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DAX-Werte im Chartcheck (Seite 17547)

eröffnet am 04.07.01 21:23:35 von
neuester Beitrag 04.07.22 19:43:16 von


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01.06.04 17:23:18
Beitrag Nr. 2.801 ()



OREGON STEEL MILLS )

Sedol: 2662163 Exch: NYSE Sym: OS.NYS



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IPIX CORP

Sedol: 2794174 Exch: NASDAQ Sym: IPIX.NAS







Sina Corporation - Ordina.. )

Sedol: 2579230 Exch: NASDAQ Sym: SINA.NAS



US AIRWAYS GRP CLA)

Sedol: 2574235 Exch: NASDAQ Sym: UAIR.NAS



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Sedol: 2808064 Exch: NYSE Sym: SGI.NYS

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01.06.04 08:35:44
Beitrag Nr. 2.800 ()
Reuters
Dax nach Pfingstwochenende kaum verändert gesehen
Dienstag 1. Juni 2004, 08:12 Uhr

Aktienkurse
Deutsche Bank AG
514000.DE
64.81
0.00


Xetra DAX Index
DAX
3921.41
0.00





Frankfurt, 01. Jun (Reuters) - Nach dem verlängerten Pfingstwochenende werden die deutschen Aktienwerte der Einschätzung von Börsianern zufolge am Dienstag wenig verändert in den Handel starten.
"Viele Anleger warten gespannt auf die US-Konjunkturdaten heute Nachmittag und darauf, wie die Wall Street aus dem verlängerten Wochenende kommt", sagte ein Händler. Bis dahin hielten sich die Investoren sicher weitgehend zurück. Für 16:00 Uhr (MESZ) wird unter anderem der Konjunkturindex des Institute of Supply Management (ISM) für den Dienstleistungssektor erwartet. Von Reuters befragte Analysten rechnen für Mai mit einem leichten Rückgang auf 62,0 Punkte von 62,4 Zählern im Vormonat.

Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) ) gegen 08.05 Uhr (MESZ) mit 3927 Punkten, nach einem Schluss von 3921,41 Zählern am Vortag. Das Handelshaus Lang & Schwarz und Deutsche Bank (Xetra: 514000.DE - Nachrichten - Forum) sahen das deutsche Börsenbarometer jeweils bei 3928 Stellen.
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01.06.04 08:33:23
Beitrag Nr. 2.799 ()
01.06.2004, 08:12 Uhr
DAX-Future, Support & Resist
börsen-profi-online

Wolfgang Süßenguth (börsen-profi-online) nennt Unterstützungs- & Widerstandsmarken für den DAX-Future (FDAX).

Die 200-Tage-Linie sei am Freitag bei ca. 3.818 verlaufen - der Tanz ginge weiter. Am Freitag habe der FDAX mehr als 3 % über der 200-Tage-Linie eröffnet, wäre dann aber wieder bis Tagestief 3.896,50 gefallen und habe dann aber 25 Punkte über dem Tagestief geschlossen. Damit habe sich die 3.900 zwei Tage hintereinander als gute Unterstützung erwiesen.


Wird 3.900 unterschritten, so Wolfgang Süßenguth weiter, dann stärke das die Bären. Schließe der FDAX mehr als 3 % über der 200-Tage-Linie, was über 3.940 der Fall wäre, dann wollten die Bullen zumindest bis ca. 3.990 weiter.

Die Veröffentlichung vom 27.05.2004.

Charttechnische Unterstützung erfahre der FDAX bei 3.900 / 3.875 / 3.855 / 3.835 / 3.815 / 3.800 und Widerstand bei 3.935 / 3.955 / 3.985.
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01.06.04 08:26:58
Beitrag Nr. 2.798 ()
Technische Dax-Analyse
(Powered by X-markets) Ungeachtet des gestrigen Feiertagshandels und den fehlenden US-Vorgaben tendierte der DAX gestern positiv und untermauert damit die seit 3.710 vorhaltende Aufwärts- Tendenz. Entsprechend hat sich die Indikation seit gestern nicht verändert. Nach einer deutlichen Erholungsbewegung seit März 2003 konsolidiert der DAX seit Jahresbeginn in einer definierten Tradingrange zwischen 3.692 und 4.176. Aus Sicht des strategischen Anlegers besteht weiterhin wenig Handlungsbedarf, so lange der DAX innerhalb dieser Konsolidierungszone verkehrt. Mittelfristig ausgerichtete Positionstrader handeln indes diese Tradingrange, in dem sie sich im Bereich von 3.700 antizyklisch long und im Bereich von 4.160 short positionieren. Absicherungsstopps werden jeweils knapp unter-/oberhalb des jüngsten Verlaufshochs/-tiefs platziert.







