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Anleihen der Photon Power AG - Geld der Anleger in Gefahr? - Beliebteste Beiträge


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Photon Power AG insolvent
Hier gibt es die Information über die Insolvenz der Photon Power AG:

www.insolvenzbekanntmachungen.de/cgi-bin/bl_suche.pl

Das steht da:

Amtsgericht Aachen, Aktenzeichen: 92 IN 299/15

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen

der im Handelsregister des Amtsgerichts Aachen unter HRB 16441 eingetragenen PHOTON Power AG, Avantisallee 80, 52072 Aachen, gesetzlich vertreten durch den Vorstand Michael Pohl, Avantisallee 80, 52072 Aachen und Ralf Heuser, Avantisallee 80, 52072 Aachen



Geschäftszweig: Erzeugung von Elektrizität durch regenerative Ressourcen u.a.



ist am 22.12.2015, um 13:17 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Dr. Claus-Peter Kruth, Theaterstr. 30-32, 52062 Aachen bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).

92 IN 299/15
Amtsgericht Aachen, 22.12.2015
Ich bin selbst kein Anleger der Photon Power AG, würde aber zu Folgendem raten:

1. Fragen Sie sich, warum Frau Kreutzmann Rundbriefe schreibt und nicht der Vorstand der Photon Power AG? Hat Frau Kreutzmann überhaupt eine Funktion bei der Photon Power AG (Vorstand? Aufsichtsrat?). Falls sein, sollten Sie sich fragen, welche Motive Frau Kreutzmann hat. Daher würde ich dringend empfehlen, den Vorstand der Photon Power AG, Herrn Ralf Heuser, zu kontaktieren und diesen zu fragen (möglichst schriftlich), wie es zu der Lage kommen konnte und was er von den Vorschlägen von Frau Kreutzmann hält. Ebenso können Sie dies den zweiten Vorstand der Photon Power AG fragen. Auch eine Kontaktaufnahme mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter ist sinnvoll. Sammeln Sie einige Stellungnahmen, um sich ein abschließendes Bild zu verschaffen. Verlassen Sie sich keinesfalls nur auf eine Sicht der Dinge. Diese Sicht kann von Eigeninteressen geprägt sein. Falls Sie selbst diese Fragen nicht stellen wollen, wenden Sie sich telefonisch oder per Email z.B. an die Aachener Zeitung, die Aachener Nachrichten oder Lokalzeit Aachen des WDR und schildern Sie dort die Situation. Ich denke, da auch Aachener Geldanleger betroffen sein könnten, würden diese das Thema dann sauber recherchieren und Sie lesen bzw. sehen dann Hintergründe in den Medien. Dadurch könnten Sie wichtige Informationen erlangen. Klar ist aber auch, dass Medien nur dann tätig werden, wenn man als Betroffener auf sie zugeht. Sie selbst können, wenn Sie dies den Medien sagen, in der Berichterstattung in aller Regel anonym bleiben. Das kann man mit den Medien besprechen.

2. Kürzlich wurde eine neue Gesellschaft gegründet mit 25.000 Euro Startkapital. Geschäftsführerin Annegret Kreutzmann: http://peoplecheck.de/handelsregister/BR-HRB_28271_P-120942
Warum wurde dieses Geld zur Gründung einer neuen Gesellschaft verwendet und nicht zur Rückzahlung der Schulden der Photon Power AG?

3. Sofern Geld der Photon Power AG an andere Gesellschaften der Photon-Gruppe gezahlt wurde: stand diese Möglichkeit im Anlegerprospekt? Hat der damalige Aufsichtsrat der Photon Power AG hier seine Pflichten erfüllt? Ich würde Ihnen dringend empfehlen, dies durch einen Anwalt prüfen zu lassen und Ihren Anwalt zu fragen, ob es sinnvoll sein kann, hier rechtlich vorzugehen. Evtl. kommt ja eine Haftung der damals tätigen Organe in Betracht. Dies ist aber hier nur eine Mutmaßung und heißt noch nicht, dass die damals tätigen sich irgend etwas zu Schulden haben kommen lassen. Aber es wäre zu prüfen.

Insgesamt gilt in solchen Fällen: je mehr Öffentlichkeit Sie schaffen, desto mehr wird recherchiert, desto mehr Hintergründe kommen ans Licht. Selbst alleine werden Sie es nur schwer schaffen, diese Infos zu recherchieren. Daher: Medien kontaktieren. Neben den Lokalmedien könnten auch z.B. Wirtschaftswoche, Süddeutsche oder FAZ an solchen Themen Interesse haben. Oder das Medienmagazin ZAPP - schließlich ist ja indirekt eine Zeitschrift irgendwie beteiligt. Diese berichten immer mal wieder solche Themen. Wichtig dabei: Sie müssen wahrscheinlich mehrere Medien anrufen, bis einer berichtet. Ich wünsche Ihnen hierbei viel Geduld und auch Erfolg. Gut möglich, dass wir bald noch manches erfahren, was bislang nicht bekannt war - und was Ihnen als Anleger nutzt, um Ihre Ansprüche durchzusetzen. Die Alternative ist, dass das Thema versandet, Gelder halt einfach verloren gehen und sich niemand darum kümmert, zu recherchieren. Denken Sie an den Fall Prokon: wahrscheinlich nur, weil die Medien viel recherchiert und berichtet haben, kam Vieles ans Licht.
Photon Power - spannend wie ein Krimi?
Da mittlerweile unter anderem auch einige Rechtsanwaltsbüros auf die Angelegenheit aufmerksam geworden sind und sie offensichtlich verfolgen und kommentieren, hier ein paar Hintergrundinfos; auch für sonstige Interessierte und Presseleute etc.:

Zum einen der tolle Flyer, der zeigt, was die Anleger eigentlich wollten:
http://www.photon.info/upload/flyer_photon_power_12_2010_651.pdf

Sowie dasselbe kurz in Englisch:
http://www.photon.info/photon_pp_start_en.photon?ActiveID=5931

Dies sind die Informationen, die wir bislang so erhielten darüber, was mit dem von uns gegebenen Geld geschah:
www.photon.info/photon_pp_start.photon

Die Anleihen konnten nur von Abonnenten der Zeitschrift "Photon" gezeichnet werden. Diese ist laut Wikipedia 1996 gegründet worden. Herausgeber war Philippe Welter und Chefredakteurin Anne(gret) Kreutzmann. Später wurde aus der Zeitschrift eine ganze Anzahl Firmen, Photon Laboratory, Photon Europe, Photon Consulting,
Photon Holding etc. Z.B.:
http://www.photon.info/photon_site_consulting_en.photon?ActiveID=1116
http://www.photon.info/photon_laboratory_en.photon?ActiveID=1117
Wobei ich, ehrlich gesagt, den Überblick etwas verliere über die jeweiligen Geschäftsformen und Gruppen und wie sie zueinander stehen, GmbHs, AGs, Tochter- und Muttergesellschaften mit im Wesentlichen denselben Hauptakteuren.

Und dann 2011 halt die Photon Power AG.

In den letzten Jahren sind die ganzen Firmen dann mehr oder weniger schnell pleite geworden. Das muss ziemlich dreckig abgelaufen sein, wie man aus den Beiträgen der Site PhotonWatchBlog ersieht:
http://photonwatch.blogspot.de/
Da scheinen einige Menschen sehr verbittert zu sein und erzählen böse Geschichten; wie wahr sie im Einzelnen sind, kann ich nicht beurteilen.

Zur Person von Annegret bzw. Anne Kreutzmann lässt sich leicht googlen. Sie soll Bio und Physik studiert haben, war mal bei Greenpeace und hat die Zeitschrift "Photon" gegründet, dafür den Umweltmedienpreis 2007 in der Kategorie Printmedien bekommen:

http://www.duh.de/ump_2007.html

2011 wurden dann die ersten schönen Solarfelder der Power AG eingeweiht und, ebenso wie das eindrucksvolle Labor, in einer großen Veranstaltung den Zeichnern der Anleihe gezeigt und erklärt:
http://www.photon.info/photon_pp_Die_Anlagen.photon

Sie haben dann ja auch Super-Erträge geliefert:
http://www.photon.info/photon_pp_Ertraege.photon?ActiveID=2068

http://www.photon.info/photon_pp_start.photon?ActiveID=5222

Allerdings fällt auf, dass viele Einträge auf der Photon Power AG Info Site mehr oder weniger früh abbrechen und nicht weiter aktualisiert worden sind.

