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Frage an Jäger, Sammler, Förster und Biologen - 500 Beiträge pro Seite



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Beim Durchforsten abwegigem Geländes bin ich auf eine Knochensammlung gestoßen, die uns einigermaßen Rätsel aufgibt. Es handelt sich um ein großes Schulterblatt mit Einschussloch (auf der Unterseite hat der Knochen ein von oben bis unten rechtwinklig zur Fläche abstehendes Knochenteil). Darüber hinaus einen großen Röhrenknochen (ca. 35 cm) sowie einen Röhrenknochen, bei dem Elle und Speiche (oder Schien- und Wadenbein) miteinander verwachsen sind. Am unteren Ende gibt es so eine Art Fersenknochen (?).

In der Fundortnähe war ein vergammelter Lagerplatz mit alten Patronendosen und dergleichen. Offenbar die Hinterlassenschaften eines Wilderers (gibt es öfter bei uns in der Gegend). Ein Jäger würde wohl kaum seinen Müll im Wald zurücklassen.

Folgende Fragen werfen sich jetzt auf:

1. Um welches Tier könnte es sich handeln? Wildschwein und Reh dürften viel kleinere Knochen haben....Ein Bekannter tippte auf Rind, daber das dürfte sich wohl kaum ins Unterholz weitab der Weiden verirrt haben.

2. Wieso nimmt jemand, der ein so großes Tier erlegt, die Teile nicht mit, sondern lässt sie im Wald liegen? Ist das logisch? Selbst Leuten, denen es u. U. nur um das Geweih geht, lassen doch nicht das wertvolle Fleisch im Wald vergammeln, oder doch?

3. Trotz Stöberns im Internet habe ich keine Seiten gefunden, auf denen man anschaulich und in akzeptabler Größe Sklelettabbildungen von Wildtieren sehen konnte. Kennt jemand Seiten, die Knochen präzise abbilden? Ich hätte da noch mehr Knochen, die bisher den Arbeitstitel "Dino" tragen ;-).

Danke vorab
LM
Kurzes,breites Schulterblatt und Röhrenknochen: Wildschwein.
Schmales Schulterblatt, lange Elle + Speiche: Reh, Rotwild.

Beschreib doch mal den Kiefer....:)
der ist immer eindeutig.
Da es sich um abwegige Pfade handelt, denke ich dass es ein Freigeldfanatiker war, der sich selbständig gemacht hatte und bereits bevor er die Gewerbeberechtigung erhalten hatte pleite gegangen ist. Die viele alten Patronendosen deuten auf einen besonders spektakulären Selbstmord hin, die bereits stark vorangeschrittene Mumifizierung würde die These ebenso bestätigen, weil Freigeldfanatiker in der Regel niemanden abgehen.

Da das Einschussloch im Schulterblatt ist sind aber auch noch andere Varianten denkbar:
+ die Überreste eines sturzbetrunktenen Biatlethen der beim stehend schießen das Sportgerät verkehrt rum hielt
+ ein Unfall bei Wehrportübungen der NPD/DVU, das abstehende Teil deutet auf eine ultimative historische Grußform hin
+ es ist kein Einschußloch, sondern ein PISA-Schüler versuchte beim Schulausflug mittel Stabreibung Feuer zu entfachen. Die restlichen Knochen sind vom PISA-Schüler, das Schulterblatt tierischen Ursprungs.

Ich hoffe mit meinen Hinweisen zu einer erhellenden Verdunkelung beigetragen zu haben

SG, ^/
Danke für die Hinweise. Leider war ein Kieferknochen nicht dabei. Für ein Wildschwein und ein Reh sind die Röhrenknochen eindeutig zu lang. Mmh. Von der Größe her würde ein Rind schon passen, aber was hat das zum Teufel im Gestrüpp zu suchen?

PrinzValium
Auf Selbstmord bin ich noch gar nicht gekommen. Allerdings bin ich auch der Ansicht, dass die Knochengröße am besten zu Menschen passen würde, ganz im Ernst. Lediglich die Tatsache, dass Schien- und Wadenbein zusammengewachsen sind, ließ mich da bisher unsicher.

Vielleicht ist das Ganze ein Fall für den Fernsehklassiker XY ("Du, ich glaub, do isch a Hand").

Falls keine weiteren Ideen eintrudeln, werde ich den Kram wohl mal in eine Plastiktüte packen und bei der Gerichtsmedizin vorbeibringen. Erst vor kurzem sagte ich zu einer Bekannten: "Du, wenn ich mal in die Situation käme, eine Leiche heimlich entsorgen zu müssen, so würde ich es genau in DIESEM Wäldchen machen". Da geht nämlich nie einer rein, so abseitig liegt das und so dicht ist es. Und kaum geht man dann doch mal rein, findet man einen Haufen gruseligen Ichweißnichtwas.

