indikator ist m.E. nun ebenfalls sichtbar: Es wird Geld zusammengekratzt.
In solchen Phasen fällt erstmal fast alles. Auch Gold und Immobilien leiden dann.

Drägerwerk ist nun schon einige Zeit mein einziger Depotwert und den werde ich weiter
halten, weil ich früher oder später antizyklisches Potenzial kommen sehe.

Aktuell kann ich es gut akzeptieren, wenn sich Drägerwerk gegen den Abwärtssog stemmen
und in einer Seitwärtsbewegung in Stellung bringen kann. Etwas Sorge macht mir, dass
nunmehr der Chart der Stammaktie mies aussieht. So, als ob er einen Kurs von ca. 55 € will.
Die Vorzugsaktie kann sich dennoch über 70 € halten, denn es würde lediglich zum alten
Abstand von + gut 30 % führen und dafür können Eindeckungen der Leerverkäufer und
das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sorgen. Vielleicht hören wir ja morgen etwas über
die Resonanz bzw. Nachfrage aus den Mitarbeiterkreisen.

Im DAX erwarte ich nun einen Lauf, der seinen Abschluss grob im Bereich 9500 finden kann.
Kampf um die 10000er Marke sehe ich als Minimum und wenn wieder das Tief bei 8250
getestet wird, kann es sogar böse weiter rutschen.

Eine Aktienanlage ist nie sicher, auch nicht in Drägerwerk, aber sie ist ärmer an Risiko.



@ carimba u.a.

Danke für die Klarstellungen. Da hatte ich mit den Zeitpunkten für Dividendenberechtigung (Serie D letztmalig 2022)
und deren Umsetzung (2023) was durcheinander bekommen.
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28.10.20 13:34:46
Beitrag Nr. 978 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.520.082 von Friseuse am 28.10.20 11:56:22
Welch weise Worte
Schön geschrieben :cool: 👍
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28.10.20 11:56:22
Beitrag Nr. 977 ()
Irgendwie ist er der Gegentyp zu EMTVs Haffa, liefert satt dreistelliges EBIT im Quartal und es bräuchte für diese Kurse nur den Gewinn im Jahr. Konservativ vorsichtig bis schüchtern in Prognosen kekst halt für den Moment. Die Steigerung im letzten Quartal war uns klar, Q4 wird noch besser sehr gut, die Annahme von Nichtnachgefragtheit in der Zukunft ist mit hoher Wahrscheinlichkeit abstrus. Dräger hat fundamental einen klaren Lauf, die Gefühls- und Chartlage kommt dem noch nicht nach.

Normal ist Unterbewertung ein Investitionsmotiv, falls das mal entdeckt wird und das langfristige charttechnische Ei schlüpft merkts auch die Welt








Einfaches Einfügen von wallstreet:online Charts: So funktionierts.


Noch springt die Börse auf die Ruhigsignalsetzung aus dem Unternehmen an und das gesamte Börsenrudel nimmt artig auf Zuschauerplätzen Platz. Deswegen haben wir hier auch das Gefühl im eigenen Saft zu versauern und von ewiger Nichtbewegung.

Das ging beim gegensätzlichen Haffa auf schön auch gefühlt ewig weiter, bis es sich schlagartig änderte und die Realität doch Bedeutung erlangte.

Das hier ist so binär, On-Off, eines von heute als sehr fern gefühlten Tages geht das Börsenlicht an und es kommt Bewegung rein.

Lassen wir Realität Realität sein, interessiert nicht weiter. Gefragt sind Sehnsucht, Gefühle und Wille, der versetzt Berge und Kurse
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28.10.20 11:35:54
Beitrag Nr. 976 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.517.979 von Jassyblue am 28.10.20 09:43:16
Zitat von Jassyblue: Zweiter lock down vor der Tür und die Aktie fällt weiter.Meine Frage ist welche News braucht die Aktie um zu steigen?


SD tritt ab, Nachfolger kommt von außen.
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28.10.20 10:36:06
Beitrag Nr. 975 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.517.979 von Jassyblue am 28.10.20 09:43:16
Zitat von Jassyblue: Zweiter lock down vor der Tür und die Aktie fällt weiter.Meine Frage ist welche News braucht die Aktie um zu steigen?