Kurzfristig, d.h. seit dem jüngsten Verlaufstief bei 3.710, etablierte der DAX im Sinne der breitgefassten, mittelfristigen Tradingrange zwischen 4.176 und 3.692 eine solide Aufwärtsbewegung, innerhalb derer es aus Sicht des Daytraders den antizyklischen Longansatz zu bevorzugen gilt. D.h., dass vorzugsweise intraday auftretende Schwächephasen zur Einnahme einer restriktiv abgesicherten Longposition Anlass böten. In diesem Zusammenhang trifft der DAX in dieser Woche auf die massive, übergeordnete Resistance-Zone zwischen 3.940 und 3.960. Im Falle einer nachhaltigen Überwindung der 3.960er-Marke erscheinen auch prozyklische Longpositionen aus technischer Sicht vertretbar, da sodann ein mögliches analytisches Aufwärtspotential bis 4.160 entstünde. Dagegen können aggressiv agierende Daytrader im Falle eines Rücksetzers auf den kurzfristig gut unterfüttert erscheinenden 3.900er-Support die Einnahme einer antizyklischen Longposition erwägen.


Die Deutsche Bank bietet folgende Wave-Zertifikate auf den Dax an:

Art........ WKN....... Strike...... KO-Schwelle.......... Laufzeit

Call... 143 579..... 3.850..... 3.850................ 29.07.04

Call... 143 573..... 3.800..... 3.800................ 29.07.04

Put.... 105 569..... 3.950..... 3.950................ 30.06.04

Put.... 137 989..... 4.000..... 4.000................ 30.06.04


[ Dienstag, 01.06.2004, 07:52 ]
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01.06.04 07:51:46
Beitrag Nr. 2.797 ()
Aktien aus Zukunftsbranchen bleiben aussichtsreich
Fonds unter der Lupe: Wachstumsorientierter FT New Generation sieht Chancen in den Bereichen Halbleiter, Biotechnologie und Medien – Anlageschwerpunkt Europa




Aktien aus Wachstumssektoren wie Technologie, Internet oder Biotechnologie haben seit ihren Tiefständen bereits kräftig zugelegt. „Die in den vergangenen Jahren gesehenen Übertreibungen nach oben und nach unten sind korrigiert worden“, meint Börsenexperte Friedrich Diel (41) von der zum ING-BHF-Bank-Konzern gehörenden Fondsgesellschaft Frankfurt-Trust (FT). Mit Blick Richtung Jahresende ist Diel für Aktien aus solchen „Zukunftsbranchen“ zumindest verhalten optimistisch. Wenngleich er zwischenzeitlich leichte Rückschläge nicht ausschließen will, sollten sich Wachstumsaktien im Zuge einer sich weiter erholenden Weltwirtschaft vom aktuellen Niveau aus mit knapp zweistelligen prozentualen Anstiegen etwas besser entwickeln als der Gesamtmarkt.
In seines Erachtens aussichtsreiche Unternehmen aus Zukunftsbranchen investiert Diel mit dem wachstumsorientierten Aktienfonds FT New Generation. Dessen Anlageschwerpunkt liege sowohl auf jungen dynamischen Firmen als auch auf etablierten Konzernen mit innovativen Produktideen, informiert er. Dabei stünden seit Fondsauflegung stets europäische, und insbesondere deutsche Papiere im Fokus. Die US-Quote betrage zwischen 25 und 40 Prozent.

Mit diesem Ansatz erwirtschaftete der FT New Generation in den zwölf Monaten bis Ultimo April einen Wertzuwachs von 32,9 Prozent. Da Investitionen in Wachstumswerten mit erhöhten Chancen und Risiken verbunden sind, eignet sich dieser Fonds in erster Linie als kleine Depot-Beimischung für risikobewusste Anleger.