Dennoch kam für uns die mail von Anne Kreutzmann am 8.11.2015 völlig überraschend. Darin schreibt sie u.a.:


"Wie sie vermutlich wissen, ist die PHOTON-Gruppe im Zuge der Solarkrise durch eine schwere Zeit gegangen. Viele Mitarbeiter mussten entlassen werden, einige Tochtergesellschaften sind in die Insolvenz gegangen. Trotzdem ist es uns gelungen, die wichtigsten Strukturen zu erhalten und mit Auffanggesellschaften die Geschäfte fortzuführen. Bei der PHOTON Power AG waren derartige Maßnahmen aber nicht erforderlich. Wie Sie selbst wissen, sind Berichte und Unterlagen nie beanstandet worden, alle Zahlungen an die Anteilseigner wurden pünktlich geleistet.

Ich kann deshalb keinen vernünftigen Grund dafür erkennen, dass Mitte Oktober der Insolvenzverwalter der Muttergesellschaft PHOTON Holding GmbH, Rechtsanwalt Andreas Schmitz aus Aachen, bei der PHOTON Power AG einen neuen Aufsichtsrat und einen neuen Vorstandsvorsitzenden installierte. Mehr noch: Die Art und Weise des Vorgehens ist alarmierend. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Ralf Heuser wurde zum nicht eigenentscheidungsbefugten Nebenvorstand degradiert, Philippe Welter wurde als Aufsichtsratsvorsitzender und ich selbst als Aufsichtsrat abgesetzt. ...

Trotzdem kann der neue Vorstand mit Rückendeckung des neuen Aufsichtrats jetzt Fakten schaffen. Wir befürchten, dass ebendies auch der eigentliche Grund für das Vorgehen ist und dass hieraus erhebliche negative Konsequenzen für die Anleihezeichner entstehen können."

Sie fordert dann die Anleihezeichner/Anzeilseigner auf, sich anwaltlich zu angagieren, dass ihre Interessen gewahrt werden.

Darauf entstand dann der vorliegende Diskussionsstrang hier in der Wallstreet Online.

Die wichtigste Information dabei war m.E. der Hinweis, dass aus dem Unternehmensregister

https://www.unternehmensregister.de/ureg/result.html;jsessionid=A86C7AB11C739019889AEAE5D97222BA.web01-1

ersichtlich ist, dass zwischen 31.12.2012 und 31.12.2013 ein "nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" von fast 4 1/2 Millionen Euro entstanden ist.

Wir haben dann, wie andere in diesem Diskussionsforum, gerätselt, was das zu bedeuten hat. Es ist bislang nur eine Vermutung, dass diese 4 1/2 Millionen dieselben sind, von denen Anne Kreutzmann in ihrer mail vom 19.12.2015 spricht:

"Die PHOTON Power AG selbst hat eine Forderung von rund 4 Millionen Euro gegen die Holding, ist also selbst Gläubiger. Altvorstand Heuser hatte diese Forderung nicht zur Tabelle angemeldet, weil ohnehin keine Aussicht bestand, von der insolventen Holding hiervon irgendeinen spürbaren Betrag zurück zu erhalten. Die Forderung wurde jetzt aber vor wenigen Tagen von dem neuen Vorstand auf bestreben des Insolvenzverwalter Schmitz angemeldet und muss jetzt von mir berücksichtigt werden. Damit dies die Beendigung des Verfahrens nach Paragraph 213 (Einigung mit allen Gläubigern) nicht kaputt macht, habe ich folgenden Vorschlag: Es findet sich ein Käufer für diese Forderung, der bereit ist, mindestens 10 Prozent des Nennwertes zu zahlen. Das ist jetzt nicht so absurd, wie es sich auf den ersten Blick anhören mag. Die Forderung steht derzeit in den Büchern der PHOTON Power AG mit Null Euro -
weil in
einem normalen Insolvenzverfahren kaum eine nennenswerte Befriedigung des Forderung zu erwarten wäre. Wenn die Holding aus der Insolvenz kommt, wäre die Forderung sofort wieder werthaltig. Es ist zwar unklar, ob, wann und in welcher Höhe diese Forderung beglichen wird, aber bei einer nicht insolventen Holding sind mit Sicherheit Zahlungen zu erwarten. ...

Also noch mal: Wer bereit ist, diese Forderung ganz oder teilweise zu zehn Prozent des Nennwertes zu kaufen, also für rund 400.000 Euro, melde sich bitte umgehend bei mir. Der Kaufvertrag würde erst nach Beendigung der Holding-Insolvenz in Kraft treten und wäre nichtig, wenn die Insolvenz nicht beendet wird. ..."

Außerdem ersieht man dem Anhang zur Bilanz 2013 im Unternehmensregister, dass es gut 7,7 Millionen in Anleihen gibt, und dazu noch gut 5,4 Millionen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Da sind 4,49 Millionen, die man mal einfach so der Holding schenkt, kein vernachlässigbarer Pappenstil.

Was ist da geschehen ist und wer ist dafür verantwortlich?

Ich halte "Photonopfer"s Idee, über diese Site in Kontakt zu bleiben, für gut. Und falls sich wer von der Presse dafür interessiert, etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen, wäre es mir auch sehr recht, ebenso wie Erläuterungen, was jetzt sinnvoll zu tun ist. Erst mal abwarten?
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.410.079 von KleinNemo am 04.01.16 21:45:50
Wer hat welche Motive?
Es wundert sehr, dass Frau Kreutzmann nun fragt, ob jemand 400.000 Euro hat. Denn:

Photon Power hat die Forderung von 4 Mio. Euro an die Photon Holding anfangs nicht anmelden wollen, weil diese nicht werthaltig sei. Jetzt auf einmal soll diese Forderung 400.000 Euro wert sein? Komisch, komisch...

Die Photon Holding würde, sofern deren Insolvenzverfahren abgeschlossen wäre, wieder Zahlungen leisten können.... woher soll die Photon Holding denn Einnahmen erzielen? Denn:
Kürzlich wurde eine neue Gesellschaft gegründet mit 25.000 Euro Startkapital. Geschäftsführerin Annegret Kreutzmann: http://peoplecheck.de/handelsregister/BR-HRB_28271_P-120942
Warum wurde dieses Geld zur Gründung einer neuen Gesellschaft verwendet und nicht als Teil der gesuchten 400.000 Euro? Da sollen andere Leute Geld geben zur Rettung der Photon Holding, aber irgendwelche Leute gründen eine neue Photon? Diese hat zum Zweck "Die Herstellung und Publizierung von Druck- sowie Onlineerzeugnissen, insbesondere von Fachmagazinen für die Solarbranche". Sitz ist nicht in Aachen, sondern in Potsdam. Gehört diese Gesellschaft zur Photon Holding? Ich sehe keinen Hinweis darauf. Wenn nicht, wird sie wahrscheinlich kein Geld an die Photon Holding zahlen. Und aus welchen Geschäftsbereichen wenn nicht aus dem Verlegen von Zeitschriften soll Geld verdient werden, welches dann an die Holding fließt und mit der die 400.000 Euro zurückgezahlt werden können?

Ich frage mich, welche Motive hinter der vermeintlichen Rettung der Photon Holding stehen, für die halt andere Leute 400.000 Euro aufbringen sollen. Würde damit irgendwie die Photon Power gerettet? Ich sehe dafür keine Anzeichen.

Warum ruft Frau Kreutzmann nicht dazu auf, Geld für einen Anwalt zu sammeln, der gegen die Verantwortlichen der Photon Power, deren Vorstand und Aufsichtsrat vorgeht? Sind das evtl. Personen, die mit Frau Kreutzmann irgendwie verbunden sind? Warum soll gegen den vorläufigen Insolvenzverwalter vorgegangen werden (der ja nur seinen Job macht) und nicht gegen diejenigen, welche für die drohende Zahlungsunfähigkeit verantwortlich sind? Schon vor mehreren Jahren gab es Ungereimtheiten, komische Zahlungen der Photon Power an die Photon Publishing:
http://www.pv-magazine.de/downloads/interview-ralf-heuser-vorstand-der-photon-power-ag/?L=1


Warum schreibt Frau Kreutzmann Rundbriefe zur Photon Power und nicht der Vorstand der Photon Power AG - immerhin ist dort auch Herr Heuser dabei, welcher lt. Anleiheprospekt Gesellschafter der Photon Holding ist/war? Hat Frau Kreutzmann überhaupt eine Funktion bei der Photon Power AG (Vorstand? Aufsichtsrat?). Falls sein, sollten Sie sich fragen, welche Motive Frau Kreutzmann hat.