SD tritt ab !
Draegerwerk | 71,30 €
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28.10.20 09:43:16
Beitrag Nr. 974 ()
Zweiter lock down vor der Tür und die Aktie fällt weiter.Meine Frage ist welche News braucht die Aktie um zu steigen?
Draegerwerk | 70,30 €
2 Antworten
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28.10.20 09:33:56
Beitrag Nr. 973 ()
Sandbar Asset Management
Drägerwerk AG & Co. KGaA
DE0005550602
1,18 %
2020-10-27
1,30 %
2020-10-16
Draegerwerk | 70,20 €
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27.10.20 23:32:26
Beitrag Nr. 972 ()
Mehr oder weniger sind wir alle der gleichen Meinung, bzw. teilen die gleiche Auffassung.
Fassen es nur in andere Worte.
Nach der Genussscheinzeit, beginnt die Zeit der Aktionäre.
Ausgehend von den aktuellen Zahlen, wird es etwa 12€ Dividende bei Vollausschüttung geben.

4% Rendite würde mir bei meiner Anlage reichen, vielen Anderen auch.
Bei Vollausschüttung wären wir bei 12€ - ergo würden 4% Rendite bei einem Kurs von 300€ erzielt.
Leider erst ab 2024 bis dahin haben wir die Genussscheine am Arsch kleben.

Stellt sich die Frage
ab wann wird sich der Kurs in diese Richtung bewegen
Kann Draeger dieses Niveau halten
Wird es eine Vollausschüttung mit 12€ geben
Draegerwerk | 71,05 €
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27.10.20 21:29:53
Beitrag Nr. 971 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.513.689 von Puhug am 27.10.20 20:12:04
Ausschüttung für Typ D noch 2023
#Puhug,

das was Du schreibst sehe ich genauso.

Jedoch mit der Ausschüttung im Jahr 2023, als erstem Dividendentermin ohne alle Genußscheine liegst Du falsch:


Ich glaube nicht, dass es an den Haaren herbeigezogen ist, dass sich nach dem Ende des Themas Genussscheine die Dividendenpolitik im Hause Dräger ändern wird. Der erste Dividendenbeschluss ohne Genussscheinproblematik steht meines Wissens im Mai 2023 an (ich kann mir nicht vorstellen, dass die Genussscheine für 2023 dividendenberechtigt sind, wenn ihr Auszahlungstermin der 02. Januar 2023 ist).


§6.8 Der Genußscheinbedingungen für Typ D:

...Einreichung...nebst Bogen, jedoch ohne den nächstfälligen Ausschüttungsanteilsschein, auf den noch die Ausschüttung für das GJ, in den das Genußrechtsverhältnis endet, gezahlt wird.

(Das Genußrechtsverhältnis endet 2022; die Ausschüttung für 2022 wird im Frühjahr 2023 gezahlt)

Die "große Ausschüttungsentlastung" (GJ2021 dann ohne 265T Genußscheine (Typ A und K), GJ2023 dann ohne die restlichen 566T Genußscheine (Typ D) dauert also ein Jahr länger.
Draegerwerk | 71,60 €
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27.10.20 21:19:52
Beitrag Nr. 970 ()
Die Genußscheininhaber der Serie D sind übrigens für 2022 voll Ausschüttungsberechtigt. D.h. die neue Dividendenpolitik dürfte sich erst für für das Geschäftsjahr 2023 in 2024 gezahlte Dividende auswirken.
Draegerwerk | 71,60 €
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27.10.20 21:18:04
Beitrag Nr. 969 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.513.689 von Puhug am 27.10.20 20:12:04Puhug,

es tut mir leid wenn ich dich verärgert habe. Ich sehe die Sache geigentlich wie Du. Allerdings wollte ich darauf hinweisen, dass der Analyst aus seiner Sicht und der des Reporting absolut korrekt arbeitet, auch wenn die in der Presserklärung publizierte Zusammenfassung Dir nicht gefällt. Der Analyst arbeitet halt nicht für die Kleinanleger und die Wirtschaftspresse. Zusätzlich wird der Analyst vermutlich irgendwo in seinem Bericht "unsere" Schätzung von 12 bis 15 Euro Gewinn pro Aktie nach zu erwartender Ausschüttung nennen. Die Investoren werden es also wissen. Auch dürfte der Analyst für die Zeit ab 2023 den Wegfall der Genußscheine in seinem Modell berücksichtigt haben.

Spätestens dann gehen auch die Dividenden hoch. Da man die Firma kaum schlechter führen kann, gibt es bei Dräger jede Menge Upside. Man braucht hier halt viel Geduld. Aber die habe ich als alter Genußscheinanleger.....