Die „klassische“ Wachstumsbranche Technologie hat Diel im Portfolio mit insgesamt rund 50 Prozent am prominentesten gewichtet. Diel: „Die schwächsten Firmen sind raus aus dem Markt. Die verbliebenen Unternehmen haben relativ saubere Bilanzen, liefern ordentliche Ergebnisse und sind nicht mehr zu hoch bewertet.“ Innerhalb des Technologiesegments bieten sich nach Einschätzung des Frankfurt-Trust-Mannes im Halbleiterbereich zurzeit interessante Gelegenheiten. Weitere Impulse erwarte er von der zunehmenden Chip-Nachfrage der PC- und Handy-Produzenten sowie von Automobilherstellern. „Infineon habe ich zuletzt ziemlich stark aufgebaut“, berichtet Diel. Denn gemessen am Umsatz sei der im Dax enthaltene Chip-Produzent gegenüber Wettbewerbern nach wie vor recht attraktiv bewertet.

Als weiteren Favoriten nennt der Experte den vornehmlich für die Bereiche Konsumelektronik und Automotive produzierenden Chip-Hersteller Micronas Semiconductor aus der Schweiz. Mit Spezial-Chips für Video und Audio habe Micronas zudem durch die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele eine Sonderkonjunktur, da Konsumenten für solche TV-Großereignisse verstärkt neue Unterhaltungselektronik kauften.

Während Diel die Perspektiven des Software-Segments insgesamt neutral beurteilt, stehe unter Einzeltitel-Gesichtspunkten die sehr gut aufgestellte Walldorfer Software-Schmiede SAP weit oben auf seiner Favoritenliste. Vor allem in den USA habe SAP deutlich aufgeholt und zeige ein gutes Wachstum, lobt er.

Wenn die Konjunktur weiter an Fahrt gewinnt, sollten nach Einschätzung Diels Medienaktien erheblich von steigenden Ausgaben der Unternehmen für Werbung beflügelt werden. In seinem Portfolio gehe er im Mediensektor keine größeren Einzelengagements ein, sondern setze auf eine breite Mischung aus Werten wie Disney und Time Warner aus den USA oder B Sky B und Pearson aus Großbritannien.

„Innerhalb des Gesundheitssektors sehe ich im Biotechnologiebereich das stärkste Wachstumspotenzial“, so Diel. Um davon zu profitieren, investiere er bevorzugt in das Schweizer Unternehmen BB Biotech, das sich schwerpunktmäßig in führenden und profitablen US-Biotechnologie-Firmen engagiere. Das Interessante an der Aktie von BB Biotech ist Diel zufolge, das sie gegenwärtig mit einem rund 15-prozentigen Abschlag zum eigentlichen Wert der Beteiligungen notiere und er dadurch entsprechend günstig in diese Branche investieren kann.

Auf der Suche nach Wachstumsperlen ist Diel auch im zyklischen Industriesektor fündig geworden. Gut gefällt ihm die günstig bewertete Aktie des Druckmaschinenbauers Heidelberger Druck, der nach der Fachmesse Drupa eine gute Auftragslage habe. Kurschancen vermutet der Experte auch bei Technotrans, einem deutschen Zulieferer der Druckmaschinen-Industrie, der in seiner Nische einen recht hohen Weltmarktanteil besitze. Die zehn größten Positionen des FT New Generation sind derzeit BB Biotech (Anteil am Fondsvermögen 4,8 Prozent), Infineon Technologies (3,6 Prozent), Micronas Semiconductor (3,4), SAP (3,4), Logitech International (3,3), MLP Inhaberaktien (2,4), Funkwerk (2,4), Medion (2,4), Grenke-Leasing (2,3) und ASML Holding (2,2).

Klaus Bender
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01.06.04 07:49:07
Beitrag Nr. 2.796 ()
Telekom-Klagen kommen bald vor Gericht

Richter Wösthoff rechnet bis zum Jahresende mit mindestens 4000 neuen Klagen - im schlimmsten Fall können es sogar 17 000 sein

Von Corinna Visser

Berlin – Voraussichtlich im Winter werden die ersten Klagen von Aktionären gegen die Deutsche Telekom verhandelt. „Wenn die Parteien mitspielen, werde ich zum Winteranfang die ersten Verfahren verhandeln“, sagt Meinrad Wösthoff, Vorsitzender Richter am Landgericht Frankfurt (Main), dem Tagesspiegel. Der Richter rechnet bis zum Jahresende mit mindestens 4000 neuen Klagen.

