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01.07.11
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Analyse IM Internationalmedia

Entertainment/Merchandising


Film ab!

Die Zeit seit Februar diesen Jahres war für die meisten Medien- und Entertainmentwerte nicht berauschend. Der Index der Medien- und Entertainment-Titel hatte in der Spitze über 50% verloren. Auch wenn sich mittlerweile viele Werte wieder von den Tiefständen erholen konnten, scheint der Boom der vergangen Tage erst einmal vorbei. Während dieser für die Medienwerte ungünstigen Zeit kam Ende Mai IM Internationalmedia an den Neuen Markt. Seit dem 09. August zählt das Unternehmen zu den Nemax-50-Werten.


Unternehmensüberblick

Das Unternehmen wurde 1996 von Guy East, ehemaliger Chairman von Majestic Films, Nigel Sinclair, Gründer der Filmrechtekanzlei Sinclair Tenenbaum & Co. und dem Produzenten Moritz Bormann, Initiator des deutschen Filmproduktionsfonds IMF, gegründet. Alle drei Gründer können sich auf umfangreiche Erfahrungen in der Filmbranche stützen. Der Durchbruch gelang mit der Übernahme der Vertriebsrechte von Crocodile Dundee I+II und Der mit dem Wolf tanzt. Gleich im 1. operativen Geschäftsjahr konnten schwarze Zahlen geschrieben werden. IM Internationalmedia betätigt sich in München, London und Los Angeles als unabhängiges Unternehmen in der Filmverwertungsbranche.

Es zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von qualitativ hochwertigen Filmen und Filmrechten. Die Copyrights für alle Stufen der Verwertungskette werden über ein internationales Vertriebsnetz mit lokalen Partnern in über 70 Ländern vermarktet.

Die eigentliche Produktion von Filmen wird aber von strategischen Partnern bzw. von namhaften Produzenten übernommen. IM stützt sich schwerpunktmäßig auf die Kinofilmindustrie, da dort das größte Potential liegt. Zu den größten Konkurrenten zählen daher auch die großen amerikanischen Studios wie Warner Brothers und Walt Disney. Daneben gibt es noch weitere unabhängige Filmverwertungsgesellschaften, die als Konkurrenten auftreten, wie Spy Glass, Summit oder Morgan Greek. Letztere sieht sich selbst als Hollywoods erfolgreichste unabhängige Filmproduktionsfirma und hat Filme wie z.B. Robin Hood - König der Diebe produziert.


Marktsituation

Der Markt für Kinofilme befindet sich seit Jahren im Aufschwung. Gerade in Europa gibt es ein enormes Wachstumspotential. Dies zeigt sich an den Prognosen der Kinobesucher. Während ein Deutscher nur durchschnittlich rund zweimal im Jahr ins Kino geht, ist dies bei den Amerikanern fünfeinhalbmal der Fall. Der deutsche Markt zählt nicht allein deshalb zu den interessantesten in Europa. Experten zufolge sollen sich die Pro-Kopf-Ausgaben für den Medienkonsum in den nächsten Jahren bis 2015 von derzeit 105 auf 220 DM pro Jahr mehr als verdoppeln. Dabei hat das Zeitalter von Pay-TV und Pay-per-View noch nicht einmal richtig begonnen. In den letzen Jahren konnte jährlich eine Umsatzsteigerung von 6,2% und ein Kinobesucheranwuchs von 6,7% erreicht werden. Dies verdeutlicht, daß die Steigerung der Umsätze vor allem auf das Anwachsen der Besucherzahl zurückzuführen ist. Anders sieht dies im amerikanischen Markt aus. Dort blieb die Besucherzahl konstant, die Umsätze wuchsen im gleichen Zeitraum mit durchschnittlich 7% p.a., was über Preissteigerungen der Kinokarten erreicht wurden. Nicht nur der Kinomarkt verspricht steigende Umsätze und damit Gewinne, sondern auch der Home Entertainment-Markt. Im Video/ DVD-Bereich wurden 1999 in Europa 12 Mrd. DM umgesetzt. Dieser Umsatz soll Schätzungen zufolge im Jahr 2003 auf bis zu 15,9 Mrd. DM ansteigen.


Kinofilm, Ein knappes Gut

Die rasant anwachsende Nachfrage nach neuen Filmen bringt aber auch Probleme mit sich. Weltweit werden ca. 2.000 Spielfilme produziert, von denen sich 300 weltweit vermarkten lassen. Die meisten dieser Filme stammen aus den USA oder England und machen ca. 80% der Umsätze an den Kinokassen aus. Aufgrund der hohen Produktionskosten für einen potentiellen Kassenknüller bzw. Blockbusterfilm stagniert die Anzahl der Produktionen der großen Studios wie Universal, Twentieth Century Fox oder Warner Brothers seit 1995 bei rund 210 bis 220 Titel pro Jahr. Diese haben, im Gegensatz zu IM Internationalmedia, den Nachteil der hohen Fix- bzw. Gemeinkosten. Bei IM fallen nur die Kosten an, die im direkten Zusammenhang mit der Filmproduktion entstehen, während in der produktionsfreien Zeit keine Kosten getragen werden müssen. Ein weiterer Punkt, der für ein ausreichendes Marktwachstum sorgen wird, sind die Distributionskosten, die in den nächsten Jahren enorm sinken werden. Dies kommt vor allem durch die großen Multiplex-Kinos, die zukünftige Vermarktung über Internet und durch den enormen Rückgang der Herstellungskosten bei der Umstellung von VHS auf DVD. Die Umstellung auf neue digitale Techniken wird eine weitere Erhöhung der Nachfrage mit sich bringen. Filme, die nicht auf 35 mm gedreht wurden, werden von der Auflösung her zu schlecht sein, um digital ausgestrahlt zu werden. Dies bedeutet eine Verknappung des bisherigen Angebots, einhergehend mit einer Preissteigerung für Filmlizenzen.


