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BP ein Kauf - Die letzten 30 Beiträge



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Die Qurtalszahlen werden sehr interessant. Der Ölpreisanstieg sollte eine Menge an zusätzlichem Cashflow (vor Working Capital) beisteuern.

In den ersten 9 Monaten generierte BP 17,9 Mrd. an Cashflow vor Deep Water Horizon. 1,5 wurden jedoch dadurch erzielt, dass Working Capital (Vorräte z. B.) abgebaut wurde. Der Posten schwankt. Daher ziehen wir die 1,5 ab und kommen auf 16,4 Mrd. aus dem laufenden Geschäft. Damit konnten sowohl die Dividenden aus auch die Investitonen gezahlt werden, obwohl BP aktuell sehr viel investiert und ein hohes Outputwachstum erzielt (11 % y/y!).

Die Deepwaterzahlungen flachen ab auf 2 Mrd. in 2018 und leicht über 1 Mrd. ab 2019. Gleichzeitig steigt die Produktion UND die Investitonen in Relation zur Produktion nehmen ab, da die Großprojekte online gehen und damit die Investitionen für diese Projekte wegfallen. Damit sollte BP den Cashflow auch nach Deep Water Horizon im Jahr 2018 bei Ölpreisen wie in Q1-Q3 ausbalancieren können und nach Dividende sogar noch Cashflow übrig haben.

Bleibt der Ölpreis dagegen auf aktuellem Niveau, vermute ich, dass BP 2018+ hohe Free Cashflows NACH den aktuellen Dividenden erzielen wird. Das bietet Raum für attraktive Managementhandlungen:

- Reduktion der Schulden (damit Reduktion des Zinsaufwands, aber vorallem sinkendes langfristiges Risiko)
- Erhöhung der Dividende
- Aktienrückkäufe
- vielleicht ein paar Käufe von Gebietsansprüchen, z. B. in den USA, um das Shaleexposure zu erhöhen, wobei das aktuell sehr teuer wäre

An Übernahmen glaube ich nicht.
Heute habe ich etwas zugekauft. Mein BP-Anteil am Portfolio ist weiterhin gering (nun 5 %), aber ich möchte mich etwas stärker gegen Ölpreisrisiken (möglicher Anstieg) absichern und hier sehe ich BP am positivsten. Trotzdem halte ich das Chance/Risiko-Verhältnis auch insgesamt für attraktiv und hoffe auf ein operativ gutes Jahr.
Das liegt an den Zukunftserwartungen der Marktteilnehmer.

Zu dieser Zeit im Jahr 2015 sind die Ölpreise stark gestiegen. Ja, sie sind heute höher, ABER: wir haben heute eine fallende Forward-Kurve am Terminmarkt. Der Markt geht also wieder von fallenden Ölpreisen aus. Ob das richtig oder falsch ist, sei dahingestellt, jedenfalls belastet das den Kurs. 2015 war dagegen die Ansicht "die Preise steigen weiter", heute ist die Ansicht "wir liegen auf einem Hochpunkt, der Preis wird wieder fallen".
Bestes Beispiel...
...18KW. 2015!

Ölpreis unter dem von heute und BP bei ca. 6,4€
Und 2015 war DWH noch nicht zu 100% abgefrühstückt!

Mir nicht verständlich!
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.648.717 von interressiertmichauch am 08.01.18 12:11:20Vor der GOM Katastrophe war BP allgemein stark in den erneuerbaren Energien, speziell Windkraft u. Photovoltaik engagiert !

Danach fehlte leider das Geld, um dieses Engagement auszubauen.

Wie da aktuell der Stand der Dinge ist, weiß ich aber nicht ?
BP preist sich damit selbst auch immer, ja, aber ich halte das Engagement für relativ irrelevant für den Wert des Unternehmens.
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.648.252 von TME90 am 08.01.18 11:33:58"Da­rüber hinaus ist BP der westliche Energie-Riese, der am stärksten im Windkraftbereich engagiert ist."

obiges aus dem "DER Aktionär" rausgelesen, kannst Du das auch durch deine Recherche bestätigen?

und Gruß!!



