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Droht jetzt die dicke fette lange Hausse? (Seite 163)


DAX
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Antwort auf Beitrag Nr.: 59.456.835 von charliebraun am 17.12.18 20:01:00...und bei Deiner Graphik hab ich den Verdacht, daß die "operating EPS" sich auf das EBITDA pro Aktie beziehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.456.844 von charliebraun am 17.12.18 20:02:34Ich versuche mal, vor allem auch einfach nur für mich, die wichtigsten Punkte rund um die Thesen von Clemens Schmale zusammenzufassen:

1. Wir haben in den USA gegenwärtig ein absolutes Rekord-Gewinn-Niveau mit S&P 500-Nettogewinnmargen über 11%, welche trotzdem etwa 4 Prozentpunkte unterhalb der über 15% liegenden EBIT-Margen liegen.

2. Mit einem aktuellen KGV von knapp 20:
http://www.multpl.com/
erscheint der amerikanische Markt schon aktuell nicht übermäßig teuer (zumal dieses nach der kommenden Berichtssaison automatisch nochmal ein Stück weit absacken dürfte, weil das 4.Quartal nach Inkrafttreten von Trumps Steuerreform mit einfließen wird).

Wenn Schmale über die historisch feststellbaren EBIT-Margen-Rückgänge zu Rezessionszeiten aufzuzeigen versucht, dass der Markt selbst im Falle einer Rezession nicht exorbitant teuer werden würde, wird es in mancherlei HInsicht schwierig und man fragt sich, warum er diesen Schwierigkeiten nicht dadurch aus dem Weg geht, dass er gleich statt auf die Ebit-Margen abzuzielen, den Rückgang des Reingewinns bzw. Anstieg des KGVs (:-)) während der vergangenen Rezessionen heranzieht.

Aber geschenkt und mag sein, dass er - zumindest im Falle einer vergleichsweise milden und schnell vorübergehenden Rezession - Recht hat. Und man kann die oben angegebenen Gewinnmargen sicherlich ohne geschichtlich aus dem Rahmen zu fallen so bepreisen, wie es der Markt aktuell tut. Von mir aus ist man damit sogar im Zeitrahmen seit etwa 1990 sogar relativ preiswert.

Auf der anderen Seite hat der amerikanische Markt aber 2018, was die Gewinnmargen und das Gewinnwachstum anbelangt, in der schönsten aller kapitalistischen Welten gelebt und es könnte ja gut sein, dass man gerade den Abschied von dieser Welt einpreist. Mehr nicht. Richtige Schnäppchen scheinen mir die US-Aktien nach dem insgesamt doch sehr überschaubaren Rückgang seit dem Allzeithoch im Herbst jedenfalls noch nicht zu sein. Von daher HOFFE ich darauf, dass es noch ein Stück weiter heruntergeht - damit ich dann mit noch höheren Chancen und niedrigerem Risiko meinen Longanteil ausbauen kann.
Also von wegen nur Trübsal überall. Hendrik Leber schreit vor Glück und preist heute per Interview auf n-tv den DAX als Schnäppchenkorb an:

https://www.handelsblatt.com/video/unternehmen/aktien-die-bo…
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.465.823 von Der Tscheche am 18.12.18 21:15:31Was soll man anderes dazu sagen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.466.000 von charliebraun am 18.12.18 21:44:31american association of individual investors survey 12/12/18


https://www.aaii.com/sentimentsurvey

Nur 20% bullish ist ein seltener bärischer Extremwert und ein statistisch signifikanter bullischer Kontraindikator.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.466.048 von charliebraun am 18.12.18 21:51:45
Zitat von charliebraun: Nur 20% bullish ist ein seltener bärischer Extremwert und ein statistisch signifikanter bullischer Kontraindikator.


Interessant. Ich denke mal, das Sentiment wird als Kontraindikator gerne überschätzt bzw. stark bullische / stark bärische Ausprägungen zu wenig als normale Begleiterscheinung von Bullen- / Bärenmärkten wahrgenommen.