Strategie

Ausgehend von dieser Marktentwicklung richtet sich IM konsequent auf den Erwerb von Kinofilmen und Filmlizenzen aus. Ziel ist eine Steigerung des Bekanntheitsgrades, verbunden mit einem starken Markennamen sowie eine Stärkung der Stellung im weltweiten Geschäft als unabhängiges Unternehmen für die Verwertung von Spielfilmen. Die hohe Qualität ist dabei im wesentlichen von zwei Punkten abhängig: Eine guten Story, die den Geschmack der Kinobesucher trifft und von bekannten Schauspielern, die den Filmen meistens erst zum Durchbruch verhelfen. Hier liegt auch eine der Gefahren in dem Geschäft, das IM Internationalmedia betreibt. Vielfach ist vorher nicht zu erkennen, ob ein Film ein Kassenschlager wird oder nicht. Das Unternehmen hat jedoch eine gute Strategie gefunden, um dieses Risiko zu minimieren. Nach der Entwicklungsphase, noch vor der eigentlichen Produktion, werden die kompletten Produktionskosten über Vorverkäufe abgedeckt und das Produktionsvolumen von Kreditinstituten bereitgestellt. Die Banken besitzen kein Durchgriffsrecht auf die Gesellschaft, so daß IM Internationalmedia weitgehend das Risiko des Films abwälzen kann. Unternehmen, über die die Vorverkäufe abgewickelt werden, sind u.a. Helkon in Deutschland und in den USA die Major Studios. Bei den Vorverkäufen verpflichten sich die Unternehmen, den vertraglich vereinbarten Betrag zu bezahlen, unabhängig vom späterem Erfolg des produzierten Films. Die durchschnittlichen Produktionskosten belaufen sich auf 35 Mio. USD. Zu den direkten Produktionskosten zählen der Erwerb oder die Entwicklung eines Drehbuches, die Vergütung der Schauspieler, Drehortmieten und Spezialeffekte. Die Gefahr von Währungsrisiken wird dabei zum größten Teil umgangen, da grundsätzlich alle Geschäfte nur auf USD-Basis abgewickelt werden.


Ein erster Blick

Ein wichtiger Punkt, um an Kassenschlager oder Blockbuster zu kommen, sind First-Look-Vereinbarungen. Dabei bekommt IM das Recht, das Drehbuchmaterial exklusiv vor etwaigen Konkurrenten anzuschauen. Dann wird entschieden, ob die Finanzierung übernommen wird. Auf diese Weise kann sich IM die alleinigen Lizenzrechte sichern. In diesem Zusammenhang konnte die Gesellschaft mit wichtigen Produktionsgesellschaften First-Look-Vereinbarungen abschließen. Der neueste exklusive Deal mit Saturn Pictures wurde Ende August bekannt gegeben. Saturn Pictures ist die Gesellschaft des US-Schauspielers Nicolas Cage, der in Filmen wie Im Körper des Feindes oder 8 mm mitspielte. Jährlich sollen etwa zwei neue Filme mit einem Finanzierungsbudget von 30 bis 60 Mio. USD hergestellt werden. Eine andere Produktionsfirma, die als First-Look-Partner gewonnen werden konnte, ist Mark Johnson Production. Mark Johnson gehört mit zu den erfolgreichsten Produzenten in Hollywood, der durch Produktionen wie Rain Man mit Dustin Hoffmann und Tom Cruise oder mit Good Morning Vietnam große Erfolge einfahren konnte. Partnerschaften bestehen noch mit anderen großen Produktionsgesellschaften wie z.B. mit Fountainbridge Films, die von Sean Connery gegründet wurde und momentan zwei Filmen für Internationalmedia dreht. Des Weiteren bestehen noch Partnerschaften mit Scott Free Productions oder Tig Productions von Kevin Costner.


Filmbestand

Internationalmedia ist mittlerweile im Besitz von ca. 50 Filmen, die sich aus eigenen, erworbenen und betreuten Filmen zusammensetzen. Um den Umfang der Bibliothek auszuweiten, wurde im Mai 1999 die MEI Film Library mit 17 Titeln übernommen. Durch weitere Übernahmen von Filmbibliotheken soll das Angebot an hochwertigen und interessanten Filmen erweitert werden. Dieses Jahr sollen 10 eigene Filme hinzukommen. Drei Filme wurden bisher schon ausgeliefert. Allein durch die Auslieferung der Filme konnten die Umsatzerlöse für das 1. Halbjahr 2000 auf 52,7 Mio. Euro fast verdoppelt werden. Sieben weitere werden noch bis Ende des Jahres folgen. Der neueste Film, Nurse Betty, der in Cannes als bester Screenplay im Mai ausgezeichnet wurde, läuft derzeit im amerikanischen Kino. Der Film konnte an einem Septemberwochenende mit 7,3 Mio. USD das zweithöchste Einspielergebnis und das höchste Per-Screen Ergebnis einspielen. Das Per-Screen-Ergebnis gibt das Verhältnis der Einnahmen an den Kinokassen zu der Anzahl der verliehenen Filmrollen an. Für das nächste Jahr plant die Internationalmedia-Gruppe 13 Filme, danach sollen jährlich 20 Filme auf den Markt gebracht werden. Ein interessanter und wichtiger Aspekt für die zukünftige Umsatzentwicklung dürften die Abschreibungen sein. Durchschnittlich werden für Filme bei IM gleich im 1. Jahr Abschreibungen in Höhe von bis zu 85% nach US-GAAP-Standard vorgenommen. Der größte Teil der Umsätze läßt sich zwar im 1. Jahr generieren, die anderen Bereiche der Wertschöpfungskette kommen später zum Tragen. Ungefähr sechs Monate nach der Uraufführung kommt der Film in die Videotheken, sei es als VHS-Kassette oder vermehrt als DVD. Die nächsten sechs Monate bleiben dann dem Verkauf über den Handel vorbehalten. Innerhalb dieser Zeit ist schon eine Ausstrahlung über Pay-per-View möglich. Erst 18 Monate nach der Uraufführung steht der Film dem Pay TV zur Verfügung. Üblicherweise ist daher ein Film erst zwei bis drei Jahre später im Fernsehen zu sehen. Diesen generierten Umsatzerlösen stehen nur noch geringe Abschreibungen gegenüber, so daß das ganze Potential einer Lizenz erst längerfristig zum Tragen kommt. Die Gesellschaft lizenziert ihre Filme in der Regel über 7 bis 15 Jahre an andere Unternehmen, die die komplette Wertschöpfungskette der Filme ausnutzen.