"DER Aktionär" war mal als DIE BILD-Zeitung unter den Anlagezeitschriften verschrien"
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Meine Rede.

Langfristig sind die P1 Reserven eine sehr wichtige Größe. Mir scheint, als würden das einige Investoren ignorieren.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.606.999 von Todesmarsch am 03.01.18 22:30:46na, wenn das nicht schon ein Kurssprung war, die Aktie war im Februar 2016 für
unter 4,- € - 3,97 € zu haben, nur waren etliche, ich auch!....., zu schwerfällig
mit größerem Einsatz zuzugreifen!

Zitate aus "DER Aktionär"

Hochprofitabel, aber dennoch günstig
Ebenfalls bemerkenswert: Das Eigenkapital kletterte bis Ende September auf 100,3 Milliarden Dollar.
Der Börsenwert beläuft sich aktuell lediglich auf 111 Milliarden Dollar.

Dies ist eine sehr geringe Differenz – vor allem für ein Unternehmen, das allein im kommenden Jahr einen Reingewinn von knapp sieben Milliarden Dollar erzielen dürfte.

Überhaupt ist BP mit seinen Vorkommen und innerhalb der Branche sehr gut aufgestellt. Beim Ranking der höchsten Reserven unter den westlichen Energiekonzernen liegt BP derzeit mit 17,8 Milliarden Barrel auf Platz 2 hinter Exxon.
Allerdings stammen beim US-Konkurrenten mehr als 30 Prozent davon aus relativ mühsam und teuer zu erschließenden Vorkommen wie etwa Schieferöl, Schiefergas oder Ölsanden, bei BP liegt dieser Anteil bei weniger als 20 Prozent.
BP könnte jedenfalls die derzeit erwartete Tagesproduktion von etwa 3,3 Millionen Barrel noch über 14,7 Jahre hinweg aufrechterhalten – ohne in diesem Zeitraum auch nur einen einzigen weiteren Tropfen Öl zu entdecken!
Bei BP sollten Anleger indes im Hinterkopf haben, dass bei den Reserven und bei der Produktion des Konzerns immer auch ein Fünftel der Rosneft-Förderung beziehungsweise -Reserven eingerechnet sind, da BP am russischen Energie-Riesen 19,75 Prozent hält.
Würde man den Rosneft-Anteil an der Förderung und an den Reserven herausrechnen, wären es aber immer noch stattliche 13,0 Jahre.
http://www.deraktionaer.de/aktie/das-comeback-der-dividenden…
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.597.438 von Durando am 03.01.18 11:33:09Mag sein, aber dann hätte ich nie so günstig einsteigen können..;)

Spaß bei Seite.. Mich wundert der Kursverlauf auch und ich denke bei weiter steigenden oder auf diesem Niveau bleibenden Ölpreisen wird die Aktie i. Den nächsten max. zwei Jahren einen Kurssprung machen..
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.566.762 von interressiertmichauch am 29.12.17 12:34:01Zitat von interessiertmichauch:

vor deepwaterhorizon (2010) war BP bei/über 7,- €, ergo ist für mich persönlich noch eine menge Luft nach oben! ZitatAntwort



Wäre diese Deepwaterhorizon-Katastrophe nicht passiert, würde der BP-Kurs heute bestimmt mindestens bei 10€, wahrscheinlich sogar deutlich höher stehen !


