Frau Mergel, Herr Schröter: Worum es wirklich geht in dieser West-Welt... - 500 Beiträge pro Seite



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Die Schreibfehler im Titel sind Absicht, ihr Tröten...:laugh::laugh:



Massenarbeitslosigkeit wegen Umverteilung


US-Ökonom Jeremy Rifkin hat der Stuttgarter Zeitung ein lesenswertes Interview gegeben. Darin spricht er über die "Scheindiskussion", die in Deutschland geführt wird, das Ende der Arbeit und die dauernde Umverteilung.

Rifkin zeigt in überzeugender Manier die Schwachstellen der vermeintlichen Wirtschaftswunderländer USA, Grobritannien und China auf. Und er verweist auf die drei üblichen "Pseudotheorien" der Politiker:

"Erstens: Wir verlieren in unserem Land Jobs, weil die bösen Unternehmer Stellen ins Ausland verlagern. Zweitens: Wir haben genug Jobs, die Leute sind nur nicht richtig ausgebildet. Und drittens: Wir haben zu wenig Jobs, weil die Sozialabgaben zu teuer sind. Alle drei Argumente sind absurd."

Die Ursache der Massenarbeitslosigkeit sieht Rifkin in der Umverteilung:

"Die 356 reichsten Familien besitzen heute 40 Prozent des Reichtums der Menschheit. Diese Entwicklung führt uns in den Abgrund. Wenn die Unternehmen die Löhne immer weiter drücken, wird irgendwann niemand mehr ihre Produkte kaufen. Das ist so logisch, dass es eigentlich jeder verstehen müsste. Was wir brauchen, ist eine Reglobalisierung, bei der die Bedürfnisse der Mehrheit im Vordergrund stehen, nicht die Gewinnspannen einer kleinen Minderheit."



Danke Mr. Rifkin* !

Hier das ganze Interview, interessant für die geisttigen Kurzstreckenhüpfer im Board:laugh:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564

Jeremy Rifkin, bekannter US-Ökonom.
Mehr über ihn hier:

http://www.single-generation.de/usa/jeremy_rifkin.htm
[posting]17.782.012 von webmaxx am 04.09.05 17:32:23[/posting]Der Versuch ist doch schon einmal gescheitert!
(ehemalige DDR)
[posting]17.782.024 von AngelikaGert am 04.09.05 17:36:32[/posting]Deine Antwort zeigt, daß du dich mit dem Thema gar nicht beschäftigen willst, du Ignorant.

Lies erst mal das Interview - bzw. laß es dir erklären:laugh:
Zitat:

"Das ist die Hoffnung, an die wir uns seit Jahrzehnten geklammert haben. Die kapitalistische Logik sagt, dass technologischer Fortschritt und gesteigerte Produktivität alte Jobs vernichtet, dafür aber mindestens genauso viele schaffen. Aber die Zeiten sind vorbei.

Sind Sie da sicher?

Ganz sicher. Sehen Sie, ich verdiene einen Teil meines Einkommens damit, die Chefs großer Konzerne zu beraten. Wenn ich die frage, ob sie in Zukunft noch Zehntausende von Mitarbeiter haben werden, dann lachen die laut los. Die Wirtschaftsführer wissen längst, wo die Reise hingeht.

Wohin geht sie denn?

Wir vollziehen gerade einen Wandel hin zu einem Markt, der zum allergrößten Teil ohne menschliche Arbeitskraft funktioniert.
Bis 2010 werden nur noch zwölf Prozent der arbeitenden Bevölkerung in Fabriken gebraucht. Bis 2020 werden es weltweit nur noch zwei Prozent sein."

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/916564
[posting]17.782.049 von webmaxx am 04.09.05 17:44:47[/posting]Was bist Du so beleidigt?

Ich verstehe sehr wohl, was Du bzw. der Autor meint und ich wüßte zu gerne, wie es zu bewerkstelligen ist, diese Übel abzuschaffen.
Und genau da ist des Pudels Kern.
Jeder, jeder, müßte abgeben.
Aber keiner will das, und je mehr er hat um so weniger.
dann haben wir die entmenschlichte Welt, im wahrsten Sinn des Wortes. Ein Paradies für Unternehmen - High-Tech-Anlagen brauchen keinen Arbeitsschutz, das Kyotoprotokoll kann heute bereits in den Shredder - eine schöne neue Welt :D
Zitat:
"Ah, die sozialen Systeme.

Darüber sprechen Sie hier schon seit Jahren, nicht wahr? Nun, ich will nicht sagen, dass es in Deutschland keinen Reformbedarf gibt. Aber wenn jemand daran denkt, den Weg der USA einzuschlagen, dann kann ich davor nur warnen.
Je härter sie die Sozialsysteme beschneiden, desto eher tauchen die Probleme an anderer Stelle wieder auf. Schlechtere Gesundheit, größere Armut, weniger Sicherheit, mehr Kriminalität. Natürlich ist die US-Arbeitslosenquote niedriger als die deutsche. Aber bei uns sitzen allein zwei Millionen Leute in den Gefängnissen. Meinen Sie, das ist keine versteckte Arbeitslosigkeit?
Glauben Sie mir, sie sind hier immer noch besser dran."