Bisher liegen dem Richter rund 2100 Klagen vor. In den Klagen werfen Aktionäre der Deutschen Telekom vor, in ihrem Börsenprospekt für die dritte Emission von T-Aktien im Jahr 2000 falsche Angaben gemacht zu haben – vor allem über den Wert ihrer Immobilien. Die Aktionäre wollen einen Ausgleich für die Verluste, die sie seither mit der vermeintlichen Volksaktie erlitten haben.

„2100 Klagen – mit dieser Anzahl könnte man eigentlich zwölf Richter beschäftigen“, sagt Wösthoff. Aber nur er ist zuständig. Das Gesetz schreibt vor, dass börsenrechtliche Ansprüche bei dem Landgericht der Börse verhandelt werden müssen, wo die Aktien zum Handel zugelassen wurden. Für die T-Aktie ist das die siebte Kammer für Handelssachen am Landgericht Frankfurt.

Hinter den 2100 Klagen stehen etwa 14000 bis 15000 Kläger, vertreten durch rund 630 Anwaltsbüros. Einige Anwälte haben die Klagen verschiedener Aktionäre zusammengefasst. Klagehäufung nennen die Juristen das. Denn eine Sammelklage, wie sie etwa das amerikanische Recht vorsieht, gibt es in Deutschland nicht. Etwa ein Drittel der Klagen haben zehn Anwaltsbüros verfasst. Das erleichtert dem Richter seine Arbeit etwas. „Diese Anwälte haben nicht bei jeder Klage das Rad neu erfunden. Was die Klagebegründungen anbelangt, sind diese weitgehend deckungsgleich“, sagt Wösthoff. Daher musste er sie nicht alle lesen. Dennoch: Manche Klageschriften sind 90 Seiten stark. Die Ordner füllen zwei 18 Quadratmeter große Aktenzimmer.

Wösthoff sucht Verfahren heraus, „die alle Probleme, die sich bei dem Komplex Telekom ergeben, auch darstellen“. Etwa zwölf Verfahren will er noch in diesem Jahr verhandeln.

Mit den ersten Entscheidungen sollen Kläger und Beklagte sehen können, in welche Richtung das Gericht gehen wird. „Ich stelle mir vor, dass dann erst einmal eine Beruhigung eintritt“, sagt er. Denn dann werden alle abwarten wollen, wie das Berufungsgericht und unter Umständen sogar der Bundesgerichtshof entscheiden werden. Deren Urteil wird Einfluss auf die übrigen Verfahren haben.

Aber es kommt noch mehr Arbeit auf Wösthoff zu. „Ich rechne bis zum Jahresende mit weiteren 4000 Klagen, vielleicht sogar noch mehr.“ Im Extremfall könnten es weitere 17000 werden. Zwar ist die Verjährungsfrist im Mai 2003 abgelaufen. Aber 17000 Anleger haben bei der Öffentlichen Rechtsauskunft- und Vergleichsstelle Öra in Hamburg ein Güterverfahren beantragt, das die Verjährung unterbricht. 400 bis 500 Fälle verhandelt die Öra im Monat. Weil die Telekom dort aber nicht erscheint – sie hält den Börsenprospekt für korrekt – haben die Anleger nach dem gescheiterten Verfahren noch sechs Monate Zeit, vor Gericht zu gehen.

Das Verfahren sprengt nicht nur die Dimensionen alles bisher Dagewesenen. Pikant ist es auch, weil sich die Klagen nicht nur gegen die Telekom richten, sondern zum Teil auch gegen die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Bundesrepublik. Denn die hat die Telekom-Aktien an der Börse platziert. Nicht nur wegen der hochrangigen Beklagten könnte Wösthoff mit seinem Fall Rechtsgeschichte schreiben. „Der Gesetzgeber hat durch dieses Verfahren offensichtlich erkannt, dass man nicht auf der einen Seite gesetzliche Ansprüche aus dem Börsengesetz schaffen kann, man muss auch auf der anderen Seite dafür sorgen, dass sie sich in der Praxis durchsetzen lassen. Das ist das Problem vor dem wir hier stehen.“ Tatsächlich wird schon an einer Gesetzesänderung gearbeitet.
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01.06.04 07:45:30
Beitrag Nr. 2.795 ()
PARKETTGeflüster

