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Martin Schulz Reiche stehen nicht im Stau
Schulz nervt mit primitivstem Sozialneid

Gastautor: Rainer Zitelmann
04.02.2017, 18:41  |  6580   |   |   

Das SPIEGEL-Interview mit Martin Schulz ist überschrieben: "Ich bin kein Populist". Das klingt so ähnlich für mich, wie wenn der Ausländerfeind sein Statement einleitet mit: "Ich bin kein Ausländerfeind". Schulz ist der Mann des primitivsten Sozialneides - wie er in diesem Interview unter Beweis stellt.

Ist Deutschland gerecht?

Natürlich nicht, sagt Sozialpopulist Schulz. Obwohl in Deutschland so viel umverteilt wird wie in kaum einem anderen Land der Welt, klagt Schulz: "Deutschland ist kein gerechtes Land. Millionen Menschen fühlen, dass es in diesem Staat nicht gerecht zugeht." Was "gerecht" wäre, sagt Schulz natürlich nicht. So wie alle, die von "sozialer Gerechtigkeit" faseln, meint er in Wahrheit "Gleichheit". "Der Anteil der wenigen am Reichtum ist deutlich höher als der Anteil der vielen…. Dass muss sich ändern."

Feindbild Superreiche

Damit es in Deutschland gerechter zugeht, hat Schulz ein Rezept. Zerknirscht meint er, die SPD habe in der Vergangenheit Fehler gemacht: Man hätte früher den Mindestlohn einführen "und Superreiche stärker belasten müssen". "Ganz sicher müssen wir bei der Besteuerung von großen Vermögen nachlegen."

Feindbild "Immobilienspekulanten"

Wer ist Schuld an der Wohnungsnot? Ganz klar die privaten Immobilienbesitzer, die als Spekulanten diffamiert werden: "Wir haben über einen sehr, sehr langen Zeitraum den gesamten Immobilienbereich den Spekulanten überlassen. Das war falsch."

Unternehmer unter Generalverdacht

Obwohl bereits tausende Zollbeamte damit beschäftigt sind, die Einhaltung des Mindestlohns zu kontrollieren, langt das Schulz noch nicht. Er mache sich große Sorgen, dass das Gesetz von Unternehmern "regelmäßig unterhöhlt wird, teilweise mit krimineller Energie. Das muss mehr kontrolliert werden, da muss der dafür zuständige Zoll intensiver ran."

Die Guten und die Bösen

So, jetzt wissen wir, wer die Bösen sind: Unternehmer, Superreiche, Immobilienbesitzer. Und wer sind die Guten - bei denen sich Schulz anbiedert, um ihre Stimmen zu bekommen? Das sind, so sagt Schulz, die, "die hart arbeiten, die schuften müssen… die gerade so die Miete bezahlen können… die im Stau stehen, wenn sie zur Arbeit fahren… die vergebens auf den Zug warten, wenn sie ihr Kind von der Kita abholen müssen." Die Reichen und die Unternehmer sind das natürlich nicht. Die arbeiten nicht hart, die schuften nicht, die zahlen auch keine Miete (weil sie im Eigentum wohnen), die stehen auch nicht im Stau (weil sie alle einen Privatjet haben) und der Zug kommt auch pünktlich, wenn der Zugfahrer weiß, dass da ein Superreicher wartet.

Am 13. Februar erscheint Zitelmanns neues Buch: "Psychologie der Superreichen". Leseproben und Vorbestellungen: http://psychologie-der-superreichen.de/



6 Kommentare

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Kommentare

ach der Schulz erinnert mich immer an einen kleinen Wichtel( was er ja auch ist) mit Bart..
der gehört in den Vorgarten
Zitat von Skat&BörseDer Artikel ist wieder unterste Schublade.
Entwickelt sich unsere Gesellschaft in Richtung einer gleichmäßigen Wohlstandsverteilung?
Wieviel härter arbeiten denn die Superreichen und Immobilienbesitzer, um diese Einkommens- und Vermögensunterschiede zu rechtfertigen?


naja, schaut man sich bei den Top 9 der Superreichen die vita an, stand einer schonmal mit 8 mit Papa im Laden, der andere mit 12. Alle außer Mark Zuckerberg sind über 70 Jahre.
D.h. die haben schonmal 50-60 Jahre gearbeitet.

50-60 Jahre gearbeitet oder sich zumindest Gedanken um Geld gemacht...und nicht so, wie ich bei FaceBook sehen muß, das sich ne Mutter mit 2 Kindern, weil sie die Kinder so lieb hat, für 280 Euro sich den ihre Namen und Geburtstagen hat eintättoowieren lassen.
Besser, schlauer wäre es gewesen für die 280 Euro, 80 Euro für Museum oder Zoo der Kinder auszugeben, 100 Euro zurücklegen und 100 Euro für die nächsten Winterklamotten.

aber das ist halt der Unterschied
manche, sind zurecht arm oder ärmer.
schlimm nur um seine Bücher los zu werden Herr Zitelmann jammert,hat er Angst um seine gut gehenden überteuerten Immobilien,gutes Zeichen,Zeit für die Müller Maier und Schulze's ohne Abi was zu rocken.SPD wird Kanzler again
Der Artikel ist wieder unterste Schublade.
Entwickelt sich unsere Gesellschaft in Richtung einer gleichmäßigen Wohlstandsverteilung?
Wieviel härter arbeiten denn die Superreichen und Immobilienbesitzer, um diese Einkommens- und Vermögensunterschiede zu rechtfertigen?
Hast ja Recht!
Wir alle,könnten arm sein,wie die Kirchenmäuse,er würde uns immernoch bei den bösen einsortieren,deswegen gehören wir eben nicht dazu und gut so !
Wir hätten uns fügen können,und bei ihm eintreten,aber nach 2-3 Finanzkrisen,hat mans dann doch irgendwie gepeilt,wie die Ticken,immer dasselbe!
Bleibt wenigstens noch eine Vorfreude dieses Jahr,das,mit dem Hausgemachten Hype,wiederholt sich,sowie auch das Resultat,alles schonmal da gewesen !
Zeit,dass Kalkhofe das auf die Schippe nimmt,dann haben wir wenigstens was zu lachen !

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