Und ein weiterer Teil hockt auf Flugzeugträgern etc...
[posting]17.782.084 von StellaLuna am 04.09.05 17:53:43[/posting]PS: Die Zivilgesellschaft wird kollabieren, die überflüssigen Menschen werden sich selbst vernichten, Computer werden sich selbst kaufen und so für Absatz und Rendite sorgen :laugh:
[posting]17.782.049 von webmaxx am 04.09.05 17:44:47[/posting]:laugh::laugh:


Und noch ein Weltuntergangsprophet!

Kannst du dir vorstellen, dass dieser Schlauberger ein einziges Buch verkaufen würde, wenn er lediglich erklären müsste, dass wir uns in einem normalem Anpassungsprozess an sich verändernde Umstände befinden?
Wie, oder ob wir uns anpassen können, ist die frage, sonst nichts.

Wahrscheinlich ist diese Wahrheit so banal, dass außer Webmaxx sich kein Mensch dafür interessieren würde.
Zitat:
"Entschuldigen Sie, aber die Frage ist doch nicht, was die Menschen mit ihrer freien Zeit anfangen, sondern mit welchem Geld Sie ihre Miete und ihr Essen bezahlen, wenn alle Jobs verschwinden.

Sie haben ja Recht. Also, es gibt verschiedene Ansätze. Besonders wichtig ist der so genannte Nonprofitsektor. Gemeint sind hier Aktivitäten von der Sozialarbeit über die Wissenschaft, Kunst, Religion bis hin zum Sport. In den Niederlanden sind heute bereits 12,6 Prozent aller Vollzeitstellen im Nonprofitsektor angesiedelt. In Deutschland sind es erst 4,9 Prozent. ier gibt es ein Potenzial für Millionen von Arbeitsplätzen.

Aber wie soll dieser Nonprofitsektor finanziert werden?

Durch Steuerumschichtung. 90 Prozent der Regierungseinnahmen weltweit stammen aus der Besteuerung von Arbeit und Kapital. Wir müssen viel stärker zur Besteuerung von natürlichen Ressourcen kommen. Warum sollen sich die Unternehmen einfach frei bedienen? Eine Besteuerung von Ressourcen würde sowohl zur Schonung der Umwelt führen wie zur Senkung von Unternehmensgewinnen. Die Steuereinnahmen könnten dann in den Nonprofitsektor fließen und dort Mehrbeschäftigung stimulieren. Man könnte auch über etwas anderes nachdenken. Wenn Maschinen immer mehr Menschen ersetzen, warum sollte es in Zukunft nicht genau so eine Maschinensteuer geben, wie es heute eine Einkommenssteuer gibt?

Haben Sie noch mehr Anregungen?

In meinem Land gibt es 250 Zeitdollar-Projekte. Es handelt sich dabei um eine Parallelwährung, die ganz auf der Zeit basiert. Für jede Stunde Arbeit erhält man einen Zeitdollar, für den man wiederum Waren oder Dienstleistungen kaufen kann. Die Idee dahinter ist, das in einer sozialen Gemeinschaft jenseits von Gewinnmaximierung die Zeit eines jeden von uns gleich wertvoll ist – sei er nun Arzt, Müllmann oder Taxifahrer."


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#2 AngelikaGerd: bin nicht beleidigt, erwarte nur etwas Respekt vor dem Gedankengut dieses Mannes - und deine Reaktion war zu schnell (und imho zu eingleisig):rolleyes:
[posting]17.782.112 von KongCristian am 04.09.05 18:00:09[/posting]Noch so´n Ignorant:rolleyes:

Dieser "ganze normale Anpassungsprozeß" wie du es ausdrückst,
läßt immer mehr Menschen den Kitt von den Scheiben fressen , während andere 1001PS-Boliden fahren müssen!

Setzen, 6.
[posting]17.782.121 von webmaxx am 04.09.05 18:02:10[/posting]Oh, nein, meine Antwort war nicht schnell.
Wir haben diese Themen schon ..zig mal von allen Seiten und Nuancen beleuchtet, diskutiert, erörtert....
Und leider keine Problemlösung gefunden.
Denn die Feststellung des Übels ist an sich wenig wert, wenn man dazu nicht wenigstens einen Lösungsansatz hat, der auch machbar ist.
stellt euch mal vor es gäbe keine polaritäten *lach*
aber soweit ist der grösste teil der menschheit noch nicht!!..wir benutzen ja auch nur 10 % von unseren bewusstsein:D:D






lg
AStralblue
[posting]17.782.121 von webmaxx am 04.09.05 18:02:10[/posting].....Die Idee dahinter ist, das in einer sozialen Gemeinschaft jenseits von Gewinnmaximierung die Zeit eines jeden von uns gleich wertvoll ist – sei er nun Arzt, Müllmann oder Taxifahrer." ......

Du hast in deiner guten Nacht Geschichte vergessen zu erwähnen, dass der Mensch grundsätzlich, Edel,Hilfreich und Gut ist.