Nun soll auch Morgan Stanley die Postbank niedriger bewerten, als der Mutter Post lieb ist. Post-Chef Zumwinkel reagiert zunehmend gereizt und warnt, dass der Börsengang noch platzen könnte - mit allen negativen Folgen für den Finanzplatz Deutschland. Aber was wäre die Alternative? Vielleicht, dass jeder Besitzer des guten alten Postsparbuchs nun auch noch zwangsweise eine Aktie der Postbank übernehmen müsste. Die 35 Euro pro Stück – und das ist ja der Preis, den sich die Post vorstellt – würden gleich abgebucht. Tsp
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01.06.04 07:43:39
Beitrag Nr. 2.794 ()
Guten Morgen:):)

Dienstag, 01. Juni 2004

Alstom-Rettung blamiert Kanzler
Ruprecht Hammerschmidt

In Paris wurde das Pfingstwochenende genutzt, um das Rettungspaket für den angeschlagenen Alstom-Konzern doch noch unter Dach und Fach zu bringen. Damit haben die Franzosen erneut gezeigt, dass sie gewillt und in der Lage sind, Wirtschaftspolitik im Interesse ihrer Nation durchzusezten. Das Signal ist deutlich. Frankreich will keine Mitbestimmung ausländischer Unternehmen bei seinen Großbetrieben. Und so lenkte am Wochenende schließlich auch die letzte der sieben großen Gläubigerbanken, CIC, ein. Sie hatte sich zunächst geweigert, einen Rettungsbeitrag zu leisten.

Nun hat Alstom Geld genug, aus eigener Kraft die geplante Sanierung durchzuführen. Fremde Hilfe, wie etwa von Siemens, braucht der Hersteller von Kraftwerk-Turbinen und des Hochgeschwindigkeitszuges TGV nicht mehr. Den Deutschen wurde Interesse an der Turbinensparte von Alstom nachgesagt. Im Anschluss an die durch Unterstützung aus Paris protegierte Übernahme des deutsch-französischen Pharmakonzerns Aventis durch den rein-französischen Konkurrenten Sanofi-Synthélabo waren Spekulationen aufgekommen, dass Siemens zum Ausgleich bei Alstom zum Zuge kommt.

Bis Ende vergangener Woche sah es so aus, als ob sich die starke politische Allianz Berlin-Paris im Bereich der Wirtschaft fortsetzen ließe. Bundeskanzler Gerhard Schröder wollte sich persönlich auf einem für diesen Dienstag angesetzten deutsch-französischem Industriegipfel für Siemens stark machen.

Doch die Franzosen schlossen ein Zusammengehen mit den Deutschen aus. Der Gipfel wurde vertagt. Düpiert geht Schröder auch aus dieser Episode hervor. Denn während die französische Regierung die Interessen ihrer Wirtschaft stets durchzusetzen weiß, steht der einstige Genosse der Bosse einmal mehr mit leeren Händen da. Seite 12
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31.05.04 21:28:37
Beitrag Nr. 2.793 ()
Aus der FTD vom 1.6.2004
SAP nutzt Konsolidierung im Firmensoftware-Markt
Von Martin Ottomeier, Hamburg

Der Softwarekonzern SAP ist Gewinner des Konsolidierungsprozesses im Markt für unternehmensweite Anwendungssoftware. Ein Trend aus den Boom-Zeiten des Internets hat sich umgekehrt.


Der deutsche Weltmarktführer konnte seinen Marktanteil gegenüber der Konkurrenz im vergangenen Jahr deutlich steigern, zeigt eine Studie der HypoVereinsbank. Dieser Trend soll sich fortsetzen, erwarten die Analysten. Der Anbieter profitiert davon, dass immer mehr Firmen vom Markt verschwinden - sei es durch Übernahmen oder Pleiten. Zwischen dem Jahr 2000 und Ende 2003 hat sich die Zahl der von der Studie erfassten Firmen halbiert. "Dies bedeutet eine Beschleunigung des Übernahmeprozesses, nachdem Ende 2002 erst rund 36 Prozent der Anbieter aus dem Markt getreten waren", sagt Knut Woller, Analyst bei der HypoVereinsbank.