Internationalmedia bekommt die Hälfte der Gewinne, die die lokalen Verleihpartner über die vereinbarten Vorverkaufsprovisionen plus einem Kostenzuschlag erzielen. Und das über die komplette lizenzierte Dauer. Anschließend fallen die Lizenzen wieder an IM zurück und stehen für die weitere Vermarktung zur Verfügung. Neben den eigentlichen Urheberrechten an dem Filmmaterial eröffnen sich für IM Internationalmedia Cross-Selling-Potentiale im Musikrechtebereich und über den Vertrieb von Merchandiseartikeln. Fast zu jedem Film wird ein Soundtrack produziert. Der Vorteil ist, daß die Marketingausgaben für einen Film einen positiven Effekt auf den Soundtrack haben. Für eine Produktion wird im Durchschnitt mit 30 bis 40 Mio. USD an Marketingausgaben kalkuliert. Jedoch ist eine Prognose, ob ein Musikstück ein Hit wird, schwer vorherzusagen. Daher plant die Gesellschaft diese auch nicht in die Umsatzerlöse mit ein. Genauso sieht es mit dem Merchandisinggeschäft aus. Falls sich ein Film für das Merchandisinggeschäft verwerten läßt, werden diese Rechte an andere Unternehmen weiterlizenziert, um einen Aufbau von eigenen Vertriebsunternehmen zu umgehen.


Unternehmensrisiken

Obwohl sich das Unternehmen in einem Wachstumsmarkt befindet, ist dies noch lange kein Garant für den Erfolg. Allein die großen Filmstudios mit ihrem wesentlich größeren Finanzbudget produzieren ihre Filme eigenständig und vermarkten diese auch selbst. IM ist sehr stark von seinen First-Look-Vereinbarungen abhängig. Auch wenn man momentan gute Produktionspartner gefunden hat, ist dies für die Zukunft nicht garantiert. Daneben besteht noch die Möglichkeit, sich freihandelnde Drehbücher zu beschaffen und diese anschließend produzieren zu lassen. Ebenso sind die anderen unabhängigen Filmproduktionsgesellschaften nicht untätig und immer auf der Suche nach einer guten Filmidee. Aufgrund der Marktattraktivität werden sich sicherlich einige der Produktionsgesellschaften schwerpunktmäßig auf dieselbe Geschäftsidee konzentrieren wie IM Internationalmedia. Der zukünftige Erfolg hängt wesentlich von den Fähigkeiten und dem Geschick des Vorstandes ab, neue interessante und weitreichende Partnerschaften mit unabhängigen Produktionsgesellschaften abzuschließen, und auch von dem weiteren Angebot an frei erwerbbaren Drehbüchern, um sich auch für die Zukunft die Lizenzrechte über alle Verwertungsstufen sichern zu können. Der bisherige Unternehmensverlauf zeigt jedoch, daß das Management diese Fähigkeiten besitzt.


Ergebnisentwicklung

Für das Jahr 1999 konnte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 115,7 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 11 Mio. Euro erwirtschaften, was nahezu einer Steigerung von 100% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für die Zukunft sind wir der Meinung, daß sich diese Tendenz, wenn auch nicht mehr in so starkem Maße, weiter fortsetzen wird. Bis Mitte diesen Jahres konnte das Unternehmen die bisherigen Erwartungen der Analysten übertreffen, da sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Halbjahr 1999 auf 52,7 Mio. Euro nahezu verdoppelten. Daher sehen wir bis Ende des Jahres einen Umsatz von 210 Mio. Euro mit einer Umsatzrendite von 7% als realistisch an, da das 2. Halbjahr saisonalbedingt das stärkere ist und noch sieben Filme bis Ende des Jahres in die Bilanz einfließen. Ein wichtiger Faktor, der für die Umsatzentwicklung ein große Rolle spielt, ist der Kurs des USD. Fast 90% der Umsätze werden im Ausland erzielt, vor allem in den USA mit einem Anteil von 34%. Neben den Umsätzen wird auch die Finanzierung der Filme auf USD-Basis durchgeführt.

Für die Bewertung legen wir einen Diskontierungsfaktor von 10% zugrunde, da alle Geschäfte auf USD-Basis einschließlich der Vorverkäufe abgeschlossen werden und das Management ein risikoaverses Geschäftsmodell gefunden hat, das die Gefahr eines schlechtlaufenden Filmes minimiert. Dieser Diskontierungsabschlag rechtfertigt sich auch durch die Tatsache, da IM das einzige Unternehmen seiner Art in Deutschland ist, das gleichzeitig im Nemax-50 notiert und zu den weltweit führenden Unternehmen seiner Branche zählt.

Für die Umsatzprognosen gehen wir für das Jahr 2001 von einer Steigerung von 25% aus. Diese resultiert aus der Zunahme der Veröffentlichungen von derzeit 10 auf 13 Filmen pro Jahr. Für das Jahr 2002 nehmen wir eine Steigerung von 40% bei 20 Filmen, die auf den Markt gebracht werden, an. Für die nächsten Jahre sinkt das Wachstum auf 10% bei gleichzeitigem Anwachsen der Umlaufrendite auf 17% p.a. Als ewiges Wachstum haben wir 3% angesetzt. Dies soll das stetige Marktwachstum wiederspiegeln, bei gleichzeitig konstanter Filmproduktion.

Ertragswerttabelle

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Ewige Rente
Umsatz (in Mio.) 210 273 382,2 496,9 621,1 745,3 857,1 942,8
Rendite 7,0% 12,0% 13,0% 15,0% 17,0% 17,0% 17,0% 17,0%
EpS 0,48 1,06 1,06 1,61 2,41 3,42 4,10 4,72 76,38
Fairer Wert bei Abzinsung der Gewinne mit 10%: 52,72´Euro
Der Ertragswert von Internationalmedia. Angaben in Euro.