Frau Kreutzmann ist Geschäftsführerin einer neuen Gesellschaft aus Potsdam, die Solar-Medien herausgibt. Diese Gesellschaft heißt Photon International GmbH. Wo liegen die Namensrechte, darf diese Gesellschaft überhaupt den Namen Photon verwenden oder braucht sie dafür evtl. eine Erlaubnis der Photon Holding? Deren Geschäftsführerin ist ebenfalls Frau Kreutzmann, doch momentan läuft dort ein Insolvenzverfahren.

Sehr sonderbar: wer heute ein Photon-Abo abschließt, macht dies mit der Photon International GmbH: http://www.photon.info/upload/PHOTON_Abo_Bestellformular_3988.pdf
Das Geld daraus fließt somit nicht an die Photon Publishing, welche zur Photon Holding gehört, sondern an eine andere Gesellschaft. Wie soll die Photon Holding davon profitieren? Dies sollte der Insolvenzverwalter der Photon Holding gefragt werden.

Überhaupt würde ich, bevor ich nur einen Euro investiere, ausführlich mit dem Insolvenzverwalter der Photon Holding und dem der Photon Power sprechen und den beiden Vorständen der Photon Power. Ich finde sehr sonderbar, dass Frau Kreutzmann all diese Rundmails schreibt, all diese vermeintlichen Rettungsaktionen (für die Holding!) anschieben will, aber z.B. Herr Heuser, seit vielen Jahren Vorstand der Photon Power AG nicht groß an die Öffentlichkeit geht.

Ein guter Anwalt könnte prüfen, ob z.B. der Aufsichtsrat der Photon Power haftet für die Verwendung der Mittel, sofern diese (dies ist bislang nicht bewiesen, nur eine Möglichkeit) nicht prospektgemäß verwendet wurden. Eventuelle gibt es Versicherungen, welche Ansprüche aus dem Handeln von Vorstand und Aufsichtsrat abdecken. Dies wäre zu prüfen.
Liebe PHOTON-Foristen,

zunächst wünsche ich alles Gute für das Jahr 2016! In der PHOTON-Thematik haben wir die Auswirkungen eines Insolvenzverfahrens speziell auf die Ansprüche von Anleihegläubiger in einem weiteren Fachbeitrag aufbereitet:

http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-insolvent-handlungsmoeglichkeit-fuer-anleiheglaeubiger/

Für unser Engagement in der Angelegenheit ist ein möglichst breiter Rückhalt bei den Anleihegläubigern entscheidend. Daher lade ich an dieser Stelle nochmals zur Kontaktaufnahme unter vos (at) muellerseidelvos.de ein. Dabei geht es im ersten Schritt ausschließlich um die Bündelung und Koordination von Anlegerinteressen, sodass durch Ihre Meldung keine Kosten ausgelöst werden.

Im Falle von Rückfragen stehe ich auch gerne telefonisch zur Verfügung (0221/277 589-0).

Beste Grüße
Daniel Vos
Kontaktaufnahme
Sehr geehrte Damen und Herren, dies ist mein erster Beitrag in einem Forum, meine Kinder mussten mir dabei helfen. Bitte sehen Sie mir eventuelle Fehler oder nicht eingehaltener Forenregeln aus Unkenntnis nach.
Ich bin auch ein Geschädigter und ein zutiefst enttäuschter Anleiheschuldner der Photon AG.
ich habe auch gedacht das die Erlöse ja 20 Jahre garantiert sind und mein Engagement in der Gesellschaft damit sicher, weil staatlich abgedeckt, sind. Noch mehr bin ich vom Vorstand, von Frau Kreutzmann und den anderen Gaunern enttäuscht. In den letzten zwei Jahren haben sie mit keinem Wort erwähnt, dass Schwierigkeiten oder Probleme im Zeitschriftenverlag Anliegen. Jetzt kommen auf einmal im Wochentakt Mails mit diversen Vorschlägen, den ich aber kein Wort mehr glaube und leider auch nicht verstehe. Heute ist wieder eine Mail gekommen in der ich auf die jährliche Zinszahlung verzichten soll.
Ich bin es gewöhnt solche Probleme persönlich zu regeln und es fällt mir schwer hier einen vernünftigen Beitrag zu schreiben.
Da es sich ja einigen so geht wie mir, ich finde auch dass sich bisher sehr wenige Leute zu diesem Thema geäußert haben, könnten wir Geschädigten uns doch auch einmal treffen. Mein Anfahrtsweg ist etwas länger, aber ich würde dies auf mich nehmen um mich mit anderen Leuten von Angesicht zu Angesicht, eventuell an einem Samstag oder Sonntag, in Aachen vor dem Eingangstor der Photon AG zu treffen. Wir könnten ja auch einmal Präsenz zeigen, um den Damen und Herren unser Missfallen kund zu tun. Ich bin auch bereit mich an einem Prozess oder an einer Anzeige (wegen Untreue vielleicht) zu beteiligen. Leider habe ich von diesen Dingen nicht so viel Ahnung und bin auf eure Mithilfe angewiesen. Ich wäre sehr daran interessiert andere Geschädigte kennen zu lernen. bei Bedarf würde ich hier auch meine Telefonnummer angeben.
Ich habe am Freitag Urlaub und werde mich bei der oben genannten Kanzlei melden.
Hallo allerseits
Als Anleger der PHOTON Power AG bin ich kürzlich auf diese Diskussion gestoßen. Ich bin übrigens auch Gläubiger bei Solar Millennium, deren Insolvenzverfahren seit mehreren Jahren läuft und bei dem schlussendlich mit einem Verlust von 85 bis 90 Prozent der eingebrachten Anlagen zu rechnen ist.
Außerdem war ich in das Insolvenzverfahren von PROKON involviert und habe als Aktiver des Vereins „Freunde von Prokon“ (FvP) an dessen Begleitung von Anfang an mitgewirkt. Hier betrug letztendlich der Verlust knapp 40 %, aber das Unternehmen wird in Form einer Genossenschaft weitergeführt und wird voraussichtlich in absehbarer Zeit wieder Gewinne an die Genossenschaftsmitglieder ausschütten. Der Energiewende konnte m. E. durch die Bildung der Genossenschaft und nicht zuletzt durch die Tätigkeit des Vereins FvP ein guter Dienst erwiesen werden.
Nun zur PHOTON Power AG:
Den Ärger, der aus den Zeilen spricht, die „Photonopfer“ am 30.12.2015 geschrieben hat, kann ich gut nachvollziehen. Dass mit fremden Geld, das in guter Absicht zur Verfügung gestellt wurde, immer wieder verantwortungslos umgegangen wird, ist zweifellos ein Skandal. „Die verantwortungslosen Typen, die das angerichtet haben zu finden“ dürfte allerdings kein Problem sein. Im Falle von PROKON ist an erster Stelle Carsten Rodbertus (C. R.) zu nennen. Bei PHOTON Power AG blicke ich noch nicht ganz durch, aber auch hier kommt nur ein sehr überschaubarer Personenkreis in Betracht, der namentlich bekannt ist. Allerdings warne ich vor einer eilfertigen Verurteilung, ohne sich mit den Motiven der Akteure auseinandergesetzt zu haben. Es ist guter Brauch, vor einer Verurteilung immer auch die Beschuldigten anzuhören und sich mit deren Argumenten auseinanderzusetzen. An der Person von C. R. Kann ich übrigens nach wie vor positive Zuge erkennen, obwohl er sicher die Hauptverantwortung für einen erheblichen Vermögensschaden trägt, von dem ich auch persönlich betroffen bin. Das Verhalten von C. R. im Insolvenzverhalten beurteile ich allerdings negativ, kann es menschlich aber durchaus verstehen. Darum geht es jedoch nur am Rande.
Wir Anleger sollten in erster Linie nach vorne blicken. Zunächst muss es darum gehen, das Insolvenzverfahren abzuwenden und nach meinem Eindruck ist Frau Kreutzmann für dieses Ziel ehrliche engagiert. Sollte es dennoch zum Insolvenzverfahren kommen, ist noch längst nicht alles verloren oder perspektivlos (wie das Beispiel von PROKON zeigt). Durch engagiertes Handeln der Anleger/-innen ist auch im Insolvenzverfahren noch viel zu erreichen! Im Übrigen sollte unser Verhältnis zum Kern der PHOTON Power AG m. E. von kritischer Solidarität geprägt sein.
Deshalb unterstütze ich ausdrücklich die Idee von „Photonopfer“, als ersten Schritt zu einer „Versammlung aller interessierten Anlagezeichner“ zu gelangen. Wo ich mit „Photonopfer“ nicht übereinstimme, ist das Einschalten der Medien zum jetzigen Zeitpunkt. Die Medien verfolgen eigene Interessen und man sollte ihre Einschaltung erst dann in Betracht ziehen, wenn man sich davon einen Nutzen erhoffen kann. Sollte es zum Insolvenzverfahren kommen, muss man dies natürlich erneut überprüfen.
Die vorliegende Plattform von wallstreet-online halte ich für denkbar ungeeignet, um über unsere Probleme zu diskutieren und zwar hauptsächlich aus zwei Gründen
1. Die Diskussion ist öffentlich und kann von diversen Interessengruppen für Ziele genutzt werden, die nicht die unseren sind. Das Beispiel von PROKON hat gezeigt, dass sofort Rechtsanwälte zur Stelle sind, wenn Mandate erhofft werden. (Der Geruch nach Aas lockt stets auch Geier an.) Ich weiß definitiv, dass im Falle von PROKON Rechtsanwälte versucht haben, Anleger/-innen in zum Teil abenteuerliche Verfahren zu locken! Inwieweit hier einige Personen noch zusätzlich viel Geld verbrannt haben, wird wohl ein Geheimnis bleiben! Außerdem muss in Betracht gezogen werden, dass auch im Umfeld der PHOTON-Gruppe (z.B. unter den Gläubigern) möglicherweise erhebliche Interessengegensätze bestehen könnten, was für sich alleine schon ein hinreichender Grund ist, die Debatte nicht auf dem Marktplatz zu führen. Vielleicht stehen auch schon Investoren bereit, die sich die PHOTON Power AG zum Ramschpreis unter den Nagel reißen wollen. Wer weiß!
2. Die Diskussion hier ist anonym. Dafür mag es gute Gründe geben. Ich möchte allerdings wissen, mit wem ich es zu tun habe und ich denke, dass unter uns genügend Vertrauen bestehen sollte, innerhalb einer geschlossenen Plattform unsere Identitäten preiszugeben.
Ich fange damit schon einmal an: Ich wohne in Dortmund und bin unter der E-Mail-Adresse
EckhardAlthaus@gmx.de zu erreichen. Diese Adresse enthält übrigens auch meinen Klarnamen.
Ich schlage also vor, dass alle, die am Aufbau einer solchen geschlossenen Diskussionsplattform interessiert sind, mir ihre E-Mail-Adresse zukommen lassen. Ich werde die Adressen sammeln und allen Personen, deren Adresse bei mir eingeht, auch alle anderen Mail-Adressen schicken, die bei mir eingehen.
Ich verpflichte mich ausdrücklich dazu, die Daten nur für den hier beschriebenen Zweck zu verwenden, was aber eigentlich selbstverständlich und darüber hinaus datenschutzrechtlich erforderlich ist.
Ich werde übrigens auch noch auf einem anderen Weg versuchen, eine Plattform der beschriebenen Art einzurichten. Wenn das gelingt, werdet Ihr davon erfahren, es kann allerdings ein paar Tage dauern.
Was KleinNemo am 04.01.2016 über die Motivation der Anleger/-innen geschrieben hat,
„Wir ... waren ... begeisterte Befürworter der Solarenergie, als Alternative zur Abhängigkeit von politisch und menschenrechtlich fragwürdigen Regimes, die wir mit unserern Erdölimporten stützen, gefährlicher Atomenergie und klimaverändernder Kohleverbrennung“ gilt in jedem Fall auch für mich; lediglich die Vergangenheitsform „wir waren“ möchte ich in die Gegenwartsform übertragen und auch die Windenergie hier ausdrücklich einbeziehen (siehe PROKON).