BP ist aber wieder am Aufholen !
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.548.087 von interressiertmichauch am 27.12.17 10:46:32
Zitat voninterressiertmichauch:
Zitat vonSkuld: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/norwegen-wil…
Dies hier wird auf geraume Zeit auf dem Kurs der Ölfirmen lasten,Anteil an Bp zb. glaub ich 1,5%;
zudem dürfte es eine Menge Nachbilder geben.
Läufts schlecht,sehen wir noch mal alte Tiefstkurse...:D



[img]https://www.comdirect.de/inf/aktien/detail/chart.html?timeSpan=5Y&ID_NOTATION=1939052#timeSpan=6M&e&
[/img]

Ach, weil der norwegische Staatsfonds, in 1 Jahr seine Anlagen neu strukturiert,
sollen wir wallstreetuser schnell in deine favorisierten Shellaktien investieren??

Eine verdammt logische Logik.....................



Übrigens, wenn man noch einen Schritt zurück geht...........

........andere Perspektive!


kann man sehen, wer die Nase vorn hat.........es ist BP!!

vor deepwaterhorizon (2010) war BP bei/über 7,- €,

ergo ist für mich persönlich noch eine menge Luft

nach oben!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.548.087 von interressiertmichauch am 27.12.17 10:46:32die rechtzeitig eingestiegenen user können sich
immerhin über mehr als 20% Rendite (Anfang September)
plus Dividendenausschüttung
freuen!



https://kurse.boerse.ard.de/ard/kurse_einzelkurs_uebersicht.…
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.206.683 von Skuld am 17.11.17 10:31:26
Zitat vonSkuld: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/norwegen-wil…
Dies hier wird auf geraume Zeit auf dem Kurs der Ölfirmen lasten,Anteil an Bp zb. glaub ich 1,5%;
zudem dürfte es eine Menge Nachbilder geben.
Läufts schlecht,sehen wir noch mal alte Tiefstkurse...:D





Ach, weil der norwegische Staatsfonds, in 1 Jahr seine Anlagen neu strukturiert,
sollen wir wallstreetuser schnell in deine favorisierten Shellaktien investieren??

Eine verdammt logische Logik.....................

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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.310.716 von ChrisHamburg01 am 29.11.17 14:06:00Hmmm, da fehlt was

Antwort auf Beitrag Nr.: 56.307.302 von Skuld am 29.11.17 09:58:57
Zitat vonSkuld: Nur fürs Geschichtsbuch-- was für eine geile outperformance gegenüber Shell-- :D


Ich weiß ja nicht welchen Chart du dir angeschaut hast, im Jahresvergleich ist Shell vorne.

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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.263.493 von hannes24 am 24.11.17 09:07:54Die Div.-Rendite von BP ist ja schon lange gut bis sehr gut !

Der Aktienkurs hat aber schon noch Nachholbedarf.

Es müsste halt mal nachhaltig über die 6€ gehen, dann sind im nächsten Jahr viell. auch deutlich höhere Kurse möglich.

Kommt natürlich, wie immer darauf an, wie sich der Ölpreis entwickeln wird.;)
Nur fürs Geschichtsbuch-- was für eine geile outperformance gegenüber Shell-- :D
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.206.683 von Skuld am 17.11.17 10:31:26
Zitat vonSkuld: http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/norwegen-wil…
Dies hier wird auf geraume Zeit auf dem Kurs der Ölfirmen lasten,Anteil an Bp zb. glaub ich 1,5%;
zudem dürfte es eine Menge Nachbilder geben.
Läufts schlecht,sehen wir noch mal alte Tiefstkurse...:D


Super!! Kollege, dann steigt die Dividendenrendite noch mal um paar Prozent derzeit liegt sie bei 6,11%...bin entspannt:)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.201.427 von hannes24 am 16.11.17 17:58:15Genau, bei nahezu Null-Zinsen sind allgemein Aktien gefragt, insbesondere starke Dividenden-Werte !

