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Lufthansa AG: Wie geht`s weiter? (Seite 1300)



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Charliebraun,

wir stimmen mal wieder überein.
Schön.
zusätzliche Anmerkung
Wenn man nichts abschreibt in einem Jahr, aber investiert,
dann mindern die Investitionen nicht den Gewinn,
der wird davon gar nicht berührt.

Was aber tangiert wird, ist der free Cash flow.
Wenn ich alles richtig verstanden habe.
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Was den unbereinigten Netto Gewinn 2019 drastisch mindert, ist die Rückstellung fürs Finanzamt in Höhe von 340 Millionen Euro. Das ist ein dicker Brocken. Da gibt es nichts zu rütteln.

Eurowings hat auch im letzten Jahr schon keinen Gewinn sondern Verlust gemacht.
Dort im Westen also nichts Neues.

Was der LH zu Gute kommt, ist das wohl geminderte Chaos an den Flughäfen mit den ganzen Verspätungen und Schadensersatz dafür.
Was LH in 2019 auch noch zu Gute kommt, ist der wohl verminderte Kerosinpreis.
Ansonsten, speziell bei LH mehr Passagiere, bessere Auslastung.
Der Preiskampf ist hart,
je tiefer der Kerosinpreis, desto tiefer die Ticketpreise.
Da dürfte sich aber einiges ausgleichen.
Noch ist das Jahr nicht gelaufen, man wird sehen, wasl letztlich übrig bleibt.
Habe schon deutlich schlimmere Prognosen bei anderen AGs gesehen bei deutlich höherem KGV.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.823.610 von Ines43 am 17.06.19 14:33:55Wenn die Investition gleich be-/genützt wird, beginnt auch die Abschreibung sofort (aber natürlich anteilig nach unterstellter Nützungs- oder Lebensdauer).
Aber im Prinzip ist Deine Unterscheidung zw. Gewinn und Free Cashflow richtig. In den FCF geht die Investition sofort zur Gänze ein.
Realität sieht eher bedrückend aus
Ich verlasse mich sehr ungern auf von den Gesellschaften publizierte Zahlen. Das passende Sprichwort kennt ja jeder. Die Realität wird für mich in der Kundenfriedenheit gemessen. Die ist in den letzten Jahren stetig gesunken. Egal wo man gebucht hat - operated wird beim Billigheimer, mit all den sich daraus ergebenen Problemen. Die Kunden fordern inzwischen zu Recht auch regelros ihre rechtlich zustehenden Schadensersatzansprüche ein. Die das Geschäft auch ins Rote rutschen lassen. Bin früher auch fast immer LH geflogen. Inzwischen nehme ich nicht mal mehr die Kurzstrecke als Zubringer, wenn man seinen Termin einhalten will. Ich denke, der Vorstand sollte mal bei Wettbewerbern fliegen, ich meine damit nicht bei den Billigheimern. Deshalb bin ich schon vor einiger Zeit bei der LH ausgestiegen. Aus meiner Sicht geht es bestimmt noch ein ganzes Stück nach unten. Falls LH tatsächlich Condor schluckt und eine Umweltzusatzsteuer kommt, wahrscheinlich sogar Richtung 10€. Ich glaube und das ist meine ganz persönliche Meinung, der Vorstand hat mit seiner Wachstumsstrategie um jeden Preis zu Lasten der Qualität vergleichbar zu BASF auf das falsche Pferd gesetzt.
Da hast Du auch wieder Recht.
Der Daumen ist von mir.
Ich Grunde mache ich es bei meinen
Immobilien ja genauso.

Kleinigkeiten werden zu 100 % sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben,
Eine Investition größer xxx wird im Jahr der Investition
anteilig abgeschrieben,
oft zu 25 % oder auch nur zu 10 %,
Aber um 75 % oder 90 % der investitionssumme hat sich
dann der Wert der Immobilie erstmal wieder erhöht
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.823.451 von charliebraun am 17.06.19 14:18:39
Zitat von charliebraun:
Zitat von DJHLS: Auch diese 3-4 EUR bekommt der Aktionär allerdings nicht, weil daraus dann noch Investitionen gestemmt werden müssen.