Nur meine Meinung Irrtum vorbehalten.
Draegerwerk | 71,60 €
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27.10.20 20:12:04
Beitrag Nr. 968 ()
Die Dividende beeinflusst bei Drägerwerk den Gewinn je Aktie.
Ja, richtig gelesen. Denn normal ist das für eine AG nicht.

Es stimmt zwar nicht ganz, denn das Zauberwort lautet hypothetische / theoretische Vollausschüttung.

Da dieses Thema sehr wichtig ist, um das Unternehmen und dessen
Kurs- und Dividendenperspektive zu verstehen, erkläre ich meine Sicht:


Jede normale AG, die einen Gewinn erwirtschaftet, hat für diesen folgende Verwendungsmöglichkeiten:

a) Ausschüttung als Dividende
b) Verbleib im Unternehmen für welche Zwecke auch immer
c) eine, wie auch immer, justierte Mischung von a und b

Auch bei Drägerwerk wäre es so, wenn sie keine Genussscheine hätten.

Nun schauen wir mal auf die Dividendenzahlungen der letzten Jahre:

https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=24&l=0&isin=DE00…

Zusammengefasst gab es in 18 Jahren 9,55 € Dividende für die Vorzugsaktien und
somit 8,47 für die Stammaktien.

Es resultiert ein Durchschnitt von 0,47 € / Jahr für die Stammaktie.

Selbst für das ertragreichste Jahr 2012 wurde nur eine Dividende von 0,86 € je Stammaktie ausgeschüttet, obwohl bei einer Vollausschüttung 5,81 € möglich gewesen wäre.
Folglich eine niedrige Quote von nur 14,8 %.

Was hat das mit den Genussscheinen zu tun?

Sehr viel.

Wenn Dividenden ausgezahlt werden, dann verteilen sich diese aktuell auf
10,16 Mio. Stammaktien
8,6 Mio. Vorzugsaktien und
8,32 Mio. Dividenden auf die Genussscheine

Wenn Drägerwerk nun für 2020 einen realistischen Gewinn (Netto) von 245 Millionen €
erzielt und 40 % als Dividende ausschütten würde, dann verteilen sie 98 Mio. € auf
27,08 Mio. Dividenden. Es handelt sich um Näherungswerte, weil Dividenden auf
Genussscheine die Zahlung von Steuern etwas reduzieren.
Es entfielten auf die Genussscheine
letztendlich ca. 30 Mio. €.

Wenn man aber wie Drägerwerk die Dividende sehr niedrig hält und nur 0,19 € beschließt,
dann werden nur 1,6 Mio. € an die Genussscheininhaber ausgezahlt und der Rest bleibt
im Unternehmen.

Nun stellen wir uns mal vor, dass nicht alle Mitglieder der Familie Dräger über ein sattes
Einkommen im Unternehmen verfügen und ihr Leben von Dividenden bestreiten möchten.

Als Stammaktionäre erhalten sie nur 0,13 €. Dann bräuchte so ein Familienmitglied locker
500.000 Aktien, um als Dräger ansatzweise angemessen davon leben zu können.

Zur Orientierung: Die gesamte Familie Dräger besitzt ca. 7,25 Mio. Stammaktien.

Es ist also naheliegend, dass der eine oder andere aus der Familie dem Stefan immer wieder
erzählt, dass er mehr Dividende möchte. Der antwortet dann wahrscheinlich, dass er das gut
verstehen kann, aber dann geht viel an die Genussscheininhaber weg und er möchte dann doch
lieber mehr reinvestieren können.

Ich glaube nicht, dass es an den Haaren herbeigezogen ist, dass sich nach dem Ende des Themas
Genussscheine die Dividendenpolitik im Hause Dräger ändern wird. Der erste Dividendenbeschluss
ohne Genussscheinproblematik steht meines Wissens im Mai 2023 an (ich kann mir nicht vorstellen, dass
die Genussscheine für 2023 dividendenberechtigt sind, wenn ihr Auszahlungstermin der 02. Januar 2023 ist)
.


Zusammenfassung:

Auch wenn es für die Genussscheininhaber nicht gerade schön ist, so ist es für die Aktionäre
besser, wenn Geld im Unternehmen bleibt und nicht als Dividenden verlässt.

Die Frage stellt sich auch nicht, denn sämtliche Genussscheine wurden bereits gekündigt.
Deshalb werden Löwenanteile der Gewinne 2020 - 2022 für deren Auszahlung benötigt.
An dieser Stelle möchte ich dann auch mal erwähnen, dass die Genussscheine vor ihrer
Kündigung zu ca. 250 € gehandelt wurden und sie nun über 500 € notieren.

