WMF, die vergessene Perle - 500 Beiträge pro Seite (Seite 2)


WMF
ISIN: DE0007803009 | WKN: 780300
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Antwort auf Beitrag Nr.: 32.433.617 von O3_2011 am 15.11.07 09:43:44Ich denke auch eher an eine Div.erhöhung; soo einfach ist das Heuschreckengeschäft nun wohl schon generell nicht mehr, als dass man dort auf finanzielle Darreichungen zugunsten vermeintlicher Aktionärsvergraulung verzichten kann. Die dafür anfälligen Aktionäre dürften sich ohnehin wohl schon verabschiedet haben, sieht man mal die Kursentwicklung der letzten Monate.

Im übrigen bewegt sich der WMF-Vorstand gegenüber den außenstehenden WMF-Kapitaleignern ohnehin auf recht(lich) dünnem Eis, wie in diesem Thread dargelegt wurde.

Die Zahlen sind auch mE. recht ordentlich, zumal wenn man bedenkt, dass die WMF-Shops (zumindest in D und K) zzt. umstrukturiert und im Zuge dessen reihenweise Räumungssonderangebote lanciert werden; offensichtlich einigermaßen ergebnis-(/margen-)unschädlich.

investival
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.448.131 von investival am 16.11.07 10:07:50zzt. = mein Kenntnisstand von vor einigen Wochen; möglich, dass das inzwischen gegessen ist.
"18. November 2007, 04:00 Uhr
Von Peter Schelling
Zahl der Woche
5 644 000
Töpfe und Pfannen gingen im ersten Halbjahr über die Ladentische. Eine schlechte Nachricht für Gastwirte
Gaststätten und Restaurants in Deutschland haben wieder allen Grund zur Klage. Der September ist katastrophal gelaufen, der Umsatz ging um real 7,9 Prozent zurück, was Branchenexperten auf Inflationsangst und andere schlechten Nachrichten zurückführen. Die Wirte waren jedenfalls überrascht.
Das hätte nicht sein müssen, denn ein zuverlässiger Vorbote hatte die Entwicklung angekündigt. Im ersten Halbjahr kauften Deutschlands Verbraucher zusammengerechnet 5,644 Millionen Töpfe und Pfannen und bescherten diesem Gewerbe einen sehr großen Zuwachs von 4,2 Prozent. Dies in Zeiten, in denen geburtenschwache Jahrgänge ihre Aussteuer sammeln. Das lässt nur einen Schluss zu: Auch viele ältere Semester läuten eine neue Phase der Innerlichkeit ein. Töpfe und Pfannen braucht ja in aller Regel nur, wer selber kocht, und das geschieht im Regelfall in den eigenen vier Wänden.
Dorthin werden ja sowieso ganze Gruppen von Kneipenbesuchern getrieben. Das Rauchverbot, bislang erst in zwei Bundesländern gültig, ist in der Schreckensstatistik der Gastwirte noch nicht einmal erfasst. Gilt es bundesweit, wird die Zahl der Selbstversorger noch einmal steigen. Was dort ein Jammer, ist des Pfannenschmieds Glück. Fissler, WMF und Artgenossen stehen vor einer güldenen Zukunft. Wirt indes deucht ein Beruf ganz ohne Hoffnung."

http://www.welt.de/wams_print/article1374851/5_644_000.html
"18. November 2007, 04:00 Uhr
Von Birger Nicolai
Waffelbäcker gegen Kaffeeröster
Tchibo steht vor Gericht, weil ein Mittelständler dem Konzern Plagiate bei Waffeleisen vorwirft - ein weiterer spektakulärer Fall nach Querelen mit dem Kopfhörerhersteller Sennheiser

In einem test schwärmt die "Bild der Frau" in höchsten Tönen von dem Backapparat. "Technisch lässt das Waffeleisen keine Wünsche offen. Dank der schweren Backplatten sind die Waffeln ruck, zuck fertig und schön gleichmäßig gebräunt", schreiben die Tester über ein Modell der Firma Cloer. Ganz ähnlich müssen das auch die Küchenspezialisten von Tchibo gesehen haben, als sie ein Waffeleisen von Cloer in ihr Sortiment aufnahmen. Es war eine Zusammenarbeit von kurzer Dauer. Ein Jahr später treffen sich Tchibo und Cloer nun wieder - vor Gericht.

Der Familienbetrieb aus Arnsberg im Sauerland wirft dem Hamburger Konzern vor, dass er ein Waffeleisen abgekupfert habe. Dabei steht Achim Cloer, Inhaber und Geschäftsführer der Firma, nicht allein da. Tchibo sei der schlimmste Chinese, wenn es um Plagiate gehe, wettern immer mehr deutsche Mittelständler - Sennheiser, Alfi, WMF, Koziol oder jetzt Cloer. Allesamt werfen sie Tchibo vor, skrupellos und mit System vorzugehen.

Zuerst komme Tchibo auf einen Mittelständler zu und schlage eine Zusammenarbeit vor. Dann biete der Kaffeeröster Originalgeräte dieser Firma in ausgewählten Filialen an. "Tchibo hält uns gewissermaßen den Wurm vor die Nase und ködert uns mit der Aussicht, hohe Stückzahlen zu verkaufen", berichtet Cloer. Am Ende heiße es bei Tchibo: Ihr seid zu teuer, das Gerät lässt sich bei uns nicht absetzen.

Als Achim Cloer dann aber im März 2006 bei Tchibo ein Waffeleisen der Hausmarke TCM im Regal fand, das einem seiner Geräte täuschend ähnlich sah, war er entsetzt. Das schmucke Teil kostete nämlich günstige 17,99 Euro, etwa halb so viel wie ein vergleichbares Cloer-Waffeleisen. "Hier werden Mittelständler ausgehorcht", sagt Cloer. Dann hole Tchibo sich ähnliche Geräte bei billigen Herstellern in Fernost.

"Wir sehen in dem Waffelautomaten, den Tchibo angeboten und verkauft hat, wesentliche Elemente in der Funktion und im Design unserer eigenen Produkte", behauptet Cloer. Schlimm daran sei, dass diese Geräte dem Vergleich mit dem Original nicht standhielten: "Wir würden solch einen Apparat nicht bauen. Die Qualität des Backergebnisses ist nicht erträglich. So etwas würden wir nie verkaufen", sagt er. Seine Befürchtung: Da sich das Original und das angeblich minderwertige Tchibo-Produkt so stark ähnelten, leide Cloers guter Ruf.

Tchibo streitet die Vorwürfe als unberechtigt ab, ist in dem Fall ansonsten aber wenig auskunftsfreudig: "Ja, es wird darüber verhandelt. Zu laufenden Verfahren sagen wir jedoch nichts", heißt es. Außerdem werde das Waffeleisen, um das es gehe, gar nicht mehr verkauft.

Jetzt treffen sich die Parteien vor Gericht. Am nächsten Dienstag um 13 Uhr wird Cloer im Saal 235 des Kölner Landgerichts auf die Anwälte von Tchibo stoßen. Für den Tag hat Richter Georg Schwitanski einen Gütetermin angesetzt. Er hofft auf eine außergerichtliche Einigung zwischen den Parteien. Streit vor Gericht ist bei Cloer eine Ausnahme. "Wir sind eigentlich sehr umgänglich", sagt der Chef. Seit 109 Jahren stellt die Arnsberger Familienfirma Elektrogeräte her. Heute ist sie Marktführer in Deutschland bei Waffeleisen, Toastern und Elektrogrills. Entwickelt wird selbst, produziert in Europa und Fernost. Das Geschäft ist auskömmlich, aber nicht gewaltig.

Unabhängig vom Fall Tchibo fordern Juristen einen besseren Schutz gegen Fälscher und Kopisten. "Der rechtliche Schutz der Hersteller gegen Nachahmer reicht in Deutschland nicht aus", sagt Christopher Scholz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer im Markenverband. Der Lobbyist setzt sich beim Bundesgerichtshof dafür ein, dass die vorhandenen Schutzrechte und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb stärker im Sinne der mittelständischen Hersteller angewandt werden. Marken-Fachmann Scholz prangert an, dass einige Handelsketten das Design erfolgreicher Produkte systematisch nachahmten, um von deren gutem Ruf zu profitieren. "Händler wie Tchibo testen immer wieder die Grenzen des Zulässigen aus", berichtet der Jurist.

Tchibo kennt das Problem. Zuletzt gab es Verstimmungen zwischen Sennheiser und dem Kaffeekonzern. Ein zusammenklappbarer Kopfhörer von Tchibo für knapp sechs Euro sah einem Sennheiser-Modell täuschend ähnlich. Auf das aber besaßen die Entwickler der renommierten Hi-Fi-Firma aus Niedersachsen ein Patent.

Sennheiser erwirkte im März 2006 vor dem Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung und stoppte den Verkauf bei Tchibo. Als Tage später dennoch Geräte in Tchibo-Läden auftauchten, räumten Polizeifahnder das Hauptlager des Kaffeerösters in Bremen. Rund 47 000 der beanstandeten Kopfhörer wurden konfisziert.

Der Fall ging vor Gericht. Man habe nicht gedacht, dass sich ein so angesehenes deutsches Unternehmen wie Tchibo dem Vorwurf der Produktpiraterie aussetze, ließ seinerzeit Sennheiser-Chef Rolf Meyer durchblicken. Vier bis fünf Jahre habe sein Unternehmen für die Entwicklung gebraucht.

Seither ist es still geworden um Sennheiser und den Streit mit Tchibo. Von dem Gerichtsverfahren war nichts mehr zu lesen. "Wir wollen nicht, dass das in der Öffentlichkeit erscheint", beantwortet Firmensprecherin Edelgard Marquardt die Frage, wie denn das Ganze nun ausgegangen sei. "Wir haben uns einvernehmlich mit Tchibo geeinigt. Darüber haben wir aber Stillschweigen vereinbart", sagt die Sprecherin. Das alles lässt vermuten, dass sich Sennheiser mit dem Tchibo-Management wegen des angeblich in die Millionen Euro gehenden Schadens auf einen finanziellen Ausgleich geeinigt hat.

Kämpfen Mittelständler also in erster Linie gegen Tchibo, um ihre Kasse aufzufüllen? Das weist Achim Cloer von sich. "Tchibo spekuliert zwar darauf, dass wir das nicht durchhalten werden. Aber wir werden nicht klein beigeben", sagt er. Zwei Aktenordner fasst der Fall bereits. Cloer hofft, dass Richter Schwitanski zu seinen Gunsten entscheidet. "Wenn wir damit keinen Erfolg haben sollten, dann verstehe ich die Welt nicht mehr."

Wer sich mit Unternehmen wie Tchibo anlegt, braucht allerdings ein dickes Fell und ein gefülltes Bankkonto. Der Konzern verkauft seine Gebrauchswaren in rund 1000 Filialen und rund 50 000 Depots im Einzelhandel. Da kommen hohe Stückzahlen zustande. Die Menge der verkauften Geräte bestimmt den Streitwert vor Gericht. Deshalb riskieren Firmengegner von Tchibo, dass sie hohe Kosten tragen müssen, wenn sie verlieren.

Allerdings können Hersteller wie Cloer auch vorbeugen. "Es ist ganz wichtig, dass diese Firmen Rechte an ihren Geräten besitzen. Das müssen nicht gleich Patente sein. Auch der sogenannte Geschmacksmusterschutz kann hier ausreichen", sagt Andrea Jaeger-Lenz, Anwältin der Kanzlei Latham & Watkins. Dann steigen die Chancen vor Gericht.

Tchibo selbst geht gegen Nachahmer gnadenlos vor. Als sich vor drei Jahren ein italienisches Restaurant in Berlin den Namen "cibo matto" gab, klagte der Kaffeekonzern. Jetzt heißt das Lokal "C. Matto". Die Begründung dafür steht im Internet: "Ehemals Cibo Matto, italienisch für "verrücktes Essen", aber ausgesprochen wie ein bekannter deutscher Kaffeeröster, der hier per Gericht eine Namensänderung erzwang". Zumindest den Schutz der eigenen Marke nehmen die Tchibo-Manager bitterernst."

http://www.welt.de/wams_print/article1374793/Waffelbcker_geg…
Heute mal beide Gattungen im Plus. Dabei gibt es Nebenwerte heute mit Rabatt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 32.755.461 von pantarhei am 13.12.07 15:56:39es soll gestern etwas auf Bloomberg gekommen sein. Ich habe es aber nicht gesehen.
Ich habe heute meinen WMF-Vz Bestand komplementiert! Falls sich in den nächsten Tagen kein reizvoller Kursrückgang mehr ergibt, liegt mein break even bei 19,25 Euro (ohne bisher erhaltene Dividenden). :)
ich habe meinen Bestand an WMF-Vorzügen veräußtert. Ich kann steuerlich auch mal ein paar Verluste brauchen, die ich mit Gewinnen verrechnen kann.

Ich habe das Geschäft von WMF auch noch nicht genügend verstanden. Die Schwankungen beim Projektgeschäft sind mir zu undurchsichtig.
Das könnte evt. das WMF-Geschäft beleben ... die deutschen McCafé-Maschinen wurden von WMF geliefert ...


Kaffeebars
McDonald's attackiert Starbucks - dort wechselt jetzt der Chef

Von Norbert Kuls, New York

In Deutschland und anderen Ländern hat McDonald's Kaffeetheken unter dem Namen McCafé schon ausgiebig getestet.

08. Januar 2008 In der amerikanischen Schnell-Gastronomie steht ein Kampf zweier Giganten bevor. Die größte amerikanische Schnellrestaurantkette McDonald's Corp. will auf dem Heimatmarkt in ihren fast 14.000 Filialen Kaffee-Bars einrichten, in denen Kunden Espresso und Milchkaffee konsumieren können. McDonald's, die bisher in Amerika zumeist nur regulären Filter-Kaffee im Angebot hatten, greift damit den amerikanischen Marktführer unter den Kaffeehaus-Ketten, Starbucks Corp., frontal an.

Dort wechselt unterdessen überraschend die Führung. Starbucks-Gründer Howard Schultz übernimmt selbst wieder den Chefsessel. Wie das Unternehmen mitteilte, verließ der bisherige Konzernchef Jim Donald die Kette. Schultz wolle nun schlecht laufende Läden schließen und weniger neue Filialen öffnen, hieß es. Craig Weatherup aus dem Ausschuss zur Unternehmensführung im Verwaltungsrat sagte, Schultz sei als „Architekt von Starbucks“ am besten dafür geeignet, Innovationen im Interesse der Kunden vorzunehmen.

Zusätzliche Milliarde mit McDonald's-Kaffee

Bei McDonald's wiederum herrscht Aufbruchstimmung in Sachen Koffein. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung „Wall Street Journal“ rechnet der Konzern aufgrund seiner Initiative mit einem zusätzlichen Umsatz von 1 Milliarde Dollar im Jahr. Derzeit setzt der Konzern im Jahr knapp 22 Milliarden Dollar um. In Deutschland und anderen Ländern hat McDonald's derartige Kaffeetheken unter dem Namen McCafé bereits ausgiebig getestet. Den ersten Schritt in diesen Markt machte McDonald's 1993 in Australien. In Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 300 McCafés.

Auch in den Vereinigten Staaten gibt es schon seit sechs Jahren separate McCafés, wo Kunden von McDonald's Cappucino und Plätzchen kaufen konnten. Aber das Konzept kam in Amerika bisher nicht an, weil McDonald's zwei Drittel der Umsätze mit Kunden macht, die ihre Hamburger am Autofenster der Restaurants, den sogenannten Drive-Throughs, kaufen. Und bisher brachten Amerikaner McDonald's nicht mit Espresso in Verbindung.

Früher völlig andere Marktsegmente

Eine Konfrontation zwischen Starbucks und McDonald's wäre daher vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Die Unternehmen bewegten sich in völlig unterschiedlichen Marktsegmenten. Der Hamburgerbräter McDonald's bietet Massenware zu günstigen Preisen. Ein normaler Kaffee kostet dort nicht mehr als einen Dollar. Starbucks dagegen hat in Amerika Milchkaffees zum Preis von rund vier Dollar hoffähig gemacht. In den vergangenen Jahren haben sich die beiden Ketten aber etwas aufeinander zubewegt. McDonald's hat seine Innenausstattung und die Qualität seines Filterkaffees erhöht, während die rapide wachsende Starbucks-Kette heiße Frühstück-Sandwiches ins Sortiment genommen hat. Zudem müssen auch Kunden von Starbucks in bestimmten Filialen nicht mehr aus dem Auto aussteigen, sondern können ihren Milchkaffee am Drive-Through-Fenster bestellen und abholen.

Der Angriff der wieder erstarkten McDonald's-Kette erfolgt in einer Schwächephase von Starbucks. McDonald's befindet sich im sechsten Jahr einer erfolgreichen Sanierung. Starbucks geriet nach Jahren starker Gewinnentwicklung indes ins Straucheln. Während der Aktienkurs von McDonald's 2007 um 31 Prozent gestiegen ist, hat sich der Aktienkurs von Starbucks um 48 Prozent ermäßigt.

Hohes Tempo, wenig Atmosphäre

Howard Schultz, Verwaltungsratschef von Starbucks und Antreiber der Expansion in den vergangenen Jahren, hatte Cappucinos und Espressos in den Vereinigten Staaten populär gemacht. Inspiriert von Espressobars in Italien wollte er die Kaffeehäuser als Platz etablieren, wo sich Menschen zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrem Zuhause tummeln. Er wollte einen Teil der Romantik europäischer Cafés nach Amerika exportieren. Aber selbst Schultz hat mittlerweile erkannt, dass die rapide Expansion auf Kosten der Atmosphäre geht. Vor knapp einem Jahr hatte Schultz in einem Brief an die Geschäftsführung daher eine Rückkehr zu den Wurzeln des Unternehmens gefordert. In seinem flammenden Appell bemängelte Schultz, dass die rasche Expansion zu einer „Verwässerung“ des Erlebnisses für die Kunden geführt habe und der Kaffee Marke Starbucks zu einer „Massenware“ zu werden drohe.

Schultz nannte die Inneneinrichtung der Filialen als Beispiel. Zwar sei eine Vereinheitlichung des Designs nötig gewesen, um bei den Kosten für die Expansion Größenvorteile zu erzielen. „Aber ein Ergebnis davon ist, dass unsere Filialen nicht mehr die Seele der Vergangenheit haben. Sie machen den Eindruck einer Kette und verbreiten nicht das warme Gefühl eines heimeligen Ladens“, schrieb Schultz damals. Auch sei die Umstellung auf automatische Espressomaschinen auf Kosten der Atmosphäre gegangen. Das Tempo sei zwar erhöht worden, aber die „Romantik und das Theater“ der alten Maschinen sei verloren gegangen.

Dämpfer für Starbucks

Der schonungslose Brief von Schultz hatte für großes Aufsehen gesorgt. Denn das Unternehmen schien vor einem Jahr noch in ausgezeichneter Verfassung zu sein. Der Umsatz war um 22 Prozent auf knapp 8 Milliarden Dollar gestiegen, und das Expansionstempo schien anhaltend hoch. Nur wenige Monate später gab es schon den ersten Dämpfer für Starbucks. Die Zahl der Kunden in den Filialen auf dem amerikanischen Heimatmarkt war im dritten Quartal erstmals geschrumpft. Zudem nahm Starbucks die Prognosen für dieses Jahr zurück. Auch drosselte der Konzern, der 15.000 Filialen - davon mehr als 10.000 in den Vereinigten Staaten - betreibt, seine Expansionspläne.

Der inzwischen abgetretende Starbucks-Chef Donald hatte die Schwäche mit der stärker als erwarteten Zurückhaltung der Verbraucher begründet. Die Haushaltskassen der amerikanischen Verbraucher sind wegen der Immobilienkrise und der gestiegenen Benzinpreise nicht mehr so gut gefüllt wie früher. Das ist möglicherweise aber nicht der einzige Grund. Analysten waren überzeugt, dass auch die Konkurrenz von McDonald's oder der Donut-Kette Dunkin' Donuts Starbucks unter Druck setzt. Die hatten das Geschäft mit qualitativ hochwertigem Kaffee bereits forciert, blieben bei den Preisen aber unter Starbucks. Zu allem Unglück hatte auch noch das Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ nachgelegt. Das Magazin unterzog im vergangenen Februar verschiedene Filterkaffees einem Geschmackstest - und das Gebräu von McDonald's schnitt besser ab als das von Starbucks.



Text: F.A.Z., 08.01.2008, Nr. 6 / Seite 14
@ Joschka

Also für die McCafe-Läden scheint McDonalds leider keine WMF-Maschinen zu nehmen. Gemäß den unten aufgeführten Quellen hat McDonalds für die 300 McCafe-Filialen in Deutschland Maschinen von Franke-Bremer bestellt. Ich war gestern noch mal im Berliner Hauptbahnhof. In dem McCafe dort stehen zwei Sinfonia Maschinen von Franke. Im McDonalds daneben benutzen sie Viva-Maschinen von Bremer. Im Alexia, einem Einkaufszentrum das erst im September letzten Jahres eröffnet wurde, stehen auch nur Franke-Maschinen - im McCafe wieder die Sinfonia und bei McDonalds eine Franke Spectra.
Ich weiß nicht, ob McDonalds in seinen normalen Restaurants auch WMF-Maschinen benutzt. Fakt ist, dass sie scheinbar auch in den amerikanischen McCafes die Maschinen von Franke-Bremer benutzen. Denn in dem Artikel des Wall Street Journals, auf den sich die FAZ bezieht, ist eine Kaffee-Maschine aus dem McCafe in Olathe, Kansas, abgebildet. Und die sieht vom Design her aus, wie eine Franke Sinfonia (erkennt man auch gut an dem halbrunden Kaffeeausgabeteil, das bei verschiedenen Franke-Maschinen zu finden ist).
Trotzdem kann man natürlich hoffen, dass McDonalds sich für seine 14.000 US-Filialen nicht von einem Hersteller abhängig machen will und auch bei anderen Herstellern Kaffeemaschinen ordert. Das Volumen wäre ja groß genug, dass für mehrere Hersteller ein ordentlicher Auftrag herauskommen könnte.

MfG J:)E

Link zum original Artikel des Wall Street Journal:
http://online.wsj.com/article/SB119967000012871311.html?mod=…

Da ich nicht weiß, ob der Link nur für WSJ-Abonennten gilt, anbei noch ein Link zu einer anderen Seite mit dem Bild:
http://www.xanga.com/tam_kung?nextdate=1%2F12%2F2008+1%3A24%…

„Bei Franke heisst die entsprechende Neuerung zur Sinfonia «Autosteamer». «Das Handling ist wie beim Barista, sonst ist aber alles vollautomatisch», erklärt Christof Hurni, Leiter Marketing bei der Franke Kaffeemaschinen AG. «Es geht alles um Milch und Geschwindigkeit», beschreibt Hurni die Konzept-Idee. Mit dieser hat man sich bei McDonald’s in Deutschland einen schönen Auftrag an Land ziehen können: Für die geplanten McCafés wurden 300 Stück bestellt.“
Quelle: 15.09.2005 http://www.htr.ch/doc/doc_download.cfm?uuid=5E26BE21D9D9424C…

„McDonald’s decided on the Sinfonia machine by Franke bremer for its McCafés.”
Quelle: Oktober 2006 http://www.franke.com/media/releases/2006/international_02_e…
22.01.2008

Über 2700 hochwertige Design-Haushaltsartikel von WMF jetzt bei quelle.de
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Quelle schließt eine Vertriebspartnerschaft mit der WMF AG und bindet über 90 Prozent des Online-Sortiments an Designartikeln für zu Hause auf ihrer Webseite ein. Mit dem neuen WMF Markenshop vergrößert quelle.de das Angebot an WMF Artikeln auf über 2.700 und bietet unter den Internet-Vertriebspartnern eines der größten WMF Sortimente an. Durch die Partnerschaft mit WMF baut quelle.de ihr Markensortiment erneut weiter aus und bietet zahlreiche attraktive Accessoires für Küche und Tisch, die den Kunden aktuelle Wohlfühltrends nach Hause bringen.

WMF verfügt über ein breites Portfolio an Bestecken, Kochgeschirren und Küchenhelfern sowie stilvollen Wohnaccessoires. "Die hohe Markenbekanntheit von 95 Prozent sowie hochwertige Qualität und erstklassiges Design machen WMF zum idealen Partner für Quelle", so Ludger Schöllgen, Leitung Quelle Neue Medien. "In diesem Jahr haben wir das Sortiment auf quelle.de mehr als vervierfacht und viele neue Sortimente und Spezialshops aufgebaut. Mit WMF steigern wir unsere Kompetenz im Bereich der Haushaltsartikel noch einmal deutlich. Unsere Kunden profitieren von starken Vertriebspartnerschaften: Über 70 attraktive Marken sind inzwischen auf quelle.de aus einer Hand erhältlich."

Herr Gfrörer, Bereichsleiter Vertrieb der WMF AG, freut sich ebenfalls über die neue Kooperation mit quelle.de: "Durch diese Partnerschaft stellen wir unsere Geschäftsbeziehung mit Quelle auf eine neue Ebene und profitieren von einer erfolgreichen Shopping-Webseite mit der wir neue Kundengruppen ansprechen können."

© Januar 2008 - Quelle GmbH / komm.passion GmbH
Informationen:
Quelle GmbH
Nürnberger Straße 91-95
90762 Fürth
www.quelle.de
WMF präsentiert Umsatzplus
Küchenausstatter profitiert von Trend zu teurem Besteck und Kochgeschirr
Frankfurt - Der Trend zu hochwertigem Besteck, Kochgeschirr und Kaffeemaschinen hat dem Küchenausstatter WMF im vergangenen Jahr zu einem Rekordumsatz verholfen. Mit einem Plus von vier Prozent auf 762 Millionen Euro konnte das Unternehmen aus dem württembergischen Geislingen allerdings nicht an das Wachstum des Vorjahres von 27 Prozent anschließen.

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2006 hatte WMF von zahlreichen Sonderaufträgen profitiert, die sich im abgelaufenen Jahr nicht wiederholt hätten, sagte Firmenchef Thorsten Klapproth am Donnerstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der Konsumgütermesse "Ambiente". Der Gewinn liege über dem Vorjahreswert von 32,4 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern. Details will WMF am 15. April veröffentlichen.

Für das laufende Jahr zeigte sich Klapproth optimistisch, er stellte den Aktionären ein weiteres Rekordjahr in Aussicht: "Wir wollen im Konzern 2008 im Umsatz um fünf Prozent wachsen." Einen Teil der weiter hohen Energie- und Rohstoffkosten will WMF möglicherweise auch mit Preiserhöhungen ausgleichen, über die "in Kürze" entschieden werden soll.

Kampf gegen Diskontketten

Punkten konnte WMF mit hochwertigen Kaffeemaschinen, die vor allem bei Hotels und Restaurantketten im Ausland viele Abnehmer fanden. Trotz der noch nicht wieder vollständig zurückgekehrten Kauflust der Deutschen kletterte auch der Umsatz im eigenen Filialgeschäft netto um zwei Prozent. Dabei sieht sich WMF auch im Kampf gegen Diskontketten im Vorteil. "Die Marke setzt sich wieder mehr und mehr durch", sagte Klapproth.

Mit dem Umsatzplus schlug sich WMF besser als Villeroy & Boch, deren Umsatz im Bereich Tischkultur bei 326,4 Mio. Euro nahezu stagnierte. Vor Zinsen und Steuern verdreifachte sich deren Gewinn nahezu auf 18 Mio. Euro. Konzernzahlen inklusive dem Bad- und Wellnessgeschäft waren von Villeroy & Boch nicht zu bekommen. (APA/Reuters)
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.299.945 von unruhhr am 07.02.08 18:53:29Tja, sieht ja nicht so gut aus, das Umsatzziel wurde entgegen anders lautender Meldungen damit verfehlt.

In Q4 2007 immerhin ein 4 %-iger Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Häuser wie Vara Research dürften mit ihren Gewinnschätzungen wieder einmal meilenweit daneben liegen.
Angesichts der Umsatzentwicklung rechne ich für 2007 mit einem EPS in Höhe von etwa 1,85 €. KGV für 2007 mithin 12,2. Damit sehe ich angesichts des zerbrechlichen konjunkturellen Umfeldes und der gegenwärtigen angespannten Börsenlage vorerst kein nennenswertes Kurspotential.

Die letzten Gewinnschätzungen von Vara Research und GSC lagen, wenn ich mich recht erinnere, bei 3,45 € und 2,91 € für 2007 ... aus meiner Sicht ein Witz! Dürfte eine recht unangenehme Überraschung für diese beiden Researchbuden geben. Mal sehen, ob man über die neuerlichen Fehleinschätzungen wieder einmal stillschweigend hinweg geht und in gewohnter Manier gleich im Anschluß an die Veröffentlichung des Konzernabschlusses für das Jahr 2008 eine neue Phantasieschätzung in die Welt trompetet.
Die letzte Unternehmensprognose lautete "Wir gehen weiterhin davon aus, dass Umsatz und EBIT im Konzern im Gesamtjahr 2007 über dem hohen Vorjahreswert liegen werden." und wurde erreicht.

EPS 1,85 erscheint mir zu konservativ. Man bedenke, dass das letzte Quartal bei WMF immer sehr margenstark ist. Als relativ konjunkturunabhängiges Unternehmen und traditioneller Dividendenwert wird WMF üblicherweise auch deutlich höher bewertet als KGV 12,5.
Im Redetext (S.16) der letzten Bilanz-PK hieß es: "Mittelfristige Zielsetzung bis 2008 bleibt ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von mindestens 5 %

2007 wurden 4 % erreicht, so dass der Umsatz 2008 um über 6 % wachsen müßte, um die Zielvorgabe vom Frühjahr 2007 zu erreichen. Mal abwarten, ob´s klappt (das aktuelle Ziel für 2008 lautet gemäß heutiger PR-Meldung 5 %).

Gewinnschätzungen bei WMF sind bekanntlicherweise mit einigen Unwägbarkeiten verbunden. Bislang bin ich für 2007 von ca. 2 € bis 2,05 € je Aktie ausgegangen, nunmehr revidiere ich das Ergebnisziel angesichts der heutigen Meldung auf ca. 1,85 €. Damit fühle ich mich wohler. (Kann natürlich nicht ausschließen, dass meine Schätzung möglicherweise zu konservativ ist und das Ergebnis je Aktie letztendlich doch die 2 € leicht übertrifft.)

Was mir am diesjährigen Redetext gefällt: Klapproth hat das Unternehmen diesmal - im Gegensatz zum letzten Jahr - durchaus positiv dargestellt. Einen Versuch, den Aktienkurs in niedrigerer Gefilde zu manipulieren, läßt sich diesmal nicht ansatzweise erkennen. Insoweit scheint es tatsächlich einen gewissen Lernprozess gegeben zu haben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.303.214 von Joschka Schröder am 07.02.08 22:46:46Mir Depp ist ein Fehler unterlaufen: Ich habe heute Abend mit 15 Mio. Aktien statt mit 14 mio. Aktien gerechnet. Bei richtiger Aktienzahl muss ich meine ursprüngliche Gewinnschätzung überhaupt nicht revidieren: Sie liegt weiter bei ca. 2 € je Aktie.

Umsatz = 762 Mio. €
EBIT = EBT = 45 Mio. €
EAT = 28 Mio. €
EPS = 2,0 €

In meinen früheren Schätzungen war ich, wie ich eben in meiner WMF-excel-Tabelle gesehen habe, bereits von rückläufigen Umsätzen in Q4 2007 ausgegangen.
Aus der F.A.Z. vom 8.2.08

Insbesondere der letzte Satz liest sich recht gut. Man darf gespannt sein, wie sich die erwähnte Effizienzsteigerung auf die weitere Ergebnisentwicklung auswirken wird.



