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Infineon Aktionäre proben den Aufstand - 500 Beiträge pro Seite



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Aufstand der Infineon-Aktionäre

Die Aktionäre haben angesichts jahrelanger Verluste dem Infineon-Vorstand wegen seines üppigen Aktienoptions-Programms "Selbstbedienung" vorgeworfen. "Das ist grob instinktlos", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) auf der Hauptversammlung in München.

Bei Infineon müsse der Aktienkurs über sieben Jahre aber nur um insgesamt 5 Prozent steigen, damit der Vorstand in den Genuss der Optionen komme. Dies sei eine einzigartig niedrige Ausübungshürde. Auch die Fondsgesellschaft Union Investment und Kleinaktionäre bescheinigten dem Vorstand "eine gewisse Selbstbedienung".

Aufsichtsrats-Chef Max Dietrich Kley verteidigte das Optionsprogramm. "Der Vorstand hat außerordentliches geleistet", sagte er. Die Verringerung von Verlusten in schwierigen Zeiten sei auch eine unternehmerische Leistung, sagte Kley auf der Hauptversammlung.

Das gesamte Vergütungssystem für die Führungskräfte werde aber derzeit auch mit Hilfe externer Beratung auf den Prüfstand gestellt. Trotz der Kritik wurden Vorstand und Aufsichtsrat mit nur wenigen Gegenstimmen entlastet. Bei der Entlastung des Aufsichtsrates enthielten sich aber mehr als 11 Prozent, was bei Hauptversammlungen sehr ungewöhnlich ist. Infineon hatte in den vergangenen drei Jahren drastische Verluste gemacht.

Angesichts dieser Ertragslage ist die Vergabe von 750.000 Optionen an den Vorstand nach Einschätzung vieler Aktionäre verwerflich. "Man holt etwas aus dem Unternehmen heraus und hofft, dass die Aktionäre das schweigend dulden", sagte Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK) vor rund 2600 Aktionären. Der Vorstand solle nur von solchen Programmen profitieren, wenn sich der Gewinn erhöhe und die Aktie deutlich zulege.

Infineon-Chef Ulrich Schumacher sagte: "Ich weiß, dass unsere Anteilseigner einige Enttäuschungen verkraften mussten." Die bisher schwerste Halbleiter-Krise sei aber mittlerweile überwunden. Daher kündigte er für 2003/04 wieder schwarze Zahlen an.
Hallo,

ich rege mich über solche Vorstände garnicht auf, weil ich mir solche Aktien garnicht ins Depot lege.
Bzw. wenn ich doch welche habe nach solchen Entscheidungen sofort verkaufe.

Warum soll ich in ein Unternehmen investieren welches gegen mich arbeitet.

Viele Grüße CaptCook


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