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GPC Biotech - 500 Beiträge pro Seite



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nur mal zur erinnerung, für die, die es noch nicht gelesen hatten!!!


10.02.2003
GPC Biotech spekulativ kaufen
sunday-biotech

Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "sunday-biotech" die Aktien von GPC Biotech (WKN 585150) zum Kauf.

Die vorläufigen Ergebnisse die von GPC Biotech für das Geschäftsjahr 2002 veröffentlicht worden seien, würden die bisher kommunizierten Finanzziele des Unternehmens übertreffen. Die Umsätze seien gegenüber 2001 um über 50 Prozent auf 21,5 Millionen Euro (2001: 13,9 Millionen Euro) gestiegen und hätten damit die Unternehmensplanung von 21 Millionen Euro übertroffen. Ein Wermutstropfen sei der Fehlbetrag in 2002. Dieser habe rund 27 Millionen Euro (2001: 29,4 Millionen Euro) betragen und sei damit zwar besser ausgefallen als die bisher kommunizierte Spanne von 30 bis 35 Millionen Euro, sei aber immer noch immens hoch.

Die liquiden Mittel und kurzfristig veräußerbaren Wertpapiere des Umlaufvermögens hätten sich zum 31. Dezember 2002 auf gut 117 Millionen Euro belaufen. Stand des Vorjahres hätten sie bei 143,6 Millionen Euro gelegen, was mit Abstand die stärkste Cash-Position in der deutschen Biotechnologie-Branche darstelle. Somit sei GPC Biotech für die nächste Zeit solide finanziert. Das der Wert soweit unter Nettocash notiere, liege einfach und allein an der hohen Burnrate, hier müssten die nächsten Quartale weitere Verbesserungen zeigen.

Neben Altana habe GPC Biotech eine neue Allianz mit Eli Lilly bekannt gegeben. GPC Biotech vermarkte erstmals die neuartige LeadCode®-Technologie zur Aufklärung der molekularen Wirkmechanismen von Medikamentenkandidaten für Eli Lilly. "sunday-biotech" sei auch weiterhin von einer positiven Unternehmensentwicklung überzeugt. Das Unternehmen habe immense Barmittel. Allein der Cash je Aktie, Verbindlichkeiten schon abgezogen, liege aktuell bei 5,66 Euro. Charttechnisch hänge der Wert jedoch zwischen 2,50 und 3,50 Euro fest.

Das Rating der Analysten von "sunday-biotech" für GPC Biotech lautet auf "spekulativ kaufen". Der Stoppkurs sollte bei 2,45 Euro platziert werden
Du solltest Deine ID ändern. Die liest sich wie eine Biosmessage und erinnert an MB-Software (sehr übler Beigeschmack).

Grüße, fs
@MBpresent,

ich wollte Dir nur einen Tipp geben, weshalb Du hier keine Antwort erhältst.

:rolleyes:
@MBpresent

die Analyse #1 ist eine dieser vielen typischen Analysen... nur das Fazit "spekulativ kaufen" fällt etwas aus dem Rahmen :rolleyes:

"Ein Wermutstropfen sei der Fehlbetrag in 2002. Dieser habe rund 27 Millionen Euro (2001: 29,4 Millionen Euro) betragen und sei damit zwar besser ausgefallen als die bisher kommunizierte Spanne von 30 bis 35 Millionen Euro, sei aber immer noch immens hoch."... 27 Mio. sind kein Wermutstropfen, sondern eine Überraschung, da mit mindestens 30 Mio. zu rechnen war... für eine Biotech-Unternehmen ohne eigene Produkte am Markt ist dieser Wert meiner Meinung nach nicht ungewöhnlich oder besorgniserregend
... daher kann ich auch nicht nachvollziehen, wie diese Analysten zu so einer Aussage kommen: "hier müssten die nächsten Quartale weitere Verbesserungen zeigen"... die erwarten doch nicht im Ernst, dass sich diese Burn-Rate in der nächsten Zeit ändert?
Meines Wissens sind laut GPC für 2003 38 Mio. Euro Verlust angepeilt... diese Größenordnung wird wohl auch bis zum Break-Even (laut GPC 2006) erhalten bleiben, so dass wohl noch mindestens 100 Mio. Euro draufgehen werden... in diesem Jahr soll die Phase III für Satraplatin beginnen... die Phase III ist besonders teuer
daher finde ich, muss man den Cash pro Aktie relativ zum erwarteten Verbrauch sehen... er sagt für mich nur aus, dass es vorerst keine Liquiditätsprobleme geben wird, ein Kaufgrund ist er aber nicht...

