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Kauft Buffet die Kölnische Rück ganz??? - 500 Beiträge pro Seite



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Heute Tiefstkurs 46 €, aktuell 56 € (Dü), das kann doch nicht mir der AdHoc von vorgestern zusammenhängen!??


DGAP-Ad hoc: Köln. Rückversicherung <KRV>

Zwischenbericht der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

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Zwischenbericht der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Infolge von Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen im Jahr 2002, Reserveerhöhungen für frühere Zeichnungsjahre und Abschreibungen auf Aktien beendet die
Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG das Geschäftsjahr 2002 mit Verlust. Ausblick für 2003 nach erfolgreicher Erneuerung des Geschäfts optimistisch.

Die Kölnische Rück wird ihre Hauptversammlung am 28. August 2003 abhalten. In einem Aktionärsbrief wird heute ein vorläufiger Ergebnisausblick auf 2002 gegeben.

Das Ergebnis des von der Gesellschaft in 2002 gezeichneten Schaden- und Unfallgeschäfts hat sich verbessert, auch wenn das abgelaufene Geschäftsjahr von einer
Häufung von Naturkatastrophen betroffen war. Das laufende Ergebnis im Lebens- und Krankengeschäft war positiv. Für alte Zeichnungsjahre mussten deutliche
Reserveerhöhungen vorgenommen werden. Diese betrafen das internationale Schaden- und Unfallgeschäft sowie Teilsegmente des nordamerikanischen Lebens- und
Krankengeschäfts, die sich in Abwicklung befinden. Der Ergebnisbeitrag aus Kapitalanlagen ist insbesondere aufgrund von marktbedingten Abschreibungen auf Aktien
von ca. 170 Mio. Euro deutlich gesunken. Die Kölnische Rück Gruppe wird für 2002 infolgedessen einen deutlichen Verlust ausweisen.

Das bilanzielle Eigenkapital der Kölnischen Rück Gruppe wird sich aufgrund des erwarteten Jahresfehlbetrages, der negativen Entwicklung der Kapitalmärkte sowie
ungünstiger Währungseinflüsse aus der Aufwertung des Euros im Vergleich zu wichtigen Auslandswährungen, wie beispielsweise dem US Dollar, erwartungsgemäß
um 15 - 20 % verringern.

Die Erneuerung zum Januar 2003 ist erfolgreich verlaufen. Die Gesellschaft hat ihre auf die Erzielung positiver versicherungstechnischer Ergebnisse ausgerichtete
Zeichnungspolitik konsequent umgesetzt.

Die Muttergesellschaft des Konzerns, die Kölnische Rückversicherungs- Gesellschaft AG, ist die größte Einzelgesellschaft der Gruppe. Die Aussagen zum
Geschäftsverlauf der Gruppe treffen generell auch für die Kölnische Rück AG zu.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 17.03.2003

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WKN: 842200; ISIN: DE0008422007; Index: Notiert: Amtlicher Markt in Düsseldorf und Frankfurt (General Standard)

Autor: import DGAP.DE (© DGAP),18:46 17.03.2003
Nö, das liegt an dem beabsichtigten Verkauf des AXA Anteils. Meldung von heute.

CU, goldmine
AXA bestätigt Bericht über Verkauf der Kölnischen Rück an General Re nicht
KÖLN (dpa-AFX) - Der französische Versicherer AXA hat einen Pressebericht über den bevorstehenden Verkauf seiner Minderheitsbeteiligung an der Kölnischen Rück an deren US-Mutter General Re nicht bestätigt. Voraussetzung für einen Verkauf sei, dass General Re seine bestehende Kauf-Option für die Kölnische Rück ziehe, erklärte ein Sprecher auf Anfrage von dpa-AFX.

Die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) hatte zuvor berichtet, dass der Verkauf bereits für 2002 geplant gewesen sei, aber zunächst wegen der schlechten Marktsituation verschoben worden wurde. Jetzt komme es allerdings definitiv zur Entflechtung, schrieb die Zeitung. Nach der Transaktion werde der Anteil der zur Gruppe des US-Investors Warren Buffett gehörenden General Re an der Kölnischen Rück auf 88,2 Prozent steigen. Der bereits vereinbarte Kaufpreis liege den Angaben der US-Rückversicherers zufolge zwischen 665 und 770 Millionen Euro./yh/zb/st

Vorerst keine Bestätigung Der potentielle Verkaufspreis stimmt allerdings nach meinen Recherchen über die Option.

Gruß unicum
Also den Käufer für 62 Euro verstehe ich nicht. Die Namensaktien stehen mit 58 Euro und 850 Aktien im Brief.
@unicum: Liegt vielleicht an deinem Kurssystem. Habe gerade meinen Banker gefragt. Der sagt die 850 Stück ist eine alte Angabe von heute Morgen.
665-770 Mio Euro für die 28% (stimmt das?) der AXA wären 2375-2750 Mio E für 100%.
Wäre >120 E pro Aktie der KR.
Richtig?
Mein Taschenrechner sagt € 113,50 pro Aktie auf Basis des unteren Endes des Preisrahmens.

Die eigentliche Frage aber ist, ob und ggf. was Buffet denn den freien Aktionären anbietet - und wann. Schließlich könnte ein Wertgutachten oder seine eigene Bewertung davon abweichend ausfallen.

Wenn ein Angebot kommt, sollte man davon ausgehen, daß es mind. 7% der Anteile bringen muß, um den squeese-out zu ermöglichen.

Die o.g. Zahl ist also nicht unrealistisch. Bleibt nur die Frage, ob 100% angestrebt werden. Das ist jedoch ein Ziel seiner Firmenpolitik, um seine operativen Vorstellungen umsetzen zu können. Diese könnten hier eine vollständige Integration der KöRü in die GenRe sein. Die GenRe ist bereits auf ähnliche Art und Weise von der Börse genommen worden.

CU, goldmine
Hi goldmine !

An den Zahlen gibt`s nichts zu rütteln. Sie sind ein fester Vertragsbestandteil der beiden KöRück-Eigentümerinnen. Näheres über die Modalitäten findest Du in den Geschäftsberichten der GeneralCologneRe (also nicht denen der KöRück). Dort ist auch die in der FT erwähnte Preisspanne fixiert. Berkshire muß nur noch wollen.
Außerdem muß man bei der Preisermittlung pro Aktie berücksichtigen, dass es bei der KÖRück seitdem zwei KE gegeben hat, von denen GeneralRe nur eine mitgemacht hat. Alles aus dem Kopf, da meine Unterlagen dazu Zuhause sind.

Gruß unicum
Wenn man gem. Ad-Hoc vom 17.03.2003 (siehe erstes Posting im Thread) 20 % vom Konzern-EK-Stand per 31.12.2001 (rd. 1,385 Mrd. Euro) abzieht, kommt man noch auf 50 Euro pro Aktie, bei deutlich verbesserten Geschäftsaussichten. Buffett hatte im GB 2002 für Berkshire berichtet (erst vor ca. zwei Wochen veröffentlicht), dass bei GenRe (nun schon zum dritten Mal und entgültig) aufgeräumt wurde und in Zukunft stärker auf die Profitabilität geachtet werden soll. Das müsste ja dann auch für die Kölner Rück gelten.
Beim Überfliegen der GB und Reden des Vorstandes der Kölner Rück scheint, die Combined Ratio tatsächlich seit 2000 zurückgegangen zu sein, wenn man die Anschläge vom 11.09.2001 und die Rückstellungen aus dem letzten Jahre ausklammert. Andererseits hat Buffett dieses Jahr darauf hingewiesen, dass Großschäden nunmal zum tagtäglichen Geschäft und nicht ausgeklammert gehören. Aber in Zukunft sollte es wohl besser laufen.

Unicum hat ein dementi von Axa eingestellt. Wenn ich mich richtig erinnere war die Quelle von der FTD jedoch die General Re. Leider habe ich das Original nicht gelesen, sondern nur den unten aufgeführten Bloombergtext. Kann jemand mal bitte den original Text der FTD einstellen (JoJo Du?)?


03/19 03:48
AXA Plans to Sell Cologne Re Stake to General Re, FTD Says
By Hellmuth Tromm
Cologne, Germany, March 19 (Bloomberg) -- AXA SA, Europe`s second-largest insurer, will sell its minority stake in Cologne Re to General Reinsurance Corp. of the U.S., Germany`s Financial Times Deutschland reported, citing the company.
General Re, owned by billionaire Warren Buffett`s Berkshire Hathaway Inc., will pay between 665 million euros and 770 million euros ($817 million), raising its stake in the Cologne-based company to 88.2 percent, the FTD said, citing General Re.
Axa Germany`s predecessor Colonia group sold its majority in Cologne Re to General Re in 1994. The two companies created a holding company called General Re-CKAG Reinsurance and Investment, in which AXA holds 49.9 percent and General Re the rest.
The Luxembourg-based holding company holds 56 percent of Cologne Re. General Re also holds 30 percent in Cologne Re directly.
(FTD 3-19 21) {FTDE <GO>} for the newspaper`s Web site.

Quelle: http://quote.bloomberg.com/fgcgi.cgi?T=marketsquote99_relnew…

Übrigens wenn man sich mal ansieht, wie eng die beiden Unternehmen schon zusammenarbeiten, dann ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis die Kölner Rück komplett übernommen wird. So ist es mittlerweile so, das in Europa nur noch die Kölner Rück das Geschäft für beide Unternehmen schreibt und sich in America ganz zurückgezogen hat, weil dort GenRe alles für beide macht.
Zumal die Frage ist warum eine Tochter mit Streubesitz börsennotiert bleiben soll, wenn es die Mutter (GenRe) nicht mehr ist. Auch hat Buffett in Interview auf meiner CD (http://www.philojoephus.com) auch nochmal betont, dass er lieber ganze Unternehmen kauft. Die Option für den Kauf läuft übrigens am 01.01 2004 aus (Quelle GB von GenRe auf der Seite www.gcr.com).


Ein global führender Rückversicherer mit neuem Markennamen und neuer Struktur

Weltweit einheitlicher Markenname GeneralCologne Re / Kernkompetenz Underwriting bei konsequenter Kundenorientierung / Schaffung einer operativen Führungsstruktur

Zusammenfassung
General Reinsurance Corporation und die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben mit Wirkung zum 1. Juni 2000 eine neue Markenstrategie beschlossen. Die Unternehmen werden in Zukunft unter der gemeinsamen Marke "GeneralCologne Re" auftreten. Gleichzeitig gibt sich GeneralCologne Re eine gemeinsame Führungsstruktur für das operative Geschäft. Kernpunkte sind:
* dezentrale Business Units in den wichtigsten Märkten mit der vorrangigen Verantwortung für die Kundenbetreuung. Diese werden in sechs regionalen Geschäftsbereichen zusammengefaßt und von jeweils einem Bereichsvorstand geleitet.
* Der deutsche Markt als nach den USA zweitgrößte Markt der GeneralCologne Re ist ein solcher Geschäftsbereich und bildet einen wichtigen Schwerpunkt der Geschäftsstrategie.
* Die besondere Fachkompetenz im fakultativen Sach- und Haftpflichtgeschäft, bei alternativen Deckungsformen, Luftfahrt sowie für die Geschäftsbeziehung mit großen, multinational arbeitenden Erstversicherern wird in weltweiten Bereichen unter jeweils einheitlicher Leitung zusammengefaßt ("Global Units").
* Das weltweite Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft verbleibt in seiner jetzigen Struktur.
* Zur Unterstützung der operativen Einheiten werden weltweit zuständige Serviceeinheiten geschaffen. Diese decken die Bereiche Underwriting, Aktuarielle Unterstützung, Schadenmanagement, Informationsverarbeitung, Retrozession, Finanzen, Personal, Kommunikation und Recht ab.
Ronald E. Ferguson, Chairman und Chief Executive Officer der General Re Corporation, zu den getroffenen weitreichenden Entscheidungen: "Unsere Stärke liegt in der Expertise, der Kundenorientierung und dem von hoher Motivation getragenen Leistungsversprechen unserer Mitarbeiter auf der ganzen Welt - kurz gefaßt: "the people behind the promise". Wir bündeln diese Eigenschaften jetzt unter einer einheitlichen operativen Führung, um in einem immer anspruchsvolleren Marktumfeld komplexe Lösungen nahtlos entwickeln und global aus einer Hand anbieten zu können."