Und nun verrate mir noch, woher dieser jemand zu wissen glaubt, wieviel mir meine Zeit wert ist??
[posting]17.782.143 von AngelikaGert am 04.09.05 18:07:21[/posting]...man sollte eben Interviews nicht nur an-, sondern gelegentlich zu Ende lesen:D


Mit der Wahl von Schröder/Merkel werden wir beide jeden Falls nichts verändern...:rolleyes:
[posting]17.782.167 von webmaxx am 04.09.05 18:11:42[/posting]Dann sag mir bitte, mit wem wir etwas ändern können!
Kurze Begründung, gern als BM, genügt.
[posting]17.782.167 von webmaxx am 04.09.05 18:11:42[/posting]Woher dieses Wissen??? Jede Regierung wird uns ein Stück der Realität näher bringen. Denn gestern standen wir am abgrund, morgen sind wir ein Schritt weiter. Immerhin wird dann aus der sogenannten Krise erlebte Realität.

Was wollen wir mehr???
[posting]17.782.024 von AngelikaGert am 04.09.05 17:36:32[/posting]Nicht nur dort. Die DDR hatte ja noch einige Bruderstaaten.
[posting]17.782.037 von webmaxx am 04.09.05 17:41:19[/posting]Die Therorie dieses Themas ist so alt, wie diese Diskusionen. Und es gibt auch immer wieder irgendwelche Ökonomen, die diese These vertreten. Trotz alledem möchte ich nicht nur darauf hinweisen, dass es eben auch genug Ökonomen gibt, die genau das Gegenteil vertreten, sondern es gibt eben auch viele Länder, die mit genau diesem Gegenteil erfolg hatten.

Unser roter Oskar hat ja letztens bei einem Streitgerspräch mit Gido ( bei Christiansen) auch darauf hingewiesen, dass die anderen Staaten, im Gegensatz zu Deutschland reale Lohnerhöhungen haben, worauf er deren Erfolg begründete. Oh Wunder, oh Wunder, Oskar nannte da sogar lobend die USA. Doch eigentlich sein absolutes Feindbild. Gido konterte richtig, dass die Länder zuerst ihre Strukturprobleme lösten, und die Lohnerhöhungen kamen dann, als die Arbeitslosenquote gesunken war, und das Angebot/Nachfrage Verhältnis des Arbeitsplatzes sich ausgeglichen hatte.
wir benutzen ja auch nur 10 % von unseren bewusstsein

Ist das nicht der Spruch, der von der Scientology ständig missbraucht wird? :mad:

Na ja, bei einigen Zeitgenossen mag`s ja schon zutreffen. :p


Um die Zukunft zu erkennen, muss man erst einmal die Vergangenheit beleuchten:

- Früher (nach 1950) Niedrige Arbeitslosigkeit, trotzdem wenig Geld. Alles muss mühsam erarbeitet werden - harte körperliche Arbeit. Für Auto und Farbfernseher muss lange gespart werden. Das zählt dann schon als Wirtschaftswunder. :eek:

- Heute: Ein Langzeitarbeitsloser erhält kostenlos Wohnung und Geld. Farbfernseher ist selbstverständlich, ein Auto ist auch in vielen Fällen vorhanden. Für dieses paradiesische Leben etwas gemeinnützige Arbeit zu verrichten (z.B. Blumen pflanzen im Park), wird von den meisten als Zumutung verstanden.

- Ich male mir schon aus, wie das in der Zukunft sein wird. Steigender Lebensstandard bei immer weniger Arbeit! Die Unzufriedenheit wird natürlich permanent steigen - genau wie das Übergewicht! :laugh:
[posting]17.782.224 von 23552 am 04.09.05 18:24:16[/posting]jaja, alles irgendwie richtig, aber eben nur fast richtig...


Gegenbeispiel Schweiz !

Die haben - auch nach Ansicht wohl auch dir genehmer Experten - alles richtig gemacht, Hausaufgaben (im Gegensatz zu uns) erledigt;

Trotzdem kommen sie mit dem A... nicht hoch, weil sie die Frankenparität nicht senken wollen. (Was wir in der EURO-Garotte gar nicht mehr können).


Ein Beispiel falscher, irregeleiteter Politik, eins von vielen.
die beiden Ansätze Rifkins,

1. statt Arbeit gnadenlos die Rohstoffe zu besteuern,

2. für der Allgemeinheit zu Gute kommende Arbeit zusätzliche "Zeitdollar" o.Ä. zu vergeben


könnten sich bald als Richtung weisend heraus stellen


(Alternativ verbiete ich euch die Zinsen !:D )
[posting]17.782.296 von webmaxx am 04.09.05 18:41:00[/posting]Funktioniert nicht.
Weil die Mehrheit der Menschen es nicht. will.
[posting]17.782.310 von AngelikaGert am 04.09.05 18:44:46[/posting]hallo menschheit:laugh:
Mögliche Lösungen (nur ein Beispiel von vielen):

Für die Reichen: Ständig zusätzliches Geld drucken - das treibt zwar die Inflation voran, gibt den Reichen aber die Illusion, dass sie ständig reicher werden, obwohl das Gegenteil der Fall ist.

Für die Armen: Das gedruckte Geld wird an alle Menschen gleichmässig verteilt. Diesem Verteilmechanismus gibt man lustige Namen (z.B. Holzwurm 7). Die Armen geben es für Konsum aus und die Reichen verdienen es durch den hohen Konsum.

Für den Staat: Alle 20-50 Jahre einen Währungscrash. Dann sind die Schulden weg.