Abschließende Erklärung: Ich bin in keiner Weise in das operativen Geschäft der PHOTON – Gruppe eingebunden. Meine hier geäußerten Vorstellungen sind in erster Linie von meinem Engagement für die Energiewende getragen, wobei natürlich in zweiter Linie die möglichst weitgehende Werterhaltung für die Anleger/-innen eine wichtige Rolle spielt.
Ich bin auch nicht als Anwalt, Anlageberater oder in ähnlicher Form tätig. Meine ökonomischen Interessen in Sachen PHOTON Power AG sind ausschließlich durch meine Geldanlage begründet.
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.435.477 von EAlthaus am 07.01.16 16:09:33
"Kritische Solidarität"?
Sehr geehrter Herr Althaus,

Danke für Ihr Angebot, eine nicht-öffentliche Plattform für die Anleihenzeichner bereit zu stellen. Auf einer öffentlichen Plattform können tatsächlich viele Dinge nicht besprochen werden.

Andererseits möchte ich fragen, wie offen die Plattform inhaltlich sein soll. Denn inhaltlich stimme ich nicht unbedingt damit überein, dass "in erster Linie das Insolvenzverfahren abzuwenden" sei und man die Hauptakteure mit "kritischer Solidarität" begleiten sollte.

Ja, die Photon war eine schöne Zeitschrift - obwohl ich es bedauerte, dass sie so einseitig auf billige Module aus Fernost setzte und dabei jegliche Solidarität mit einheimischen Produzenten vermissen ließ. Damit gruben sie nicht nur der Industrie, sondern auch interessierten Studenten und mancher Forschung an den Hochschulen das Wasser ab. Von dem tollen Ausbau der Solarenrgie in Deutschland hatten deutsche Modulhersteller ja kaum etwas. Auch das hat vielleicht mit zu dem spektakulären Downfall des Solarausbaus und dem Rückzug aus der "Energiewende" bei uns beigetragen - es fehlte einfach an Breite der Basis. Gerade Ralf Heuser und Philippe Welter hätten mit ihrer Begeisterung für ihr eindruckvolles Labor hier Verständnis für die vielen interessierten jungen Meschen haben sollen, die kaum noch Perspektiven in der solaren Grundlagenforschung in Deutschland finden.

Auch mit der Power AG haben die Photon-Leute Eindruckvolles geleistet. Wenn ihre Daten stimmen und sie keine weiteren Kredite aufgenommen haben, von denen wir noch nix wissen, dann haben sie mit gut ca. 13 Millionen Krediten und verbachlässigbarem Eigenkapital einen Solarpark hochgezogen, der jährlich 1, 25 Millionen aus Einspeisevergütungen bringt. Und die Idee, das mit Forschung zur Optimierung der Anlagen zu verbinden, ist auch Klasse.

Trotzdem hält sich meine "Solidarität" mit den Photon-Akteuren in Grenzen. Dazu warnen mich zum einen die Stories auf der Site "PhotonWatchBlog"
http://photonwatch.blogspot.de/
sowie die Informationpolitik der Photon gegenüber den Anlegern (auf der Photon Site ist zum Beispiel immer noch Camp Astrid 2 verzeichnet,
http://www.photon.info/photon_pp_Die_Anlagen.photon
welches ihnen schon lange nicht mehr gehört!) und vor allem natürlich auch die Frage, wieso die Photon über vier Millionen Euro an Forderungen gegenüber der insolventen Holding hat und wieso man jetzt nicht mal die Zinsen gegenüber den Anleihenzeichnern bedienen kann. Siehe den letzten Brief von Anne Kreutzmann, in dem sie zur Abwendung der Insolvenz die Gläubiger auffordert, auf ihre Zinszahlungen zu verzichten. Man hat also tatsöchlich kein Geld - und das nach einem Rekord-Sonnenjahr. Da bei den Banken 2011/2012 das Geld unglaublich günstig zu kriegen war, zahlen sie denen bestimmt auch keine 7 1/2 Prozent Zinsen. Da fragt man doch, was haben sie mit dem Geld gemacht. Wenn man natürlcih die gesamten Einnahmen aus den vier Jahren Existenz der Solaranlagen der Holding schenkt, hat man klar kein Geld für die Anleihenzeichner.