Im Einzelnen:
Stamford/Köln den 31.Mai 2000. General Reinsurance und die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG haben mit Wirkung zum 1.Juni 2000 eine neue Markenstrategie beschlossen. Die Unternehmen werden in Zukunft unter der gemeinsamen Marke "GeneralCologne Re" auftreten.
Der neue Marktauftritt und das dahinterliegende Geschäftsmodell vollenden die seit Beginn der Kooperation verfolgte Strategie. GeneralCologne Re steht für die Entwicklung einer einheitlich arbeitenden Organisation, welche die in 70 Standorten auf der ganzen Welt vorhandenen Spezialkompetenzen in allen Formen der Rückversicherung, bei alternativen Deckungskonzepten sowie Dienstleistungen bündelt und in dezentrale, auf den individuellen Kundenbedarf hin optimierte Problemlösungen umsetzt. GeneralCologne Re ist die Antwort auf die erhöhte Nachfrage der Kunden nach anspruchsvolleren und komplexeren Lösungen, die mit der neuen Strategie schneller und effizienter entwickelt und angeboten werden. Die gewählte Marke symbolisiert die Vielfalt der vorhandenen Kompetenzen und den über die fünf Jahre der Kooperation gebildeten Geist partnerschaftlicher Zusammenarbeit.
Mit Wirkung vom 1. Juni 2000 schaffen General Re und Kölnische Rück eine gemeinsame Führungsstruktur für das operative Geschäft. Die weltweit vorhandenen Kompetenzen können so, unter Beibehaltung der juristischen und wirtschaftlichen Identität beider Unternehmen, noch effektiver gebündelt und kundennah umgesetzt werden. Die neue Organisation hat folgende Struktur:
* Kerngerüst sind dezentral und damit kundennah lokalisierte Business Units in den wichtigsten Märkten. In diesen lokalen Stützpunkten wird die im weltweiten Netzwerk von GeneralCologne Re vorhandene Kompetenz auf die jeweilige konkrete Fragestellung des Kunden fokussiert und der Einsatz verschiedener Beiträge im Sinne eines angestrebten ganzheitlichen Ansatzes koordiniert. Sie werden nach Regionen zusammengefaßt und der Leitung jeweils eines Bereichsvorstands unterstellt, der die Geschäftstätigkeit innerhalb der Region koordiniert und die Gesamtverantwortung dafür trägt.
* Der deutsche Markt ist der zweitgrößte Markt der GeneralCologne Re und der Heimatmarkt der Kölnischen Rück. Im Vorstand der Kölnischen Rück tragen weiterhin Herr Gerhardt und Herr Isringhaus die Verantwortung für die kontinuierliche Weiterentwicklung und Vertiefung des Geschäfts mit den deutschen Kunden. Herr Dr. Lörper übernimmt die Funktion des Bereichsvorstands Deutschland.
* Die besondere Fachkompetenz im fakultativen Sach- und Haftpflichtgeschäft, bei alternativen Deckungsformen, Luftfahrt sowie für die Geschäftsbeziehung mit großen, multinational arbeitenden Erstversicherern wird in weltweiten Bereichen unter jeweils einheitlicher Leitung zusammengefaßt ("Global Units"). Die Experten dieser Einheiten arbeiten ebenfalls in den lokalen Märkten und ergänzen die Kompetenz im Vertragsgeschäft über den Einsatz in Kundenteams.
* Das weltweite Lebens- und Krankenrückversicherungsgeschäft verbleibt in seiner jetzigen Struktur.
* Zur Unterstützung der operativen Einheiten werden weltweit zuständige Serviceeinheiten geschaffen. Diese decken die Bereiche Underwriting, Aktuarielle Unterstützung, Schadenmanagement, Informationsverarbeitung, Retrozession, Finanzen, Personal, Kommunikation und Recht ab.
Die verantwortlichen Bereichsvorstände für das regionale Vertragsgeschäft, die Leiter der weltweit tätigen "Global Business Units" sowie die Leiter der Service Units berichten neben den normalen Berichtswegen jeweils an ein Mitglied des obersten Führungsgremiums des Unternehmens, das "Executive Committee". Dieses setzt sich aus Ronald E. Ferguson, Chairman und Chief Executive Officer der General Re Corporation, Dr. Peter Lütke-Bornefeld, Vorsitzender des Vorstands der Kölnischen Rück, Joseph Brandon, Hans-Peter Gerhardt, Tom Kellogg und Franklin Montross zusammen. Neben Dr. Lütke-Bornefeld sind die Herren Gerhardt und Montross Mitglieder des Vorstands der Kölnischen Rück.
GeneralCologne Re ist mit einem Bruttoprämienvolumen 1999 von 8,1 Mrd. USD, einem Kapitalanlagebestand von 21,2 Mrd. USD, einer Eigenkapitalausstattung von 7,7 Mrd. USD und 3900 Mitarbeitern einer der führenden Rückversicherer weltweit. GeneralCologne Re ist Marktführer in den USA und darüberhinaus mit einem Netzwerk von 70 Niederlassungen in allen wichtigen Rückversicherungsmärkten vertreten. Besondere Stärken bestehen im Bereich des fakultativen Sach- und Haftpflichtgeschäfts, bei alternativen Deckungsformen und bei der Lebens- und Krankenrückversicherung. Das Rating der Agentur Standard&Poor`s für GeneralCologne Re lautet AAA.
Ansprechpartner: Dr. Christian Lawrence, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Tel.: 0221 9738 296, Fax: 0221 9738 611

Quelle: www.gcr.com unter Pressemitteilungen


Regards J:)E
Noch ein Gedanke:

Wenn GenRe tatsächlich den Axaanteil kauft, dann wird man doch vermutlich relativ schnell, wenn nicht sogar gleichzeitig ein Angebot an die freien Aktionäre vorlegen, um die Übernahme schnell über die Bühne zu bringen.

Regards J:)E
Habt ihr schon mal ausgerechnet was das für die Aktie von Axa Konzern bedeutet(Kennnummer 841000) ?
@ philojoephus #15

Ob es schnell geht, ist keinesfalls so sicher. Im Grunde hat sich die Situation seit einem Jahr nicht geändert. Die Option läuft noch bis 1.1.04. Bei Nichtausübung wandelt sie sich in eine Option des Colonia-Konzerns den 50,1 Prozent-Anteil von GR an GeneralRe-CKAG zu erwerben. So weit wird es sicherlich nicht kommen.

Gruß unicum
at unicum

Ich finde schon, dass sich die Situation geaendert hat, wenn Buffett jetzt freiwillig die Option ausueben will. Herr Horster von der Pressestelle der Koelner Rueck hat mir am Freitag nochmal bestaetigt, dass GenRe die Option jetzt ausueben und die Anteile von Axa kaufen will. Jetzt geht es nur noch um den Preis, der aber in der bereits hier veroeffentlichten Spanne liegen soll.

MfG J:)E
Hi philojoephus

Wenn dem so ist, dann hat sich seit gestern die Situation tats. dementsprechend geändert. Der Preis wird auf jeden Fall in der Spanne 1,306 - 1,506 Mrd. DM für effektiv knapp 28 Prozent der KöRück liegen (bzw. 50% der Holding), da er als Ausübungspreis fest vereinbart ist.

Gruß unicum
AXA verkauft Minderheitsbeteiligung an Kölnischer Rück an General Re
Freitag, 28.03.03, 10:51



KÖLN (dpa-AFX) - Der Versicherer AXA verkauft zum 1. Juli seine Minderheitsbeteiligung an der Kölnischen Rück an deren US-Mutter General Re. Das teilte die AXA Konzern AG am Freitag in Köln mit.

Der Kaufpreis müsse noch durch ein Bewertungsgutachten ermittelt werden. Nach der Transaktion wird der Anteil der zur Gruppe des US-Investors Warren Buffett gehörenden General Re an der Kölnischen Rück nach früheren Berechnungen auf 88,2 Prozent steigen./af/bi

Quelle: dpa-AFX
Freitag, 28.03.2003, 10:46
DGAP-Ad hoc: AXA Konzern AG
AXA Konzern AG, Köln, verkauft Beteiligung an Kölnischer Rück Ad-hoc-Mitteilung verarbeitet und
übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
-------------------------------------------------------------------------------- AXA Konzern AG, Köln,
verkauft Beteiligung an Kölnischer Rück Köln, 28. März 2003 - Die AXA Konzern AG, Köln, trennt sich
von ihrer früher direkten und dann indirekten Beteiligung an der Kölnischen Rückversicherungs-
Gesellschaft AG, Köln. Bislang ist die AXA, nach der Neuordnung der Beteiligungsstruktur ab 1994, mit
49,9 % an der General Re-CKAG Reinsurance & Investment S.a.r.l. mit Geschäftssitz in Luxemburg
beteiligt. Diese Gesellschaft hält knapp unter 60 % der Aktien an der Kölnischen
Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Köln. Die General Re USA, mit bisher 50,1 % Gesellschafterin der
General Re-CKAG Reinsurance & Investment S.a.r.l., übernimmt die Anteile der AXA Konzern AG
sowie der AXA Versicherung AG und wird damit nach mehr als acht Jahren erfolgreicher
Zusammenarbeit Alleinaktionärin der Gesellschaft in Luxemburg. Die Übertragung der Anteile erfolgt
zum 1. Juli 2003. Der Kaufpreis wird vereinbarungsgemäß endgültig durch ein Bewertungsgutachten
ermittelt. Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 28.03.2003
-------------------------------------------------------------------------------- WKN: 841000; ISIN:
DE0008410002; Index: Notiert: Amtlicher Markt in Düsseldorf und Frankfurt (General Standard);
Freiverkehr in Berlin-Bremen, Hamburg, Hannover und Stuttgart
In der ad-hoc steht es etwas genauer:

Der Kaufpreis wird vereinbarungsgemäß endgültig durch ein Bewertungsgutachten ermittelt.

_________________________________________________

Das heißt für mich, der Preis im Rahmen der in der Option enthaltenen Preisspanne wird durch ein Gutachten fixiert.

Untere Spanne ergibt einen Preis von € 114,-. Die Taxen sind bereits angestiegen (€ 65 - 68).

CU, goldmine
Ein Pflichtangebot an den Streubesitz ist nicht fällig. Allerdings ist die Abgabe eines freiwilligen Angebots schon wahrscheinlich.
Ich denke auch, Buffett wird nicht bei 88% stehen bleiben, sondern ein Übernahmeangebot machen, das den Anteil auf die für den squeeze-out nötigen 95% bringt.

Die 7% sind 1,465 Mio Aktien. Bei Kurs € 114 wären das immerhin € 167 Mio. Das dürfte kaum durch Aufkäufe über die Börse zu machen sein.

Die Mutter General Re ist bereits durch ein Übernahmeangebot von der Börse genommen worden, die Kölner Rück tritt einheitlich unter GeneralCologneRe auf.

Zwar wäre es möglich, daß das Bewertungsgutachten einen Preis unter € 114 ermittelt, jedoch wäre ein Erfolg - mind. 7% - fraglich. Außerdem ist bei einem Preis unter € 114 ein Spruchstellenverfahren im Falle des squeeze-out wahrscheinlich mit guten Gründen erfolgversprechend und ein zusätzliches Preisrisiko. Zudem macht es einen schlechten Eindruck.

Das Eigenkapital der Kölner Rück dürfte selbst nach den Verlusten (siehe ad-hoc vom 17.03.03) aus 2002 ca. € 63 pro Aktie betragen. Darin sind stille Reserven nicht enthalten.

CU, goldmine
Na ja, das mit dem guten Eindruck ist offenbar den wenigsten Übernehmern wichtig.
M.E. brennt hier noch nicht viel an. Bis der endgültige Kaufpreis ermittelt ist, gehen noch ein paar Wochen ins Land und der Kurs stagniert vielleicht solange.
Bis dahin kann man ja sein Geld solange mit Brauereien verzocken ;)
@unicum

Einverstanden!;)

Ein mögliches Angebot sehe ich auch erst in einigen Monaten. Manchmal geht es aber doch schnell und dann ist so eine ad-hoc wie heute plötzlich da.

CU, goldmine
P.S.
Die HV-Präsenz ist in den letzten Jahren stets leicht gestiegen. Sie lag zuletzt bei 94,6 Prozent. Das bedeutet, dass der Streubesitz zuletzt mit 6,4 Prozent vertreten war. Entweder stimmts nicht und GeRe hat schon mehr oder (weniger wahrscheinlich) es gibt eine starke Opposition.
Jedenfalls gibts an den 114,20 Euro je Aktie nix zu Rütteln.
Seite 53 Berkshire Hathaway Jahresbericht 2002:

GenRe ... holds 89% economic ownership interest in Cologne Re ... at Y/E 2002.

CU, goldmine
@ goldmine

und wenn du noch ein Jahr zurück gehst, siehst Du, dass es vorher 88,0 % waren. Zwischen 2001 und 2002 ist der Anteil um 1 % gestiegen. Ich denkte, dass die Differenz eher durch Rundung entstanden ist, als durch Zukäufe. Für die Jahre 2001 und davor wird die Beteiligung an der KöRück immer mit 88 % angegeben.

Für mich stellt sich die Situation nun folgendermaßen da. Buffett übt die Option aus und muss mindestens die 110 Euro pro KöRückaktie zahlen. Damit zahlt er eine deutliche Prämie über dem Buch- und Börsenwert von der KöRück. Dass ist nichts ungewöhnliches für Buffett. Solange er der Meinung ist, dass er immernoch sehr guten Wert erhält, ist er auch bereit, erhebliche Prämien zu zahlen. Frühere Übernahmen (z.B. Shaw) bestätigen dass.
Die 12 % Streubesitz sind zu aktuellen Kursen ca. 160 Millionen Euro wert. Das ist soviel, dass der Streubesitz nicht nur bei Privatanlegern liegen kann. Es war spekuliert worden, dass da sicherlich noch ein paar Anteile bei anderen Versicherungen und vielleicht auch noch bei Sal. Oppenheim liegen. Und diese Institutionellen könnten sich sagen, wenn Buffett dem letzten großen Aktionär 110 Euro pro Aktie zahlt, sind die Aktien mindestens soviel Wert, wenn nicht sogar noch mehr (Buffett ist nicht gerade dafür bekannt zuviel zu bezahlen). Warum sollen wir dann zu 65 verkaufen? Dann doch lieber warten, bis sich der Wert offenbart. Schließlich kommt es jetzt auf ein paar Jahre mehr auch nichtmehr an. Daher denke ich, dass Buffett eine Prämie zahlen muss, wenn er den Streubesitz auskaufen will. Und warum sollte er nicht auch den Minderheitsaktionären ein attraktives Angebot machen, um das Unternehmen ganz zu haben und Zugriff auf den Float zu bekommen. Mal davon abgesehen, dass er sich bei Übernahmen bisher immer fair verhalten hat.

Zum Zeitplan:

Bis zum 1. Juli soll die Transaktion mit der Axa abgewickelt sein. Am 28. August ist die HV der KöRück. Auf dieser HV könnte man einen Squeezout beschließen, wenn ein solcher Punkt auf der Tagesordnung steht. Die Tagesordnung muss Einen Monat vor der HV veröffentlicht werden. Wenn also auf der HV ein Beschluss über den Ausschluss des Streubesitzes gefasst werden soll, muss GenRe bis Ende Juli den Streubesitz auf mindestens 95 % der KöRück Aktien aufgestockt haben. Daher schätze, dass ein Angebot für die Minderheitsaktionäre spätestens im Juni erfolgen wird, wenn der Streubesitz ausgekauft werden soll.

Regards J:)E
Leider kann man sich die Bilanz der KölnRück auf der website nicht ansehen, da sie wohl einen befreienden Konzernabschluß der Mutter GenRe veröffentlichen.

Jeder Rückversicherung in Dt. hat jedoch sog. SchwankungsRSt., die man zu etwa der Hälfte als EK ansehen kann.

Insofern dürfte das EK der KölnRück deutlich über dem aktuellen Kurs liegen. Noch nicht berücksichtigt sind die stillen Reserven in den Kapitalanlagen, z.B. in den Rentenpapieren und Immos.

CU, goldmine
@Goldmine

Aus den stillen Reserven aus Rentenpapieren könnten sehr schnell stille Lasten werden ...



Insgesamt ist die gesamte Branche unübersichtlich und kaum analysierbar. Risiken (Asbest, Terroranschläge etc.) sind nicht valide vorhersehbar.

Vielleicht klappt der Übernahmezock ja, um mehr als ein Pokerspiel mit vielen Unbekannten dürfte es sich jedoch nicht handeln.
@Jo Schröder

Deiner Argumentation kann ich nicht ganz folgen. Das hieße ja, alle (Rück-) Versicherungen beherrschen ihr Geschäft nicht oder verdienen kein Geld oder gleich Kapitalanlage ist dauerhaft nicht erfolgreich möglich.

Es ist das Geschäft der GeneralCologneRe, einer BerkshireHathaway Tochter, Geld in Renten anzulegen und damit laufend gut Geld zu verdienen. Das haben sie auch stets geschafft. Die Aktienquote war immer sehr niedrig. Immos sollen alle verkauft werden bis auf selbstgenutzte.

Die Ertragsprobleme kamen aus nicht mehr verfolgten Versicherungsbereichen. Die Risiken der Vergangenheit werden wie bei allen Versicherungen höher dotiert. Trotzdem schneidet KöRück dabei gut ab. Buffett hat auf diese Weise über 30 Jahre mit BH über 20% p.a. Buchwertwachstum erzielt.

