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AWD, DVAG, MLP sowie Maklerpools und die Fragen von Kunden - 500 Beiträge pro Seite


MLP
ISIN: DE0006569908 | WKN: 656990 | Symbol: MLP
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Neuigkeiten zur MLP Aktie


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Hallo an alle,

es ist an der Zeit, daß der Kunde darüber informiert, welche Nachteileund Vorteile es für ihn hat sich

a) von einem Einfachagenten
b) von einem Mehrfachagenten
c) von einem Handelsvertreter nach HGB 84
d) von eimem Makler nach HGB 93

beraten und betreuen zu lassen.

Dazu stelle ich mir vor:

I) Zunächst gehen wir den Status des Beraters durch
II) Dann klären wir, wie frei der Kunde bzgl. seiner Verträge hinsichtlich der Übertragung von Rechten und Pflichten ist
III) Wir gehen weiter, in welchem Umfang Beratungen angeboten werden (vom reinen Sachmakler bishin zum Generalisten) und
IV) besprechen hier, in welchem Verhältnis AP und BP in Abhängigkeit der Tätigkeit (siehe I) ) und Zugehörigkeitsdauer in der Branche stehen sollten und welche Auswirkungen das für den Kunden haben kann


Ok?


Gut:

I) Ich bitte um die Vor- und Nachteiles eines Einfachagenten
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.257 von interna am 30.10.10 14:33:05Es fehlen Honorar-Berater und die Unterscheidung des Status in den anderen Produktbereichen ... Makler bei Versicherungen, im Bereich geschlossener Fonds Abz*cker... ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.357 von zocklany am 30.10.10 15:19:47HansderMeiser,

gut, nehmen wir gerne hinzu. Dann mal los:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.648 von interna am 30.10.10 17:30:33Honorarberatung ist was Theoretisches in D, der Rest ist beraterabhängig, wobei ein Makler tendenziell besser sein sollte...
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.672 von HansderMeiser am 30.10.10 17:38:58wobei ein Makler tendenziell besser sein sollte...

Respekt,knallhart geurteilt :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.762 von zocklany am 30.10.10 18:17:25zocklany, HansderMeiser,

schrittweise bitte mit dem Einfachagenten zu Beginn:


Vorteile bitte
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.867 von interna am 30.10.10 19:10:26Keine Vorteile?

Dann zu Frage 2: Darf der Einfachagent die Kunden mit allen Rechten und Pflichten ziehen lassen?

Nach meinem Wissen müßte hier die Versicherungsgesellschaft zustimmen. Schaue ich mir die Bestandsübertragungsmöglichkeiten an, so finde ich hier immer die restriktivsten Einschränkungen.

Daher sollte jeder Kunde sich von seinem Einfachagenten schriftlich erklären lassen, ob und in welchem Umfang die Verträge einem anderen Berater seiner Wahl übertragen werden können.

Meinungen von Einfachagenten bitte!
Vorteile des Einfirmenagenten (jeweils nur gegebenenfalls):

- guter Kundenbestand
- Fixum
- geringerer Doku-Aufwand
- Firmenwagen
- Angestelltenverhältnis (bei inzwischen einigen Kindern mag die GKV lohnen)
- vorgegebene Struktur (manch einer mag durch zuviel Freiheit überfordert sein)

nicht meine Meinung, aber wir wollen die Diskussion mal ein wenig voranbringen
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.422.498 von Hotrenortaak am 31.10.10 00:37:28Hotrenortaak,

ok, ich meinte zwar Vorteile für den Kunden, doch leite ich daraus ab, daß ein Einfirmenagent dann mit mehr Ruhe seine Kunden beraten und betreuen kann. Ok, das ist dann wie bei einem Berater mit hohen BPs so. Gut, kann man durchgehen lassen.

Zu den Einfirmenagenten: Hinzu käme evtl. noch der tiefere Einblick in die Tarife Eurer Gesellschaft. So tief kann ich das als Makler nicht, denn ich müßte das dann ja bei vielen Dutzend können.


Gut, kommen wir zu den Nachteilen:
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.421.762 von zocklany am 30.10.10 18:17:25nahezu alle Makler, die ich kenne, leben knapp über Hartz IV... :rolleyes:

Einen (einzigen) "interna"-Makler (der davon leben kann) kenne ich allerdings auch! ;)

Aus meiner Sicht sind viele Makler nur "verkappte" Einfirmenvermittler, die nur keinen Bock mehr auf eine einzige Versicherung hatten oder dort rausgeschmissen wurde.

Vorteile für den Kunden: wie ich bereits geschrieben habe: beraterabhängig, häufig unabhängig vom Status, ob Makler oder Versicherungsverkäufer (angestellter, wasauchimmer).
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.423.798 von HansderMeiser am 31.10.10 16:24:39HansderMeiser,

nun gibt es schon einige Berater (egal, ob Einfachagent ... oder Makler), die ganz ordentlich verdienen und leben.

In einem Punkt hast Du leider ziemlich recht:

"Aus meiner Sicht sind viele Makler nur "verkappte" Einfirmenvermittler, die nur keinen Bock mehr auf eine einzige Versicherung hatten oder dort rausgeschmissen wurde."

Ok, dann sollte der Kunden nur wissen, wer mit wem wie überhaupt einen Vertrag abschließt bei

Einfach, Mehrfachagenten, Handelsvertreter und

Maklern
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.423.895 von interna am 31.10.10 16:54:36ganz einfach!

alle kunden in deutschland lassen sich zukünftig einfach von interna beraten!

welcher ja so sauber war und ist, stichwort heidelberger leben interna!!! jaja, auch du hast in der vergangenheit nicht geprüft und nun spielt du hier den eisernen rächer? lächerlich teddybär!

hab dich trozdem lieb, denn ohne witzfiguren wie dich wäre die FDL doch nicht spannend, oder?

lieber kuß
der king
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.424.392 von lesking am 31.10.10 19:25:11Guten Morgen lesking,

halte Dich doch in diesem Thread bitte an das Thema - danke. Bzgl. meiner Person teile ich mit, daß mir die Problematik eines Handelsvertreters im Jahr 2000 bewußt wurde und ich dann zum 31.12.2000 kündigte. Seitdem sind meine Kunden auch "mir" und natürlich gebe ich alle Verträge mit allen Rechten und Pflichten frei (bei von mir seit 2001 vermittelten Verträgen vollständig, sonst in dem Rahmen, in dem ich die Verträge mit Rechten und Pflichten übernommen habe).

Bei Einfach- und Mehrfachagenten ist das nicht möglich. Nun zum Handelsvertreter: lesking, wie sieht es bei Dir aus, wenn ein Kunde sich von Dir verabschieden sollte? Geben Du und MLP alle von Euch betreuten Verträge auch bzgl. der noch möglichen Bestands- und Dynamikprovisionen frei?
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.425.226 von interna am 01.11.10 06:55:35Hallo lesking, zittern die Finger vor der Anwort. Dann gebe ich sie für Dich:

Nein, Du kannst gar nichts machen wie so viele Einfach-/Mehrfachagenten bzw. Handelsvertreter. Die Auswirkungen können für einen Kunden erheblich sein. Musterkunde gefällig?


a) LVs über Dich mit Jahresbeitrag 4.000 €, 10% Dynamik, noch 30 Jahre Laufzeit
b) PKV über Dich mit Jahresbeitrag 5.000 €


Dynamik 400 € * 30 = 12.000 €, macht bei 5% Provision 600 € für MLP, 0 € für einen Alternativmakler

Bestand LV macht bei 2% BP 80 € für MLP (pro Jahr), 0 € für einen Alternativmakler

Bestand KV macht bei 2% BP 100 € für MLP (pro Jahr), 0 € für einen Alternativmakler


Ein Kunde zahlt proa Jahr also ca. 180 - 780 € an MLP, auch wenn er MLP gar nicht mehr will!

