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Fonds-Flaggschiffe - Die größten Geldvernichter (EurAmS)
Ob Fidelity, Vanguard oder Janus – alle amerikanischen Top-Fondsgesellschaften produzierten 2002 Milliardenverluste. Die Manager verdienten dennoch Millionen.


von Peter Gewalt, Euro am Sonntag 05/03


Fidelity Magellan – seit Jahren ein Fonds der Spitzenklasse. Auch 2002 hat der kapitalstärkste Aktienfonds der Welt eine Top-Position erobert – diesmal allerdings den ersten Platz in der Rangliste der größten Geldvernichter.


Nach Angaben der Rating-Agentur Morningstar verlor das Dickschiff der US-Anlagebranche 18 Milliarden Dollar. Magellan-Manager Bob Stansky kann sich somit rühmen, in einem einzigen Jahr den Gegenwert von 90000 Ferrari Maranello verbrannt zu haben. „Es war ein lausiges Jahr“, bewertet Morningstar-Analyst Russel Kinnel die Jahresperformance des Vorzeige-Portfolios von Fidelity. Denn nicht nur in absoluten Dollarzahlen musste der Fonds kräftig Federn lassen. Mit einem Minus von 23,7 Prozent lag der Magellan 1,6 Prozentpunkte schlechter als der Vergleichsindex S&P 500.


Mit seinen Aktien-Picks wie dem Medienunternehmen Viacom und der Investmentbank Morgan Stanley versegelte sich der Magellan-Manager 2002 im Börsenmeer gründlich. Immerhin hatte Stansky Technologiewerte untergewichtet, was die Magellan-Anteilseigner aber nur wenig tröstet.


Vielleicht hilft den Geschädigten ja Schadenfreude: So kam Tony Elavia mit seinem Putnam-Voyager-Fonds auf seiner letztjährigen Investment-Reise prozentual gesehen noch weiter vom rechten Weg ab. Elavia erzielte mit 26 Prozent den Minus-Rekord unter den Minus-Fonds.Nicht viel besser erging es George Sauter. Der Manager des Vanguard-500-Index landete mit einem Verlust von 16 Milliarden Dollar auf Platz 2 der Loser-Liste. Immerhin hat Sauter eine sehr plausible Entschuldigung für sein enttäuschendes Abschneiden. Als Verwalter eines Indexfonds hängt der Manager fast vollständig von der Performance des S&P500 ab – und der verlor im vergangenen Jahr knapp 22 Prozent.


Fairerweise muss erwähnt werden, dass sich nur Fonds für die Geldvernichter-Hitparade qualifizieren konnten, die Einlagen in Milliardenhöhe verwalten. Daher besitzt die Liste nur begrenzte Aussagekraft über das wahre Ausmaß des Misserfolges. So musste etwa die Nummer3, der Fidelity Growth & Income, zwar ein Minus von 18 Prozent hinnehmen. Doch damit schnitt der zweite Fidelity-Fonds unter den Flop Ten immerhin besser ab als 85 Prozent der Fonds in seiner Klasse.


Dennoch bleibt die Tatsache, dass sich die US-Fondsmanager mit ihren Flagschiffen 2002 nicht mit Ruhm bekleckert haben. Den Flop-Managern mag es da helfen, dass sie trotz des schrumpfenden Fondsvermögens weiterhin Top-Verdienste einstreichen. Denn nach einer Studie der amerikanischen Unternehmensberatungsfirma Buck Consulting kommen Durchschnittsverdiener der Fonds-Managergilde auf 750000 Dollar im Jahr, die Großen sogar auf ein Jahresgehalt von durchschnittlich 2,4 Millionen Dollar. Verglichen mit den Milliarden, die die Manager 2002 versenkt haben, sind diese Summen allerdings nur Peanuts.


flop ten


1 Fidelity Magellan -18,0 Mrd.$


2 Vanguard-500-Index -16,0 Mrd.$


3 Fidelity Growth & Inc. -6,0 Mrd.$


4 Janus Worldwide -5,2 Mrd.$


5 Putnam Voyager -4,2 Mrd.$


6 Vanguard Windsor -3,8 Mrd.$


7 Fidelity Eq. Income II -3,7 Mrd.$


8 Putnam Fund f. Growth. -3,6 Mrd.$


9 Vanguard Total Stock -3,5 Mrd.$


10 Janus Twenty. -3,4 Mrd.$


* im Jahr 2002 Quelle: Morningstar
Selber Schuld !!! :p

Die Fonds werden doch Opfer ihrer eigenen unflexiblen Ausrichtungen,
so ist es ja nicht mal möglich, 100% Cash zu halten, wenn es bergab geht -
schließlich ist man ja ein Aktienfonds und muss investiert sein.
Außerdem ist sowas ja nicht sexy... :laugh:

Neee, ich vertraue auf meine eigene Anlagestrategie,
denn da weiss ich wenigstens, wieso ich mein Geld verliere.

:D

GauJones
Verglichen mit den Abschreibungen die Unternehmen wie AOL (96Mrd USD) JDS, Nortel, Telekom usw. vornehmen mussten, sind die Verluste bei den Fonds doch moderat ausgefallen ;-)


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