Selbstverständlich ist die KöRück Aktie eine Spekulation. Die 1. Annahme - Ausübung der Option - war das wichtigste. Die 2. Annahme ist dann recht wahrscheinlich, nämlich ein Übernahmeangebot und dann ein SQO.

Die 3. Annahme ist ein Angebot deutlich über aktuellen Kursen. Von € 67 bis 114,20 wären es z.B. 70,5%, evt. in weniger als 6 Monaten. Das Risiko ist doch recht klein, die Chance hoch. Sofern man 2. bejaht, wird sich ein SQO Preis wohl doch stark an dem Preis für AXA orientieren müssen, da er freiwillig gezahlt wird (Ziehung der Option). Da ist die Argumentation in einem Spruchstellenverfahren einfach. Außerdem sagt man bei BH, Investments sollen 15% p.a. bringen. Bezogen auf € 70,- EK pro Aktie wären das gut € 10,-. Die rechtfertigen allemal die € 114,20.

Was will man mehr?

CU, goldmine
Soso, derweil die Taxe in D´dorf auf 69 : 77 steigt.

CU, goldmine
Der GB der KöRück für 2002 ist noch nicht fertig. Der für 2001 ist hier hinterlegt: http://www.gcr.com/sharedfile/pdf/KR_AR2001-de.pdf

Gruß unicum
@unicum

Danke, also waren die € 1,385 Mrd EK Konzernzahlen nach US GAAP (da gibt es die SchwankungsRSt. nicht), vermindert um 15-20% in 2002 ergibt sich ein aktuelles ausgewiesenes EK pro Aktie von € 53,- bzw. € 56,30.

Zuzüglich der stillen Reserven aus lower of cost or market bes. in den Rentenanlagen. Bei Kapitalanlagen von € 7 Mrd können das leicht € 10,- pro Aktie sein, sagen wir mal € 65,- aktualisiertes EK.

Bei einer Rendite von 15% auf das EK wären es ca. € 10,- vor Steuern oder € 210 Mio, ein Betrag, der im Jahr 2000 erzielt wurde.

Buffett geht aber offenbar von höheren Gewinnen aus, da er € 114,20 zahlen will, mit dem Risiko, durch das Gutachten auch die obere Wertgrenze zahlen zu müssen.

Also alles in allem gute Aussichten für die Abfindung.

CU, goldmine
@Goldmine

Sinn meiner Bemerkung war, darauf hinweisen, dass mit (mittelfristig durchaus realistisch) nachgebenden Rentenmärkten entsprechende Abschreibungen erforderlich werden (die ggf. zu stillen Lasten führen).

Seit einiger Zeit gelingt ist den Rückversicherungen in der Tat nicht, Geld zu verdienen. Viele Risiken, die vor einiger Zeit noch nicht absehbar waren (Bsp: Asbestproblematik wird an der Börse noch immer maßlos unterschätzt), dazu permanent eine Kosten/Prämienquote über 100 %, unsolide Anlagepolitik (Bsp: Beteiligung der Münchner Rück an Kinowelt, der Allianz Leben an Schrottfirmen wie Mühl usw.), Verlagerung von Kreditrisiken aus dem Bankensektor in den Versicherungsbereich usw. usw. ....

Ich bleibe dabei: Eine zweifelhafte Branche, in die man normalerweise nicht investieren sollte.

Köln. Rück könnte ohne weiteres aufgrund der Übernahmeüberlegungen eine Sondersituation sein. Möchte ich garnicht widersprechen.
@ lombardos

"Lt. BZ hält Buffett jetzt 92 %"

Kannst Du uns noch sagen, wann das veröffentlicht worden ist (vielleicht auch mit Seitenangabe)?
Thanxx

@ Joschka

"Eine zweifelhafte Branche, in die man normalerweise nicht investieren sollte."

Da hast Du sicher recht. Wenn man den GB von Berkshire ließt, vor allem dem Letter to Shareholders, wird jedem wohl klar werden, dass man von Rückversicherern und vermutlich auch von vielen Erstversicherern am besten die Finger lässt, weil man die Risiken dieser Unternehmen nicht annähernd einschätzen kann. Wenn selbst jemand gewieftes wie Warren Buffett sich auf dem Gebiet irrt, wie steht dann erst der Kleinaktionär da?

Und doch stimme ich goldmine zu, dass es sich bei der KöRück um eine Ausnahme handelt, gerade weil Warren Buffett mit im Boot sitzt.

MfG J:)E
Ein paar Zusatzinformationen:


AXA: Marketperfomer

Quelle:
LANDESBANK RHEINLAND-PFALZ
Datum:
31.03.03


In ihrer Analyse vom 31. März bewerten die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz die Aktie von AXA mit „Marketperfomer“.

AXA werde mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2003 seine Anteile an der Kölner Rückversicherungs-Gesellschaft verkaufen. Laut Analysten werden diese Aktien über ein Joint Ventureder deutschen AXA-Tochter mit General Re gehalten. Da General Re über eine Call-Option verfüge, sei der Schritt nicht sonderlichüberraschend. Für AXA bedeute diese Transaktion einen weiteren Rückzug ausdem Rückversicherungsmarkt. Erst kürzlich habe AXA die Aufgabe von Teilendes US-amerikanischen Rückversicherungsgeschäftes gemeldet.

Unbekannt sei bisher, zu welchem Kaufpreis das knapp 30%-ige Paket an derKölner Rück ihren Besitzer wechsle. Im Rahmen der Optionsvereinbarung seiein Kaufpreis von 660 - 770 Mio. Euro vereinbart worden. Der derzeitige Marktwertliege nach den Berechnungen der Analysten allerdings lediglich bei etwa 400 Mio. Euro. Ineinem Bewertungsgutachten solle nun der endgültige Preis ermittelt werden. Die Analysten haltenden Deal deshalb für interessant, da der Transaktionspreis eine Wertindikationfür Aktienpakete an Rückversicherern liefere.Für AXA selbst halten sie die Auswirkungen eher für begrenzt wichtig.

Rating: Marketperformer
Analyst: LB Rheinland-Pfalz
Kursziel: 15
Kurszielwährung: Euro
Besprechungswährung: Euro
Besprechungkurs: 11,78





Mit "derzeitigem Marktwert" ist vermutlich die Marktkapitalisierung von 28% der KöRü am 31.3. oder Vortag gemeint. Leider scheint der Text stark zusammengefaßt zu sein.




Auf comdirekt.de ist seit kurzem erstmals nach einer längeren Pause wieder eine Analystenbewertung (aus 2 Quellen) für die KöRü aufgeführt.
Vor einigen Monaten (ca. Mitte 2002) lautete die Gewinnschätzung von einem einzelnen Analysten noch:
2002: 5E/Aktie, 2003 8E/Aktie, soweit ich mich erinnere.

mal schauen, ob der Link klappt:
http://informer2.comdirect.de/de/suche/_pages/fokus/main.htm…
Das angegebene Nettovermögen von ca. 68/72/74 E stimmt nach der AdHoc vom 17.03.03 natürlich nicht mehr.

Wie gesagt, nur Zusatzinformationen.
Nicht daß einer meint, ich würde Analysten Glauben schenken. ;)
AnalystCorner: Warren Buffett liefert 50%-Chance bei AXA Colonia

Die AXA Colonia meldete letzte Woche den Verkauf ihrer Beteiligung an der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Zwei Werte, die nur wenige Investoren auf dem Radar haben. Was sich zunächst eher wie eine langweilige Unternehmensmeldung anhört, entpuppt sich aber bei genauerer Betrachtung als echte Sondersituation. Rudolf Heinz, ehemaliger Direktor und Chefanalyst der Deutschen Bank, klärt auf.

Die Versicherungsbranche steckt weiter in der Konsolidierungsphase. Kleinere Versicherer werden durch Übernahmen vom Markt verschwinden. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (BaFin) hat großes Interesse daran, dass die Unternehmen nicht in Konkurs gehen, sondern finanzstarke Partner finden.

In einer solchen Phase werden die Verflechtungen unter den Versicherungen neu sortiert. So ist es auch bei dem Verkauf der Kölnischen Rückversicherung an General Re. Wir sprachen mit dem Investment-Profi und Unternehmensberater Rudolf Heinz darüber, was sich hinter dieser Meldung verbirgt. Dabei zeigt uns Heinz, ehemaliger Direktor und Chefanalyst der Deutschen Bank, hochinteressante Investmentperspektiven.

AC: Was ist an der Verkaufsmeldung der AXA Colonia aus der letzten Woche so interessant?

Heinz: Die Sondersituation erschließt sich hier nicht auf den ersten Blick, denn es ist schon ein etwas komplexerer Vorgang. Zudem sind die Verkaufsdaten schon lange bekannt, so dass bis vor wenigen Tagen kaum jemand dieses Thema auf der Agenda hat. Zu Unrecht, denn der AXA Colonia könnte ein Nettomittelzufluss ins Haus stehen, der höher ist als die aktuelle Marktkapitaliserung.

AC: Vielleicht erklären Sie uns zunächst, worum es bei dem Verkauf geht.

Heinz: Ich werde die komplizierten gesellschaftsrechtlichen Verflechtungen hinten anstellen und mich auf die wesentlichen Inhalte konzentrieren: AXA Colonia wird ihre Gesellschaft ihre Minderheitsbeteiligung von 29% an der Kölnischen Rückversicherung verkaufen. Käufer ist General Re. Die amerikanische Gesellschaft gehört zu Berkshire Hathaway von Warren Buffet. General Re und AXA Colonia hatten diesen Deal bereits vor Jahren vereinbart. Dabei wurde General Re eine Option eingeräumt, bis Ende 2003 die restlichen Anteile an der Kölnischen Rückversicherung zu einem Preis zwischen 665 Mio. und 770 Mio. Euro zu kaufen.

AC: Was bedeutet die Ausübung der Option nun für die Aktionäre der Kölnischen Rück?

Heinz: Obwohl ich die Situation bei AXA Colonia aktuell für deutlich aussichtsreicher halte, ist auch die Kölnische Rück durchaus noch eine Spekulation wert. Dies gilt auch noch nach den deutlichen Kurssteigerungen der vergangenen Wochen. Denn die General Re zahlt entsprechend der Vereinbarung zwischen 108 und 125 Euro pro Aktie der Kölnischen Rück. Nach dem Kauf, der bis zum 1. Juli abgewickelt sein soll, hält die General Re knapp 90 % des Aktienkapitals. Eine vollständige Übernahme durch Warren Buffet würde auch nicht überraschen. Er könnte also durchaus schon jetzt ein Angebot an die freien Aktionäre machen. Eine Alternative wäre die Aufstockung seiner Position auf 95%, um dann einen Sqeeze-out zu machen und damit die restlichen Aktionäre aus dem Wert drängen.

AC: Sie bevorzugen aber die AXA Colonia. Warum?

Heinz: Es klingt schon verwegen, in dieser schwierigen Zeit für Versicherungskonzerne eine Aktie aus dieser Branche zu empfehlen. Aber es gibt aktuell eine Sonderfantasie. Zusätzlich könnte sich die Branchenkonsolidierung noch positiv für die freien Aktionäre auswirken.

AC: Wie soll das aussehen?

Heinz: 92% der AXA Colonia-Anteile liegen bei der französischen Mutter AXA S.A. Den freien Aktionären von AXA Colonia, deren Kasse wohl bald um bis zu 770 Mio. Euro aufgestockt werden wird, könnte AXA S.A ein Übernahmeangebot machen. Die Franzosen könnten auch weitere 3% kaufen, um dann einen Sqeeze-out zu machen. Die hohen Umsätze der vergangenen Tage von über 100.000 Stück am Tag sprechen für ein solches Szenario.

AC: Wenn die AXA S.A. nun die AXA Colonia nicht vollständig übernehmen wird, welches Szenario erwarten Sie dann?

Heinz: Die Franzosen möchten auf jeden Fall einen Großteil der Kasse heben, somit wäre auch eine Sonderausschüttung möglich, wie bereits in 2001 geschehen.

AC: Mit welcher Höhe einer solchen Zahlung rechnen Sie?

Heinz: Sollte sich der Kaufpreis im Rahmen der ursprünglich vereinbarten Spanne bewegen, liegt der erwartete Mittelzufluss durch den Beteiligungsverkauf mindestens bei 665 Mio. Euro. Dies entspricht bei 31,23 Mio. Aktien einem Nettomittelzufluss in Höhe von 21,3 Euro pro Aktie (!) von AXA Colonia. Im günstigsten Fall, also bei einem Kaufpreis von 770 Mio. Euro, bedeutet dies sogar 24,65 Euro pro Aktie. Eine hohe Sonderausschüttungsquote würde da nicht überraschen. Damit bekommt ein Investor bei dem aktuellen Aktienkurs sein AXA Colonia-Investment als kostenlose „Zugabe“.

AC: Hoher Cash-Zufluss, niedrige Bewertung, Sonderdividende und Übernahmefantasie. Welches Kursniveau halten Sie vor diesem Hintergrund bei AXA Colonia für angemessen?

Heinz: Bevor erneute Spekulation über den Verkauf der Kölnischen Rück an Warren Buffett vor wenigen Wochen in den Wert kamen, lag der Kurs der AXA Colonia Aktie bei 12 Euro, und damit im Bereich der Tiefststände. Dabei war der Wert vor dem Hintergrund der bereits im vergangenen Jahr erfolgten Bilanzbereinigungen und der neuen aussichtsreichen Positionierung schon auf diesem Niveau unterbewertet. Wenn wir nun den niedrigsten Preis für den Verkauf, also die 21,30 Euro pro Aktie zu Grunde legen, dann müsste ein Kurs von 34 Euro schon rein rechnerisch die Basis liefern. Netto wären wir dann wieder bei den Tiefstständen von 12 Euro. Somit ergibt sich hier eine Kurs-Chance von mindestens 50%.

Das Gespräch führte Robert Burschik



Disclaimer: Für den Inhalt dieses Artikels ist ausschließlich der Autor verantwortlich. Der Inhalt ist nicht als Anlageempfehlung der Consors Discount-Broker AG zu verstehen.
Was ist aus der Übernahmespekulation für die Kölnische Rück geworden? Der Kursverlauf sieht momentan nicht berauschend aus.
Nach einer Konsolidierung nach dem vorangegangenen starken Kursanstieg scheint die Aktie der Köln.Rückvers. nun wieder in Fahrt zu kommen !

Zuletzt wieder 71,50 Geld zu 75 Brief in Düsseldorf.
Über 12 % Kursdifferenz zwischen den beiden Aktiengattungen:

842200 notiert bei 76,9
842202 notiert bei 68,5

Es lebe die Arbitrage.
@Jo Schröder

Meinst Du, bei Abfindung wird für beide Gattungen der gleiche Preis geboten?

CU, goldmine
@Goldmine

Warum nicht? Welche Argumente sprechen dagegen?
Nun, es ist auch meine Vermutung, da die ehemaligen Vorzugsaktien nun Inhaber-Stämme sind.

Schon merkwürdig, aber nicht ungewöhnlich.