Sachverträge habe ich mal rausgenommen, Geldanlage auch, denn hier gibt es ja wenigere Restriktionsmöglichkeiten!


Ein an und für sich sehr lukrativer Kunde wird am Markt unlukrativ, nur weil sich eine Laden wie MLP alles einverleibt.

180 € * 30 Jahre = 5.400 € - mal so nebenbei


Hallo Kunden, aufwachen!
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.427.183 von interna am 01.11.10 12:02:50Guten Abend,

auf zur nächsten Frage:

Wie verteilt sich bei Euch Beratern denn Euer Umsatz auf die Sparten:


Sach
Bestand KV/LV/BU
Bestand Geldanlage
Neugeschäft KV
Neugeschäft LV/BU
Neugeschäft Geldanlage
Finanzierungen/Honorare
sonstiges (Beteiligungen, denkmalgeschützte Immobilien etc.)?

Wer liegt im Bereich Neugeschäft KV/LV/BU summarisch unter 50% vom Gesamtumsatz?
Wer liegt im Bereich Sach + Bestand KV/LV/BU/Geldanlage über 40% vom Gesamtumsatz?

Der Kunde sollte wach werden, wenn ein Berater schon länger im Geschäft ist und fast alles über das Neugeschäft "verdient".
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.477.252 von lesking am 08.11.10 19:33:33lesking startet mal wieder mit einer vielsagenden Antwort!

Ich bitte um die Übersetzung Deines Gähnens in eine uns alle verständlich Sprache - wie wäre es mit Deutsch?

Oder ist Dein LV/KV/BU-Umsatz prozentual so hoch?

:D
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.478.265 von interna am 08.11.10 21:20:22:yawn::yawn::yawn: wirklich gähn! entwickle mal was neues bitte!
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.478.578 von lesking am 08.11.10 21:52:39Gerne:

Frage 5: Ist lesking nun eine Handelsvertreter nach HGB 84 oder ein Makler nach HGB 93? Was erzählt lesking seinem Kunden wirklich?

----------------------------------------------------------------------------------------

Für die Anderen: Frage 2 kombiniert mit der Umsatzverteilung zeigt auf, ob Ihr Berater wirklich nachhaltig und langfristit mit Ihnen arbeiten will. An einem Verkäufer ist nichts auszusetzen, wenn er dazu steht.

Doch zu schwafeln "Ist langfristig gut für Sie", "Sie müssen etwas für das Alter tun.", "Wir haben das beste Konzept.", "Wenn wir beide mal im Ruhestand sind, dann werden Sie sehen, wie gut ich es mit Ihnen gemeint habe."....

und dann immer nur LV (in den Schattierungen Rürup/Riester/Direktversicherung/KVP/ISP/LV etc. mit doppelt umgedeckten Riester und Neuumdeckung BU) anzubieten, paßt dann wirklich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.478.883 von interna am 08.11.10 22:22:05Noch mal für alle mitlesenden Kunden:

Ein MLP-Berater ist ein Handelsvertreter nach HGB 84! Jeder interessierte Kunde möge sich diesen Passus durchlesen und dann im Vergleich HGB 93!

Der Unterschied ist frappierend aber noch keineswegs entscheidend.

Entscheidend ist sind dann eher die Zusatzinformationen:


a) Der MLP-Berater bekommt nur einen relativ kleinen Teil von der Gesamtprovision (im Vergleich zu einem Makler).

b) Der MLP-Berater kann Verträge keineswegs freigeben, sondern MLP behält viele Dinge ein Leben lang (Vertragsleben...) für sich wie Dynamikprovisionen, Bestandsprovisionen ...

c) Viele MLP-Berater haben eine meiner Meinung nach ungesunde Mischung zwischen Höhe Abschlußprovisionen und Höhe Bestandsprovisionen (Das gilt leider auch für einige Makler!).


Fazit: Die Idee von MLP war und ist sehr gut. Die Ausführung hingegen halte ich für sehr schlecht (leider!).
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.487.693 von interna am 09.11.10 21:14:51Aktualisierung: Ist es wahr, daß MLP die BP-Sätze auf dem niedrigen Niveau beläßt?

:cry:

Nun, dann ist der Aktienkurs ja gerettet - doch was hilft das langfristig den Kunden und Beratern?
"Aktualisierung: Ist es wahr, daß MLP die BP-Sätze auf dem niedrigen Niveau beläßt?"

Alternativ habe ich gehört, daß MLP überlegt, die BP-Sätze individualisiert und an den Berater-, bzw. Geschäftsstellen-Umsatzerfolg koppelt.

Dies würde dazu führen, daß "Minderleister" noch schneller noch schneller verhungern (besonders im Bestandsbereich), bzw. noch schneller rausgeschmissen werden.

Aber genaueres werden wir erst nach dem nächsten Hauptseminar hören.

Immerhin planen extrem viele MLPler, sich die Laptopgebühren wiederzuholen. Hier müssen dermaßen große Rückstellungen gebildet werden (plus diw laufenden Mindereinnahmen der Firma), daß eine nennenswerte Erhöhung der Bepro von außen betrachtet unmöglich scheint.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.788.449 von Hotrenortaak am 03.01.11 11:31:18Hotrenortaak,

wer also solide seine Kunden berät und die LV-Quote im Zaum hält, bekommt weniger BP, weil:

a) er weniger Umsatz gemacht hat und
b) der Anteil dann noch mal geringer ist

Oder umgekehrt: Die LV-Heißdüsen werden noch belohnt?

Das kann doch nicht sein!

Ok, MLPler, wie hoch war denn Eure BP (vom %-Satz) in 2010? Sind es weiterhin:

0,5% * FIM-Faktor (FIM-Faktor Element aus der Zahlenmenge aller reellen Zahlen zwischen 0 und 1).
"Oder umgekehrt: Die LV-Heißdüsen werden noch belohnt?"

Das wäre nicht das erste Mal...

Außerdem gehen Gerüchte über Modelle, bei denen man Partner einer GS oder MLP werden kann ebenfalls in die Richtung, lieber den "harten Kern" belohnen zu wollen.

Es spricht seitens der AG auch erstmal nicht viel dagegen, die Highperformer halten zu wollen. Allerdings müßte man dann bei den Neueinstellungen deutlich stärker sieben und die "Kostgänger" schneller rausschmeißen.

Langfristig weniger Berater wären die Folge -und da die Beraterzeit begrenzt ist sowie bei gegebener Kundenzahl - ein noch stärkerer Fokus auf umsatzbringende Prozesse.

Das wäre ein guter Weg, um 84er Buden wie Formaxx oder ggf. Mayflower wieder umsatzstarke Berater abzugraben. Wenn das die Strategie ist, bietet das gute Nischen für freie Makler, die ihre Kunden fair und in der Breite aufstellen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.792.771 von Hotrenortaak am 03.01.11 22:45:31Hallo Hotrenortaak,

und schon wieder ist ein Berater an den Fragen verzweifelt und der Kunde hat sich nun einen anderen Berater gesucht. Wir sollten den Fragebogen noch viel umfangreicher einsetzen. Nach dem gestrigen Film über AWD und Maschmeyer sollten einige Kunden doch ausreichend sensibilisiert sein - oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.858.541 von interna am 13.01.11 20:46:51Bis Ende Mai wird der Fragebogen noch mal überprüft, ergänzt und verbessert. Konstruktive (auch kritische) Vorschläge sind sehr willkommen (sowohl von Kundensicht als auch von Beratersicht).
Frage zu Beteiligung >10% von Harris Ass. an MLP über Oakmark Funds:

Muss der gemeine MLP-Berater seinen Kunden gegenüber offenlegen, dass die Harris Associates LP über die Fonds der Oakmark mit über 10% an MLP beteiligt ist?
Damals, als Swiss-Life über 10% hielt, musste der MLP Berater dies bei jedem Kunden offenlegen?

