Das Ende des Tradings durch neue Steuerregel? (Seite 305)

eröffnet am 17.12.19 08:19:16 von
neuester Beitrag 28.11.20 19:24:57 von


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11.08.20 20:07:06
Beitrag Nr. 3.041 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.543.464 von Taxadvisor am 25.07.20 15:58:11
Zitat von Taxadvisor:
Zitat von Chris_M: ...

Genau und wenn man 5k oder 10k Profit macht würde sich eine Auswanderung m.M.n. auch nicht rechnen.


Damit würde sich die GmbH-Lösung wohl auch unter Kostengesichtspunkten rechnen. Wenn die Lösung steht, werde ich berichten.

Gruß
Taxadvisor


Welche Lösung steht denn ? Bin interessiert :)

Also nach ein paar Monaten Erfahrung muss ich auch sagen, die Gmbh Gründung war doch echt einfach, 2 mal zum Notar gelaufen, bisschen Schriftverkehr mit FA und Gewerbeamt und ein paar andere Kleinigkeiten, fertig. Also da war meine private Steuererklärung vorher auch nicht leichter, denn auch da muss man sich ja alles mögliche ausarbeiten.

Kosten bisher absolut überschaubar, allerdings habe ich auch noch keine Rechnung vom Steuerberater ;)

Und wer noch anzweifelt dass man das auch ohne kann hier mal ein Einblick aus meiner Bilanz zum Stichtag 31.07. nach 4 Monaten Trading, meistens nur Swingtrading:

Sonst. betriebliche Erträge: 97.189 Euro
Sonst. betriebliche Aufwendungen: 84.115 Euro

Das hätte privat schon sehr weh getan.
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11.08.20 20:10:24
Beitrag Nr. 3.042 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.725.541 von elmuchodingdong am 11.08.20 19:22:16
Zitat von elmuchodingdong:
Zitat von unimatrix27: Ich habe mir eine kleine Software entwickelt, die aus den Rohdaten des Brokers (bei mir, Interactive Brokers, gilt auch für alle Reseller, z.B. Captrader usw) die Buchungssätze ermittelt und diese in eine CSV-Datei exportiert


Hab ich mir auch schon überlegt. Das Problem ist aber: Was wenn das Finanzamt die Unterlagen des Brokers nicht anerkennt. Bisher wurde dann z.B. eine Anerkennung von Verlusten verweigert. Nach neuem Recht, kann es dann aber sein, dass die Verluste garnicht mehr anerkannt werden, die Gewinne jedoch schon. Dann verlangt das FA auf 10.000 Euro Gewinn Steuern, weil sie nichtmal die 10.000 Euro Verluste anerkennen mangels hinreichender Abrechnung vom Broker. Das sind so Sachen auf die ich einfach kein Bock habe.


Ich trade in einer GmbH daher spreche ich ja von Buchhaltung und Buchungssätzen. Natürlich kann falls nötig jeder einzelne Buchungssatz belegt werden (keine Buchung ohne Beleg). Insofern greift das mit den 10K hier nicht. Das ist ja der Sinn der Sache. Wobei ich sagen muss auch ohne Sinn macht es viel Spaß.
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11.08.20 21:56:21
Beitrag Nr. 3.043 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.726.198 von unimatrix27 am 11.08.20 20:07:06
Zitat von unimatrix27: Welche Lösung steht denn ? Bin interessiert :)


Software-Lösung (über StB-Gesellschaft) mit direkt Import von der Bank, Verbuchung, Steuererklärungen, Jahresabschluss für "kleines" Geld.

Sowie das Paket gebucht werden kann, werde ich berichten.

Gruß
Taxadvisor
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11.08.20 22:04:39
Beitrag Nr. 3.044 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.727.758 von Taxadvisor am 11.08.20 21:56:21ah ok, war leider die letzten Monate hier nicht so drin, da hätte ich auch mit gemacht ;)

Habe ja eine Softwarelösung für mich (natürlich nicht für die Steuererklärungen)
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12.08.20 03:03:40
Beitrag Nr. 3.045 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.716.535 von Chris_M am 11.08.20 10:40:22
Zitat von Chris_M: SPD ist mutig jetzt schon einen KKandiaten zu stellen und schon werden Koalitionsmöglichkeiten in den Raum gestellt rot/rot/grün. Mal sehen ob Olaf bis zum wirklichen Wahlkampf verbrannt ist so wie einige seine Vorgänger.


