Egbert Prior
PNE lockt mit grünem Strom
Diese vier Windparks der PNE-Gruppe mit einer Gesamtleistung von knapp 120 Megawatt haben den Zuschlag erhalten.
- Kurs in letzten 5 Jahren um 384% gestiegen
- Genehmigung von 4 Projekten in Cuxhaven erhalten
- Verkauf der US-Sparte für Investitionen in Europa
Anfang Juni melden die Nordlichter den Verkauf ihrer US-Sparte an den amerikanischen Investor Lotus Infrastructure Partners. Mit den Erlösen will PNE investieren, insbesondere in den massiven Ausbau des Eigenbetriebsportfolios in Europa. Aktuell notiert die Aktie mit 13,54 Euro. Aktionäre erhielten für 2023 eine Ausschüttung von 4 Cent zuzüglich einer Sonderdividende von ebenfalls 4 Cent. Zugegeben ein bißchen mickrig, doch nicht so schlimm, solange das Cash sinnvoll investiert wird.
Die PNE-Gruppe ist bereits seit mehr als 25 Jahren am Markt, sie projektiert Windparks an Land und auf See. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten weltweit sowie der Stromerzeugung mit eigenen Windparks. Das Spektrum umfaßt sämtliche Projektierungsphasen von der Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren über die Finanzierung und Errichtung bis zum Betrieb und Repowering, das heißt schon bereits länger betriebene Anlagen wieder auf den neuesten Stand zu bringen. PNE ist gut in das neue Jahr gestartet. Für die ersten drei Monate weist der Konzern eine Gesamtleistung von 57 Millionen Euro (im Vorjahreszeitraum 45,3) aus, der operative Gewinn (Ebitda) belief sich im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März auf 8,5 Millionen und damit auf dem Niveau des Vorjahres (8,6 Millionen). Neue Besen kehren gut. Vorstandschef Markus Lesser gibt sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Auch der Posten des CFOs wird neu besetzt.
Die Stimmung in der Windenergiebranche hat sich einer Umfrage zufolge in Deutschland und der EU spürbar aufgehellt. Ursprünglich waren die Cuxhavener als reine Projektierer gestartet. Mittlerweile kommen immer mehr Geschäftsfelder dazu. Zum ersten Mal schreiben die Cuxhavener große Strommengen für industrielle Abnehmer aus. Unternehmen, die in Deutschland grünen Strom beziehen möchten und an einem langfristigen Stromvertrag Interesse haben, sind eingeladen sogenannte Power Purchase Agreement abzuschließen. Auch bieten die Nordlichter Serviceverträge an, die sich auf Wartung etc. beziehen.