Wer weiß etwas dazu?
Informationspflicht soll durch bestehende Kundeninfo erfüllt sein.

Harris muss nicht gesondert erwähnt werden, da keine
Versicherungsgesellschaft...so das Feedback aus der Zentrale
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.478.571 von Hotrenortaak am 10.05.11 14:00:22Und wem gehört Harris?

Wem gehört eigentlich Swiss Life?


Harris:

Harris is an indirect subsidiary of Natixis Global Asset Management, L.P. (formerly IXIS Asset Management US Group L.P.). Harris remains autonomous retaining full control of investment decisions, investment philosophy, and day-to-day operations. We believe the association with Natixis provides the firm with additional resources for the distribution of our separate account and mutual fund businesses. Our relationship with Natixis continues to motivate our professionals to provide a high level of service and investment performance for our clients.


Natixis Global Asset Management, L.P.

Shareholders
Natixis Global AM a strong ownership structure
Natixis Global AM is the holding company that brings together the asset management companies of Natixis. Its capital is owned by Natixis (100%).



...


Die Natixis ist die Investmentbank der französischen Sparkassen (Caisse d’Epargne) und Genossenschaftsbanken (Banques Populaires), die beide jeweils 34,5 % der Bank besitzen.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geschichte
2 Siehe auch
3 Einzelnachweise
4 Weblinks


Geschichte [Bearbeiten]Natixis ist im November 2006 durch die Fusion der französischen Investmentbanken Natexis und der Ixis entstanden.[2]. Dieses waren die Investmentbanken der französischen Sparkassen, die Caisses d’Epargne (Ixis), und der genossenschaftlichen Banques Populaires (Natexis). Die deutsche Zweigniederlassung hat ihren Sitz in Frankfurt.

2008 musste die Investmentbank Abschreibungen von 1,5 Milliarden Euro vornehmen und verlor deshalb 1,02 Milliarden Euro. 2007 hatte das Institut 1 Mrd. Euro verdient.[3]

In Deutschland ist Natixis in erster Linie durch den Vertrieb von Strukturierten Produkten und Zertifikaten an Endkunden bekannt. Die Produkte werden über Banken, Sparkassen und Volksbanken flächendeckend vertrieben.


...


Mal schauen, wer dann noch dahinter steckt!
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.480.732 von interna am 10.05.11 19:07:17Wegen der vielen Anfragen zum Fragebogen noch mal die Intention samt den Fragen. Ich bitte alle um Mithilfe, den Fragebogen zu aktualisieren, den Bereich Geldanlage zu erweitern und zu verteilen.


Meine Intention war folgende: Ich hatte mich gefragt, von welchem Berater ich gerne betreut werden würde, wenn ich nicht mehr tätig wäre. Daraus ergeben sich derzeit folgende Fragen(komplexe):


1. Als was sind Sie tätig? Warum? Welche Versicherungssumme umfaßt Ihre Vermögensschadenshaftpflichtversicherung?

a. Einfachagent
b. Mehrfachagent
c. Handelsvertreter (§ 84 HGB)
d. Handelsmakler (§ 93 HGB)


Der Berater, der diese Frage vorgesetzt bekommt, soll einerseits einfach wahrheitsgemäß hinschreiben, was er ist und warum. Außerdem soll er aufzeigen, welche Vor- und Nachteile seine Position im Marktvergleich hat.

Ich bitte dazu um Rückmeldungen, wie man diesen Bereich ergänzen und verbessern kann.


Danke!
Das sind vier gute Fragen, die sich der Kunde stellen sollte.

Dies sind vier Fragen, die sich der HGB 84-Handelsvertreter fragen sollte:

"Wieso habe ich keine eigenen Kunden?"
"Wieso denkt mein Chef, ich sei weisungsgebunden?"
"wieso bekomme ich so wenig Abschluß-/Bestandsprovision?"
"Wieso lasse ich das mit mir machen?"
Das sind gute Fragen, wohl wahr!

Nun, dann ist zu dem ersten Fragekomplex wohl alles geschrieben worden und wir halten diesen Bereich schon mal fest. Kommen wir zur Frage 2:


Frage 2: Übertragen Sie auf Wunsch alle über Sie abgeschlossenen Versicherungen mit allen Rechten und Pflichten auf einen von mir gewünschten Berater? Falls nein: Welche Provisionen würden Sie oder der Bestandsinhaber bei einem Beraterwechsel weiterhin bekommen (und nicht der neue Berater)?


Zur Erklärung: Nehmen wir mal an, Sie als Kunde zahlen im Jahr 1.800 € in Ihre Lebensversicherung (einschließlich Renten- oder BU-Versicherung). Dann fallen in der Regel ca. 36 € Bestandsprovision pro Jahr an (Ausnahmen bestätigen die Regel). Wer bekommt die 36 €? Fair und korrekt wäre es doch, daß der das Geld bekommt, der Sie betreut - oder? Oder bezahlen Sie noch Ihren ersten Friseur oder Ihren ersten Kinderarzt, obwohl Ihnen jetzt ein anderer Friseur die Haare schneidet bzw. Sie einen anderen Arzt haben?

Ich bitte um Rückmeldungen zu diesem Fragenkomplex - danke vorab.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.864.030 von interna am 29.07.11 11:41:52Frage 2: Übertragen Sie auf Wunsch alle über Sie abgeschlossenen Versicherungen mit allen Rechten und Pflichten auf einen von mir gewünschten Berater? Falls nein: Welche Provisionen würden Sie oder der Bestandsinhaber bei einem Beraterwechsel weiterhin bekommen (und nicht der neue Berater)?


das ist zweifelohne eine frage, die den versicherungskunden brennend interessiert:laugh::laugh::laugh:

Ist interna womöglich auf dem Weg, ein Comedian zu werden?
Lieber Prof.Dr.B.Scheuert,

nehmen wir mal an, der Kunde hat eine private Krankenversicherung für 5.000 € im Jahr. Da fallen ca. 100 € an Bestandsprovisionen an. Nun hat er Fragen wie:

- Tarifumstellungen (natürlich innerhalb der Gesellschaft)
- Adressänderung
- Fragen bzgl. der Zahlungen zu der Gesellschaft
- etc.

Sein Ursprungsberater aber arbeitet schlampig und schlecht. Dann sucht sich der Kunde einen anderen Berater und will ihm die Betreuung übertragen. Aber der neue Berater bekommt die 100 € nicht sondern weiterhin der alte (hallo Central, hallo DVAG, um ein Beispiel zu nennen).

Ist das fair? Nein, das ist wie Sklaventum!

Und das sollten die Kunden schon vor einem Abschluß wissen.


Kandidaten sind:

AWD, DVAG, MLP...

und

Allianz, Central, UKV, Württembergische

um nur einige zu nennen (und, liebe Gesellschaften, das habe ich natürlich schriftlich!).


Die Kunden sollten keinen Vertrag mehr abschließen, der nicht mit allen Rechten und Pflichten übertragbar ist. Ach ja, Hamburg Mannheimer hatte ich vergessen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.867.279 von interna am 29.07.11 20:59:51danke für die ausführliche erklärung, ohne dich wäre ich echt nicht drauf gekommen, was du willst:rolleyes:

DEN KUNDEN INTERESSIERT DAS TROTZDEM EINEN SCHEISS
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.867.305 von Prof.Dr.B.Scheuert am 29.07.11 21:06:55Da muß ich Dich korrigieren. Es gibt viele Kunden, denen es wichtig ist, daß Ihr Berater für seine Arbeit angemessen bezahlt wird und nicht mehr der Ex-Berater. Das wäre ja so, als ob der Ex-Friseur noch Geld für das Haare schneiden bekommt, wenn der neue Friseur das macht.