Fazit

Ausgehend von der oben dargestellten positiven zukünftigen Marktentwicklung, dem risikoaversen Geschäftsmodell, der guten Positionierung und den hervorragenden Kontakten und Erfahrungen der Führungsriege, ist mit einer positiven Entwicklung der Gesellschaft zu rechnen. Gleichzeitig basiert unsere Prognose auf konservativen Annahmen. Da die Produktionskosten komplett über Vorverkäufe und Garantien abgesichert sind, steht der erwirtschaftete Gewinn komplett für Investitionen zur Verfügung. Dies könnte über den Erwerb von neuen Bibliotheken oder die Akquisition von anderen unabhängigen Filmverwertungsgesellschaften geschehen. Die konservative Planung der Umsatzentwicklung und der Ertragslage kann durch gut laufende Produktionen und Cross-Selling-Möglichkeiten, wie sie der Soundtrackbereich anbietet, übertroffen werden.

IM ist in Deutschland das einzige Unternehmen, das in diesem Geschäftsbereich tätig ist und schon seit Beginn seiner Geschäftstätigkeit schwarze Zahlen schreibt. Unternehmen, die am Neuen Markt bzw. im Nemax-50 notieren und gleichzeitig eine führende Rolle in Deutschland einnehmen, werden meistens an der Börse mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt, der bis zu 100% des fairen Wertes betragen kann. Dies könnte auch für IM Internationalmedia der Fall sein. Daher stufen wir IM Internationalmedia auf übergewichten.

Internationalmedia auf einen Blick

Internationalmedia auf einen Blick
Wertpapierkennummer 548880
Stärken Schwächen
Risikoaverses Geschäftsmodell Intensiver Wettbewerb
Gute Kontakte des Managements Abhängigkeit vom Produzenten
Positive Gewinnsituation
Liquidester Börsenplatz Frankfurt am Main
Letzter Kurs (13.10.00) 36,20 Euro
Internet www.internationalmedia.de
KGV 00 75,4 CAGR 02-04 47,57%
KGV 01 34,2 PEG-Ratio 01 0,72
KUV 00 5,3 Fairer Wert nach PEG 50,27 Euro
Analyse IM Internationalmedia

Entertainment/Merchandising


Film ab!

Die Zeit seit Februar diesen Jahres war für die meisten Medien- und Entertainmentwerte nicht berauschend. Der Index der Medien- und Entertainment-Titel hatte in der Spitze über 50% verloren. Auch wenn sich mittlerweile viele Werte wieder von den Tiefständen erholen konnten, scheint der Boom der vergangen Tage erst einmal vorbei. Während dieser für die Medienwerte ungünstigen Zeit kam Ende Mai IM Internationalmedia an den Neuen Markt. Seit dem 09. August zählt das Unternehmen zu den Nemax-50-Werten.


Unternehmensüberblick

Das Unternehmen wurde 1996 von Guy East, ehemaliger Chairman von Majestic Films, Nigel Sinclair, Gründer der Filmrechtekanzlei Sinclair Tenenbaum & Co. und dem Produzenten Moritz Bormann, Initiator des deutschen Filmproduktionsfonds IMF, gegründet. Alle drei Gründer können sich auf umfangreiche Erfahrungen in der Filmbranche stützen. Der Durchbruch gelang mit der Übernahme der Vertriebsrechte von Crocodile Dundee I+II und Der mit dem Wolf tanzt. Gleich im 1. operativen Geschäftsjahr konnten schwarze Zahlen geschrieben werden. IM Internationalmedia betätigt sich in München, London und Los Angeles als unabhängiges Unternehmen in der Filmverwertungsbranche.

Es zählt zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von qualitativ hochwertigen Filmen und Filmrechten. Die Copyrights für alle Stufen der Verwertungskette werden über ein internationales Vertriebsnetz mit lokalen Partnern in über 70 Ländern vermarktet.

Die eigentliche Produktion von Filmen wird aber von strategischen Partnern bzw. von namhaften Produzenten übernommen. IM stützt sich schwerpunktmäßig auf die Kinofilmindustrie, da dort das größte Potential liegt. Zu den größten Konkurrenten zählen daher auch die großen amerikanischen Studios wie Warner Brothers und Walt Disney. Daneben gibt es noch weitere unabhängige Filmverwertungsgesellschaften, die als Konkurrenten auftreten, wie Spy Glass, Summit oder Morgan Greek. Letztere sieht sich selbst als Hollywoods erfolgreichste unabhängige Filmproduktionsfirma und hat Filme wie z.B. Robin Hood - König der Diebe produziert.


Marktsituation

Der Markt für Kinofilme befindet sich seit Jahren im Aufschwung. Gerade in Europa gibt es ein enormes Wachstumspotential. Dies zeigt sich an den Prognosen der Kinobesucher. Während ein Deutscher nur durchschnittlich rund zweimal im Jahr ins Kino geht, ist dies bei den Amerikanern fünfeinhalbmal der Fall. Der deutsche Markt zählt nicht allein deshalb zu den interessantesten in Europa. Experten zufolge sollen sich die Pro-Kopf-Ausgaben für den Medienkonsum in den nächsten Jahren bis 2015 von derzeit 105 auf 220 DM pro Jahr mehr als verdoppeln. Dabei hat das Zeitalter von Pay-TV und Pay-per-View noch nicht einmal richtig begonnen. In den letzen Jahren konnte jährlich eine Umsatzsteigerung von 6,2% und ein Kinobesucheranwuchs von 6,7% erreicht werden. Dies verdeutlicht, daß die Steigerung der Umsätze vor allem auf das Anwachsen der Besucherzahl zurückzuführen ist. Anders sieht dies im amerikanischen Markt aus. Dort blieb die Besucherzahl konstant, die Umsätze wuchsen im gleichen Zeitraum mit durchschnittlich 7% p.a., was über Preissteigerungen der Kinokarten erreicht wurden. Nicht nur der Kinomarkt verspricht steigende Umsätze und damit Gewinne, sondern auch der Home Entertainment-Markt. Im Video/ DVD-Bereich wurden 1999 in Europa 12 Mrd. DM umgesetzt. Dieser Umsatz soll Schätzungen zufolge im Jahr 2003 auf bis zu 15,9 Mrd. DM ansteigen.