Man muss feststellen, dass bisher die Inhaber der Genussscheine deutlich besser von der
Kündigung profitierten, als die Aktionäre. - Aber darauf kommt es nicht an und die Stunde
der Aktionäre wird auch kommen, sobald die Thematik endlich verstanden und reflektiert wird.








@ deepvalue,

mir ist klar, dass du dich in der Gesamtthematik recht gut auskennst. Deshalb bin ich nahezu
verärgert, wenn du Vollausschüttung und Gewinn in einen Topf schmeißt. Das ist ganz einfach
falsch.

Hier deine eigenen Worte:

Zitat von deepvalue: Die Guidance für 2020 ist wieder mal zu konservativ:man geht von einem Umsatz von 3,39 Mrd. Euro (m.E. realistisch) und einem Ebit von maximal 373 Mio. Euro aus.

Erfreulich ist, das der Auftragseingang in Q3 mit 786 Mio. Euro (je nach Rechnung, kann auch 816 Mio. Euro sein) nur etwas niedriger war als der Umsatz (862 Mio. Eur0) bzw. als der der Auftragseingang im 2. Quartal (898 Mio. Euro). Offen ist, ob die Stornierung des Auftrages der Bundesregierung als negativer Auftragseingang verbucht wurde. Der Auftragseingang lag dieses Jahr bisher um 747 Mio. Euro über Vorjahr.

Heftig ist das Ergebniswachstum ggü. Vorjahr (+118 Mio. Euro Q3 2020 ggü. Q3 2019, war im 2. Quartal 102 Mio. Euro). Geht man von dem gleichen Ergebniswachstum ggü. Vorjahr für das 4. Quartal aus, so würde sich sogar ein EBIT in Höhe von 69 plus 118 Mio. Euro für Q4, d.h. 187 Mio. Euro und für das Gesamtjahr von 415 Mio. Euro ergeben. Also gehe ich aktuell von ca. 400 Mio. Euro EBIT aus (max. 430 Mio. Euro).

Die Guidance für 2021 ist, wie zu erwarten, niedriger als für 2020. Erfreulicherweise fehlt das Wort "wesentlich" niedriger.
Ich gehe von einem Auftragsüberhang von 500 bis 600 Mio. Euro aus 2020 für 2021 aus. Nimmt man den Auftragseingang des 3. Quartal und multipliziert diesen mit 4, sollte eigentlich der Umsatz in 2021 ähnlich hoch, wenn nicht höher als in 2020 sein wenn ein Gutteil des Auftragseingangs in 2021 abgearbeitet würde. D.h. eigentlich sollte das Ergebnis für 2021 auch bei ca. 400 Mio. Euro liegen.
400 Mio. Euro EBIT sollten normalerweise ein EBT von ca. 360 bis 380 Mio. Euro bedeuten. D.h. ein Ergebnis nach Steuern von ca. 250 bis 270 Mio. Euro,d.h. ohne Berücksichtigung der Genußscheine 13 bis 14 Euro pro Aktie. Die Genußscheine sollte man m.E. nicht mehr berücksichtigen, da der Rückkaufwert feststeht.
Anders ausgedrückt: Mit dem Ergebnis der Jahre 2020 und 2021 kann man locker die Genußscheine aus dem Cash Flow zurückzahlen plus schöne Dividenden zahlen (wird aber wohl erst nach Rückzahlung aller Genußscheine passieren) oder aber Aktienrückkäufe durchführen (das würde die Shorts richtig freuen........).

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.




Ganz genau. Alles vertretbar und inhaltlich zutreffend was du schriebst.
Um so mehr wundert mich deine Nachlässigkeit gegenüber ignoranten
Analysten, wenn ich sie mit deinen Ansprüchen gegenüber dem Drägerwerk-Management
vergleiche.

