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Richard Russel in Barron`s: Dow - Jones- Ziel 6350 oder weniger - 500 Beiträge pro Seite



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Im Finanzmagazin Barron`s hat der Techniker Richard Russel die Auffassung vertreten, dass die Baisse an der Wall STreet noch lange nicht zu Ende sei. Gemessen an früheren Abwärtsbewegungen, könne sich bis 2003 oder sogar 2005 eine Abwärtsphase erstrecken. Gegenwärtig befinde sich der Dow Jones Index erst am Beginn der zweiten Phase eines dreistufigen Prozesses, der mit der völligen Kapitulation der Anleger enden dürfte. Diese gingen nur langsam von der über viele Jahre hinweg liebgewonnenen und somit tief verwurzelten Haltung ab, Rückschläge an der Börse als Kaufgelegenheit zu betrachten. Russel hält es für möglich, dass der Dow Jones Index für Industriewerte im Zuge dieser Baisse letztlich auf 6350 Punkte fällt. Sollten das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis wieder auf etwa 10 sinken und die Dividendenrendite im Mittel wieder auf 6 Prozent steigen, so wie es auf den Tiefpunkten der Baissebewegungen in den Jahren 1949, 1974 und 1982 geschehen sei, könne der Dow Jones rechnerisch sogar in den Bereich zwischen 3000 und 4000 Punkte abstürzen, meint Russel.

Quelle FAZ vom 24.04.01
Sicher. Und steht er erst mal bei 13.000 wird Russel schreiben, jetzt ist Luft bis mindestens 20.000.

Alles relativ.

MfG
kid
An der Wall Street rudern die Gurus zurück, berichtet jetzt die FAZ. Investmentstratege Galvin von CSFB: ERst Ende 2002 S&P 500 bei 1500 Punkte. Kerschner von UBS Warburg : 2002 hat der S&P 500 1800 Punkte. Cligott: Ende 2001 hat S&P 500 nur 1100 Punkte. J.P. Morgan sieht Ende 2001 maximal 1300 Punkte. Richard Mc. Cabe sieht im Herbst Probleme für die Börsen. Edward Yardeni von Deutsche Bank sieht bei Techfirmen Gewinnrezessionen noch mindestens bis zum Jahresende und ist deshalb wenig positv gestimmt für NASDAQ.Fuller Markets aus London sieht weiter Aktienschwäche an Börsen und damit ein schlechtes Vorzeichen für Entwicklung der Weltwirtschaft.

Wall - Street vertagt die Ertragswende bei Unternehmensgewinnen auf Ende 2002 (FAZ vom 2. August)

Merill Lynch sieht im derzeitigen Verhalten des Aktienmarkts in Amerika ein Verhalten, das typisch sei für den Beginn einer ausgedehnteren Hausse.

Credit Suisse First Boston sieht die jüngst stark gewachsene Schwankungsanfälligkeit der Aktien möglicherweise als Hinweis auf noch nicht konkret erkennbare ernstere Risiken für die Börse.

Fazit, Gefahr für L - Form der Börsen wächst, V - Form kam schon nicht im Sommer, U - Form wird derzeit noch beschworen von Daueroptimisten.

Bald werden wir alle schlauer sein. Wohl dem der Cash hält und sich von den Banken nicht zu leichtfertigen Aktien -Engagements verleiten ließ! Noch dürfte der Investitionszeitpunkt in der Breite noch nicht gekommen sein! Ich bin auch kein guru, dies ist nur meine Meinung und Einschätzung. Jeder möge sich seine eigene Meinung bilden.
Nach den fürchterlichen Terroranschlägen auf Pentagon und World Trade Center und den vielen tausende Toten aus vielen Nationen, sind die Amerikaner aber auch die übrige Welt geschockt. Nur in der islamischen Welt gibt es zum Teil unverholene Freude. Die USA wollen Rache nehmen.

Was bedeutet das für die Aktienmärkte?

1.Nach dem Zusammenbruch des world trade centers und benachbarter Gebäude ist der amerikanische Börsenhandel in Neu York angeschlagen. Viele bekannte Börsenhändler sind umgebracht worden. Dies verunsichert die US - Finanzwelt und die Börsen enorm.

2. Es besteht große Unsicherheit bezüglich des weiteren Verhaltens der USA, wie werden die militärischen Aktionen ausgehen? Das verunsichert die Börsen enorm!