Kaffeemaschinen bescheren WMF Rekordumsatz
Konsumgüterkonzern will sich als Premium- und Designmarke etablieren

geg. FRANKFURT, 7. Februar. Kaffeemaschinen liegen im Trend, und diesen hat die WMF rechtzeitig erkannt und genutzt. Sowohl im Objektgeschäft mit Hotels, Gaststätten oder Kreuzfahrtschiffen als auch im Konsumbereich mit Privatkunden "ist der Absatz von Kaffeemaschinen der Motor des WMF-Geschäfts", sagte Thorsten Klapproth, Vorstandsvorsitzender der WMF AG, Geislingen, auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt. Nicht nur Hotels und große Restaurants, auch immer mehr Bäckereien, Tankstellen und Einzelhändler stellen Kaffeeautomaten auf. Aber auch der erst vor zwei Jahren begonnene Verkauf von Kaffeeautomaten an Privathaushalte habe sich sehr gut entwickelt. Hier rundet die WMF ihr Angebot in diesem Jahr mit einer "preiswerten" Variante ab: Der neue Kaffeeautomat wird 1690 Euro kosten.

Das Thema Kaffee hat der WMF ein weiteres Rekordjahr beschert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Konzernumsatz um 4 Prozent auf 762 Millionen Euro gestiegen. Das Wachstum kam gleichermaßen aus dem In- und dem Ausland. Das ist für das Inland angesichts eines leicht rückläufigen Marktes für Hausrat ein gutes Ergebnis, das zudem noch negativ verzerrt ist durch einmalige Sonderumsätze aus dem Vorjahr. Rechnet man die Einmalumsätze für Treueaktionen im Handel (40 Millionen Euro) und für einen Großauftrag aus Japan sowie die Ausstattung der Lounges zur Fußball-Weltmeisterschaft heraus, die der WMF im Vorjahr 27 Prozent Zuwachs bescherten, dann ist das Unternehmen in den beiden letzten Jahren zweistellig um 18 (2006) beziehungsweise 12 Prozent im Jahr 2007 gewachsen.

Das ist für Klapproth eine Bestätigung der Strategie, WMF als Genussmarke zu etablieren, die für Premium und für Design steht. Was mit Kaffee gelungen ist, soll auch im Topfbereich gelingen. Kochgeschirre gehörten in allen Weltregionen zur Grundausstattung eines Haushalts. In diesem Bereich will WMF vor allem auf seine deutsche Herkunft abheben. "Eine Topfproduktion in Deutschland ist aber nur haltbar, wenn sie aus wenigen Produkten mit hoher Produktionszahl besteht", kündigt Klapproth die Konzentration auf einige international vermarktbare Größen an. Erweitern möchte Klapproth das Angebot unter der Marke WMF mit haushaltsnahen Produkten zum Grillen oder für den offenen Kamin.

Eine wichtige Rolle bei der Expansion im Konsumgüterbereich, auf den mit 448 Millionen Euro der größte Teil des Konzernumsatzes entfällt, spielen die eigenen 191 Filialen (im deutschsprachigen Raum) sowie die WMF-Geschäfte im Rest der Welt. Im vergangenen Jahr sind fast 400 Geschäfte hinzugekommen, viele davon in Asien. In den eigenen Filialen, darunter 170 in Deutschland, soll noch mehr Flair und Atmosphäre die Kunden zum Verweilen und zum Kaufen anregen. "Mit der zunehmenden Verweildauer eines Kunden in einem Geschäft steigt der Umsatz", sagt Klapproth. In den WMF-Filialen sei der Quadratmeterumsatz in den vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent gestiegen.

Diese Effizienzsteigerung habe mit dazu beigetragen, dass die WMF im Jahr 2007 abermals mehr Gewinn erwirtschaftet hat und dass bisher trotz starker Verteuerung von Rohstoffen und Energie keine Preiserhöhungen für 2008 beschlossen worden sind. Der Umsatz soll in diesem Jahr um etwa 5 Prozent steigen, der Ertrag sich weiter verbessern.
Wie üblich muss man sich die Daten zusammensuchen. Hier noch ein paar Fakten aus:

p://www.suedwest-aktiv.de/region/geislingerzeitung/aus_stadt_und_kreis/3385493/artikel.php?SWAID=fe9c4c739617a94650299e0e1ea89bd0

Das anspruchsvolle Design zahlt sich aus, es dokumentierte sich 2007 in 53 Preisen.

Das neue Geschäftsfeld Kaffeemaschinen für Privathaushalte entwickelt sich gut; von der kleinen Padmaschine "WMF 1" wurden mehr als 40 000 Stück verkauft.

Die WMF hat 390 neue Shops in aller Welt eröffnet, sie betreibt im deutschsprachigen Raum 191 eigene Filialen (plus acht).

"Verstärkte Internationalisierung und Bekenntnis zum Standort Deutschland sind bei der WMF zwei Seiten der gleichen Medaille." Die Erfolge im internationalen Geschäft würden letztlich die Beschäftigung an den deutschen Produktionsstandorten sichern. Diese wiederum müssten "selbstverständlich so wirtschaftlich arbeiten wie möglich." Als Beispiel führt Klapproth die neue Kaffeemaschine "WMF 800" an, die in Geislingen montiert wird. Dieser Standort sei in Konkurrenz zu anderen gestanden. Den Ausschlag für Geislingen "gaben ausschließlich qualitative Gründe wie zum Beispiel die Nähe zur Entwicklung"

Zumal es gelang, die Produktion effektiver zu machen, indem Varianten reduziert werden. Ohne häufiges, zeitraubendes Umrüsten würden die Maschinenlaufzeiten verlängert. Neben einem Deckelschleifautomat und einer Packstation kündigte Klapproth weitere Investitionen in Millionenhöhe an. Während sich die Beschäftigtenzahl im Konzern um 116 auf 5752 erhöhte, sank sie in Geislingen auf Ende 2007 um 32 auf 2386.

aus Pressetext WMF:

Zu den wichtigen Neuheiten auf der Ambiente gehört der neue Kaffeespezialitäten-Vollautomat WMF800. Mit einem Verkaufspreis von 1690 Euro spricht dieses Modell eine breitere Klientel an – im Vergleich zur WMF1000 oder WMF1000pro, die im absoluten Premiumsegment angesiedelt sind.

Im Kerngeschäftsfeld Kochgeschirr stellt die WMF mit „Function4“ eine ebenso innovative wie trendige Serie vor. Mit der Kollektion Lounge Fire bewegt sich WMF verstärkt in den Wohn- und Einrichtungsbereich hinein.
Joschka Schröder scheint verdrängt zu haben, dass im 4. Quartal 2006 in "erheblichem Umfang Sondergeschäfte mit Großkunden zur Belieferung von Kundenbindungsprogrammen den Umsatz aufgebläht haben." (z.B. mit REWE-Geschäften zu Discountpreisen, deshalb margenschwach.)
WMF Pressekonferenz auf der Ambiente in Frankfurt:

WMF weiter auf Wachstumskurs

Konzernumsatz 2007 auf hohem Niveau weiter gesteigert – Ergebnis verbessert

Die WMF AG und ihre Tochtergesellschaften haben sich im Geschäftsjahr 2007 deutlich von dem rückläufigen Branchentrend abgrenzen können. Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 762 Mio. Euro. Dabei wuchsen die Geschäfte im In- und Ausland jeweils um 4 Prozent. Wie der WMF-Vorstandsvorsitzende Thorsten Klapproth anlässlich der Ambiente in Frankfurt am 7. Februar 2008 ausführte, sei dies umso bemerkenswerter, wenn man bedenke, dass dieses Wachstum auf der Basis eines herausragenden Jahres 2006 realisiert wurde. Das Ergebnis werde sich 2007 gegenüber dem bereits sehr guten Vorjahr voraussichtlich nochmals verbessern.

Der Umsatz der WMF AG als größte Einzelgesellschaft des Konzerns lag mit 458,0 Mio. Euro 2 Prozent über dem Vorjahr. Dabei sei zu berücksichtigen, so Klapproth, dass 2006 in erheblichem Umfang Sondergeschäfte mit Großkunden zur Belieferung von Kundenbindungsprogrammen und Großvertriebsformen realisiert worden seien. Bereinigt um diese Sondergeschäfte konnte der Umsatz um 14 Prozent gesteigert werden.

Die Markentochtergesellschaften konnten laut WMF-Chef zum Teil deutliche Zuwächse erwirtschaften. Mit den eigenen Filialgeschäften sei ein Umsatzplus von 2 Prozent erzielt worden. Und zwar netto – ohne Berücksichtigung der Mehrwertsteuererhöhung.

Bei tendenziell leicht rückläufigem Umsatz im klassischen Fachhandel habe die WMF bei den Einrichtungshäusern den Umsatzanteil erhöhen können, sagte Klapproth. Bei den Warenhäusern habe man ebenfalls zugelegt. Die Sondergeschäfte mit Spezialkunden lagen unter den Zahlen des Vorjahres, aber besser als geplant.

Das Objektgeschäft der WMF konnte an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Sowohl bei professionellen Spezialitäten-Kaffeemaschinen als auch im Hotelgeschäft wurden zweistellige Wachstumsraten erzielt. Insgesamt wurde ein Umsatzplus von rund 11 Prozent erwirtschaftet. Der Schwerpunkt des Wachstums lag im internationalen Bereich. Im Inland konnte mit einem deutlichen Zuwachs die gute Marktstellung der WMF weiter ausgebaut werden.

International verzeichneten im vergangenen Jahr insbesondere die WMF-Vertriebstochtergesellschaften in Großbritannien, den Niederlanden und Belgien sowie in Shanghai und Singapur kräftige Zuwächse. Weltweit wurden 2007 insgesamt rund 390 Shops neu eröffnet. Dies dokumentiert, dass die WMF ihre internationale Präsenz konsequent ausweitet.

Die positive Entwicklung hat laut Klapproth drei Gründe: Erstens habe die WMF ihren Markenwert klar definiert. Zweitens lege die WMF großen Wert auf eine emotionale, markengerechte Warenpräsentation bei den Handelspartnern und insbesondere in den eigenen Filialen. Drittens werde die Unternehmenskultur geprägt von Innovation und Design-Orientierung.

Die Zahl der im Konzern Beschäftigten hat sich im Jahresdurchschnitt 2007 um 116 auf 5.752 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht. In diesem Zusammenhang betonte Klapproth, dass verstärkte Internationalisierung und Bekenntnis zum Standort Deutschland bei WMF zwei Seiten der gleichen Medaille seien. Das Wachstum im internationalen Geschäft sicherte letztlich auch die Beschäftigung an deutschen Produktionsstandorten.

Für das Jahr 2008 steht das Ziel, profitabel zu wachsen, weiter ganz oben auf der Agenda. Auf Konzernebene will die WMF um 5 Prozent zulegen. Darüber hinaus sollen die Kostenpositionen weiter verbessert werden.

Im Jahr 2008 will die WMF in fast allen Produktbereichen Innovationen präsentieren und so dem Markt Impulse verleihen. Zu den wichtigen Neuheiten auf der Ambiente gehört der neue Kaffeespezialitäten-Vollautomat WMF800. Mit einem Verkaufspreis von 1690 Euro spricht dieses Modell eine breitere Klientel an – im Vergleich zur WMF1000 oder WMF1000pro, die im absoluten Premiumsegment angesiedelt sind. Im Kerngeschäftsfeld Kochgeschirr stellt die WMF mit „Function4“ eine ebenso innovative wie trendige Serie vor. Mit der Kollektion Lounge Fire bewegt sich WMF verstärkt in den Wohn- und Einrichtungsbereich hinein.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.305.983 von uraltaktionaer am 08.02.08 10:16:26WMF glänzt mit Rekordzahlen für 2007

Für dieses Jahr 5 Prozent Umsatzzuwachs angepeilt

Börsen-Zeitung, 8.2.2008 md Frankfurt - Der WMF-Konzern hat 2007 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4 % auf 762 Mill. Euro gesteigert. Dies ist nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Thorsten Klapproth "bemerkenswert", da das Wachstum auf der Basis eines herausragenden Jahres 2006 realisiert worden sei, in dem aufgrund von Sondergeschäften bereits ein Erlössprung von 27 % erzielt worden war.

Ohne die Sondergeschäfte von 2006 wäre der Umsatz um 18 % gestiegen. Damit konnte sich der WMF-Konzern deutlich vom rückläufigen Branchentrend abheben. Operatives und Nettoergebnis 2007 würden voraussichtlich über dem des Vorjahres liegen, sagte Klapproth in einer Pressekonferenz anlässlich der Konsumgütermesse "Ambiente" in Frankfurt. Im Detail werde man über die Ertragszahlen am 15. April informieren. Dann wird sich zeigen, ob das Ziel einer Umsatzrendite von 5 % erreicht worden ist. Auch 2008 stehe das Ziel, profitabel zu wachsen, ganz oben auf der Agenda. Beim Umsatz will WMF auf Konzernebene um 5 % zulegen. Den Kostendruck durch steigende Material- und Energiepreise versuche man durch Abschlüsse langfristiger Verträge zu mindern. Darüber, ob im laufenden Jahr die Preise für die eigenen Produkte erhöht werden, werde der Vorstand noch beraten. Doch "Preiserhöhungen im deutschen Markt durchzusetzen, ist nicht trivial", so Klapproth. Geografisch war der letztjährige Erlösanstieg bei dem Premiumanbieter von Bestecken, Kochgeschirr und Kaffeemaschinen ausgewogen: Im Inland wie auch im Ausland habe der Umsatz um 4 % zugelegt. Der Auslandsanteil blieb damit bei 46 %.

Der Umsatz der 1853 gegründeten WMF AG als größte Einzelgesellschaft des Konzerns lag mit 458 Mill. Euro um 2 % über dem Vorjahr. Dabei seien die erheblichen Sondergeschäfte mit Großkunden 2006 zu berücksichtigen. Rechne man diese heraus, sei der Umsatz sogar um 14 % gestiegen. Klapproth betonte, dass dieses Projektgeschäft für das Traditionshaus "ein schönes Add-on", also ein Zubrot, sei. Es sei aber großen Schwankungen unterworfen und somit nur schwer planbar. "Dass wir in den anderen Vertriebswegen beträchtlich zulegen konnten, darin spiegelt sich die wahre Stärke der WMF", so der Vorstandschef.

Stark in China vertreten

International verzeichneten 2007 den Angaben zufolge besonders die WMF-Vertriebstöchter in den Niederlanden (+ 25 %), Belgien (+ 29 %) sowie in Shanghai (+ 25 %) und Singapur (+ 26 %) deutliche Zuwächse. "Wer jetzt noch nicht in China ist, braucht gar nicht mehr hin." Damit verteidigte der WMF-Chef das starke Engagement in dem "wahnsinnigen Markt": In 31 Städten unterhalte man 66 Läden. Künftig solle dort verstärkt auf Produktivität geachtet werden, nachdem bislang die Positionierung im Vordergrund stand.


Wertberichtigt: Premium ist noch lange nicht Luxus

Börsen-Zeitung, 8.2.2008 Es ist schon erstaunlich, was sich manche Leute leisten (können). WMF, Hersteller von edlen Bestecken, Kochgeschirr und Kaffeemaschinen, preist als "Highlight" der Konsumgütermesse Ambiente den neuen Kaffeespezialitäten-Vollautomaten WMF 800. Das Modell spreche eine breitere Klientel an im Vergleich zur WMF 1000 oder WMF 1000 pro, die im absoluten Premiumsegment angesiedelt seien. Was WMF unter "breiter Klientel" und "Premiumsegment" versteht? Die beiden besonders edlen "Haushaltskaffeemaschinen" kosten pro Stück 2 200 bzw. 2 700 Euro, während die WMF 800 nur 1 690 Euro kosten soll. Ein Schnäppchen sozusagen, das man aus der Portokasse zahlt. Doch Ironie ist hier eigentlich fehl am Platz, denn dieser neue Geschäftsbereich verzeichnete 2007 eine hohe Nachfrage: Mehr als 5 000 Stück seien ausgeliefert worden. Freilich scheint sich auch WMF-Chef Thorsten Klapproth mit der Einschätzung der Kundengruppe schwerzutun. Als er sich selbst die Worte sagen hörte: "Wir sind weit davon entfernt, Luxus sein zu wollen", zuckte er selbst zusammen und fügte schnell hinzu: "Aber wir sind Premiumanbieter. " md
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.305.887 von uraltaktionaer am 08.02.08 10:08:35Die EBIT-Marge in Q4 2006 betrug 7,0 %. Wenn diese Marge bei einem um 4 % niedrigeren Umsatz auch in Q4 2007 in etwa erreicht würde, wären meine Erwartungen erfüllt.

Mit welcher Marge rechnest Du denn für Q4 2007? Wenn ich Dich recht verstehe, gehst Du von einer deutlichen Margen-Steigerung im Vergleich zum VJ aus.
Ich gehe von einer echten Ebit-Marge im Konzern für das gesamte Jahr von 7% aus.

Warum?

Das Konsumgeschäft war erstmals in den letzten Jahren schon zum Haljahr positiv:

30.06.2005: -4,33 Mio
30.06.2006: -5,40 Mio
30.06.2007: +0,40 Mio

WMF hat in 2007 weniger Konsum-Umsätze mit schwachen Margen gehabt. Die in 2006 erfolgten Sondergeschäfte mit Großkunden in Höhe von 64 Mio € haben eine deutlich geringere Marge als das "normale" Konsumgeschäft.

Richtig Geld wird im Konsumgeschäft erst in Q 4 verdient. 2006 wurden im 2ten Halbjahr aus einem Umsatz von 259,9 Mio 17,3 Mio Ebit verdient was einer 6,6 % Ebit Marge im 2ten HJ entspricht.

Wer meiner Logik der besseren Margen aus dem Konsumbereich OHNE die umfangreichen Sondergeschäfte folgt und nur 7% Ebit Marge für das 2te Halbjahr annimmt kommt auf ein Ergebnis von 17,48 Mio aus dem Konsumbereich.

Insgesamt würde der Konsumbereich so also auf ein Ebit von 17,8 Mio kommen - entsprechend 4% Ebit Marge. Damit wären wir immer noch 1% von dem auf der HV kommunizierten Ziel von 5 % Ebit Marge entfernt.

Im Objektbereich gehe ich von einer Marge für das gesamte Jahr von 12% aus - nach 15,47% im ersten Halbjahr 2007 und 12,93% im ersten Halbjahr 2006.

Daher erhalte ich aus den 313 Mio Umsatz ein Ebit von 37,56 Mio

So könnte das Jahr 2007 in der Summe aussehen:

Ebit Konsum: 17,8
Ebit Objekt: 37,5
Ebit Konzern: 55,3

Ein leicht negatives Zinsergebnis von ca. 2 Mio, eine Steuerquote von 35% (die in 2008 Richtung 30% sinken wird) könnte uns so auf EpS von ca. 2,50 für 2007 bringen.

Was uns die Trickser Klapproth und Flohr "vorzaubern" werden wird wohl wieder deutlich weniger sein - aber wer sich verarschen läßt ist selbst dran schuld.
Nochmal zu Q4:

Im Weihnachstquartal wird - nicht nur bei WMF - das Geld im Konsumgeschäft für das ganze Jahr verdient.

Daher gehe ich im 4ten Quartal - vorsichtig - von einer Ebit Marge von 11% aus.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.308.328 von uraltaktionaer am 08.02.08 13:10:06Hallo Uraltaktionär!

Wie kommst Du auf die relativ hohe Marge im Objektgeschäft von 12 Prozent?
Die war im 2. HJ 2006 deutlich rückläufig gegenüber dem HJ (siehe auch Dein Beitrag). Bei einer 1HJ07-Marge von 15,5% erscheint mir Dein angenommener Rückgang auf 12% zwar nicht unrealistisch aber für vorsichtige Schätzungen doch etwas zu hoch.

Insgesamt scheint sich bei WMF nun aber ein schöner Trend in Sachen Rentabilitätssteigerung herauszubilden (zumindest das, was man extern erkennen kann), der nachhaltig sein könnte. Die Frage ist nur, wann der ganze Kaffee-Maschinen-Boom abbricht. Da herrscht ja auch viel Scharlatanerie seitens der Herrsteller und Kaffeeanbieter (z.B. Taps) vor.
Der Spread Vorzuege zu Staemme hat sich ausgeweitet. Werde mal Staemme verkaufen und Vorzuege kaufen.
Konsum sollte sich bei den Tarifabschlüssen eigentlich erholen.

Kräftig verbessert hat sich dagegen dem ifo Institut zufolge das
Geschäftsklima im Einzelhandel (plus 1,3 nach minus 17,5). In diesem
Wirtschaftsbereich hätten die Firmen ihre momentane Situation erheblich
günstiger als im Vormonat bewertet. Auch die Perspektiven hätten sich
aufgehellt.
26 Feb 2008 12:35:47

Geschäftsklima im Einzelhandel so gut wie seit 1996 nicht mehr


Berlin, 26. Feb (Reuters) - Nach dem Umsatzeinbruch 2007 wegen der höheren Mehrwertsteuer ist die Stimmung im deutschen Einzelhandel derzeit so gut wie seit elfeinhalb Jahren nicht. Das Ifo-Geschäftsklima für die Branche kletterte im Februar kräftig auf plus 1,3 Punkte, wie das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Dienstag mitteilte. "Einen höheren Wert hat es zuletzt im Juli 1996 gegeben", sagte Ifo-Experte Hans Günter Russ zu Reuters.

"Der Konsum springt an." Die Einzelhändler hätten ihre Geschäftslage und die Aussichten deutlich besser beurteilt als noch im Januar.

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) sieht darin aber noch keine Trendwende. "Wir heben nicht ab", sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr zu Reuters. "Der Konsum bleibt labil und anfällig für Störungen." Sorgen bereiteten vor allem steigende Energiepreise, die die Kaufkraft schmälern. Der Einzelhandel erwarte in diesem Jahr weiter ein Umsatzwachstum von zwei Prozent.


Die Mehrwertsteuererhöhung hatte der Branche im vorigen Jahr ein dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Ihre Umsätze fielen erstmals seit 2003 um 1,2 Prozent, bereinigt um steigende Preise gab es ein Minus von 2,2 Prozent. Im Dezember war das wichtige Weihnachtsgeschäft sogar um sieben Prozent eingebrochen. Der private Konsum hatte das gesamte deutsche Wirtschaftswachstum Ende 2007 deutlich gebremst, soll es im laufenden Jahr aber kräftig anschieben. Wegen positiver Perspektiven am Arbeitsmarkt und Aussichten auf bessere Einkommen sollen die Bürger mit ihrer Kauflaune den Aufschwung aufrechthalten - so lautet die Hoffnung von Ökonomen.

"Das ist der typische Verlauf im Konjunkturzyklus, dass jetzt die Konsumseite anzieht", sagte Russ. Der private Verbrauch dürfte 2008 um 1,3 Prozent zulegen. "Das ist immer noch nicht berauschend." Im vorigen Jahr hatte es allerdings noch ein Minus von 0,4 Prozent gegeben - nicht zuletzt wegen der Steuererhöhung. "Der Mehrwertsteuereffekt ist gelaufen", zeigte sich Russ zuversichtlich. Auch HDE-Sprecher Pellengahr hofft, dass dieses Thema für den Handel nun endgültig abgehakt ist.

kla/rwr



© Reuters 2003-2007
Hervorragende Zahlen für das 4. Quartal: Trotz Wegfall der "Sondergeschäfte" aus 2006 wurde das Vorjahres-EBIT übertroffen.

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Geislingen, 06. März 2008
WMF erzielt 7 % EBIT-Rendite
Die WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft, Geislingen
(Steige) hat nach vorläufigen Zahlen den Konzernumsatz im Geschäftsjahr
2007 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 761,5 Mio. € gesteigert.
Ohne Berücksichtigung von Sondergeschäften in 2006 wuchs der Umsatz
zweistellig. Noch weitaus stärker konnte das EBIT verbessert werden, und
zwar um 64 Prozent auf 53,3 Mio. € (Vj. 32,4 Mio. €). Die EBIT-Marge
erhöhte sich folglich auf 7,0 Prozent nach 4,4 Prozent in 2006. Damit wurde
das Profitabilitätsziel von 5 Prozent ein Jahr früher als geplant
übertroffen. Das voraussichtliche Ergebnis nach Steuern beträgt 35,1 Mio. €
(Vj. 19,9 Mio. €).
Die endgültigen Zahlen des Geschäftsjahres 2007 werden anlässlich der
Bilanzpressekonferenz am 15. April 2008 in Stuttgart präsentiert.
06.03.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.566.823 von O3_2011 am 06.03.08 12:39:51Tatsächlich, die Ergebniszahlen liegen deutlich über meinen Erwartungen: EPS 2,49 € nach 1,40 € im Vorjahr.

In Q4 2007 EBIT-Zuwachs um 41 % gegenüber Q4 2006, trotz eines Umsatzrückgangs um 4 %. EBIT-Marge in Q4 3007 10,4 %.

Wirklich ausgezeichnete Zahlen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.566.934 von Joschka Schröder am 06.03.08 12:50:17In Q4 2007 EBIT-Zuwachs um 41 % gegenüber Q4 2006, trotz eines Umsatzrückgangs um 4 %

Das bestätigt noch einmal, dass die Q4/2006-Zahlen schlechtgerechnet waren bzw. größere negative Einmaleffekte enthielten. So stark können die Materialkosten (Edelstahlpreise) ja nicht gefallen sein, oder?
Wenn man für 2008 mit einen Umsatzanstieg um 5 % bei leicht abnehmender EBIT-Marge (6,75 % wegen höherem Personalaufwand und etwaigem (!) Margendruck ... dem stehen allerdings gefallene Edelstahlpreise und - infolge der USD-Schwäche - günstigere Beschaffungskosten für diverse Bauteile (Kaffeemaschinen) gegenüber ... die 6,75 % sind also konservativ gerechnet), so ergäbe sich angesichts einer 30 %-igen Steuerquote (Steuerreform!) für 2008 ein EPS in Höhe von 2,70 €. Aktuelles KGV mithin 8,5 ... die Aktie ist zu billig!
PS: Bei der Berechnung des EPS für 2007 habe ich bereits präventiv ca. 0,3 Mio. € für Anteile Dritte abgezogen. Sonst, d.h. wenn die 35,1 Mio. € bereits um Anteile Dritter bereinigt sind, kämen wir auf 2,51 € je Aktie.
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Vorläufiges Ergebnis/Vorläufiges Ergebnis

06.03.2008

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Geislingen, 06. März 2008

WMF erzielt 7 % EBIT-Rendite

Die WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft, Geislingen
(Steige) hat nach vorläufigen Zahlen den Konzernumsatz im Geschäftsjahr
2007 im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 761,5 Mio. EUR gesteigert.
Ohne Berücksichtigung von Sondergeschäften in 2006 wuchs der Umsatz
zweistellig. Noch weitaus stärker konnte das EBIT verbessert werden, und
zwar um 64 Prozent auf 53,3 Mio. EUR (Vj. 32,4 Mio. EUR). Die EBIT-Marge
erhöhte sich folglich auf 7,0 Prozent nach 4,4 Prozent in 2006. Damit wurde
das Profitabilitätsziel von 5 Prozent ein Jahr früher als geplant
übertroffen. Das voraussichtliche Ergebnis nach Steuern beträgt 35,1 Mio. EUR
(Vj. 19,9 Mio. EUR).

Die endgültigen Zahlen des Geschäftsjahres 2007 werden anlässlich der
Bilanzpressekonferenz am 15. April 2008 in Stuttgart präsentiert.
06.03.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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Sprache: Deutsch
Emittent: WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG
Eberhardstraße
73309 Geislingen
Deutschland
Telefon: +49 (0)73 3125-85 73
Fax: +49 (0)73 3125-80 76
E-Mail: finanzen@wmf.de
Internet: www.wmf.de
ISIN: DE0007803009, DE0007803033
WKN: 780300, 780303
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (General Standard), Stuttgart;
Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München

Quelle: http://www.worldofinvestment.com/news/intern/45338/
Jetzt sind wir mal auf die Dividende gespannt - meine Taxe mindestens € 1,25 - könnte aber auch deutlich mehr werden wenn man die vergangenen Ausschüttungsquoten heranzieht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.308.328 von uraltaktionaer am 08.02.08 13:10:06@ #525 von uraltaktionaer

Ich gratuliere zu dieser absoluten Punktlandung was die Ergebnisprognose angeht.

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.567.289 von philojoephus am 06.03.08 13:27:23Schließe mich den Glückwünschen an! Wirklich tolle Punktlandung, wobei uraltaktionaer seine Überlegungen zur Gewinnentwicklung vorab sogar ausführlich erörtert hat. (Ich selbst war mit meiner Schätzung von ca. 2 € je Aktie eindeutig zu vorsichtig.)
Habe mir noch einmal schnell die diesjährige Ambiente-Rede des Vorstandschefs durchgelesen. Da auch dort wieder davon die Rede ist, man wolle in diesem Jahr die Kostenpositionen weiter optimieren, ist mein EBIT-Margen-Ansatz von 6,75 % für 2008 vermutlich (wieder einmal) zu vorsichtig gewählt. Bei unveränderter Marge (7 %) und dem angekündigten 5 %-igen Umsatzzuwachs würde sich für 2008 ein EPS in Höhe von 2,80 € ergeben. Aktuelles KGV somit nur 8,4.
Geislingen, 8. April 2008

WMF erhöht Dividende

Der Aufsichtsrat der WMF Württembergische Metallwarenfabrik
Aktiengesellschaft in Geislingen (Steige) hat in seiner Sitzung am 8. April
2008 den Jahresabschluss 2007 der WMF AG festgestellt. Der am 29. Mai 2008
stattfindenden Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der
WMF AG in Höhe von 16.800.000 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von
1,20 Euro je Stückaktie zu verwenden.

Im Vorjahr wurde bei einem Bilanzgewinn von 13.300.000 Euro eine Dividende
von 0,95 Euro je Stückaktie ausgeschüttet.
08.04.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.835.706 von pantarhei am 08.04.08 13:49:27pantarhei

Du verbreitest hier Insiderinformationen - schließlich hast Du die Nachricht der Dividendenerhöhung über 15 Minuten vor der eigentlichen Adhoc-Meldung gepostet.

Ist natürlich nicht Deine Schuld - wenn man bei WMF die Unterschiede der einzelnen Meldungskategorien nicht kennt. Ich jedenfalls habe es bisher noch nie gesehen, dass ein Unternehmen eine - seiner Meinung nach - Adhoc-pflichtige Tatsache erst als Corporate News und eine halbe Stunde später dann als Adhoc meldet.

Nach den Aussagen auf der HV im letzten Jahr, zeigt das erneut, dass man bei WMF keine Ahnung hat, wie man die gesetzlichen Meldepflichten zu erfüllen hat.