CU, goldmine
Ich beobachte schon seit einiger Zeit wieder vermehrt Arbitragemöglichkeiten am deutschen Aktienmarkt. Die waren nach meinen Beobachtungen bis 2002 vollkommen verschwunden. Vermutlich durch die starke Schrumpfung der Kapitalmärkte und sich wieder abnehmender Tranparenz gibts wieder das ein oder andere Phänomen.
Kann natürlich auch an meinem Blickwinkel liegen ;)

Gruß unicum
heute Nachfrage auf Xetra für die 842200:
200 Stück zu 74.
Sorry, muß natürlich heißen: 1300 Stück.

Nur als dezenter Hinweis, da die Taxe in D aktuell 71 zu 74 (für die 842202 Brief sogar 73).
Nachdem sich die Bewertungen während der vergangenen Tage vollständig angeglichen hatten, nunmehr wieder netter Spread:

842200: 75 zu 76,95
842202: 71 zu 72,85
Ich beobachte die Kölner Rück sowie die Axa Colonia St. und Vorz. schon seit 3 Monaten und bin in beiden Werten sehr aktiv. :)
Der Spread zwischen AXA liegt im durchschnitt bei 2 Euro und sollte sich im Fall einer Übernahme bis auf Null angleichen. Das gleiche vermute ich auch im Fall Kölner Rück, hier ist der Spread im Schnitt 3 EURO und mehr. Also raus aus Stämmen (COL) und rein in Vorzüge und raus aus KRV 842200 und rein in KRV 842202.
Persön. Kursziel COL ist nahe 40 und für KRV nahe 90
good hunting
SunZu
Zumindest lt. KöRück-Satzung ist die anhaltende Kursdifferenz zwischen Inhaber- und vinkulierten Namensaktien nicht gerechtfertigt. Beide Aktiengattungen haben das selbe Stimm- und Dividendenrecht. Bei der vinkulierten Namensaktie gibt`s die üblichen Handelsformalien inklusive eines Widerspruchsrechts des Vorstands. Bspw. kann der Vorstand die Übertragung der Aktien auf eine ihm genehme Person beantragen, wenn ein Aktionär ins Ausland zieht.
Das sind aber Aspekte, die m.E. -wenn überhaupt- eher für einen niedrigeren Wert der Namensaktien sprechen.

Gruß unicum
Die Inhaber-Stämme sollten etwas höher als die vinkulierten Namen stehen. Allerdings scheint die höhere Liquidität der vinkulierten ihren gegenwärtigen Aufschlag zu verursachen.
Na ja --- der Spread zwischen den beiden Aktiengattungen hat sich ja nun fast gescchlossen !
Kurshistorie Düsseldorf
Datum Erster Hoch Tief Letzter Umsatz
23.05.2003 76,50 76,50 76,50 76,50 160
22.05.2003 75,50 76,50 75,50 76,50 76
21.05.2003 75,00 76,50 75,00 76,50 235
20.05.2003 76,00 76,00 76,00 76,00 710
19.05.2003 76,95 77,00 76,50 76,50 1.465
16.05.2003 76,00 77,00 76,00 76,76 631
15.05.2003 74,40 77,00 74,40 77,00 1.874
14.05.2003 74,40 75,00 74,40 74,70 850
13.05.2003 74,00 74,40 74,00 74,40 1.081
12.05.2003 76,25 76,25 74,00 74,00 1.119
09.05.2003 76,40 76,40 76,40 76,40 1.000
08.05.2003 75,00 76,40 74,00 76,40 2.059
07.05.2003 73,00 75,00 72,00 75,00 475
06.05.2003 75,00 75,00 73,00 73,00 50
05.05.2003 75,00 76,00 75,00 76,00 2.000
02.05.2003 75,00 75,00 75,00 75,00 1.000
01.05.2003 70,00 75,00 70,00 75,00 880
30.04.2003 70,00 75,00 70,00 75,00 880
29.04.2003 74,00 74,00 72,00 72,00 380


Die vink. Namensaktien liegen die letzten Tage recht fest im Markt --- bis 77 Euro wird alles auf der Brief-Seite weggekauft !!!
Ein ungewohntes Bild:

Der Spread ist weg; die Inhaber-Stämme notieren sogar leicht über den vink. Namensaktien - fragt sich nur wie lange?

Grüße
adelbert.
Vervollständigen wir doch ein bißchen die Statistik:

Kölnische Rück AG

842200
Datum Stück Volumen Durschnittskurs Schlusskurs in Düsseldorf
20.03.03 2.010 126.031 62,70 Edd 64,99 B
21.03.03 1.480 95.845 64,76 Edd 65,00

27.03.03 250 15.250 61,00 Edd 61,00
28.03.03 11.877 786.478 66,22 Edd 66,00 G

31.03.03 2.786 185.780 66,68 Edd 66,00
01.04.03 2.730 188.457 69,03 Edd 72,00 G
02.04.03 4.150 307.388 74,07 Edd 74,00 G
03.04.03 1.196 88.733 74,19 Edd 74,50 B
04.04.03 1.243 91.095 73,29 Edd 73,50 G

07.04.03 1.251 93.397 74,66 Edd 73,50
08.04.03 400 28.824 72,06 Edd 72,00 G
09.04.03 1.102 77.167 70,02 Edd 68,50 G
10.04.03 510 33.440 67,53 Edd 70,00
11.04.03 230 15.325 66,63 Edd 65,00 B

14.04.03 968 65.150 67,30 Edd 67,50 B
15.04.03 499 33.832 67,80 Edd 68,00
16.04.03 414 27.725 66,97 Edd 67,50 ebG
17.04.03 261 17.693 67,79 Edd 67,50
18.04.03 Karfreitag

21.04.03 Ostermontag
22.04.03 725 49.636 68,46 Edd 69,00
23.04.03 389 27.319 70,23 Edd 71,50 G
24.04.03 302 21.361 70,73 Edd 70,20
25.04.03 1.560 117.705 75,45 Edd 76,90

28.04.03 1.459 108.450 74,33 Edd 74,00 bG
29.04.03 380 27.710 72,92 Edd 72,00
30.04.03 880 65.104 73,98 Edd 75,00 G

842202

19.03.03 1.514 83.228 54,97 Edd 62,00
20.03.03 1.855 111.023 59,85 Edd 60,10 G
21.03.03 4.186 270.604 64,65 Edd 61,10

27.03.03 3.100 188.310 60,75 Edd 61,00
28.03.03 6.643 435.111 65,50 Edd 65,00 B

31.03.03 526 33.943 64,53 Edd 64,50
01.04.03 1.787 115.123 64,42 Edd 66,50 G
02.04.03 2.060 145.364 70,57 Edd 73,50 G
03.04.03 430 30.718 71,44 Edd 69,50 G
04.04.03 180 12.750 70,83 Edd 71,50 B

07.04.03 740 52.270 70,64 Edd 70,50
08.04.03 143 10.050 70,28 Edd 70,00 G
09.04.03 685 48.045 70,14 Edd 67,00 G
10.04.03 10 690 69,00 Edd 69,00
11.04.03 466 31.059 66,65 Edd 66,20

14.04.03 0 0 0,00 Edd 66,00 G
15.04.03 0 0 0,00 Edd 66,00 G
16.04.03 250 16.420 65,68 Edd 65,60
17.04.03 196 12.745 65,03 Edd 66,00
18.04.04 Karfreitag

21.04.04 Ostermontag
22.04.03 325 21.335 65,65 Edd 66,00 G
23.04.03 60 3.931 65,52 Edd 65,00
24.04.03 380 25.214 66,35 Edd 67,99
25.04.03 80 5.419 67,74 Edd 68,50

28.04.03 580 40.735 70,23 Edd 71,50 B
29.04.03 1.229 88.415 71,94 Edd 72,00
30.04.03 108 7.762 71,87 Edd 71,90

MfG J:)E
Hallo,

bin durch einen Bericht im Focus(den ich als Abo schon heute bekommen habe)auf diese Aktie aufmerksam geworden.

Jetzt meine Frage: Welche der Aktien (842200/842202)sollte man kaufen-möchte nicht so wie die Wella VZ Aktionäre behandelt werden.

Bedanke mich schon mal für die schnelle beantwortung!!

Gruss
@Joe

Das Thema wurde schon mal irgendwann im Thread behandelt. Generell dürfte es keinen Unterschied geben, weil beide Aktienarten rechtlich in etwa auf einer Stufe stehen. Es ist eigentlich nicht zu erwarten, daß es bei einer Übernahme riesige Spreads wie bei Wella gibt. Ein paar Postings weiter unten meinte Gholzbauer, daß die 804202 theoretisch höher stehen müßten; aber da wäre ich mir jetzt auch nicht 100% sicher.

Gruß,

Marciavelli
Dürfte alles jedoch noch etwas dauern. Das Bewertungsgutachten (Buffett - Axa) wird dem Vernehmen nach erst im November fertiggestellt.
@Marciavelli und Joschka

Vielen Dank für die schnellen Antworten. Würde mich wohl eher für 802202 entscheiden. Aber hätte noch Fragen, die mir trotz des intensiven Studiums des Internet nicht ganz klar geworden sind:

1) Joschka Schröder schreibt, das das Bewertungsgutachten erst im November zu erwarten sei. Ich dachte, Axa übergibt seinen Anteil am 01.07.2003

2) Axa soll angeblich 114 Euro pro Aktie erhalten? Wozu also noch das Gutachten???

3)Welche Aktiengattung hält AXA??

4)Warum sind, trotz der Gerüchte, so wenig Umsätze??

Fragen über Fragen....:laugh:


Danke und Gruss
@joeblack4

1) Ist mir auch neu, kann aber gut möglich sein. I.d.R. verzögert sich ein Fahrplan ja immer. Ist wie auf dem Bau ;)

2)Die Kaufpreisspanne liegt gemäß Optionsvertrag ungefähr zwischen 114,20 und 131,95 Euro. Das Gutachten dient zur exakten Preisermittlung.

3) Beide.

4)Weil ein Angebot an den Streubesitz keine Pflicht ist und somit ein Angebot an den Streubesitz nicht sicher ist.

Gruß unicum
zu 4)
Es ist möglich, dass das Bewertungsgutachten einen weit geringeren Wert ermittelt als den im Vertrag zwischen Axa und Buffett (vor zig Jahren) festgelegten.

In diesem Fall wird wird Axa dennoch den vertraglich vereinbarten Mindestpreis kassiern, die freien Aktionäre jedoch - falls es zu einer Abfindung kommt - nur den vertraglich ermittelten Preis, über dessen Höhe man derzeit noch nichts sagen kann. Könnte theorisch sogar noch unter dem derzeitigen Börsenwert liegen.
zu #68

soll natürlich heißen "nur den gutachterlich ermittelten Preis, über dessen ..."
Hallo,

kann mir jemand erklären warum im AXA Thread schon einige wissen möchten, daß die Höhe der Zahlung am "oberen Ende" der vertraglich fixierten Bandbreite liegen soll?

Gruß
So, so, Unicum arbeitet also auf dem Bau :D . Immer diese Fake-Nick-Names :D :D .

Ich denke aber, daß eine Übernahme aller Aktien auf jeden Fall kommt; vor allen Dingen, wenn der ermittelte Preis etwas niedriger sein sollte. Warum sollte Buffet den Anteil der AXA kaufen für 114+ und sich den Anteil der freien Aktionäre entgehen lassen, wenn er max. dafür das selbe zahlt? Und wieso sollte er überhaupt den Anteil der AXA übernehmen, wenn er nicht eine volle Übernahme im Sinn hat? Und warum sollte er überhaupt den Anteil für so einen hohen Preis kaufen, wenn er sich nicht einiges davon versprechen würde?

Ausgehend davon, daß er ein Angebot macht, muß es wohl über den aktuellen Kursen liegen, sonst würde ihm wohl keiner seine Aktien anbieten (was er ja möchte, wenn er ein freiwilliges Angebot macht). Und wenn er den freien Aktionären 100 zahlt, würde er immer noch einen guten Deal machen, weil er ja offensichtlich ein höheren zukünfzigen Wert erwartet als den, den er jetzt der AXA zahlt. Oder nicht ;) ?

Gruß,

Marciavelli
@alle

Zunächst vielen Dank an alle für die sachkundigen und aufschlussreichen Infos...

Bin nach der Subsumtion aller Fakten heute Abend zu folgendem Schluss und somit zu folgender Handlung gekommen:

Der einzige, der offensichtlich wirklich und garantiert gewinnt, ist dank des vorhandenen Vertrages 841000. Somit habe ich mir diese Aktie zugelegt.

Vielen Dank und Gruss;)
@joeblack4
ich weiß nicht, ob Du da ganz richtig liegst.
Du darfst nicht vergessen, daß sich die AXA inzwischen vom Tief fast verdreifacht hat und damit möglicherweise nicht mehr so billig ist angesichts der zahlreichen Probleme (LV Tochter). Das zweifelsohne hereinkommende Geld wird möglicherweise zum Stopfen von Löchern benötigt.
Bei Kölner Rück sieht die Sache dagegen etwas anders aus.
Einerseits scheint die Branche sich zu bessern (vgl. letzter Zwischenbericht MüRü) andererseits ergibt sich folgende Konstellation. Es gibt einen Großaktionär, der über 90 % hält, aber einige Stücke davon verhältnismäßig teuer eingekauft hat (ca 114 Euro).
Er müßte also zum Jahresende Abschreibungen vornehmen, wenn der Kurs dann immer noch bei 78 Euro liegt. Ob das Herrn Buffett recht ist ? Ich glaube er ist kein Freund von Buchverlusten. Mit einem Rückzug von der Börse (Squeeze Out) kann er sich dieses Problems leicht entledigen.
Was war denn heute bei 842200 los?

27768 Stück wurden umgesetzt. Da wechselte
wohl ein Packet den Besitzer.

Nur wer verkauft da an Buffet über die Börse
und warum zu diesem Preis?
heute schon wieder sehr hoher Umsatz bei
steigendem Kurs in der Spitze bis 87 €.

Fährt der Fahrstuhl jetzt los?:cool:
Der heutige Kursanstieg beruht auf einem 3-seitigen Artikel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Börse Online" unter der Überschrift: "Squeeze-Out - Wo hohe Abfindungen für Aktionäre winken".

U.a. wird der Hintergrund bei der Köln. Rückvers. dargestellt (vorliegendes Bewertungsgutachten im Zusammenhang mit der Übernahme des AXA-Anteils durch General Re / 107 bis 123 Euro, wobei die 107 Euro als "sichere Untergrenze" dargestellt werden").
Da hat Börse Online mal wieder schlecht recherchiert!

Ein Bewertungsgutachten existiert noch garnicht!