Für die Alten: siehe bei "Für die Armen"

Für die Investitionen: Ständig neue Technologien entwickeln, die mit den alten nicht kompatibel sind (Z.B. neue Rechnergeschwindigkeiten, Neue Pentium-Prozessoren)

Für die allgemeine Zufriedenheit: Damit der Mensch zufrieden ist, dürfen nur noch schlechte Nachrichten gedruckt werden. Das hält die notwendige Spannung im Leben aufrecht. Gut geeignet sind zum Beispiel Nachrichten wie "Deutschland am Abgrund!" oder "Werden wir alle an Hunger sterben?"
#20 von anti_lemming

du solltest spiritualität nicht mit sekten vergleichen*lol*



lg
AStralblue
Hallo webmaxx,

du sprichst mir von der Seele. Das ist absolut richtig. Das müßte eigentlich jeder verstehen, außer die 356 reichsten Familien der Welt. Sie fühlen sich damit bedroht.
[posting]17.782.414 von Baldur5 am 04.09.05 19:13:37[/posting]hmm, baldur5, habe ja nur den konträren Standpunkt eines Außenseiter-Experten wiedergegeben.

Allerdings haben mich seine Weitsicht und die Lösungsvorschläge beeindruckt - auch Oskar Lafontaine könnte sich doch da mal schlau machen.
Naturkatastrophe


" Katrina" lehrt neues Sicherheits-Denken KlaudiusGansczyk - Die mächtigste Super-Macht aller Zeiten hat gegen die Natur eine katastrophale Niederlage erlitten. Mit den Opfern fühlen wir genauso mit wie mit den Opfern der Tsunami-Welle und hoffen, dass auch dieses Mal eine Hilfswelle nachfolgt. Dabei dürften die mit 27 Milliarden Dollar bezifferten Materialschäden kein größeres Problem sein: Sie entsprechen ca. 5% der US-Militärausgaben in Höhe von ca. 500 Milliarden, die die „Sicherheit“ garantieren sollen. Die 691 Milliardäre, die im Jahre 2004 einen Zugewinn (!) von 300 Milliarden Dollar erzielt haben, könnten die Rechnungen mit 10 % ihres Jahres-Zugewinns begleichen. Das viel größere Problem ist das unermessliche Leid, das in Dollar nicht zu beziffern ist! Der aktuelle Report des Wuppertal Instituts „Fair Future“ weist nach, dass die Menschheit die Biosphäre bereits mit 20% überbelastet. Es ist schwer zu sagen, ob die Zerstörungskraft von Katrina schon eine Antwort der Natur auf die klimaverändernden menschlichen Einflüsse ist: Auf jeden Fall klärt sie die wahren Machtverhältnisse zwischen der Menschheit und der Natur. Wenn wir weiteres unermessliches Leid im 21. Jahrhundert verhindern wollen, dann werden wir wohl die wahren „Feinde“ bekämpfen müssen: die menschenverursachten Bedrohungen. Die nächste UN-Konferenz in zwei Wochen zum Thema „In larger freedom“ könnte ja beschließen, wie wir uns vor den wahren „Feinden“, den Bedrohungen des 21.Jahrhunderts ,„in Sicherheit“ bringen. An „Sicherheits-Geldern“ dürfte es ja wohl nicht scheitern, sie müssten nur umgeleitet werden. Bei dem „beinahe US-Präsidenten“ Al Gore war schon 1992 nachzulesen, was zu tun ist: „Wege zum Gleichgewicht – Ein Marshall Plan für die Erde“.
Auch das ZEIT-Interview mit dem Ex-US-Präsidenten Bill Clinton ( http://www.zeit.de/2005/34/Clinton ) weist in die richtige Richtung. Hoffentlich werden diese „Wege in der Gefahr“ bald eingeschlagen!
(01.09.2005 09:11:33)





Quelle:diezeit.de


diese millijadäre gehören der gruppe * mai * an ! sie treffen sich in der schweiz.....und bestimmen das globale geschehen!!...

da kann bisher die globale politik noch nichts dagegen unternehmen ! :cry::cry:

lg

Astralblue
[posting]17.782.445 von Astralblue am 04.09.05 19:19:44[/posting]Bitte beim Thema bleiben !

Hier geht es um Politikversagen der finanziellen (nicht der dritten) Art...


Naturkatastrophen werden nebenan behandelt :laugh:
wollte nur damit sagen das politiker noch nichts dagegen
tun können!! auch finanziele angelegenheiten weil sie von unternehmer gelenkt werden*gross- konzerne*: D:D:D