Zuerst wurde die Meldung um 13:38 Uhr als DGAP-News gemeldet:
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG: WMF erhöht Dividende

News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Herausgeber verantwortlich.
08.04.2008 - 13:38 Uhr DGAP-News Geislingen -- Der Aufsichtsrat der WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft in Geislingen (Steige) hat in seiner Sitzung am 8. April 2008 den Jahresabschluss 2007 der WMF AG festgestellt. Der am 29. Mai 2008 stattfindenden Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der WMF AG in Höhe von 16.800.000 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 1,20 Euro je Stückaktie zu verwenden.
Im Vorjahr wurde bei einem Bilanzgewinn von 13.300.000 Euro eine Dividende von 0,95 Euro je Stückaktie ausgeschüttet. 08.04.2008

Und dann um 14:05 als Adhoc:
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG: WMF erhöht Dividende

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
08.04.2008 - 14:05 Uhr DGAP-Adhoc Geislingen -- Der Aufsichtsrat der WMF Württembergische Metallwarenfabrik Aktiengesellschaft in Geislingen (Steige) hat in seiner Sitzung am 8. April 2008 den Jahresabschluss 2007 der WMF AG festgestellt. Der am 29. Mai 2008 stattfindenden Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der WMF AG in Höhe von 16.800.000 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 1,20 Euro je Stückaktie zu verwenden.
Im Vorjahr wurde bei einem Bilanzgewinn von 13.300.000 Euro eine Dividende von 0,95 Euro je Stückaktie ausgeschüttet.
Sprache: Deutsch
Emittent: WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG
Eberhardstraße
73309 Geislingen
Deutschland
Telefon: +49 (0)73 3125-85 73
Fax: +49 (0)73 3125-80 76
E-Mail: finanzen@wmf.de
Internet: www.wmf.de
ISIN: DE0007803009, DE0007803033
WKN: 780300, 780303

MfG J:)E
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.836.341 von philojoephus am 08.04.08 14:51:28Hallo JOE,

Zumindest bei den Vorzügen sah es für mich so aus, als läge keine AdHoc-Pflicht vor, da keine kursbeeinflussende Bedeutung feststellbar ist. ;) Umsätze sind auch nicht der Rede wert.
Immerhin mittlerweile 4,85 Prozent Dividendenrendite bei den Vorzügen. Da könnte es sogar passieren, dass meine Großmutter ihr Sparbuch gegen WMF-Aktien eintauscht (die Töpfe hat sie schon).
Ist es schon jemandem gelungen, den Bericht downzuloaden?


Hiermit gibt die WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG bekannt, dass
folgende Finanzberichte veröffentlicht werden:
Bericht: Jahresfinanzbericht
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 15.04.2008
Veröffentlichungsdatum / Englisch: 15.04.2008
Deutsch: http://www.wmf.de/berichte
Englisch: http://www.wmf.de/berichte
Bericht: Konzern-Jahresfinanzbericht
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 15.04.2008
Veröffentlichungsdatum / Englisch: 15.04.2008
Deutsch: http://www.wmf.de/berichte
Englisch: http://www.wmf.de/berichte

07.04.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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404 - Liebe Besucher der WMF-Webseiten!

Die von Ihnen angeforderte Seite konnte leider nicht gefunden werden.
Sie existiert möglicherweise nicht mehr bzw. hat eine neue Webadresse.
Inzwischen sind die Berichte online.

Das Vorratsvermögen (Fertigwaren) zum Bilanzstichtag hat sich deutlich erhöht. Bekommt WMF mal wieder das Working Capital nicht in den Griff, oder ist das ein Anzeichen für hohe Umsätze in Q1/2008?

jetzt 4,4 Mio. € Vergütung für vier Vorstände :eek:
Auch in 2007 wurde der Gewinn mal wieder durch Bildung übermäßiger Rückstellungen gedrückt.

Interessant finde ich auch die Angaben zu den Währungseffekten auf Seite 119: Wenn der USD gegenüber dem EUR um 10% fällt, erhöht sich der Jahresüberschuss um rund 6 Mio. €.
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.886.920 von O3_2011 am 15.04.08 11:56:47Vielleicht sind das aber wegen des sich eintrübenden Konsumklimas erste Vorboten von Absatzproblemen:
Fertige Erzeugnisse 31.12.2006: 118.803 T€
Fertige Erzeugnisse 31.12.2007: 137.873 T€
Das entspricht +16%
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.911.159 von phpwww_de am 17.04.08 18:41:56"Deutsche wollen mehr einkaufen: Ungeachtet der hohen Lebensmittel- und Energiepreise sowie der Finanzmarktkrise hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland spürbar erholt."

http://www.ftd.de/politik/deutschland/:%44eutsche/348746.htm…
Habe nun nach dem Vorliegen des GB noch mal eruiert, warum H2 verhältnismäßig gut ausfiel: Wesentlichster Grund dürfte die ungewöhnlich geringe Materialquote gewesen sein, sie fiel von 39,9% (H1) auf 37,3% (H2) zurück, damit haben wohl die wenigsten gerechnet, zumindest ich bin eher von einer etwas höheren Quote ausgegangen. Ende H1/2007 sollten ja langfristige Preisbindungen beim Materialeinkauf auslaufen, und die Marktpreise ließen für H2 eine höhere Quote vermuten.

Im GB findet man jene ominöse Formulierung, die ich allerdings nicht verstehe: "Reichweitenabschläge auf Vorräte durch eine verbesserte Bestandsstruktur"

Das Segmentergebnis Objekt H2/2006 erscheint auch retrospektiv nach wie vor rätselhaft.

Ich schließe mich mal der Erwartung eines EPS von 2,80 EUR aus #540 an.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.067.787 von Syrtakihans am 09.05.08 19:35:55@Hans
Als Grund für die geringere Materialquote im 2. Halbjahr (im Vergleich mit 2006) wurde weiter oben im Thread der geringere Anteil an schwachmargigen "Sondergeschäften" - also Kaffeemaschinen-Großaufträgen - genannt.

Das mit den Reichweitenabschlägen verstehe ich so, dass Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen werden, bei denen man erst in ferner Zukunft mit einem Verkauf rechnet. Also so eine Art "Abzinsung langfristiger Vorräte".
Zwischenmitteilung des WMF Konzerns - WMF weiter auf Erfolgskurs

15.05.2008 12:08 DGAP-Zwischenmitteilung -- Die deutsche Wirtschaft zeigt sich in den ersten Monaten des Jahres trotz aller belastender Faktoren in robuster Verfassung. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach vorläufigen Daten der Wirtschaftsinstitute im ersten Quartal um 0,6 Prozent gewachsen, die Industrie ist gut ins neue Jahr gestartet und hat ihre Produktion um etwa 2 Prozent erhöht. Die Arbeitslosenquote sank im April gegenüber Vormonat von 8,4 auf 7,9 Prozent. Der Umsatz im Einzelhandel, über den rund 40 Prozent des privaten Konsums geht, ist zwar noch schwach, jedoch ist die Stimmung der Verbraucher nach Umfragen des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im April wieder optimistischer.
Der WMF Konzern konnte seinen Wachstumskurs ebenfalls fortsetzen und bei Umsatz und Ergebnis an die positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2007 anknüpfen.
Der Umsatz wurde im ersten Quartal gegenüber dem mit einem Plus von 16 Prozent sehr starken Vorjahresquartal um 2 Prozent auf 195,1 Mio. EUR gesteigert. Im Inland wurde hierbei ein Wachstum von 2 Prozent, im Ausland von 3 Prozent erzielt. Das Konsumgeschäft erreichte mit einem Umsatz von 115,9 Mio. EUR ein Wachstum von 2 Prozent. Im Objektgeschäft wurde ein Zuwachs von 3 Prozent auf 79,3 Mio. EUR realisiert. Hauptwachstumsträger waren mit einem Plus von 7 Prozent vollautomatische Kaffeemaschinen für den gewerblichen Bereich. Das im WMF Konzern realisierte EBIT lag im ersten Quartal mit 20,1 Mio. EUR trotz gestiegener Materialaufwendungen nahezu auf Vorjahreshöhe (20,5 Mio. EUR). Die Umsatzrendite konnte mit 10,3 Prozent ebenfalls auf dem hohen Vorjahresniveau (10,7 Prozent) gehalten werden. Der Operating Free Cashflow nach Steuern verringerte sich aufgrund einer höheren Mittelbindung im Working Capital leicht von 1,8 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR.
Die Zahl der Mitarbeiter im WMF Konzern hat sich zum 31.3.2008 im Vergleich zum Vorjahr um 57 auf 5.779 erhöht. Maßgeblich für den Anstieg war der Aufbau einer neuen Fertigungsgesellschaft für Hotelprodukte in Tschechien.
Das im ersten Quartal - vor dem Hintergrund eines frühen Osterfestes und drei Verkaufstagen weniger als im Vorjahr - noch bei 2 Prozent liegende Umsatzwachstum im Konzern hat sich Stand Ende April aufgrund der im letzten Monat sehr guten Umsatzentwicklung bereits auf 6 Prozent erhöht. Wir sind daher für das Geschäftsjahr 2008 insgesamt zuversichtlich, unser Ziel einer Umsatzsteigerung von mindestens 5 Prozent bei einer EBIT-Rendite von mehr als 5 Prozent zu erreichen.
Geislingen, 15. Mai 2008
Der Vorstand
Sprache: Deutsch
Emittent: WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG
Eberhardstraße
73309 Geislingen
Deutschland
Internet: www.wmf.de
Ich nehme an Petra macht Verluste.


DGAP-Adhoc: WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG (deutsch)

WMF Württemberg.
Metallwarenfabrik AG:
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Firmenübernahme
21.05.2008
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------------
Geislingen, 21. Mai 2008
WMF will petra electric erwerben
Die WMF AG mit Sitz in Geislingen/Steige will die petra electric GmbH & Co. KG, Burgau übernehmen und hat am 29. April 2008 mit der petra Holding GmbH im österreichischen Dornbirn einen Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile per 30. April 2008 abgeschlossen. Als Kaufpreis wurde ein niedriger sechsstelliger Betrag vereinbart.
Die Wirksamkeit des Kaufvertrages stand unter mehreren aufschiebenden Bedingungen, die - abgesehen von der noch erforderlichen Zustimmung des Aufsichtsrats der WMF AG - nunmehr erfüllt sind. Der Aufsichtsrat der WMF AG tagt am 29. Mai und wird über den Unternehmenserwerb beraten.
Mit dem beabsichtigten Erwerb der petra electric möchte WMF vor allem die eigene Kompetenz im Geschäftsfeld Kaffeemaschinen ergänzen.
petra electric entwickelt, produziert und vertreibt mit ca. 150 Mitarbeitern Elektro-Kleingeräte, vor allem Kaffee-Automaten und -Mühlen, Wasser-Kocher und -Filter sowie Geräte für die Körperpflege. Der Umsatz lag in 2007 bei etwa 22 Mio. EUR. Das vor 40 Jahren gegründete Unternehmen im schwäbischen Burgau war im April 2007 von der Unternehmens-Gründerfamilie Hohlfeldt an die österreichische F.M. Zumtobel-Gruppe veräußert worden.
Aufgrund einer künftig noch stärkeren Fokussierung der petra electric GmbH & Co. KG auf das Geschäftsfeld Kaffee und Getränke wird mit der künftigen Einbindung des mittelständischen Unternehmens in die WMF Gruppe zusätzliches Synergie-Potenzial gesehen. Maßgeblich ist darüber hinaus die Stärkung von petra electric durch die Finanzierungsmöglichkeiten der WMF.
Die WMF erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Konzern-Umsatz von knapp 762 Mio. EUR und erwirtschaftete ein EBIT von 53,3 Mio. EUR. Zum Jahresende waren bei WMF 5.782 Menschen beschäftigt, davon 4.232 in Deutschland.
Monika De Muzio. Telefon: 07331/258597 Email: Monika.Muzio@wmf.de
21.05.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.157.789 von joati am 23.05.08 11:55:29Kauf unter Buchwert?
Die Marke "Petra" dürfte jeder kennen, der einen eigen Haushalt führt und schon mal einen Wasserkocher gekauft hat. Die Geräte weisen ein m.E. sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis auf. Offenbar hatte man wirtschaftliche Schwierigkeiten (Liquidität?) und WMF hat hier eine Chance genutzt. Mal sehen. Hier ein paar Infos von der Petra-Netzseite. F.M.Zumtobel hat übrigens nix mit der börsennotierten Zumtobel http://www.zumtobelgroup.com zu tun.

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Presse-Informationen 12.2007
Sicherung und Ausbau des Standorts Deutschland-Eigentümerwechsel bei petra-electric

Das Familienunternehmen petra-electric Peter Hohlfeldt GmbH & Co. KG in Burgau wird durch die F. M. Zumtobel-Gruppe gemeinsam mit den Branchen-Insidern Felix Rippe und Martin Tschuor übernommen. Ziel der strategischen Akquisition ist, petra-electric im Bereich „Kaffee“ international auszubauen.

Die Internationalisierung der Marke und der Ausbau des Vertriebs sind die Gründe für den Kauf des Elektrokleingeräteherstellers durch die Investoren, die über mehrjährige Erfahrung im internationalen Vertrieb und ein fundiertes Know-how auf dem Gebiet der Kaffee-Technologie verfügen. Die F. M. Zumtobel-Gruppe hält u. a. die Mehrheit der Anteile an der Eldom Rothrist AG in der Schweiz, die spezialisiert und fokussiert auf die Entwicklung von Kaffee- und Espressomaschinen und die entsprechenden Komponenten ist.

Beide Unternehmen, Eldom als reiner Entwickler von Kaffeelösungen ohne eigene Fertigung und petra-electric als Hersteller und Entwickler von Kaffeemaschinen neben weiteren Produkten, vereinen hohe Synergiepotentiale, was für Martin Tschuor, ebenfalls Aktionär bei der Eldom Rothrist AG, der Grund war, mit einzusteigen.

„Mit den internationalen Kontakten, die innerhalb der Gruppe vorhanden sind und im Bereich Kaffee zusammenfließen, wird petra-electric in den nächsten Jahren stark wachsen“, so die Aussage von Felix Rippe, der sich im Zuge der Akquisition auch gegenseitig bei der Eldom beteiligt hat.


Dr. Marcus Hohlfeldt betont: „Maßgeblich für den Verkauf des Unternehmens ist die Tatsache, dass der Produktionsstandort Deutschland durch die Investoren langfristig gesichert wird. Das Werk in Burgau soll schrittweise modernisiert und erweitert werden.“

Für Felix Rippe – auch langjähriger Geschäftsführer von Eldom – ist die Verlagerung von Produktionsstätten von Europa nach Fernost nicht immer der richtige Weg. „Negative Erfahrungen mit Produktionen in China für komplexe Technologien von hoher Qualität, speziell im Bereich Kaffeemaschinen veranlassten uns, ein europäisches Unternehmen mit großem Wachstumspotential zu übernehmen. Mit petra-electric ist dies in der Nähe unseres Hauptsitzes gelungen“, führt Felix Rippe aus.

Sowohl petra-electric als auch die Zumtobel-Gruppe heben die hundertprozentige strategische Übereinstimmung der Transaktion hervor. Mit bestehendem Know-how und gezieltem Marketing wird petra-electric im Inland als Marke ausgebaut und im Ausland in Kooperation mit anderen Marken im OEM-Geschäft tätig sein.

Die Geschäftsführung liegt künftig in der Verantwortung von Felix Rippe und Dr. Marcus Hohlfeldt. Eine einheitliche Sprache sprechen die beiden Geschäftsführer auch bei der Ausrichtung der Marke petra-electric. Die Konzentration auf den Bereich Kaffee und die strategische Weiterentwicklung des Produktsortiments sind weitere Eckpunkte der internationalen Ausrichtung des Unternehmens.

Mit der Artenso latte – dem ersten Kaffeepadautomaten mit einzigartigem Milchschaumsystem – ist petra-electric 2007 auf Expansionskurs. Die Einführung der Weltneuheit, die auf Knopfdruck einen Cappuccino oder eine Latte macchiato zubereitet, wird im Handel mit verschiedenen Aktionen begleitet.

„Wir investieren nicht in Unternehmen – wir investieren in Menschen“ – der Leitsatz der Investoren belegt, dass Firmengründer Peter Hohlfeldt sein Lebenswerk in die richtigen Hände gegeben hat und die Zukunft des Unternehmens am Standort Deutschland gesichert ist.

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Presse-Informationen 02.2008
Die neue Ausrichtung der petra-electric GmbH & Co. KG

Nach dem Verkauf an die F. M. Zumtobel-Gruppe gemeinsam mit den Branchen-Insidern Felix Rippe und Martin Tschuor im vergangenen Jahr, der Umfirmierung zum 01.01.2008 und der Neubesetzung des Managements, sind nun die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Die auf deutliches Wachstum ausgerichtete Unternehmensstrategie beinhaltet dabei nicht nur das Bekenntnis zu „Qualität aus Deutschland“, zu „Marke und OEM“, zu „internationaler Vertriebsausrichtung“, sowie einer klar strukturierten Sortimentspolitik, sondern auch einen neuen Kommunikationsauftritt.

Ein wichtiger Bestandteil dessen ist das redesignte Unternehmen- und Markenlogo. Zielsetzung war hier eine Modernisierung, ohne spürbare Verluste bei der Wiedererkennung. Der Buchstabe „e“ im Schriftzug „petra“ wurde besonders ausgestaltet. Dieser entspricht nun in seiner Form dem Icon „Power“, das oft auf Elektrogeräten den Hauptschalter kennzeichnet, damit wird die Wiedererkennung des Logos gesteigert.


Der rote und schwarze Farbzweiklang bleibt erhalten, allerdings wurde der Rotton etwas dunkler gehalten. Diese beiden Farben werden im neuen Corporate Design um eine neue dritte Farbe ergänzt, ein sehr helles Graublau. Mittels dieses Farbdreiklangs wirkt der neue Auftritt von petra-electric nun jünger, frischer und luftig elegant.

Das neue Corporate Design spiegelt sich in allen Kommunikationsmitteln wieder: Vom Briefpapier und Preislisten, über Anzeigengestaltung und Verpackungen, bis hin zum Messeauftritt.

Das neue Selbstverständnis zeigt sich aber auch bereits in auf der Ambiente präsentierten neuen, eigenständigen und trendorientierten Produktdesigns, z. B. in Form der KaffeePadAutomaten KM 45 und KM 50 (vorläufige Bezeichnungen). Diese Zukunftsmodelle überzeugen durch ihre elegante Formgebung, ohne dabei auf Qualität und Convenience zu verzichten.

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Seit einigen Wochen läuft übrigens wieder eine "Kundenbindungsaktion" bei REWE mit WMF-Produkten. Das gibt Extraumsätze in Q2.
Die verhaltene Reaktion auf den Q1-Bericht war für mich eh nicht ganz nachvollziehbar.

Aus den genannten Zahlen (Umsatzanstieg in Q1 ca. 2 % nach einem extrem starken Vorjahres-Q1, Umsatzanstieg nach vier Monaten schon 6 %) läßt sich nämlich ableiten, dass der Umsatz im April um einen zweistelligen %-Satz gestiegen sein muss.

Vor dem Hintergrund der ansonsten stagnierenden oder in Teilen gar rückläufigen Entwicklung im Einzelhandel ist dies eine ziemlich starke Leistung.
WMF will vom Kaffee-Boom profitieren - Küchenausstatter sucht Vertriebspartner im Ausland und trimmt die heimischen Filialen auf hochwertigen Lifestyle

Handelsblatt Nr. 074 vom 16.04.2008 Seite 18 mwb STUTTGART. Der schwäbische Küchenausstatter WMF fühlt sich nach einem Gewinnsprung und mit einer Eigenkapitalquote von über 50 Prozent stark genug für Akquisitionen. "Wir sind immer auf der Suche", sagte Vorstandschef Thorsten Klapproth bei der Vorstellung der Bilanz des Unternehmens, das an der Börse 400 Mill. Euro wert ist. Der Fokus liege aber eher darauf, neue Partner für den Vertrieb im Ausland zu finden. Trotz Finanzkrise sei auch der US-Markt weiter interessant. "Wir schauen schon, dass wir dort weiterkommen."
Befürchtungen, dass die Finanzinvestoren als Großaktionäre den Hersteller von Kochtöpfen, Bestecken, Backformen, und Kaffeemaschinen demnächst wieder verkaufen könnten, hat Klapproth nicht. "Unsere Großaktionäre sind mit dem Geschäft zufrieden. Ich sehe durchaus die Bereitschaft länger dabei zu bleiben", sagte er. Der Schweizer Finanzinvestor Capvis hält seit zwei Jahren über seine Tochter Crystal Capital 51,8 Prozent der Anteile. Weitere 37 Prozent liegen in den Händen der österreichischen Beteiligungsfirma Fiba. Die restlichen Aktien sind breit gestreut. Der Aktienkurs hatte sich in den vergangenen beiden Jahren nahezu verdoppelt. Anders als etwa Permira beim Modekonzern Hugo Boss geben sich die Finanzinvestoren bei WMF vergleichsweise bescheiden. Die Dividende aus dem Jahresüberschuss von 16,8 Mill. Euro wird von 0,95 auf 1,20 Euro je Stückaktie erhöht. Die Ausschüttungsquote lag mit 48 Prozent aber unter der des Vorjahres von 67 Prozent. Sonderausschüttungen sind nicht geplant. Zum Vergleich: Permira kassiert bei Boss eine Sonderdividende von 350 Mill. Euro.
Offensichtlich unterstützen die Eigentümer den Expansionskurs des Managements. Klapproth, dessen Vertrag im März um fünf Jahre verlängert wurde, macht auch nach Einschätzung von Branchenbeobachtern bei WMF einen guten Job. Er formt WMF vom Hersteller praktischer Küchenhilfen zum hochpreisigen Premiumhersteller von Lifestyle-Produkten. Zudem hat er den Trend zu hochwertigen Kaffeemaschinen für die Gastronomie früh erkannt und das Geschäftsmodell jetzt auch auf Geräte für Privathaushalte ausgedehnt. Rund 45.000 Maschinen mit Preisen von teilweise über 2.000 Euro wurden an Privathaushalte verkauft.
Insgesamt steigerte WMF den Umsatz um vier Prozent auf 761 Mill. Euro. Beim Gewinn vor Steuern gab es einen Sprung um 64 Prozent auf 53 Mill. Euro. In diesem Jahr soll das Unternehmen im gleichen Tempo wachsen, vor allem durch das florierende Geschäft mit den Kaffeeautomaten und die Geschäfte mit Großküchen, Hotels, Reedereien und Tankstellen.
Aber Klapproth will auch das Filialnetz in Deutschland ausbauen und rentabler machen. Die operative Rendite im Verkauf an Endkunden sei mit 3,2 Prozent unterdurchschnittlich, sagte der Vorstandschef. Einige der 170 eigenen Geschäfte in Deutschland schrieben Verluste. In die Modernisierung und den Ausbau des Filialnetzes auf bis zu 200 Läden will das schwäbische Traditionsunternehmen drei bis vier Mill. Euro im Jahr investieren - gut ein Zehntel des Nettogewinns. In Österreich will WMF demnächst 20 Shops selbst betreiben.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.177.162 von philojoephus am 27.05.08 10:36:30die wichtigsten news von der WMF HV sind:

Bis Ende April hat das Objektgeschäft um 7% im Umsatz zugelegt, getrieben von den hochmargigen gewerblichen Kaffeemaschinen, die mit 11% Umsatzplus gewachsen sind.

Konsumgeschäft mittelfristige Zielrendite = 5 % Ebit Marge
Antwort auf Beitrag Nr.: 2.773.843 von flitztass am 25.01.01 20:46:14zur "Perle" WMF :confused:

Kritikpunkte aus der letzten HV, habe mitgeschrieben:

das Jahresergebnis, also der Gewinn des Unternehmens, ist um 76 % auf 35,1 Mio € gestiegen. Und das bei einem Umsatzanstieg von nur 4,1% auf 761,5 Mio € Konzernumsatz.
Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern stieg um 64,5% auf 53,3 Mio € anstieg und erreicht nun 7% vom Umsatz. Das im Vorjahr genannte Ziel hat der Vorstand also erreicht, es wurde sogar etwas mehr. Trotzdem ist es im Vergleich zu anderen AG noch niedrig. Bei vielen anderen AG findet man EBIT Zielgrößen von 10-12 %. Hier muss also noch etwas getan werden.
Die Umsatzrendite hat sich auf 4,6% verbessert, die Eigenkapitalrendite auf 13,3%. Das geht in die richtige Richtung, darf aber auch noch besser werden.
Die Eigenkapitalquote der WMF ist nach wie vor gut. Finanzschulden im langfristigen Bereich sind nicht existent, und im kurzfristigen Bereich minimal.
Das Konsum- und Filialgeschäft hingegen, das fast 60% des Konzernumsatzes ausmacht, scheint ja immer noch das Sorgenkind des Vorstands zu sein. Der Umsatz verharrt bei 450 Mio € und das EBIT stieg nur um 1,5 Mio € auf magere 3,2% vom Umsatz an.
Ganz im Gegensatz dazu lief es für die vier Herren im Vorstand. Ihre Bezüge wuchsen um phänomenale 157% von 2 auf 5,2 Mio €uro !

Ob das eine echte Perle wird ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.304.272 von Erdman am 15.06.08 10:38:55Der Umsatz verharrt bei 450 Mio € und das EBIT stieg nur um 1,5 Mio € auf magere 3,2% vom Umsatz an

"Im Konsumgeschäft wurde das EBIT bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau von 11,9 Mio. € auf 14,4 Mio. € erhöht und die Umsatzrendite von 2,7 auf 3,2 Prozent verbessert." (lt. Geschäftsbericht).

Das entspricht einem EBIT-Anstieg von 20%.
Anbei ein älteres Interview mit Klapproth, das mir erst jetzt zwischen die Finger kam.

MfG J:)E

INTERVIEW MIT THORSTEN KLAPPROTH - Erfolg made in Geislingen

29.05.2008 scan DAS WERTPAPIER Interview2 -- Der WMF-Chef erläutert, warum der Hersteller von Küchen- und Haushaltartikeln gegen den Trend wächst, eine Übernahme nicht zu befürchten ist und die Aufnahme in den S-Dax kein Ziel ist. Das Gespräch führte Akram EI-Bahay.
WERTPAPIER: Herr Klapproth, in Deutschland wird überall gespart. Dennoch legt WMF mit Luxusartikeln 2007 das stärkste Jahr der Unternehmensgeschichte hin. Wie passt das zusammen?
KLAPPROTH: Zunächst einmal mag ich den Begriff Luxus nicht. Wir sind ein Markenartikelhersteller, der für eine gute Qualität einen angemessenen Preis verlangt. In dem Segment, in dem wir aktiv sind, liegen die Preise gut 10 Prozent über dem Marktdurchschnitt. Da die Qualität den Preis rechtfertigt, haben wir auch 2007 zugelegt. Und zwar gegen den Rest des Markts. Während der Umsatz im deutschen Einzelhandel um 2,2 Prozent zurückgegangen ist, ist die WMF bei den Erlösen um 4 Prozent gewachsen.
WERTPAPIER: 2008 wird die Stimmung der Konsumenten durch Konjunktursorgen belastet. Haben Ihre Kunden denn noch weiter Lust auf Kaffee?
KLAPPROTH: Natürlich, ich glaube sogar, dass bei vielen Verbrauchern eine positive Grundstimmung herrscht. Die kommt aber nicht immer beim Einzelhandel an. Es ist – wenn Sie so wollen – ein schizophrenes Umfeld, in dem wir uns bewegen. Den größten Druck spüren wir derzeit im klassischen Einzelhandel. Bei den aktuell hohen Benzinpreisen überlegt sich mancher unserer Kunden eben zweimal, ob er sich eine neue Kaffeemaschine zulegt oder nicht. Anders dagegen sieht es bei unseren eigenen WMF-Shops aus. Hier wachsen wir besonders international weiter – aktuell um 7 Prozent. Insgesamt sind wir mit dem bisherigen Verlauf des Jahres 2008 bei einem Umsatzwachstum bis April von 6 Prozent im Konzern weltweit mit Sicherheit nicht unzufrieden.
WERTPAPIER: Von den eben angesprochenen WMF-Shops haben sie allein im vergangenen Jahr 390 neu eröffnet. Weltweit gibt es bereits 2000. Konkurrieren Sie da nicht auf Dauer mit dem Einzelhandel?
KLAPPROTH: Nein, denn diese Shops sind klar als Ergänzung zum Einzelhandel konzipiert und finden sich daher auch in Warenhäusern wieder. Vor allem aber sind es unsere Wachstumstreiber im Ausland.
WERTPAPIER: In welche Märkte wollen Sie so vorstoßen?
KLAPPROTH: Neben einzelnen europäischen Staaten wie Frankreich oder England richten wir unser Hauptaugenmerk auf Asien, und hier besonders auf China. Dort haben wir bereits in 31 Städten 65 unserer Filialen eingerichtet. Das hört sich zunächst einmal nach wenig an für das Riesenland China. So aber haben wir den Markteintritt geschafft. In anderen asiatischen Staaten sind wir ebenfalls gut unterwegs. In Singapur etwa sind wir bereits Marktführer.
WERTPAPIER: Der Internationalisierung zum Trotz beschäftigen Sie mit 73 Prozent den Großteil Ihrer Mitarbeiter hier in Deutschland. Ist das ein Bekenntnis zum Standort oder das Relikt der bisherigen Unternehmensstruktur?
KLAPPROTH: Für uns macht es, wenn es um Planung, Vertrieb oder Service geht, keinen Unterschied, ob ein Mitarbeiter hier oder in Asien sitzt. In jedem Fall ist er gut ausgebildet und kostet daher viel Geld. Also bündeln wir unsere Kompetenz hier in Geislingen. Bei der Produktion dagegen ist es etwas anderes. Wir müssen zwar genau rechnen und die Kosten wettbewerbsfähig halten. Dafür haben wir dann aber auch das Gütesiegel „Made in Germany". Und das ist für uns im internationalen Geschäft mit Premiumartikeln ein großer Wettbewerbsvorteil.
WERTPAPIER: Wie sehen Ihre strategischen Ziele für die Zukunft aus?
KLAPPROTH: In Deutschland ist das Umfeld wegen der latenten Kaufzurückhaltung der Verbraucher schwierig. Und ich glaube nicht, dass sich das bald ändern wird. International bewegen wir uns weiter in einem Wachstumsumfeld. Unter dem Strich werden wir bis 2010 beim Umsatz pro Jahr um mindestens 5 Prozent zulegen.
WERTPAPIER: Den Finanzinvestoren Capvis Equity und Fiba gehören über 88 Prozent der WMF-Stammaktien. Capvis Equity hatte schon einmal ein Übernahmeangebot unterbreitet. Wie sicher ist WMF?
KLAPPROTH: Es gibt immer wieder Spekulationen über eine Übernahme. Fakt ist, dass wir schon vor Capvis Equity und Fiba Finanzinvestoren an Bord hatten und die Situation hat sich für uns nicht wesentlich geändert. Unsere Mehrheitsaktionäre unterstützen den strategischen Kurs von WMF und es zeigt sich, dass dieser erfolgreich ist. Darüber bin ich sehr zufrieden.
WERTPAPIER: Den Vorzugsaktien von WMF zumindest schaden die Spekulationen nicht. In den vergangenen zwölf Monaten haben sie trotz Finanzkrise leicht zugelegt. Woher kommt die Stabilität an der Börse?
KLAPPROTH: Ganz einfach: Wir sagen, wo wir hinwollen, und erreichen unsere Ziele. Die von uns ausgegebenen Umsatz- und Ergebnisprognosen haben wir 2005, 2006 und auch 2007 erreicht oder sogar übererreicht. Und das schafft bei unseren Anlegern Vertrauen. Übrigens nicht nur in Krisenzeiten. Wenn Sie sich die Entwicklung unserer Vorzüge in den vergangenen 24 Monaten ansehen, werden Sie feststellen, dass sich der Wert verdoppelt hat.
WERTPAPIER: Ihre Vorzugsaktien sind in keinem nennenswerten Index gelistet. Wäre eine Indexaufnahme etwa in den SDax ein Ziel für 2009?
KLAPPROTH: Ganz klar: nein. Warum auch? Dazu müsste sich ja auch der Freefloat unserer Stammaktien erhöhen und damit unsere Aktionärsstruktur verändern. Letztlich würden wir durch eine Indexaufnahme nichts hinzugewinnen. Und unsere Aktionäre im Übrigen auch nicht. Denn schon jetzt sind wir in unserer Berichterstattung sehr transparent. Der S-Dax würde für uns nur mehr Aufwand bedeuten.
Von deutschem Kaffee und Schweizer Investoren
Aus dem Kleinbetrieb, der seit 1880 als Württembergische Metallwarenfabrik AG firmiert, ist längst ein bekannter Mittelständler geworden, der verstärkt ins Ausland expandiert. Thorsten Klapproth, der im Juni 2003 von Rolf Allmendinger den WMF-Chefsessel übernommen hat, katapultierte den auf Haushaltsutensilien spezialisierten Konzern in neue Dimensionen. Seit dem Amtsantritt stiegen die Erlöse um 31 Prozent auf 761,5 Millionen Euro in 2007. Der Gewinn vor Steuern hat sich auf 53,3 Millionen mehr als verdoppelt. Die WMF-Vorzugsaktie (ISIN DE0007803033) hat die Finanzkrise unbeschadet überstanden. In den vergangenen fünf Jahren hat der Aktienkurs über 100 Prozent zugelegt. Hinzu kommt eine durchschnittliche Dividendenrendite von 4,3 Prozent. Wachstumstreiber ist das Geschäft mit Kaffeemaschinen. Mit Innovationen wie der kleinsten Pad-Maschine der Welt (s. Bild) drängt der Konzern in die Privathaushalte. Schlagzeilen macht WMF aber nicht nur mit Hochglanzprodukten. Besonders der Einstieg der Schweizer Investmentgesellschaft Capvis Equity, die im Juni 2006 über Nacht 52 Prozent der Stammaktien kaufte, sorgte für Aufsehen. Seit das anschließende Übernahmeangebot scheierte, herrscht bei WMF an der Aktionärsfront, erst einmal Ruhe.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.654.498 von philojoephus am 05.08.08 20:05:17WERTPAPIER: Ihre Vorzugsaktien sind in keinem nennenswerten Index gelistet. Wäre eine Indexaufnahme etwa in den SDax ein Ziel für 2009?
KLAPPROTH: Ganz klar: nein. Warum auch? Dazu müsste sich ja auch der Freefloat unserer Stammaktien erhöhen und damit unsere Aktionärsstruktur verändern.


