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Rechtliche Schritte gegen Wirecard / AR / EY ?

eröffnet am 24.06.20 20:52:12 von
neuester Beitrag 06.06.22 20:55:27 von

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06.06.22 20:55:27
Beitrag Nr. 1.340 ()
Klagen gegen EY
Hallo,

es gibt ja auf mehreren Wegen Klagen gegen EY Deutschland bzgl. Schadensersatz im Zusammenhang mit dem Wirecard Mandat.

1) diverse Einzelklagen
2) Das KapMug Verfahren soll eingeleitet werden
3) Ich gehe davon aus, dass auch der Insolvenzverwalter EY in Haftung nehmen will.

Werden diese unterschiedlichen Verfahren irgendwie gebündelt? Oder bekommt der, der zuerst ein rechtskräftiges Urteil erwirkt, dann das, was verfügbar ist?


Wie ist hier der Ablauf.... natürlich immer in der Annahme, dass EY zu Schadenersatz verpflichtet wird.

Ferner versucht die DSW ja noch eine aussergerichtliche Einigung mit EY International über eine niederländische Stiftungslösung.
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10.04.22 09:34:20
Beitrag Nr. 1.339 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 71.325.813 von Moneyburner1 am 10.04.22 09:29:17Ich w[rde sagen nein, da die vom Insolvenyverwalter geltend gemachte Forderung die von Wirecard gegen den Abschlusspr[fer ist und nicht die des Anlegers. zudem ist paragraph 255 bgb zu beachten.
Wirecard | 0,053 €
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10.04.22 09:29:17
Beitrag Nr. 1.338 ()
Hallo,

mal eine Frage an die Juristen:

„Das Verbot der sogenannten doppelten
Rechtshängigkeit untersagt die Beteiligung an mehreren Verfahren gleichzeitig"

Ich habe nun meine Wirecard Forderungen beim Insolvenzverwalter Jaffe angemeldet.
Ich gehe davon aus, dass dieser auch gegen EY rechtliche Schritte einleitet.

Ebenso möchte ich mich am Kapitalanlegermusterverfahrens (KapMuG-Verfahren) gegen EY beteiligen.

Habe ich damit nicht eine Beteiligung an mehreren Verfahren?

Wie werden diese Forderungen gegen EY zusammengeführt?


Vielen Dank für Eure Hilfe !
Wirecard | 0,053 €
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10.04.22 09:26:01
Beitrag Nr. 1.337 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 71.172.364 von ali_ende am 23.03.22 10:34:50
Zitat von ali_ende: Hallo, ich kann mir als hobby-jurist nicht wirklich vorstellen, wie sich das ausgehen soll. Wenn, dann hat EY Deutschland den Schaden verursacht. Da kann EY international sicher nicht belangt werden.
Ich würde mich eher einer größeren Klage bzw. dem Musterverfahren anschließen, da stehen die Chancen vermutlich besser.
Gibt ja auch genug Anbieter.. TILP/SCHIRP/Pinsent Masons (mit Finanzierer LitFin)/etc.


Hallo,

ich sehe das ähnlich. Natürlich hätte es einen Charme, wenn EY Global mit haftet. Dies läuft aber nur über Freiwilligkeit. Dafür das Recht an dem Musterverfahren teilzunehmen, aufzugeben, halte ich für gewagt.

Siehe Statement DSW:
Die Stiftungslösung steht allen geschädigten Wirecard-Anlegern offen. Das gilt
auch für nicht-deutsche Anleger. Aus diesem Grund wird diese Lösung von
dem europäischen Anlegerverband BETTER FINANCE unterstützt.
Ab sofort können sich die betroffenen Anleger online unter https://www.dswinfo.de/wirecard/ kostenlos registrieren und erhalten nach der Registrierung
weitere Informationen. Wichtig dabei ist, dass die Beteiligung an einer Lösung
im Wege der Stichting nur für Geschädigte möglich ist, die sich bisher nicht an
einem Klageverfahren beteiligt haben. „Das Verbot der sogenannten doppelten
Rechtshängigkeit untersagt die Beteiligung an mehreren Verfahren gleichzeitig“, sagt Nieding. Betroffene sollten jetzt schnell handeln, und sich bei der Stiftung registrieren, so Nieding weit


Die Kosten für das Musterverfahren sind ja übersichtlich bzw können ggf über einen Prozessfinanzierer abgedeckt werden.


Soweit meine Meinung....
Wirecard | 0,053 €
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24.03.22 14:16:35
Beitrag Nr. 1.336 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 71.185.489 von tbhomy am 24.03.22 13:55:18Vielen Dank für die Einschätzung, tbhomy!
Wirecard | 0,035 €
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24.03.22 13:55:18
Beitrag Nr. 1.335 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 71.174.974 von phil73 am 23.03.22 14:36:11
Delisting am letzten Handelsplatz jederzeit möglich
Zitat von phil73: Die WIRECARD Aktie ist ja weiterhin in Hamburg handelbar.