Ich jedenfalls erwarte von einem Analysten, der sich mit Drägerwerk beschäftigt, dass er
Gewinn und theoretische Vollausschüttung auseinanderhalten kann.
Draegerwerk | 71,60 €
2 Antworten
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27.10.20 18:56:18
Beitrag Nr. 967 ()
Puhug,

das die Gewinnschätzung zu niedrig liegt sehe ich wie du (ich erwarte sogar deutlich höhere Gewinne).
Vielleicht habe ich nicht klar genug herausgearbeitet, dass ich die Arbeit und Vorgehensweise des Analysten sehr gut nachvollziehen kann (auch wenn ich das Ergebnis nicht teile). Er hat sich halt auf die Angaben von Dräger verlassen.
Herleitung des Gewinns von 8,09 Euro Ergebnis pro Aktie unter Vollausschüttung: 8,09 Euro mal (18,66 Mio. Aktien plus 8,74 Mio. Genusscheinäquivalente) = 221,67 Mio. Euro Ergebnis nach Steuern, entspricht ca. 316 Mio. Euro vor Steuern oder ca. 350 Mio. Euro EBIT.
Der Analyst hat also die neueste Guidance eines EBIT am oberen Rand der Range von 7 bis 11 % EBIT Marge verwendet.

Ich kann da keinen Fehler erkennen. Die Genußscheine sind alle für 2020 voll ergebnisberechtigt. Dräger wird das Ergebnis nach Vollausschüttung deshalb wohl auch so ausweisen. Dass dieses die Verhältnisse nicht trifft sind wir uns alle einig. Aber die Arbeit des Analysten ist schon nachvollziehbar.

Kleinanleger mit ihren meist nur wenigen 100 Aktien dürften übrigens kaum den Kurs treiben. Sie sind den Analysten ohnehin egal, da diese nicht für das Research in der einen oder anderen Form zahlen.

Nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
Draegerwerk | 72,20 €
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27.10.20 16:58:48
Beitrag Nr. 966 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 65.510.650 von deepvalue am 27.10.20 16:06:35
Zitat von deepvalue: Ich finde die Angaben von Independent Research gut nachvollziehbar:
EBIT-Marge (also EBIT in Bezug auf Umsatz) liegt wie von Dräger in der Guidance angeben bei 7 bis 11 %.
Irrtum vorbehalten.



Ich vermute, du hast meinen Beitrag nur flüchtig gelesen.

Mir geht es hauptsächlich um diese Aussage von Independent Research:

Die Analysten von Independent Research rechnen 2020 mit einem Gewinn je Aktie von 8,09 Euro

EBIT-Marge steht bei 7 - 11% und einem Umsatzplus von 14 - 22%.

Da der Umsatz in 2019 2781 Mio. € betrug, ergibt sich folgende Spanne für das EBIT:
7 - 11% von 3170 bis 3393. Somit mindestens 222 Mio. bis 373 Mio. €.

Eine breite Spanne. Da sollte man berücksichtigen, dass Dräger von der oberen Bandbreite
ausgeht und uns die Auskunft gab, dass das gesamte Jahr 2020 unter Volllast gefahren wird.

Nein nein, da braucht es nicht viel, um zu wissen, dass es 350 Mio. + x werden dürften.

Gerade du hast in der Vergangenheit stets von wesentlich mehr geredet und 500 Mio. EBIT
als Erwartung genannt.


Aber es geht ja leichter. Bitte rechne mir vor, wie die von Independent Research auf
8,09 € Gewinn je Aktie gekommen sind und ob das selbst für zutreffend hältst?

Meine 12 € (Gewinn nach Zinsen und Steuern) sind konservativ, verhalten und realistisch berechnet.
Außerdem beinhalten sie sogar die Dividendenplanung seitens Drägerwerk und damit verbundene
Zahlung an die Genussscheininhaber.

Und natürlich beeinflussen solche "Analysten" private Kleinanleger, wenn sie 8 € Gewinn
anstelle 12 € schreiben. :rolleyes:
Draegerwerk | 70,40 €
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27.10.20 16:06:35
Beitrag Nr. 965 ()
Ich finde die Angaben von Independent Research gut nachvollziehbar:
EBIT-Marge (also EBIT in Bezug auf Umsatz) liegt wie von Dräger in der Guidance angeben bei 7 bis 11 %. Die Berechnung des Ergebnisses pro Aktie hat den Rückkauf nicht berücksichtigt, da rein formal der Rückkauf in 2020 noch nicht abgeschlossen sein wird und Dräger selbst daher auch ähnlich wie Independent Research rechnen wird.
Problematisch finde ich hingegen den starken Gewinnrückgang in 2021. Hierfür ist aber Dräger aufgrund der eigenartigen Gewinnwarnung verantwortlich.


Institutionelle Investoren interessieren übrigens die Gewinnschätzungen und Kauf-Verkaufempfehlungen weniger als vielmehr die Sachen die die Analysten auf der Tonspur bei der Besprechung der Studie mitteilen.

nur meine Meinung. Irrtum vorbehalten.
Draegerwerk | 72,20 €
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