Das ist allerdings ausgemachter Unsinn.
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.654.623 von Joschka Schröder am 05.08.08 20:19:22...und das ja wohl auch:
Letztlich würden wir durch eine Indexaufnahme nichts hinzugewinnen. Und unsere Aktionäre im Übrigen auch nicht. Denn schon jetzt sind wir in unserer Berichterstattung sehr transparent.
Die WMF-Beteiligung BHS Tabletop hält sich gegen den Branchentrend gut: Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr, auf Ganzjahressicht soll "das operative Ergebnis" (und damit infolge abnehmender Steuerquote bei in etwa gleichbleibender Zinslast auch das Nachsteuerergebnis) im Vorjahresvergleich zulegen.
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Halbjahresergebnis/Halbjahresergebnis

News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Herausgeber verantwortlich.
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Geislingen, 27. August 2008

WMF im ersten Halbjahr 2008 weiter auf Erfolgskurs

Der WMF Konzern hat seinen Erfolgskurs im ersten Halbjahr 2008 fortgesetzt.
In einem zur Jahresmitte spürbar eingetrübten wirtschaftlichen Umfeld wurde
ein Umsatzzuwachs von 7 Prozent auf 382,8 Mio. € erwirtschaftet. Das
Periodenergebnis verbesserte sich gegenüber dem bereits hohen Niveau des
gleichen Vorjahreszeitraums sogar um 15 Prozent auf 18,2 Mio. €. Für das
Gesamtjahr wird mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung
gerechnet.

Zweistelliger Umsatzzuwachs im zweiten Quartal

Der Konzernumsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2008 im
Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 382,8 Mio. €. Nach einem mit plus 2
Prozent verhaltenen ersten Quartal konnte das Wachstum in den drei Monaten
bis Juni auf 13 Prozent gesteigert werden. Ausschlaggebend für die
beschleunigte Umsatzentwicklung waren Geschäfte mit Großkunden im
Konsumgeschäft der WMF AG sowie die Erstkonsolidierung der zum 30. April
2008 erworbenen petra-electric GmbH & Co. KG.

Das Segment Konsumgeschäft wuchs in der Berichtszeit überdurchschnittlich
um 9 Prozent auf 217,8 Mio. €. Das Segment Objektgeschäft konnte seinen
Aufwärtstrend mit plus 5 Prozent auf 165,0 Mio. € fortsetzen. Im Inland kam
der WMF Konzern um 9 Prozent auf 207,1 Mio. € voran. Im Ausland wurde ein
Anstieg des Konzernumsatzes um 6 Prozent auf 175,7 Mio. € erreicht. Der
Auslandsanteil am Umsatz betrug 46 Prozent.

Ergebnis legt auf hohem Niveau weiter zu

Das betriebliche Ergebnis (EBIT) des WMF Konzerns verbesserte sich im
Berichtszeitraum 2008 weiter auf 26,1 Mio. € (Vorjahr 24,7 Mio. €). Dabei
ist zu berücksichtigen, dass in der ersten Hälfte des Vorjahres ein
Ergebnisanstieg von 87 Prozent erzielt worden war. Die Umsatzrendite konnte
mit 6,8 Prozent auf dem sehr guten Vorjahresniveau behauptet werden. Beide
Segmente trugen zu dieser positiven Ergebnisentwicklung bei.

Anlageinvestitionen deutlich erhöht

Die Investitionen in Anlagevermögen hat der WMF Konzern im Berichtszeitraum
mit 13,4 Mio. € nochmals deutlich forciert. In der Vorjahresvergleichszeit
waren 11,1 Mio. € investiert worden. Investitionsschwerpunkte waren der
Ausbau und die Modernisierung des Filialnetzes, die Entwicklung neuer,
innovativer Produkte und Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung.

petra-electric eröffnet weitere Marktchancen

Mit Wirkung zum 30. April 2008 erwarb die WMF AG 100 Prozent der Anteile
des Elektro-Kleingeräteherstellers petra-electric GmbH & Co. KG. Das
Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Elektro-Kleingeräte aus
Kunststoff. Aktueller Sortimentsschwerpunkt sind Pad-Kaffeemaschinen für
den privaten Gebrauch, der die Produktgruppe Consumer Coffee Machines der
WMF ideal ergänzt.

Mitarbeiterzahl gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter im WMF Konzern lag zum 30. Juni 2008 mit 5.911 um
197 über Vorjahr. Der Anstieg ist maßgeblich durch den Erwerb von
petra-electric sowie durch den Mitarbeiteraufbau für die im Vorjahr
angelaufene Fabrik für Hotelprodukte in Tschechien bestimmt.

Positive Umsatz- und Ergebniserwartung für das Gesamtjahr

Auf der Grundlage des erfolgreichen Verlaufs der ersten sechs Monate ist
der Vorstand für das Gesamtjahr 2008 zuversichtlich, den Konzernumsatz um
mindestens 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert steigern zu können. Die
Ergebnisprognose folgt dieser positiven Umsatzerwartung. Der Vorstand hält
daher an der bisherigen Einschätzung fest, 2008 eine EBIT-Rendite von mehr
als 5 Prozent zu erreichen.


WMF-Konzern 30.06.2008 30.06.2007 % Vj.
Gewinn- und Verlustrechnung Mio. EURO Mio. EURO
Umsatzerlöse 382,8 356,4 107
Gesamtleistung 389,2 369,2 105
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 26,1 24,7 106
Ergebnis vor Steuern 26,5 25,1 106
Periodenergebnis 18,2 15,9 115
Ergebnis je Aktie in EURO 1,27 1,13 112




Der vollständige Halbjahresfinanzbericht 2008 ist im Internet unter
www.wmf.de/Berichte abrufbar.
27.08.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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Antwort auf Beitrag Nr.: 34.874.554 von pantarhei am 27.08.08 09:29:17Die Steuerquote (31,5%) ist mal wieder zu hoch. In Deutschland zahlt WMF unter 30%, und in der Schweiz ebenfalls. So groß können die Anlaufverluste in Tschechien ja wohl nicht sein, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.876.482 von O3_2011 am 27.08.08 12:09:02In CH liegen die Steuerquoten meistens bei knapp ueber 20%. Abhaengig vom Kanton.
WMF erwartet nachlassendes Wachstum

Konsumflaute - Gericht lehnt Sonderprüfung ab

Börsen-Zeitung, 28.8.2008 web Stuttgart - Die WMF AG in Geislingen/Steige wird das Wachstumstempo der ersten sechs Monate 2008 nicht bis zum Jahresende halten können. Dennoch bekräftigte der Küchenausstatter seine Erlös- und Ertragsziele.

Maßgeblich für die im Gesamtjahr prognostizierte Abflachung des Wachstums seien die insgesamt ungünstigeren Konjunkturprognosen und das Ausbleiben der früher erwarteten Belebung des privaten Konsums, teilte WMF mit. Dennoch soll der Konzernumsatz in diesem Jahr um mindestens 5 % über dem Vorjahresniveau von 762 Mill. Euro liegen. Das Unternehmen zeigte sich zudem zuversichtlich, eine Umsatzrendite gemessen am Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mehr als 5 % zu erreichen. Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz von WMF im Jahresvergleich um 7 % auf 382,8 Mill. Euro. Das im ersten Quartal vor dem Hintergrund eines frühen Osterfestes und einer geringeren Anzahl von Verkaufstagen noch bei 2 % liegende Umsatzwachstum wurde im zweiten Quartal auf 13 % gesteigert. Im Konsumgeschäft lagen die Erlöse im Halbjahr mit 218 Mill. Euro um 9 % über Vorjahr. Im Objektgeschäft wuchsen sie um 5 % auf 165 Mill. Euro. Das Konzern-Ebit erhöhte sich auf 26,1 (i. V. 24,7) Mill. Euro. Im Konsumgeschäft kletterte der operative Halbjahresgewinn von 0,4 auf 0,7 Mill. Euro, im Objektgeschäft stieg das Ebit von 24,3 auf 25,4 Mill. Euro. Die Umsatzrendite auf Konzernebene verharrte bei 6,8 %. Der Versuch von Anteilseignern, den ihrer Meinung nach zu preiswerten Verkauf der WMF Versicherungsdienst GmbH an den WMF-Großaktionär Crystal Capital aus dem Jahr 2006 per Sonderprüfung untersuchen zu lassen, ist gescheitert. Laut WMF hat das Landgericht Stuttgart einen entsprechenden Antrag der Shareholder Value Management AG als unbegründet zurückgewiesen.
aus der FTD:

McDonald's fehlt Geld für Kaffeemaschinen
von Kathrin Werner

McDonald's wird zum nächsten Opfer der Finanzkrise: Die Bank of America stoppt die Kredite für den Ausbau der Fast-Food-Kette. Dabei könnte der Bulettenbrater gerade jetzt gut verdienen - an günstigen Heißgetränken.

Die Krise an den Finanzmärkten bringt Zahlen hervor, die sich kein Mensch mehr vorstellen kann: 500 Mrd. $ müssen die Banken abschreiben, Lehman rutscht mit 613 Mrd. $ Schulden in die Pleite, und der Börsenwert von Goldman Sachs schrumpft in acht Tagen um mehr als 9 Mrd. $. Doch der Crash hat auch eine ganz fassbare Folge: Für neue Kaffeemaschinen bei McDonald's ist kein Geld mehr da.

Für die marode Investmentbank Merrill Lynch macht die Bank of America zwar 50 Mrd. $ locker, aber bei Krediten für Betreiber der Fast-Food-Filialen spart das zweitgrößte Geldhaus der USA. McDonald's rüstet gerade die rund 14.000 amerikanischen Restaurants mit Tresen aus, an denen statt der üblichen bräunlichen Brühe schicke Kaffeespezialitäten zubereitet werden. Das Geschäft mit Macchiato, Mokka und Espresso brummt - und bisher profitiert der Bulettenbrater sogar von der Finanzkrise: Viele US-Konsumenten sparen sich nämlich den teuren Konkurrenten Starbucks. Statt 4 $ für einen Nobel-Latte zu zahlen, gehen sie lieber zu McDonald's, wo das gleiche Getränk ein Viertel weniger kostet.


Doch für das Geschäft mit der Krise brauchen die Franchisenehmer Espressomaschinen, Milchschaumdüsen, Kaffeemühlen. Die kosten Geld, doch plötzlich gibt es keinen Kredit mehr. Eigentlich hat McDonald's mit der Bank of America längst ein Darlehensprogramm namens "Eagle" ausgehandelt, doch seit vergangener Woche ist alles anders. "Die Ankündigung, eine Investmentbank zu kaufen und die Volatilität der Kreditmärkte, vor allem in der vergangenen Woche, haben es für die B of A schwierig gemacht, noch die schnelle Lösung hinzubekommen, die wir geplant hatten", schreibt die McDonald's-Finanzabteilung in einer E-Mail, die der Nachrichtenagentur Bloomberg zugespielt wurde.

Der Konzern suche nun nach anderen Geldquellen, heißt es in dem Memo. Der FTD sagte ein McDonald's-Sprecher, dass es keine Probleme mit Darlehen gebe: "Mehr als 50 nationale, regionale und lokale Kreditgeber stellen unseren Franchisenehmern in den USA Finanzierungen zur Verfügung." In dem Memo klingt das anders: Erst mal sollen die Filialbetreiber "überschüssige Mittel" verwenden, um ihre Schulden abzuzahlen. Bis neue Kredite kämen, könne es mehr als einen Monat dauern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.272.768 von Joschka Schröder am 25.09.08 15:31:48Interessanter Artikel. Das dürfte aber kein Problem von McD oder WMF sein - eher eins der Bank of America. Es liegt eine lustige Symbolik zur Lage der USA in dem Sachverhalt: Die Bank of America kann Mc Donalds nicht mehr finanzieren.
Zur Abwechslung ist mal nicht die Finanzmarktkrise schuld...


Kurzarbeit im Besteckbereich der WMF

Geislingen Kurzarbeit bei der WMF in Geislingen: 120 Mitarbeiter müssen wegen einer Auftragsflaute bei Bestecken tageweise zu Hause bleiben. Das bestätigte gestern Pressesprecher Jürgen Vogler auf Nachfrage unserer Zeitung.

Je nach Abteilung ist die Kurzarbeit unterschiedlich ausgeprägt, erläutert Vogler: Sie begann Mitte Oktober und ist bis 23. Dezember befristet. Zwischen 7 und 24 Arbeitstagen bleiben die WMF-Beschäftigten zu Hause. Sie erhalten für den Ausfall Kurzarbeitergeld von der Agentur für Arbeit. Betroffen ist schwerpunktmäßig die Besteckfertigung, aber auch damit zusammenhängende Abteilungen wie Werkzeugbau, Besteckpackerei, Stahlgraveure und der Sondermaschinenbau, sagte Vogler.

Die Kurzarbeit habe nichts mit der Finanzmarktkrise und einer sich deshalb abschwächenden Konkunktur zu tun, unterstreicht Vogler. "Es handelt sich um eine allgemeine Nachfrageschwäche bei Bestecken." Er gewinnt dem einen positiven Aspekt ab: Zu Kurzarbeit greife ein Unternehmen, wenn es in absehbarer Zeit wieder mit einer höheren Nachfrage rechne. Und in der Tat würden die Prognosen der Gesellschaft für Konsumforschung dahin gehen, dass der Konsum vor Weihnachten wieder anziehe und im kommenden Jahr zumindest das Niveau von 2008 halte. rod

http://www.suedwest-aktiv.de/region/nwz/goeppinger_kreisnach…
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.725.479 von DickeBacke am 28.10.08 09:38:10Ja, unter 13 würde ich mit und ohne Krise sehr gerne zukaufen...;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.725.479 von DickeBacke am 28.10.08 09:38:10Das Konsumgeschäft hat keine Probleme mit der Finanzkrise. Aber wie sieht's im Objektgeschäft aus?
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.728.955 von O3_2011 am 28.10.08 12:52:03Im Objektgeschäft sieht es anders aus. Siehe #572 ;)
Die Q3-Zahlen sehen nicht gut aus:

In Q3 konnte der Umsatz zwar noch um 3 % gesteigert werden, die EBIT-Marge ist allerdings auf 1,7 % eingebrochen, das EBIT mithin um 36 % (!) rückläufig.

Fortsetzung des Negativ-Trends im Oktober.

Vom Weihnachtsgeschäft (das wesentlich zum Jahresergebnis beiträgt) darf man in diesem Jahr nicht allzu viel Gutes erwarten.

Das Jahresergebnis wird somit voraussichtlich deutlich rückläufig sein ... und im nächsten Jahr wird die Situation noch wesentlich düsterer aussehen als 2008.

Na ja, dafür notiert die Aktie mittlerweile auch 20 % unter Buchwert. Dennoch erscheinen Käufe auf dem derzeitigen Niveau verfrüht. Der Aktienkurs hat noch Potential nach unten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.937.004 von Joschka Schröder am 13.11.08 12:05:59"Na ja, dafür notiert die Aktie mittlerweile auch 20 % unter Buchwert. Dennoch erscheinen Käufe auf dem derzeitigen Niveau verfrüht. Der Aktienkurs hat noch Potential nach unten."


Ausgehend vom Kurs der Vorzüge bei jetzt 15 Euro sehe ich das ähnlich, bin mir aber nicht sicher, ob wir die diesjährigen Tiefs um die 12 nochmal sehen.

Vielleicht warten einfach zu viele auf solch eine Gelegenheit (!?)


:)
Im Werk in Geislingen brodelt es anscheinend gewaltig...


"Nur noch eine Alibifertigung"

WMF-Betriebsrat wegen Stellenabbau in der Besteckfertigung sauer


Was passiert mit den Betroffenen, wenn in der Besteckfertigung der WMF 70 Jobs wegfallen? Auch nach einer Informationsveranstaltung am Dienstag bleibt das unklar. Der Betriebsrat ist verärgert.

Geislingen Draußen herrschen winterliche Verhältnisse - bei der WMF sogar Eiszeit. Als eisig beschreibt nämlich WMF-Betriebsratsvorsitzender Manfred Scheck das Verhältnis zur Unternehmensleitung. Von deren Beschluss, wegen des Wettbewerbs- und Kostendrucks in der Besteckfertigung am Standort Geislingen 70 Arbeitsplätze zu streichen, sei der Betriebsrat überrascht worden. Er fühlt sich sogar hintergangen und sehr schlecht informiert. Am 25. November gab es eine Betriebsversammlung - mit keinem Wort sei da der geplante Stellenabbau angesprochen worden, ärgert sich Scheck. Doch schon wenige Tage danach, am 1. Dezember, habe der Wirtschaftsausschuss die einschneidenden Beschlüsse gefasst.

Wie Scheck erläutert, hatte das WMF-Management drei Varianten prüfen und durchrechnen lassen:


· Die Besteckfertigung wird am Standort Geislingen auf 5,5 Millionen Stück pro Jahr angehoben, um die Stückkosten zu senken (1).

· Die Geislinger Besteckfertigung wird komplett geschlossen (2).

· Die Besteckfertigung vor Ort wird stark zurückgeschraubt (3).

Obwohl sich die Variante zwei laut Unternehmensleitung als betriebswirtschaftlich sinnvollste herausgestellt habe, habe man sich für die mildere Version drei entschieden. "Da bleibt aber nur noch eine Alibifertigung übrig", kritisiert Scheck den Plan, 70 von 96 direkt mit der Besteckproduktion befasste Arbeitsplätze zu streichen. Die Fertigung ganz zu streichen, traue sich das Unternehmen wohl nicht, denn schließlich verbinde man den Markennamen WMF seit jeher mit Besteck aus Deutschland.

Was passiert nun mit den Betroffenen? Nachdem sie am Dienstag über den Stellenabbau informiert wurden, sei dessen Umsetzung und der Zeitplan Verhandlungsgegenstand zwischen WMF-Management und Betriebsrat, teilte dazu Pressesprecher Thomas Dix mit. Die Gespräche begännen im Januar. Ziel seien sozialverträgliche Lösungen.

Die Kurzarbeit in der Besteckfertigung - montags und dienstags wird nicht gearbeitet - wird um weitere drei Monate bis Ende März verlängert. Laut Scheck favorisiert die WMF-Führung, die Vorruhestandsregelung auszuweiten. "Das kann ein probates Instrument sein," stimmt auch Scheck zu, mit der Einschränkung, dass dann auch klar sein müsse, wer es bezahlt.

Scheck vermisst handfeste Informationen von der Chefetage. Klar sei immerhin, dass die WMF nach drei Quartalen ein Umsatzplus von sechs Prozent erwirtschaftet habe.

Erscheinungsdatum: Donnerstag 11.12.2008

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WMF streicht 70 Jobs

Besteckfertigung betroffen - Sozialverträgliche Lösung wird angestrebt


Die WMF streicht in Geislingen 70 Arbeitsplätze in der Besteckfertigung. Gespräche über eine sozialverträgliche Lösung für die Betroffenen beginnen.

Geislingen Das passt wie die Faust aufs Auge: Am Freitagabend wurde die Geislinger Weihnachtsausstellung im Alten Bau eröffnet. Sie führt eine kleine Kulturgeschichte des Bestecks vor Augen und dokumentiert die Besteckproduktion der WMF. Alle Exponate stammen aus dem Archiv des Geislinger Traditionsunternehmens. Zur selben Zeit beschließt die WMF, am Standort Geislingen in der Besteckproduktion, in der bereits kurz gearbeitet wurde, weitere 70 Arbeitsplätze zu streichen. Laut Pressesprecher Jürgen Vogler bleibt nur noch die sogenannte Schnellläuferfertigung erhalten - der Automatisierungsgrad ist hier besonders hoch, der Personaleinsatz entsprechend gering. In Geislingen verbleiben laut Vogler noch rund 50 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit der Besteckfertigung zusammenhängen. Zum Vergleich: Im neuen WMF-Werk in China sind 400 Leute beschäftigt.

"Wir geben die Besteckfertigung in Geislingen nicht auf, " betont Vogler. Diese wichtige Kompetenz wolle die WMF weiterhin vor Ort erhalten, zumal man mit dem Traditionsunternehmen seit Langem Messer, Gabeln und Löffel als wichtige Produkte verbinde.

Zu dem Einschnitt sieht sich die WMF nach den Worten Voglers gezwungen, weil der Wettbewerbs- und Kostendruck auf dem Besteckmarkt enorm hoch sei. "Das zwingt uns zu strukturellen Anpassungen". Schon seit Mitte Oktober steuerte die WMF wegen der Auftragsflaute in der Besteckfertigung mit Kurzarbeit dagegen. Sie läuft an Weihnachten aus. Zwischen sieben und 24 Arbeitstagen blieben die insgesamt 120 Betroffenen zu Hause.

Jetzt geht es um 70 Arbeitsplätze. Was mit den betroffenen Arbeitnehmern passiert, steht noch nicht fest. Am morgigen Dienstag sollen sie eingehend informiert werden. Gespräche mit dem Betriebsrat laufen an. Erklärtes Ziel der Unternehmensleitung seien "möglichst weitgehend sozialverträgliche Lösungen", unterstreicht Vogler.

Er versichert, dass es zu allen anderen Fertigungsbereichen keinerlei Überlegungen über Kurzarbeit gibt. In Geislingen beschäftigt die WMF AG nach Angaben Voglers derzeit 2000 Mitarbeiter und damit einige mehr als vor Jahresfrist. Hinzu kommen 200 Beschäftigte der Tochtergesellschaft ProLog.

Erscheinungsdatum: Montag 08.12.2008

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So, der Weihnachtskonsum 2008 mußte also ohne Finanzkrise auskommen. Entsprechend ohne große Katastrophen dürfte der WMF-Jahresabschluss ausfallen. Lediglich für Hamburg (siehe unten) wird ein etwas schwächerer Umsatz verkündet.
OK, ich gebe es zu, das liegt an mir, ich bin wie immer spät dran. Werde mich jetzt entsprechend widmen um Hamburg nach vorne zu bringen und wünsche allen W:O'lern Besinnliche Weihnacht! Viele weihnachtliche Grüße unicum
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Handel mit Weihnachtsgeschäft zufrieden - Meist stabile Umsätze

BERLIN (dpa-AFX) - Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel ist nach Branchenangaben trotz düsterer Konjunkturprognosen zufriedenstellend gelaufen. 'Die Geschäfte bewegen sich auf dem Niveau der vergangenen Jahre', sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), am Dienstag in Berlin. 'Der von vielen befürchtete und von manchen angekündigte Einbruch ist ausgeblieben.' In den vergangenen Tagen habe das Geschäft noch kräftig angezogen. Zu Heiligabend an diesem Mittwoch dürften viele noch Lebensmittel und 'Last-Minute-Geschenke' kaufen. Die Unterhaltungselektronik-Branche sieht ihre Erwartungen an die Advents-Einkäufe ebenfalls erfüllt.

'Der Weihnachtsmann ist ein zuverlässiger Bringer für den Einzelhandel', sagte HDE-Sprecher Pellengahr. In die Bilanz fließt auch noch Samstag, der 27. Dezember, ein, wenn nach den Feiertagen Geldgeschenke und Gutscheine eingelöst werden. Dies könne noch ein echter Boomtag werden. Der HDE hat angestrebt, von November bis Ende Dezember einen Umsatz von rund 74,7 Milliarden Euro zu erreichen, das wäre ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

STARKE NACHFRAGE NACH FLACHBILDFERNSEHERN

Eine starke Nachfrage nach Flachbildfernsehern, MP3-Playern und Digitalkameras bescherte der Unterhaltungselektronik ein gutes Weihnachtsgeschäft. Wie die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Nürnberg mitteilte, haben sich die Erwartungen der Hersteller erfüllt. 'Die Finanzkrise hat offensichtlich den Geldbeutel der Verbraucher noch nicht erreicht', sagte der gfu-Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Hecker. Mit rund zwei Prozent könne die Branche 2008 zum fünften Mal in Folge zulegen.

Auch in mehreren Bundesländern zogen die Händler vor Heiligabend zufrieden Bilanz. 'Die Menschen wollen die Weihnachtszeit genießen und anderen eine Freude machen', sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbands der Kaufleute in Sachsen-Anhalt, Uta Otto, der Deutschen Presse-Agentur dpa. 'Die Umsätze in der klassischen Geschenkebranche lagen auf Vorjahresniveau oder waren sogar etwas besser.' Vor allem Uhren, Schmuck, Parfüm, Kosmetik und Sportartikel seien gut gelaufen. Im Trend hätten trotz Wirtschaftskrise hochwertige Artikel gelegen, etwa Handtaschen, teure Uhren oder gute Weine und Delikatessen.

Im Saarland wurde das angestrebte Vorjahresniveau erreicht. Die Finanzkrise habe sich entgegen der Befürchtungen nicht spürbar auf das Konsumverhalten ausgewirkt, teilte der Landesverband Einzelhandel und Dienstleistung in Saarbrücken mit. In Hamburg zeichnet sich indes wohl ein etwas schwächerer Weihnachtsumsatz als 2007 ab, wie die Handelskammer mitteilte. Die Kunden seien aber nach wie vor in Kauflaune, von allgemeiner Kaufzurückhaltung könne keine Rede sein. /sam/kr/jr/ak/sm/DP/js

Quelle: dpa-AFX
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.259.086 von unicum am 23.12.08 14:52:28@ #582 von unicum
>> So, der Weihnachtskonsum 2008 mußte also ohne Finanzkrise auskommen.
Ich habe mich eh schon die ganze Zeit gewundert, dass der deutsche Einzelhandel so jammert. Bis auf ein paar Zeitarbeiter in der Automobilindustrie ist die Krise ja nicht wirklich im Portmonee der deutschen Konsumenten angekommen. Ganz anders sieht es natürlich in den USA aus.