Wie sind Eure Prognosen: Wird sich am Kurs bis zur endgültigen Einstellung des Handels noch etwas tun? Gibt es noch ungedeckte Short-Seller?
Wie lange wird der Handel in Hamburg noch möglich sein?

Grüße
phil73


Die Erstnotierung der Wirecard Aktie befand sich im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse:

Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Stuttgart, Tradegate Exchange
Quelle z.B.: https://www.wirecard.com/de/2020/06/25/wirecard-ag-antrag-au…

Das Delisting der Deutschen Börse, also das Delisting der Erstnotierung der Wirecard Aktie im regulierten Markt, ist bereits erfolgt:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/wirecard-aktie…

Die Aktien können seitdem nur noch im Freiverkehr der Börse Hamburg gehandelt werden:
https://www.boersenag.de/Aktien/DE0007472060/Wirecard%20AG

Die Deutsche Börse hat bereits festgestellt, dass ein ordnungsgemäßer Handel auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist. Selbst im Freiverkehr nicht:
https://www.boerse-frankfurt.de/nachrichten/7bc0a3d8-d646-42…

Die AGB für den Freiverkehr der Börse Hamburg sehen ebenfalls Regeln für das Delisting der Aktie vor:
https://www.boersenag.de/Regelwerke

Es dürfte daher nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Börse Hamburg den Handel mit Wirecard-Aktien ebenfalls einstellt. Gemäß §25 Börsengesetz gibt es zudem Optionen, den Handel quasi über Nacht zu beenden, und zwar "von Amts wegen":

Die Geschäftsführung kann den Handel von Finanzinstrumenten, Wirtschaftsgütern oder Rechten
1. aussetzen, wenn ein ordnungsgemäßer Börsenhandel zeitweilig gefährdet oder wenn dies zum Schutz des Publikums geboten erscheint; und
2. einstellen, wenn ein ordnungsgemäßer Börsenhandel nicht mehr gewährleistet erscheint.

https://www.gesetze-im-internet.de/b_rsg_2007/__25.html

Das der ordnungsgemäße Handel auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist, hat wie oben verlinkt die Deutsche Börse bereits im November 2021 festgestellt ! Die Uhr tickt also bereits seit 4 Monaten...nur meine Meinung.
Wirecard | 0,035 €
1 Antwort
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23.03.22 14:36:11
Beitrag Nr. 1.334 ()
WIRECARD Aktie in Hamburg
Die WIRECARD Aktie ist ja weiterhin in Hamburg handelbar.

Wie sind Eure Prognosen: Wird sich am Kurs bis zur endgültigen Einstellung des Handels noch etwas tun? Gibt es noch ungedeckte Short-Seller?
Wie lange wird der Handel in Hamburg noch möglich sein?

Grüße
phil73
Wirecard | 0,033 €
2 Antworten
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23.03.22 10:34:50
Beitrag Nr. 1.333 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 71.150.950 von Moneyburner1 am 20.03.22 18:22:06Hallo, ich kann mir als hobby-jurist nicht wirklich vorstellen, wie sich das ausgehen soll. Wenn, dann hat EY Deutschland den Schaden verursacht. Da kann EY international sicher nicht belangt werden.
Ich würde mich eher einer größeren Klage bzw. dem Musterverfahren anschließen, da stehen die Chancen vermutlich besser.
Gibt ja auch genug Anbieter.. TILP/SCHIRP/Pinsent Masons (mit Finanzierer LitFin)/etc.
Wirecard | 0,033 €
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20.03.22 18:22:06
Beitrag Nr. 1.332 ()
Hallo,

wie ordnet Ihr denn das Vorgehen der DSW ein?

Hier wird man ja vor die Wahl gestellt, entweder sich am KapMuGVerfahren gegen EY Deutschland (z.b. über Tilp oder Dr. Greger etc) zu beteiligen oder sich der DSW anzuschliessen, die auch EY International in Anspruch nehmen will.

Vielen Dank für Euer Feedback


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebes DSW-Mitglied,



wie Sie vielleicht der Presse entnommen haben, hat das Landgericht München mit Beschluss von Montag in Sachen Wirecard einen Vorlagebeschluss in einem Verfahren von Aktionären sowohl gegen Herrn Dr. Markus Braun als auch gegen die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY erlassen. Das Bayerische Oberste Landesgericht wird nun prüfen, ob es zu einem Kapitalanlegermusterverfahren in dieser Sache kommen kann und ob dieses dann letztendlich eröffnet wird.



Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass ein solches Verfahren bisher noch nicht eröffnet ist und insofern auch keine Maßnahmen Ihrerseits notwendig sind oder bereits eingeleitet werden können.



Selbstverständlich werden wir auch diese Option für Sie analysieren/bewerten und Ihnen konkrete Handlungsempfehlungen übermitteln. Für eine solche Handlungsempfehlung ist es derzeit allerdings noch zu früh, denn zunächst ist abzuwarten, wie sich das OLG verhält und wie der weitere Ablauf des Verfahrens ausgestaltet sein wird.



