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Rücker steigert Umsatz deutlich - 500 Beiträge pro Seite



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Erfreuliche Zahlen in der Börsen-Misere vermeldet die am Neuen Markt geführte Rücker AG. Der Experte für virtuelle Produktentwicklung legt im Geschäftsjahr 2000 beim Umsatz um deutliche 20,6% auf nunmehr 225,3 Mio.DM zu. Der Jahresüberschuss kann ebenfalls leicht gesteigert werden. Er beträgt im vergangenen Geschäftsjahr 10,1 Mio.DM nach zuletzt 9,9 Mio.DM. Nach nur einem Jahr Börsennotierung beabsichtigt das Unternehmen, eine Dividende von 0,25€ pro Aktie an seine Anteilseigner auszuschütten.

Wachstums-Lokomotive war vor allem der Bereich Elektronik und Kommunikation, der um stolze 72,2% expandiert, gefolgt von den Geschäftsfeldern Umweltsimulation und Fahrzeugsicherheit sowie dem Kerngeschäft Automotive Design, deren Umsatz um 35% bzw. 16,4% ansteigt. In die Zukunft blickt das Unternehmen voller Zuversicht. Weiteres Wachstum erhofft sich der Wiesbadener Investitionsgüter-Hersteller durch neue Großprojekte in der Luftfahrtindustrie sowie vor allem durch neue Produktionstrends in der Automobilindustrie. Hier erwartet das Unternehmen den verstärkten Einsatz seiner Technologien für die virtuelle Produktentwicklung.


Alles Ansichtssache: Ich hätte als Überschrift für diesen Thread

"Rücker verfehlt deutlich die Planzahlen"

gewählt.

Ende August hieß es nämlich noch so schön:

Die Rücker AG, Wiesbaden, hat die Planzahlen zu Umsatz und operativem Ergebnis für das erste Halbjahr bestätigt. So stieg der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 1999 um 22,7 Prozent auf 104,1 Millionen DM, wie das Unternehmen am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit einem Zuwachs mit 14,1 Millionen DM im Rahmen der Erwartungen (Vorjahr: 13,7 Millionen). Der Jahresüberschuss stieg um 20,9 Prozent auf 6,7 Millionen DM. Der im Vergleich zum Umsatzanstieg niedrigere EBIT-Zuwachs war ver- ursacht durch einen Basiseffekt, der sich aus einem außergewöhnlich hohen operativen Ergebnis des ersten Halbjahres 1999 ergibt. Es handelte sich dabei um einen ausländischen Kundenauftrag mit besonders hoher Marge. Dieser Effekt war bereits in der Planung berücksichtigt.

Und jetzt? Zum Halbjahr hatte man bereits 6,7 Mio Überschuß, am Jahresende 9,9. Zur Halbzeit hieß es noch, daß die Steigerung auf 6,7 nur deshalb so gering sei, weil im ersten Halbjahr des Vorjahres ein außergewöhnlich großer Auftrag vorlag, der in diesem ersten Halbjahr nicht wiederholt werden konnte. Wie ist es jetzt mit der 2. Jahreshälfte? Da gab es im Vorjahr keinen besonders großen Auftrag, trotzdem bricht der Überschuß geradezu zusammen.

Wie schön, daß man in Deutschland keinen richtigen Vergleich zu den entsprechenden Vorjahreswerten aufstellen muß. Nach meiner Einschätzung geht der Überschuß aktuell gegen null, um nicht zu sagen, in den roten Bereich. Und da wollen die Dividende zahlen? Wovon?

Der Kurs wird weiter nachgeben. Schade, daß sich WO hier vor irgendeinen Analysten-Schlitten spannen läßt, statt mal selber nachzurechnen. Meine bescheidene Meinung: Finger weg von Rücker, wenn nicht ein Wunder geschieht, sind die nächsten Quartalszahlen ein Fiasko.


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