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Deutsche Grundstücksauktionen AG. Ein klarer Kauf?



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Vermutlich.

Ein anderer User bemerkte, dass es um die Deutsche Grundstücksauktionen AG sehr ruhig geworden ist. Woran liegt das? Meine Vermutung ist folgende: Vor kurzem hat GBC eine Unternehmensstudie zu DGA erstellt. Als ich davon Wind bekam, habe ich gleich gekauft. Das war zu einem Stand von 11,xx €. Meine Rechnung ging auf, denn die Umsätze zogen an, die Diskussionen wurden laut und lauter und als die Umsätze nachgelassen haben, da bin ich raus zu 14,8€. Etwas früh wie sich herausstellte. War mir allerdings egal. Ich hatte in ein paar Tagen 30% gemacht und wollte das Geld eh nur in einem Trade verwenden. Jetzt ist der Kurs in den letzten Tagen wieder fast auf das Ausgangsniveau zurückgekommen und ich hatte Geld über. Da habe ich gestern und heute etwas zugekauft und werde nachstehend erläutern warum.

Ich denke, dass die meisten, die vom schnellen Geld geträumt haben wieder mit leichtem Verlust raus sind. Persönlich habe ich mich vor dem erneuten Kauf noch einmal etwas gründlicher informiert und auch wenn mir das Chat hier bei WO nicht so gut gefallen hat bin ich positiv gestimmt. Dazu muss ich sagen, dass mir noch kein Chat gefallen hat. Ich habe fast das Gefuehl es liegt an mir.

Ist DGA ein toller Wachstumswert? Nein, hmmm.
Aber: DGA hat sich bei Versteigerungen von Grund und Boden einen extrem guten Namen gemacht, die Margen stimmen und in den nächsten Jahren ist hier mit keiner Veränderung zu rechnen. Auch Wachstum ist vorhanden – sogar ein sehr gutes. Jedoch bezweifle ich, dass im Bereich der Grundstücksauktionen langfristig ein großes Wachstum erreicht wird. Nun etwas deutlicher:
Mal ganz platt – für 2000 rechnet mn mit einer Bruttodividende von 2€ pro Aktie, was bei einem Kurs von 12,75€ immerhin über 15% Dividendenrendite entspricht. Der Vorstandsvorsitzende Herr Plettner hält noch über 20% und ich gehe davon aus, dass wieder der Großteil ausgeschüttet wird.
Das KGV beträgt ca. 6,9. Das KGV für 2001 vermutlich 5,4.

Was macht DGA also interessant? Unabhängig von der niedrigen Bewertung und der Dividendenrendite. Aus meiner Sicht erst einmal die gute Marktstellung. Zusätzlich expandiert DGA mit dem Kauf der Sächsischen Grundstücksauktionen AG. Die weitere Ausdehnung wird in Betracht gezogen. Man will allerdings nichts übereilen, was ich für vernünftig finde. Einer der wichtigsten Punkte ist wohl, dass der Kundenstamm stark steigt. Dies ist neben der momentanen Geschäft aus meiner Sicht so interessant, da sich auch Auktionen zu anderen Gütern anbieten kann und schon einen guten Namen und einen Kundenstamm besitzt. Ein Einstieg in Auktionen von beweglichen Wirtschaftsgütern (z.B. Schmuk etc.) ist momentan noch Zukunftsmusik – bietet aber große Chancen.

Vielleicht schreibt jemand anders erst einmal etwas. Ich füge später noch etwas hinzu.
Ob sich da nicht der Fehlerteufel eingeschlichen hat?

Noch ein paar Infos:
Der free float besteht aus 300.000 nennwertlosen Stückaktien. Insgesamt gibt es 800.000 Aktien. Davon hält alleine Hans Peter Plettner 181.000 Stück.

Einkünfte erzielt DGA durch Courtage (Provision), die abhängig vom Umsatz gestaltet ist. Je höher der Zuschlag für ein Objekt, desto %ual geringer ist die Courtage. Durchschnittlich werden ca. 9% bezogen auf die Umsätze erzielt. Wird in das Geschäft mit beweglichen Wirtschaftsgütern eingestiegen, so ist zu sagen, dass die Margen hier deutlich höher liegen.

