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Deutsche Bank schaut sich in Europa um

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.04.2019, 12:58  |  1352   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den geplatzten Fusionsgesprächen mit der Commerzbank will die Deutsche Bank beim Banken-Monopoly in Europa eine wichtige Rolle spielen. Einem Zusammengehen der Fondstochter DWS mit einem Konkurrenten steht Bankchef Christian Sewing offen gegenüber. Die Deutsche Bank wolle an der erwarteten Konsolidierung unter den Vermögensverwaltern teilnehmen, sagte der Manager am Freitag in Frankfurt. Im ersten Quartal erwies sich die Tochter als Gewinnbringer. Sie trug mit 102 Millionen Euro gut die Hälfte zum Konzernüberschuss von 201 Millionen Euro bei.

Am Finanzmarkt ging es für die Deutsche-Bank-Aktie am Freitag erneut abwärts, nachdem der Vorstand am Morgen die Hoffnung auf steigende Erträge in diesem Jahr beerdigt hatte. Mit einem Minus von rund drei Prozent war die Deutsche-Bank-Aktie um die Mittagszeit Schlusslicht im Dax . Für die im Kleinwerte-Index SDax gelistete Aktie der DWS ging es hingegen um mehr als einen Prozent aufwärts.

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Seit Wochen grassieren Gerüchte, wonach die Deutsche Bank die DWS mit einem Rivalen verschmelzen könnte. Insidern zufolge ist dabei neben Europas größtem Fondsanbieter Amundi vor allem die Schweizer Großbank UBS im Rennen. Sie könnte ihre Fondssparte mit der DWS zusammenführen. Die Beteiligten wollten diese Überlegungen bisher nicht kommentieren.

Die Deutsche Bank hatte die DWS 2018 an die Börse gebracht und hält immer noch 78 Prozent der Anteile. Zu konkreten Überlegungen wollte sich Sewing nicht äußern. Er erwarte aber, dass der Fondsanbieter weiter Teil der Kernstrategie der Deutschen Bank bleibe.

Generell will das Frankfurter Institut bei künftigen Fusionen von Geldhäusern mitmischen. "Ich erwarte über die nächsten Jahre in Europa noch eine Banken-Konsolidierung", sagte Sewing der "Bild-Zeitung". "Und dabei möchte ich nicht nur zusehen, sondern auch Akteur sein." Zu konkreten strategischen Plänen wollte sich der Bank-Chef am Freitag nicht äußern.

Trotz gedämpfter Erwartungen nach einem Ertragseinbruch zum Jahresanfang sieht Sewing das Institut auf Kurs. "Unser Ergebnis im ersten Quartal zeigt die Stärke unseres Kundengeschäfts", erklärte der Manager. Die Bank sei bei Krediten und Einlagen gewachsen und habe das verwaltete Vermögen wieder steigern können. "Unsere Disziplin bei den Kosten half uns niedrigere Erträge auszugleichen. Wir sind auf einem sehr guten Weg, unser Kostenziel von 21,8 Milliarden Euro für das Jahr 2019 zu erreichen." Auch an seinem Ziel, die Eigenkapitalrendite auf mehr als vier Prozent zu steigern, hält Sewing fest.

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