MfG J:)E


Retail Sales Plummet

26.12.2008 THE WALL STREET JOURNAL By ANN ZIMMERMAN, JENNIFER SARANOW and MIGUEL BUSTILLO -- Price-slashing failed to rescue a bleak holiday season for beleaguered retailers, as sales plunged across most categories on shrinking consumer spending, according to new data released Thursday.
Despite a flurry of last-minute shoppers lured by the deep discounts, total retail sales, excluding automobiles, fell over the year-earlier period by 5.5% in November and 8% in December through Christmas Eve, according to MasterCard Inc.'s SpendingPulse unit. When gasoline sales are excluded, the fall in overall retail sales is more modest: a 2.5% drop in November and a 4% decline in December. A 40% drop in gasoline prices over the year-earlier period contributed to the sharp decline in total sales.
But considering individual sectors, "This will go down as the one of the worst holiday sales seasons on record," said Mary Delk, a director in the retail practice at consulting firm Deloitte LLP. "Retailers went from 'Ho-ho' to 'Uh-oh' to 'Oh-no.'" The holiday retail-sales decline was much worse than the already-dire picture painted by industry forecasts, which had predicted sales ranging from a 1% drop to a more optimistic increase of 2.2%.
Luxury goods, once considered immune from economic turmoil, were hardest hit, with sales falling 21.2%, compared with a jump of 7.5% a year ago, when the economy had just begun to sputter. Including jewelry sales, the luxury sector plunged by a whopping 34.5%.
During the same period last year, overall retail sales rose a modest 2.4%, helped by late-season discounting that enticed procrastinating shoppers. But this year, after a moderate uptick in shopping activity boosted by steep promotions the Friday after Thanksgiving, shoppers closed their wallets and reopened them only cautiously, worried by job losses, a sinking stock market and a recession climbing into its second year. "There has been a major contraction in consumer spending," Michael McNamara, vice president of research and analysis for MasterCard Advisors, said in an interview yesterday.
This spells a bitter disappointment for companies that had hoped the holidays would offset a year when sales have been sliding steadily, draining profits and, in many instances, undermining the ability to pay down debt. The industry already has seen a parade of retailers entering bankruptcy proceedings, such as Circuit City Stores Inc., and liquidating, including Mervyn's LLC and Linens 'N Things Inc. The weak holiday sales mean more chains are likely to follow suit next year.
'The Buying Climate'
To be sure, there was a glimmer of positive economic news this week as well, as the Labor Department released figures showing inflation-adjusted consumer spending inched up slightly in November as gas prices fell steeply. The personal savings rate also climbed in November. Socking away more in the bank leaves less for splurging at the mall.
"It's all about restoring confidence in the buying climate and declining prices help to bring us there, but we're not there yet," said Michael Niemira, chief economist at the International Council of Shopping Centers.
At a Los Angeles Anthropologie store on Christmas Eve, even a clearance table at the apparel and home-goods store didn't tempt Gloria Langstaff, 60 years old. "We're spending less," said the librarian from Missoula, Mont., who is visiting Los Angeles on an annual holiday trip. The trip itself was a cutback from last year, when the family went to the Dominican Republic.
A final burst of spending retailers hoped for last weekend never came. Shopper traffic fell 27% compared with the same time last year, while sales declined 5.3%, according to ShopperTrak RCT Corp., which tracks sales in retail outlets nationwide. Bad weather on both coasts combined with economic factors to slow sales, the company said.
Few retailers were counting on the holidays being robust when they placed conservative orders for merchandise last summer. Most worried that high gas prices and the continuing housing slump would cause another lackluster year. But even that conservative approach wasn't enough when the bottom fell out of the stock market in September. By October, retail sales were declining faster than expected amid the steady drumbeat of bad economic news.
No retail sector was spared. Among the biggest losers were electronics and appliances, which fell a combined 26.7% versus a 2.7% gain last year. Women's apparel slid 22.7% compared with a 2.4% drop a year ago. E-commerce showed the most resilience, with online sales falling just 2%. But it was still a disappointment compared with last year when online sales posted a 22.4% gain in the period.
In addition to sales at stores and online, SpendingPulse tracks spending at restaurants and on gift cards, though retailers don't book revenue from card sales until they are redeemed. Its data are based on sales activity in the MasterCard payments network with estimates for all other payment forms, including cash and checks.
At the Prudential Center mall in downtown Boston on Christmas Eve, Stephen Sweigart and Paul Heffernan were perusing sale items and refused to buy anything for less than half off. Mr. Sweigart said he wasn't spending as much on family this year, and was making donations to charity in lieu of gifts due to the recession. "It makes unwrapping presents a lot faster, and we spent less money. It's a win-win," he said.
Glen Senk, chief executive officer of clothing and home accessories retailer Urban Outfitters Inc., said he's been struck by the extent of retail price cuts over the past several months. Mr. Senk says he's not planning any unusual post-Christmas price cuts. The season's dismal results have left stores with mountains of inventory to clear, prompting many to move up their typical January clearance sales to this weekend to help salvage what they can of the season.
Luxury retailer Neiman Marcus Group Inc.'s namesake department-store chain posted its online after-Christmas sale on Tuesday, with the message: "Savings so good, we couldn't wait!" and offered 40% off already reduced merchandise. Two weeks ago, Neiman's reported its net profit dropped 84% for its fiscal first quarter as affluent shoppers cut way back on discretionary purchases.
J.C. Penney Co. is offering free wake-up calls to rouse department-store shoppers at 5:30 a.m. Friday. From the time the store opens until 1 p.m., the stores will offer 100 "doorbuster" deals, twice as many as last year, including 50% off Ralph Lauren-designed American Living sportswear line, 70% off gold and sterling-silver jewelry and juniors holiday sweaters for $9.99.
Limited Brands Inc. is moving the start date of semiannual sales at its Victoria's Secret and Bath & Body Works stores to the end of December from January, according to a spokeswoman. Both chains are already offering the semiannual sale prices online.
Retailers were stung by a shorter holiday-shopping season this year -- just 27 days between Thanksgiving and Christmas in 2008 compared with 32 in 2007. But some are holding out hope that the calendar will improve post-Christmas sales. This year, a complete weekend falls between Christmas and New Year's Eve. "What we lose between Thanksgiving and Christmas, we think we gain between Christmas and New Year's," said Jeff Maynard, the head of marketing at Circuit City, which has been advertising Blu-Ray discs for $12.99 this week and unveiled a fresh round of post-Christmas sales Thursday.
Circuit City, which is operating under Chapter 11 bankruptcy-court protection, needs the extra sales. An attorney for the company told a judge this week that holiday sales were down 50%, nearly twice what the chain had expected.
Early Discounts
The post-Christmas lift retailers are now hoping for may be hampered by shoppers who took advantage of early discounts and snapped up merchandise for themselves. In a survey by the International Council of Shopping Centers and Goldman Sachs Group, 20% of consumers said they took advantage of bargains and bought for themselves.
Michelle Culang, 26, a doctoral student at City University of New York, stopped by Macy's Herald Square store in Manhattan before Christmas because the store was having a big sale on pillows. "Once I saw the prices I bought more than I would have," said Ms. Culang, who spent $130 on a satin-sheet set and two extra-firm pillows for $29.99 each, marked down from $100.
Retailers soon may face yet another blow. In recent years, they have seen a big lift in post-Christmas sales as shoppers coming back to stores to redeem gift cards often spent more than the card amount to buy full-price merchandise. But Deloitte's holiday consumer survey earlier this week found that shoppers expected to spend only $151 on gift cards this season, a 24% drop from last year. --— Rachel Dodes, Nicholas Casey and Ben Casselman contributed to this article. Write to Ann Zimmerman at ann.zimmerman@wsj.com, Jennifer Saranow at jennifer.saranow@wsj.com and Miguel Bustillo at miguel.bustillo@wsj.com
Bah, Humbug - Year-over-Year change in holiday-season* retail sales
Online Sales...............................-2%
Footwear..................................-14%
Men's Apparel..........................-14%
Furniture...................................-20%
Luxury........................................-21%
Women's Apparel....................-23%
Electronics/Appliances............-27%
Luxury including jewelry..........-35%
*)Nov. 1 - Dec. 24; Source: SpendingPulse, Mastercard Advisors
Gemäß dem folgenden Handelsblattartikel will WMF morgen erste Zahlen vorlegen.

MfG J:)E


WMF lässt die Finger vom Porzellan - Kein Interesse an Rosenthal-Übernahme - Konzern will Geschäft mit Kaffeezubereitung stärken

Handelsblatt Nr. 027 vom 09.02.2009 Seite 16 C. SCHLAUTMANN | DÜSSELDORF Deutschlands größter Kochgeschirr- und Besteckhersteller WMF zeigt dem Porzellananbieter Rosenthal die kalte Schulter. "Wir sind an einem Zukauf im Porzellangeschäft nicht interessiert", sagte WMF-Vorstandschef Thorsten Klapproth im Gespräch mit dem Handelsblatt. Lieber wolle man sich auf Wachstumsmärkte konzentrieren.
Schon im Juni 2008 hatte der irische Mutterkonzern Waterford Wedgwood den inzwischen insolventen Porzellanhersteller Rosenthal zum Verkauf gestellt, Käufer aber fand er bislang nicht. Branchenexperten hatten als ernsthaften Interessenten neben dem italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno Industria und der Münchener Schörghuber-Gruppe schon damals die börsennotierte WMF genannt.
Schließlich zählt Rosenthal zu den wichtigsten Lieferanten der rund 200 Filialen umfassenden konzerneigenen WMF-Kette. Und mit einer Eigenkapitalquote von 55 Prozent ist die mehrheitlich von dem Finanzinvestor Crystal Capital (Capvis) kontrollierte WMF in einer komfortablen Kaufposition. Doch daraus dürfte kaum etwas werden. Klapproth: "An der Herstellung von Porzellan haben wir kein Interesse."
Akquisitionen soll es dennoch geben. "Wir wollen in unserer Distribution den Anteil der Waren erhöhen, die im eigenen Konzern hergestellt werden", gibt er die Marschrichtung vor. Bislang stammt nur die Hälfte des Sortiments, das WMF selbst und als Großhändler über 2.000 Handelspartner wie Karstadt oder Kaufhof vertreibt, aus eigener Produktion. Das soll sich ändern. Im kleinen Kreis habe Klapproth die Vorgabe gemacht, künftig 70 Prozent des Umsatzes mit konzerneigenen Marken zu erwirtschaften, berichten Insider. Der Chef selbst hält sich öffentlich mit solchen Zahlen zurück.
Wo es Zukäufe geben könnte, sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet, sagt Klapproth dagegen ohne Umschweife: Nicht nur bei Kochgeschirr-Marken halte man "die Augen offen", auch in der Sparte Kaffeezubereitung werde man die Kernkompetenz weiter ausbauen.
Dort hatte sich WMF schon in den letzten Jahren deutlich verstärkt. Anfang 2006 übernahm der europäische Marktführer von vollautomatischen Kaffeemaschinen den Premiumhersteller Schaerer komplett - nachdem man drei Jahre zuvor 34 Prozent der Geschäftsanteile erworben hatte. Mit Hilfe der Schweizer baut der Konzern seither das Geschäft mit Gastronomiebetrieben, Tankstellenketten oder den Bäckereien des Großhändlers Bäko erheblich aus.
Anfang 2008 griff WMF zudem beim schwäbischen Kaffeemaschinenproduzenten Petra zu. Die ehemalige Tochterfirma der österreichischen Zumtobel-Gruppe will Klapproth nutzen, um das noch junge Privatkundengeschäft mit Kaffeeautomaten auszubauen. "Wir wollen Petra unterhalb der Marke WMF positionieren", kündigt er an. Dort gibt es reichlich Platz: Für WMF-Automaten blättern Privatkunden bis zu 2.700 Euro auf den Ladentisch.
Klapproth investiert zudem massiv in eigene WMF-Läden, die er inzwischen komplett umbauen ließ. Dorthin fließe mittlerweile mehr als in die Produktion, berichtet er. Das Ladendesign von WMF sei einheitlich, aber zu "clean", monieren Wettbewerber in der Fußgängerzone. Doch der Erfolg gibt Klapproth Recht: Seit seinem Antritt an der Konzernspitze 2003 kletterte der Umsatz innerhalb von vier Jahren um 36 Prozent auf 761 Mio. Euro - bei einem Betriebsgewinn (Ebit) von 53 Mio. Euro. Auch 2008, bekräftigt der Vorstandschef frühere Zielvorgaben, soll das Geschäft um rund fünf Prozent gewachsen sein. Konkrete Umsatzzahlen will er am Donnerstag vorlegen.
Den Streit mit freien Händlern, denen WMF mit der eigenen Kette Konkurrenz macht, mindert der Neuauftritt indes nicht. Der Vorwurf der Handelspartner: WMF starte Besteckumtausch-Aktionen in den eigenen Läden bisweilen früher als mit ihnen. In einer Dortmunder Filiale habe WMF durch monatelange Räumungsverkäufe das streng kontrollierte Preisniveau gedrückt. Auch die Kundenbindungsprogramme in SB-Warenhäusern von Real oder Rewe, die als Prämien mit Produkten von WMF locken, erzürnen Haushaltswarenhändler. Klapproth will all dies nicht gelten lassen. "Solche Aktionen sind eine hervorragende Publicity für die Warengruppe", sagt er. Von den Nachkäufen profitierten dann meist auch die Fachhändler. Tatsächlich aber kann er sich das selbstbewusste Auftreten - im Gegensatz zu vielen anderen Markenherstellern - erlauben, denn auslisten wird ihn sobald wohl niemand. "Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent kommt der Handel schwer an WMF vorbei", urteilt Thomas Grothkopp vom Bundesverband für den Gedeckten Tisch.
Marken im WMF-Konzern
Umsatz 2007 in Mio. Euro
WMF | Bestecke, Einzelhandel..............458
Schaerer | Kaffeeautomaten.....................73
Silit | Töpfe..................................................46
W.F. Kaiser | Backformen.........................38
Hepp | Gastronomie-Bedarf......................27
Alfi | Thermoskannen.................................22
Auerhahn | Gastronomie-Bestecke..........12
Zweikampf an der Spitze - Marktanteile Herd- und Kochgeschirr in Deutschland (Jan. - Sept. 08)
WMF............................13,8
Silit (WMF)...................9,2
Fissler..........................18,6
AMC (Fissler)...............5,8
Berndes..........................7,3
Tefal................................3,4
Schulte-Ufer.................3,4
Sonstige......................38,5
Handelsblatt | Quellen: Unternehmensangaben, GfK
@ all

Umsatz 2007: 761,5
Umsatz 2008: 796,0
Ergibt ein Umsatzwachstum von 4,5 % für 2008.
Für 2009 wird erneut ein ertragreiches Wachstum von 5 % angepeilt. "Das klingt extrem anspruchsvoll, das ist es auch und das soll es auch sein. Es ist aber nicht unrealistisch."
Schmunzeln musste ich bei dem Anschnitt über das neue Cromargan protect®. Da hört sich so an, als entstammt es aus einer Verkaufssendung eines Homeshoppingkanal. Fehlt nur noch, dass er gesagt hätte: Und die Fleischstäbchen gibt es gratis dazu. :)

MfG J:)E


Ambiente - Rede Vorstandsvorsitzender der WMF, Herr Thorsten Klapproth, auf der Pressekonferenz anlässlich der „Ambiente“ am 12. Februar 2009 in Frankfurt

http://www.wmf.de/presse/pressemeldungen_530.html?sid={F5C9B…
12.02.2009 -- Meine Damen und Herren, ein Bankmanager, Walter Hesselbach, hat schon vor langer Zeit erkannt: „Zukunft ist die Zeit, von der man spricht, wenn man in der Gegenwart mit einem Problem nicht fertig wird.“
Wenn Ihnen das in der aktuellen wirtschaftlichen Lage bekannt vorkommt, freut es Sie bestimmt, dass wir Ihnen sehr gerne zuerst auch über das Geschäftsjahr 2008 der WMF berichten. Natürlich gehe ich darüber hinaus auch auf die Aussichten für 2009 und dabei insbesondere auf unsere Neuheiten ein.
Wenn ich von der WMF rede, so meine ich damit stets den WMF Konzern. Neben der Ihnen vertrauten Marke WMF gehören dazu aber immer auch unsere Marken Schaerer, Silit, Kaiser, Auerhahn, Boehringer, Hepp, alfi und seit letztem Jahr petra-electric.
Viele von diesen Marken finden Sie auch hier auf der Ambiente – Sie sind uns natürlich auf allen Messeständen des WMF Konzerns stets herzlich willkommen
Meine Damen und Herren, das Jahr 2009 steht bei der WMF unter der Devise „Die beste WMF aller Zeiten.“ Sie werden sehen, dass dies weder mit Arroganz noch mit Ignoranz des wirtschaftlichen Umfeldes zu tun hat.
Wirtschaftliches Umfeld 2008
Doch bevor ich auf das laufende Jahr zu sprechen komme, zunächst zur Entwicklung des vergangenen Jahres 2008. Sie müssen fast jeden Tag darüber berichten und wir alle lesen, hören und sehen es permanent. Sowohl in der Weltwirtschaft als auch in der deutschen Wirtschaft sieht es derzeit nicht sehr rosig aus. Ich werde an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen, sondern lediglich einige, Ihnen vielleicht nicht mehr so präsente, Fakten aus 2008 darlegen. Dabei beziehe ich mich fast ausschließlich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist 2008 gewachsen – und zwar um 1,3 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt). Das lag insbesondere an einem starken ersten Quartal 2008, dem dann schwächere Quartale folgten. Im vierten Quartal schrumpfte das BIP sogar um 1,7 bis 1,9 Prozent (vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes). Ich erwähne das so explizit, weil diese Entwicklung natürlich keinen Konsumgüter-Hersteller unberührt lassen kann.
Der private Konsum stagnierte 2008 (0,0 % = Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Erwartungen lagen ein Jahr zuvor bei plus 1,7 Prozent. Sie erinnern sich alle sicher gut an die enormen Preissteigerungen für Energie und die dadurch nach oben schnellende Teuerungsrate.
Der Umsatz des deutschen Einzelhandels ist sogar leicht gesunken. Und zwar real um 0,4 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Betrachtet man die wirtschaftliche Entwicklung 2008 für die WMF relevanten Branchen im Konsumgeschäft und der Hotellerie sowie der Gastronomie, sieht die Entwicklung noch weniger erfreulich aus. Der Umsatz der GPK-Branche geht um 2,2 Prozent zurück (per Ende November), der Umsatz des Gastgewerbes um 1,7 Prozent (per Ende September, dabei Hotellerie minus 1,1 Prozent und Gastronomie minus 2,4 Prozent, Quelle: DEHOGA).
Die Entwicklung der Branchen, in denen wir uns im WMF Konzern bewegen, hat schon lange keinen Anlass mehr zum Jubeln gegeben. Unser Umfeld war noch nie einfach und Sie alle wissen, wie sich das beispielsweise auf sehr namhafte und traditionsreiche Porzellanhersteller ausgewirkt hat.
Meine Damen und Herren, im Gegensatz dazu ist der WMF Konzern weiter erfolgreich und erzielt mit 796 Mio. Euro erneut einen Rekordumsatz. Plus 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung und zeigt, dass wir uns mit unseren starken Marken auch in einem schwierigen Umfeld behaupten können. Natürlich können wir uns nicht von der Gesamtwirtschaft abkoppeln, dennoch ist der WMF Konzern in allen vier Quartalen 2008 gewachsen, wenn auch unterschiedlich stark. Lag das Wachstum im Konzern zum Halbjahr bei 7 Prozent über dem Vorjahr, konnten wir für das Gesamtjahr ein Plus von 5 Prozent erzielen.
Dabei wächst das Konsumgeschäft um 6 Prozent auf 474 Mio. Euro und das Objektgeschäft um 3 Prozent auf 322 Mio. Euro. Für die einzelnen Gesellschaften bedeutet das folgendes:
WMF AG
Die größte Gesellschaft des Konzerns die WMF AG hat sich gut behauptet, insbesondere angesichts des schwierigen Umfeldes, in dem wir uns gerade auch in Deutschland bewegen. Der Umsatz liegt hier bei rund 462 Mio. Euro, also 1 Prozent über Vorjahr.
Ein Beispiel für unseren Erfolg im Inland zeigen die aktuellen GfK-Zahlen des Jahres 2008. Danach ist die WMF erneut wertmäßig Marktführer im Bereich Kochgeschirr, bei Bestecken sowieso.
Besonders hervorzuheben sind darüber hinaus die Tochtergesellschaften des Konzerns, die ein Umsatzplus von 15 Prozent zum Vorjahr erzielen konnten.
WMF Vertriebstochtergesellschaften
Die WMF Vertriebstochtergesellschaften liegen in Summe 3 Prozent unter dem Vorjahr. Bei den Vertriebstöchtern spielt Japan eine ganz wesentliche Rolle. Wir haben Ende 2007 noch einen Auftrag von 1.500 Presto-Kaffeemaschinen an Japan ausgeliefert. So sehr uns das in 2007 erfreut hat, so sehr merken wir diesen außergewöhnlichen Auftrag natürlich auch noch im Vergleichszeitraum 2008. Ohne diesen Effekt wären die Vertriebstochtergesellschaften in 2008 um 1 Prozent gewachsen.
Bei den jeweiligen Entwicklungen der Vertriebstöchter zeigt sich ein eher heterogenes Bild. Natürlich auch geprägt durch die Turbulenzen der letzten Zeit. Während sich Länder wie die USA und Großbritannien auf einem Niveau von 15 bzw. 10 Prozent unter Vorjahr bewegen, legen unsere Tochtergesellschaften in Singapur und Shanghai deutlich zweistellig, um 10 bzw. 30 Prozent zu.
WMF Konzern-Markentochtergesellschaften
Bei den Markentochtergesellschaften des Konzerns geht es deutlich homogener zu. Insgesamt sind diese um 15 Prozent zum Vorjahr gewachsen. Natürlich darf der Erwerb von petra-electric in Burgau nicht unerwähnt bleiben. Auch ohne diese Akquisition bleibt ein Umsatzwachstum von 7 Prozent in 2008.
Im Detail liegt Auerhahn leicht unter dem herausragenden Vorjahresumsatz, die proHeq, mit den Marken Hepp und WMF Hotel, liegt exakt auf dem Vorjahresniveau. alfi, Kaiser und Boehringer konnten prozentual einstellig wachsen. Schaerer und Silit legten prozentual sogar zweistellig zu.
Für diese ganz besondere Leistung bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des WMF Konzerns.
Wie haben wir diese Leistungen denn nun konkret erzielt?
Geschäfte 2008 Konsumgeschäft
Im Konsumgeschäft – zur Erinnerung: unsere Branche schrumpfte im Inland 2008 um 2,2 Prozent – erzielt der WMF Konzern einen Umsatz von 474 Mio. Euro und damit 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne petra bleibt ein Wachstum von 1 Prozent.
Dabei konnte die WMF im ersten Halbjahr 2008 weltweit stärker wachsen, als im zweiten Halbjahres.
Auch in 2008 konnten wieder über 270 WMF Shop-in-Shop-Systeme weltweit realisiert werden. Die Expansion hält weiter an, wenn auch etwas verhaltener. Konnten wir in 2007 noch jeden Tag einen Shop weltweit eröffnen, so vergingen in 2008 eineinhalb Tage. Es bleibt eine beachtliche Leistung.
Am deutlichsten war eine Investitionszurückhaltung im Warenhaus in Deutschland spürbar. Im Einzelhandel war ebenfalls eine deutliche Vorsicht gegenüber Neuinvestitionen zu verzeichnen, wobei sich der klassische Fachhandel sogar etwas stabiler zeigte als die Einrichtungshäuser.
Im Export sind insbesondere die Aufträge aus Spanien geringer ausgefallen als im Vorjahr.
Der Aufbau des Kaffeemaschinengeschäfts für den privaten Einsatz wurde durch die Einführung der WMF 800 erfolgreich fortgeführt. Mit drei Maschinen konnten wir den Marktanteil der WMF bei Kaffee-Vollautomaten im Segment über 1.600 Euro auf über 28 Prozent steigern (Quelle: GfK). Im letzten Jahr hatten wir noch 7 Prozent. Wir sind hier gerade seit gut 3 Jahren im Markt und sehen weiter gute Wachstumschancen mit qualitativ hochwertigen Geräten, die mit einfachster Bedienung wunderbare Kaffeespezialitäten produzieren. Und dass sie auch nicht nur uns gefallen, zeigen die vielen Designpreise, die die Geräte bereits gewonnen haben.
WMF präsentierte ihre Haushalts-Kaffee-Vollautomaten 2008 nicht nur auf der Ambiente, sondern auch auf der IFA in Berlin. In der Vermarktung beschreiten wir dabei bewusst ganz neue Wege: WMF ist beispielsweise offizieller Foodpartner des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München und damit auch im Stadion immer präsent. Ein anderer Partner ist und bleibt unser Starkoch Johann Lafer, mit dem wir unsere langjährige Kooperation verlängert haben. Wir betreiben darüber hinaus sehr erfolgreiche Kooperationen mit Audi, sei es bei der DTM oder bei der Einführung neuer Fahrzeuge. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konsumgeschäftes sind Projekte im Rahmen von Kundenbindungsprogrammen. Diese Projekte werden von uns sehr bewusst eingesetzt. Dabei existieren strikte Regeln und Vorgaben, wie viele Projekte wir als Konzern mit welchen Marken in welchen Ländern durchführen. Es ist nicht der Fall, dass wir dieses Instrument einsetzen, weil wir unsere Produkte im Einzelhandel nicht verkaufen könnten.
Das Gegenteil ist der Fall: an Kundenbindungsprogrammen können Sie überhaupt nur mit hervorragenden Marken teilnehmen. Es geht bei diesen Programmen immer um die Belohnung besonders treuer, besonders loyaler Kunden. Wenn Sie privat guten Freunden etwas schenken, nehmen Sie doch auch nicht das Erstbeste. Hochwertigen Lebensmitteleinzelhändlern geht es da nicht anders.
Meine Damen und Herren, für die Marke WMF als Imagefaktor extrem wichtig und natürlich als Umsatzträger für den WMF Konzern von großer Bedeutung: unsere WMF Filialen.
Seit mehr als 125 Jahren betreibt die WMF eigene Filialen und hat damit den Trend zur Vertikalisierung von Industrieunternehmen bereits vollzogen, als es die Bezeichnung noch gar nicht gab. Die Vertikalisierung setzt sich mehr und mehr durch, nicht nur in der Mode- und Textilbranche. Wir werden auch deshalb weiterhin alles dafür tun, um unsere aktuell 200 Filialen in D (176), A (17), CH (6) und in F (1) weiter zu entwickeln.
Die WMF Filialen entwickelten sich mit 1 Prozent über dem Vorjahr auch in 2008 gut.
Flächenbereinigt konnten wir eine Umsatzsteigerung von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Die Anzahl der Filialen hat sich zwar auf 200 erhöht, die gesamte Verkauffläche hat sich im Rahmen der Strukturoptimierung aber weiter reduziert. Um unsere Vision für die Filialen zu erreichen, nämlich das freundlichste Fachgeschäft in der Innenstadt zu werden, hat Qualität erste Priorität, nicht die Größe einer Filiale.
Die Ursache für die weiter positive Entwicklung liegt in erster Linie in einem gestiegenen Umsatz je Kunden. Hier haben wir das Vorjahr deutlich übertroffen. Die WMF Filialen liegen damit beim Umsatz je Kunde ca. 40 Prozent über dem Branchendurchschnitt.
Der Umsatzanteil in unseren Filialen mit Produkten der Marke WMF hat sich auf 57 Prozent am Gesamtumsatz erhöht. Die Markentochtergesellschaften haben einen Umsatzanteil von 10 Prozent am Gesamtumsatz. Die Umsätze mit der Eigenmarke home haben sich auf 12 Prozent erhöht. Wir schaffen es also aktuell nahezu 80 Prozent der Umsätze mit den Konzernmarken zu erzielen. Eine sehr gute Entwicklung.
Damit hat sich der Anteil der Fremdware deutlich auf 21 Prozent reduziert. Insbesondere die Umsätze mit Porzellan, mit minus 15 Prozent und Glasartikeln mit minus 18 Prozent, haben zu dieser Entwicklung beigetragen.
Objektgeschäft
Meine Damen und Herren, zum Objektgeschäft, dem Geschäft mit der Hotellerie und der Gastronomie. Die Situation im deutschen Gastgewerbe blieb auch in 2008 angespannt, ich erwähnte es bereits.
Auch hier, kurz zur Erinnerung, ging der Markt um 1,7 Prozent zurück. Das Objektgeschäft des WMF Konzerns konnte in 2008 um 3 Prozent wachsen und erreichte einen Umsatz von rund 322 Mio. Euro. Wachstumstreiber war insbesondere das Kaffeemaschinengeschäft. Im Inland konnte die Marktführerschaft weiter gefestigt bzw. ausgebaut werden. Die starke Marktstellung wird durch aktuell 230 eigene Service-Techniker deutlich unterstrichen. International wurden die Vertriebs- und Servicestrukturen weiter ausgebaut.
Die neue WMF Bistro konnte sich auch international sehr gut etablieren und war ein wesentlicher Wachstumstreiber. Die Leistungsfähigkeit des Gerätes, Zuverlässigkeit, Ergonomie, Servicefreundlichkeit und das neue Reinigungssystem „Plug and Clean“ überzeugen die Kunden.
Unsere Marke Schaerer hat die Modell Coffee Art erfolgreich in den Märkten eingeführt. Das Gerät bietet die volle Bandbreite von Kaffeespezialitäten auf qualitativ höchstem Niveau.
Im Hotelgeschäft war die Umsatzentwicklung im Inland verhalten. International konnten zahlreiche Projekte gewonnen werden. Dies gilt für die beiden Marken Hepp und WMF Hotel gleichermaßen.
Das herausragende Ereignis mit entsprechender Auswirkung auf die Hotellerie waren die Olympischen Spiele in Peking. Weitere konkrete Projekte waren beispielsweise die Ausstattung des Hotels ‚Atlantis’ (the Palm) in Dubai, der ‚MS Eurodam’ der Holland America Line, des Formel 1 Grand Prix in Singapur, oder auch der O2-Arena in Berlin.
Freuen Sie sich mit uns auf die Internorga in Hamburg, auf dieser internationalen Messe stellt WMF unter anderem eine wirklich überzeugende Neuheit bei den professionellen Kaffeemaschinen vor. Mehr wird nicht verraten, lassen Sie sich in Hamburg überraschen.
Meine Damen und Herren, bevor ich sie über unsere Sicht auf 2009 informiere, möchte ich ihnen noch einige Informationen zur Entwicklung des WMF Konzerns geben. Wachstum, Akquisition und Beschäftigungsentwicklung sind die Stichworte:
Die Entwicklung des WMF Konzerns.
Natürlich ist es nicht unwichtig, wie sich ein Unternehmen im Vorjahresvergleich entwickelt, entscheidend ist aus unserer Sicht allerdings, ob der mittelfristige Trend stimmt und nachhaltig, mit motivierten Menschen, Wachstum durch Innovation und Agilität erreicht werden kann.
Der WMF Konzern ist im Verlauf der letzen Jahre stetig gewachsen. Mit den klassischen Geschäftsfeldern in neuen Märkten, aber auch in neuen, strategischen Geschäftsfeldern, besonders erfolgreich mit den Kaffeemaschinen.
In den vergangenen 5 Jahren ist der Umsatz um über 230 Mio. Euro gestiegen. Ein Zuwachs von mehr als 40 Prozent. Das Ergebnis hat sich im gleichen Zeitraum auf Basis 2007 verfünffacht. Ein weiterer Pfeiler dieses Wachstums waren darüber hinaus immer auch Akquisitionen. Ich erwähnte bereits, dass wir zum 30. April 2008 sämtliche Geschäftsanteile der petra-electric GmbH & Co. KG in Burgau übernommen haben. Mit dem Erwerb der petra-electric wollen wir vor allem die WMF-eigene Kompetenz im Geschäftsfeld Kaffeemaschinen für den privaten Einsatz ergänzen. Petra-electric entwickelt, produziert und vertreibt Elektro-Kleingeräte. Besonders wichtig, auch für den WMF-Konzern, ist die Kompetenz bei Kaffee-Automaten. Bei den Pad-Maschinen bescheinigt dies beispielsweise auch die Stiftung Warentest, die die petra-Maschine zum Testsieger auserkoren hat. Der Umsatz lag im Jahr 2008 über dem des Vorjahres. Das vor 40 Jahren in Burgau gegründete Unternehmen war im April 2007 von der Unternehmens-Gründerfamilie Hohlfeldt an die österreichische F.M. Zumtobel-Gruppe veräußert worden.
Aufgrund einer künftig noch stärkeren Fokussierung von petra auf das Geschäftsfeld Kaffee und Getränke werden mit der Einbindung in den WMF Konzern zusätzliche Potenziale gehoben.
Alle 150 festen Mitarbeiter von petra-electric am einzigen Standort Burgau wurden übernommen.
Und das Thema der Entwicklung der Beschäftigung im WMF Konzern ist auch mein dritter Punkt.
Vor fünf Jahren waren im WMF Konzern 5.334 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – heute sind es 5.941 Menschen, ein Anstieg um 607 Arbeitsplätze. Im Vorjahr waren es übrigens 5.782 Personen, es sind also wieder 159 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinzugekommen, Sie haben es gerade gehört.
Im Jahr 2009 werden wir bei der Mitarbeiterzahl die 6000er Marke vermutlich überschreiten.
Ausblick 2009
Meine Damen und Herren, eine qualifizierte Aussage zur wirtschaftlichen Gesamtentwicklung in 2009 zu machen, überlasse ich gern den Experten. Die WMF darf sich auch gar nicht von dem aktuellen Umfeld einschüchtern lassen – und das tut wir auch nicht. Wir müssen stets agieren und nicht nur reagieren, als eines der bedeutendsten Unternehmen in unseren Branchen sind wir es auch gar nicht anders gewohnt.
Unser Ziel für den WMF Konzern war, ist und bleibt klar definiert: Wir wollen weiter ertragreich wachsen.
Wir planen seit Jahren ein 5 prozentiges Umsatzwachstum, wir erreichen seit Jahren diese Planung und wir haben uns dieses Ziel auch für 2009 vorgenommen. Dieses Wachstum soll ertragreich vollzogen werden und zwar mit einer EBIT-Rendite von ebenfalls mindestens 5 Prozent. Auch dieses Ziel ist für uns nicht neu, auch dieses Ziel gilt für 2009. Das klingt extrem anspruchsvoll, das ist es auch und das soll es auch sein. Es ist aber nicht unrealistisch.
Wir investieren auch weiterhin in immer schnellere, effizientere Abläufe, in innovative, neue Produkte, die wir Ihnen auf dieser Ambiente präsentieren. Und in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland und auf der ganzen Welt. Auch die Ausbildung vernachlässigen wir nicht. Mit mehr als 163 jungen Menschen in Ausbildung in 2008 übernehmen wir auch mit Überzeugung unsere soziale Verantwortung zur Weiterentwicklung des Standortes Deutschland.
Ambiente 2009
Was gibt es Neues auf der Ambiente 2009? Vieles an allen Ständen der Marken des WMF Konzerns.
Ich beschränke mich dabei auf drei Kern-Neuheiten der WMF und die erste ist WMF Cromargan protect®. Hierbei handelt es sich nicht etwa um ein Produkt, sondern um eine Weltneuheit. Um ein sensationell neues Material. WMF war vor mehr als 80 Jahren Vorreiter bei der Verwendung des rostfreien Edelstahls für die Herstellung von Bestecken. Das im wahrsten Sinne des Wortes edle Material, von WMF unter dem Markenzeichen Cromargan bekannt gemacht, kann nicht anlaufen, es ist rostfrei, säurebeständig, unzerbrechlich, pflegeleicht und damit äußerst langlebig.
Genau 150 Jahre nach der Markteinführung unseres ersten Besteckmodells überhaupt, gehen wir bei WMF jetzt einen Schritt weiter und veredelt auch das Cromargan. Cromargan protect® ist der Name und der Name ist Programm. Nie mehr Kratzer und genauso resistent gegen Korrosion wie der beste Edelstahl. Sage und schreibe 150mal kratzfester! Dies hat das unabhängige Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (FEMA) in Schwäbisch Gmünd in eingehenden Tests bestätigt.
Auch das Forschungsteam der WMF hat Cromargan protect® unter extremen Bedingungen getestet. Bestecke aus herkömmlichem Material und aus Cromargan protect® wurden beispielsweise zusammen in einen Betonmischer gelegt und kräftig ‚durchgemischt’. Bei herkömmlichen Bestecken zeigten sich schon nach wenigen Umdrehungen die bisher üblichen Gebrauchsspuren. Die Bestecke aus Cromargan protect® sahen hingegen aus wie neu.
Cromargan protect® entsteht durch ein thermochemisches Behandlungsverfahren. Dabei wird dem Edelstahl unter Wärme Stickstoff zugeführt, der in das Material eindringt und nach dem Abkühlen zu einer deutlich härteren Oberflächenstruktur führt.
Damit sieht das Besteck auch nach Jahren noch aus wie neu. Gerade auch starke Beanspruchung wie häufiger Einsatz in der Spülmaschine können ihm nichts anhaben. Polierte Oberflächen bleiben immer glänzend, mattierte matt. Eine echte Innovation, die für WMF patentiert wurde und international geschützt ist.
Cromargan protect® - die Weltneuheit von WMF.
2. Jette.
Sie entwirft Mode für Frauen und Männer, Schmuck, Taschen, Schuhe und Brillen oder kreiert Parfums - Jette Joop. Jetzt kommt ihr außergewöhnliches Design auch auf den Tisch. Charakteristisch für die Designerin ist das Crossover im Design. Aus Architektur wird Mode, und umgekehrt. Für WMF hat Jette Joop eine Kollektion entworfen, die, perfekt ausbalanciert, auch haptisch ein Erlebnis ist.
Messer mit eingesetzter, geschmiedeter Klinge, hohe Materialstärke sowie eine aufwändige Oberflächenbearbeitung - auch bei der Verarbeitung erfüllt JETTE höchste Ansprüche. Selbstverständlich ist das Besteck auch spülmaschinenfest.
Und schließlich, meine Damen und Herren
3., die WMF 800 black.
Kaffee-Vollautomaten sind in vielen zeitgemäßen Haushalten ein wichtiger Bestandteil der Küchen-Einrichtung. Insbesondere an das Design werden dabei hohe Ansprüche gestellt.
Mit ihren klaren Formen passt die WMF 800 black in jedes Ambiente, die Bedienungselemente sind harmonisch in das Gehäuse integriert und auch der Milchschlauch wird verdeckt geführt, so dass nichts die perfekte Optik stört. Dazu kommt als reine Farbe das pure Schwarz.
Die WMF beschäftigt sich seit über 125 Jahren mit der Zubereitung von Kaffee und zählt zu den größten Herstellern professioneller Premium-Kaffeemaschinen. Diese findet man weltweit an den besten Adressen: Im Ritz-Carlton in Paris, im Four Seasons in Hongkong oder auf der Queen Mary II.
Diese langjährige Erfahrung und viel innovative Technologie, die sich in hunderttausenden Profimaschinen bewährt haben, stecken auch in den WMF-Kaffee-Vollautomaten für zuhause. Trotz ihrer kompakten Größe überzeugt die „WMF 800 black“ mit enorm vielen Profiqualitäten.
Wer von Ihnen schon einmal einen Kaffee aus unseren Maschinen getrunken hat, der möchte jetzt sowieso einen. Alle anderen laden wir natürlich auch gerne ein, jetzt einen 1a-Espresso oder Kaffe aus dieser Maschine zu genießen.
Da wir gerade bei Einladungen sind: Sie sind natürlich auch in diesem Jahr wieder herzlich eingeladen zu unserer Messeparty am Freitagabend auf unserem Messestand, ab 18 Uhr in Halle 10.5. Wie gewohnt, sorgt dort unser Starkoch Johann Lafer für den Genuss nach einem langen Messetag. Das Leben schmeckt schön.
Wir freuen uns darüber hinaus über Ihren Besuch auf allen Messeständen des WMF Konzerns. In Halle 9.1 präsentieren wir unsere Consumer Coffee Machines, Sie finden alfi und Auerhahn ebenso wie die WMF in Halle 10.5. Silit befindet sich in Halle 9.0, Kaiser in Halle 8.0, die übrigens in diesem Jahr ihr 90jähriges Jubiläum feiern.
Damit schließt sich der Kreis zum Beginn meines Vortrages, da hier auf der Ambiente nicht ausschließlich die Marke WMF, sondern auch ein Großteil der Konzernmarkentöchter vertreten ist.
Gern beantworten wir jetzt Ihre Fragen und freuen uns im Anschluss schon auf einen Imbiss mit Ihnen auf unserem Messestand.
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.565.581 von philojoephus am 12.02.09 14:21:25Das bedeutet insgesamt Nullwachstum in Q4, wobei Q4.07 aber auch recht stark war. Das Ziel, jährlich um 5 Prozent zu wachsen, wurde jedenfalls nicht mal mit der petra-Akqusition erreicht. Ohne Petra dürfte das Wachstum bei rd. 1,7 Prozent gelegen haben. Das EBIT-Margenziel könnte aber trotz petra erreicht worden sein. Demnach hätten wir einen JÜ von 26 M€ (35 M€) und ein EpA von rd. 1,85 €. Mal sehen, was wirklich daraus geworden ist (Stahl, Umzug Schaerer, etc.).
Organisches Umsatzwachstum (d.h. ohne petra-electronic) im Gesamtjahr 2008 nur noch 0,6 %.