Die Kunden sollten das alle wissen und dann entscheiden, von wem Sie beraten werden. Offenheit ist hier wichtig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.867.372 von interna am 29.07.11 21:28:27wann genau legst du deinen fragebogen dem kunden vor? beim kennen lernen, oder? oder kurz danach. welche wirkung hinterlässt du beim kunden, wenn du ihm zu beginn solche fragen stellst?

kleiner tipp: der kunde denkt, farbe beim trocknen zuzusehen ist spannender, als mit interna zu reden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.867.372 von interna am 29.07.11 21:28:27Die Kunden sollten das alle wissen und dann entscheiden, von wem Sie beraten werden. Offenheit ist hier wichtig.

eine umfrage unter 100 kunden hat ergeben, das genau keiner das wissen will. die offenheit ist nur dir wichtig
@ Prof. Dr .(hoffentlich nicht abgeschrieben) B. Scheuert

Wie sollte Deiner Meinung nach ein Kunde die Spreu vom Weizen bei den Beratern trennen?

Magst Du hier mithelfen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.867.840 von Hotrenortaak am 29.07.11 23:45:28in der tat, das ist schwer. ein von versicherungsverkäufern entworfenes fragepapier dürfte aber doch wohl keineswegs zum ziel führen. es ist ähnlich schwer,einen guten arzt, anwalt oder steuerberater zu finden. aber auch hier hilft ein fragebogen über das honorar nicht weiter.

zumal, wer gibt euch versichrungsverkäufern überhaupt das recht, euch selbst als 'die guten' zu bezeichnen? von interna zum beispiel würde ich mich weder im bereich krankenversicherung noch im bereich der altersvorsorge beraten lassen. Krankenversicherung kann creinphan viel besser, und wer in der altersvorsorge versicherungsproduke empfiehlt, egal ob bav, riester oder rürup, der kann nicht rechnen und ist somit in meinen augen als berater untauglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.868.085 von Prof.Dr.B.Scheuert am 30.07.11 09:14:48ich dachte, der zerstreute prof. sei längst emeritiert.

was ist eigentlich aus diesem sagenhaften, nur ihm exclusiv zugänglichen altersvorsorge-produkt geworden? da warten ja einige foristen noch auf auskunft. soweit ich mich erinnere, kam da nicht einmal heisse luft, nur lauwarme.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.868.651 von gras-plus-halm am 30.07.11 13:35:29hm, könnte es vielleicht so sein, das diese foristen tatsächlich nur in der lage sind, ihre lebensversicherungsprodukte gewürzt mit ein paar dws und templetonfonds als rentenprodukte wahrzunehmen und es deshalb gar keinen sinn macht, an dieser stelle lösungen zu placieren?
Hallo Prof.Dr.B.Scheuert,

zu

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Die Kunden sollten das alle wissen und dann entscheiden, von wem Sie beraten werden. Offenheit ist hier wichtig.

eine umfrage unter 100 kunden hat ergeben, das genau keiner das wissen will. die offenheit ist nur dir wichtig
------

Ich neme dir nicht ab, das Du 100 Kunden gefragt hast. Natürlich mag es Menschen geben, die sich nicht dafür interessieren. Doch das sind auch keine Kunden. Kunden sind Menschen, die bereit sind, für eine Dienstleistung angemessen zu bezahlen. Und die sollen eben vorab wissen, wen Sie auf Dauer bezahlen.

Du bist doch am Posten. Ist der Provider, den Du benutzt, Dein erster im Leben? Falls nicht, bezahlst Du noch Deinen ersten?

:confused:

Mir ist es wichtig, daß die Kunden umfänglich informiert werden und immer frei mit allen Verträgen gehen können.

MIR ist das wichtig, daß die Kunden wissen, wohin die Provisionen fließen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.869.814 von interna am 31.07.11 10:20:20Du bist doch am Posten. Ist der Provider, den Du benutzt, Dein erster im Leben? Falls nicht, bezahlst Du noch Deinen ersten?

was für ein alberner vergleich. zum glück hat mir keiner der anbieter jemals einen albernen fragebogen vorgelegt. dort wäre ich garantiert kein kunde geworden.

:confused:

Mir ist es wichtig, daß die Kunden umfänglich informiert werden und immer frei mit allen Verträgen gehen können.

MIR ist das wichtig, daß die Kunden wissen, wohin die Provisionen fließen.


das sage ich doch die ganze zeit. DIR ist das wichtig, den kunden interessiert das nicht die bohne. sollte hier jedoch irgendein kunde interesse heucheln, gehe davon aus, das er nur zu nett ist, dir die wahrheit zu sagen.
kümmere dich doch lieber mal um eine vernünftige altersvorsorgeverkaufsqualität, statt dich darum zu kümmern, ob die dvag auch ohne betreuung noch bepro kassiert.
Hallo Prof.Dr.B.Scheuert,

ja, MIR ist es wichtig, daß die Menschen, die mit mir arbeiten (oder später mal arbeiten wollen) ganz eindeutig wissen, wie meine Einstellung zum Thema Zusammenarbeit ist. Die Freiheit des Kunden, sich jederzeit einen anderen Berater suchen und diesem auch alle Verträge so übertragen zu können, daß der dann neue Berater auch daran verdient, steht bei mir eben ganz oben.

Es ist gut, daß wir in einem freien Land leben, wo der Kunde entscheiden kann, ob er einen Fragebogen nutzen möchte oder nicht. Zumindest sollte jeder Kunde vorab wissen, welche Nachteile es hat, sich mit einem Berater X von dem Unternehmen Y einzulassen.

Abschließend: Du scheinst hier der Einzige zu sein, der den Fragebogen nicht "will". Die Nachfrage nach dem Fragebogen (Version 2.0 ist fast fertig dank der Hilfe von Mitstreitern) zeigt auf:

a) Entweder lassen sich diese Menschen alle so von meinen Zeilen verführen, daß die gar nicht anders können als nachzfragen oder

b) Du stellst nur eine kleine Minderheit dar


a) ist doch Quatsch, also einigen wir uns auf b)



Noch mal: Es gibt Unternehmen (z.B. DVAG in Verbindung mit der Central), da geschieht folgendes:


Sie, lieber Kunde, unterschreiben für eine private Krankenversicherung (Central) bei einem DVAG-ler. Dafür bekommt die DVAG ordentlich Geld. So weit, so gut.

Der Berater betreut Sie sagen wir mal 5 Jahre und verläßt dann das Unternehmen. Bis dahin bekommt die DAVG weiterhin Bestandsprovisionen. Auch das ist in Ordnung.

Nun suchen Sie sich einen anderen Berater, der nicht bei der DVAG ist. Dann bekommt der neue Berater 0,00 € an Bestandsprovisionen. Das ist nicht in Ordnung.

Aber, und hier ist die DVAG Meister: Es kommt z.B. zu einer Erhöhung des Krankentagegelds, weil Sie das wünschen (und es Sinn macht). Es ist also ein "Neuabschluß". Auch dann bekommt die DVAG die Abschlußprovision und der neue nicht-DVAG-ler gar nichts. Das ist wie Leibeigentum.

Geht es um viel Geld? Sagen wir mal, Ihr Jahresbeitrag beträgt 6.000 €. Die Beiträge steigen ja (zumindest im Rahmen der Inflation). Sagen wir mal, Sie leben noch 50 Jahre. Dann bekommt die DVAG:

6.000 € * 2% * 50 = 6.000 € über die Jahre.

Der neue Berater sagt Ihnen, daß er da nichts mehr verdienen kann und wird Sie möglicherweise nicht betreuen.

Nun haben Sie einen Zwillingsbruder: Der schließt am gleichen Tag den gleichen Tarif ab, nur bei einem "freien" Berater. Nach fünf Jahren sucht er sich auch einen anderen Berater (und zwar genau den, den Sie haben wollten). Der Berater wird jetzt zusagen, denn für brutto 120 € pro Jahr ist eine gute Beratung auch finanziell auf Dauer gut möglich.

Fazit: Alles gleich, nur Sie als Kunde stehen schlechter da.