3. Israel "nutzt" die Gunst der Stunde und geht weiter brutal gegen die Palästinenser vor. Israel schürt also den Haß in der arabischen Welt und versucht zugleich die USA und die Nato-Staaten langfristig auf ihrer Seite mit in diesen Konflikt hinein zu ziehen. Viele Israelis fordern schon seit Jahren offen, die Palästinenser zu vertreiben. Also geht auch von dort eine Kriegsgefahr aus. Das wird Folgen in den arabischen Staaten haben und dort den Fundamentalismus stärken. Das wird für die Börsen der Welt sehr negativ sein.

4. Der amerikanische Konsument hat jetzt Angst bekommen. Er wird sich bei Aktienkäufen stark zurückhalten und eher verkaufen als kaufen. Deshalb wird der Dow deutlich fallen.

5. Die Kapitulation der Anleger ist immer noch nicht an den Börsen eingetreten. Dazu muß der Dow weit unter 8000 Punkte fallen, der Dax weit unter 4000. Ich empfehle dazu die Aufsätze von Roland LEUSCHEL in Börse Online und unter Boerse.de zu lesen. Leuschel lag und liegt mit seinen Prognosen sehr gut, wenn er auch den Abschwung etwas zu früh kommen gesehen hat. Dies ist aber bei erfahrenen und vorausschauenden Fachleuten im Regelfall so, weil sie zwar Bewegungen gut erkennen, nicht aber die genauen Zeitabläufe voraussagen können.

6. Die Konjunkur wird sich jetzt endgültig in eine Rezession wenden. Es wird eine der schwersten Rezessionen nach dem 2. Weltkrieg werden. Die lang anhaltende Baisse zeigt bereits, dass die Teilnehmer an den Börsen schon mehr ahnten, als wir bislang zu wissen glaubten. Die Politik ist machtlos und (in Europa) unfähig, die richtigen Maßnahmen gegen den Abschwung zu unternehmen. Es kommt halt doch die harte Landung.

7.Aktienanlagen werden bis auf weiteres unattraktiv.

8. Die privaten Aktienanleger haben bereits so große Verluste erlitten, dass sie sich bald für lange Zeit von der Börse verabschieden werden. Wo soll die Psychologie für einen neuen Aufschwung herkommen? Es bedarf erst einer neuen unerfahrenen Generation, um die Börsen wieder in Schwung zu bringen.

Fazit: Die Voraussagen von Russel bezüglich der Dow-Entwicklung sind sehr ernst zu nehmen, eine Erholung der Börse wird diesmal lange auf sich warten lassen. Ich befürchte, dass es 5 - 10 Jahre dauern kann, bevor sich die Börsen wieder den zur Jahreswende 1999/ 2000 erreichten Höchstkursen annähern werden. Kommt gar eine lang andauernde Spannungs- oder Kriegszeit, so kann es wie nach 1929 noch viel länger dauern! Die Parallelen zu 1929 werden immer frapierender, auch wenn es diesmal nicht um Konflikte auf dem alten Kontinent Europa geht, sondern um die Gefahr eines bevorstehenden Religionskrieges zwischen Abendland und Morgenland. Die Amerikaner blasen gerade unter dem Stichwort "Vergeltung" zum ersten Kreuzzug im 21. Jahrhundert und wollen die Nato dabei haben und viele islamische Fundamentalisten des Orients sehen in den USA den dekadenten "Teufel" der Welt, gegen den jede Gewalt angewendet werden darf. Das alles sind sehr schlechte Aussichten für die Börsen. Eine Beruhigung und Konsolidierung wird lange brauchen. So schnell werden die Bilder der zusammenstürzenden Hochhäuser von New York nicht aus den Gedächtnissen der Menschen verschwinden!
@kidloco

sicher wird der Dow bald auf 20000 steigen, der Index
wird kurzerhand aus Öl- und Gaswerten übergewichtet.
Wallstreet fallen immer neue Tricks ein, um die User
zu verarschen. Und der dumme Bush tut wird bald die
notwendigen Massnahmen beitragen.
MMUNNA hat recht wenn er sagt,
dass es noch weiter Abwärts
geht - wie weit weiß keiner,
denn es befinden sich noch viel
zu viele Optimisten am Markt.
Beweis dafür ist bei der kleinsten
Aufwärtsbewegung sprechen schon
viele wieder von einem Bullenmarkt
mit utopischen Kurszielen!
Roland Leuschel faselt schon jahrelang von einem Crash. Auf dieses Geschwätz kann man nichts geben. Auf der anderen Seite taugt auch die bullishe Einstellung von Heiko Thiem nicht viel.

Fazit: Auch eine Uhr die stehengeblieben ist, zeigt zwei mal am Tag die richtige Zeit. Ähnlich ist es mit Gurus wie z. B. Roland Leuschel.


Gruß,

Unreal


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