Die SPD hat sich gute Chancen herausgearbeitet, als kleiner Junior in einer Linksfront unter grüner Führung dabei zu sein.

Olaf Scholz und Lothar Binding sind ausgewiesene Steuererhöhungsexperten. Das wird den Grünen und den Kommunisten / Linke gut gefallen. :rolleyes:

Olaf Scholz wird von den Medien als Mitte dargestellt, von Partei-"Freunden" gar als rechts. Dabei zeigt sich für uns Steuerzahler - gerade auch hier im Thread - dass er in Wahrheit ein "truly socialist" ist ... :laugh:

Einziger Trost wird nächstes Jahr im TV das Kanzlerduell sein. Da wird "NoOlaf" Scholz nämlich gar nicht eingeladen werden, da zu einem Duell nun mal nur zwei Leute antreten werden (1 x Union und 1 x Grüne)! :p
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12.08.20 09:30:49
Beitrag Nr. 3.046 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.724.650 von unimatrix27 am 11.08.20 18:14:48Hallo unimatrix,
Danke schön für deine schnelle Antwort.

Viele Grüße und gute Trades.
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12.08.20 10:19:09
Beitrag Nr. 3.047 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.728.976 von walker333 am 12.08.20 03:03:40
Zitat von walker333: Die SPD hat sich gute Chancen herausgearbeitet, als kleiner Junior in einer Linksfront unter grüner Führung dabei zu sein.

Olaf Scholz und Lothar Binding sind ausgewiesene Steuererhöhungsexperten. Das wird den Grünen und den Kommunisten / Linke gut gefallen. :rolleyes:


Kronprinz Kevin ist über KKandidat Scholz not amused. Mit seinen sehr linken Ansichten müßte der eigenlich bei den Linken sein. Rechnet bei der SPD wohl mit größeren Chance auf ein späteres Ministeramt oder Schlimmeres um Deutschland mitzugestalten.🤢

Grün-Rot-Rot: Radikale Klimapolitik, Grundeinkommen für alle, usw. wird ordentlich kosten.
Wir bösen Trader dürfen es dann mitfinanzieren, ach nein geht nicht, Handeln wird dann komplett verboten.
Wie man in 4 Jahren in einem Land wüten kann, sieht man in den USA.

CDU/CSU haben eine Auswahl an guten Kandidaten und auch wenn es noch lange hin ist eine Prognose für die meisten Stimmen. Falls 2021 ähnliche Themen den Alltag beherrschen wird das so bleiben. Hoffentlich vergeigen sie es nicht mit irgendwelchen Scharmützeln, sonst: :cry::mad::O
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12.08.20 14:31:35
Beitrag Nr. 3.048 ()
@Taxadvisor eine OffTippic Frage bzgl. inländische / Ausländische Einkünfte, weil ich gerade was vom §2 AStG gehört habe.

Zinsen und BitCoingewinne kann man soweit ich gehört habe, weder dem Inland noch Ausland zuordnen

Beispiel Anton sitzt im Ausland (z.B. Italilen) und kauft Zertifikate z.B. an der Frankfurter Zertifikate Börse oder im Direktkauf mit dem Emittenten und veräußert diese wieder mit Gewinn.

Sind diese Gewinne nun steuerrechtlich in Deutschland entstanden oder im Ausland wo man den gewöhnlichen Aufenthalt hat. Das scheint ja auch wichtig zu sein und nicht dass das FA kommt und sich auf §2 AStG beruht und Steuern nachfordern will.

Vielen dank für deine Antwort und ich freue mich schon, wenn du mehr von dem berichtest

"Software-Lösung (über StB-Gesellschaft) mit direkt Import von der Bank, Verbuchung, Steuererklärungen, Jahresabschluss für "kleines" Geld.