Was macht den Erfolg der Auktionen aus?
Jeder der einmal bei Ebay mitgemacht hat, der wird sich ein eigenes Bild machen können. Meist ist es so, dass je niedriger der Preis ist, desto schneller kommen erste Gebote (damit ist erst einmal überhaupt eine Einnahme gesichert). Sollten zwei Interessenten existieren, so kommt es nicht selten vor, dass der Preis hochgeschaukelt wird. Das ist so ungefähr der Effekt: Ich will aber! Ich bin doch deswegen hier!
Daher achtet die DGA darauf, dass die Auktionslimits nicht zu hoch sind und schlägt den Verkäufern Limits vor, die für den Käufer attraktiv erscheinen. Bei der Festsetzung von Limits wirken immer mehrere Mitarbeiter der DGA mit, damit eine Diskussion zustande kommt, die ein möglichst attraktives Ergebnis bringt. Durch dieses Verfahren kommt es recht selten vor, dass ein Objekt keinen Käufer findet. Dies ist insbesondere deswegen interessant, da im Vorfeld Kosten entstehen (z.B. Gutachten Verkehrswert), die erst einmal wieder eingespielt werden müssen.

Was vielleicht auch den einen oder anderen interessiert ist, dass GBC den fairen Wert der DGA auf 25,2€ veranschlagt. Pro Aktie versteht sich.
Was bringt mich dazu gerade jetzt einen Thread zu DGA zu eröffnen?
Das ist recht einfach. Seit gestern laufen die letzten Auktionen der Sächsischen Grundstücksauktionen AG und ab 12.12. bis 20.12. laufen die letzten Auktioen der DGA. Danach wird das Ergebnis für 2000 feststehen. Aus meiner Sicht würde ein positives Ergebnis sich auch positiv auf den Kurs auswirken.

Abgesehen davon ist der Kurs nach den kürzlichen Käufen deutlich zurückgekommen und leitet gerade die Wende ein. Ein Einstieg könnte so also noch auf einem sehr attraktiven Niveau stattfinden.

Allerdings halte ich das Kursziel von GBC erst einmal für zu hoch. Mein persönliches Kursziel ist der Emissionspreis vom Juni 1999. Also 20,45€.
Einen weiteren Anstieg halte ich nur für gerechtfertigt, wenn die Ergebnisse deutlich die Planungen übertreffen, man in seinem originären Markt expandiert und dabei gutes Geld verdient bzw. seinen Kundenstamm nutzt um Auktionen für andere Wirtschaftsgüter anzubieten.
Hallo? Möchte sich keiner beteiligen? Mit Fragen oder Beiträgen? Gibt es hier keine Aktionäre, potentielle Käufer oder Kritiker von DGA?

Dann gibt es eben noch etwas von mir.
Angestrebt wird für das Jahr 2000 ein Objektumsatz von 180 Mio. DM.
Bis jetzt hat die DGA einschließlich ihrer 93,75% Beteiligung in den ersten 9 Monaten ca. 135 Mio. DM umgesetzt. Liegt also im Plan. Die Auktionen, die noch ausstehen haben ein Auktionslimit von 53,3 Mio. DM.
Dazu muss man aber sagen, dass viele der Objekte deutlich über dem Limit unter den Hammer kommen, dafür aber wohl das ein oder andere gar nicht. Der erste Effekt sollte den zweiten allerdings überwiegen. Nimmt man einfach einmal das Auktionslimit als Richtlinie, so würde sich ein Objektumsatz für 2000 zwischen 180 Mio. DM und 190 Mio.DM ergeben. Konservativ. Die Umsatzziele würde also mehr als erfüllt werden.
@ forfree den Monolog-Spezialisten:

Nichts für ungut aber der laut dem Vorstand zu erwartende O-Umsatz ist 190 Mio. für 2000.