Zwischen Axa und Generel Re gibt es zwar vertragliche Vereinbarungen mit Untergrenze (wobei diese unter bestimmten Bedingungen sogar unterschritten werden kann ... es handelt sich also keineswegs um eine definitive Grenze), für den sqo muss dies aber keine Rolle spielen. Wenn das Bewertungsgutachten beispielsweise für die KR einen Wert in Höhe von 70 Euro je Aktie festlegen sollte, könnte der Fall eintreten, dass Axa für jede Aktie über 100 Euro erhält (gemäß vertragl. Vereinbarung), die freien Aktionäre jedoch mit 70 Euro je Aktie abgefunden werden (gemäß Bewertungsgutachten).
In Focus Money ähnlicher Bericht ... genauso schlecht recherchiert, obwohl die Journalisten den richtigen Gesprächspartner hatten.
@Joschka Schröder

Du bist wohl neidisch, weil Du nicht dabei ist.
Wenn Axa über 100 € erhält, müssen bei einem Squeeze Out innerhalb der nächsten 6 Monate die kleinaktionäre auch über 100 € erhalten. Erfolgt ein Squeeze Out später, wird es auch ein neues Bewertungsgutachten geben müssen.
Soweit die formale Situation.

Die praktische Frage ist jedoch, ob General Re wirklich an einem Gutachten interessiert ist, das einen geringeren Wert ausweist, als deren Kaufpreis. Das halte ich für wenig wahrscheinlich. Man muß auch immer beachten, wer der Übernehmende ist und Buffet ist nicht der Milch Müller !!!
@Greebull

Wer sagt, dass ich nicht dabei bin, Du Schlauberger?

Im Gegensatz zu manch einem anderen informiere ich mich jedoch erst einmal umfassend, bevor ich Dispositionen treffe und verbreite keinen Schmarrn, wie z.B. Focus Money.
Im übrigen halte auch ich ein (großzügiges) Abfindungsangebot für realistisch. Nur ganz so klar, wie in den Blättchen beschrieben, ist die Sachlage nicht, sonst würde der Kurs schon lange über 100 Eur stehen.
Natürlich hat Joschka Schröder mit seinem Einwand recht.

Es stimmt zwar lt. BO, dass ein "Gutachten" erstellt wurde, dies ist aber bereits knapp zehn Jahre alt! In diesem Gutachten wurde lediglich der Ausübungspreis der Kaufoption extrapolierend festgelegt. Das jetzt zu erstellende "Gutachten" wird den Preis des KöRück- Anteils unabhängig davon feststellen. Anhand dessen wird der endgültige Kaufpreis ermittelt. Liegt der ermittelte Wert jedoch unter 667,7 Mio €, greift eben diese Wertuntergrenze. Bei 29,39 Prozent oder ca. 6.149.858 Aktien sind es 108,58 €/Aktie.

Dies gilt rechtlich nur für die Beziehung AXA - GERE !!

Allerdings rechne auch ich damit, dass der Streubesitz ein freiwilliges Angebot in ähnlicher Höhe erhält.

Von einem Pflichtangebot oder gar einem SQO kann nicht die Rede sein. Beides ist im vorliegenden Fall rechtlich nicht Pflicht bzw. möglich. Da GeRe dann m.W. vorher schon über 30 Prozent der KöRück hält, bzw. anschließend lediglich gut 88 Prozent.

Übrigens hatte www.share-infos.de auf die KöRück-Story schon vor 1,5 Jahren hingewiesen.

Gruß unicum
@unicum
das wird die interessante Frage sein, die in den nächsten Wochen beantwortet wird. Wieviel Prozent besitzt General Re wirklich. Nach allen bisherigen Angaben stimmen die ca. 88 Prozent. Damit könnte es dann wirklich nur ein freiwilliges Angebot geben.
Eine Sicherheit, dass sie nicht doch schon mehr haben (in Richtung 95 %) (wobei diese dann sicher ausserbörslich erworben wurden) gibt es aber auch nicht.
Ich kenne übrigens die besagten Artikel in BO nicht und weiß daher nicht was dort behauptet wurde, aber ein Pflichtangebot wird es in keinem Fall geben.
@ joschka

Ich frage mich, ob Du bestimmte Aussagen von Dir auch noch ein bißchen unterfüttern könntest? Z.B. die aus Post Nr. 65. Nach wessen vernehmen soll das Gutachten erst im November erstellt werden? Es dürfte nicht sehr viele Leute geben, die darüber Bescheid wissen, kannst Du uns daher etwas über die Glaubwürdigkeit Deiner Quelle sagen?
Oder Post # 77, wo Du schreibst, dass die vereinbarte Untergrenze „unter bestimmten Bedingungen sogar unterschritten werden kann.“ Woher weißt Du dass? Ich habe keinen derartigen Passus gefunden und der genaue Vertragstext war nicht zu bekommen.

@ all

Was ich noch zusammengetragen habe, sind die Äußerungen Buffetts auf der HV am 04.05.03. Ein Aktionär (aus Deutschland) war nämlich so schlau, Buffett nach dem Engagement bei der KöRück zu fragen. Leider haben die Aktionäre, die ihre Notizen zur HV veröffentlicht haben, nicht den Hintergrund der Frage verstanden. Daher geben die Aufzeichnungen nicht genau das wieder, was Buffett gesagt hat. Deshalb habe ich den Aktionär, der die Frage gestellt hat, angerufen und ihm nach seinem Eindruck gefragt. Allerdings war auch das nicht wirklich befriedigend. Zusammenfassend hatte er den Eindruck, dass bei der Kölnischen Rück nicht sofort etwas passiert. Aber denkt auch, dass da nichts anbrennen (also die Aktie fallen) wird.

Hier die veröffentlichten Aufzeichnungen:

Notes of Hobbs_O on the Yahoo Board (AM notes (cont.) by: hobbs_o (47/M/Wichita, KS)
05/05/03 10:34 am Msg: 169120 of 169466 ):
Question 15) was stating all the weakness in Europe reinsurence co`s, how we still bought more of Cologne Re, and WEB stated that was no surprise as it was a continuation of a 2 part orig purchase with options and was always going to happen. Can`t read anything into that purchase.

Bvalue on the Motley Fool board http://boards.fool.com/Message.asp?mid=18998453
BRK BUYING REMAINDER OF COLOGNE RE:
Press misreported facts on this deal. GenRe acquired Cologne Re with a put/call feature on the remainder. We (BRK) bought with intention to buy all of Cologne Re – it was a fait accompli that we would exercise option when it came time. Put/call feature became effective this year and something had to be done and we always knew we would own all of it. Press implied that something was new but it wasn`t.

Witney Tilsons Aufzeichnungen (http://www.tilsonfunds.com/brkmtg03notes.html):
Acquiring More of Cologne Re
What really happened was Gen Re acquired a significant position in Cologne Re with a put and call arrangement for the remainder. It was a two-step purchase. So all along, we have accounted for it as if we would acquire it. We will have about 89% when the options exercise. There`s nothing new about this arrangement and we made no new judgment or decision. Cologne is an integral part of Gen Re. We knew all along that we would own 89% of it.

Hier wird das Dilema deutlich, Hobbs schreibt, dass er in den Kauf nichts hineininterpretieren kann, Bvalue schreibt, dass Buffett alles kaufen will und Tilson, der die besten Aufzeichnungen gemacht hat, läßt offen, ob Buffett nun noch den Rest kauft.

Aber natürlich ist es keine Frage, dass er die restlichen 12 % kauft. Und vielleicht denkt er bei dem Streubesitz genauso, wie bei der Ausübung der Option. Es war halt von Anfang an geplant, die Option auszuüben und vielleicht war es auch von Anfang an Teil des Plans, den Streubesitz zu den gleichen Konditionen abzufinden.
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass Buffett gesagt hat, dass man die Ausübung der Option nicht noch mal überdacht bzw. die KöRück neu bewertet hat. Ich denke, dass spricht dafür, dass Buffett schon immer davon ausgegangen ist, dass er die KöRück komplett übernehmen wird. Ich hatte mich sowieso gewundert, warum schon in den alten Berkshire-Geschäftsberichten der Anteil (economic interest, siehe Post # 30) an der KöRück immer mit 88 % angegeben wurde, obwohl der tatsächliche Anteil durchgerechnet um die 66 % lag. Mit der Aussage Buffetts, dass man immer vor hatte die Option auszuüben, wird nun auch klar, warum Berkshire schon immer die gesamten 88 % ausgewiesen hat.

Übrigens gibt es auch einen Präzidensfall für den Auskauf der KöRück Aktien. 1976 hatte Buffett in den fast Pleite gegangenen Direktversicherer GEICO investiert und diese Investition 1980 auf 33 % der GEICO Aktien aufgestockt. Durch den fortwährenden Aktienrückkauf und –einzug seitens GEICO stieg Berkshires Anteil an GEICO über die Jahre auf über 50 % an, obwohl Berkshire nach 1980 keine einzige weitere Aktie von GEICO gekauft hat. Bis 1995 - als Buffett den restlichen Streubesitz (etwas weniger als 50 %) von GEICO auskaufte und das Unternehmen komplett übernahm. Wollen wir hoffen, dass er sich bei der Kölnischen Rück nicht ganz soviel Zeit läßt. :)

Auf der diesjährigen Presskonferenz hat er auch noch mal betont, dass er vorzugsweise Unternehmen an einem Stück kauft.

What conditions would there have to be for you to shift the emphesis for you back from buying whole companies to buying manority stackes in the stock market?

Buffett: The answer is price. We prefer to buy companies to stocks. We think that there is exactly the same after tax return - or close to it - from owning companies and from owning stocks. Plus stocks get offered to us every day. It is an easy policy to implement when the price is right on stocks.
Businesses are oportunistic. The phone rings occasionally and it may be a 500 million dollar deal or it may be a three billion dollar deal. So these are tow different game sets.
Stocks will get more mispriced than businesses on the downside. So you will periodically – Charlie may even be less optimistic about this than I am – get chances to buy stocks far cheaper in relation to their value then you will get the chance to buy businesses. Now there is a perfectly logical reason for that. When you buy a business you buy it from a seller, who can determain the value of the business and if he doesn’t like your price he can go over to somebody else. He can determine the time when he sells it to a great extent and so on.
The market price of a stock is set by the last 100 shares that comes into the stock exchange. When it comes in when nobody is buying you get low prices for a very large enterprise with just a tiny little of the enterprice trading. And the individual shareholder of the stock has no option. He can not sell the whole company to somebody. But the controlling stockholder is never going to consider the market price binding on what what he can receive for his business.
There will be times in my view when stocks sell cheaper in relation to value then business in aggregate ever sell on a negociated basis in relation to value. I do not think we there at all now. But I think you will see these periods occasionally. In the next thirty years you will see maybe one, maybe two, maybe three. Who knows?
We will buy businesses when we get offered them at reasonable prices. You will see us buy stocks, when we can buy stocks at prices that we think we can make more than 10 % p.a. That would be a threshold level. And if we get lucky, we will see times where we can buy them where we think we are going to make 20 or 30 percent p.a. from a group of [stocks].

Wer möchte kann sich einen Teil der Presskonferenz unter
http://media5.bloomberg.com:443/cgi-bin/getavfile.cgi?A=2240… oder
http://makeashorterlink.com/?B24A16174 anhören.

MfG J:)E
@joe

An der Glaubwürdigkeit der Informationsquelle besteht keinerlei Zweifel.
Heute wieder einmal nette Arbitragemöglichkeit zwischen den verschiedenen Gattungen (und Börsen).
@ joschka

#85... weil?

Und wie sieht es mit dem Unterschreiten der Untergrenze aus? Wo steht, dass das möglich ist?

Thanxx J:)E
@Joe

Du kannst mir gelegentlich über das board-mail-System Deine email-Adresse nennen.

Gruß
JS
Diejenigen, die jetzt noch auf den Zug aufspringen, könnten bald genauso alt aussehen wie diejenigen, die während der Holsten-Spekulationswelle zu spät gekauft haben.
für Aktionäre der Gattung 842200 ergeben sich heute wieder Tradingmöglichkeiten:
842200: G 89,88
842202: B 87,50
in Düsseldorf
@js

Also ich sehe gerade keinen Brief 87,50 für 842202 in
Düsseldorf, sondern 89,50B und 87,00G.
Die Börse ist schnell(l)ebig: Mittlerweile tatsächlich 89,5 B, eben noch 87,5 B
Sieht ganz so aus, als ob nunmehr erst einmal das Ende der Fahnenstange (auch im charttechn. Sinn) erreicht worden sei. In etwa bei 90 Euro liegt für die Gattung 842202 ein langjähriges Hoch/Widerstand.

Nunmehr dürften Gewinnmitnahmen einsetzen, die sich ggf. noch verstärken könnten, wenn sich das in den Börsenillustrierten beschriebene Szenario (Zeitrahmen der Erstellung eines Wertgutachtens, Abfindung an freie Aktionäre usw.) als nicht ganz richtig herausstellen sollte.
Hallo Joschka,

ich dachte Du wolltest Dich mal bei mir melden?

MfG J:)E
#94: Nach dem kräftigen "FOCUS-Anstieg" rechne ich auch mit beginnenden Gewinnmitnahmen und einem deutlichen Rückgang auf Kurse um 80 Euro, eventuell sogar drunter.

Wenn das beschriebene Szenario eintritt, ist auch die AXA Konzern AG (841000 bzw. 841003) interessant. Dazu gibt es aber schon einen eigenen Thread...:)

Gruß
The Trump
@joe

Würde ich sofort machen, wenn Du mir - wie erbeten - Deine email-Adresse nennen würdest.

Gruß
JS
@ joschka

hatte Dir eine Boardmail geschickt. Ist vielleicht nicht angekommen. Meine E-Mailadresse lautet:

philojoephus@aol.com

Bis dann J:)E
Ich dachte immer, daß Axa per 1.7.03 seinen Anteil an der Kölner Rück verkaufen würde. Muß erst noch das Gutachten abgewartet werden oder warum erfolgt keine Meldung.

Wie seht Ihr das heute in der FTD gemeldete Interesse von Buffett an Gerling. Wenn Berkshire die Bereitstellung hoher langfristiger Rückversicherungskapazitäten in Aussicht stellt, dann wird doch sicherlich die Kölner Rück tätig werden. Gibt es schon enge Verbindungen zwischen den Häusern und kann ein Zusammenhang zwischen beiden Transaktionen hergestellt werden ?
Hi @ll,

Siehe Börse Online Nr.26, Seite 21. Dort steht, dass Warren Buffetts General Re zum 1.7.2003 von Axa deren 30
prozentiges Aktienpaket der Kölner Rück übernimmt. Nur der genaue Preis pro Aktie steht noch nicht fest, er soll sich in einer Range von 107€ und 123€ bewegen. Warren Buffetts Versicherungsgeschäft läuft meines Wissens nach äußerst profitabel, also schauen wir mal.

Gruß, Didi
Hi,

also die Modalitäten haben wir hier mehrmals durchgekaut. Neben dieser Spekulation bin ich für die Rückversicherungsbranche z.Zt. sehr positiv gestimmt. Diese Meinung teile ich übrigens mit W.B.. Angeblich soll er sich auf seiner HV nahezu "euphorisch" zu den Aussichten dieser Branche geäußert haben.