lg
AStralblue
@KongCristian


Ich weis ja nicht wo du arbeitest aber mach doch einfach mal die Augen auf.Ich arbeite bei einem Automobilzulieferer als Energieelektroniker. Und ich erlebe wie ständig Arbeitsplätze wegfallen durch verbesserte Produktionsprozesse und durch Roboter. Z.B.:Eine Anlage wo früher 4-6 Leute pro Schicht standen hat jetzt nur noch einen Arbeiter der die Teile einlegt, dann befördern Roboter die Teile von Prozess zu Prozess und am Ende laufen die Teile auf dem Förderband wieder aus der Anlage raus und der eine Mann legt sie auf die Paletten.Früher 4-6(pro Schicht) jetzt einer. Dann wird aktuell noch eine Kamera zur Fehlererkennung getestet (Beschichtungsanlage). Wenn die fuktioniert, 2 Anlagen= 2 Mann weniger pro Schicht!! Jetzt sollte man denken viel mehr Roboter und Maschinen das gibt doch wieder mehr Jobs für die Facharbeiter. Irrtum. Die Maschinen werden nicht nur Leistungsfähiger sondern benötigen auch weniger Wartung und sind nicht so störanfällig. Z.B. wurden die Anlagen früher haupsächlich von Schützen gesteuert. Da hatte ne große Anlage schon mal ein Dutzend Schaltschränke mit jeweils ca. 100 Schützen die dann alle noch miteinander verknüpft waren. Das bedeutete viel Aufwand bei der Fehlersuche und bei Änderungen und damit viel Personal. Heute ersetzt eine SPS(Speicher Programmierbare Steuerung)die Schütze, die zusammengefasst kaum einen Schaltschrank füllt und bei einer Störung manchmal schon die Ursache am Display anzeigt.
Wenn du mal in einem Werk der Automobilindustrie reingehst dann siehst du Hunderte oder gar Tausende von Roboter. Und jeder hat einen oder mehrere Menschen ersetzt und das pro Schicht!!
Und diesen Stellenabbau der sich durch fast jede Branche zieht, den fängt kein Handy,Computer oder sonstwas auf!!

Vom Fortschritt profitieren fast nur die Industriellen, denn woher denkst du, kommen die jährlichen Gewinnsteigerungen.

Darum hat Jeremy Rifkin leider Recht und es ist nur eine Frage der Zeit (Jahrzehnte) bis das jetzige System zusammenbricht.

Gruß
krauts
[posting]17.782.535 von Krauts am 04.09.05 19:35:34[/posting]danke für deinen engagierten Beitrag!

wenn nur alle hier so handelten:rolleyes:

Dann wäre das ein Thema auch heute im TV-Duell
Nein Rifkin hat nicht recht. Es wird irgendwann zu weniger Arbeit für alle kommen. Und das wird sogar bezahlbar sein. Es wird aber erst funktionieren, wenn wir aus der ersten, und der dritten Welt, einen gesunden Mix erreicht haben Nämlich sozustagen die zweite Welt. Das dauert nun mal, weil wir (die erste Welt) die dritte Welt zu lange untedrückt haben, und ihnen die Industriealisierung vorenthalten haben. China und Indien sind da, wo Korea in den 50ern des vorherigen Jahrhunderts war. Abe sie holen fasst alle auf. Auf unsere Kosten. Das läßt sich nun mal nicht verhindern. Wir werden uns, was Lebensstandard betrifft ersteinmal irgendwo in der Mitte treffen. Das ist auch nicht so schlimm. Wenn sich die Lebensqualitäten angeglichen haben, werden auch die Kosten sich angeglichen haben. Dann wird dann eher, eine weltumgreifende Gewerkschaft, die Wochenarbeitzeiten runterschrauben können. Solange aber die Lebensunterschiede so groß sind, wie jetzt, machen wir nur unser System kaputt, wenn wir durch weitere Kostenerhöhungen, uns noch mehr von den anderen absetzten.

Momentan müssen solche Länder, wie China billiger sein als wir. Ansonsten könnten sie sich nämlich nicht so schnell entwickeln.
Der gute Mann vernachlässigt bei seinen Betrachtungen die Natur des Menschen und der Erde.

Es wird vorher Kriege geben, die erneut Arbeit schaffen.

Und es ist anzunehmen, dass man mit Katastrophen wie "Katrin" zunehmend rechnen muss.

...
@23552
@Durchschnitt

Die Angleichungsprozesse und Katastrophen verzögern das ganze nur. Außerdem läuft dieser Angleichungsprozess nicht so ab, dass sich der Lebensstandard bei uns gleichmäßig senkt und in der Dritten Welt gleichmäßig steigt. Ich befürchte, dass sich der Lebensstandard für einige bei uns der Dritten Welt annäherd während nur wenige aus der Dritten Welt einen hohen Lebensstandard erreichen.Und das die Reichen, die dann noch reicher sei werden, nach einem Angleichungsprozess ihr Vermögen einfach so hergeben damit wir alle glücklich und zufrieden bis ans Ende unserer Tage leben können halte ich für äußerst unwarscheinlich.
Natürlich gibts dann immer noch Plan B, praktisch alles reseten (Krieg-Atomkrieg?) dann kann das Spiel wieder von vorne beginnen :mad:

Gruß
krauts
webmaxx, krauts

ihr bringt es - auch aus meiner sicht - auf den punkt und genau dies ist das eigentliche problem.

der faktor menschliche arbeit verliert im rahmen der technischen entwicklung von tag zu tag an wert, gleichwertiger ersatz in anderen bereichen ist schlicht und ergreifend nicht vorhanden.

obwohl die abwanderung eines jeden einzelnen arbeitsplatzes nach osteuropa, china etc. schlimm ist, betrifft dies nur 1 - 2 % des o.g. factums.

auf die "sprechblase" der industrie "arbeitsplätze zu schaffen" möchte ich gar nicht erst eingehen ... wie würde denn ein konzern handeln, wenn er mit der hälfte seiner angestellten den doppelten gewinn erzielen würde ?

tja, alles in allem keine wirklich guten aussichten ... durch die globalisierung der welt müßte dieses auch global angegangen werden. aber solange es noch immer ärmere menschen gibt, die ... in letzter konsequenz ... für das tägliche brot arbeiten, sehe ich dafür keine chance.
[posting]17.784.245 von Idealist6 am 04.09.05 22:36:27[/posting]Die große Frage ist für mich: ließe sich eine Rohstoffsteuer durchsetzen, notfalls auch im deutschen Alleingang?