Und mit diesem Vor-Urteil als Hintergrund (also letztlich schon ein Stück weit nach seiner Bestätigung suchend) habe ich mir mal den Artikel auf der von Dir verlinkten Seite durchgelesen:

https://www.aaii.com/journal/article3/is-the-aaii-sentiment-….

Und was soll ich sagen: ich fühle mich in meiner Einschätzung voll und ganz bestätigt.

So heißt es dort recht schnell sehr schön passend dazu:

"For example, during 2003 and 2004, AAII members stayed mostly bullish, a reflection of the rebound in stock prices and expansion of the U.S. economy. Conversely, during the bear market period of November 2007 through February 2009, AAII members largely stayed pessimistic about the market’s direction."

Direkt zu Deiner Aussage oben und reichlich konträr dazu stellt der Autor zudem fest:

"Bullish sentiment is not considered to be extraordinarily high until it surpasses 59.8%. It is not considered to be extraordinarily low until it falls below 17.8%."

Da fehlt's also bei den aktuellen 20% Bullenanteil noch ein Stück weit...

Der Autor warnt zudem explizit selbst für die Fälle jenseits der genannten Scjhwellen davor, allzuviel Wert auf die Betrachtung des Sentiments zu legen.

Ich finde den kompletten Artikel sehr nützlich und aufschlussreich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.466.594 von Der Tscheche am 18.12.18 23:13:43Ich hab mir den gesamten Datensatz runtergeladen. Ein Wert von 20% ist jedenfalls signifikant bullisch für die darauffolgende Wochen.
Vielleicht stelle ich die Auswerting rein, wenn/falls ich sie fertig mache.
Wäre interessant. Mich gruselt es (wegen meines hohen Put-Anteils) auch schon regelrecht ob des Pessimismus in den Börsenforen. Und jetzt wird womöglich morgen auch noch die Einigung zwischen EU und Italien zelebriert und das als Anlass für eine Weihnachtsrallye genommen.
Der Schmale schon wieder. Kommt jetzt auch (schon wieder ohne jede Quellenangabe) mit dem Sentiment daher und weiß auch einen Ausweg gegen den Einwand, dass weder die bullische, noch die bärische Einschätzung allein für sich genommen nicht extrem genug sind.
Er packt sie beide zusammen und erwartet ob des extrem "bull-bear-spreads" spätestens in Q1 eine Rallye, die sich gewaschen hat. Wird Dir gefallen, sein Artikel, charliebraun:

https://www.godmode-trader.de/artikel/spoiler-alarm-so-wird-…
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.469.129 von Der Tscheche am 19.12.18 11:42:15Der Absturz des Smart Money MoneyIndex ist hammermäßig. Ich sage auch, das ist eigentlich das Gegenteil von dem, was man erwarten kann, wenn man sich VOR einem Crash wähnt.

Die Auswertung der AAII-Daten war ganz schön Arbeit. War mir schon zu spät zum reinstellen gestern.
Wenn in der Datei nicht gleichzeitig S&P-Wochenhöchst- und -tiefststände angegeben gewesen wären, wär's sowieso nicht gegangen.
Zur Erklärung: Habe Werte minimaler Bullishness bis höchstens 21,0% berücksichtigt, Kursreferenz war dann jeweils der Wochentiefststand des S&P500 in der fraglichen Woche und im Vergleich dazu die Wochenhöchstwerte des S&P 1-12 Wochen danach.
So sah die durchschnittliche Entwicklung 1-12 Wochen danach aus:



Also, durchschnittliche Performance z.B. nach einer Woche war +2,52% (trough to peak), mit einem Plus in 96% der Fälle, mit schlechtester Performance -2,91% und bester Performance +5,95%. usw.

Bemerkenswert, 12 Wochen danach war -4,04% die schlechteste Performance, die man in allen diesen Fällen in 30 Jahren finden konnte.
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