Hier noch die heutige Ad hoc der KöRück:

Nach hohem Verlust in 2002 erfolgreicher Start in 2003 Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------------------- Nach hohem Verlust in 2002 erfolgreicher Start in 2003 Die Kölnische Rück Gruppe wird das Geschäftsjahr 2002, wie bereits im 1. Quartal 2003 angekündigt, mit einem hohen Verlust abschließen. Der Jahresfehlbetrag der Gruppe auf US GAAP Basis beläuft sich auf rund 240 Mio. Euro. Die Muttergesellschaft Kölnische Rück AG schließt das Geschäftsjahr auf HGB Basis mit einem Verlust von 95 Mio. Euro ab. Ursächlich hierfür war der deutlich niedrigere Ergebnisbeitrag aus Kapitalanlagen von knapp 190 Mio. Euro (Vorjahr: 440 Mio. Euro). Dieser resultiert insbesondere aus Abschreibungen auf Aktien von rund 150 Mio. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis war durch Reserveverstärkungen in der Schaden- und Unfallversicherung sowie dem nordamerikanischen Lebens- und Krankengeschäft belastet. Hingegen verlief das in 2002 gezeichnete Geschäft trotz der Schadenbelastungen aus Naturkatastrophen, wie insbesondere die Überschwemmungen in Ostdeutschland und Mitteleuropa, besser als im Vorjahr. Nach erfolgreicher Erneuerung des Geschäftes für 2003 und insgesamt günstiger Schadenerfahrung ist das 1. Quartal 2003 gut verlaufen. Der Schadenverlauf im 2. Quartal war ebenfalls zufriedenstellend. Im Verlauf des Jahres 2003 wurde der Anteil der Aktien an den gesamten Kapitalanlagen weiter reduziert und beträgt zur Zeit etwa 7 % im Vergleich zu rund 9 % am Jahresende. Die stillen Lasten aus Aktien betragen nach heutigem Stand etwa 40 Mio. Euro und werden durch unrealisierte Gewinne aus festverzinslichen Wertpapieren überkompensiert. Die bilanzfeststellende Aufsichtsratssitzung findet am 15. Juli 2003, die Hauptversammlung am 28. August 2003 statt. Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 02.07.2003 -------------------------------------------------------------------------------- WKN: 842200; ISIN: DE0008422007; Index: Notiert: Amtlicher Markt in Düsseldorf und Frankfurt (General Standard)



info@dpa-AFX.de
@ unicum

ich hoffe, dass Du keine Münchner Rück hast, denn über die hatte Charlie Munger, dass ist der Geschäftspartner von Warren, auf der hv keine guten Worte zu verlieren.
Mich wundert übrigens, dass Du schreibst, dass Warren für die gesamte Rückversicherungsbranche per se positiv gestimmt sein soll. Ich kann mich nicht erinnern jemals etwas in diese Richtung von ihm gelesen zu haben. Auf welche Quelle beziehst Du Dich?

MfG J:)E
Hallo philojoephus,

ich habe mich etwas unscharf ausgedrückt. W.B. und ich, wir sind uns beide darin einig, dass man für das Rückversicherungsgeschäft optimistisch in die Zukunft blicken kann, sofern keine ao. Ereignisse eintreten.

Quelle:

Irgendeine Börse-Online-Ausgabe in welcher von der diesjährigen Berkshire-HV berichtet wurde. Leider habe ich den Artikel nicht aufbewahrt, dürfte aber im Verlag unproblematisch zu finden sein. Der Artikel ist deshalb bei mir hängen geblieben, weil tats. der sehr starke Ausdruck "euphorisch" benutzt wurde (wenn nicht dieser, dann ein ähnlicher) und ich dann meine Rückschlüsse bezügl. der KöRück (immerhin eine der größten - und die älteste- Rückversicherer der Welt) gezogen habe. Die KöRück ist m.E. nicht mit der MüRück zu vergleichen.

Solche starken Ausdrücke scheinen bei Buffett eher selten zu sein aber dies dürftest Du besser als ich beurteilen können.
Oder BO hat hier übertrieben. Oder ich habe es geträumt;)

Gruß unicum
Hi @ll,

unicum hat recht, es stimmt, dass Warren Buffett das Wort euphorisch gebrauchte. Man kann es nachlesen in der Börse Online Nr. 21, Seite 20. Berkshires General Re ist die einzige Rückversicherung weltweit, die immer noch ein
AAA-Rating erhält.

Gruß, Didi
@ unicum

Du hast natürlich Recht, dass Buffett sich selten sehr euphorisch äußert. Nur ist Börse Online leider nicht für besonders sorgfältig recherchierte Berichte bekannt.
Didi, ich habe die Ausgabe leider nicht da, könntest Du den besagten Abschnitt für uns einstellen? Wäre echt nett von Dir.
Der Punkt auf den ich hinaus wollte ist, dass Buffett sich extrem positiv über Berkshires Rückversicherungsgeschäft geäußert hat, aber eben gerade nicht über das Rückversicherungsgeschäft allgemein. Und die Kölner Rück wiederum war neben der GenRe die schlechteste Rückversicherung in der Berkshire Unternehmensgruppe. Mittlerweile entschuldigt sich Buffett seit drei Jahren bei seinen Aktionären für die schlechte Entwicklung dieser beiden Tochtergesellschaften und gelobt auch schon so lange Besserung.

Hier ist ein Artikel, den ich zum Thema Buffett und Rückversicherungsgeschäft gefunden habe:

Buffett applauds reinsurance

Sunday, May 4, 2003 BY STEVE JORDON AND GRACE SHIM WORLD-HERALD STAFF WRITERS
Berkshire Hathaway Inc. stands at the top of the world`s reinsurers, its chairman and chief executive said Saturday, at a time when some big reinsurers may be too weak financially to pay claims after a major disaster. Warren Buffett, Berkshire`s chairman and chief executive, didn`t name the weakened firms during the company`s annual shareholders meeting at the Omaha Civic Auditorium. But if a major hurricane or earthquake causes heavy damage somewhere in the world, he said, "There are a number of reinsurers that would not pay." Reinsurers take over risk from the primary insurers that sell policies to business or individuals. For example, the primary insurer might pay the first $1 million in damage from a hurricane and then pay a fee to a reinsurer to accept the risk for damage up to $10 million.
Berkshire`s AAA financial rating is the highest in the industry, he said, and means that Berkshire`s reinsurers, including General Reinsurance of Stamford, Conn., will have more potential customers seeking coverage.
But that doesn`t necessarily mean huge amounts of new business, he said. "That shouldn`t cause us to do anything at all stupid," such as accepting too much risk in relation to the premiums collected. He said Berkshire`s reinsurance companies will continue to charge the right premiums, even if it means some potential customers will go elsewhere.
Buffett said financial strength is important because people depend on a "piece of paper" when they have an insurance claim. There are paraplegics who rely on Berkshire to provide financial security for the rest of their lives....


Zum allgemeinen Verständnis, warum man Rückversicherer nur mit Samthandschuhen anfassen sollte, hatte Buffett in diesem Jahr auch zwei sehr einprägsame Beispiele in seinem GB:

Here’s one footnote to GEICO’s 2002 earnings that underscores the need for insurers to do business with only the strongest of reinsurers. In 1981-1983, the managers then running GEICO decided to try their hand at writing commercial umbrella and product liability insurance. The risks seemed modest: the company took in only $3,051,000 from this line and used almost all of it – $2,979,000 – to buy reinsurance in order to limit its losses. GEICO was left with a paltry $72,000 as compensation for the minor portion of the risk that it retained. But this small bite of the apple was more than enough to make the experience memorable. GEICO’s losses from this venture now total a breathtaking $94.1 million or about 130,000% of the net premium it received. Of the total loss, uncollectable receivables from deadbeat reinsurers account for no less than $90.3 million (including $19 million charged in 2002). So much for “cheap” reinsurance.

Und dann der Hammer über GenRe, immerhin der ehemals drittgrößte Rückversicherer der Welt:

When I agreed in 1998 to merge Berkshire with Gen Re, I thought that company stuck to the three rules I’ve enumerated. I had studied the operation for decades and had observed underwriting discipline that was consistent and reserving that was conservative. At merger time, I detected no slippage in Gen Re’s standards.
I was dead wrong. Gen Re’s culture and practices had substantially changed and unbeknownst to management – and to me – the company was grossly mispricing its current business. In addition, Gen Re had accumulated an aggregation of risks that would have been fatal had, say, terrorists detonated several large-scale nuclear bombs in an attack on the U.S. A disaster of that scope was highly improbable, of course, but it is up to insurers to limit their risks in a manner that leaves their finances rock-solid if the “impossible” happens. Indeed, had Gen Re remained independent, the World Trade Center attack alone would have threatened the company’s existence.

Ich denke, wenn selbst Buffett sich bei einem großen Wettbewerber so gewaltig irren kann, zumal in einem Geschäft, dass er selbst seit Jahrzehnten betreibt, wer bitte kann dann eine Rückversicherung nur halbwegs einschätzen und bewerten?

Das alles hat mich nicht davon abgehalten in die KöRück zu investieren. Aber nur, weil ich eine Übernahme für wahrscheinlich gehalten habe (siehe post 30) und die Aktie am Anfang des Jahres ziemlich stark gefallen war, so dass alleine die Verbreitung des Gerüchtes der Übernahme den Kurs Beine gemacht hätte (und dann ja auch Beine gemacht hat). Nachdem ich jedoch die Äußerungen Buffetts auf der Berkshire HV gelesen habe (siehe Post #84), bin ich mir nicht mehr so sicher, was die Übernahme angeht. Deshalb habe ich mich - bis auf einen kleinen Rest - mittlerweile von meiner Postition wieder getrennt. Ich bin gespannt, was die nächsten zwei Monate in dieser Sache passieren wird. Ein wirkliche Vorstellung davon, was die Aktie tatsächlich Wert ist, hatte ich nie.

MfG J:)E
Hi unicum,

leider habe ich keinen Scanner und kann den längeren Bericht nicht ins board stellen.

Ich halte Deine Aussage betreffs Börse Online, nicht sehr gut recherchierte Beiträge, doch für so nicht zutreffend.
Börse Online recherchiert meiner Meinung nach gründlich
und ist bei weitem nicht so reißerisch und manipulativ wie andere Blätter, eher konservativ. Denke nur mal an die Enthüllungsgeschichte über comroad, damals, aufgedeckt und sehr gründlich und beharrlich recherchiert eben durch Börse Online.

Tatsache ist es, dass die Versicherungen nach dem 11. September 2001 ihre Risikoprämien ziemlich erhöht und manche Risiken sogar ganz ausgeschlossen haben. Die Versicherungen verdienen zur Zeit wieder glänzend, nicht unbedingt durch Neuabschlüsse sondern durch Prämienerhöhungen der bestehenden Verträge.


Gruß, Didi
Ob sich die "gut informierten" :laugh: Leser der tollen Magazine Börse Online und Focus Money gerade von ihren teuer gekauften Aktien verabschieden, nachdem sie gemerkt haben, dass die Artikel doch nicht ganz so gut recherchiert waren?

Eine Lizenz zum Gelddrucken ... wäre auch zu schön gewesen!

Zu BörseOnline/Comroad: Dass Schnabel ein unsolider Typ ist, war kritischen Analysten (davon gibts allerdings recht wenige) schon lange klar. Schnabel war zudem zu jeder Tageszeit telefonisch direkt erreichbar ... öfters auch zuhause mit umgeschalteten Telefon, emails wurden ohne Zeitverzögerung direkt von ihm beantwortet ... alles nett, nur für einen Konzern mit zeitweise Milliarden-Kapitalisierung doch recht ungewöhnlich, dass der Konzernchef nichts zu tun hat.

Trotzdem in diesem Fall nichts gegen die BöOn-Story, alle Achtung, dass jemand die Mißstände publik gemacht hat.


Nochmal kurz zur Köln.Rück: Abfindung halte ich weiterhin für möglich (auch ggf. deutlich über Börsenkurs) ... nur: die Berichte in den genannten Magazinen waren einfach aufreißerischer Schrott.
Sogar über der Mindestgrenze von 667,7 Mio Euro:


Montag, 14.07.2003, 19:38

General RE erhöht Anteil an Kölnische Rück

STAMFORD (dpa-AFX) - Der amerikanische Rückversicherer
General Re hat seinen Anteil an der Kölnische Rück erheblich
aufgestockt. General Re hat von der AXA Konzern AG
einen 49,9-prozentigen Anteil an einer in Luxemburg ansässigen
Joint-Venture-Firma übernommen, die 12,3 Millionen Aktien oder
58,9 Prozent der Kölnische Rückversicherungs- Gesellschaft AG
und rund 560 Millionen Euro Investments kontrolliert, wie die
General Re am Montag bekannt gab. Sie ist eine Tochterfirma der von dem amerikanischen Multimilliardär Warren Buffett
kontrollierten Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.

Der Anteil der General Re an der Kölnische Rück beträgt jetzt "fast 89 Prozent", erklärte eine Firmensprecherin auf Anfrage.
Berkshire Hathaway habe bereits die Mehrheit an dem Luxemburger Joint Venture gehalten.

Der Kauf der Beteiligung wurde im Rahmen einer im Dezember 1994 getroffenen Optionsvereinbarung vorgenommen. Diese
habe einen vorläufigen Kaufpreis von 700 Millionen Euro für die General-Re- Option zum Kauf der Axa-Konzern-Beteiligung
an dem Luxemburger Unternehmen vorgesehen. General Re besitze jetzt direkt 18,6 Millionen Aktien der Kölnische Rück.
General Re ist eine der weltgrößten Rückversicherungsfirmen./br/DP/fn

info@dpa-AFX.de

Gruß unicum
Hallo Joschka,

warum war der Artikel aufreißerischer Schrott???
Nun mal nicht ganz so schnell mit den jungen Pferden, lies mal das hier.

14.07.2003 - 19:37

General RE erhöht Anteil an Kölnische Rück

STAMFORD (dpa-AFX) - Der amerikanische Rückversicherer General Re hat seinen Anteil an der Kölnische Rück erheblich aufgestockt. General Re hat von der AXA Konzern AG

einen 49,9-prozentigen Anteil an einer in Luxemburg ansässigen Joint-Venture-Firma übernommen, die 12,3 Millionen Aktien oder 58,9 Prozent der Kölnische Rückversicherungs- Gesellschaft AG und rund 560 Millionen Euro Investments kontrolliert, wie die General Re am Montag bekannt gab. Sie ist eine Tochterfirma der von dem amerikanischen Multimilliardär Warren Buffett kontrollierten Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.

Der Anteil der General Re an der Kölnische Rück beträgt jetzt "fast 89 Prozent", erklärte eine Firmensprecherin auf Anfrage. Berkshire Hathaway habe bereits die Mehrheit an dem Luxemburger Joint Venture gehalten.