Organisches Umsatzwachstum im Konsumgeschäft im ersten Halbjahr 7,2 %, im zweiten Halbjahr dann Umsatzrückgang um 3,9 % auf 239,2 Mio. €.

Ohne größere Zukäufe halte ich das für 2009 geplanten Umsatzwachstum von 5 % für völlig utopisch.


@unicum: Umsatz in Q4 2007 (227,5 Mio. €) war schwächer als in Q4 2006 (237,3 Mio. €).
In der Annahme, daß das hier das Hauptforum zu WMF ist:

Schweres Jahr für Haushaltswaren
Abhängigkeit vom Export wird zum Manko

mcon. Frankfurt, 20. Februar. Ihre hohe Abhängigkeit vom Export bereitet den deutschen Herstellern von Schneid- und Haushaltswaren Schwierigkeiten. In den vergangenen Jahren garantierten hohe Exportanteile ein kräftiges Wachstum, während die stagnierenden oder nur zögerlich steigenden Umsätze auf dem deutschen Markt das Gesamtwachstum bremsten. So erreichten einige Unternehmen einen Exportanteil an ihrem Umsatz von bis zu 80 Prozent. Laut Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren (IVSH) hatte der Branchenumsatz noch im Jahr 2007 um 12 Prozent zugelegt.

In der Weltwirtschaftskrise hat sich dieses Bild grundlegend gewandelt: Im abgelaufenen Jahr hat sich die Auslandsnachfrage nach deutschen Haushaltsgeräten deutlich abgeschwächt; der stabile Inlandskonsum dient nun als Anker, der die Rückgänge begrenzt. Der Vorsitzende des IVSH, Torsten Korb, berichtet, dass der Umsatz der Mitgliedsunternehmen im abgelaufenen Jahr um 6,9 Prozent auf 2 Milliarden Euro gesunken ist.

Die Rückgänge entstanden im größten Zweig der Branche, der Schneidwarenindustrie. Ihr Umsatz sank sogar um 14 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Grund hierfür ist die besonders hohe Exportabhängigkeit dieses Industriezweigs. Die Ausfuhr von deutschen Schneidwaren ist 2008 um 21 Prozent zurückgegangen. Vor allem die hochpreisigen deutschen Haushaltsmesser fanden im Ausland weniger Käufer. Ihr Vorjahresniveau halten konnten hingegen Hand- und Fußpflegeinstrumente. Die weniger exportabhängige Besteckindustrie konnte die Flaute im Auslandsgeschäft mit einem Zuwachs auf dem Heimatmarkt ausgleichen und schloss 2008 wie schon 2007 mit einem Umsatz von 193 Millionen Euro ab. Die Hersteller von Haushalts-, Küchen- und Tafelgeräten profitieren weiterhin von den Kochsendungen im Fernsehen und steigerten ihren Umsatz um gut 3 Prozent.

Der Verbandsvorsitzende Korb erwartet für 2009 "ein schweres Jahr". Neben einer ungewissen Nachfrageentwicklung belasteten das nach den letzten Tarifabschlüssen gestiegene Lohnniveau sowie der angespannte Kapitalmarkt die Hersteller. Dem stehe nur eine leichte Entspannung bei den Kosten für Material und Energie gegenüber.

Ein wenig Hoffnung, dass 2009 so schlimm nicht werde, hat Oliver Berking, Inhaber von Robbe & Berking, des nach eigenen Angaben größten Herstellers von Silberbesteck, von der Frankfurter Messe "Ambiente" mitgenommen, die Anfang dieser Woche zu Ende ging. Sie sei viel besser gelaufen als allgemein erwartet. "Ich habe überall fröhliche Gesichter gesehen", sagte Berking.

Text: F.A.Z., 21.02.2009, Nr. 44 / Seite 14
SPIEGEL ONLINE

29. März 2009, 12:19 UhrUNGEWÖHNLICHE KONJUNKTURHILFE
CDU-Mann fordert Abwrackprämie für Kaffeemaschinen
Wenn sie bei Autos funktioniert, warum dann nicht auch bei anderen Gütern: Der CDU-Mittelstandspolitiker Michael Fuchs will die Abwrackprämie für Fahrzeuge nicht ausweiten. Er fordert stattdessen Abschreibungsmöglichkeiten für Kaffeemaschinen und Büromöbel.

Berlin - Die Prämie soll weitergehen - aber nicht für Autos: Wenn die bisher bereitgestellten 1,5 Milliarden Euro verbraucht seien, müsse die sogenannte Umweltprämie für die Verschrottung von Altautos bei Kauf eines Neuwagens auslaufen, fordert der CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs in der "Bild am Sonntag". Trotz Abwrackprämie blieben die hausgemachten Probleme der Autoindustrie bestehen wie etwa falsche Modelle und Überkapazitäten.


DPA
Werbung für eine Abwrackprämie der anderen Art: "Die Unternehmen wollen damit der Flaute vorbeugen"


Allerdings hält der CDU-Mittelstandspolitiker die Ankurbelung der Konjunktur nicht generell für falsch. Wegen der Abwrackprämie müssten alle Steuerzahler 1,5 Milliarden Euro ausgeben, damit einige 2500 Euro für ihr neues Auto sparen könnten, kritisierte Fuchs allerdings. "Andere Branchen, die auch unter der Krise leiden, fragen mit Recht, warum ihre Produkte nicht auch subventioniert werden", argumentierte er. Gegen die Krise gebe es bessere Mittel. Als Beispiele nannte er Bürokratieabbau oder bessere Abschreibungsbedingungen zum Beispiel für geringwertige Wirtschaftsgüter wie Büromöbel und Kaffeemaschinen.

Handel bietet "Alt-gegen-Neu-Aktionen"

Die Abwrackprämie gilt bis Ende des Jahres. Die bislang dafür vorgesehenen Gelder reichen für 600.000 Prämien. Bis Freitag waren nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereits gut 379.000 Anträge eingegangen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier haben sich darauf verständigt, die Mittel gegebenenfalls aufzustocken.

Tatsächlich gibt es die Abwrackprämie nicht nur für alte Autos. Zahlreiche Einzelhändler zahlen derzeit Geld für schrottreife Fernseher, abgelatschte Schuhe oder ausrangierte Kochtöpfe - sofern etwas Neues gekauft wird. Mit "Alt-gegen-Neu-Aktionen" versuchen Elektronikmärkte, Schuhketten, Haushaltswarenanbieter und Sporthäuser in der Krise ihren Umsatz anzukurbeln.

"Die Unternehmen wollen damit der Flaute vorbeugen", heißt es beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). Anders als bei der Abwrackprämie, die die Bundesregierung beim Kauf eines Neuwagens für ein mindestens neun Jahre altes Auto gewährt, zahlen die Händler aber die Rabatte aus eigener Tasche.

"Die Aktionen sind nicht nur gut für den Umsatz, sondern auch für die Umwelt", betont Branchensprecher Hubertus Pellengahr. Viele Unternehmen übernehmen auch die Entsorgung der alten Uhren, Fahrräder und Drucker oder spenden die Erlöse aus dem Verkauf des Schrotts einem guten Zweck. Zeitlich begrenzte Umtauschaktionen dieser Art habe es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben.

Doch in der Wirtschaftskrise hat die Maßnahme der Bundesregierung viele Nachahmer auf den Plan gerufen. Die Umweltprämie für Autos betrachtet der Einzelhandel indes mit Sorge. "Innerhalb des Konsums wird dadurch ein Milliarden-Betrag vom Handel weggeleitet", betont Pellengahr.

sam/ddp/dpa



URL:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,616114,00.html
01.04.2009 16:53
Küchengerätehersteller WMF will Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken
Der Küchengerätehersteller WMF (News) will wegen rückläufiger Aufträge rund 1500 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Derzeit werde noch mit dem Betriebsrat darüber verhandelt, sagte ein Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Südwest Presse". Nach dem Willen des Vorstands soll die Kurzarbeit für die Beschäftigten aus Produktion, Verwaltung und Vertrieb am Stammsitz in Geislingen (Kreis Göppingen) drei Tage pro Monat umfassen. Sie soll von Mai bis Ende September dauern. Zudem soll die anstehende Tariferhöhung auf Dezember verschoben werden.

Mit einer Besserung rechnet das Unternehmen erst zum Weihnachtsgeschäft, sagte der Sprecher. Der Küchengerätehersteller fuhr im Geschäftsjahr 2008 mit 796 Millionen Euro einen Rekordumsatz ein. Weitere Zahlen will WMF erst zur Bilanzpressekonferenz Ende April veröffentlichen./bs/DP/nl
Erschreckend schwache Geschäftsentwicklung bei WMF mit EBIT-Einbruch in Q4 um 49 %!

EPS auf Ganzjahressicht gerade noch 1,55 €.

Glanzlichter des zweiten Halbjahrs 2008:
EBIT –47 % (Konsumgeschäft –76 %, Objektgeschäft –19 %)
EBT –68 %
EPS –79 %
Anstieg der Personalaufwandsquote um 5 %

Sonderfaktoren, die den Gewinneinbruch mitbegründen, konnte ich – sieht man einmal von dem überschaubaren negativen Effekt durch die petra-Akquisition ab – im Anhang zum Konzernabschluss nicht finden (auch aus dem im Vorjahresvergleich aufgeblähten sonstigen betrieblichen Aufwand lassen sich keine Sonderfaktoren extrahieren). Währungseffekte gehören zum normalen Geschäft.

Hätte WMF weniger progressiv bilanziert (z.B. Zinsfuß Pensionsrückstellungen nicht auf 6 % erhöht), sähe die Ergebnisentwicklung noch bescheidener aus.

Dazu gibt’s für aufmerksame Leser noch eine Reihe kleinerer Inkonsistenzen: So heißt es etwa im Geschäftsbericht, ohne den Neuerwerb petra-electronic wäre der Konzerumsatz 2008 um 2 % gestiegen. In der Klapproth-Rede ist dagegen von einem um die petra-Akquisition bereinigten Umsatzanstieg im Konsumgeschäft (!) um 1 % die Rede. Letztgenannte Angabe dürfte eher realistisch sein (vgl. Angaben in der Ambiente-Rede).

Wie WMF unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im laufenden Geschäftsjahr wieder Umsatz und Ergebnis des Vorjahres erreichen möchte, ist mir schleierhaft.

Mit einem 08er EV/EBITDA von 5, einem Quotienten aus Nettofinanzverschuldung und EBITDA von 1,2 und einem 08er KGV von 12,3 (Stämme) bzw. 9,0 (Vorzüge) ist die Aktie angesichts der absehbaren Probleme im Einzelhandel und Objektgeschäft aus meiner Sicht als Investment uninteressant, auch wenn die Vorzüge unter Buchwert notieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.036.451 von Joschka Schröder am 24.04.09 16:39:59STUTTGART (dpa-AFX) - Der Konsumgüterkonzern WMF schickt rund 1.500 Beschäftigte
in Kurzarbeit. Vorstandschef Thorsten Klapproth kündigte am Freitag zugleich
weitere Restrukturierungen an. Mit neuen Produkten und Sparmaßnahmen will das
für seine Edelstahlprodukte bekannte Unternehmen den Rekordumsatz und das
Ergebnis des Vorjahres halten.


2008 erlöste WMF einen Rekordumsatz von 795,8 Millionen, fünf Prozent mehr als
im Vorjahr. Allerdings sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 53,3
Millionen auf 41,3 Millionen Euro, unter anderem wegen schlechter Zahlen der
neuen Tochter petra-electric.

14,7 Millionen Euro aus dem Jahresergebnis sollen an die Aktionäre ausgeschüttet
werden (2007: 16,7 Mio Euro). Mittelfristig peile WMF ein jährliches
Umsatzwachstum von mindestens fünf Prozent sowie eine Rendite von ebenfalls fünf
Prozent an, sagte der Firmenchef. Die Rendite lag 2008 bei 5,2 Prozent (EBIT im
Verhältnis zu den Erlösen.) Um im laufenden Jahr zu sparen, schickt die
WMF-Gruppe ab Mai rund 1.500 seiner insgesamt rund 2.000 Mitarbeiter am
Firmensitz im baden- württembergischen Geislingen in Kurzarbeit. 'Erst einmal
bis September, weil dann unsere Hochsaison beginnt', sagte Klapproth.

Ein Problem sind für WMF vor allem die klassischen Produkte des Unternehmens.
'Wir sind heute mit dem Besteck aus der deutschen Fertigung nicht
wettbewerbsfähig.' Bei petra-electric, einem Produzenten von
Kleinelektrogeräten, soll bis Ende des Jahres die Ertragslage verbessert werden,
die 2008 noch 'unbefriedigend' gewesen sei. Zudem soll die bereits eingeleitete
Zusammenführung der Produkte für Hotels in einer Tochterfirma Früchte tragen.

Für das laufende Jahr zeigte sich Klapproth trotz der Rezession optimistisch,
die Vorjahreswerte bei Umsatz und Ergebnis wieder zu erreichen. 'In den ersten
vier Monaten lagen wir durch das Ostergeschäft auf den Kernmärkten in Europa
beim Umsatz um vier bis fünf Prozent über dem Vorjahr', sagte er am Freitag
in Stuttgart. WMF erzielt mehr als die Hälfte seiner Erlöse im Inland. Stabile
Umsätze erwartet Klapproth zudem im Segment der Großkaffeemaschinen - unter
anderem sei ein großer Auftrag die Ausrüstung aller Tchibo- Filialen./wag/DP/edh
da fällt mir ein. wer interesse an einzelnen töpfen oder sogar an der ganzen diadem-plus-serie hat der kann sich bei mir melden. habe da ein paar gute angebote. und es hilft dem absatz von WMF :)
Weiss man, warum die WMF sich auf der HV das Recht zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10 % des GK (Tagesordnungspunkt 6) genehmigen lassen will? Sollen weitere Beteiligungen damit eingegangen werden oder wird hier ein Squeeze Out der Kleinaktionaere angestrebt? Die avisierten 10 % sind etwas weniger als der Freefloat. Ein Angebot an die Aktionaere duerfte unlukrativ sein, da es sich am aktuellen Kurs (+/- 10 %) orientiert (nach TOP 6c). Die beiden Hauptaktionaere duerften wohl auch nicht verkaufen wollen ...

Den einzigen Grund, den ich jetzt sehe ist, dass das Unternehmen weiss, dass die Aktien zu billig sind und sie deshalb kaufen - machen ja Unternehmen oefters. Capvis weiss das sicherlich auch, nur koennte denen die Liquiditaet fehlen. Also lassen sie WMF sich selbst kaufen und das GK herabsetzen. Ihr Anteil steigt, ohne dass sie eigene Liquiditaet bereitstellen muessen.

Oder gibt/sieht jemand andere Gruende?
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.379.379 von petermaennchen am 12.06.09 11:28:58Evtl. einfach nur der übliche Vorratsbeschluss...
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.379.606 von DickeBacke am 12.06.09 11:49:18Ja aber wozu? Es ist ja nicht so, dass ein solcher Beschluss auslaufen wuerde und man ihn einfach verlaengert. Koennte das auf der HV mal jemand kritisch hinterfragen?

Es koennte ja auch sein, dass Capvis bereits ueber die Boerse Aktien eingesammelt hat und diese dann an die WMF abgibt, um ihr Geld zurueck zu erhalten. Bei einer Herabsetzung des GKs wuerde im Gegenzug ihr WMF-Anteil ja steigen - fuer sie also ein Nullsummenspiel mit dem sie trotzdem den Anteil der Kleinaktionaere verringer koennten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.387.339 von redbulll am 13.06.09 18:08:07Gibt's den Beitrag online?
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Gute Zahlen, ehrgeizige Ziele Aktionäre zeigen sich auf Hauptversammlung mit der WMF zufrieden



Die Besteckfertigung in Geislingen muss viele Federn lassen. Darüber hinaus ist kein Stellenabbau geplant. Foto: Archiv
Vorstandschef Thorsten Klapproth: Ehrgeizige Ziele.


Die WMF hat gute Geschäfte

gemacht und will das weiterhin so halten, der Krise zum Trotz. Mit der Bilanz 2008 und den ehrgeizigen Zielen für 2009

waren die Aktionäre auf der Hauptversammlung zufrieden.

RODERICH SCHMAUZ

Stuttgart / Geislingen Als vier Stunden nach Eröffnung der 126. ordentlichen Hauptversammlung der WMF AG Aufsichtsratsvorsitzender Professor Stefan Feuerstein die Generaldebatte beendete, bedankte er sich bei den Aktionärssprechern für die "fundierten und zielführenden Beiträge" und den guten Stil. Ohne es auszusprechen, erinnerte er damit an die chaotische Marathonversammlung vor zwei Jahren in der Geislinger Jahnhalle, als ihn "kritische Aktionäre" mit rüdem Ton, provokantem Auftreten und hunderten Fragen ins Schwitzen gebracht hatten. Nichts davon gestern.

Zum zweiten Mal fand die Hauptversammlung der WMF in der Stuttgarter Liederhalle statt. Von tausend angemeldeten Aktionären kamen nur gut 300. Gleichwohl waren über 93 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien vertreten und 32 der Vorzüge.

Bei fünf Wortmeldungen taten sich die Aktionärssprecher schwer, Haare in der Suppe zu finden. Unter dem Eindruck der Weltwirtschaftskrise überwog bei ihnen die Freude über eine Dividende von 1,05 Euro je Stückaktie (14,7 Millionen Euro schüttet die WMF damit aus) über die Trauer, dass es 2007 noch 1,20 Euro waren. Zum harmonischen Verlauf passte die Mitteilung Feuersteins, der Aufsichtsrat habe einstimmig die Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Bernd Flohr (Finanzen) und Dr. Rudolf Wieser (Technik) um drei Jahre verlängert.

Zunächst hatte Vorstandschef Thorsten Klapproth erläutert, dass dank des stabilen Inlandskonsums der WMF-Konzern mit 41 Millionen Euro Gewinn im vergangenen Jahr das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten erzielt hat - nach dem Rekordjahr 2007. Beim Export hat die Wirtschaftskrise allerdings bereits deutliche Spuren hinterlassen. Der Aktienkurs brach binnen Jahresfrist um 40 Prozent ein. Die Markentöchter Alfi, Auerhahn, Kaiser, ProHeq (sechs Millionen kostete die WMF das Werk in Tschechien), Schaerer und Silit erzielten gute Ergebnisbeiträge, erläuterte Klapproth.

Für die neue Tochter Petra-electric gilt das nicht. Für 300 000 Euro hat die WMF den Hersteller von Elektrokleingeräten aufgekauft und weitere 2,3 Millionen Euro für deren Patente bezahlt. Sie waren laut Klapproth ein Grund, weshalb die WMF zugegriffen hat, der andere galt dem Know-how bei Pad-Kaffeemaschinen. Davon verspricht sich der WMF-Chef Impulse und neue Produkte für den Konzern. Bisher schrieb Petra-electric aber rote Zahlen. In diesem Jahr strebt Klapproth einen Abschluss "möglichst nahe null" an.

Ehrgeiziger bleiben seine Pläne für den Konzern: "Wir sind noch zuversichtlich, das Umsatz- und Ergebnisniveau von 2008 halten zu können." Klapproth fügte hinzu: "Das klingt extrem anspruchsvoll, das ist es auch und das soll es sein."

Voll des Lobes äußerte sich Hardy Hamann von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz: "Die WMF hat sich gut geschlagen, der Vorstand hat einen guten Job gemacht." Doch stellte er auch fest: "Die WMF leidet im Ausland." Diese Umkehrung des jahrelangen Trends mit Steigerungen der Exportrate bestätigte Klapproth. Über die starke Position im deutschsprachigen Raum und den dort funktionierenden Konsum sei die WMF zu Zeiten der Wirtschaftskrise sehr froh. Weiterhin setzt er jedoch auf den großen US-Markt, auf den asiatischen Raum und Indien. Gute Chancen sieht Klapproth im Fabrikverkauf, im Online-Handel und in Kundenbindungsprogrammen. Die Akquisition von Unternehmen schließt er nicht aus, aktuell stehe aber nichts an.

Der WMF-Chef verwies nach einer Frage von Beate Sander auf einen Einstellungsstopp, das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge und flächendeckende Kurzarbeit in Geislingen und an anderen Produktionsstandorten als Reaktion auf die Krise. Über den Stellenabbau bei der Geislinger Besteckfertigung hinaus, der möglichst sozialverträglich stattfinden solle, seien keine betriebsbedingten Kündigungen geplant, betonte Klapproth. In schwierigen Zeiten werde auch der Vorstand solidarisch einen finanziellen Beitrag leisten. Zuvor hatte Feuerstein auf kritische Fragen Michael Ruoffs von der Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger betont, dass nach der Supervergütung von 4,44 Millionen Euro im Jahr 2007 die erfolgsbezogenen Bezüge des vierköpfigen WMF-Vorstandes 2008 mit 3,666 Millionen um 17 Prozent geringer ausgefallen seien. Mit dem Vorstand sei nun zudem ein Maximalbetrag vereinbart worden - dessen Höhe nannte Feuerstein nicht.

Zur Aufsichtsratstätigkeit bezifferte Feuerstein seinen Arbeitsaufwand auf 18 Tage pro Jahr. Mit den vier turnusmäßigen Sitzungen sei es längst nicht getan: "Für das Geld muss man schon etwas tun." Der 13-köpfige Aufsichtsrat strich 2008 insgesamt 460 000 Euro ein.



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Erscheinungsdatum: Mittwoch 17.06.2009
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/

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Alle Rechte vorbehalten!
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.415.456 von redbulll am 18.06.09 00:10:39Da gab es auch noch andere berichte von der HV, wesentlich weniger euphorisch wie der von redbull/EuramS.

Die HV fand in Stuttgart statt. Anwesend waren ca. 300 Aktionäre. Die Präsenz der Stammaktionäre lag bei 93,5%, dank der beiden Grossaktionäre, die fast 89% repräsentieren (Crystal Capital GmbH mit 51,8%, und FIBA Beteiligungs- und Anlagen GmbH, Hallein mit 36,9%).
Die WMF steigerte den Umsatz um 4,5% auf 796 Mio €. Das Konzern-Jahresergebnis, also der Gewinn, fiel hingegen um 36 % auf 22,5 Mio €.
Das lag vor allem am schlechten Geschäft beim Hauptumsatz-träger 'Konsumgüter', während das Kaffeemaschinen-geschäft immer noch eine 2-stellige Umsatzrendite aufweist. Restrukturierungskosten und die Eingliederung des Zukaufs von PETRA trugen ebenfalls zum Gewinnrückgang bei. Trotz alledem konnte der Vorstand die Eigenkapitalquote bei 53% der Bilanzsumme konstant halten.

Der Vorstand hat ordentliche Arbeit geleistet, auch wenn das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 22,5% fiel und die Umsatzrendite wieder sank. Die EBIT-Zielgrösse bleibt bei 5% vom Umsatz und soll jährlich um 5% wachsen. Für 2009 und 2010 werden allerdings keine Prognosen abgegeben.

Und wie hat der Vorstand nun die Eigentümer, die Aktionäre, an diesem noch befriedigenden Ergebnis beteiligt?
Der Gewinn je Aktie fiel um 38% auf 1,55 Euro. Die Dividende je Aktie wurde um 12% auf 1,05 Euro gesenkt. Das ist eine Ausschüttungsquote von 68% mit der man zufrieden sein kann. Die Rendite der Aktie ist damit gut. Der Börsenkurs hingegen hat sich seit der vorherigen HV wenig befriedigend entwickelt. Der Kurs purzelte von 32 bis auf 18 € bei der St.Aktie und von 23 bis auf 12 bei der VorzAktie. 2009 ging es bei der VA zwar wieder leicht aufwärts bis auf 16, die StAktie hingegen dümpelt zwischen 19 und 20 in Wartestellung und weiß nicht wohin, solange keine neuen und gute Nachrichten vom Vorstand kommen. Wir Aktionäre warten also, noch mit wenig Hoffnung, auf bessere Zeiten.

Es gab wenig Kritik von den Aktionären, denn auch die Vorstands-bezüge gingen zurück. Und der AR hat ab 2009 ein neues Vergütungssystem beschlossen, das auch ein CAP vorsieht, damit die Bezüge nicht explodieren können, wie dies in 2007 der Fall war. Bezogen auf die Kritik am wenig aussagefähigen Bericht des AR hat Prof. Feuerstein anschliessend sehr ausführlich berichtet, wie und was der AR macht. Das war für viele Kleinaktionäre sehr interessant.


Angesichts des Optimismus des Vorstandes könnte die WMF Aktie für längerfristige Anleger bei Kursen um 14 (VA) und 18 (StA) ein Kauf sein. Besonders auch unter dem Gesichtspunkt, dass der eine Grossaktionär seine Mehrheit wohl gewinnbringend an einen industriellen Investor weiterreichen könnte.
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.604.815 von Erdman am 20.07.09 11:29:12Wahrheitsgemäßer und netter Bericht, danke! :)
WMF und was nun?