Und sei mir nicht böse - ich finde es gut, daß Du diesen neuen Thread eröffnet hast, aber wenn Du auf ne schnelle Mark aus bist dann tu mir den Gefallen und verkaufe Deine Anteile baldmöglichst wieder. Ich finde wir sollten uns in diesem Board über wirklich visionäre Zukunfstgedanken, Möglichkeiten und Strategien und natürlich Fundamentale Fakten der Dt. Grundst. Aukt. AG unterhalten und nicht wie vielleicht die schnelle Mark zu machen ist. Das kann man sehr wohl auch am NM.
Soll nicht persönlich wohl aber allgemein gerichtet sein. Denn die wirkliche Substanz eines Beitrages liegt nicht in der Länge oder Anzahl sondern in der Qualität.

Also über die Qualität kann und will ich auch überhaupt nicht klagen. Wohl aber und da hat ForFree absolut recht, über die super schwache Beteiligung der anderen DGA Aktionäre. Also da sind über 100.000 Stücke innerhalb weniger Wochen an der Börse umgegangen und jetzt will sie plötzlich keiner gekauft haben meine Damen und Herren das kann doch nicht sein!!!

Bitte nicht so faul - For Free und meine Wenigkeit schreiben sich schließlich hier nicht umsonst die Finger wund.

Wir wollen endlich mal Meinungen und Komentare hören und sehen - falls ihr mal eine Anleitung braucht dann schaut mal in das PA Power Board unter Nr. 692440 rein. Das nenne ich Dialog!!!

Auf gehts!!!
fireball11
@ fireball11

bist Du so nett und sagst mir wo Du die 190 Mio. hernimmst? :rolleyes:
Danke.

Ne schnelle Mark. Ist immer gut. ALlerdings habe ich mich da momentan auf OS zurückgezogen. Außerdem ist genau das eingetreten, was ich bei meinem Ausstieg gesagt hatte - die Umsätze haben nachgelassen und der Kurs kam zurück. Ich halte wie oben schon gesagt, die DGA für recht interessant auch wenn mich die Dividende nicht so interessiert (denn brutto ist nicht netto). Dennoch würde ich wieder aussteigen sollte der Kurs deutlich über die 20€ laufen und sich fundamental nichts besonderes ergeben. Ist dies nicht der Fall bleibe ich länger dabei. Ansonsten macht es für mich manchmal mehr Sinn bei niedrigerem Niveau wieder einzusteigen. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob Deine Kritik an meinem "Zock" an DGA so gerechtfertigt ist. Ich bin vor kurzem aus einem sehr kurzfristigen Aspekt eingestiegen, weil ich mir eine Reaktion auf die Studie denken konnte und wollte nur ein wenig auf der Welle mitreiten. Jetzt habe ich auch wieder etwas mehr für potenzielle längerfristige Anlagen. Dennoch würde ich immer überprüfen, ob es sich noch lohnt und momentan ist dies so.

Die Umsätze in den letzten Tagen sind echt wieder ein wenig angezogen - auch wenn ich selbst etwas mitgeholfen habe, sind wohl auch andere interessiert. Bei dem relativ geringen free float schlägt sich das auch recht schnell auf den Kurs nieder.

Quelle: aktiencheck.de

08.12.2000
Deutsche Grundstücksauktionen kaufen
Hanseatischer Börsendienst


Die Anlagespezialisten vom Hanseatischen Börsendienst billigen der Deutschen Grundstücksauktionen (WKN 553340) ein beträchtliches Kurspotential zu.

Das Unternehmen sei das größte Immobilien-Auktionshaus in Deutschland. Die Firma sei bereits seit rund 16 Jahren in dem Sektor tätig und würde in der Branche einen hervorragenden Ruf genießen. Die Gesellschaft könne ihre Marktstellung kontinuierlich ausbauen. So sei man 1999 eine Beteiligung an dem Auktionshaus Dresden eingegangen. Darüber hinaus plane man 2001 ein Auktionshaus in Mecklenburg-Vorpommern eröffnen zu können. Da das Unternehmen bis jetzt seinen Schwerpunkt auf den Neuen Bundesländern und Berlin gehabt habe, wolle man nun die Expansion in die westdeutschen Bundesländer und in das deutschsprachige Ausland vorantreiben.