Oder würde auch das<von der "Elite" sofort wieder "kirchhofisiert"?

Wie kann der Druck von der Basis entstehen und oben wahrgenommen werden ohne den Umweg über Gewalt und Kriminalität...
# 33 krauts
Vom Fortschritt profitieren fast nur die Industriellen, denn woher denkst du, kommen die jährlichen Gewinnsteigerungen.
sämtlicher Reichtum, der sich z.B. in den Industrieanlagen eines Unternehmens darstellt, ist damit logischerweise letztlich der kumulierte Profit aus den erwirtschaftete Leistung aller Arbeitenden, der nicht ausbezahlt worden ist.




Heute habe ich durch einen Zufall die letzte Sendung einer nochinteressanten Sendereihe mitbekommen, über die ich im Netz folgendes gefunden habe:

Vom 31. Juli bis zum 28. August strahlte der Deutschlandfunk an fünf Sonntagen eine Sendereihe mit dem Titel «Ende der Politik?» aus.

Im Vorspann der Sendung hiess es: «Die Demokratie war von Anbeginn an die eigentliche Basis des auf die Zukunft gerichteten Projekts der Moderne. Nur wenn es den Menschen gelänge, die eigenen Angelegenheiten selbst in die Hände zu nehmen und mittels demokratischer Institutionen zum Gegenstand eines gesellschaftlichen Interessenausgleichs zu machen, wäre Fortschritt überhaupt denkbar.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist diese Hoffnung nahezu verflogen. Die politische Sphäre der westlichen Demokratien sieht sich einem doppelten Erosionsprozess ausgesetzt. Zum einen haben viele den Glauben verloren, dass politisches Engagement einen substantiellen Beitrag zur Lösung ihrer individuellen Probleme leisten kann, und sind überzeugt, dass die Politik das eigentliche Problem sei. Zum anderen können die Politiker objektiv die in sie gesetzten Erwartungen immer weniger erfüllen, und die Politik hat einen schleichenden Machtverlust erlitten. Am Ende stehen sich in der Mediendemokratie apathische Wähler und sich voluntaristisch selbst inszenierende Politiker gegenüber.»

Zwar kamen in der Sendereihe selbst vor allem elitär denkende Marxisten und Neomarxisten (Richard Sennett, Elmar Altvater, Claus Offe) zu Wort. Nichtsdestoweniger wurden wichtige Punkte angesprochen.
In der Tat ist es so, dass vieles in der deutschen Demokratie nicht in Ordnung ist, wenn man die realen Verhältnisse mit den Grundlagen der Demokratie vergleicht. Ist es doch deren wesentliche Grundlage, von der gleichen Würde und den gleichen Rechten aller Menschen auszugehen. Ist nicht die Forderung nach Demokratie Ausdruck eines Menschenbildes, das den Gedanken individueller Selbstbestimmung und individueller Verantwortlichkeit mit dem Gedanken gemeinschaftlicher Diskussion und Entscheidung aller öffentlichen Angelegenheiten verbindet? Res publica, res populi!

Deshalb ist es gut, wenn sich jeder vor Ereignissen wie den bevorstehenden Bundestagswahlen nicht nur fragt, welchem Kandidaten und welcher Partei er seine Stimme geben soll, sondern auch, in welchem politischen Zustand sich das eigene Land befindet. Da kann man zum Beispiel beobachten:

· Keine der kandidierenden Parteien mit Aussicht auf Bundestagsmandate ist glaubwürdig. Vor allem die Spitzenkandidaten der Parteien sind Personen, die in den vergangenen Jahren gezeigt haben, dass ihnen nicht zu trauen ist.

· Alle diese Parteien haben sich derzeit auf die Globalisierung festgelegt und damit auf eine Entmündigung der Menschen, die in überschaubaren politischen Einheiten leben. Die Politiker selbst haben trotz vieler Warnungen die Dämme gegen die Flut des Weltkapitals geöffnet, für deren Folgen die Bürger die Zeche zahlen müssen.

· An die Stelle einer sauberen Gewaltenteilung und Gewaltenkontrolle ist eine zunehmende Gewaltenverschränkung getreten. Eine dem Volk nicht mehr verpflichtete Oligarchie aus Politik, Wirtschaft, Medien und Militärs ist zur Instanz im Hintergrund der Staatsgewalten geworden. Obwohl das deutsche Grundgesetz alle staatliche Gewalt an Verfassung und Recht bindet, kann heute unwidersprochen kommentiert werden, es sei nicht mehr sinnvoll, alle politischen Entscheidungen am bestehenden Recht zu messen (so der Deutschlandfunk lobend nach dem verfassungswidrigen Entscheid des Bundesverfassungsgerichts über die Zulässigkeit der vorzeitigen Neuwahlen).