Kinofilm, Ein knappes Gut

Die rasant anwachsende Nachfrage nach neuen Filmen bringt aber auch Probleme mit sich. Weltweit werden ca. 2.000 Spielfilme produziert, von denen sich 300 weltweit vermarkten lassen. Die meisten dieser Filme stammen aus den USA oder England und machen ca. 80% der Umsätze an den Kinokassen aus. Aufgrund der hohen Produktionskosten für einen potentiellen Kassenknüller bzw. Blockbusterfilm stagniert die Anzahl der Produktionen der großen Studios wie Universal, Twentieth Century Fox oder Warner Brothers seit 1995 bei rund 210 bis 220 Titel pro Jahr. Diese haben, im Gegensatz zu IM Internationalmedia, den Nachteil der hohen Fix- bzw. Gemeinkosten. Bei IM fallen nur die Kosten an, die im direkten Zusammenhang mit der Filmproduktion entstehen, während in der produktionsfreien Zeit keine Kosten getragen werden müssen. Ein weiterer Punkt, der für ein ausreichendes Marktwachstum sorgen wird, sind die Distributionskosten, die in den nächsten Jahren enorm sinken werden. Dies kommt vor allem durch die großen Multiplex-Kinos, die zukünftige Vermarktung über Internet und durch den enormen Rückgang der Herstellungskosten bei der Umstellung von VHS auf DVD. Die Umstellung auf neue digitale Techniken wird eine weitere Erhöhung der Nachfrage mit sich bringen. Filme, die nicht auf 35 mm gedreht wurden, werden von der Auflösung her zu schlecht sein, um digital ausgestrahlt zu werden. Dies bedeutet eine Verknappung des bisherigen Angebots, einhergehend mit einer Preissteigerung für Filmlizenzen.


Strategie

Ausgehend von dieser Marktentwicklung richtet sich IM konsequent auf den Erwerb von Kinofilmen und Filmlizenzen aus. Ziel ist eine Steigerung des Bekanntheitsgrades, verbunden mit einem starken Markennamen sowie eine Stärkung der Stellung im weltweiten Geschäft als unabhängiges Unternehmen für die Verwertung von Spielfilmen. Die hohe Qualität ist dabei im wesentlichen von zwei Punkten abhängig: Eine guten Story, die den Geschmack der Kinobesucher trifft und von bekannten Schauspielern, die den Filmen meistens erst zum Durchbruch verhelfen. Hier liegt auch eine der Gefahren in dem Geschäft, das IM Internationalmedia betreibt. Vielfach ist vorher nicht zu erkennen, ob ein Film ein Kassenschlager wird oder nicht. Das Unternehmen hat jedoch eine gute Strategie gefunden, um dieses Risiko zu minimieren. Nach der Entwicklungsphase, noch vor der eigentlichen Produktion, werden die kompletten Produktionskosten über Vorverkäufe abgedeckt und das Produktionsvolumen von Kreditinstituten bereitgestellt. Die Banken besitzen kein Durchgriffsrecht auf die Gesellschaft, so daß IM Internationalmedia weitgehend das Risiko des Films abwälzen kann. Unternehmen, über die die Vorverkäufe abgewickelt werden, sind u.a. Helkon in Deutschland und in den USA die Major Studios. Bei den Vorverkäufen verpflichten sich die Unternehmen, den vertraglich vereinbarten Betrag zu bezahlen, unabhängig vom späterem Erfolg des produzierten Films. Die durchschnittlichen Produktionskosten belaufen sich auf 35 Mio. USD. Zu den direkten Produktionskosten zählen der Erwerb oder die Entwicklung eines Drehbuches, die Vergütung der Schauspieler, Drehortmieten und Spezialeffekte. Die Gefahr von Währungsrisiken wird dabei zum größten Teil umgangen, da grundsätzlich alle Geschäfte nur auf USD-Basis abgewickelt werden.


Ein erster Blick

Ein wichtiger Punkt, um an Kassenschlager oder Blockbuster zu kommen, sind First-Look-Vereinbarungen. Dabei bekommt IM das Recht, das Drehbuchmaterial exklusiv vor etwaigen Konkurrenten anzuschauen. Dann wird entschieden, ob die Finanzierung übernommen wird. Auf diese Weise kann sich IM die alleinigen Lizenzrechte sichern. In diesem Zusammenhang konnte die Gesellschaft mit wichtigen Produktionsgesellschaften First-Look-Vereinbarungen abschließen. Der neueste exklusive Deal mit Saturn Pictures wurde Ende August bekannt gegeben. Saturn Pictures ist die Gesellschaft des US-Schauspielers Nicolas Cage, der in Filmen wie Im Körper des Feindes oder 8 mm mitspielte. Jährlich sollen etwa zwei neue Filme mit einem Finanzierungsbudget von 30 bis 60 Mio. USD hergestellt werden. Eine andere Produktionsfirma, die als First-Look-Partner gewonnen werden konnte, ist Mark Johnson Production. Mark Johnson gehört mit zu den erfolgreichsten Produzenten in Hollywood, der durch Produktionen wie Rain Man mit Dustin Hoffmann und Tom Cruise oder mit Good Morning Vietnam große Erfolge einfahren konnte. Partnerschaften bestehen noch mit anderen großen Produktionsgesellschaften wie z.B. mit Fountainbridge Films, die von Sean Connery gegründet wurde und momentan zwei Filmen für Internationalmedia dreht. Des Weiteren bestehen noch Partnerschaften mit Scott Free Productions oder Tig Productions von Kevin Costner.