Hallo Prof.Dr.B.Scheuert, warum sollte man diesem Kunden keinen Fragebogen geben?


:laugh:
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.870.125 von interna am 31.07.11 13:19:56Abschließend: Du scheinst hier der Einzige zu sein, der den Fragebogen nicht "will". Die Nachfrage nach dem Fragebogen (Version 2.0 ist fast fertig dank der Hilfe von Mitstreitern) zeigt auf:


du diskutierst nun aus vertriebssicht, ich aus kundensicht. neueste umfragen unter 1000 versicherungskunden ergaben, das sich wirklich niemand für deinen fragebogen 2.0 (lol, man bist du albern) interessiert.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.870.125 von interna am 31.07.11 13:19:56Noch mal: Es gibt Unternehmen (z.B. DVAG in Verbindung mit der Central), da geschieht folgendes:


Sie, lieber Kunde, unterschreiben für eine private Krankenversicherung (Central) bei einem DVAG-ler. Dafür bekommt die DVAG ordentlich Geld. So weit, so gut.

Der Berater betreut Sie sagen wir mal 5 Jahre und verläßt dann das Unternehmen. Bis dahin bekommt die DAVG weiterhin Bestandsprovisionen. Auch das ist in Ordnung.

Nun suchen Sie sich einen anderen Berater, der nicht bei der DVAG ist. Dann bekommt der neue Berater 0,00 € an Bestandsprovisionen. Das ist nicht in Ordnung.

Aber, und hier ist die DVAG Meister: Es kommt z.B. zu einer Erhöhung des Krankentagegelds, weil Sie das wünschen (und es Sinn macht). Es ist also ein "Neuabschluß". Auch dann bekommt die DVAG die Abschlußprovision und der neue nicht-DVAG-ler gar nichts. Das ist wie Leibeigentum.

Geht es um viel Geld? Sagen wir mal, Ihr Jahresbeitrag beträgt 6.000 €. Die Beiträge steigen ja (zumindest im Rahmen der Inflation). Sagen wir mal, Sie leben noch 50 Jahre. Dann bekommt die DVAG:

6.000 € * 2% * 50 = 6.000 € über die Jahre.

Der neue Berater sagt Ihnen, daß er da nichts mehr verdienen kann und wird Sie möglicherweise nicht betreuen.

Nun haben Sie einen Zwillingsbruder: Der schließt am gleichen Tag den gleichen Tarif ab, nur bei einem "freien" Berater. Nach fünf Jahren sucht er sich auch einen anderen Berater (und zwar genau den, den Sie haben wollten). Der Berater wird jetzt zusagen, denn für brutto 120 € pro Jahr ist eine gute Beratung auch finanziell auf Dauer gut möglich.

Fazit: Alles gleich, nur Sie als Kunde stehen schlechter da.


Hallo Prof.Dr.B.Scheuert, warum sollte man diesem Kunden keinen Fragebogen geben?


laber, laber, laber

keule, ich habe dich längst verstanden. da spielt es keine rolle, wie oft du dein beispiel veränderst.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.870.236 von Prof.Dr.B.Scheuert am 31.07.11 14:18:43Prof.Dr.B.Scheuert,

ich argumentiere natürlich auch aus Vertriebssicht. Wenn ich der einzige Berater wäre (was nicht der Fall ist), der die Verträge vollumfänglich frei gibt, dann hätte ich einen "USP" Unique Selling Point.

Schön, daß Du mich längst verstanden hast!

Mir reicht die aktuelle Nachfrage nach dem Fragebogen (und das sind neben Kunden auch viele Berater) - anscheinend haben wir völlig divergente Kundenstämme (was eigentlich ja klar sein sollte... :cool: ).
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.870.303 von interna am 31.07.11 14:42:23hoffentlich sind die semesterferien bald vorbei und der laber-prof geht wieder an seine pädagogische hochschule
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.870.598 von gras-plus-halm am 31.07.11 17:40:29Die Frage nach dem Übertragen der Bestände zeigt ja auch, wie frei der Berater ist (sowohl rein rechtlich als auch gegenüber sich selbst).

Denn man nenne mir einen vernünftigen Grund, warum ein Ex-Berater (oder eben der übergeordnete Strukturvertrieb) Geld bekommen sollte, wenn der Vertrag von einem anderen Berater betreut werden soll - auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden.

Prof.Dr.B.Scheuert, Du lamentierst hier immer, daß man mehr für die Kunden tun sollte. Macht man das, dann lamentierst Du dagegen. Das ist schade, wir hätten hier gemeinsam gegen die LV-Heißdüsen vorgehen sollen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.871.693 von interna am 01.08.11 08:17:26Zwischenergebnis:


Frage 1: Zeigt auf, wie unabhängig der Berater wirklich ist!

Frage 2: Zeigt eindeutig auf, wie frei der Kunde mit seinen Verträgen ist!


Kommen wir zum Fragenkomplex 3:


Frage 3: In welchen Sparten würden Sie mich betreuen?

Listen Sie zu den einzelnen Sparten auf, wie das Verhältnis von Abschluß- und Bestandsprovisionen bei Ihnen pro Jahr in der Summe ist. Listen Sie auf, wie sich Ihr Einkommen in den letzten 12 Monaten hinsichtlich AP und BP verteilt hat.


Kommentare dazu bitte!
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.872.286 von interna am 01.08.11 10:07:31Hintergrund der Frage 3:

a) In welchen Sparten würden Sie mich betreuen?

- Es ist völlig ok, wenn ein Berater nicht alle Sparten anbietet sondern nur einen Teil. Das sollte offen kommuniziert werden. Ich biete z.B. keine Betreuung in den Sparten geschlossene Fonds, Beteiligungen oder Aktien/Zertifikate an und begründe das natürlich auch. Es gibt nun auch mal Kapazitätsgrenzen!


b) Die Frage nach der Verteilung zwischen Abschluß- und Bestandsprovision zeigt auf, wie weit der Berater schon im Bestand arbeitet. Zusammen mit der Information, wie lange der Berater schon im Job ist, bekommt man ein Bild darüber, ob der Berater überhaupt auch betreut (bzw. dafür auch bezahlt wird) und damit unabhängig vom Neugeschäft wird.



:cool:
Zur Information für die Kunden:

Eine Dynamik bringt Abschlußprovisionen!
und bei einer Laufzeit von sagen wir 30 Jahren beträgt das Verhältnis

AP zu BP 100:23*


*Annahmen: 5% AP auf die Wertungssumme, 2% BP auf den Jahresbeitrag, Diskontierung 4% p.a.


Auf Deutsch:

Wenn eine Gesellschaft z.B. 1.500 € an AP zahlt, dann folgen in den nächsten 30 Jahren noch weitere 345 € hinzu (bei 4% Diskontierung eben).

Man bekommt also für den Abschluß mehr als das Vierfache als für 30 Jahre Betreuung.

Wie wäre es, man würde das Verhältnis auf 1:2 verteilen?

Also die 1.845 € auf ca. 600 € AP und 1.245 € BP?


Wer als Kunde, wer als Berater ist dafür?

Ich als Berater (!) bin dafür!
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.887.596 von interna am 03.08.11 19:34:50meine augen fangen an zu bluten, wenn ich sowas lese.

sag mal, ist dir arg langweilig? wann kommt man denn auf solch einen blödsinn?
Arbeit soll gerecht bezahlt werden. 30 Jahre gute Betreuung sind meiner meiner nach mehr wert als 4-6 Stunden Abschlußgespräch.

;)
Dann berate doch endlich auf Honorarbasis...

Wie unterscheidet sich deine Betreuung bei folgender Konstellation:

a)Kunde A: laufende Bestandsprovisionen (aus LV`s, KV, Sach) - 80 EUR p.a.
b)Kunde B: laufende Bestandsprovisionen (aus LV`s, KV, Sach) - 800 EUR p.a.