Entschuldige mal, das ist eine völlige Mißdeutung des Begriffs "Earnings"(Nettogewinn). Der Nettogewinn ist bereits NACH Abschreibungen von Investitionen.
Im Prinzip ist er nur eine Schätzgröße, aber er versucht genau das: die Investitionen adäquat und anteilig so zu berücksichtigen, daß die Ergebniszahl das zeigt, was wirklich unter dem Strich steht.
VOR Investitionen ist das EBITDA, bzw. im Cashflow der Operating Cashflow.


Es wird ja aber anders als hier sufggeriert nicht der Gewinn also das "E" ausgeschüttet. Wer da aslo wohl was "völlig mißdeutet"...

Aber der bilanzielle Gewinn ist sowie für die Katz - oder wie du es mittlerweile richtig erkannt hast: Eine Schätzgröße.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.823.931 von DJHLS am 17.06.19 15:11:24Ich hab überhaupt nichts suggeriert in Bezug auf eine Ausschüttung. Du hast etwas falsches suggeriert und nicht die Größe, es zuzugeben. Was ich durchaus erwartet habe. Deswegen ist hier auch wieder Ende mit uns zwei.
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Netto-Gewinn ist eine Rechengröße,
keine Schätzgröße.

Casflow = Gewinn plus Abschreibungen plus zusätzliche Rückstellung

Gewinn = Cashflow minus Abschreibung minus zusätzliche Rückstellung

Sind Abschreibung und Rückstellung beide gleich Null

dann

Gewinn = Cashflow
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Antwort auf Beitrag Nr.: 60.824.465 von Ines43 am 17.06.19 16:04:32Die DZ Bank
hat den fairen Wert für Lufthansa nach einer Gewinnwarnung von 22,00 auf 15,40 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Halten" belassen. In Reaktion auf die scharfe Reduzierung der Jahresziele habe er seine Gewinnprognosen für 2019 bis 2021 deutlich gekürzt, schrieb Analyst Dirk Schlamp in einer am Montag vorliegenden Studie. Unter Berücksichtigung des aktuellen Kursniveaus hielten sich Chancen und Risiken bei der Lufthansa-Aktie gegenwärtig die Waage.

Wenn die DZ-Bank das sagt, dann ist Alarmstufe rot.

Weil die immer so richtig liegen.:laugh:

Jetzt das Management gefordert, sonst kracht es im Karton.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.824.465 von Ines43 am 17.06.19 16:04:32Nein, Ines, das stimmt so nicht. Es ist ein bißchen komplexer.
Der FCF läßt sich auch völlig ohne Gewinnberechnung (die noch immer eine Schätzung ist) völlig aus Kassenein- und -abgängen berechnen. Die FCF-Berechnung über den Nettogewinn ist nur eine Hilfsmethode, mit der "Cashunwahrheiten" des ausgewiesenen Gewinns ausgeglichen werden. Der "Schätzcharakter" der G&V fängt an mit den Abschreibungen, geht über die Stückkosten usw.
Auf ganz lange Sicht sollten sich allerdings kumulierter FCF und Nettogewinn gleich sein.

Zu sagen Gewinn = Cashflow minus Abschreibung minus zusätzliche Rückstellung ist Unfug (egal ob hier operativer oder free cashflow gemeint ist).
Daneben gehen in den FCF noch Änderungen des working capital ein, die mit G&V überhaupt nichts zu tun haben (zB Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen, Änderung Lagerhaltung usw.).
Mit G&V direkt zu tun haben hingegen die in den USA sehr häufig hohen Aktienvergütungen, die als Gehaltsbestandteil direkt in die G&V gehen, dafür aber keinen Kapitalabfluß darstellen.
Usw. usf.
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