Das Kaffemaschinengeschäft ist ja bei WMF das einzige, das hochprofitabel ist. - Und nun kommt Philips:

Philips hat den italienischen Espressomaschinenherstellers Saeco International Group S.p.A. übernommen und sieht sich nun bestens für den Wettbewerb auf dem wachstumsstarken Markt für Kaffeemaschinen gerüstet.
Mit den von Saeco hergestellten Espressomaschinen und Kaffeevollautomaten bietet Philips nun Produkte der gesamten Palette für Kaffeemaschinen an und wird direkter Konkurrent von WMF.
Mit einem Gesamtumsatz von 318 Millionen Euro (2008) war Saeco der international führende Hersteller von Espressomaschinen. Der Marktanteil des im norditalienischen Gaggio Montana ansässigen Unternehmens liegt in Europa bei rund 30 Prozent. Wichtigste Absatzmärkte sind derzeit Deutschland und Italien, in denen jeweils rund 20 Prozent der Saeco-Produkte abgesetzt werden. Gute Wachstumschancen in China und Lateinamerika kommen hinzu.
Saeco hat rund 2000 Mitarbeiter. Die Produktpalette, zu der auch Automaten für kalte und heiße Getränke sowie Snacks gehören, werden unter den Marken Saeco, Gaggio sowie Spidern verkauft.
Bezahlt hat Philips ür Saeco etwa den halben Jahresumsatz.
(Soviel zur Bewertung der WMF Kaffeemaschinensparte).

Und wie wird WMF nun auf die neue weltweite Konkurrenz reagieren? Werden die Gewinnmargen weiter sinken?
:):):)


Zwischenmitteilung 17.11.2009

Die Aussichten sind nicht schlecht!


;););):)
News - 03.02.10 13:44
Aral weiterhin Marktführer - Kaffeedurst beim Tanken

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die BP-Tochter Aral sieht sich weiterhin als Marktführer
im deutschen Tankstellengeschäft: Bei einem praktisch gleichbleibenden Markt
habe die Marke ihren Absatz im vergangenen Jahr um rund 5 Prozent auf 8,3
Millionen Tonnen gesteigert, sagte Aral-Vorstandschef Stefan Brok am
Dienstagabend in Düsseldorf. Der Marktanteil wuchs von 23 auf 23,5 Prozent. Aral
vergrößerte sein Netz um gut 80 auf insgesamt 2513 Stationen. Inbegriffen sind
117 Tankstellen mittelständischer Mineralölhändler, die seit 2009 Aral-
Treibstoff verkaufen. Der schärfste Konkurrent am deutschen Markt ist Shell.

Die Aral-Tankstellen profitierten 2009 vom wachsenden Kaffeedurst ihrer Kunden.
Um fast 13 Prozent nahm der Umsatz an Heißgetränken, vor allem Kaffee, zu.
Der
Umsatzanteil in den Shops macht bei Aral bereits etwa 60 Prozent der
Gesamteinnahmen aus. 'Ohne die Shops würden wir keine Tankstellenbetreiber mehr
finden', sagte ein Sprecher. Zu Umsatz und Gewinn im reinen Treibstoffgeschäft
macht Aral keine genauen Angaben. Aus dem Kraftstoffabsatz ergeben sich bei rund
einem Cent Gewinn pro Liter rechnerisch gut 100 Millionen Euro
Nach-Steuer-Gewinn.

Das Interesse der Aral-Kunden an Normal-Benzin ist laut Brok erneut
zurückgegangen. Im Laufe des Jahres werde die Benzinsorte an einer zunehmenden
Zahl von Stationen aus dem Angebot genommen. Aral biete weiterhin Super zum
gleichen Preis an. Für zusätzliche Autogaszapfsäulen will die Kette in diesem
und dem nächsten Jahr insgesamt 9,5 Millionen Euro investieren. Derzeit seien
rund 380.000 Autogas-Fahrzeuge registriert, die Zahl wachse weiter, sagte der
Unternehmenssprecher. Aral will die Zahl der Stationen mit Liquefied Petroleum
Gas (LPG) vor allem in Großstädten und an Autobahnen bis Ende 2011 auf 220 mehr
als verdoppeln./rs/DP/tw

Quelle: dpa-AFX
Kaffeemarkt: Neuer Schwung im "Coffee-to-go"-Jahrzehnt

Handelsblatt Nr. 049 vom 11.03.2010 Seite 30 Ingo Reich Hamburg -- Kein Jahrzehnt zuvor hat den Kaffeemarkt in Deutschland derart verändert wie das zurückliegende. "Gab es noch vor zehn Jahren zu Hause und unterwegs ausschließlich Filterkaffee, so kann man heute aus einer Vielzahl von Kaffeegetränken aussuchen, die vor wenigen Jahren kaum einer kannte", sagt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes.
Auch die Kaffeegastronomie mit den vielen verschiedenen Coffeeshops hat sich deutlich geändert. Vom "Coffee-to-go-Jahrzehnt" spricht Preibisch. Als Symbol einer mobilen Gesellschaft haben sich Kaffeespezialitäten zum Mitnehmen, umgangssprachlich "to go", etabliert. Vor allem junge Großstädter haben diesen Trend geprägt. Rund 1.600 Coffeeshops haben in den letzten zehn Jahren die Innenstädte und Einkaufszentren Deutschlands erobert.
Dabei spielt die Expansion der US-Kaffeehauskette Starbucks eine Schlüsselrolle. Aber die Starbucks-Story zeigt auch die Grenzen des Wachstums auf: Der Filialist war insbesondere in den Ballungszentren der USA wie im Großraum New York so stark gewachsen, dass die einzelnen Läden begannen, sich gegenseitig die Kunden wegzuschnappen. Daraufhin verordnete der reaktivierte Starbucks-Gründer Howard Schultz dem Kaffeekonzern kurzerhand eine Schrumpfkur. Schultz senkte Kosten, schloss mehr als 900 unrentable Filialen - vor allem in den USA - und expandierte weiter in den Wachstumsmärkten China und in Europa.
Neben der Neugründung zahlreicher Kaffeeketten nach Starbucks-Vorbild haben die letzten zehn Jahre auch noch weitere Kaffeetrends hervorgebracht.
Kaffee auf Knopfdruck.
Heute sind Espresso, Cappuccino und Latte Macchiato groß im Trend. "Wir schätzen, dass allein im Jahr 2009 mehr Espressobohnen abgesetzt wurden als in den gesamten Neunziger Jahren", erklärt Preibisch.
Zuhause kann der Konsument heute auf Knopfdruck schnell und einfach seine Lieblingskaffeespezialität kreieren. Das Segment der Kapsel- und Padmaschinen wies im letzten Jahrzehnt durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von über 25 Prozent auf. Allein von 2007 auf 2008 stieg der Verbrauch von Kaffee in Einzelportionen hierzulande um 5.000 auf 26.000 Tonnen.
An dieser Entwicklung partizipieren Branchengrößen wie der US-Konsumgüterkonzern Sara Lee (Senseo) aber auch Familienunternehmen wie Dallmayr oder Tchibo. Der Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé schickt sogar zwei Kaffee-Systeme ins Rennen: Neben der erfolgreichen Luxus-Marke Nespresso führte er für den gehobenen Massenmarkt auch das Kapselsystem "Nescafé Dolce Gusto" ein.
Außerdem kauft der Konsument seinen Kaffee zunehmend bewusst ein und will bestimmte Standards in Anbau und Handel durch Siegel und Zertifikate bestätigt wissen. Heute gibt es fast überall zertifizierte und dazu noch fair gehandelte Bio-Kaffees zu kaufen, im Discount-Laden genauso wie im Feinkostgeschäft.
Kaffee war auch im vergangenen Jahrzehnt das mit fast 150 Litern pro-Kopf und Jahr meist getrunkene Getränk in Deutschland. Erst auf Rang zwei und drei folgen Mineralwasser und Bier.
Margenträchtige Innovationen.
Zur Freude aller im Kaffeemarkt tätigen Unternehmen, sind fast alle Innovationen äußerst margenträchtig. 20 bis 30 Euro pro Kilo kann ein Fachhändler für seine qualitativ hochwertigen Bohnen immerhin verlangen. Da machen diesen Anbietern auch die derzeit stark steigenden Preise für Rohkaffee wenig aus.
Das Massengeschäft hingegen gilt weiterhin als hart umkämpft und wenig profitabel. Offenbar verleitet es auch zu unlauteren Methoden, wie das Bundeskartellamt jüngst aufdeckte. Kurz vor Weihnachten verhängte die Behörde wegen unerlaubter Preisabsprachen hohe Bußgelder gegen ein Kaffee-Kartell. Die großen Kaffee-Anbieter Tchibo, Melitta und Dallmayr haben nach Ansicht der Wettbewerbshüter jahrelang ihre Preise auf Kosten der Verbraucher künstlich hoch gehalten.
GRAFIK: Espresso und Caffè Crema in Deutschland - Verkauf in Tonnen zwischen 1990 - 2008


Profitabler Muntermacher

Handelsblatt Nr. 049 vom 11.03.2010 Seite 30 Interview2 -- Lange Zeit galt Kaffee als Getränk der Großeltern.Doch dank der Kaffeeketten ist der braune Muntermacher bei den jungen Leuten wieder cool und trendy.
Beim traditionellen Round-Table-Gespräch in Hamburg gab es zahlreiche gegensätzliche Meinungen. Doch in einem waren sich die Teilnehmer einig: Die neuen Kaffeespezialitäten machen den Kaffeemarkt wieder profitabel. Das Gespräch moderierte Handelsblatt-Redakteur Ingo Reich.
Handelsblatt: Kaffeehausketten wie Starbucks, Balzac oder Einstein dominieren heutzutage schon beste Innenstadtlagen. Auch viele Filialbäcker oder Imbissketten wollen sich das Geschäft mit den profitablen italienischen Kaffeespezialitäten nicht entgehen lassen. Befinden wir uns mitten in einer Latte-macchiatoisierung der deutschen Kaffeekultur?
Klaus Rödel: Kaffeespezialitäten wie Latte macchiato, Cappuccino oder Espresso sind nicht von jetzt auf gleich in Mode gekommen. Sie sind auch nicht von Starbucks plötzlich den deutschen Konsumenten eingeflößt worden. Dies ist vielmehr das Ergebnis einer 20- bis30-jährigen Entwicklung, in der die deutschen Verbraucher die Kaffeezubereitung in südlichen Ländern schätzen gelernt haben. Starbucks kam parallel dazu - und dann sind viele auf die sich aufbauende Welle aufgesprungen.
HB: Welche Veränderungen des Marktes beobachtet ein großer Kaffeeröster wie Dallmayr?
Rödel: Durch das verstärkte Angebot an Kaffeespezialitäten und das Aufkommen der schicken Filialketten ist Kaffee für eine junge Verbraucherschicht wieder hoffähig gemacht worden. In meiner Jugendzeit war es schier undenkbar, den Freund oder die Freundin auf eine Tasse Kaffee in einen Coffeeshop einzuladen. Hätten die großen Unternehmen der Branche diesen Trend dann nicht so schnell aufgegriffen, wäre die Entwicklung nicht so rasant wie in den letzten zehn Jahren verlaufen.
HB: Wie wirkt sich die Wirtschaftskrise speziell auf das Kaffeegeschäft in der Gastronomie aus?
Stefan Göring: Das Geschäft mit Kaffeevollautomaten hat im letzten Jahr zum ersten Mal stagniert. Ich bin aber sicher, dass wir Steigerungsraten auch in der Krise erzielen können. Denn die verkaufte Stückzahl der Geräte wächst auch weiterhin. Doch die Maschinen werden immer kleiner. Sie sind heute nicht mehr erst bei einer täglichen Produktion von 300 Tassen rentabel, sondern schon bei 20 Tassen am Tag. So kann auch der kleinere Gastronomiebetrieb seinen Kunden ein umfangreiches Spezialitätensortiment bieten.

HB: Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen sparen. Lohnt sich da noch der Aufbau von Chicco-di-Caffè-Kaffeebars in Unternehmen?
Christian Kohlhoff: Wir sind nicht vom Arbeitgeberzuschuss abhängig, sondern bauen eigene kleine Kaffeebars auf, die wir mit unserem Personal betreiben. Unsere Zielgruppe sind Mitarbeiter in großen Unternehmen, die viel arbeiten und immer noch viel verdienen. Sie können sich ihre Arbeitszeit in der Regel frei einteilen und treffen sich an der Kaffeebar, um in zwangloser Runde ihre Projekte zu besprechen. Davon gibt es immer noch genug, denn schließlich sind wir allein im vergangenen Jahr um 30 Prozent gewachsen. Außerdem arbeiten wir schon ab etwa 200 Kunden pro Tag rentabel.
HB: Qualitativ hochwertige Kaffeesorten tragen heute wie beim Wein den Zusatz "Grand Cru", die Lage heißt "Terroir", der Kellner "Sommelier". Übertreiben Sie die Bedeutung der Genusswelt Kaffee nicht ein wenig?
Michael Gliss: Die Nähe zum Wein ist nicht erarbeitet, sondern gegeben.Die Kunst besteht eben darin, die Genusswelt in Worte zu fassen. Bis vor wenigen Jahren haben hierzulande drei bis vier Röstereien den Markt dominiert, doch sie waren groß, satt und relativ wortkarg. Erst die kleinen Händler und Kaffeeröster kümmerten sich wieder um den Kaffeegenuss und damit um die Wortwahl. Aber auch Starbucks hat viel für das Kaffee-Bewusstsein getan. Inzwischen ist das Kaffeetrinken wieder cool, hip und trendy.
HB: Haben auch große Unternehmen wie Melitta, die als weniger bewegliche Dickschiffe der Branche gelten, den Trend aufgenommen?
Eric Martin-Vázquez: Der Umsatz von Melitta mit Kaffeevollautomaten hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt. Wir sind in diesem Segment der einzige Systemanbieter, das heißt, Geräte und Kaffeespezialitäten kommen aus einer Hand.
Göring: Ohne die kleinen Unternehmen mit ihrem Guerilla-Marketing wäre diese Entwicklung allerdings undenkbar gewesen. Es gibt heute ein breites Sortiment von Spezialitäten ...
HB: ... die ein Fachhändler wie Michael Gliss für 20 bis 30 Euro pro Kilo verkauft.
Gliss: Ohne diese sogenannten Guerilleros würde auch keiner der großen Röster heute annähernd solche Preise erzielen. Doch der größte Umsatz wird heute immer noch mit Kaffee gemacht, der im Laden unter zehn Euro pro Kilo kostet. Wir sind uns einig, dass da keine große Marge mehr dransitzen kann. Deshalb brauchen wir Synergien und suchen Allianzen zwischen den Branchengrößen sowie den Klein- und Kleinstbetrieben. Denn nur die großen Dampfer können richtig Bewegung in den Markt bringen.

Göring: Jura benötigt als reiner Maschinenhersteller sowieso Kooperationspartner, mit der wir das jeweilige Kundenkonzept verwirklichen wollen. Auf der kommenden Internorga-Messe in Hamburg präsentieren wir dieses "Rundum-sorglos-Paket" zum ersten Mal mit unseren Partnern Kiesel Großküchentechnik sowie der Firma Coffee Jungle mit der Marke "Schweizer Kaffeemanufaktur".
HB: Was würde ein Hersteller heute für das vom Schweizer Nahrungsmittelmulti Nestlé entwickelte erfolgreiche Kapsel-System Nespresso geben?
Göring: Grundsätzlich ist ein Kapselsystem ein Schritt zurück. Denn wir haben es gerade mit unseren ganzen Bohnen und den Vollautomaten geschafft, den Kaffee wieder sexy zu machen. Eine Ausnahme ist allerdings Nespresso. Der Marketingaufwand der Schweizer ist allerdings gewaltig.
Martin-Vázquez: Nespresso ist weder qualitativ noch preislich eine Alternative zur Zubereitung im Vollautomaten. Für die Gastronomie ist das System schlicht zu teuer.
Gliss: Nespresso hat bewiesen, dass die Konsumenten mit einem Tassenpreis von etwa 40 Cent keine Berührungsprobleme haben. Als Fachhändler kann ich den Preis locker hochrechnen und meine Kilopreise von 20 bis 30 Euro damit begründen. Außerdem haben es die Schweizer mit ihrer Werbefigur George Clooney geschafft, dass noch mehr Leute über das Thema Kaffee reden. Jede Tageszeitung - von Flensburg bis Berchtesgaden - schreibt heute fast täglich über Kaffee.

HB: Ein Wachstumstrend der Ernährungsbranche heißt "Bio". Beim Kaffee wird er gerne auch mit dem Thema "fair gehandelt" verbunden. Macht sich diese Nachhaltigkeit bezahlt?
Martin-Vázquez: Es handelt sich dabei lediglich um einen Marktanteil von circa zwei Prozent. Der Markt entwickelt sich zwar gut, aber für einen international tätigen Vollsortimenter wie Melitta auf zu niedrigem Niveau. In der Gastronomie wird es noch schwieriger, da spielt das Thema fast keine Rolle.
Gliss: Wir haben uns "Bio" zertifizieren lassen, weil es unsere Kunden freut und sie es auch über den höheren Preis honorieren. Im Massenmarkt ist Nachhaltigkeit ein Widerspruch in sich. Wenn der US-Konzern Sara Lee langfristig seinen kompletten Kaffee-Bedarf auf nachhaltigen Kaffee umstellen will, dann muss man wissen, dass es diese Mengen überhaupt nicht gibt.
Kohlhoff: Es ist wie beim Wein. Wenn man den Wein von seinem Lieblingswinzer von der Mosel bezieht, kann man generell von einer höheren Qualität und Nachhaltigkeit ausgehen, als wenn man beim Discounter einen italienischen Landwein erstehen würde. Wir kennen die Plantagen, von denen unser Kaffee stammt, und wir können jeden Kunden unbedenklich zu unserem Röster schicken, der in Sachen Nachhaltigkeit vorbildlich ist.
HB: Wenn alles so vorbildlich nachhaltig ist, dann könnte man ja auch die Röstung - und damit ein weiteres Glied der Wertschöpfungskette - im Herkunftsland belassen.
Kohlhoff: Nein. Das würde nur auf Kosten der Qualität gehen, denn wir garantieren unseren Kunden, dass unser Kaffee nach der Röstung innerhalb einer Woche verbraucht wird. Zwei Monate auf einem Container-Schiff sind undenkbar.
HB: Was ist von anderen Qualitätsmerkmalen zu halten: etwa, wenn die Kaffeekirschen der Sorte "Indian Monsoones Malabar" zwecks optimaler Reifung dem Monsunregen ausgesetzt werden?
Gliss: Das ist historisch belegt, denn früher war der Kaffee auf dem Oberdeck der Segelschiffe auch dem Monsunregen ausgesetzt. Die Branche lebt von solchen Geschichten. Doch mit einem Märchen müssen wir dringend Schluss machen. Vom "Kopi Luwak", der von einer indonesischen Schleichkatzenart gefressen und wieder ausgeschieden wird, werden im Jahr vielleicht 800 Kilogramm produziert, in den Handel kommen aber zig Tonnen. Da kann etwas nicht stimmen.
HB: Mit einem Pro-Kopf-Konsum von rund 150 Litern Kaffee pro Jahr ist der heimische Kaffeemarkt ziemlich ausgereizt. Rein theoretisch gäbe es allein in China noch etwa 1,3 Milliarden potenzielle Kaffeetrinker. Wäre der Export in diese Region eine realistische Option?
Rödel: Wir sehen auch in Deutschland noch genug Potenzial für die Marke Dallmayr. Wir wollen aber nicht den Fehler von Starbucks wiederholen und zu schnell wachsen.
Göring: Auch für Jura gibt es hierzulande noch genug zu tun. Vor allem der Hotellerie wollen wir noch vermitteln, welches Potenzial die Qualität in Tassen beispielsweise bei der Kundenbindung bietet.
Martin-Vázquez: Melitta wächst eh schon weltweit. In Brasilien und USA haben wir sogar eigene Röstereien. Sollten die von uns belieferten Systemgastronomen sich in China etablieren wollen, werden wir den Weg mitgehen.
Gliss: Den Exotenstatus werden wir wohl auch in zehn Jahren noch haben. Entwicklungsmöglichkeiten sehen wir im heimischen Handel und der Gastronomie noch genug.
Kohlhoff: Im Jahr 2010 planen wir für Chicco-di-Caffè mit etwa zehn neuen Standorten in Deutschland und einem Wachstum von 25 bis 30 Prozent.
INTERNORGA-RUNDE
Round-Table
Bereits das siebte Jahr in Folge hat sich eine hochkarätig besetzte Runde aus Vertretern der Getränkewirtschaft im Hamburger Hafenklub (Foto) aus Anlass der Fachmesse Internorga zum Gedankenaustausch getroffen. Das Thema der diesjährigen Veranstaltung, zu der das Handelsblatt und die Messe Hamburg eingeladen hatten, war "Der Kaffeemarkt im Wandel".
Teilnehmer
Michael Gliss, Diplom-Kaffee-Sommelier und geschäftsführender Gesellschafter Gliss Caffee Contor, Köln;
Stefan Göring, Geschäftsführer Jura Gastro Vertriebs- GmbH, Grainau;
Christian Kohlhoff, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Chicco di Caffè, Oberhaching;
Eric Martin-Vázquez, Director Marketing, Melitta System-Service, Minden;
Klaus Rödel, Geschäftsführer Alois Dallmayr Gastro-Service, München;
Ingo Reich, Redakteur Handelsblatt, Düsseldorf (Moderation).
Trendbarometer
Die Fachmesse Internorga gilt als Trendbarometer der Gastronomie-Branche. Rund 1.000 Aussteller präsentieren vom 12. bis 14. März 2010 auf dem Hamburger Messegelände Neuheiten für alle Bereiche des Außer-Haus-Marktes.
Kam vor 2 Minuten ...

09.04.2010 09:18

Bekanntmachung nach § 37v, 37w, 37x ff. WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Hiermit gibt die WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG bekannt, dass
folgende Finanzberichte veröffentlicht werden:

Bericht: Jahresfinanzbericht
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 28.04.2010
Deutsch: http://www.wmf.de/ir


Bericht: Konzern-Jahresfinanzbericht
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 28.04.2010
Deutsch: http://www.wmf.de/ir


Bericht: Konzern-Finanzbericht (Halbjahr)
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 26.08.2010
Deutsch: http://www.wmf.de/ir


Bericht: Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 12.05.2010
Deutsch: http://www.wmf.de/ir


Bericht: Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 16.11.2010
Deutsch: http://www.wmf.de/ir
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Dividende

20.04.2010 13:22

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Der Aufsichtsrat der WMF Württembergische Metallwarenfabrik
Aktiengesellschaft in Geislingen (Steige) hat in seiner Sitzung am 20.
April 2010 den Jahresabschluss 2009 der WMF AG und den Konzernabschluss
gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der am 17. Juni 2010
stattfindenden Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der
WMF AG in Höhe von 16.800.000 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von
1,20 Euro je Stückaktie zu verwenden. Im Geschäftsjahr 2009 erreichte der
WMF Konzern einen Umsatz von 800,0 Mio. Euro sowie ein Betriebliches
Ergebnis (EBIT) von 41,6 Mio. Euro.


Im Vorjahr wurde bei einem Bilanzgewinn von 14.700.000 Euro eine Dividende
von 1,05 Euro je Stückaktie ausgeschüttet. Der Konzernumsatz lag im
Geschäftsjahr 2008 bei 795,8 Mio. Euro, das Betriebliche Ergebnis (EBIT)
bei 41,3 Mio. Euro.


Geislingen, 20. April 2010


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EUR 1.20 macht bei aktuellem Kurs von EUR 23.55 ca. 5.1 % DivRendite.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen steckt ein a.o.-Ertrag aus dem Verkauf von drei Filial-Immobilien i.H. von 4,1 Mio. €. Ohne diesen Sondereffekt wäre das EBIT gegenüber dem Vorjahr um 9 % rückläufig gewesen.

Eliminiert man noch Veränderungen im "übrigen Finanzergebnis" (hauptsächlich Derivatebewertung), so hätte das solchermaßen bereinigte Ergebnis vor Steuern im abgelaufenen GJ 33,95 Mio. € betragen. Bei konstanter Steuerquote würden daraus ein Ergebnis nach Steuern von 21,9 Mio. € (nach Anteilen Dritter 21,7 Mio. €) und ein EPS von 1,55 € folgen.

Dies spiegelt die reale Situation besser wider als die im Geschäftsbericht ausgewiesenen, durch Sondereffekte beeinflussten Kennziffern.
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.422.201 von Joschka Schröder am 29.04.10 00:17:44Um den Vergleich zum Vorjahr fair zu halten, müsstest du da nicht auch die Derivatebewertungen und Sondereffekte auch aus dessen Erträgen eleminieren? In 2008 wurden IIRC > 5 Mio Verlust mit Derivaten gemacht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.422.783 von petermaennchen am 29.04.10 08:43:44"Um den Vergleich zum Vorjahr fair zu halten, müsstest du da nicht auch die Derivatebewertungen und Sondereffekte auch aus dessen Erträgen eleminieren? In 2008 wurden IIRC > 5 Mio Verlust mit Derivaten gemacht."

Das habe ich selbstverständlich in meinen Berechnungen. Betrifft aber nur das Finanzergebnis, nicht das EBIT ... und nur das habe ich in #609 mit dem Vorjahreswert verglichen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 39.422.985 von Joschka Schröder am 29.04.10 09:14:06WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG

12.05.2010 08:55

Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Zwischenmitteilung des WMF Konzerns

Fortsetzung der stabilen Geschäftsentwicklung bei WMF

Deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs

Die Signale für eine konjunkturelle Erholung werden stärker. Nach Ansicht
der führenden Wirtschaftsinstitute soll die deutsche Wirtschaft in diesem
Jahr um 1,5 Prozent wachsen. Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
im 1. Quartal 2010 wird aufgrund des ungewöhnlich langen Winters zwar noch
von einem leichten Rückgang ausgegangen, in der Grundtendenz ist die
Konjunktur jedoch weiter aufwärts gerichtet.

Getragen wird die Frühjahrsbelebung vor allem durch die Erholung der
Industrie. Der deutsche Export ist im März kräftig gewachsen. Gestiegene
Auftragseingänge bei den Industrieunternehmen führten zu einem Abbau von
Kurzarbeit, die aktuell unerwartet günstigen Arbeitsmarktdaten
stabilisieren das Vertrauen der Verbraucher. Der Abwärtstrend des
Konsumklimas ist laut GfK im Frühjahr 2010 gestoppt.

Die weitere Entwicklung ist indes nicht ohne Risiken. Diese liegen vor
allem in der Konsolidierung der teilweise dramatisch instabilen
Staatsfinanzen einzelner Länder der Euro-Zone.

Im 1. Quartal leichtes Wachstum trotz Umsatzverschiebung im
Spezialkundengeschäft

Der Umsatz des WMF Konzerns lag zum 31.03.2010 mit 197,4 Mio. EUR um 2
Prozent über Vorjahr.

Der im Konsumgeschäft erzielte Umsatz liegt - einschließlich der zum
01.01.2010 erworbenen Princess Holding B.V., Breda, Niederlande - mit 121,2
Mio. EUR auf Vorjahreshöhe. Ohne Princess wurde der Vorjahresumsatz um 7
Prozent unter-schritten. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer geplanten
Verschiebung im Spezialkundengeschäft, die auf der Grundlage bestehender
Aufträge im Herbst ausgeglichen wird; bereinigt um diese Verschiebung wurde
ein Wachstum von 2 Prozent erzielt.

Im Objektgeschäft konnte der Umsatz gegenüber Vorjahr um 7 Prozent auf 76,1
Mio. EUR gesteigert werden, vor allem durch eine deutliche Belebung des im
Vorjahr aufgrund der Wirtschaftskrise stärker zurückgefallenen
Hotelgeschäfts.

Das im 1. Quartal 2010 im WMF Konzern realisierte EBIT lag mit 9,3 Mio. EUR
um 20 Prozent unter Vorjahr (11,6 Mio. EUR). Die Stand März erreichte
Umsatzrendite beträgt 4,7 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent). Ohne Princess
wurde ein EBIT von 11,0 Mio. EUR und eine Umsatzrendite von 5,8 Prozent
erzielt.

Die Zahl der Mitarbeiter im WMF Konzern ist zum 31.3.2010 insbesondere
durch den Erwerb von Princess gegenüber Vorjahr um 74 auf 5967 angestiegen.

Erwartete Gesamtjahresentwicklung im Zielkorridor

Die Geschäftsentwicklung des WMF Konzerns ist in den ersten Monaten 2010
neben dem Erwerb von Princess vor allem durch die gegenüber Vorjahr
erfolgte Verschiebung von Spezialkundenumsätzen beeinflusst. Bereinigt um
die beiden Effekte liegen sowohl Umsatz als auch EBIT über Vorjahr; wir
erwarten, dass sich diese Entwicklung im verbleibenden Jahr - auch
unterstützt durch eine weitere konjunkturelle Erholung - fortsetzt.

Der im ersten Quartal noch negative Ergebnisbeitrag von Princess entspricht
dem üblichen saisonalen Verlauf in diesem Geschäft und wird sich zum
Jahresende drehen. Der auch in den Folgemonaten im Vergleich zum Vorjahr
noch fehlende Umsatz aus Spezialkundengeschäften wird im Herbst
ausgeglichen.

Für das Gesamtjahr 2010 halten wir vor diesem Hintergrund an unserer
bisherigen Zielsetzung fest, im WMF Konzern (ohne Princess) ein
Umsatzwachstum und eine EBIT-Rendite von mindestens 5 Prozent zu erreichen.
Einschließlich der zu Jahresbeginn erworbenen Gesellschaft Princess
erwarten wir einen Umsatzanstieg um 10 Prozent.

Geislingen, 12. Mai 2010

Der Vorstand



12.05.2010 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen übermittelt durch die DGAP.
Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de

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Sprache: Deutsch
Unternehmen: WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG
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Internet: www.wmf.de

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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Auf der HV gab es fast nur Lob zu dieser Aktie.

Und der Umsatz (und Gewinn?) wird weiter wachsen, dank eines Zukaufs im Bereich kleiner elektrischer Haushaltsgeräte.

Die Rendite ist gut, sofern die Dividende stabil bleibt. Doch die Schere zwischen Stamm- und Vorzugsaktienkurs weitet sich wieder. Insofern sind die Vorzugsaktien günstiger.
Bei der Beteiligung BHS Tabletop läuft´s schon mal rund (näheres zu WMF weiter unten):



BHS tabletop AG / Halbjahresergebnis

13.08.2010 09:40

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Ad hoc Meldung nach § 15 WpHG

BHS tabletop Konzern: Halbjahresergebnis 2010

Selb, 13. August 2010. Nach einem durch die internationale Finanz- und
Wirtschaftskrise schwer belasteten Geschäftsjahr 2009 entwickelte sich die
BHS tabletop im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres ausgesprochen
positiv. Trotz des nach wie vor verhaltenen Investitionsverhaltens der
Abnehmerbranchen - wie der gehobenen Hotellerie und Gastronomie sowie der
Gemeinschaftsverpflegung in Wirtschaft und Verwaltung, im Sozial- und
Gesundheitsbereich und bei Flug- und Schifffahrtsgesellschaften -
profitierte die BHS tabletop von der individuellen Stärke der Marken
Bauscher, Schönwald und Tafelstern professional porcelain, die zu
Wettbewerbsvorteilen und steigenden Marktanteilen führte. Auch die
attraktiven Großaufträge mit Symbolcharakter - so die Ausrüstung der
VIP-Lounges bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, der
Schifffahrtslinien Aida und Costa sowie des Fußballstadions von Manchester
United in England - haben zur deutlichen Verbesserung der Absatz- und
Umsatzsituation beigetragen.

So konnte der BHS tabletop Konzern im ersten Halbjahr 2010 eine
Umsatzsteigerung von rund 17 Prozent von 36,8 Mio. Euro auf 43,2 Mio. Euro
realisieren.