Betreust du den Kunden B bei deinem Stundensatz von 200 EUR vier Stunden pro Jahr und den Kunden A 24 Minuten? Was ist, wenn bei Kunde B nichts zu tun ist und Kunde A wegen verschiedener Dinge dich aber sechs Stunden beansprucht? Werden dann die vier Stunden bei Kunde A auf das nächste Jahr vorgetragen bzw. stellst du dem Kunden A dein Mehraufwand in Rechnung?
Die Kunden (wie auch den Berater) kann man frei aussuchen. Also ist es individuell zu sehen.

Natürlich wird man den "guten" Kunden mit hoher Bestandsprovision zumindest unterbewußt höher priorisieren, meistens ist für die höhere Bestandsprovision aber auch mehr zu tun, also wird man in Kunden B sowieso mehr Zeit reinstecken.

Bei Honorarbasis dürfte jeder übrigens ähnlich verfahren wenn man einen Kunden mit einem hohen Honorar neben einen Kunden mit einem geringeren Honorar hält. Auch wird vermutlich priorisiert werden.

Ich habe nichts gegen Honorarberatung, aber wenn man für Abschluß, nach einem Jahr für eine Umstellung/Erweiterung und im Dritten Jahr für eine Hilfe bei einer Schadensregulierung oder einem anderen Vertrag nochmal Honorar verlangt, dürften die Kosten ebenfalls horrend sein.

Falls nicht, wird der Berater entweder seine Sätze nach oben schrauben, um überleben zu können. Oder hektischer arbeiten. Ohne Bestandsprovision schauen sich die meisten Honorarberater meiner Erfahrung nach nach neuen Jobs um. Als Beimischung ist es absolut ok.

Meiner Ansicht nach erzieht ein höherer Bestandsprovisionsfaktor erheblich zur langfristigen Kundenbetreuung. Das ist sicher auch im Interesse der meisten Kunden, oder?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.888.520 von Hotrenortaak am 03.08.11 22:28:51Wieso muss der Kunde B mit einem monatlichen LV-Beitrag von 2.000 EUR stärker betreut werden als der Kunde A mit einem Monatsbeitrag von 50 EUR? Kunde B will seinen Berater sowieso seltener sehen, da er weniger Zeit hat...Und warum soll Kunde B mit seiner Bestandsprovision deine Betreuungsleistung für Kunde A mitfinanzieren?
bei 2000,- sollte man stärker splitten (mehr Gesellschaften/mehr Fonds/mehr Anlageklassen), daher mehr Arbeit als bei 50,-

Kunde B bezahlt nur seinen Vertrag, wenn ich als Makler die Entscheidung treffe, auch Kunden wie A in meine heiligen Hallen zu lassen (was Sinn machen kann), dann habe ich vielleicht ineffizientere Arbeit. Dafür falle ich auch nicht so tief, wenn ein Hauptkunde mal keine Lust mehr auf meine Beratung hat.

Daß Premiumkunden weniger Zeit für ihren Berater haben, kann ich in Stringenz nicht sehen. Im Gegenteil haben sie mehr Beratungsbedarf.

Würdest Du meine einschränkenden Worte über die Honorarberatung teilen?
Guten Morgen Wattles,

gerne antworte ich Dir.

a) Jeder darf bei mir die Honorarberatung nutzen, ich bin da ganz frei.
b) Leider ist die Mischform (Verrechnung mit Provisionen) nicht so einfach bzw. sogar untersagt. Hier ist der Gesetzgeber gefragt.

Bei den meisten meiner Kunden ist eine höhere BP auch mit mehr Verträgen verbunden. Die beanspruchen auch entsprechend mehr Zeit in der Verwaltung und Betreuung. Ich betreue allerdings auch einige (!) Kunden mit sehr wenigen und sehr kleinen Verträgen. Monetär lohnt sich das bei diesen wirklich nicht, doch ich mache es trotzdem.

Diese Kunden könnten sich meine Beratung bei den Stundensätzen nicht leisten. Du kannst gerne mal vorbeikommen, dann zeige ich Dir ein paar Vertragsdaten dazu (natürlich anonymisiert).

Mein Vorschlag ziehlt ja genau in die von Dir gewünschte Richtung.

AP reduzieren
BP erhöhen

Zum Aufwand: Nicht der kleine oder der große Vertrag bestimmt den Hauptaufwand sondern wie der Kunde mitarbeitet. Ein Kunde mit 500 € BP, der dauernd Fragen stellt, mit den Daten nicht nachkommt, Sachen verschlampt etc. ist trotz der hohen BP "teurer" als der 100 € BP-Kunde, der gut mitarbeitet.

Natürlich hat Hotrenortaak auch recht, daß man bei großen Sparverträgen mehr splitten sollte etc.

Und natürlich werde ich einen Gewerbekunde mit sagen wir 3.000 € BP im Jahr natürlich bevorzugt behandeln. Der sorgt mit seinem Geld schließlich dafür, daß ich die 50 € Kunden überhaupt betreue.


Für Dich noch abschließend: 50% meiner Einnahmen kommen aus BP-Geschäft, 18% aus PKV-Neugeschäft, 9% aus Finanzierungen und der Rest aus LV/RV/BU. Ist doch ok - oder?
Guten Tag!

Alle Jahre wieder kommt hier eine solche Diskussion auf, und alle Jahre wieder gibt es hier keine befriedigenden Antworten der Verkäufer, die aus sehr, sehr gutem Grund am Althergebrachten kleben.

-Stimmt schon: Wer 2.000 im Monat anzulegen hat macht mehr Arbeit als der Kollege, der nur 100 übrig hat. Aber wo ist da das Argument? Sowohl bei einem summen- als auch stunden- als auch erfolgsbasiertem Honorar käme dabei auch entsprechend mehr herum.

-Klar hängt die Höhe der BP auch von der Summe ab, die der Kunde einzahlt. Im erheblichen Umfang aber eben auch von den Provisionssätzen der Gesellschaften. Und auch ich habe meine Wiederholungsfrage an die selbsternannten Berater, wenn auch nicht ganz so hochfrequent wie die nach dem Fragebogen:

-Wenn zwei Produkte für den Kunden fast, aber eben nur fast, gleich gut sind, für den "Berater" aber nennenswerte Provisionsunterschiede bedeuten: wer empfiehlt dann das für den Kunden bessere?
Bisher hat sich niemand dazu bekannt, aber sehr wohl wurde bestätigt, daß auch "Freie" Produkte unter gewissen Provisionssätzen unabhängig von der PRoduktgüte nicht ins Portfolio kommen.

-Das Argument für die BP ist immer wieder die Betreuung. Ja, im private banking ist die nötig. Bei dem aber, wovon der normale "Finanzdienstleister" lebt, habe ich da weiterhin meine bisher nicht widerlegten Zweifel. Niemand mochte mir bisher sagen, bei wieviel Promille der Kunden in Sachversicherung, Immobilienfinanzierung, PKV Betreuung fällig gewesen wäre, die für den Kunden segensreich UND ausreichend war, wo also nicht doch früher oder später ein Jurist in's Boot mußte, und die über ein Telephonat hinausging. (Von Neuorientierung bei Vermögensbildung rede ich dabbei nicht, denn wie Interna ja schon darlegte, wird dafür ja ggf. neue Abschlußprovisioon fällig.)
Mir ist jedenfalls kein solcher Fall bekannt noch habe ich einen erlebt.

Und solange das so ist, hängt Eure Vergütung, wenn überhaupt, nur mittelbar und in geringem Umfang von der Paßgenauigkeit der Beratung ab, sondern vom Abschlußerfolg und EURER Auswahl des für EUCH geeigneten PRodukts. Womit Ihr Verkäufer bleibt und keine Berater seid. Das ist zunächst nicht ehrenrührig. Ein komplexer Markt braucht eben auch Verkäufer, und da gibt es zweifellos bessere und schlechtere, integre und skrupellose. Aber ich finde, dann sollte man auch dazu stehen und den eigenen Job nicht verbrämen.