Der Kauf der Beteiligung wurde im Rahmen einer im Dezember 1994 getroffenen Optionsvereinbarung vorgenommen. Diese habe einen vorläufigen Kaufpreis von 700 Millionen Euro für die General-Re- Option zum Kauf der Axa-Konzern-Beteiligung an dem Luxemburger Unternehmen vorgesehen. General Re besitze jetzt direkt 18,6 Millionen Aktien der Kölnische Rück. General Re ist eine der weltgrößten Rückversicherungsfirmen./br/DP/fn
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Den gesamten Artikel im HTML-Format finden Sie hier.

Ein Service der OnVista Media GmbH

Homepage: http://www.onvista.de
News: http://news.onvista.de


Gruß, Didi
Der endgültige Kaufpreis ist immer noch nicht fixiert, dürfte der Tendenz nach aber insbesondere die Aktionäre der AXA KONZERN AG aufhorchen lassen. Wir rechnen mit einer endgültige Veröffentlichung bis spätestens Ende September.

Grüße

Peer Share
General Re expands interest in Cologne Re
2003-07-14 11:53:32 EST

NEW YORK, July 14 (Reuters) - General Re, a reinsurance company owned by Berkshire Hathaway Inc. , said on Monday it expanded its controlling interest in Cologne Re by purchasing shares from AXA Konzern AG for about 700 million euros.

A General Re spokeswoman said the company would control almost 89 percent of Cologne Re after the purchase.

Final adjustments to the purchase price are currently being calculated, General Re said.
@PeerShare

Mit Euren Vermutungen bzgl. Zeitrahmen der Kaufpreisveröffentlichung dürftet Ihr falsch liegen. Das Gutachten wird dem Vernehmen nach frühestens im November vorliegen.
#114
Hätten auch 20 Euro sein können, man bläht einfach die Rückstellungen auf und hat jeden gewünschten Verlust.

Der Vorstandsvors. ist "Kumpel" und Angestellter von W. Buffet, der zZ von der AXA konzern AG weitere Anteile an der Köln Rück kauft, s. WKN 841000.
Ziel: Preis drücken

2003/2004 garantiert mit Rekordergebnis

nizza


P.S. 841000 sind vielleicht interssanter als KR
@ all

Im Handelsblatt von heute ist die Einladung für die HV veröffentlicht (S. 32 oben links). Ein Squeezeout soll nicht beschlossen werden.

MfG J:)E
zu #116

sagt ich doch. Die Mistblättchen recherchieren einfach schlecht.

Auf mittlere Sicht wird es allerdings zu einem squeeze out
kommen. Die Konditionen sind allerdings noch ungewiss.
16.07.2003 - 11:22 Uhr
Kölnische Rück will in die Gewinnzone zurückkehren
Köln (vwd) - Die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG erwartet, nach zwei verlustreichen Jahren 2003 in die Gewinnzone zurückzukehren. Wie der Vorstandsvorsitzende Peter Lütke-Bornefeld am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz sagte, soll das Gesamtergebnis 2003 dank strikter Zeichnungspolitik in einem härteren Rückversicherungsmarkt deutlich positiv ausfallen. Die Schadenentwicklung des ersten Halbjahres sei günstig und die stillen Lasten in Aktien abgebaut worden. Wegen Flut- und Sturmschäden, Nachreservierungen für Vorjahre und rund 240 Mio EUR Belastungen aus Aktien entstand 2002 ein Konzernfehlbetrag von 238,6 (34,2) Mio EUR.

Die Assekuranz könne bei Zinsen von drei bis vier Prozent defizitäres Versicherungsgeschäft nicht mehr durch die Kapitalanlage subventionieren, sagte Lütke-Bornefeld. Ziel müsse eine Schaden- und Kostenquote von unter 100 Prozent sein. Die im Markt als GeneralCologne Re tätige Kölnische Rück habe diese Quote im ersten und voraussichtlich auch im zweiten Quartal 2003 auf 102 Prozent gedrückt. 2002 brachte jeder EUR Prämie fast 0,21 EUR Verlust. Erstversicherer fragten verstärkt nach Sicherheit und Bilanzstärke. Die General Cologne Re sei der wahrscheinlich einzige Rückversicherer, der von allen Agenturen mit "AAA" und "stabilem" Ausblick bewertet werde.

Trotzdem blieben die Raten und Konditionen in einzelnen Segmenten wie dem hohen Industriegeschäft und speziellen Katastrophenrisiken unzureichend, sagte Lütke-Bornefeld. In der Luft- und Raumfahrtversicherung bröckelten sogar die Preise. Die Kölnische Rück will nur noch transparente Risiken mit auskömmlichen Preisen einkaufen. Für das Schaden- und Unfallgeschäft rechnet Lütke-Bornefeld daher mit bis zu 15 Prozent weniger Bruttobeiträgen. Rund ein Drittel der Verträge sei für 2003 nicht verlängert worden. Die Beiträge der Sachsparte sanken 2002 um gut elf Prozent auf 1,86 Mrd EUR.

Die Personenrückversicherung, die 2002 wechselkursbedingt mit 2,14 Mrd EUR 4,6 Prozent weniger Prämie buchte, soll 2003 um fünf Prozent wachsen. Sofern die Kapitalmärkte nicht unter das Niveau des Jahresultimos 2002 rutschten, falle das Anlageergebnis 2003 zufriedenstellend aus, sagte Lütke-Bornefeld. In Renten habe man knapp 200 Mio EUR Reserven aufgebaut. Da die Kölnische Rück mit Zinserhöhungen rechne, sei im Zuge von Verkäufen mit Kurswertgewinnen die durchschnittliche Laufzeit um zwölf Monate verkürzt worden. Auf Aktien wurden im ersten Halbjahr 45 Mio EUR abgeschrieben. Die Aktienquote sank nach Unternehmensangaben auf aktuell unter sieben Prozent.

Die Kölnische Rück erzielte 2002 einen Verlust von 428 (529) Mio EUR im reinen Versicherungsgeschäft. Aufgrund vieler Schadennachmeldungen aus Jahren mit nicht auskömmlichen Margen musste die Reserven vor allem in den inzwischen eingestellten Sparten Kredit/Kaution und dem US-Arbeiterunfallgeschäft sowie für das europäische Haftpflicht- und das proportionale Sachgeschäft verstärkt werden. Lütke-Bornefeld zeigte sich überzeugt, im Gegensatz zu einigen Mitwerbern nun ausreichend reserviert zu sein. Die versicherungstechnischen Reserven beliefen sich in der Sach- und Unfallversicherung auf 297,3 (259,0) Prozent der Prämie.

Angesichts eines Defizits von 11,40 (1,73) EUR je Aktie streicht der zur US-Gesellschaft General Re Corp gehörende Versicherer (über 88 Prozent Beteiligung) seinen Aktionären zum zweiten Mal in Folge die Dividende. Lütke-Bornefeld bestätigte, dass die Mehrheitsaktionärin bei niedrigen Kursen Anteile hinzu erwirbt. Über ein Squeeze-Out werde jedoch erst nachgedacht, wenn die notwendige Beteiligungshöhe von 95 Prozent erreicht sei, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kölnischen Rück.


Squeeze Out wird kommen, aber wahrscheinlich wird es doch länger dauern !!!!
nun beginnt die Aktie doch zu bröckeln - vielleicht gibt es in ein paar Wochenwieder ein interessantes Einstiegsniveau.
bei 74-77 Euro liegt die nächste Unterstützung
Der Aufkauf der verbleibenden Stücke aus dem Streubesitz ist mühsam, lt. befreundeten Händlern sollen die heutigen Stücke jedoch aus dem Umfeld der CRe gekauft worden sein, macht über den Daumen gepeilt 0,1 % des Streubesitzes aus .... na ja vielleicht sind wir in 6 Monaten soweit.
:lick:
Ich gebe jedenfalls keine Stücke mehr her und hoffe auf einen halbwegs großzügigen W.B.
@lombardos

Die Aktie ist nicht zu schnell gestiegen. Es geht hier ja nicht um Fundamentaldaten, sondern um vielleicht über 100 € Abfindung. Ich denke mal, daß vielen langweilig geworden ist und sie ihr Geld lieber wieder in vermeindliche Verdoppler in den NM stecken oder sonstwo. Und verkauft erst der erste, verkauft der zweite...

Aus fundamentale Sicht ist die Wahrscheinlichkeit einer vernünftigen Abfindung eher noch höher geworden. Als man Allianz-Aktien für 38 Euro bekam, waren 100 € ein verdammt guter Kurs für die K-Re, aber mittlerweile kann man das schon wieder begründen (Buffet seinen Aktionären).

Gruß,

Marciavelli
Buffet hat "vorab" schon mal überwiesen:

...Wie der Versicherer weiter mitteilte, hat sich die Liquidität aufgrund von Verkäufen "deutlich" erhöht. So zahlte der US-Rückversicherer General Re auf den endgültigen Kaufpreis aus der Veräußerung des Anteils von 49,9 Prozent an einer Luxemburger Zwischenholding für die Beteiligung an der Kölnischen Rückversicherung vorab 700 Mio EUR. Davon seien 614 Mio EUR genutzt worden, um mehrere Darlehen zu tilgen, was das Verhältnis von
Fremdkapital zu Eigenkapital "signifikant" verringert habe.
Im Verhältnis zu Münchener und v.a. Hannover Rück ist die Kölnische m.E. aktuell zu teuer. Die 75 waren schon einen Schritt weiter gedacht (kann natürlich auch ganz anders kommen). Ist die Buffet Fantasie erst mal raus, sehe ich jedoch keine stützenden Faktoren mehr.
Das ist wie mit den Bier-Aktien: Holsten würde nicht mal bei 25 € stehen, wenn nicht jemanden den Laden übernehmen wollte. Sollte Buffet den Rest nicht haben wollen, hättest Du natürlich Recht. Ich gehe aber davon aus, daß er das doch will;) .
ich glaube auch, dass er den Rest will. Allerdings wird das noch sehr lange dauern, der Mann hat einen langen Atem. Auch ist die Frage, ob der Preis stimmt, das sammelt er doch lieber noch ein wenig über die Börse..
Bei der Kölnischen Rück heute ein wildes hin und her: Taxe für die 842202 in D zeitweise 71 zu 75, dann wieder Blockkauf 1500 Stück zu 79,5. Bei der 842200 siehts ähnlich aus.

Das Problem besteht darin, dass gleichzeitig

1) zu viele ahnungslose Spekulanten investiert sind (die auf Anraten minderwertiger Börsenblättchen zu Höchstkursen gekauft haben und nunmehr nervös werden)

2) der Großaktionär - zumindest bei starken Kursrückgängen - seine Bestände aufstockt

3) die Aktie kaum analysierbar ist, da die stillen Reserven/Lasten - und damit der Unternehmenswert - maßgeblich von externen Faktoren abhängen. Ein Zinsanstieg um 1% hat beispielsweise Abschreibungen von (wenn ich mich recht erinnere - genau stehts im aktuellen GB) über 200 (!) Mio. Euro zur Folge. Die derzeitige Zinsentwicklung verheißt also nichts gutes. Spätestens bei der nächsten größeren (Natur-)Katastrophe wäre die KölnRück gezwungen, eine Kapitalerhöhung durchzuführen.


Derzeit eignet sich die Aktie allenfalls zum zocken.
842200 aktuell (11:49 Uhr) in D 87 zu 89! Vermutlich ein Eingabefehler des Maklers. Falls nicht: Ausgezeichnete Verkaufsgelegenheit!
Cahnce vorbei ... Makler hat Taxe auf 77 zu 79 korrigiert.
Genau, Joschka. Die haben wider alle Vernunft die Aktienquote runtergefahren, jetzt steigen die Aktien aber wieder. Stattdessen setzen die zu Höchstkursen auf weiter sinkende Zinsen, wieder Pech gehabt. Ich frage mich, wo diese sicher hochbezahlten Spezialisten ausgebildet wurden !
@ all

geht morgen jemand zur HV? Ich kann leider nicht. Mich würde aber schon interessieren, was der Vorstand zum Thema Squeezeout sagt und vor allem wie.

MfG J:)E
Auf der HV wird´s keine konkreten Infos zum squeeze out geben, schon garnicht ein offizielles Abfindungsangebot(die Berichte der Börsenblättchen wie Börse Online und Focus Money werden sich als völliger Schmarrn entpuppen).

Längerfristig wird es zweifellos einen sq geben, wann und auf welchem Kursniveau wissen jedoch nur die Götter (bzw. Warren Buffet ;) ).
27.08.2003 - 17:14 Uhr
Kölnische Rück wieder mit mehr Eigenkapital
Köln (vwd) - Die GeneralCologne Re hat im ersten Halbjahr 2003 dank einer besseren Ertragslage, höherer Bewertungsreserven und dem Rückgang der Währungsrücklage das Eigenkapital der Gruppe um zehn Prozent auf 1,25 Mrd EUR gesteigert. Das geht aus dem Aktionärsbrief zum ersten Halbjahr hervor, den das besser als Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG bekannte Unternehmen am Mittwoch vorlegte. Danach fällt das versicherungstechnische Ergebnis zum 30. Juni trotz eines Verlustes von 25 Mio EUR besser aus. Vergleichszahlen enthält der Aktionärsbrief allerdings kaum, die Kölnische Rück veröffentlicht zum ersten Mal einen Halbjahresbericht nach US-GAAP.

Im Geschäftsjahr 2002 betrug der Verlust in der Versicherungstechnik 427,6 Mio EUR. Das laufende Kapitalanlageergebnis liegt nach Unternehmensangaben mit 160 Mio EUR im Rahmen der Erwartungen. In den ersten sechs Monaten wurden zudem per Saldo 70 Mio EUR Kursgewinne erzielt. Im gesamten Vorjahr waren 350 Mio EUR laufendes Ergebnis erwirtschaftet worden. Das außerordentliche Kapitalanlageergebnis machte 2002 insgesamt 162 Mio EUR Verlust. Die Aktienquote wurde den Angaben zufolge weiter auf rund sieben Prozent per Ende Juni abgebaut. Die Bewertungsreserven werden mit 200 Mio EUR vor Abzug latenter Steuern angegeben.

Stille Lasten infolge verschobener Abschreibungen auf Wertpapiere nach Paragraf 341 b HGB weise die Gruppe nicht auf, wird mitgeteilt. Unverändert schreibt der Rückversicherer Verluste im eigentlichen Versicherungsgeschäft, wenn auch mit einer kombinierten Schaden- und Kostenquote von 101,7 Prozent im ersten Halbjahr erheblich weniger. Im gesamten Vorjahr wurden je Euro Beitrag noch elf Cent Verlust gemacht. Im Schaden- und Unfallgeschäft, das im Zuge der Sanierung mit 880 Mio EUR zehn Prozent weniger Beiträge verbuchte, belief sich die so genannte Combined Ratio auf 104,2 Prozent.
+++ Monika Lier
vwd/27.8.2003/§lie/har/nas
Mittlerweile dürfte das Eigenkapital angesichts zwischenzeitlichen der Rentenmarktentwickung wieder deutlich reduziert sein.
Heute kommt einiges Material auf den Markt. Auf der Briefseite jeweils mehrere 1000 Aktien. Die HV scheint den Abfindungsspekulanten nicht besonders gefallen zu haben. :look:
Danke Joschka du hast rechtzeitig davor gewarnt, das Börse online und Focus Money Mist schreiben. Sonst hätte ich viel Geld verloren.
Mittlerweile ist auch der HV-Bericht bei GSC-Research erschienen ... leider teilweise fehlerhaft und schlampig!