· Die Leitmedien sind in überwiegendem Masse mit der Oligarchie eng verbunden. Allein die Tatsache, dass zu den zentralen politischen Themen in den Hauptbeiträgen fast ausnahmslos Parteipolitiker oder den Parteien nahestehende sogenannte Experten zu Wort kommen, macht viele Medienbeiträge zu einem Parteiensprachrohr, von dem sich viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr vertreten fühlen.

· Direktdemokratische Alternativen werden (so in manchen Bundesländern) einfach ignoriert, durch enorme Hürden enorm erschwert und auf Bundesebene bislang sogar verweigert.

Weitere Punkte wären hinzuzufügen. Aber schon allein diese Punkte sind alarmierend.

Aber: Weil die Demokratie kein Luxus ist und der Einsatz für die Demokratie ein fundamentaler Ausdruck für ein Bewusstsein von der eigenen Würde und der Würde seiner Mitmenschen, allein schon deshalb ist es unerträglich, bei solchen Analysen stehenzubleiben oder mit einem Rückzug ins Private gleichgültig oder ratlos den Kopf in den Sand zu stecken - oder gar abzuwarten, bis alles immer noch schlimmer wird, und der Unmut der Menschen wieder einmal missbraucht werden kann.

Wo aber ansetzen, um der Idee der Demokratie wieder zur Geltung zu verhelfen? Hier gibt es nicht nur eine richtige Antwort. Hier gibt es auch kein Patentrezept. Nachdenken aber kann man zum Beispiel über folgende Punkte:

· Wo gibt es unter den gegebenen Bedingungen noch demokratische Rechte, die ich sinnvoll wahrnehmen kann? Zum Beispiel: Ich sage meine Meinung; ich schliesse mich mit anderen zusammen, um sich gemeinsam zu informieren, zu diskutieren und öffentlich zu äussern … Die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit und die Vereinigungsfreiheit sind Grund- und Menschenrechte.

· Wo gibt es noch Politiker, die ein offenes Ohr für die Idee der Demokratie haben? Auch unter den Politikern gibt es Menschen, die mit den genannten Entwicklungen nicht einverstanden sind und sich mehr bemerkbar machen würden, wenn sie mehr Rückhalt unter den Bürgern hätten. Gibt es noch Politiker, die in existentiellen Sachfragen (zum Beispiel Krieg und Frieden) einen grösseren Gestaltungsraum der Bürgerinnen und Bürger zulassen?

· Vor allem aber: Wie sieht es mit meinem Bewusstsein für meine und die Würde meiner Mitmenschen aus? Wenn ich dieses Bewusstsein stärken kann, bei mir selbst und bei anderen, lege ich einen entscheidenden Grundstein dafür, dass die Idee der Demokratie weiterlebt; dass Menschen sich nicht damit abfinden, unter undemokratischen Verhältnissen leben zu müssen; dass Menschen nach Wegen suchen, einen würdigen Weg hin zur Demokratie zu finden.

Bewusstsein für Würde ist das sichere Wissen um den hohen, absoluten, angeborenen und unveräusserlichen Wert eines jeden Menschen. Mit diesem Bewusstsein wächst die Empörung über eine unwürdige Politik und der Wille, «die eigenen Angelegenheiten selbst in die Hände zu nehmen».
Artikel 2: Zeit-Fragen Nr.34 vom 29.8.2005
hi zusammen:)

im grunde ist alles nur eine bewusstseins einstellung:cool::cool::cool:

Der menschliche Geist gleicht einem See.


Jede Information, die an uns herangetragen wird, hat Folgen. Wir nehmen einen Gedanken auf und verarbeiten ihn, legen ihn ab in unserem Gedächtnis und betrachten ihn mit unserem Unterbewusstsein. Das Ergebnis dieser Betrachtung durch das Unterbewusstsein spiegelt sich im Bewusstsein wider.


Wenn jemand einen Stein in einen See hinein wirft, fällt dieser Stein auf den Grund des Sees. Einzig die Wellen auf der Oberfläche zeugen von dem Stein. Die Ursache (der Stein) fällt also in das Unterbewusstsein hinein und die Wirkung (die gekräuselten Wellen) zeigen sich im Bewusstsein.


Wenn genügend Steine im Grund des Sees versammelt sind, tritt das Wasser der Oberfläche über die Ufer. Will man das vermeiden, ist es nötig, den See auszubaggern.


Wir sollten uns also Mühe geben, unseren See – das Unterbewusstsein – auszubaggern.





2.



Unsere Vorstellungen bestimmen unsere Wahrnehmung. Unsere Wahrnehmung wird über die Sinneseindrücke determiniert. Wäre es da nicht klug von uns, unser Bewusstsein zu öffnen und nicht Jesu Jünger Thomas zu folgen, der nicht glaubte, bis er sah?





3.



Wer immer nur "wird", "ist" nicht. Unser Bewusstsein sollte darauf ausgerichtet sein, das Erkennen im Jetzt zu verfolgen. Dies bedeutet nicht die Loslösung vom Gestern, Heute und Morgen als Erkenntnisobjekt, sondern vielmehr eine Fokussierung auf den jeweiligen temporären Zustand.


Wir sollten also unsere Vergangenheit demzufolge nicht leugnen und unsere Zukunft nicht nicht erhoffen (insbesondere, da wir unsere Zukunft aus dem Selbst-Erlebten heraus frei, selbstständig und zutreffend bzw. eintretend gestalten), sondern vielmehr darauf bedacht sein, im Hier und Jetzt zu erkennen.