Gruß

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.889.219 von interna am 04.08.11 07:59:06Für Dich noch abschließend: 50% meiner Einnahmen kommen aus BP-Geschäft, 18% aus PKV-Neugeschäft, 9% aus Finanzierungen und der Rest aus LV/RV/BU. Ist doch ok - oder?

Das interessiert walltles sicher brennend:laugh::laugh::laugh::laugh:

Ich plädiere dafür, das Berater, wenn sie zum Zwecke der Altersvorsorge (Vermögensaufbau) ein Versicherungsprodukt anbieten, eine AP von 0% und eine Bepro in gleicher Höhe. Das wäre mal ein Verdienst, der in exakter Relation zur erbrachten Leistung steht.
Hallo Quixote,

ich kann dazu nur noch mal wiederholen: Ich möchte für meine Arbeit angemessen entlohnt werden. Auf Dauer kann ich gute Arbeit auch nur leisten, wenn dafür genügend Geld fließt. In Ausnahmefällen ist auch mal ein Abschluß mit sehr geringer oder gar keiner Provision möglich (das hat dann immer besondere Gründe). Ich bin meine Arbeit wert und jeder darf frei entscheiden, mit mir zusammenzuarbeiten.

Zur BP: Man kann dem Kunden viel Arbeit abnehmen und viele Kunden schätzen das.

Bsp: Kunde zieht um und teilt mir das mit. Schwups, sind alle Gesellschaften informiert.

Bsp: Bei einer LV fällt mir auf, daß im Todesfall noch die Ex-Freundin bezugsberechtigt ist. Da hättest Du den Kunden mal sehen müssen.

Bsp: Dynamikangebot kommt - paßt aber nicht mehr. Ablehnung erfolgt online über mich.

Natürlich kommt die Post zu mir, wird eingesannt und dem Kunden elektronisch zur Verfügung gestellt.

etc. etc.

Schätze selber ab, was Dir das wert ist.


Beste Grüße - interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.893.763 von interna am 04.08.11 17:27:25Zur BP: Man kann dem Kunden viel Arbeit abnehmen und viele Kunden schätzen das.

Bsp: Kunde zieht um und teilt mir das mit. Schwups, sind alle Gesellschaften informiert.

Bsp: Bei einer LV fällt mir auf, daß im Todesfall noch die Ex-Freundin bezugsberechtigt ist. Da hättest Du den Kunden mal sehen müssen.

Bsp: Dynamikangebot kommt - paßt aber nicht mehr. Ablehnung erfolgt online über mich.

Natürlich kommt die Post zu mir, wird eingesannt und dem Kunden elektronisch zur Verfügung gestellt.

etc. etc.

Schätze selber ab, was Dir das wert ist.


Das also ist gute Arbeit für dich. Verstehe. Dann bist du also eher so etwas wie ein Buchhalter.
Prof.Dr.B.Scheuert,

wenn Du das so nennen willst, dann gerne. Solange ich die Bücher aktuell und in Ordnung halte, Fehler aufspüre und regelmäßig überprüfe, dann ist das doch eine gute Arbeit.

Ich bin mir nicht zu schade dafür. Meine Kunden sind mir das wert.

Nörgel ruhig weiter rum, jeder mag sich seine Gedanken über Dich machen.

-----------------------------

Zurück zum Thread: Na, wer gibt hier seine Erfahrungen preis, wie Berater auf die Fragen reagiert haben?

:)
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.894.831 von interna am 04.08.11 19:16:35don´t feed the troll...
:) - der bekommt das Futter, das er verdient.

Wer so großherrlich meint, daß alles umsonst zu sein hat, der lese:


Das Ruskin’sche Preisgesetz

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zuwenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.


John Ruskin, engl. Sozialreformer, 1819-1900
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.894.831 von interna am 04.08.11 19:16:35Prof.Dr.B.Scheuert,

wenn Du das so nennen willst, dann gerne. Solange ich die Bücher aktuell und in Ordnung halte, Fehler aufspüre und regelmäßig überprüfe, dann ist das doch eine gute Arbeit.

für einen buchhalter mag das eine gute arbeit sein, für mich bedeutet es wenig. am letzten tag meines lebens will ich mir nicht sagen müssen, mein leben bestand darin, anderen menschen die versicherungspolicen zu sortieren

Ich bin mir nicht zu schade dafür. Meine Kunden sind mir das wert.

jedem das seine. wer keine ansprüche stellt, dem mag das so gefallen

Nörgel ruhig weiter rum, jeder mag sich seine Gedanken über Dich machen.

uii, welch aussagekraft diesem satz innewohnt. wie wäre es, wenn du statt fragebögen zu entwerfen, mal eine ausbildung im bereich vermögensbildung machst? das ist etwas, was deine kunden brauchen. statt dessen bekommen sie riester und co und eine beschäftigungstherapie
Lieber Prof.Dr.B.Scheuert,

ich habe auf Deine Fragen ruhig und höflich geantwortet. Was hast Du gegen mich? Wieso bist Du immer so herablassend? Bist Du im Leben unglücklich?

Nun, dann unterscheiden wir uns zum Glück:

a) Mir macht mein Job viel Spaß.
b) Ich komme mit meinen Kunden gut zurecht, Probleme werden offen angesprochen und in der Regel für beide Seiten gut gelöst.
c) Mit dem Einkommen kann ich gut leben.
d) und meine LV-Quote liegt weit unter dem Marktdurchschnitt (wie Du durch sorgfältiges Lesen der Postings hättest bemerken sollen)
e) und (!) ich habe viel Zeit für meine Familie und meine Hobbys - sogar Zeit, Dir zu posten


In dem Sinne einen schönen aber auch wenig nachdenklichen Abend.


interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.897.352 von interna am 05.08.11 07:55:13Guten Tag!

Zunächst: Herr Ruskin hat Unrecht, schon seit vielen, vielen Jahrzehnten. Seine These basiert nämlich auf kostenorientierter Preisbestimmung, die spätestens seit den 30er Jahren nicht mehr aktuell ist und spätestens seit Toyota in den späten 80ern sogar ausdrücklich fehlerhaft.

Dann: Wie geschrieben, kenne ich die Argumente. Sie sind, per se, auch nicht falsch. Manchen Leuten mag diese Tätigkeit etwas wert sein. Für mich wäre es das nicht, denn erstens komme ich mit meinen entsprechenden Unterlagen auch in Papierform gut klar, und zweitens muß ich auch bei dieser Dienstleistung ja auch kontrollieren. Konkret: Bist Du in der Haftung, wenn bei dieser Dienstleistung etwas schief geht? Wenn ich also beispielsweise eine Versicherungszahlung nicht erhalte, weil ich durch einen Fehler in Deinem Büro eine Frist nicht einhalte?

Und ja: Arbeit soll bezahlt werden.

Aber all diese Argumente gehen am Kern vorbei. Ob Du scannst, vor- und nachbereitest, hat keinen Einfluß auf Deine Provision. Ob Du das für den Kunden gute, bessere oder perfekte Produkt auswählst, hat keinen Einfluß auf Deine Provision.
Nimm Doch also einfach bitte konkret Stellung zu den konkreten Fragen oben, wie Du es in Deinem Fragebogen auch forderst, und jeder kann sehen, ob Du "berätst" oder "verkaufst".

Gruß

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.904.309 von interna am 05.08.11 23:35:52ich habe auf Deine Fragen ruhig und höflich geantwortet. Was hast Du gegen mich?

nichts wirksames

Wieso bist Du immer so herablassend?


wirkt das auf dich so? wenn ja, dann vielleicht, weil wir nicht auf derselben augenhöhe sind. das ist dann aber dein problem.