Sowie das Paket gebucht werden kann, werde ich berichten."
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12.08.20 14:34:10
Beitrag Nr. 3.049 ()
ach falls das noch informativ für den o.g. Beitrag ist, das Broker Konto ist ein dt. Broker
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13.08.20 09:41:51
Beitrag Nr. 3.050 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 64.723.687 von unimatrix27 am 11.08.20 17:13:09Hallo unimatrix,

Zitat von unimatrix27: Um was genau geht es denn hier? Verschiedene Verlustverrechnungskreise in der GmbH? Wo kann ich was darüber lesen.

Ich habe selbst versucht das nachzuvollziehen, hier meine Gedankengänge während ich mich Schritt für Schritt durch das Gesetz hangele. Ich bin Laie. "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal..." trifft hier zu, ich halte mich bloß nicht dran:

Wir befinden uns in § 15 EStG, der Einkünfte aus Gewerbebetrieb regelt.

§ 15 Abs. 4 Satz 1 EStG: "Verluste aus gewerblicher Tierzucht oder gewerblicher Tierhaltung dürfen weder mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden […]"

Aus irgendwelchen Gründen bestimmt das Gesetz, dass gewerbliche Tierzucht steuerliche Nachteile haben sollte, denn der Verlustausgleich mit jeglichen anderen Einkunftsarten wird ausgeschlossen (jedenfalls im selben Jahr, siehe Satz 2).

§ 15 Abs. 4 Satz 3 EStG: “Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für Verluste aus Termingeschäften, durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer veränderlichen Bezugsgröße bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt.“

Analog gilt: Verluste aus denjenigen Termingeschäften, die der o.g. Spezifikation entsprechen, dürfen nicht mit anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden. Der Wortlaut dieser Spezifikation (“durch die der Steuerpflichtige einen Differenzausgleich oder einen durch den Wert einer veränderlichen Bezugsgröße bestimmten Geldbetrag oder Vorteil erlangt”) ist exakt derselbe wie in § 20 Abs. 2 Nr. 3a.

Diese Spezifikation von Termingeschäften umfasst nach meinem Verständnis keine Stillhaltergeschäfte, denn durch den Verkauf einer Option erhalte ich eine Prämie, die sodann nicht mehr vom Wert einer veränderlichen Bezugsgröße (lies: Basiswert) abhängt, und ein Differenzausgleich ist es auch nicht. Durch den Wortlaut dieser Spezifikation trennt der Gesetzgeber Stillhaltergeschäfte von anderen Termingeschäften und schafft so die begriffliche Basis, die Besteuerung von Stillhaltergeschäften und anderen Termingeschäften unterschiedlich zu regeln (wie auch in § 20 EStG im Fall von Einkünften aus Kapitalvermögen).

Wenn diese Interpretation korrekt ist, bedeutet das für gewerbliche Einkünfte nach § 15 EStG: Verluste aus Termingeschäften (außer Stillhaltergeschäften) können nicht mit anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden, also auch nicht mit Verlusten aus Stillhaltergeschäften. Dann muss man auch in einer GmbH einen Verrechnungstopf für diese Termingeschäfte führen.

Für Verluste aus Stillhaltergeschäften finde ich umgekehrt keine solche Beschränkung, die können also mit anderen Einkunfsarten verrechnet werden (nur eben nicht mit anderen Termingeschäften).

So verstehe ich die Ausführungen von @Taxadvisor in seinen Antworten auf @deltaneutral.

Zitat von unimatrix27: Ist das nur relevant wenn Optionen geschrieben werden?

Nein, das Verrechnungsverbot gilt für Termingeschäfte (außer Stillhaltergeschäfte), also ist es auch relevant, wenn keine Optionen geschrieben werden. Wenn man allerdings keine Optionen schreibt, kann man alle anderen Termingeschäfte in einen Topf tun und miteinander verrechnen.

Wenn das so stimmt, macht es die GmbH als Trading-Vehikel nicht gerade kaputt, aber es verkompliziert die Sache für einen Optionshändler. Ich müßte zusehen, dass ich unterjährig die nicht verrechenbaren Verluste im Auge behalte und meine Strategien entsprechend anpasse oder gewichte. Du meine Güte...
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