Bei der Photon Power AG stecken von mir die gesamten Ersparnisse, d.h. meine private Altervorsorge von fast 20 Jahren, die ich bis dato immer SEHR SICHER angelegt hatte. Ich habe keine große Ahnung von Wirtschaft, aber die Idee, das in Solarfeldern anzulegen, schien mir absolut sicher. Bislang überzeugen ja auch Technik und Erlöse. Dass die Aktöre das Geld anderwo verscherbeln, ist mir dabei nicht in den Sinn gekommen. Aus heutiger Sicht bin ich auch schlauer, da hätte ich das nicht in Anleihen angelegt, wo ich bloß nachrangiger Gläubiger bin gegenüber Kreditinstituten, und die Aktöre ihr Geld als Privatvermögen eh in Sicherheit gebracht haben, Welches sie dann gegebenenfalls wieder als neugeründete GmbH anlegen - die ersten Verdächtigen, die die insolvente Power AG "zum Ramschpreis aufkaufen" wollen, wie Sie es befürchten, sind m.E. Kreutzmann, Welter und Heuser selbst. Siehe die neugeründete Photon-GmbH in Potsdam. Da bin ich leider dem schönen Prospekt auf den Leim gegangen, der unsere Investition in die Anleihen quasi als gemeinschaftliche Solaranlage anpries und habe mich nicht genug über die wirtschaftlichen Beteiligungsformen wie AG, GmbH, Genossenschaft, Anleihenzeichnen etc. kundig gemacht. Sondern einfach den netten kompetenten Menschen der Zeitschrift, die wir abonniert hatten, vertraut. Da ist für mich jegliche "Solidarität" fehl am Platz, und da habe ich auch kein Verständnis für.

Ich denke, dass jetzt erst mal die Bilanzen auf den Tisch müssen und wir erfahren müssen, was da gelaufen ist. Da können die Presse und andere Medien durchaus helfen. Natürlich haben die "eigene Interessen", nämlich interessante Stories zu bringen, welche die Menschen interessieren. Ich sehe nicht, was daran in unserem Fall verkehrt sein soll. Vor allem sehe ich aber keine Alternative dazu, das Insolvenzverfahren zu eröffnen, anders bekommen wir nämlich nicht die Bilanzen. Hier nachsichtig zu sein, haben die Verantwortlichen durch ihre bisherige Informationspolitik gegenüber den Gläubigern, denen sie laut Zeichnungsprospekt regelmäßige Infos versprochen hatten, verspielt.

Interessant finde ich allerdings Ihre Idee von einer Genossenschaft, wie Sie es von der Gläubigergemeinschft bei Prokon schildern. Der Wert der Anlagen liegt ja nicht im Materialwert - bei den vielen pleite gegangenen Solarteuren der letzten Jahre kriegt man jetzt bei ebay ja neue Solarmodule zum absoluten Schleuderpreis, und gebrauchte zum Selbstabholen gibt es so gut wie geschenkt. Der ganze Wert der Power AG liegt in den Verträgen zur Einspeisevergütung. Das heißt, falls die Photon Power AG aufgibt, muss es eine lückenlose Nachfolge geben, welche die Verträge übernimmt. Sonst besteht die Power AG aus ein paar Stücken grüne Wiese, eine Halle im Nirgendwo und vergelcihsweise wertlosen Modulen. Denn neue Verträge zur Einspeisung zu den derzeitigen Tarifen werdern viel, viel, viel weniger bringen. So eine Genossenschaft als Nachfolge zur Power AG klingt mir super.

Warum denkt Kreutzmann nicht darüber nach, die Power AG direkt in das Eigentum der Gläubiger zu geben, wenn sie nicht zahlen kann? Wieso zum Beispiel hält die Holding 100% der Aktien, wieso konnten wir keine Aktien kaufen und damit ein Mitspracherecht bekommen?

Ich denke, über eine eventuelle Genossenschaft zur Übernahme der Einspeiseverträge müssten wir sehr rechtzeitig nachdenken und uns entsprechend organisieren. Wenn Kreditinstitute Insolvenzmasse übernehmen, dafür sehe ich nämlich abschreckende Beispiele aus dem großen Bauboom-Crash in meiner zweiten "Home Town":

https://en.wikipedia.org/wiki/Cranfield_Mill
http://www.failedarchitecture.com/the-modern-ruins-of-ipswichs-waterfront/

Diese Gebäude sind in allerbester Lage, und im unmittelbaren Umfeld sind jetzt im letzten Jahr große Blocks an Wohnungen neu gebaut und fertiggestellt worden. Aber die alten Ruinen von 2009 stehen noch immer so da und verkommen, niemand kümmert sich um Sturmschäden am Wolkenkratzer, niemand baut die Rohwohnungen aus, niemand kümmert es, wenn in Jahren Wind und Wetter in dem benachbarten Rohbau der Beton als Bausubstanz nicht mehr hält.

Banken arbeiten mit Geld, nicht mit realen Dingen. Da ist im Zweifelsfalle niemand verantwortlich, der die Substanz erhält und die Sache an sich weiterführt. Die Kreditinstitute verscherbeln die Substanz gegebenenfalls an den Meistbietenden, oder sie behalten es einfach und es verfällt, weil sich keiner drum kümmert. Da ist doch niemand PERSÖNLICH betroffen, weshalb soll man da also Arbeit inverstieren. Wer wartet die Solaranlagen, wer verwaltet die Einspeisevergütungen? Kreditinstitute sicher nicht.

Das heißt, eine Gäubigergemeinschaft, die gegebenenfalls die Power AG als Genossenschaft übernehmen könnte, müsste als solche schon organisiert sein und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, falls es an die Verteilung der Insolvenzmasse geht.

Das würde ich lieber diskutieren und gegebenenfalls anpeilen, als "Soidarität zum Kern der Photon Power AG" zu zeigen und ihnen zu helfen, auf Deubel komm raus die Insolvenz gegebenenfalls nur zu verschleppen.

http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-insolvenzverschleppung-bei-photon-publishing_100017922/
Wenn Frau Kreutzmann wirklich die Interessen der Anleger wichtig wären
würde sie:

1. Alle Bilanzen der Photon Power an die Anleger schicken

2. Einen Bericht erstellen, wann welche Gelder der Photon Power an wen geflossen sind, einschließlich der Zahlungen welche bereits vor einigen Jahren flossen z.B. an die Photon Europe AG (http://solarmedia.blogspot.de/2013/06/photon-anleihen-zeichnerinnen-getauscht.html )
Dabei wäre wesentlich, wer diese Zahlungen veranlasst hat. Frau Kreutzmann könnte Vorschläge machen, wie rechtlich gegen die Verantwortlichen vorgegangen werden kann - sofern sie diese nicht aus irgendwelchen Gründen schonen möchte.

Alle diese Daten könnte Frau Kreutzmann sich vom Vorstand der Photon Power geben lassen oder diesen auffordern, diese selbst an die Anleger zu schicken.

Stattdessen verschickt Frau Kreutzmann Rundmails, in welchen sie die Anleihegläubiger bittet, mal so insgesamt 800.000 Euro zu zahlen, über die Fälligkeit der Zinszahlungen nachzudenken usw.

Falls es Frau Kreutzmann wirklich um die Interessen der Anleger gehen sollte, legt sie erst alle Daten auf den Tisch und verschickt dann Newsletter mit Bitten.

Ebenso komisch: Warum hat Frau Kreutzmann offensichtlich Zugriff auf die Emailadressen der Anleihe-Zeichner (Frau Kreutzmann hat rechtlich keinerlei Funktion bei der Photon Power und Angestellte hat die Power lt. Medienberichten nicht)? Hat der Vorstand der Photon Power AG die Emailadressen einfach so weitergegeben und wenn ja warum?
Über rationales und irrationales Verhalten: Offener Brief an Frau Kreutzmann
Sehr geehrte Frau Kreutzmann,

Sie haben uns kürzlich gebeten, der Photon Power AG unsere Zinszahlungen bis Januar 2018 zu stunden, "zum Zwecke der Abwendung der Insolvenz der PHOTON Power AG". Herr Althaus, der selbst Gläubiger ist, hat im Zusammenhang mit einer zu bildenden geschlossenen Diskussionsplattform dazu ein Plädoyer verfasst, in dem er ebenfalls dazu aufruft. Er verweist auf seine Erfahrungen als Gläubiger bei den Insolvenzen von Prokon und Solar Millenium, und dass Insolvenzverfahren mit hohen Kosten verbunden sind und oft mit sehr hohen Verlusten für die Gläubiger ausgehen. Er möchte deshalb die Insolvenz auf jeden Fall vermeiden: "Deshalb plädiere ich dafür, auf den Vorschlag von Frau Kreutzmann einzugehen und möglichst bald die Stundung der fälligen Zinszahlungen zu erklären, sofern das noch nicht geschehen ist! Dadurch entsteht uns kaum ein Nachteil, weil es auch ohne diesen Schritt nicht zu der planmäßigen Zinszahlung an die Anleger/-innen kommen dürfte."

Sie dagegen stellen uns in Aussicht, dass wir Anleger bei Vermeidung der Insolvenz unsere vollen Forderungen beglichen bekommen: "Eine Sanierung des Unternehmens ist nicht nötig, da die Bedienung der Anleihen bis einschließlich der Zahlung der letzten Anleihe im Jahr 2032 im Normalbetrieb gesichert ist."