LM
Mmh. Gibt es denn hier nicht wenigstens einen anatomisch geschulten Menschen? Nicht einen Börsianer, der am Wochenende auf die Jagd geht und sich ein bisschen mit den Sitten und Gebräuchen des Halalis mit anschließender waidmannstypischer Resteverwertung auskennt?


LM
die Leiche wurde also geköpft....

das macht die Aufklärungsarbeit nicht unbedingt einfacher...:(:rolleyes:
Wahrscheinlich ein Auerochse.

Möglich, dass er aus einem Gehege entwischen konnte.

Vielleicht wurde er angeschossen aber nicht gefunden.
Wohlmöglich war es auch ein Yeti oder Reinhold Meßner höchstpersönlich! :eek:
Fra Diabolo

Nee, geköpft wohl eher nicht. Warum lägen sonst die Patronenverpackungen da rum? Man sieht auch im Schulterblatt einen Einschuss.

Aber das mit dem Yeti wäre eine Überlegung wert. Muss ich wohl noch mal hin und Gipsabdrücke von den Fußspuren machen. Sonst glaubt mir das ja kein Mensch. Nee, wat mir immer für Sachen passieren...

LM
Masupilami? Ist das Euer Familienname? ;-)

Oder eine Dinosaurierart? Oder vielleicht eine Art Indianerstamm?

LM
Nun, Mylady, ich bezweifle doch dass Ihnen das Werk von Andre Franquin nicht kenntlich ist.
Das Marsupilami wird nebst der ursprünglichen Bedeutung aufgrund seines langen Schweifs ja auch manchmal als Schwerzwort verwendet für Menschen (reichlich überdurchschnittlichen) männlichen Geschlechts.

Falls das Opfer somit ein Marsupilami gewesen sein soll, so können wir davon ausgehen dass der/die mutmaßliche Täter(in) nicht von besonders liebreizendem Äußeren war, sonst hätte die dann ebenso wahrscheinliche Erektion die Aggressorin über das Maß bloßer Kampfunfähigkeit hinaus böse zugerichtet, auch auf eine Distanz von mehreren Metern.
Da bin ich aber froh, dass ich den Schauplatz erst betreten habe, nachdem das Ungetüm bereits das Zeitliche gesegnet hat. Uff.

Ansonsten gilt: ich lese nur Lore-Romane ;-).

LM
Ich kann leider nichts zu der Identifikation jener Knochen beitragen,
denn entgegen den Einschätzungen des Prinzen, stellen sich mir
auch bei höheren Geschwindigkeiten i.d.R. weder gehörnte noch hornfreie Gesellen in den Weg,
ich pflege auch nicht auf Lebewesen zu schießen und ich verfüge leider Gottes
über keine ausgeprägte Sachkentnis von Skeletten.

Sorry:( -
was ich aber tun kann, ist den Thread noch mal hoch holen -
was hiermit erledigt wurde.:D

KD
Prinz,
ihr schweift ab!

Es war von Knochen die Rede.
Und da das Marsupilami weder über einen os penis -wie z.B. der Bär- verfügte (was allein durch die überaus praktische, zusammenrollbare Transportform des Schweifes belegt ist), noch über vorsintflutliches, biegsames Knorpelgewebe- ein Faktum, welches das Fundstück gleich in kohlrabenschwarze Zeiten zurückdatieren müsste- ist es sicherlich erwiesen, dass es sich hier nicht um ein Marsupilami handeln dürfte.
Auch wenn manchmal Männern wie Frauen der Gedanke daran gefallen dürfte; wir werden uns damit abfinden müssen, dass es sich um ein neuzeitliches Wildbret handelt.Und <wild> ist ja auch schon mal was, oder?!
Vielen Dank für die durchaus erkenntnisträchtigen Beiträge, besonders aber dem Chevalier für die Zurverfügungstellung von Fotos aus dem Familienalbum.

Also die Schulterblätter sind leider etwas unscharf dargestellt, doch einen anderen Knochen konnte ich bereits identifizieren: ein Unterschenkel vom rechten Skelett. Dafür passt aber der andere Röhrenknochen nicht dazu. Ohne das Ganze hier zu veralbern, aber langsam habe ich den Eindruck, auf so eine Art Elefantenfriedhof gestoßen zu sein. Oder sowas wie Neandertaler. Die Frage, die mich umtreibt: gehört der Fund ins Museum? Wer weiß: vielleicht bin ich ja auf sowas wie die "Himmelsscheibe von Nebra" auf biologisch gestoßen....Tststs. Meine nächste Anschaffung wird ein Metalldetektor sein. Das macht bestimmt mehr Spaß als dieses Knochenthema.

LM
Madame
Womöglich Kannibalen:confused::eek:

Da fällt mir ein...

Fressen zwei Kannibalen einen Clown, da meint der eine:
``Der schmeckt aber komisch!``

:rolleyes:


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