Interessanter als das Runterbeten von bekannten Zahlen oder Kurzzusammenfassungen von AdHocs wäre für mich eine Bewertung der Technologien und der Pipline... welche Chancen und Risiken stecken darin? Wie sieht der aktuelle Zeitplan bei der Entwicklung der Medikamente und deren Marktpotenzial aus? ... aber darüber erfährt man von diesen Analysten nichts: "GPC Biotech vermarkte erstmals die neuartige LeadCode®-Technologie zur Aufklärung ..." - eine tolle Aussage, mit der man viel anfangen kann (es gibt sicherlich Technologien, für die sich ein Umsatz von unter einer Mio. prognostizieren läßt, für andere ein Umsatz von 100 Mio. ... wie ist da die LeadCode-Technologie einzuordnen ?)

Das besondere an GPC unter den deutschen Biotechs ist für mich, dass sie sowohl gute Technologien haben (wird jedenfalls behauptet), als auch auf die Entwicklung von Medikamenten setzten: daher der Vergleich mit Millennium. Dieses Modell soll ein guter Mittelweg zwischen nur Medikamentenentwickler (sehr riskant) und reinen Technologieanbieter (nicht so profitabel) sein. Um den Wert von GPC und damit eine Aussage über einen "fairen" Kurs machen zu können braucht man also mehr Informationen zu den Technologien und den Produktkandidaten ... insbesondere Satraplatin ist nun für GPC wichtig. Dann läßt sich vielleicht besser einschätzen ob GPC zur Zeit günstig oder teuer ist.

Für den aktuellen Kurs spielen aber wohl mehr die charttechnischen Aspekte eine Rolle bzw. die allgemeine Einstellung zum Markt... GPC hat bis jetzt einen ganz guten Ruf, so dass ich denke, dass sie bei einem guten Umfeld auch leicht steigen sollten (negativ ist vielleicht der noch weit entfernte Break-Even)... positive AdHocs und die Zocker tun ihr übriges

Von diesen Analysen halte ich aber gar nichts, da sie so gut wie keine brauchbaren Informationen enthalten (einschließlich der Kauf- oder Verkaufsempfehlung)... :rolleyes:

mfg ipollit ;)
@ipollit
Du hast recht, daß GPC noch keine fertigen Produkte hat, die man verkaufen kann, aber GPC vermarktet bereits "Technologien" zur Produktentwicklung bzw. Produktforschung. Hierdurch kommen Gelder ins Unternehmen, so z.B. über die Errichtung des ALTANA Research Institutes bei der Allianz mit Altana. Es ist also schon möglich, den Verlust allmählich zu senken, wenngleich dies vermutlich nicht sehr rasch erfolgen wird. Im Jahr 2002 lag man zumindest weit unter den angekündigten Verlusten.

Gruß
Kaktus
@Kaktus

durch die Technologien entstehen schon Umsätze bevor die ersten Produkte am Markt sind... dadurch kann der Cash-Verbrauch gesenkt werden: z.B. wichtigste Allianz mit Altana :look:
"Darüber hinaus bildet diese Allianz für GPC Biotech eine solide Umsatzbasis bis ins Jahr 2007":
Errichtung des ALTANA Research Instituts: gesicherte Umsätze 60 Mio. USD
Cellular Genomics und Validierung verschiedener Targets für Onkologie: bis zu 100 Mio. USD (40 % bis Präklinik, 60 % klinische Phasen) und bis zu 50 Mio. DM (bin mir nicht so ganz sicher, ob sich diese Zahlen auf genau diese Kooperation beziehen)