Die Studie zeigt den gravierenden Wandel im Markt für unternehmensweite Anwendungssoftware. Kleinere Anbieter haben kaum noch eine Chance. Davon profitieren die großen, weltweit agierenden Softwarekonzerne. Damit hat sich ein Trend aus der Zeit des Internet-Booms umgekehrt.



Spezialanbieter verlieren gegenüber Platzhirschen


Damals entstanden sehr viele Spezialanbieter, die mit neuen Technologien den Platzhirschen wie SAP, Oracle und Peoplesoft Marktanteile abgenommen haben. Von diesen Neueinsteigern haben sich aber nur wenige am Markt halten können, wie der Kundenverwaltungssoftware-Hersteller Siebel Systems. Firmen wie SAP, Oracle und Siebel stellen Software her, mit der Unternehmen ihre operativen Prozesse verwalten, zum Beispiel in Buchhaltung, Produktion oder Personalwesen.


Viele Neugründungen haben die Wirtschaftskrise der vergangenen Jahre nicht überlebt. Die Studie der HypoVereinsbank umfasst in der Spitze 173 Firmen, die es im Jahr 2000 noch gab. 86 davon sind bis Ende 2003 aus dem Markt ausgeschieden.



SAP baut Marktanteil am stärksten aus


SAP hat dabei seinen Marktanteil im Jahr 2003 auf 26 Prozent ausgebaut, von 22 Prozent in 2002. Damit hat der Anbieter unter den großen Herstellern am stärksten zugelegt. Oracle gewann einen Prozentpunkt auf sieben Prozent, Peoplesoft durch die Übernahme des Konkurrenten JD Edwards zwei Prozentpunkte auf ebenfalls sieben Prozent.


Für das laufende Jahr rechnet Woller damit, dass SAP seinen Marktanteil auf 29 Prozent steigern kann. "Ich gehe davon aus, dass die führenden Anbieter noch deutliches Potenzial besitzen, ihren Marktanteil auszubauen", sagt Woller.



Neue Anbieter wachsen durch Zukäufe


Neben den etablierten Anbietern gibt es aber auch neue Mitspieler, die vor allem durch Zukäufe wachsen. "Vor allem im Mittelstand sind Übernahmen zur Gewinnung von Marktanteilen zu beobachten", sagt Woller. Die aggressivste Akquisitionsstrategien verfolgen SSA Global und Agilisys. Beide Firmen haben sich durch Zukäufe einen beachtlichen Anteil im Markt gesichert.


Auch große Anbieter versuchen, durch Übernahmen zu wachsen. So hat Peoplesoft sein Mittelstandsgeschäft durch den Zukauf des kleineren Konkurrenten JD Edwards ausgebaut. Und Oracle versucht seit fast einem Jahr, Peoplesoft zu übernehmen. Das kalifornische Unternehmen bietet zurzeit rund 7,7 Mrd. $ für den Konkurrenten.


Dagegen setzt Marktführer SAP auf organisches Wachstum. Zwar sagte SAPs Vorstandssprecher Henning Kagermann kürzlich, Akquisitionen seien jetzt integraler Bestandteil der Wachstumsstrategie. Allerdings will sich der Walldorfer Hersteller darauf konzentrieren, kleinere Unternehmen zu kaufen, und keine großen Übernahmen tätigen.
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31.05.04 21:26:12
Beitrag Nr. 2.792 ()
Aus der FTD vom 1.6.2004
Bayer bietet in engem Kreis für Roche-Sparte
Von Klaus Max Smolka, Frankfurt

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer ist in den engeren Kreis der Bieter für das milliardenschwere Selbstmedikationsgeschäft der schweizerischen Roche gerückt. Bayer gehört zu den Interessenten, die in die zweite Runde des Verkaufsprozesses vorgedrungen sind.



Das erfuhr die FTD aus mehreren Quellen, die mit dem Stand der Verhandlungen vertraut sind. Bayer macht damit einen Schritt auf dem Weg zu seinem erklärten Ziel, das eigene Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten durch Zukäufe zu verstärken. Diese Arzneien - auch OTC-Produkte genannt ("over the counter", was so viel heißt wie "über den Ladentisch") - brachten Roche im vergangenen Jahr 1,8 Mrd. Franken (1,2 Mrd. Euro) Umsatz. Das entspricht etwa acht Prozent der Gesamterlöse.