Zudem plane das Auktionshaus seine Aktivitäten auch auf bewegliche Wirtschaftsgüter, wie Schmuck, Kunst und Antiquitäten auszuweiten. Die Gesellschaft habe dabei den Vorteil, dass sie auf bestehende Kontakte zu Insolvenz- und Nachlassverwaltern zurückgreifen könne. Zudem würde dieser Sektor als sehr margenstark gelten. Dieses Vorhaben sei daher sehr positiv zu werten. Aufgrund der guten finanziellen Ausstattung sollte es dem Unternehmen möglich sein, die Expansion aus eigenen Mitteln bestreiten zu können.

Trotz der fundamental guten Aussichten und des soliden Geschäftsverlaufs befinde sich der Kurs seit Monaten auf Talfahrt. Nach Einschätzung der Spezialisten des Hanseatischen Börsendienstes dürfte dieser Rückgang vor allem auf den geringen Bekanntheitsgrad des Titels zurückzuführen sein. Außerdem hätte die Einstufung als Immobilien-Titel dem Kurs geschadet. Dabei sei die Deutsche Grundstücksauktion vielmehr ein Dienstleister, der nicht direkt durch den Abschwung des deutschen Immobilienmarktes belastet würde.

Der Titel sei angesichts einer Dividendenrendite von rund 17% und einem geschätzten 2001er KGV von 5 bei erfreulichen Zukunftsaussichten fundamental nach unten abgesichert. Die Experten des Hanseatischen Börsendienstes rechnen für das laufende Jahr eine Ausschüttung von rund 1,40 Euro je Aktie, was zuzüglich der Steuergutschrift rund einem Zufluss von rund 2 Euro je Aktie entsprechen würde. Man stufe den Titel daher als spekulativen Kauf ein. Investoren sollten jedoch aufgrund des geringen Handelsvolumens ihre Kaufaufträge streng limitieren. Dabei sollte ein Einstieg im Bereich von 12,50 Euro aussichtsreich sein.
@ fireball11

ich habe gerade gesehen, dass Du der "erwartete" Umsatz geschrieben hast. Ich hatte den "geplanten" gemeint. Daher wohl die Abweichung. Das der "erwartete" über den "geplanten" Umsatz liegen sollte ist wohl normal (außer bei dem ein oder anderen Unternehmen am NM und teilweise in letzter Zeit wohl nicht nur da - siehe Eurobike).


hier kann man gut sehen, was die Studie ausgelöst hat und wie der Kurs zurückgekommen ist.

Das Wertpapier hat in seiner vorletzten Ausgabe auch einen positiven Artikel zu DGA geschrieben. Dieser war nicht sehr groß - aber immerhin gab es einen. Jeder fängt klein an.
Hallo allerseits!

Für mich ist das ein gutes Zeichen, daß der Kurs sich so schnell schon wieder gefangen hat nach dem herben Rückschlag vor ein paar Tagen.
Allein wenn die Menge der ´Stücke die vor und nach der Veröffentlichung der GBC Studie über die Dt. Grundst.Auktionen umgesetzt wurde, in den letzten Tagen mit verkauft worden wäre, dann hätte der Kurs auch noch weiter Richtung Süden stehen können. Steht er aber nicht. das heißt für mich im Folgeschluß, daß da Insider gekauft haben die ihre Stücke halten und nicht daran denken kurzfristige Gewinne mitzunehmen. Das ist ein gutes Zeichen.
Umsätze waren ja nicht gerade sehr hoch als die Kurse fielen. Ich denke da sind jetzt eben mal die kleinen Zocker rausgegangen die kurz nach der Studie rein sind und ein paar Mark realisiert haben und hoffentlich auch dafür ihre Steuern bezahlen!!! Sonst kommt nächtes Jahr der böse Steuernikolausi und stellt fest, daß die lieben kleinen Zockerchen gar nicht so artig waren und in Wirklichkeit knallharte Steuhinterziehungsprofis sind. Das gibt dann aber eins auf die kleinen Steuerhinterziehungsfingerchen meine Lieben!!!

Schönen Abend noch
Wie verläuft die Auktion? Ich kann leider die Homepage nicht finden!
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