Diese Umsätze und daraus resultierende Gewinne sind aber offensichtlich bereits in den Planungen (zumindestens teilweise) enthalten... ich denke damit kann der Verlust trotz steigender Entwicklungskosten, da Medikamente in höhere Entwicklungsphasen gehen, "stabil" gehalten werden. GPC dazu: :look:
"Was den Break-even betrifft, haben wir zu unserem Börsengang im Mai 2000 gesagt, dass dieser Punkt im Jahr 2006 erreicht sein wird. Davon gehen wir nach wie vor aus. Wir gehen weiter davon aus, dass der Umsatz weiter steigen und der Verlust sich stabilisieren wird. Zum Ende der gerade besprochenen Periode wird dann der Verlust nach unten gehen. Wir sind aufgrund der auf langfristige Wertsteigerung angelegten internen Medikamentenentwicklung mehrere Jahre unprofitabel."
...meiner Meinung nach werden aber nicht alle Meilensteinzahlungen einkalkuliert sein, da sie nur bei erfolgreicher Entwicklung erfolgen (z.B. dürfte der noch im Januar prognostizierte Verlust von mind. 30 Mio. Euro durch die danach erfolgten Meilensteine gesenkt worden sein). Desweiteren können weitere Allianzen und Auslizensierungen den Verlust senken oder neue Einlizensierungen den Verlust erhöhen. Ich denke aber, wenn man sich an den einkalkulierten 35 Mio. Euro Verlust orientiert, kann man nichts falsch machen (...statt Senkungen zu fordern, da diese Verluste angeblich "immens" seinen)

Diese Erträge durch Technologielizenzen (z.B. bis zu 200 Mio. USD über 6 Jahre), denen ja auch entsprechende zu erbringende Gegenleistungen gegenüber stehen, sind aber im Vergleich zu Produktverkäufen eher gering. Z.B. werden für Satraplatin peak sales von 150 Mio. Euro pro Jahr angegeben (die aber erst einige Jahre nach Einführung erreicht werden und bei weiteren Anwendungsgebieten noch erhöht werden können). Letztendlich müssen meiner Meinung nach Produkte erfolgreich an den Markt gebracht werden... für Satraplatin heißt das: :look: "Die dritte klinische Entwicklung soll in 2003 eingeleitet werden. Mit der Markteinführung rechnet der CEO im Jahr 2007." ... scheitert Satraplatin, so ist das sicher auch schlecht für GPC, auch mit ihren guten Technologien...

Interessant sind Technologien wohl auch dann, wenn sie ein wichtiger Bestandteil für viele Medikamentenentwicklungen sind... z.B. wenn mit der AK-Technologie von Morphosys Medikamente mit 2 Mrd. Euro Umsatz entwickelt werden und MOR dafür 5% Lizenzgebühren auf diese Umsätze erhält, so macht das eine jährliche Zahlung von immerhin 100 Mio. Euro aus... mit der Altana-Allianz soll z.B. eine neue Klasse von Krebsmedikamenten mit höherer Selektivität für Tumorzellen entwickelt werden. An diesen Medikamentenerlösen wäre GPC auch beteiligt: "Zusätzlich ist GPC Biotech an Produktumsätzen durch weitere Lizenzzahlungen von Byk Gulden beteiligt (Royalties)." ...die größten Gewinne machen allerdings immer die, die die Rechte an dem Produkt besitzen, die mit Risiko das Geld investiert haben ("cash-burning" ;) ) und das Produkt vermarkten.

Eine weitere positive und u.U. auch sehr wichtige Sache für GPC ist, dass das Managment (bis jetzt immer im Plan) und die Forschungsabteilung sehr gut sein sollen :D (habe ich irgendwo mal gelesen).

Fundamental hat GPC (bis auf den späten Break-Even) einen guten Ruf... aber was zählt das schon in solchen Zeiten! :cry:

zum eigentlichen: ich gehe erstmal nicht von fallenden Verlusten aus... warum auch? (...liegt doch im Plan) :rolleyes:
(... es gibt demnächst (am 17.3.) aber bestimmt wieder sogenannte Analysten die ganz verwundert von "immensen Verlusten", "steigenden Verlusten", "Verlust höher als Umsatz", "4 Jahre bis Insolvenz" usw. schwafeln)

mfg ipollit ;):yawn:


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