Filmbestand

Internationalmedia ist mittlerweile im Besitz von ca. 50 Filmen, die sich aus eigenen, erworbenen und betreuten Filmen zusammensetzen. Um den Umfang der Bibliothek auszuweiten, wurde im Mai 1999 die MEI Film Library mit 17 Titeln übernommen. Durch weitere Übernahmen von Filmbibliotheken soll das Angebot an hochwertigen und interessanten Filmen erweitert werden. Dieses Jahr sollen 10 eigene Filme hinzukommen. Drei Filme wurden bisher schon ausgeliefert. Allein durch die Auslieferung der Filme konnten die Umsatzerlöse für das 1. Halbjahr 2000 auf 52,7 Mio. Euro fast verdoppelt werden. Sieben weitere werden noch bis Ende des Jahres folgen. Der neueste Film, Nurse Betty, der in Cannes als bester Screenplay im Mai ausgezeichnet wurde, läuft derzeit im amerikanischen Kino. Der Film konnte an einem Septemberwochenende mit 7,3 Mio. USD das zweithöchste Einspielergebnis und das höchste Per-Screen Ergebnis einspielen. Das Per-Screen-Ergebnis gibt das Verhältnis der Einnahmen an den Kinokassen zu der Anzahl der verliehenen Filmrollen an. Für das nächste Jahr plant die Internationalmedia-Gruppe 13 Filme, danach sollen jährlich 20 Filme auf den Markt gebracht werden. Ein interessanter und wichtiger Aspekt für die zukünftige Umsatzentwicklung dürften die Abschreibungen sein. Durchschnittlich werden für Filme bei IM gleich im 1. Jahr Abschreibungen in Höhe von bis zu 85% nach US-GAAP-Standard vorgenommen. Der größte Teil der Umsätze läßt sich zwar im 1. Jahr generieren, die anderen Bereiche der Wertschöpfungskette kommen später zum Tragen. Ungefähr sechs Monate nach der Uraufführung kommt der Film in die Videotheken, sei es als VHS-Kassette oder vermehrt als DVD. Die nächsten sechs Monate bleiben dann dem Verkauf über den Handel vorbehalten. Innerhalb dieser Zeit ist schon eine Ausstrahlung über Pay-per-View möglich. Erst 18 Monate nach der Uraufführung steht der Film dem Pay TV zur Verfügung. Üblicherweise ist daher ein Film erst zwei bis drei Jahre später im Fernsehen zu sehen. Diesen generierten Umsatzerlösen stehen nur noch geringe Abschreibungen gegenüber, so daß das ganze Potential einer Lizenz erst längerfristig zum Tragen kommt. Die Gesellschaft lizenziert ihre Filme in der Regel über 7 bis 15 Jahre an andere Unternehmen, die die komplette Wertschöpfungskette der Filme ausnutzen.

Internationalmedia bekommt die Hälfte der Gewinne, die die lokalen Verleihpartner über die vereinbarten Vorverkaufsprovisionen plus einem Kostenzuschlag erzielen. Und das über die komplette lizenzierte Dauer. Anschließend fallen die Lizenzen wieder an IM zurück und stehen für die weitere Vermarktung zur Verfügung. Neben den eigentlichen Urheberrechten an dem Filmmaterial eröffnen sich für IM Internationalmedia Cross-Selling-Potentiale im Musikrechtebereich und über den Vertrieb von Merchandiseartikeln. Fast zu jedem Film wird ein Soundtrack produziert. Der Vorteil ist, daß die Marketingausgaben für einen Film einen positiven Effekt auf den Soundtrack haben. Für eine Produktion wird im Durchschnitt mit 30 bis 40 Mio. USD an Marketingausgaben kalkuliert. Jedoch ist eine Prognose, ob ein Musikstück ein Hit wird, schwer vorherzusagen. Daher plant die Gesellschaft diese auch nicht in die Umsatzerlöse mit ein. Genauso sieht es mit dem Merchandisinggeschäft aus. Falls sich ein Film für das Merchandisinggeschäft verwerten läßt, werden diese Rechte an andere Unternehmen weiterlizenziert, um einen Aufbau von eigenen Vertriebsunternehmen zu umgehen.


Unternehmensrisiken

Obwohl sich das Unternehmen in einem Wachstumsmarkt befindet, ist dies noch lange kein Garant für den Erfolg. Allein die großen Filmstudios mit ihrem wesentlich größeren Finanzbudget produzieren ihre Filme eigenständig und vermarkten diese auch selbst. IM ist sehr stark von seinen First-Look-Vereinbarungen abhängig. Auch wenn man momentan gute Produktionspartner gefunden hat, ist dies für die Zukunft nicht garantiert. Daneben besteht noch die Möglichkeit, sich freihandelnde Drehbücher zu beschaffen und diese anschließend produzieren zu lassen. Ebenso sind die anderen unabhängigen Filmproduktionsgesellschaften nicht untätig und immer auf der Suche nach einer guten Filmidee. Aufgrund der Marktattraktivität werden sich sicherlich einige der Produktionsgesellschaften schwerpunktmäßig auf dieselbe Geschäftsidee konzentrieren wie IM Internationalmedia. Der zukünftige Erfolg hängt wesentlich von den Fähigkeiten und dem Geschick des Vorstandes ab, neue interessante und weitreichende Partnerschaften mit unabhängigen Produktionsgesellschaften abzuschließen, und auch von dem weiteren Angebot an frei erwerbbaren Drehbüchern, um sich auch für die Zukunft die Lizenzrechte über alle Verwertungsstufen sichern zu können. Der bisherige Unternehmensverlauf zeigt jedoch, daß das Management diese Fähigkeiten besitzt.


Ergebnisentwicklung

Für das Jahr 1999 konnte das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 115,7 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 11 Mio. Euro erwirtschaften, was nahezu einer Steigerung von 100% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für die Zukunft sind wir der Meinung, daß sich diese Tendenz, wenn auch nicht mehr in so starkem Maße, weiter fortsetzen wird. Bis Mitte diesen Jahres konnte das Unternehmen die bisherigen Erwartungen der Analysten übertreffen, da sich die Umsatzerlöse gegenüber dem Halbjahr 1999 auf 52,7 Mio. Euro nahezu verdoppelten. Daher sehen wir bis Ende des Jahres einen Umsatz von 210 Mio. Euro mit einer Umsatzrendite von 7% als realistisch an, da das 2. Halbjahr saisonalbedingt das stärkere ist und noch sieben Filme bis Ende des Jahres in die Bilanz einfließen. Ein wichtiger Faktor, der für die Umsatzentwicklung ein große Rolle spielt, ist der Kurs des USD. Fast 90% der Umsätze werden im Ausland erzielt, vor allem in den USA mit einem Anteil von 34%. Neben den Umsätzen wird auch die Finanzierung der Filme auf USD-Basis durchgeführt.