In der ersten Runde hatten zunächst 18 Firmen ihr Interesse für das OTC-Geschäft oder Teile davon bekundet. Ende April war Abgabeschluss für Offerten in der zweiten Runde. In diese fortgeschrittene Phase gelangten dem Vernehmen nach sechs Bieter. Roche denkt offenbar auch darüber nach, Teile der Sparte an unterschiedliche Bieter zu veräußern. Dem Vernehmen nach sollen die Kaufinteressenten bis Mitte des Monats ihre Offerten einreichen.


Bayer lehnte am Freitag eine Stellungnahme ab. Ein Roche-Sprecher sagte: "Wir prüfen verschiedene Alternativen für unser OTC-Geschäft. Und da ist eine Möglichkeit der Verkauf. Wir sprechen auch mit möglichen Interessenten. Noch ist gar keine Entscheidung gefallen." Roche will sich auf Diagnostika und verschreibungspflichtige Medikamente konzentrieren - ein Geschäft, das risikoreicher, aber margenstärker ist.



Bayer und Roche verfolgen unterschiedliche Trends


Beim Bayer-Konzern geht der Trend gerade in die umgekehrte Richtung. 2001 musste das Unternehmen den Blutfettsenker Lipobay vom Markt nehmen und verlor damit Milliardenumsätze. Seitdem kränkelt das Geschäft mit patentgeschützten, rezeptpflichtigen Arzneien, das als "Pharmasparte" im engeren Sinne innerhalb der Bayer-Tochtergesellschaft "Healthcare läuft. Dieses Geschäft bringt in diesem und im nächsten Jahr kein neues Produkt heraus. Zugleich wird sich der große Umsatzträger Ciprobay, ein Antibiotikum, wegen Patentverlusts bald verstärktem Wettbewerb durch billige Nachahmerprodukte stellen müssen. Einziger Hoffnungsträger ist das Potenzmittel Levitra; auch hier ist aber noch unklar, wie es sich gegen den anderen Neuankömmling auf dem Markt, Cialis von Eli Lilly, sowie gegen das etablierte Pfizer-Produkt Viagra durchsetzt.




Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Werner Wenning


Bayer-Vorstandschef Werner Wenning positioniert daher das Pharmageschäft neuerdings als "mittelgroße europäische Pharmafirma". Dagegen läuft Bayers OTC-Sparte mit dem Klassiker Aspirin und einer Reihe anderer Produkte sehr erfolgreich und soll expandieren.


Bayer und Roche kooperieren im OTC-Segment bereits bei dem leichten Schmerz- und Fiebermittel Aleve in den USA. Seit 1997 betreiben beide Firmen ein Gemeinschaftsunternehmen, wonach Bayer dort für Marketing und Vertrieb dieses Roche-Produkts zuständig ist. Denkbar wäre auch, dass Bayer am Ende der Verhandlungen allein die Anteile an diesem Gemeinschaftsunternehmen übernimmt.


Gelänge dagegen der Erwerb des gesamten Roche-OTC-Geschäfts, wäre dies ein erstes großes Expansionssignal, seit Bayer vorigen Herbst ankündigte, einen Großteil seines Industriegeschäfts mit Kunststoffen und anderen Chemikalien abzuspalten. Dadurch schrumpft das Leverkusener Unternehmen demnächst um ein Fünftel auf einen Jahresumsatz von etwa 22 Mrd. Euro.


Nach Angaben eines Managers aus dem Umfeld der Verhandlungen gehört neben Bayer der britische Konzern Reckitt-Benckiser zu den Interessenten der zweiten Bieterrunde. Außerdem wurden in Finanzkreisen mehrere Beteiligungsgesellschaften genannt, darunter die amerikanische KKR. Reckitt-Benckiser war bisher noch nicht als Interessent für das Roche-Geschäft gehandelt worden. Ein Firmensprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Das Unternehmen verkauft nicht nur Waren für den Haushaltsalltag wie Reinigungsmittel oder den Entkalker Calgon, sondern auch Gesundheitsprodukte mit rund 800 Mio. Euro Jahresumsatz. Dazu gehören OTC-Produkte wie etwa die Erkältungsmittel der Serie Lemsip.
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