Außerdem sieht es zur Zeit, nach eher steigenden Ölpreisen aus.
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/norwegen-wil…
Dies hier wird auf geraume Zeit auf dem Kurs der Ölfirmen lasten,Anteil an Bp zb. glaub ich 1,5%;
zudem dürfte es eine Menge Nachbilder geben.
Läufts schlecht,sehen wir noch mal alte Tiefstkurse...:D
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.191.035 von hw_aus_s am 15.11.17 16:52:51Nullzinspolitik lässt grüßen....
:)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 56.191.035 von hw_aus_s am 15.11.17 16:52:51Jaaa,solche Anleger braucht die Börse...:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.187.084 von Skuld am 15.11.17 10:43:31Solange die Dividende fließt ist mir der Kurs nahezu Schnuppe.
Sind se günstig beziehe ich mehr Stücke 🤗
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Und auch eine gute Gelegenheit,einen Performancevergleich BP-RDS-die heute ex-Dividende gehandelt werden-die nächsten Wochen vorzunehmen.
was BP angeht,nach dem chart sehen wir jedenfalls noch die 5,50;wenn die Russen sich blöd dranstellen,sind wir allerdings auch wieder fix bei 5 Euro-BP iss halt nix,was ewig im Depot gehalten wird...:D
Der BP Kurs hat ja wieder deutlich nachgegeben seit dem Ex-Dividenden Tag.

Hab den relativ günstigen Kurs wieder zum Nachkauf genutzt.
Shells Produktion - vor allem die margenstarke - basiert auf konventionellen Quellen und Deepwater/Offshore/LNG - der Fracking-Anteil ist gering und vor allem wenig profitabel, da Shell damals leider die falschen Gebiete erwischt hat (nahezu reines Gasfracking in den USA, Eagle Ford). Das ist bei BP jedoch auch der Fall. Beide kamen leider deutlich zu spät. Langfristig werden auch diese Gebiete sicherlich profitabel, aber damit alleine lässt sich kein Basis-Decline ausgleichen.

Der Cashflow basiert zu großen Teilen daher auf alter Produktion und den entsprechenden Reserven dahinter (developed Reserves). Und Shells Quellen sind hier deutlich "ausgelutschter" als die von BP. Daher wird der Decline-Druck zunehmen und es muss mehr Cashflow in die Basis reinvestiert werden. Genau wie das bei Chevron passierte - und Chevron hat von den Majors in Relation zur Unternehmensgröße die allerbeste Fracking-Position, nämlich etwa 2 Mio. Acre im Permian und zwar öllastige. Das Rückgrad einer Majors und damit seine Cashcow ist aber das Legacy-Portfolio und dieses determiniert ganz entscheidend die zukünftigen Cashflows mit - auch weil es natürlich neue Quellen finanziert - z. B. Fracking-Wells.

Viele Grüße
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.097.086 von TME90 am 03.11.17 22:41:09
Zitat vonTME90: Bei Shell habe ich wirklich einige Sorgen. Wenn ich falsch liegen sollte, freue ich mich darüber und auch für die hier in Shell investierten. Daher wünsche ich viel Erfolg mit Shell.

Zu meinen Sorgen:

vor allem geht es mir um die Reserve-Situation. Reserven/Jahresproduktion liegt bei unter 10 Jahren. Das ist extrem wenig. Ich befürchte, dass in den nächsten 5 Jahren ein starker Decline-Druck ensteht. Dieser würde dazu führen, dass a) die Produktion sinkt und damit die Cashflows sinken und b) deutlich mehr in bestehende Produktion reinvestiert werden muss und damit der Cashflow belastet wird. Chevron litt die letzten Jahre genau unter a) und b) und hatte ebenfalls eine niedrige Kennzahl "Reserven/Jahresproduktion", sodass die langfristigen Produktionsprognosen völlig verfehlt wurden.