Für die Bewertung legen wir einen Diskontierungsfaktor von 10% zugrunde, da alle Geschäfte auf USD-Basis einschließlich der Vorverkäufe abgeschlossen werden und das Management ein risikoaverses Geschäftsmodell gefunden hat, das die Gefahr eines schlechtlaufenden Filmes minimiert. Dieser Diskontierungsabschlag rechtfertigt sich auch durch die Tatsache, da IM das einzige Unternehmen seiner Art in Deutschland ist, das gleichzeitig im Nemax-50 notiert und zu den weltweit führenden Unternehmen seiner Branche zählt.

Für die Umsatzprognosen gehen wir für das Jahr 2001 von einer Steigerung von 25% aus. Diese resultiert aus der Zunahme der Veröffentlichungen von derzeit 10 auf 13 Filmen pro Jahr. Für das Jahr 2002 nehmen wir eine Steigerung von 40% bei 20 Filmen, die auf den Markt gebracht werden, an. Für die nächsten Jahre sinkt das Wachstum auf 10% bei gleichzeitigem Anwachsen der Umlaufrendite auf 17% p.a. Als ewiges Wachstum haben wir 3% angesetzt. Dies soll das stetige Marktwachstum wiederspiegeln, bei gleichzeitig konstanter Filmproduktion.

Ertragswerttabelle

2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 Ewige Rente
Umsatz (in Mio.) 210 273 382,2 496,9 621,1 745,3 857,1 942,8
Rendite 7,0% 12,0% 13,0% 15,0% 17,0% 17,0% 17,0% 17,0%
EpS 0,48 1,06 1,06 1,61 2,41 3,42 4,10 4,72 76,38
Fairer Wert bei Abzinsung der Gewinne mit 10%: 52,72´Euro
Der Ertragswert von Internationalmedia. Angaben in Euro.



Fazit

Ausgehend von der oben dargestellten positiven zukünftigen Marktentwicklung, dem risikoaversen Geschäftsmodell, der guten Positionierung und den hervorragenden Kontakten und Erfahrungen der Führungsriege, ist mit einer positiven Entwicklung der Gesellschaft zu rechnen. Gleichzeitig basiert unsere Prognose auf konservativen Annahmen. Da die Produktionskosten komplett über Vorverkäufe und Garantien abgesichert sind, steht der erwirtschaftete Gewinn komplett für Investitionen zur Verfügung. Dies könnte über den Erwerb von neuen Bibliotheken oder die Akquisition von anderen unabhängigen Filmverwertungsgesellschaften geschehen. Die konservative Planung der Umsatzentwicklung und der Ertragslage kann durch gut laufende Produktionen und Cross-Selling-Möglichkeiten, wie sie der Soundtrackbereich anbietet, übertroffen werden.

IM ist in Deutschland das einzige Unternehmen, das in diesem Geschäftsbereich tätig ist und schon seit Beginn seiner Geschäftstätigkeit schwarze Zahlen schreibt. Unternehmen, die am Neuen Markt bzw. im Nemax-50 notieren und gleichzeitig eine führende Rolle in Deutschland einnehmen, werden meistens an der Börse mit einem Bewertungsaufschlag gehandelt, der bis zu 100% des fairen Wertes betragen kann. Dies könnte auch für IM Internationalmedia der Fall sein. Daher stufen wir IM Internationalmedia auf übergewichten.

Internationalmedia auf einen Blick

Internationalmedia auf einen Blick
Wertpapierkennummer 548880
Stärken Schwächen
Risikoaverses Geschäftsmodell Intensiver Wettbewerb
Gute Kontakte des Managements Abhängigkeit vom Produzenten
Positive Gewinnsituation
Liquidester Börsenplatz Frankfurt am Main
Letzter Kurs (13.10.00) 36,20 Euro
Internet www.internationalmedia.de
KGV 00 75,4 CAGR 02-04 47,57%
KGV 01 34,2 PEG-Ratio 01 0,72
KUV 00 5,3 Fairer Wert nach PEG 50,27 Euro
KGV 01 4,1 Fairer Wert nach Ertragswert 52,72 Euro
Unser Urteil übergewichten


Matthias Grau

(c) 2000 Performaxx AG

Unser Urteil übergewichten


Matthias Grau

(c) 2000 Performaxx AG
16.10.2000 Internationalmedia übergewichten Performaxx
12.10.2000 InternationalMedia kaufen BBBank
06.09.2000 Internationalmedia kaufen Platow Brief
25.08.2000 Internationalmedia kaufen Platow Brief
23.08.2000 Internationalmedia "First Look Deal" Ad hoc
14.08.2000 Internationalmedia kaufen Platow Brief
14.08.2000 Internationalmedia kaufen Aktienforum-Inter.net
11.08.2000 Internationalmedia 1.Hj. positiv aktiencheck.de
11.08.2000 Internationalmedia Umsatzsteigerung Ad hoc
11.08.2000 Internationalmedia steigert Umsatz und Ergebnis ADX
28.07.2000 Internationalmedia kaufen Platow Brief
27.07.2000 Internationalmedia überleg. Konzept AC Research
27.07.2000 Internationalmedia Personalie Ad hoc
27.07.2000 Internationalmedia kaufen Neuer Markt Inside
14.07.2000 InternationalMedia kaufen Der Aktionär
03.07.2000 Internationalmedia kaufen DG Bank
28.06.2000 Internationalmedia First Look Deal Ad hoc



usw. usw. usw.......


Jetzt klarer Kauf. In 4 Wochen kommen Zahlen.
Bei 37,50 gibt die keiner mehr und bei steigender Börse gibt es Kaufpanik, wie am Freitag !!

:laugh:
Jaja...hab am Freitag auch noch mal nachgefasst und hab mich dann über den Schlusskurs sehr gefreut :D
Aber ich bin überzeugt, dass es (hoffentlich) bald und dann auch kontinuierlich nach oben geht!