Was hält mich also davon ab, in dieser doch eindeutig zu scheinenden Wahl mich bislang für das Insolvenzverfahren zu entscheiden? Sind es "emotionale Sperren ..., auf diesen Vorschlag einzugehen", "vage Spekulationen" oder "schlicht Missverständnisse", wie Herr Altmann vermutet?

"Wir sollten versuchen, möglichst rational zu handeln", meint Herr Altmann, und dem stimme ich zu. Lassen Sie mich deshalb meine Bedenken schildern. Ich wäre sehr froh, wenn Sie sie durch entsprechende Fakten, Erklärungen und gegebenenfalls Richtigstellungen zerstreuen würden!

"Rational" ist der Rechenstift. Rational sind ferner Beobachtungen, logische Schlussfolgerungen sowie das Lernen aus Erfahrung, d.h. der Annahme, dass in der Zukunft Ähnliches zu erwarten ist wie in der Vergangenheit, wenn Akteure und Umstände einander gleichen.

Fangen wir mit dem Rechenstift an. Laut der "Ertragsübersicht aller Anlagen" auf der Photon info Site betrugen die Erträge im sonnigen 2014 1250000 Euro, also 1 1/4 Million. in 20 Jahren Laufzeit von sowohl Einspeiseverträgen als auch unseren Anleihen kommen also insgesamt 25 Millionen an Einnahmen zusammen. Das ist gut gerechnet, denn 2014 war ein ausgesprochen sonniges Jahr, und da gab es auch noch Camp Astrid 2 mit einem Jahresertrag von an die 90 000 Euro, welches inzwischen verkauft wurde und Conexon gehört. Laut der Bilanz 2013 der Photon Power AG im Unternehmensregister (die Bilanzen 2014 und 2015 sind noch nicht veröffentlicht) gibt es Anleihen im Wert von 7,7 Millionen, die allermeisten davon langfristig. Hinzu kommen 5,4 Millionen Kredite von Kreditinstituten, davon gut 3 Millionen langfristig. Die Schulden bei den Kreditinstituten sind dabei durch Buchgrundschuld, Selbstschuldnerische Bürgschaft, Sicherungsübereignung und Abtretung der Einspeisevergütung gesichert, die Anleihen durch nichts.

Bekanntlich sind unsere langfristigen Anleihen mit 7,5% verzinst. Der Einfachheit halber rechne ich 7,7 Millionen mal 7,5 geteilt durch hundert als ca. 500 000. Mal zwanzig Jahre, macht 10 Millionen in Zinszahlungen an die Anleger. Will man am Ende auch unsere Anleihen zurückzahlen, wären von den 25 Millionen schon über 17 weg. Plus rund 5 Millionen Kreditrückzahlung an die Kreditinstitute, sind noch knapp 5 Millionen da. Davon müssen die Zinsen an die Kreditinstitute sowie sämtliche laufenden Ausgaben, die nicht durch die Kredite bezahlt wurden, beglichen werden. Ich weiß nicht, wie lange die Verträge mit den Banken laufen und nicht, wie hoch die Zinsen sind. Aber es ist klar, dass es so eng ist, dass es schon so kaum funktionieren kann und am Ende unsere Rückzahlungen weitgehend in Form der Solarparks bestehen müssen. Schon da stellt sich die Frage, ob die dann 7 1/2 Millionen wert sein werden. (In der Bilanz 2013 ist das Anlagevermögen mit etwa 10 1/2 Millionen veranschlagt.) Aber das war ein bekanntes Risiko, welches die meisten von uns eingingen, weil wir die Solarenergie so schön finden.

Keinesfalls aber ist da Raum für über 4 Millionen, die man mal so einfach der Photon Holding schenkt. Sie selbst schreiben in ihrem 3. Update vom 19.12. 2015: "Ich habe hierzu jetzt noch eine Hürde zu nehmen, die ich bis dato übersehen hatte. Die PHOTON Power AG selbst hat eine Forderung von rund 4 Millionen Euro gegen die Holding, ist also selbst Gläubiger. Altvorstand Heuser hatte diese Forderung nicht zur Tabelle angemeldet, weil ohnehin keine Aussicht bestand, von der insolventen Holding hiervon irgendeinen spürbaren Betrag zurück zu erhalten. Die Forderung wurde jetzt aber vor wenigen Tagen von dem neuen Vorstand auf bestreben des Insolvenzverwalter Schmitz angemeldet und muss jetzt von mir berücksichtigt werden."

In diesem Forum wurde ganz zu Anfang des Diskussionsstrangs auf die Bilanzveröffentlichungen des Unternehmensregisters hingewiesen. Demnach hat die Photon Power AG im Geschäftsjahr 2013 Forderungen in ihren Aktiva von etwa 4,3 Millionen am 31.12.2012 auf 162 Tausend am 31.12.2013 herabgestuft. Wohl infolgedessen ergab sich ein Jahresfehlbetrag 2013 von etwa 4 1/2 Millionen, gegenüber einem Jahresfehlbetrag von etwa 50 Tausend im Jahre 2012.

Erste Frage von mir: Sind das die gut 4 Millionen, von denen Sie in Ihrem 3. Update sprechen, die einfach so abgeschrieben wurden? Ich habe wenig Ahnung von Wirtschaft und nachschlagen müssen, was das bedeutet, "zur Tabelle anmelden". Es bedeutet laut Lexikon, dass, wenn eine Firma pleite geht, sich diejenigen, die von der Firma noch was zu bekommen haben, melden und ihre Forderungen eintragen lassen. Und das hat die Photon Power AG nicht getan??? Und Sie als Geschäftsführerin der Photon Holding haben das Geschenk angenommen??????? Da bin ich aber froh, dass der jetzige Insolvenzverwalter das wieder berücksichtigt!

In den folgenden Jahren liegt in erster Linie die Zinszahlung und Tilgung der Bankkredite an. Denn wenn das versäumt wird, ist die Photon Power AG wieder insolvent und gehört den Banken - siehe die Sicherungen. Ich möchte Sie fragen:
Wie hoch sind die Forderungen, die die Kreditinstitute noch an die Power AG haben, und was sind die Laufzeiten und Zinsraten?

Denn nur dann können wir ausrechnen, wieviel uns Anleihezeichnern noch bleibt.

Aber das war ja schon 2013. Das erklärt nicht, wieso auf einmal jetzt, 2016, nach einem weiteren Rekordjahr Sonne und entsprechend Einspeisevergütung von über einer Million, unsere Zinsen in Höhe von 500 000 nicht gezahlt werden können. Insbesondere, als im Frühjahr Camp Astrid 2, wie auf der Photon Info Site angekündigt, verkauft worden ist. Im Gegensatz zu den Ankündigungen, dass der Erlös für äquivalente andere Solarfelder ausgegeben werden sollte, habe zumindest ich bislang nichts über einen Neubau von Solarfeldern erfahren. Für ein Feld, das fast 90 000 Euro im Jahr an Einspeisevergütung bringt, gehe ich davon aus, dass es vermutlich so an ein Million oder mehr eingebracht haben muss. Wo ist also das Geld hin? Sind davon die Bankforderungen beglichen worden? Oder ist noch mehr Geld irgendwo in Ihrer Holding GmbH versackt?

Alles, was die Power AG nicht auszezahlt oder rückgestellt hat für die zukünftigen Forderungen der Banken und Anleihezeichner; alles, was der Mutter Holding oder insolventen Schwesterfirmen der Power AG gegeben wurde, ist ja von der Gesamtsumme der Einnahmen von 20-25 Millionen Euro Erlösen Einspeisevergütung in 20 Jahren verloren. Da die Gesamtsumme dann nicht reicht, ist die Frage der erneuten Insolvenz dann lediglich eine Frage der Zeit. Wie lange das angesichts der schon verschwundenen 4 Millionen dauert, hängt wesentlich vob den noch laufenden Bankkrediten ab. Deshalb noch mal:

Können Sie uns bitte die noch laufenden Forderungen der Banken an die Power AG offen legen? Sowie eventuelle weitere Forderungen, die aus anderen Krediten entstehen und entstanden sind, so wie jetzt Leute Kredite zur Abwendung der Insolvenz angeboten haben, durch Stundung der Zinsen oder anderweitig? Können Sie bitte auch schildern, was die durchschnittlichen laufenden Ausgaben sind (Gehälter, Wartung, Reparaturen etc.), die man ja von den Erlösen abziehen muss? Und können Sie bitte über die gesamte Restlaufzeit der Anleihen überschlagsmäßig vorrechnen, wie angesichts der schon verschwundenen vier Millionen und den vorrangigen Forderungen der Banken, verglichen mit den Erlösen durch die Einspeisevergütungen, die "Bedienung der Anleihen bis einschließlich der Zahlung der letzten Anleihe im Jahr 2032 im Normalbetrieb gesichert" werden soll?