Beispiel: Für das KölnRück-Paket der Axa sind vom Großaktionär eine Anzahlung i.H. von 114,70 Euro je Aktie geleistet worden .. und nicht, wie bei GSC behauptet, 68 Euro je Aktie.

Aktuell scheint sich der Kurs zu stabilisieren und eine Wende nach oben zu vollziehen, nachdem die uninformierten Spekulanten ihre Positionen abgebaut haben.
Allmählich nähern wir uns interessanteren Zeiten: Im November dürfte das endgültige Bewertungsgutachten erstellt werdem ... danach wird ein Angebot an die freien Aktionäre zunehmend realistisch.

Wie u.a. in der FTD zu lesen ist, wird General Cologne Re schon jetzt in GeRe umbenannt.

Seit einigen Tagen sind zunehmend Käufe - auch in größeren Blöcken (1000er) zu beobachten (möglicherweise kauft der Großaktionär).
#Joschka Schröder
Zustimmung. Die Anzahlung von Warren Buffet in Höhe von ca. 110 Euro je Aktie spricht eine deutliche Sprache. Schwer vorstellbar, dass AXA Konzern AG (WKN 841 000) davon einen Teil zurückzahlen soll.
Noch schwerer vorstellbar, dass die restlichen Aktionäre mit weniger abgefunden werden.

nizza
Kaufen.

Finanzministerium bestätigt: Regierung will Versicherer entlasten

BERLIN (dpa-AFX) - Das Bundesfinanzministerium hat bestätigt, dass die rot-grüne Bundesregierung die Versicherungswirtschaft entlasten will. Ein Bericht der "Financial Times Deutschland, wonach das 2001 eingeführte Halbeinkünfteverfahren rückwirkend zum 1.Januar 2003 wieder abschafft werden solle, sei "in der Tendenz richtig", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin der dpa-AFX./sit/sk

Quelle: DPA-AFX
Also, das ist ja fast schon zu eindeutig. Eigentlich spricht ja nun langsam gar nichts mehr dafür KEIN Angebot an die verbliebenen Aktionäre zu machen.

22.10.2003 - 16:03 Uhr
Neuer Markenauftritt für GeneralCologne Re - Name künftig Gen Re
Düsseldorf (vwd) - Die Kölnische Rückversicherungs-Gesellschaft AG und die General Re Corp, Stamford, ändern den Markennamen für ihr weltweites direktes Rückversicherungsgeschäft. Der Name "GeneralCologne Re" wurde in "Gen Re" umbenannt, wie die Unternehmen am Mittwoch bekannt gaben.
vwd/22.10.2003/hei/bb
Wie gehts weiter? Wann genau dürfte das Bewertungsgutachten fertiggestellt sein?
Das Bewertungsgutachten gibts voraussichtlich noch in diesem Monat.
Berkshire Hathaway hatte Ende September 26,95 Mrd. $
Cash und offensichtlich findet dies keine
Anlage.

In so einer Situation ist doch ein sqo fast zwingend,
außer Buffet meint 110€ +x sind zu teuer.
@ 138

Die von GSC genannten 68 EUR je KöRück für die Axa müßten ja so auf der HV gefallen sein. Das kommt aber nicht mit den bekannten Daten hin...
Nachtrag: Wenn man die Meldungen genauer durchgeht, wird deutlich, dass der Axa Konzern genau die genannten 68 EUR je Köln.Rück Aktie erhalten hat! Ca. 280 Mio. Eur der gezahlten 700 Mio. dürften auf die genannten anderen "Investments" entfallen, so dass für 6,15 Mio. Köln. Rück 420 Mio. Eur gezahlt wurden. Und da wären wir bei 68 Eur - wobei ich selbst ein deutlich höheres Kaufangebot erwarte!

STAMFORD (dpa-AFX) - Der amerikanische Rückversicherer General Re hat seinen Anteil an der Kölnische Rück erheblich aufgestockt. General Re hat von der AXA Konzern AG einen 49,9-prozentigen Anteil an einer in Luxemburg ansässigen Joint-Venture-Firma übernommen, die 12,3 Millionen Aktien oder 58,9 Prozent der Kölnische Rückversicherungs- Gesellschaft AG und rund 560 Millionen Euro Investments kontrolliert, wie die General Re am Montag bekannt gab. Sie ist eine Tochterfirma der von dem amerikanischen Multimilliardär Warren Buffett kontrollierten Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway.
"Nachtrag: Wenn man die Meldungen genauer durchgeht, wird deutlich, dass der Axa Konzern genau die genannten 68 EUR je Köln.Rück Aktie erhalten hat! "

Kann ich nicht nachvollziehen. Bitte Quellenangabe! Wie bereits in #138 erwähnt, ist die GSC-Angabe definitiv falsch!
@Joschka Schröder

Die Luxemburger Joint-Venture-Firma hat neben der Köln. Rück weitere Investments von ca. 560 Mio. EUR, so dass auf die von General Re gezahlten 700 Mio. EUR anteilig ca. 280 Mio. auf diese Investments entfallen und "nur" die restlichen ca. 420 Mio. auf die Köln-Rück-Aktien. Diese Investments müßten aus der Gründung dieser Gesellschaft stammen und wurden damals von der General Re eingebracht.

Quelle: http://de.biz.yahoo.com/030714/36/3jeh6.html
Jetzt hatte jemand Hunger bei der KRV und hat
die 1000 Stück im Ask bei 75 verspeißt.
Also nach langen Recherchen bin ich zum
Ergebnis gekommen, dass nicht mehr als 68 Euro pro Anteil
geboten wurden:

Also das JV hieß General Re-CKAG Reinsurance and Investment S.à r.l.(GK-CK) und der CKAG Zusatz wurde
mit GV vom 22.07.03 aus dem Namen gestrichen.

Dieses JV hält 12,3 Mio der Aktien
der KölnRück(KR), was 58,9% des Stammkapitals
der KR entspricht.

Zur Gründung des JV im Jahre 1994 wurden allein von der AXA Anteile an der KR eingebracht - und zwar 66,3% des
Stammkapitals der KR - die mit 1,377 Mrd. DM
bewertet wurden. Den selben Betrag brachte GenRE in Form
von Bargeld und Wertpapieren ein.
(Quelle: GB 2002 GenRE S.12 http://www.genre.com/sharedfile/pdf/GCR_AR2002-en.pdf )

Im übrigen ist die Einlage der GenRE auch
daran erkennbar, dass an die GenRE und die AXA von
dem JV jedes Jahr um die 28 Mio.Euro Dividente gezahlt wurde. (siehe GBs AXA)

Seit 1994 gab es folgende Kapitalmaßnahmen

KE 1995: 2:1 zu 740 DM
KE 1996: 8:1 zu 932 DM
Split 2000: 1:10

Um es zu vereinfachen geh ich in den folgenden
Berechnungen davon aus, dass
der Split schon 1994 erfolgte.

Von den Kapitalmaßnahmen hat das JV nur die 1995
mitgemacht. Somit hielt die KR bis zur KE 1996
66,3% des Stammkapitals.

Somit verringerte sich der Anteil an Bargeld und Wertpapieren um den Betrag der Kapitalmaßnahme 1995,
der auf den JV Anteil entfällt.

Dies waren 4,1 Mio Aktien also 303 Mio DM (4,1*74 DM)oder 164 Mio. Euro.

Auf die 4,1 Mio. Aktien kommt man wie folgt:

Die derzeitige Aktienanzahl der KR beträgt 20,9 Mio. Aktien.

Somit waren es vor der KE 1996 18,6 Mio. Aktien. (12,3/66,3*100)

Vor der KE 1996 waren es somit 12,4 Mio. Aktien.
(18,6*2/3)

Davon 66,3% sind 8,2 Mio. Aktien.
Somit hat das JV bei dieser KE 4,1 Mio. Aktien
zusätzlich erworben.

Diese wurden aus dem eingebrachten Bargeld der
GenRe bezahlt und somit verringerte sich dieses
auf 540 Mio. Euro.
Die GenRE erwähnt in ihre Presserklärung vom
14. Juli 2003 wenn auch mißverständlich 560 Mio. an Investments.
(Darunter befindet sich einen mit 8% verzinsten Kredit an
die KR mit LZ 30.12.04 über 243 Mio.Euro.)

Die Differenz von 20 Mio. können angelaufene
Zinserträge sein.

Somit sind die rund 700 Mio. die GenRE bezahlt
hat auf 6,13 Mio. Aktien und 280 Mio. Euro
Zinspapiere zu beziehen.
Und das wären dann die bereits hier genannten 68 Euro.
((700-280)/6,13 Mio.)

Des weiteren wird wohl kein höherer Betrag beim
Gutachten zu erwarten sein.
Muß sternenstaub leider zustimmen!

Bei den bisherigen Berechnungen sind die Assets des Luxemburger JV nicht berücksichtigt worden.

Die Angaben des Hauptaktionärs zur HV (68 € je Aktie), die von verschiedenen HV-Teilnehmern (sogar von Mitarbeitern eines an der Transaktion beteiligten Versicherungsunternehmens) als Übersetzungs- oder Interpretationsfehler bezeichnet worden sind, treffen also zu.

Die Kaufempfehlungen diverser Börsenblätter sind damit hinfällig.
Freunde der Kölner-Rück,

Nachdem hier Einigkeit über den bezahlten Preis(68€)herrscht, stellt sich nun nur die Frage, wieviel Mr. Buffet
im Falle eines squeeze-out den verbliebenen Aktionären
anbietet ? Sind es 20 % Aufschlag oder 30% oder gar nichts?
Wer hat dazu eine Meinung?

Jesse.Livermore
Also, für einen Squeeze-Out müßte Buffet erstmal 95% haben; da fehlen noch 7%. Ich kenne zwar jetzt adhoc nicht die ausstehende Aktienzahl, aber ich denke doch, daß es ihm nicht gelingt diese 7% an der Börse unauffällig einzusammeln.

Möchte er also den Rest haben, muß er aufkaufen oder den Restaktionären ein attraktives Angebot vorlegen. Ein höherer Wert würde sich rechtfertigen lassen, wenn die Branche an der Börse weiter steigt (wie die letzten 6 Monate) und sich die Geschäftslage verbessert.

Ich denke auch, daß Buffet persönlich die 68€ nicht unbedingt als "strategischen" Preis sah, sondern vermutlich als eher günstige Gelegenheit. Man bedenke, daß viele deutsche Konzerne ihre Beteiligungen vor wenigen Monaten für zu einem zu geringen Preis aus heutiger Sicht abgegeben haben.

Da der Kurs bei 68€ theoretisch erstmal abgesichert sein müßte, ist das Abwärtspotential wohl eher gering einzuschätzen (gerade nach dem letzten Kursrutsch). Allerdings kann man jetzt wohl nicht mehr mit der ganz schnellen Mark rechnen und das Börsen- und Bewertungsumfeld für Versicherer (und natürlich das operative Geschäft) werden für eine Spekulation mit Happy End wichtiger werden.
Anfügen möchte ich noch, daß das mal ein gutes Beispiel ist, wieder selbst mit spitzem Bleistift nachzurechnen und die Arbeit nicht nur den Börsenblättern oder Joschka, Sternenstaub, Goldmine u.a. zu überlassen ;) .
@Marciavelli
So ist es - kaufe auch nur, wenn ich solche "Tipps" selbst durch Eigenrechenche nachvollziehen kann!
Zu den 68 EUR: Bitte nicht vergessen, dass dies nur der vorläufig gezahlte Preis ist... es könnte also durchaus noch etwas mehr werden! (wenn auch keine 114 EUR!)
Bin gerade eingestiegen (auch wenn es ein marktenger Wert ist).

200 Mio Nettogewinn sind bei 20,925 Aktien ein Gewinn/Aktie von 9,56 Euro.

Übrigens Börse Online hat einen Gewinn von 3 Euro geschätzt....

Gruß

moneyholic

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Zwischenbericht der Kölnischen Rückversicherungs-

Gesellschaft AG

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Zwischenbericht der Kölnischen Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Deutliche Ergebnissteigerung in 2003 infolge verbesserter
versicherungstechnischer Ergebnisse und eines höheren Ergebnisbeitrages aus
Kapitalanlagen. Ausblick für 2004 optimistisch.

Die Kölnische Rück wird ihre Hauptversammlung am 27. August 2004 abhalten. In

einem Aktionärsbrief wird heute ein vorläufiger Ergebnisausblick auf 2003
gegeben, der für die Kölnische Rück Gruppe auf US GAAP basiert.
Die Gesellschaft erwartet für 2003 einen Jahresüberschuss von rund 340 Mio. EUR
vor Steuern und rund 200 Mio. EUR nach Steuern nach einem Verlust von knapp 240
Mio. EUR im Vorjahr. Zu dieser positiven Ergebnisentwicklung haben sowohl eine
deutliche Verbesserung der versicherungstechnischen Ergebnisse wie auch ein
gestiegener Ergebnisbeitrag aus Kapitalanlagen beigetragen.
Die Ergebnisse des versicherungstechnischen Geschäftes haben sich im Vergleich
zum Vorjahr deutlich verbessert. In der Schaden- und Unfallversicherung war das
Ergebnis des in 2003 von der Gesellschaft gezeichneten Geschäftes leicht
positiv. Der Geschäftsverlauf in der Lebens- und Krankenversicherung war sehr
zufriedenstellend. Das versicherungstechnische Ergebnis war positiv.
Der Ergebnisbeitrag aus Kapitalanlagen ist insbesondere infolge von niedrigeren
Abschreibungen auf Aktien und deutlich höheren realisierten Kursgewinnen
angestiegen. Zum Jahresende hat die Gesellschaft keine stillen Lasten auf Aktien
mehr.
Das bilanzielle Eigenkapital der Kölnischen Rück Gruppe wird insbesondere
infolge des erwarteten Jahresüberschusses von 200 Mio. EUR um etwa 10 % steigen.
Im Rahmen der Erneuerung 2004 wurde die ertragsorientierte Zeichnungspolitik
fortgesetzt. Für 2004 erwartet wird ein zufriedenstellendes Ergebnis erwartet.


Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 23.04.2004
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WKN: 842200; ISIN: DE0008422007; Index:
Notiert: Amtlicher Markt in Düsseldorf und Frankfurt (General Standard)


Autor: import DGAP.DE (© DGAP),17:30 23.04.2004
..und 2004 auch optimistisch, ähnlich wie Hann. Rück konnte man sich wohl mit Mehrjahresverträgen hohe Einnahmen sichern.
squeeze out wird wahrscheinlicher.
nizza
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