Egger1000
Die Medienwerte am Neuen Markt haben am Freitag am deutlichsten zugelegt. Demzufolge sind sie von den Gewinnmitnahmen heute auch am deutlichsten betroffen.

IEM wird seinen Weg in Richtung Norden machen.
Würde mich nicht wundern, wenn wir heute (wie Freitag) wieder über 40 E schließen.

Ludwig
Hi,
der Nemax ist heute ja schön im Plus. Das wird sicher auch InternationalMedia wieder nach oben ziehen. Nach so vielen Kaufempfehlungen sollten wir die 40 € bald wieder erreichen können.
Gruß Jo
Hi,
Intermedia ist total unterbewertet. Ich kann es nicht glauben, Empfehlungen ohne Ende und der Kurs dümpelt zwischen 37 und 38 €.
Gruß Einstein
@Einstein,
Anfang November werden die Unternehmenszahlen veröffentlicht. Die werden mit Sicherheit ausgezeichnet sein. Bis dahin wirst Du Dich noch gedulden müssen.
Gruß Tommy
So wie ich das bis jetzt beobachtet habe, trennt sich einer in 500-Blöcken von seinem IE-Bestand, aus welchem Grund auch immer. Es macht allerdings mehr den Eindruck, als ob er sich an SL (36 von Förtsch???) heranarbeiten will, um noch mal eine Verkaufswelle auszulösen. Was anderes fällt mir nicht ein, nach meiner Kenntnis gibt es keine Bad News.
Ciao
Hi,
der Markt wird sich wieder erholen und gute Werte wie InternationalMedia werden davon profitieren. Die Börse ist keine Einbahnstraße. Nächsten Monat bekommst Du IntenationalMedia nicht mehr unter 40 €.
MfG
Hi,
Förtsch`s SL bezieht sich auf den Schlusskurs. Und 500- Blöcke sind nun wirklich nichts besonderes. Man konne das eigentlich täglich beobachten.
Gruß Jo
Ich verstehe die Kursentwicklung von IM auch nicht. Im Moment werden die Medienwerte ohne offensichtliche Gründe vernachlässigt um im Herbst/Winter wieder eine Auferstehung zu erleben. Jedes Jahr das gleiche Spiel. Die Kunst ist vorher aufzuspringen, bevor die Empfehlungen kommen und alle den Kursen nachrennen. Das gleiche passiert übrigens auch bei Highlight Comm.

mfg AmM
Meine Bedenken sind eher folgender Natur:

Wie kann sich ein "Kleinanleger" noch vor derartigen negativen Kursbeinflussungen sicher sein, wenn die großen institutionellen wie Fonds permanent mitmischen und die Kurse für sich steuern ?

Servus
Gerade war IM im XETRA sogar im Plus. Jetzt geht es aber wieder etwas runter. Mit welchen Aktionen könnte das zusammenhängen ?

Servus
Warum seid Ihr Euch eigentlich so sicher, dass gute Q3-Zahlen IM nachhaltig auf die Sprünge helfen werden ? In erster Linie dürfte die weitere Entwicklung von der Performance des Gesamtmarktes abhängen. Gehen wir hier (was ich natürlich nicht hoffe, aber auch nicht ausschliessen kann) im Sog der Nasdaq nochmal kräftig runter, werden wahrscheinlich selbst beste Zahlen kaum den Kurs aus dem Keller hieven, weil positive Nachrichten in der Baisse oft ignoriert werden.
Aus meinem Posting im Brainpool Thread......


Dieser Thread hat mich erhrlich gesagt verunsichert.
Ich habe mich an die IR Abteilung gewandt. Das Mail dass ich zurückerhierlt bestärkt mich in meiner Meinung:
BP ist bei den momentanen Kursen ein absoluter Kauf.
(im Moment steigt sie gerade aus dem absoluten Loch (+11%)
Bin überzeugt, International Media wird kurzfristig über die 40 kommen


Sehr geehrter Herr,
wir bedanken uns für Ihr Interesse an unserem Unternehmen.
Die Kursentwicklung unserer Aktie ist insbesondere seit Freitag, dem 6.10.00,
geprägt von den Turbulenzen um die Aktie der EM.TV AG. Fast alle Unternehmen des
Nemax Media & Entertainment Indexes wurden von der Meldung der EM.TV AG,
dass man sich bei der Konsolidierung der jüngsten Akquisitionen verrechnet habe,
mit in die Tiefe gezogen. Aus Finanzkreisen
ist zu hören, dass insbesondere ausländische institutionelle Anleger
verunsichert seien und ihre Aktien unlimitiert verkaufen. Leider können wir als
einzelnes Unternehmen nichts gegen diese allgemein schlechte Marktverfassung,
man spricht auch vonSalami-Crash, unternehmen.
Rein fundamental gibt es keine Begründung für die schlechte Performance unserer
Aktie. Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Umsatz- und Ertragsplanungen für
dieses Jahr erreichen werden. Wir gehören nicht zu den Unternehmen, die ihre
überschwenglichen Prognosen in Gewinnwarnungen umtauschen müssen. Eine ehrliche
und vertrauensvolle Kommunikation mit dem Finanzmarkt und unseren Anlegern ist
uns sehr wichtig.
Unsere Aktie konnte sich in den letzten zwei Tagen bei hohen Umsätzen behaupten.
Wir sind der Auffassung, dass der Boden der Kursverluste nun erreicht ist.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
--Ute Krippendorf
Brainpool TV AG
Investor Relations

ddiddl@hotmail.com
LOCKUP-frist bei im internationalmedia
läuft aus.

18.11.2000 IM Internationalmedia AG

http://nachrichten.boerse.de/lockup.php3
HAHAHA

Erst lesen dann mailen. Diese Vorgehensweise hat schon so manchem geholfen. Lock-UP-Frist 6+12= 18.11.2001.


Kannste bei IM auf der homepage nachlesen
Gab es nicht teilweise noch längere lock-up Fristen bei IEM. Meines Wissens hatten sich einige Aktionäre noch längere Fristen auferlegt?


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