So viel zum Rechenstift.

Nun zur Erfahrung und der Annahme, dass die Zukunft so ist wie die Vergangenheit, wenn man auf ähnliche Umstände und Aktöre trifft. Sie schreiben in Ihrem 5. Update, wo Sie um die Stundung unserer Zinszahlungen bitten: “Ich musste auf dieselbe Art Mitte 2014 für die PHOTON Publishing GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens abwehren (ein Fremdantrag, nicht wie in diesem Fall ein Eigenantrag). Damals haben nahezu 100 Prozent der Gläubiger einer Stundung bzw. Ratenzahlung zugestimmt, das Gericht hat erwartungsgemäß keinen Insolvenzgrund mehr gesehen, das Verfahren wurde nicht eröffnet. Es funktioniert also.”

Das ist eine Halbwahrheit. Dem pv magazine vom 21. Januar 2015 kann man entnehmen: “Nun läuft ein Verfahren wegen Insolvenzverschleppung gegen die Geschäftsführung der Photon Publishing. Dies bestätigte die Aachener Staatsanwaltschaft auf Nachfrage.” Ich weiß nicht, was aus den staatsanwaltlichen Ermittlungen wurde – aber jedenfalls ist die Photon Publishing doch jetzt insolvent, oder? Oder weshalb ist im Mediakit der Photon-Zeitschrift
http://www.photon.info/upload/Media_kit_PHOTON_Germany_2015_4652.pdf
“Photon International” und nicht “Photon Publishing” als Ansprechfirma genannt? Diese “Photon International”, in der Sie wie in der Holding und der Publishing GmbH Geschäftsführerin sind, ist im Unternehmensregister im September 2015 neu eingetragen worden, mit Sitz in Potsdam!
Wird hier die Ablösung der insolventen Photon Europe durch die Photon Publishing im Jahre 2013 wiederholt? Soll das das Vorbild auch für das Vorgehen bei der Photon Power AG sein?

Als die Photon Europe insolvent wurde, berichtete das pv magazine am 18. April 2013: “Laut einer Gläubigerliste der Photon Europe GmbH stehen 9 Millionen Euro an Verbindlichkeiten zwei Millionen an Vermögenswerten gegenüber. Die Zahlen werden am Freitag im Gläubigerausschuss diskutiert.” Auf der Website des PhotonWatchBlog werden darüber viele Einzelfälle der Gläubiger berichtet. Das reicht von nicht bezahlten Gehältern über nicht bezahlte Hotelrechnungen bis zu nicht bezahlten Leistungen von fast 11000 Euro vom Caritas Behindertenwerk.
http://photonwatch.blogspot.de/search/label/Caritas
7 Millionen Euro Einzelschicksale!

Damals wurde dann die Zeitschrift Photon von der Photon Publishing weitergeführt. Das pv magazine schreibt dazu am 6. Februar 2013: “Die Photon Holding hält die Verwertungsrechte der Marke Photon. Die insolvente Photon Europe hat die Magazine lediglich produziert und vermarktet. Bei einer Insolvenz, die jetzt eingetreten ist, kann die Photon Holding die Verwertungsrechte letztlich an beliebige Dritte lizenzieren. Im Falle einer Insolvenz der Produktions- und Vertriebsgesellschaft gehen deren Gläubiger leer aus, obwohl die Gesellschafterin Photon Holding über Tochtergesellschaften die Geschäfte vor und nach der Insolvenz steuert. Die Konstruktion der Photon Publishing scheint jetzt die gleiche wie bei der Photon Europe zu sein, so dass die Mutterholding und ihre Eigentümer, falls es wieder zu einer Insolvenz kommen sollte, wieder durch die Rechte abgesichert sein würden und lediglich mit dem Mindeststammkapital der  GmbH in Höhe von 25.000 Euro für mögliche Schulden der Photon Publishing als Produzentin der Magazine einstehen müsste.”

Als Photon Europe insolvent wurde, hatte man eine Zeitlang versucht, die Gesellschaft zu retten durch Zahlungen der Photon Power AG. Diese seien jedoch weitgehend zurückgeflossen, wie der Power AG Vorstand Ralf Heuser in einem Interview mit dem pv magazine erläuterte.
http://www.pv-magazine.de/downloads/interview-ralf-heuser-vorstand-der-photon-power-ag/?L=1
Damals wurde auch schon in diversen Medien die Rechtmäßigkeit eines Geldtransfers als Kredit von der Power AG zur Publishing GmbH diskutiert, weil das Risiko einer Investition in Printmedien doch viel größer sei als in Solarfelder mit staatlich garantierter Einspeisegarantie. Das hat jedoch offensichtlich weder Herrn Heuser als Vorsitzender der Power AG noch Herrn Philippe Welter als Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Power AG noch Sie als Aufsichtsrätin in der Power AG oder Sie als Geschäftsführerin sowohl der Muttergesellschaft Photon Holding GmbH als auch der Photon Publishing GmbH daran gehindert, über vier Millionen als Anschubfinanzierung in die “neugegründete” Photon Publishing und die Holding zu stecken! Und das dann für die Power AG als wertlos abzuschreiben, als die Publishing GmbH wie die Photon Europe insolvent wurde.

Ich möchte fragen: Wenn jetzt tatsächlich die aktuelle Insolvenz der Power AG abgewendet werden sollte, und falls tatsächlich nach Bezahlung der Bankkredite Geld übrig sein sollte – was sollte dann Sie, Herrn Heuser und Herrn Welter daran hindern, die Power AG wiederum für die neugegründete Photon International in Potsdam zu melken? Was könnte Sie daran hindern, nach Camp Astrid vielleicht ein weiteres Solarfeld zu verkaufen, ohne dass das Geld uns Anleihezeichnern zugute kommt? Wenn wir jetzt weitere zwei Jahre auf unsere Zinszahlungen verzichten, wer garantiert uns, dass in dieser Zeit nicht der Rest der Power AG, der uns jetzt vielleicht noch bleibt, auch noch verscherbelt wird? Sie schreiben in ihrem 6. Update: “Wird die Insolvenz abgewendet würde ich gern zu einer Versammlung der Anleihezeichner einladen und Möglichkeiten vorstellen, die PHOTON Power AG von der Holding zu lösen, damit eine solche Situation künftig nicht mehr auftreten kann …. Bei dem Treffen können wir dann gerne die Zahlen im Detail durchgehen und auch Annahmen, wie z.B. die jährliche Degradation der Module, diskutieren.” Ich meine, dazu war seit Anfang November, als Sie Ihre erste mail an die Anleger schickten, genug Zeit. So etwas muss vorher, vor irgendeiner Hilfe von uns, besprochen werden, nicht als Treffen für hinterher angekündigt. Solche Fragen waren doch vorhersehbar und lagen die ganze Zeit auf der Hand. Tatsächlich hätte man uns als Leser der Photon und Inhaber der Anleihen schon viel eher informieren und ins Vertrauen ziehen sollen. Wir sehen, was uns von den schönen Versprechungen auf dem Flyer und den Dokumenten zur Power GmbH blieb. Wie die Engländer sagen: “Fool me once, shame on you – fool me twice, shame on me.”

Jetzt uns anzustacheln mit dem Schreckgespenst des weitgehenden Kapitalverlusts auf der einen Seite und mit dem Zuckerbrot der gesunden Firma, bei der nach Abwendung der Insolvenz “die Bedienung der Anleihen bis einschließlich der Zahlung der letzten Anleihe im Jahr 2032 im Normalbetrieb gesichert” sei, wobei weder das eine noch das andere durch irgendwelche Daten untermauert wird, und uns anzutreiben mit dem Argument des zeitlichen Drucks: “Bitte beachten Sie, dass das vorläufige Insolvenzverfahren in einem außergewöhnlich hohen Tempo voran getrieben wird. Der vorläufige Verwalter hat bereits für nächste Woche den Besuch eines Verwertes angekündigt. Üblich ist dies normalerweise erst im eröffneten Verfahren. Ich gehe deshalb davon aus, dass uns bis zur Verfahrenseröffnung nur noch wenige Tage bleiben. Ein einmal eröffnetes Verfahren kann dann nicht mehr gestoppt werden”, wie Sie es in Ihrem 7. Update tun, finde ich zutiefst manipulierend und unseriös.