Ergänzend hinweisen möchten wir aber bereits heute auf folgende Aspekte:



Wie wir in unseren bisherigen Rundschreiben erläutert haben, ist der Ansatz der DSW nicht – wie dies anderenorts verfolgt wird – allein weitere Klagen gegen EY Deutschland einzureichen.



Vielmehr ist unser Ansatz weiterhin und das auch unabhängig von der Frage, ob und wie ein KapMuG-Verfahren in München eröffnet wird, einen Entschädigungsfonds für die betroffenen Wirecard-Aktionäre auf Basis einer niederländischen Stiftung aufzubauen. Ein solcher Entschädigungsfonds hat den zentralen Vorteil, dass dieser eben nicht nur von EY Deutschland gespeist wird. Vielmehr geht es darum, auch eine Haftung der Ernst & Young Global Ltd. und damit von EY International möglich zu machen und dafür ein Vehikel zur Verfügung zu stellen.



Hintergrund dabei ist, dass schon aufgrund der Höhe der Schadenersatzforderungen, die im Raum stehen, nur EY International in der Lage sein wird, diese Ansprüche in der Gesamtheit aller Anleger zu befriedigen und einen angemessenen Vergleichsvorschlag zu unterbreiten. Dies wird im Rahmen des KapMuG-Verfahrens, welches allein gegen EY Deutschland geführt wird, nicht möglich sein.

Genau deswegen ist es so wichtig, auch EY International in Anspruch zu nehmen und für einen Entschädigungsfonds zu gewinnen. An dieser Lösung haben wir in den letzten Monaten sehr intensiv gearbeitet.



Wir freuen uns, Ihnen heute mitteilen zu können, dass uns die Finanzierungszusage eines internationalen Prozessfinanzierers mittlerweile vorliegt.



Dies bedeutet, dass Ihre Ersatzansprüche über die Stiftung ohne Kostenrisiko gegen EY Deutschland und eben auch gegen EY International gerichtlich geltend gemacht werden können. Über die konkrete Ausgestaltung und Einzelheiten werden wir Anfang April im Rahmen einer Pressekonferenz berichten und Ihnen diese Möglichkeit zur gleichen Zeit im Rahmen eines weiteren Rundschreibens dezidiert vorstellen.



Abschließend möchten wir noch auf einen sehr wichtigen Aspekt hinweisen, der für Sie und auch für die Teilhabe an einer Entschädigungsfonds-Lösung elementar ist:



So wird Ihre Beteiligung an einer Lösung im Wege eines Entschädigungsfonds und damit einer prozessfinanzierten Klage gegen EY Deutschland und EY International nur dann möglich sein, wenn Sie sich nicht zuvor an einem Klageverfahren anderer Anbieter beteiligt haben. Das Verbot der sog. doppelten Rechtshängigkeit untersagt die Beteiligung an mehreren Verfahren gleichzeitig.
Auch eine Splittung der Ansprüche und Verfahren gegenüber EY Deutschland auf der einen und EY International auf der anderen Seite ist nicht möglich, da sich die Finanzierungszusage für ein Verfahren gegen beide Adressen bezieht.



Ob und wie Sie sich entscheiden bzw. welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen, werden wir Ihnen in unserem nächsten Rundschreiben - bzw. wenn das KapMuG-Verfahren in München eröffnet werden sollte - genauer erläutern.



Derzeit ist also keinerlei Aktion Ihrerseits notwendig.

Möglicherweise hat es für Sie sogar Nachteile, wenn Sie nun bereits Entscheidungen treffen und sich an eine Adresse vorzeitig binden.



Wie bereits oben avisiert, werden wir Ihnen mit unserem nächsten Rundschreiben Anfang April den weiteren Weg erläutern.



Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen





Marc Tüngler Thomas Hechtfischer





__________________________________________





gnature_471996791



Deutsche Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz e.V. (DSW)

* Postfach 35 01 63

D-40443 Düsseldorf



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Sitz des Vereins ist Düsseldorf | Amtsgericht Düsseldorf | VR 3994
Präsidium: Ulrich Hocker (Präsident), Daniela Bergdolt (Vize-Präsidentin), Klaus Nieding (Vize-Präsident)
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17.03.22 20:04:27
Beitrag Nr. 1.331 ()
Antwort auf Beitrag Nr.: 71.130.429 von Marieinvests am 17.03.22 14:48:57Ja, das hört sich auch gut an, so kann man ohne eigenes finanzielles Risiko teilnehmen und muss nur im Erfolgsfall eine Provision abgeben.
Ein Prozessfinanierer steigt nur ein, wenn er eine realistische Chance sieht, EY zur Verantwortung zu ziehen.
LitFin:
Wir bieten Ihnen die Finanzierung der Teilnahme an einem gebündelten Vorgehen mehrerer Tausend geschädigter Anleger gegen die Ernst & Young GmbH an, um Ihre Schadensersatzansprüche ohne jegliches Kostenrisiko von einer renommierten internationalen Wirtschaftskanzlei durchsetzen zu lassen.
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