Dazu habe ich eine weitere Sorge, die eng mit den Investments von Shell zusammenhängt. Shell erzielt im Gegensatz zu anderen Ölkonzernen einen hohen Anteil der Gewinne/Cashflows in Europa durch Downstream (Raffinerien und Tankstellen). Falls in Europa ein gewisser E-Auto-Anteil entsteht, fällt Nachfrage nach Diesel und Benzin weg und dann gibt es Überkapazitäten. Raffinerien sind Long-Cycle-Investments, das heißt, das Angebot reagiert wenig elastisch und die Margen könnten zusammenbrechen. Ich denke, dass Shell gerade daher auch stärker reagiert und in E-Auto-Auflagestationen investiert und die Raffinerien stärker "vorbereitet" (Schiffsdiesel). Das halte ich für sinnvoll, aber ich denke, dass es eher die Reaktion auf eine Anfälligkeit ist.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende


Diese Deine Einwände belegen aufs Schönste,daß du das Ölgeschäft in Zeiten der Schieferöl- und Gasproduktion nicht wirklich verstanden hast.
Daher ein kleiner Tip-was heute als Schieferressource noch nicht als Reserve ausgewiesen ist,(natürlich nicht,um auch keinen weiteren Druck auf die Ölpreise aufzubauen),geht morgen schon in Produktion-
da kann man nur sagen,hallo!!! aufwachen!!! :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.092.265 von Skuld am 03.11.17 14:15:44Bei Shell habe ich wirklich einige Sorgen. Wenn ich falsch liegen sollte, freue ich mich darüber und auch für die hier in Shell investierten. Daher wünsche ich viel Erfolg mit Shell.

Zu meinen Sorgen:

vor allem geht es mir um die Reserve-Situation. Reserven/Jahresproduktion liegt bei unter 10 Jahren. Das ist extrem wenig. Ich befürchte, dass in den nächsten 5 Jahren ein starker Decline-Druck ensteht. Dieser würde dazu führen, dass a) die Produktion sinkt und damit die Cashflows sinken und b) deutlich mehr in bestehende Produktion reinvestiert werden muss und damit der Cashflow belastet wird. Chevron litt die letzten Jahre genau unter a) und b) und hatte ebenfalls eine niedrige Kennzahl "Reserven/Jahresproduktion", sodass die langfristigen Produktionsprognosen völlig verfehlt wurden.

Dazu habe ich eine weitere Sorge, die eng mit den Investments von Shell zusammenhängt. Shell erzielt im Gegensatz zu anderen Ölkonzernen einen hohen Anteil der Gewinne/Cashflows in Europa durch Downstream (Raffinerien und Tankstellen). Falls in Europa ein gewisser E-Auto-Anteil entsteht, fällt Nachfrage nach Diesel und Benzin weg und dann gibt es Überkapazitäten. Raffinerien sind Long-Cycle-Investments, das heißt, das Angebot reagiert wenig elastisch und die Margen könnten zusammenbrechen. Ich denke, dass Shell gerade daher auch stärker reagiert und in E-Auto-Auflagestationen investiert und die Raffinerien stärker "vorbereitet" (Schiffsdiesel). Das halte ich für sinnvoll, aber ich denke, dass es eher die Reaktion auf eine Anfälligkeit ist.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende
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Bisschen was zu BP und EE:

Meinetwegen können sie das aber auch gerne abstoßen, der ROIC wird nicht sonderlich hoch sein. Wie gesagt: ich investiere hier nicht in EE, sondern in Erdöl und Erdgas. Disruptionen etc. steuer ich mit anderen Unternehmen an.

"BP is among the top wind energy producers in the US. At 31 December 2016, we directly operated 14 wind farms across eight US states, while holding an interest in a separate facility in Hawaii. Our net generating capacity from this portfolio, based on our financial stake was 1,452MW of electricity."


"BP has the largest operated renewables business among our oil and gas peers

Renewables will play an increasingly important role in a lower carbon future. They are projected to grow seven times faster than all other energy types combined. Today, they account for around 3% of global energy demand, excluding large-scale hydroelectricity.

BP has been producing renewable energy for more than a decade. Our strategy is to invest where we can build commercially viable businesses at scale. With a focus on biofuels and wind, we have the largest operated renewables business among our oil and gas peers."


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