Ich halte es nach all dieser Vergangenheit für dringend nötig, dass wir als Anleihezeichner nicht nur dumme nachrangige Gläubiger sind, sondern Einsicht in laufende Geschäfte und Mitspracherecht bekommen. Ich sehe ein, dass es schön wäre, wenn das ohne teures Insolvenzverfahren geht. Könnten wir Anleihezeichner zu Aktionären der Power AG werden? Uns vielleicht unsere Zinsen in anteiligen Aktien auszahlen lassen? Oder kann man die Power AG als Anlegergenossenschaft weiterführen?

Sie sind die Geschäftsführerin der Holding, in der mehr als die Hälfte des Werts der Anleihen spurlos versackt ist. Wie haben Sie das mit Ihrer Rolle als Aufsichtsrat in der Power AG vereinbaren können? Jetzt schicken Sie uns seit zwei Monaten mails, dass Sie die Power AG vor dem bösen Insolvenzverwalter retten wollen, und wir Ihnen dabei durch allerlei Zahlungen helfen sollen. In all dieser Zeit haben Sie nicht erklärt, wieso die Power AG eigentlich ihre Zinszahlungen nicht bedienen kann – trotz Supersonnenjahr und Verkauf von Camp Astrid 2.

Fazit: Ich weiß nicht, wo ich irrational oder emotional handele, wenn ich unter diesen Bedingungen meine Zinszahlungen nicht stunde. Ich glaube, dass vielmehr diejenigen, die ohne irgendwelche Kenntnis der derzeitigen Finanzlage der Power AG ihre Zinsen stunden, emotional handeln, weil das so geschickt und manipulierend dargestellt wird. Ich habe keinen Hinweis darauf, dass ich schlechter stehe mit einem Insolvenzverwalter, der die uns bislang vorenthaltene Daten auf den Tisch legt und wenigstens dafür sorgt, dass unsere Forderungen nicht stillschweigend unter den Teppich gekehrt werden, als mit Gesellschaftern und Aktionären, die die Power AG als Melkkuh für andere Zwecke als die im Anlegerprospekt beschriebenen missbrauchten und eventuell weiter missbrauchen werden.

Wenn ich das falsch sehe – ich wäre wirklich, wirklich froh, wenn Sie das sachlich richtig stellen, meine Fragen beantworten und vor allem die finazielle Situation offen legen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Träumer, der unangenehm geweckt wurde

KleinNemo
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.463.698 von KleinNemo am 11.01.16 15:59:14
Das trifft den Nagel zu 100% auf den Kopf!
Sehr guter Beitrag - Danke!
bin mal gespannt, ob da was anderes als Nebelkerzen und unseriöse Vorschläge als Antwort kommt.
Organisation einer geschlossenen Mailgruppe der Anleger
Schon melden sich Rechtanwälte und beginnen die Organisation der Anleger. Wenn wir eine unabhängige kostenlose Alternative wollen, muss das sehr bald, sprich jetzt geschehen. Auch das nach Anne Kreutmanns Rundmails "ungewöhnlich schnelle" Vorgehen des Insolvenzverwalters - wofür der vielleciht gute Gründe hat, die durchaus in unserem Interesse sein können, aber nicht müssen - rät zur Eile. Ich finde das toll, wenn Herr Altmann das organisiert - möchte aber hier einen Vorschlag zur Beschleunigung der Prozedur machen.

Meines Erachtens könnte man sofort auf der Stelle und jetzt eine geschlossene Yahoo Group "Photon Power AG Anleihezeichner" einrichten, und wer dann dazu stoßen will, kann sich ja dann bei dieser Yahoo Group anmelden. Auch da kommt dann dann jeder in der Group an die mail-Adresse der anderen, aber das wird dann ja schon aus seiner Anmeldung klar, dass er damit übereinstimmt. Man braucht also gar keine Adressen sammeln oder Einwilligungen oder Erklärungen abgeben. Worauf warten wir eigentlich noch?

Das einzige Hindernis ist meines Erachtens die Verifizierungsprozedur, dass derjenige, der sich da anmeldet, tatsächlich ein Anleihezeichner der Power AG ist. Keine Ahnung, wie Herr Althaus das derzeit macht. Derzeit kann jeder, der irgendwie an sein "Formular" in Annegret Kreutzmanns 7. Rundmail drankommt, sich bei ihm für einen Anleger ausgeben. Außerdem hat man nicht die Gewähr, dass Frau Kreutzmann wirklich alle Anleger anmailt und so alle sein Formular erhalten haben. Last not least ist derzeit nicht ganz klar, in welchem Zusammenhang Frau Kreutzmann und die von ihr und Herrn Altmann gehoffte Abwendung der Insolvenz mit der von Herrn Althaus geplanten Mailgroup steht. Meines Erachtens sollte eine Mailgroup, welche Anlegerinteressen vertritt, geschlossen gegenüber Photon Akteuren sein; sonst ist ein ehrlicher Austausch unter den Anleihezeichnern unmöglich.

Als Alternative könnte man ein System machen, wie es sonst bei vielen geschlossenen Gruppen gemacht wird: Jemand, der schon drin ist, bestätigt, dass er den kennt, der da rein will. Ansonsten wird zu regionalen Treffen aufgerufen, wo man sich persönlich vorstellt und und gegebenenfalls ausweist.In unserem Fall könnten wir einen Ausweis und das Anleihezertifikat mitbringen.

Die Eröffnung einer Gruppe kann heute, jetzt geschehen. Ihre mail-Adresse bzw. Group-Name kann dann an alle, die sich bei Herrn Althaus gemeldet haben, von ihm rundgemailt werden sowie öffentlich hier auf der Wallstreet online Site gepostet werden. Hier gucken sehr viele drauf, auch wenn nur eine Handvoll selber posten. Auch andere Medien könnte man einspannen, zu berichten, auf welcher Site sich die Anleger organisieren. Ein Verifizierungsprozess wie oben geschildert ist absolut sicher und könnte auch in ein, zwei Wochen geschehen sein. Das funktioniert nach einigen regionalen Anfangstreffen als Schneeball - jeder wohnt irgendwo, wo er sich mit irgendeinem Mitglied der Group treffen kann, der ihn verifiziert. Aus meiner Erfahrung mit geschlossenen Yahoo Groups klappt das prima, Ich war allerdings nie Owner oder Administrator einer Group, und wenn Herr Althaus das macht, fände ich das sehr toll.
Aktion und Aufbruch
Hallo,
die gestrige Telefonkonferenz mit RA Vos und weiteren fünf Teilnehmern hat mich überzeugt, Herrn Vos zu bevollmächtigen. Das Insolvenzrecht gibt die Möglichkeit eine unabhängige Kontrolle durch Dritte durchzuführen.
Dazu mehr auf:
http://www.muellerseidelvos.de/photon-power-ag-insolvent-handlungsmoeglichkeit-fuer-anleiheglaeubiger/

Da Herr Vos Sprecher der " Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger " ( SDK ) ist und auch im Fall Prokon beraten hat, scheint mir seine Bevollmächtigung sinnvoll.
Ich halte es für notwendig uns Anleihezeichner zu einer Gemeinschaft zu Organisieren, die den Sachverstand des RA Vos nutzt gegenüber den beteiligten Banken.
Zudem ist ein gemeinsames Sprachrohr gegenüber dem Insolvenzverwalter zu unserem Vorteil. Die Gefahr durch die Banken abgedrängt zu werden ist hoch. Eine Bank interessiert ein Totalverlust der Anleihezeichner nicht. Zudem haben beteiligte Banken auch großen Einfluß auf Insolvenzverwalter!
Ich habe Herrn Vos gebeten sich mit Herrn Althaus in Verbindung zusetzen. Die Mailliste des Herrn Althaus wächst. Laut Herrn Althaus haben sich bisher 150 Kontakte ergeben.
Eine brilliante Analyse der Gründe für die zustandegekommene Situation, ohne daraus abgeleitete Taten reicht nicht aus, um die Täter zu beindrucken.

Ich bin geschädigter Anleihezeichner von Prokon und Photon. Beide Geschäftsführungen haben durch Fehleinschätzungen, Gier und Überheblichkeit zu diesem Ergebnis geführt und tragen dafür die Verantwortung. Ich versichere, das ich nicht am Verdienst der Kanzlei Vos beteiligt bin, sondern nur an dessen Erfolg interessiert bin.

Retten, was zu retten ist!
Beste Grüße


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