Dies bedeutet praktisch: Hoffen und Bangen zu meiden.


lg
AStralblue


ich gebe angelika recht.
wenn wir die gutmenschen, die meinst du ja wohl, dranlassen, sinnd die 356 reichsten familien nachher alle politiker, mit, reichtum- und machtvererbung auf die brutale art, durch gewalt. (siehe saddam hussein, nordkorea usw)
in der von allen als kapitalistisch verschrieenen schweiz, ist alles viel besser (demokratie, politiker und lebensqualität), obwohl es dort prozentual viel mehr reiche familien gibt als zb in deutschland.
vielleicht liegt das ja auch an wilhelm tell oder den schweizern?
dort könnte es zb so gelage wie sie die emporkömmlinge gysi (parteifeiern mit hummer und kaviar) und lafontain (mit leibkoch) nich geben ohne dass die beteiligten für alle zeiten politisch tot wären.
alle sind mal so klein angefangen, wehret den anfängen
[posting]17.785.465 von rohrberg am 05.09.05 07:44:07[/posting]mhm ... "die schweiz wäscht also weißer ?" - ein interessantes buch im übrigen - hört sich sehr idyllisch an. hilft aber leider denen - um einmal bei dem sprachlichen bild zu bleiben - die unverschuldet im see ertrinken, relativ wenig weiter ... und über das wasser zu gehen ist ihnen leider nicht vergönnt.
[posting]17.785.465 von rohrberg am 05.09.05 07:44:07[/posting]Gut gesprochen.

Ein Problem in Deutschland ist doch, dass ich, wenn ich mir kein Kaviar leisten kann, es denen neide, die es können.Ich kann mir kein Kaviar leisten, also dürfen es die, die es können, auch nicht, sondern sollen ihr Vermögen auf mich und meine Genossen aufteilen. Schaffe ich es allerdings doch, mir Kaviar kaufen zu können, und damit um mich zu werfen, gebe ich davon nichts ab.

Viele, die in Deutschland doch für höhere Steuern, für die
Besserverdienenden (z.B Erbschaftssteuer), kämpfen, währen doch die ersten, die, sollten sie selbst davon betroffen sein, in die Schweiz auswandern würden, wenn sie denn genug hätten, dass es sich lohnen würde.

Ein ganz ehrliche Frage an die, die hier nicts haben.

Wenn ihr 100 Mio zu vererben hätten, würdet ihr in Deutschland bleiben, wenn es eine 25 %ige Erbschaftssteuer geben würde, und somit der Staat euren lieben Erben 25 Mio. ´€ wegnehmen würde.

Ich gebe euch die Antwort selbst. Ihr würdet nicht in Deutschland bleiben, Ihr würdet ganz schnell die paar 100 km. gen Süden ziehen. Nur da ihr nichts habt, beschimpft ihr die, die es können und tun, als unpatriotisch.

Nicht nur die Wirtschaft ist im globalem Wettbewerb, sondern auch der Staat. Wenn sich eine SPD/Grünen Regierung sich diesem globalem Wettbewerb nicht stellt, daduch den Standort Deutschland zurück in die 3. Liga wirft, darf man sich nicht beschweren, wenn die Bürger der Auffassung sind, dass auch sie global sein können.

Immerhin sind es die Politiker, die uns seit 20 Jahren versuchen klar zu machen, dass wir Europäer sind. Also lass uns Europäer sein.
[posting]17.785.992 von 23552 am 05.09.05 09:14:00[/posting]es ist imho zu einfach, von sich auf Andere zu schließen:laugh:


Es gibt sie aber (noch) die Menschen, die dank guter Erziehung und gutem Elternhaus europäische Kultur, Moral und Ethik verinnerlicht haben!

Der Trend geht nur leider zum fluor-Gehirn-kranken Colatrinker und McDonaldsesser - weil das Handling von Stumpfsinnigen sehr viel leichter ist.


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#42, rohrberg

Diese 356 (?) reichsten Familien, wie weiter unten erwähnt, werden übrigens nicht zu Politikern - die halten sich längst welche! Nur ein Musterbeispiel ist der so beliebte Mr.Bush...
zunächst mal, kaviar schmeckt mir nicht, also zieht die neidschiene nicht.
jeder soll mit seinem selbstverdienten geld machen können was er will, aber nicht auf meine kosten schlemmen und sagen wir müssen leider wieder eine neue sondersteuer einführen.

ein cousin von mir ist vor 35 jahren in die schweiz ausgewandert, deshalb ist mir bei besuchen dort noch einiges aufgefallen, was wir übernehmen sollten.

jeder kanton bestimmt seine einkommenssteuer, und damit seine einwohner und seine einnahmen selber, zb, baselland am wenigsten, genf am teuersten.

bei uns hiesse das, bayern 40%, nrw 25% und meklenburg vorpommern 10%, sonst würden die ausbluten.

jeder schweizer bürger kann zu seinem finanzamt gehen und dort gegen eine gebühr vo 10 sfr sich die einkommenssteuererklärung von jedem anderen schweizer bürger ausdrucken lassen, einschliesslichder politiker und wirtschaftskapitäne
find ich toll
:laugh: ... da läuft nichts nettes rum, das ist etwa so das Niveau von Paris Hilton ! :laugh:


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