Deutlich verbesserte Ertragslage

Das Umsatzwachstum bei gleichzeitiger Beibehaltung der Strategie
'Qualitätswettbewerb statt Preiswettbewerb' führte in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres 2010 auch zu deutlich verbesserten Ertragskennziffern. So
stieg das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit von - 1,8 Mio. Euro
im Vorjahr auf 4,3 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr. Das Ergebnis vor
Steuern (EBT) entwickelte sich von - 2,8 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro. Dabei
ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis zusätzlich durch in der
Summe negative Sondereffekte in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro belastet war.

Das Periodenergebnis betrug im ersten Halbjahr 2010 4,3 Mio. Euro (Vorjahr:
- 4,9 Mio. Euro). Im Periodenergebnis des Vorjahrs spiegelte sich ein
weiterer negativer Sondereffekt in Höhe von 2,1 Mio. Euro als latenter
Steueraufwand wider, der aus der Reduzierung des aktiven latenten
Steuerpostens aus steuerlichen Verlustvorträgen resultierte.

Ausblick Gesamtjahr 2010

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr darf nicht darüber
hinweg täuschen, dass der Aufwärtstrend in nach wie vor sehr instabilen
Märkten stattfindet. Für das Gesamtjahr 2010 geht der Vorstand mit
vorsichtigem Optimismus davon aus, dass die Geschäftsbelebung und die im
Vorjahr verbesserten Strukturen des Unternehmens die Erwirtschaftung eines
deutlich positiven Ergebnisses ermöglichen.

Die zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den
heutigen Erwartungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken
und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen
Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen
abweichen können.




Die WMF-Halbjahreszahlen (26.8.2010) sollten eigentich auch gut ausfallen, zumal die Geschäftsentwicklung in den Monaten April und Mai diejenige des Vorjahreszeitraums deutlich übertroffen hat.

WMF-Umsatz Januar bis Mai: + 5 % im Vergleich zu 2009
WMF-Umsatz Januar bis März: + 2 % im Vergleich zu 2009
(nähere Angaben s. Q1-Bericht 2010 sowie Rede des Vorstands zur HV)

Das China-Geschäft dürfte in den kommenden Jahren der Hauptwachstumstreiber sein.
WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Unternehmen

26.08.2010 08:43

Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt
durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Herausgeber verantwortlich.

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WMF bekräftigt Wachstumsziele

Umsatzzuwachs zum Halbjahr kommt aus dem Exportgeschäft

Der WMF Konzern mit Sitz im schwäbischen Geislingen realisiert mit dem
Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2010 seine Erwartungen. Die WMF
Gruppe erreicht zum 30.06. einen Umsatz von 389,0 Mio. EUR und liegt damit
3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Weltwirtschaft wächst, angeschoben
von dem starken Aufschwung in Asien, was sich insbesondere positiv auf den
Export auswirkt.

So steigert WMF den Konzernumsatz im Exportgeschäft um 23 Prozent auf 180,6
Mio. EUR. Der Umsatz in Deutschland geht dagegen um 10 Prozent auf 208,4
Mio. EUR zurück. Der ausländische Umsatzzuwachs überkompensiert in Summe
allerdings den Rückgang im Inland, so dass kumuliert ein Wachstum von 3
Prozent erreicht wird.

Im Konsumgeschäft liegt der Konzernumsatz zur Jahresmitte mit insgesamt
230,5 Mio. EUR auf Vorjahreshöhe. Bereinigt um die zu Jahresbeginn
erworbene Princess wird der Vorjahresumsatz um 9 Prozent unterschritten.
Dieser Umsatzrückgang ist durch das Spezialkundengeschäft bedingt. Hier
werden wie geplant die bereits auf Vorjahresniveau vorliegenden Aufträge
erst in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert. Ohne diese Verschiebung und
ohne Princess wird im Konsumgeschäft ein Umsatzwachstum von 3 Prozent
erreicht. Im Objektgeschäft wird der Umsatz zum Halbjahr um 7 Prozent auf
158,5 Mio. EUR gesteigert. Maßgeblich für das erreichte Wachstum ist eine
deutliche Belebung des Hotelgeschäfts. Wachstumsimpulse erfolgen aber auch
durch das wieder anziehende Kaffeemaschinengeschäft.

Das realisierte betriebliche Ergebnis (EBIT) folgt dieser positiven
Entwicklung auf den ersten Blick mit 13,1 Mio. EUR nicht, da hier 67
Prozent des Vorjahres erreicht werden. Der Ergebnisrückgang ist allerdings
durch die Sonderthemen im Konsumgeschäft bestimmt. Der Erwerb von Princess
bringt zur Jahresmitte einen Umsatzzuwachs in Höhe von rund 21 Mio. EUR,
der aufgrund des bei Princess üblichen saisonalen Ergebnisverlaufs jedoch
mit einem noch negativen Ergebnis einhergeht. Die geplante Verschiebung von
Spezialkundenumsätzen führt zu einem zusätzlichen EBIT-Rückgang. Beide
Themen bewirken, dass das zum Halbjahr im Konsumgeschäft ausgewiesene EBIT
in Höhe von -5,5 Mio. EUR noch deutlich unter dem Vorjahreswert von 4,5
Mio. EUR liegt. Diese Entwicklung wird sich im zweiten Halbjahr umkehren.
Im Objektgeschäft wird das EBIT von 15,2 Mio. EUR im Vorjahr auf jetzt 18,6
Mio. EUR gesteigert.

Im zweiten Halbjahr 2010 werden sich die Sondereinflüsse im Konsumgeschäft
auflösen. Der fehlende Umsatz aus Spezialkundengeschäften wird im Herbst
auf der Grundlage bestehender Aufträge ausgeglichen und der im ersten
Halbjahr noch negative Ergebnisverlauf von Princess wird sich zum
Jahresende ins Positive wenden. Im Objektgeschäft geht das Unternehmen auf
der Grundlage bisheriger Daten von einer Fortsetzung der positiven Umsatz-
und Ergebnisentwicklung aus.

Für das Gesamtjahr 2010 bekräftigt der WMF Konzern daher seine bisherigen
Zielsetzungen und erwartet - einschließlich der zu Jahresbeginn erworbenen
Princess - einen Umsatzanstieg von 10 Prozent und eine EBIT-Rendite von
mindestens 5 Prozent.
Quelle: http://www.dgap.de/news/adhoc/wmf-wuerttemberg-metallwarenfa…

WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG / Schlagwort(e):
Firmenübernahme/Firmenübernahme

21.09.2010 13:50

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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[Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG: Mergers and Acquisitions]

WMF AG übernimmt sämtliche Geschäftsanteile an der 'Princess'
Unternehmensgruppe, Niederlande

Der Aufsichtsrat der WMF Württembergische Metallwarenfabrik
Aktiengesellschaft, Geislingen an der Steige ('WMF AG') hat heute, am 21.
September 2010, dem Erwerb der restlichen 49 % der Geschäftsanteile an der
Princess Holding B. V., Breda, Niederlande von der Ouborg Group B. V.,
Breda, Niederlande mit Wirkung zum 30. September 2010 zugestimmt. WMF AG
zahlt für die Geschäftsanteile einen Kaufpreis von mindestens EUR 2,5 Mio.
und höchstens EUR 3 Mio. Die Princess Holding B. V. wird damit eine 100
%ige Tochtergesellschaft der WMF AG. Die Option der WMF AG die
Geschäftsanteile in 2012 zu erwerben, ist damit hinfällig.

Der Übergang der Geschäftsanteile entspricht dem Wunsch des
Unternehmensgründers von Princess, Herrn Aad Ouborg, der gleichzeitig auch
aus der Geschäftsführung des Unternehmens ausscheiden wird. Princess ist
ein elementarer Bestandteil der Elektrokleingeräte-Strategie des WMF
Konzerns mit dem Ziel, ein weltweit wettbewerbsfähiges Geschäftsfeld zu
etablieren. Mit der vollständigen Integration der Princess
Unternehmensgruppe in den WMF Konzern kann dieses Ziel nach Überzeugung
beider Parteien zügiger und besser umgesetzt werden.


21.09.2010 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de

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Sprache: Deutsch
Unternehmen: WMF Württemberg. Metallwarenfabrik AG
Eberhardstraße
73309 Geislingen
Deutschland
Telefon: +49 (0)73 3125-85 73
Fax: +49 (0)73 3125-80 76
E-Mail: finanzen@wmf.de
Internet: www.wmf.de
ISIN: DE0007803009, DE0007803033
WKN: 780300, 780303
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (General Standard), Stuttgart;
Freiverkehr in Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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MAN LIEST NICHTS, man hört nichts, und trotzdem läuft das Papier kräftig aufwärts, auch mit Umsätzen.

Schweigen und kaufen ?
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.349.209 von Erdman am 19.10.10 14:24:33Schweigen und kaufen ?

Warum nicht? Sowohl die Aktie in diesem Fall hab ich mir die Vz. gekauft, als auch die Kaffeemaschine WMF10, die beste Padmaschine auf dem Markt. U.a. finde ich das die Elektrokleingeräte-Strategie mit den Zukäufen Petra und Princess zukünftig viel Potential verspricht.
07.12.2010
14:05 Frankfurt

Ask: 28,35 - 150 Stück
Bid: 27,75 - 200.000 Stück
Das erinnert an den WMF-Auftritt in China:




Erfolgreiches Marketing in Asien

Chinas liebster Kochtopf kommt aus Deutschland


Der Küchenausstatter Fissler hat keine Angst vor chinesischer Billigware. Statt sich auf den Preiskampf einzulassen, verkaufen die Pfälzer ihre Ware in China zu Höchstpreisen. So wurden sie in Asien zur Nobelmarke und ihre Töpfe zum Statussymbol. von Ruth Fend

Gepflastert mit roten Fissler-Plakaten präsentieren sich die sandsteinfarbenen Wände und Türmchen des Messezentrums in Schanghai, die Eingänge sind gesäumt mit Skulpturen aus glänzendem Kochgeschirr. Das rheinland-pfälzische Unternehmen ist erkennbar der Platzhirsch unter den deutschen Ausstellern und bestens präpariert für den Empfang des hohen Gastes aus der Heimat. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle erscheint, um den deutschen Teil der Interior Design zu eröffnen.
Dies ist das Fissler Haus auf der Expo, in dem Kinder die ... Dies ist das Fissler Haus auf der Expo, in dem Kinder die Möglichkeit hatten, bei Fissler in das Berufsfeld eines Kochs hinein zu schnuppern.
Zunächst begrüßt ihn eine Gruppe von Kindern, bekleidet mit Kochschürzen, Kochhemden und Kochmützen mit dem Logo des Unternehmens. Die Kleinen überreichen dem Minister einen Blumenstrauß mit Rosen in Schwarz, Rot und Gold. Dann wird's laut: Ein Tänzer steppt auf 30 Kochtöpfen. Danach tritt eine Gruppe von Musikern auf, gekleidet in traditionelle chinesische Kostüme, die Musik auf Pfannen und Töpfen von Fissler macht. Das Brimborium verfehlt seine Wirkung nicht. In seiner Rede erwähnt der Minister, aufgewachsen im pfälzischen Landau, nur ein Unternehmen namentlich: Fissler, "eine tolle Firma".
Der Zirkus, den der Kochgeschirrhersteller auf der Messe veranstaltet, ist symptomatisch für die Marketingstrategie des Unternehmens in Asien - und für seinen Erfolg im Fernen Osten. Fissler hat gelernt: Wer in China als Marke durchdringen will, muss auffallen. Das ist aufwendig und teuer, bringt aber was. Der Umsatz des Auslandsgeschäfts macht bei Fissler bereits 63 Prozent des Gesamtumsatzes von rund 167 Mio. Euro aus, am stärksten wachsen die asiatischen Landesgesellschaften, zuletzt um 16 Prozent. Die Tochtergesellschaft in China, vor sechs Jahren gegründet, ist jedes Jahr zwischen 10 und 30 Prozent gewachsen.
Das Prada der Küchenausstattung
Fissler erobert Asien, aber ganz anders als auf dem üblichen Weg. Statt Länder wie China nur als billige Produktionsstandorte zu nutzen, erschließt Fissler das Riesenreich als Absatzmarkt. Vor allem aber: Fissler hat es geschafft, sich in Asien als begehrte Premiummarke zu etablieren. Während die Töpfe aus Idar-Oberstein hierzulande als grundsolide Haushaltsware gelten, genießen sie in China, Korea, Japan und Taiwan den Status von Lifestyleprodukten und sind doppelt so teuer. Fissler gilt dort als Prada der Küchenausstattung.
Dieser Erfolg basiert auf drei Faktoren: einer Vertriebsstrategie, die den besonderen Erwartungen der asiatischen Kunden gerecht wird, einer expliziten Betonung der Markenhistorie unter dem Label "Made in Germany" sowie einem straffen Markenaufbau mit einem eigenständigen Auftritt.
Markus H. Kepka Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der ... Markus H. Kepka Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Fissler GmbH
"Wir haben in China eine völlig andere Marketingstrategie als in Deutschland", sagt Fissler-Chef Markus Kepka, der zuvor für den August-Oetker-Konzern und Leifheit gearbeitet hat. In Deutschland und Europa steht beim Verkaufen von Pfannen und Töpfen der Nutzen im Fokus. Hier bekommt der Kunde Antworten auf die schlichte Frage: Was kann das Produkt? Welche Speisen kann ich in einem Schnellkochtopf zubereiten? Wie lange dauert es, bis die Kartoffeln gar sind?
Das will der Kunde in China zwar auch wissen, viel wichtiger aber ist dort noch etwas ganz anderes: Welchen Status verleiht mir das Produkt? Ein Kochtopf gilt bei Chinas Aufsteigern als Statussymbol. Denn ein 400 Euro teurer Schnellkochtopf auf dem Herd macht klar, dass die Familie, die sich diese Art von noblem Kochgeschirr leisten kann, zur wohlhabenden Mittelschicht zählt. In Deutschland lautet das Markenmotto: Freu dich aufs Kochen. In Asien schwingt der Premiumanspruch schon im Slogan mit: Perfect every time.
Fisslers Erfolg im Fernen Osten ist indes nicht das Ergebnis eines ausgeklügelten Masterplans. Als das Unternehmen entschied, nach China zu gehen, war das eine Reaktion auf die zunehmende Bedeutung ausländischer Märkte für die Umsatzentwicklung. Der deutsche Markt wächst zwar weiter, aber gemächlich um 3,3 Prozent. In Ländern wie China dagegen brummt das Geschäft und wächst mit zweistelligen Raten, in ganz Asien zuletzt um 16 Prozent.
Das Marken-Upgrade des pfälzischen Kochgeschirrherstellers folgt einer einfachen Logik. In Ländern wie China hat ein deutsches Unternehmen mit einer Billigstrategie sicher keine Chance, gibt es doch gerade dort Hunderte von Fabriken, die Kochtöpfe zu Dumpingpreisen herstellen können. Also versuchte Fissler, sich im Hochpreissegment zu etablieren.
Sieben gute Jahre: Der Umsatz von Fissler Sieben gute Jahre: Der Umsatz von Fissler
Die Kunden dazu gibt es in Asien längst. So vermehrt in China die wirtschaftliche Entwicklung des Landes stetig die aufstrebende Mittelschicht. Immer mehr Chinesen können sich etwas leisten, und es entspricht der Landeskultur, diesen Wohlstand zu zeigen, gern auch in der heimischen Küche. Doch auch ein traditionsreiches Markenunternehmen wie Fissler brauchte eine Weile, um zu erkennen, dass es in China nicht reicht, das übliche Werbeprogramm mit Anzeigen, Plakaten und Prospekten zu bestreiten. Heute weiß Fissler, so Kepka, dass es grundsätzlich zwei Wege gibt, ein Markenunternehmen im Ausland zu führen.
Multinationale Vermaktungsstrategie Da ist zum einen die zentralistische Methode, mit der zum Beispiel ein Konzern wie Coca-Cola seine Produkte weltweit einheitlich vermarktet. Wer allerdings wie Fissler Kochgeschirr verkaufe, müsse sich für eine multinationale Strategie entscheiden, die den kulturellen Gepflogenheiten in der Esskultur der verschiedenen Länder gerecht werde.
Kepka: "Das heißt, wir geben unseren Niederlassungen einen bestimmten Rahmen vor, in dem sie eigenständig ihre national passende Strategie umsetzen können. Das ist ein wesentlicher Grund für unseren Erfolg im Ausland." Es komme darauf an, die Wünsche der Kunden bei Produktgestaltung, Vertrieb und Service zu berücksichtigen.
In China als Topmarke auftreten zu wollen kostet viel Geld. Fissler wendet hier fürs Marketing acht Prozent des Umsatzes auf, in Deutschland reichen sechs Prozent. "Die reinen Verkaufsmargen sind in China zwar höher", sagt Kepka, "das gleicht sich derzeit aber durch die höheren Beratungs- und Kundendienstleistungen aus."
Mit anderen Worten: In Asien muss ein Unternehmen mehr Mühe in die Markenpflege stecken. Die Märkte sind riesig, die Zahl der Werbetreibenden auch. Das probate Mittel, um zum Konsumenten durchzudringen, lautet: Kreativität und Lautstärke.
"Weil wir sehr teuer sind, müssen wir kreatives Marketing betreiben", sagt Fisslers China-Geschäftsführer, der gebürtige Singapurer Tunseng Loo Loo, der zuvor für Coca-Cola gearbeitet hat. Er engagiert Künstler, die Töpfe schemenhaft in zarten Aquarellgemälden auftauchen lassen, er lässt Models in Kleidern schaulaufen, in die Fissler-Utensilien integriert sind. Und er organisiert eben auch Promotion-Auftritte in Einkaufszentren, bei denen Musiktruppen auf Fissler-Töpfen trommeln und Tänzer auf ihnen steppen. "Chinesen mögen Dinge, die irgendwie anders und ein bisschen verrückt sind", sagt Loo. "In diesem Markt herrscht so viel Wettbewerb. Entweder wir haben eine laute Stimme, oder wir werden nicht gehört."
Besonders heftig für die Marke zu trommeln ist aber nur die eine Voraussetzung für den Erfolg in Asien. Die speziellen Kundenerwartungen erfordern auch eine besonders fein auf die Kunden abgestimmte Vertriebsstrategie. Auch hier musste Fissler lernen, dass etwa die Chinesen anders ticken als der Rest der Welt. Fissler merkte bald, dass China als Premiummarke nicht zu erobern ist, wenn man den Verkauf der Waren in der üblichen Low-Cost-Variante angeht und lokale Distributoren dafür engagiert.
Fissler Shop in Shanghai Fissler Shop in Shanghai
Ein Irrweg, der Fissler zum Beispiel in Einkaufszentren führte, in denen zu wenig zahlungskräftige Kundschaft auftauchte. "Ein Händler hat keinen Anreiz, in die Marke zu investieren", sagt Kepka, ebenso wenig wie der Hersteller, weil er so vor allem die Gewinne des Distributors steigert.
Doch genau darauf kommt es an, denn der markenorientierte chinesische Kunde legt etwa größten Wert auf guten Service und will vor und nach dem Kauf aufwendig umsorgt werden. Auch die Qualität der Ware muss höchsten Ansprüchen genügen. Das Label Made in Germany zieht noch immer, aber es muss penibel eingelöst werden.
Filialen neben Chanel und Lancôme Wichtig, so eine Lehre aus dem Chinageschäft, ist es, am richtigen Platz präsent zu sein. Anfangs hatte Fissler Schwierigkeiten, die passenden Verkaufsstellen für die Zielgruppe der aufstrebenden Mittelschichtler zu finden. Statt aufwendige Standortanalysen zu betreiben, bediente Kepka sich eines einfachen Kniffs. "Wir schauen einfach, in welchen Häusern bekannte Mode- und Kosmetikmarken wie Chanel und Lancôme schon präsent sind", sagt er: "Die Überschneidung mit unseren Kunden ist eins zu eins."
Die Nobelstrategie von Fissler passt bestens zur Verkaufstaktik der pompösen Einkaufszentren. Beim Treffen mit Qi Yuehong, Vizechefin von Chinas größter Einzelhandelskette Bailian, muss sich Kepka erst mal eine Powerpoint-Präsentation ansehen, damit er weiß, mit wem er es zu tun hat: 27 Department-Stores in Schanghai und 14 Einkaufszentren gehören zu Yuehongs Unternehmen, dessen Umsatz 1,4 Mrd. Yuan beträgt, jährliches Wachstum: 40 Prozent.
Die strategische Kooperation mit den richtigen Lieferanten sei zentral für den weiteren Erfolg, meint Yuehong. "Meine Eindrücke von Fissler sind sehr gut", lobt sie. Das Unternehmen bestückt bereits 30 Prozent des Kochwarensortiments in ihrer Gruppe. Früher waren in China alle gleich, meint Marketingmanager Loo, deshalb wollten die Leute jetzt als etwas Besonderes behandelt werden. Jeder wolle ein VIP sein.
Fissler macht ein gutes Geschäft mit dieser Sehnsucht. "Viele Asiaten haben so eine Art privates Markenportfolio für sämtliche Lebensbereiche im Kopf, über das sie ihren Status transportieren", sagt Kepka. Beim Handy muss es das iPhone von Apple sein, beim Auto der A8 von Audi und beim Kochtopf eben der Vitafit von Fissler.
Um diesen Status nicht zu gefährden, achtet der Fissler-Chef sehr darauf, das Produktportfolio nicht ausufern zu lassen. So will er den Markenkern der Fissler-Produkte schützen. "Unsere Produktkompetenz endet in der Küche, auf dem Tisch haben wir nichts verloren." Der Plan geht auf: Aus bislang gut 150 Verkaufsstellen sollen in fünf Jahren 400 werden. "In fünf Jahren ist Fissler China größer als Fissler Deutschland", sagt Kepka.
Emotionale Markenpositionierung Um dieses Ziel zu erreichen, verknüpft der Fissler-Chef die Marke zudem mit einem neuen Konzept vom Kochen. "Vor 20 Jahren war Kochen eher eine Pflicht, heute ist es eine Leidenschaft", sagt er. Um diesen Anspruch und diese Haltung zu transportieren, setze Fissler auf eine emotionale Markenpositionierung, etwa mit der Verbindung von Mode und Kochen.
In Deutschland solide Haushaltsware, in Asien Lifestyleprodukt: Ein ... In Deutschland solide Haushaltsware, in Asien Lifestyleprodukt: Ein Fissler Schnellkochtopf
Fissler präsentiert sich als Lifestylemarke. Deshalb muss das Unternehmen den Kunden in China weit mehr bieten als den deutschen Käufern: So sind vier Fissler-Angestellte ausschließlich damit beschäftigt, Kunden innerhalb einer Woche nach dem Kauf eines Produkts anzurufen und sie nach ihrer Zufriedenheit zu befragen. Wer Probleme mit den Pfannen und Töpfen hat, bekommt auf Wunsch im eigenen Haus eine persönliche Einführung in die Kochkunst mit den Geräten.
In den Fissler-Shops kümmern sich immer vier Beraterinnen um die meist weiblichen Kunden und führen von morgens bis abends richtiges Kochen vor. "Unsere Kollegen in Deutschland verstehen das oft nicht. Sie denken, eine Person an der Kasse sei genug. In China wäre das völlig inakzeptabel", sagt Marketingexperte Loo.
Das Edel-Image beginnt schon bei der Verpackung Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Qualität. "Weil wir als Premiummarke auftreten, darf an den Produkten, die wir etwa in China oder Japan verkaufen, auch nicht der kleinste Kratzer sein", sagt Kepka. Auch die Verpackung muss premium sein, deshalb werden die Töpfe in Asien noch einmal komplett neu verpackt, von Hand. Statt im bedruckten Karton erhält die asiatische Topfkäuferin ihr Gerät in schwarz lackierter Folie, verschnürt mit einer silbern glänzenden Banderole. Und was Fissler in China verkauft, muss unbedingt in Deutschland hergestellt worden sein. In den chinesischen Edel-Einkaufszentren gehen nur Töpfe und Pfannen aus Rheinland-Pfalz über den Ladentisch, ein weiterer Kern der Vermarktung.
Idar-Oberstein mag für Deutsche nach Muff klingen. Für Chinesen ist es ein Qualitätssiegel und schafft Vertrauen. "Chinesen vertrauen Chinesen nicht", sagt Kepka schmunzelnd, der zwei Jahre für Leifheit in Singapur gearbeitet hat und so die Vorliebe der Asiaten für deutsche Waren erklärt.
Wegen des Erfolgs in Asien prüft der Fissler-Chef, wie die Erfahrungen aus dem gelungenen Marken-Upgrade auf die angestammten Märkte zu übertragen sind. "Wir sollten von Fissler China lernen und die Marke auch in Deutschland richtig begehrenswert machen", sagt er. Einen ersten Versuch in dieser Richtung unternimmt er in den nächsten Wochen. Fissler startet eine Anzeigenkampagne mit Schnellkochtöpfen, in der die Pötte in der gestylten Ästhetik eines Modemagazins fotografiert sind. Die Motive werden eins zu eins aus Korea übernommen. Motto: Fissler in Fantasy.
Lessons to learn: Präsenzprogramm
Eigene Präsenz. Anfangs versuchte Fissler, den asiatischen Markt mit lokalen Distributoren zu bearbeiten. Doch bald zeigte sich, dass den Händlern der Anreiz fehlte, in die Marke zu investieren. Deshalb gründete Fissler fortan Niederlassungen mit eigenen Mitarbeitern.
Lokales Management. Die Geschäftsführerposten in den Auslandsniederlassungen besetzt Fissler stets mit einheimischen Managern. Die Erfahrung zeigt: Nur sie verfügen über das richtige Gespür für die Gestaltung des Sortiments und die Anpassung der Produkte.
Große Freiräume. Die Chefs der Landesgesellschaften genießen große Freiheiten bei der Gestaltung der
Verkaufsstrategie, damit sie flexibel und schnell auf die Anforderungen des Handels und die Aktionen der Wettbewerber reagieren können.
Differenziertes Marketing. Ebenso wie innerhalb Europas müssen Werbung, Service und Vertrieb auch in den verschiedenen asiatischen Märkten individuell konzipiert werden - meist mit deutlich höherem Aufwand als in Deutschland.

Töpfe und Kanonen
1845 Carl Philipp Fissler gründet in Idar-Oberstein ein Klempner- und Installationsgeschäft.
1892 Fissler erfindet die Gulaschkanone und spezialisiert sich auf die Herstellung von Pfannen und Töpfen.
1973 Im rheinland-pfälzischen Hoppstädten-Weiersbach baut das Unternehmen ein zweites, 11.000 Quadratmeter großes Werk.
2004 Fissler gründet in China eine Tochtergesellschaft.
2008 Das Familienunternehmen erwirtschaftet mit weltweit 700 Mitarbeitern einen Umsatz von 163 Mio. Euro, mehr als 60 Prozent davon im Ausland. In Japan, Taiwan und Hongkong werden weitere Tochtergesellschaften in Asien gegründet.
2010 Der Umsatz steigt auf 167 Mio. Euro, die Zahl der Mitarbeiter auf 721. Asien ist inzwischen Fisslers größter Exportmarkt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.694.894 von Joschka Schröder am 11.12.10 19:03:33Hat jemand eine Ahnung warum die WMF Aktie am Freitag so abgestürzt ist?
Ich konnte keine Meldungen zu WMF finden.
Im Moment habe ich keine Aktien aber ich halte WMF für ein sehr gutes Unternehmen und will bei günstigen Kursen evtl. wieder einsteigen.

Gruss
Michael
Der Kursrueckgang betraf lediglich die Vorzuege. Anscheinend hat jemand ca. 2.000 Stueck unlimitiert verkauft, was zu dem Rueckgang gefuehrt hat. Wenn du die Vorzuege willst und es keine neuen Nachrichten gibt, bietet sich der Kursrueckgang sicherlich fuer einen Einstieg an. Zumal er - bis jetzt - unbegruendet scheint.
Ausgezeichnete Geschäftsentwicklung bei WMF.

Die Rede des Vorstandsvorsitzenden zur Ambiente mit vorläufigen Zahlen für 2010 steht seit einigen Tagen auf der WMF-Homepage. Schon interessant, dass dies hier offensichtlich niemanden interessiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.079.671 von Joschka Schröder am 21.02.11 20:16:19Ich halte WMF auch für ein sehr gutes und solides schwäbisches Unternehmen.

Im Moment habe ich keine WMF-Aktien aber falls es im März nochmal etwas runtergeht werde ich evtl. zuschlagen.

Welches Dokument ist neu dazugekommen?
Das letzte was ich gefunden habe ist "Konzern-Finanzbericht für das 1. Halbjahr 2010." vom 16.11.2010.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.080.791 von Mariachi42 am 22.02.11 00:27:43Ich meinte "Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres 2010".
Die Rede von 2011 habe ich wohl übersehen.
Scheints interessiert es keinen? Die Dividende steigt von EUR 1.20 auf EUR 1.30 ...

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WMF erhöht erneut die Dividende

Der Aufsichtsrat der WMF Württembergische Metallwarenfabrik
Aktiengesellschaft in Geislingen/Steige hat in seiner Sitzung am 12. April
2011 den Jahresabschluss 2010 der WMF AG und den Konzernabschluss
gebilligt. Der am 1. Juni 2011 stattfindenden Hauptversammlung wird
vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der WMF AG in Höhe von 18,2 Mio. Euro zur
Ausschüttung einer Dividende von 1,30 Euro je Stückaktie zu verwenden. Im
Geschäftsjahr 2010 erreicht der WMF Konzern einen Umsatz von etwa 901,6
Mio. Euro sowie ein Jahresergebnis von etwa 38,7 Mio. Euro.

Im Vorjahr wurde bei einem Bilanzgewinn von 16,8 Mio. Euro eine Dividende
von 1,20 Euro je Stückaktie ausgeschüttet. Der Konzernumsatz lag im
Geschäftsjahr 2009 bei etwa 800,0 Mio. Euro, das Jahresergebnis bei etwa
25,9 Mio. Euro.
hatte auch schon im Thread der WMF Vz. drüber geschrieben...
Gruß
Das WMF soetwas macht, hätte ich nicht gedacht. Damit kann man sich langfristig die Marke kaputt machen. Vor allem wenn man bedenkt, wie viele Kunden an diesen Treueaktionen mitmachen und WMF selbst ja sagt, dass sie damit ziemlich viel Umsatz machen.

MfG J:)E

Nepp mit Prämien-Produkten

22.08.2011 20:15 Uhr NDR Fernsehen von Verena von Ondarza/Rainer Mueller-Delin -- Viele Supermarktketten versprechen ihren Kunden wertvolle Prämien von renommierten Markenherstellern. Besonders beliebt als Prämie sind Haushaltswaren, wie beispielsweise Töpfe oder Messer. Markt hat über ein halbes Jahr lang Treueaktionen in norddeutschen Supermärkten beobachtet. Das Ergebnis: Die Prämien sind in den getesteten Fällen bei weitem nicht so wertvoll, wie von den Supermärkten angegeben. Tatsächlich handelt es sich in den meisten Fällen um Produkte, die teilweise in Billiglohnländern extra für diese Aktionen hergestellt wurden.
Der Beitrag als Video (9 Minuten) befindet sich hier: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/recht_verbrauche…
Capvis wird wohl bis 2014 verkaufen müssen. Lesenswert:

http://valueandopportunity.com/2012/01/02/wmf-ag-hidden-cham…

Ach ja, seit Anfang des Jahres 2012 Aktienrückkäufe durch WMF, lt. WMF homepage.
Das ATH ist nicht sehr weit. Was passiert, wenn es darüber geht? Die Bewertung ist nicht übermäßig, die Dividende satt. Wo liegen die Risiken? Gibt es dazu Meinungen?