Bist Du im Leben unglücklich?

alles in butter, lieber interna. mach dir um mich keine sorgen



Nun, dann unterscheiden wir uns zum Glück:

unlogische schlussfolgerung. machst du das häufiger?

a) Mir macht mein Job viel Spaß.
b) Ich komme mit meinen Kunden gut zurecht, Probleme werden offen angesprochen und in der Regel für beide Seiten gut gelöst.
c) Mit dem Einkommen kann ich gut leben.
d) und meine LV-Quote liegt weit unter dem Marktdurchschnitt (wie Du durch sorgfältiges Lesen der Postings hättest bemerken sollen)
e) und (!) ich habe viel Zeit für meine Familie und meine Hobbys - sogar Zeit, Dir zu posten

du weichst bei den kritischen fragen regelmässig aus. schon sehr lange.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.905.485 von Quixote am 06.08.11 12:36:38Nimm Doch also einfach bitte konkret Stellung zu den konkreten Fragen oben, wie Du es in Deinem Fragebogen auch forderst, und jeder kann sehen, ob Du "berätst" oder "verkaufst".

Beratung dient dazu, etwas zu verkaufen. Es gibt berater, die nicht verkaufen, aber es gibt keine verkäufer, die nicht beraten. denn ohne beratung kauft kein kunde.
Die entscheidende frage laute doch: hat der Berater/Verkäufer etwas auf der Pfanne? Versteht er etwas von seinem Job? Und da hilft natürlich kein idiotischer Fragenkatalog, wie von interna aufgelegt.
Hallo Quixote,

zu:

"Aber all diese Argumente gehen am Kern vorbei. Ob Du scannst, vor- und nachbereitest, hat keinen Einfluß auf Deine Provision. Ob Du das für den Kunden gute, bessere oder perfekte Produkt auswählst, hat keinen Einfluß auf Deine Provision.
Nimm Doch also einfach bitte konkret Stellung zu den konkreten Fragen oben, wie Du es in Deinem Fragebogen auch forderst, und jeder kann sehen, ob Du "berätst" oder "verkaufst"."


Es hat auf die Dauer einen großen Einfluß, welche Arbeit ich leiste und wie gut das Produkt ist. Wieso?


a) Wenn das Produkt gut war, dann wird häufiger und mehr empfohlen und der Kunde ist zufrieden, was an sich schon Geschäft nach sich zieht.
b) Die Bestandstreue ist wesentlich höher und auch die Kundentreue zum Berater. Somit sichere ich mir Bestandsprovisionen.

a) und b) führen daher zu weiteren Abschlüssen und höherern Beständen.

Nun gibt es viele Produkte in den einzelnen Sparten, die relativ gleich gut sind (ohne die Diskussion zu führen, ob die Sparte x für den Kunden y notwendig ist). Entscheidend ist viel mehr, welche Zusatzleistungen für den Kunden machbar sind. Für die meisten meiner Kunden ist wichtig:

- Zeitersparnis durch guten Service
- Kurze Erklärung zu jedem Schreiben der Versicherung, damit auch klar wird, was gemeint ist (ist mir auch wichtig, wenn ich mal Dinge kaufe. Ich will keine 50 Seiten durchlesen sondern kurz erklärt bekommen, warum das Produkt für mich gut ist und welche Vorteile es gegenüber anderen hat - Bsp. Auto und Ersatzteil x: Hey, meine Kfz-Werkstatt ist ok und ich verlasse mich auf die, ob das Ding nun AB545 oder AB454 heißt).


Und dann, lieber Quixote, dann kommt von so einem Berater dann auch mal die Empfehlung:


Lieber Kunde, Sie haben noch ein Darlehen von 200.000 € für Ihre private Immobilie zu tilgen. Ihnen selber ist Sicherheit wichtig. Sie haben eine Basisabsicherung und sparen schon ein wenig (zum Beispiel Direktversichreung und Riester (falls das Sinn macht)...): Also, lieber Kunde, das freie Geld geht die nächsten 10-15 Jahre jetzt erst mal in die Sondertilgungen (natürlich nur, wenn nicht in 2 Jahren Geld für ein Auto etc. benötigt wird, sollte klar sein).

Kunde: Aber dann mache ich bei Ihnen die nächsten Jahre ja keine Abschlüsse (und keine Dynamiken) mehr?

Berater: Ja, richtig!

Kunde: Dann verdienen Sie an mir erst mal weniger?

Berater: Ja, richtig!

Kunde: ?

Berater: Einmal habe ich an Ihnen schon verdient. Dann betreue ich Ihre Verträge. Jetzt kommt eben die Zeit, wo mal weniger Arbeit durch Neuverträge anfällt. Das ist doch ok so.

Kunde: !


Quixote, dann entsteht Vertrauen, beidseitiges Vertrauen. Und dann kommt so ein Kunde ganz plötzlich mal mit Themen wie:

- Meine Eltern haben da noch
- Es steht eine Schenkung an.
- Mein Kollege hätte auch gerne
- Herr ........, ich bin jetzt mit der Entschuldung durch. Was mache ich mit den 1.500 € im Monat jetzt?


--------------------------


Die Fragen, die ich stelle, habe ich natürlich auch alle selber intensiv für mich selber geprüft und beantwortet. Wer Sie haben möchte, der maile mir bitte seine Emailadresse zu. In Kurzform:

a) Makler nach HGB 83 wegen der Unabhängigkeit, die GmbH wegen der Möglichkeit des weiteren Ausbaus meiner Firma, alles mir, keiner hat auch nur einen Anteil (auch familiär so geregelt).

b) Auf Wunsch eines Kunden gebe ich dessen Verträge wie folgt frei: Die von mir abgeschlossen mit allen Rechten und Pflichten, die von mir übernommenen mit den Rechten und Pflichten wie übernommen. Meine Kunden haben die Freiheit, jederzeit ohne Angabe von Gründen den Maklervertrag lösen zu können und alle Verträge unverzüglich auf einen anderen Berater zu übertragen.

c) Ich habe ca. 400 Kunden und bin relativ am Limit (trotz Sekretariat). Ich habe viele "kleinere" Kunden (und es gibt beruflich wenig Besseres, als einem Kunden geholfen zu haben, bei dem es auf 30 € im Monat wirklich ankommt!), insgesamt bunt gemischt (Handwerker, Angestellte, Selbständige, Firmen). Die Fluktuation ist mit weniger als 1% derzeit gering, aber jeder Weggang schmerzt.

d) Mein Gesamtumsatz entwickelt sich stabil nach oben. Ich betreue in den Sparten:

LV (inkl. BU)
KV
Sach
Finanzierungen (auch gewerbliche)

Im Bereich Geldanlage mache ich die Beratungen auf der Ebene "Ziele Kunden". Ich biete nur Investmentfonds an (wenn möglich nur Bestandsprovisionen und max. möglicher Verzicht auf die Ausgabeaufschläge). Die Auswahl der Investmentfonds erfolgen durch einen Kollegen, welchem ich voll vertraue. Die Erträge aus dieser Sparte teilen wir uns.

Die Sparten Beteiligungen, geschlossene Fonds und Dinge wie Aktien, Zertifikate bieten mein Kollege und ich nicht an.

Ich übernehme auch die Betreuung von Verträgen von Gesellschaften wie Cosmos, Debeka, HUK, LVM... ohnt weiteres Entgelt, sofern der Kunde mir auch die anderen Verträge in die Betreuung übergibt. Bekäme ich dafür normale Bestandsprovision, hätte ich ca. 20.000 € im Jahr mehr.

So, lieber Quixote, Du hattest gefragt und ich habe geantwortet. Ach ja, die LV-Quote liegt derzeit bei unter 20% von der Gesamtprovision. Der Anteil von Sachversicherungen und Bestandsprovisionen liegt derzeit bei ca. 48,90% (geringer als 50% wegen dem guten PKV-Jahr). Ziel sind ca. 65% BP, 15% LV, 10% KV, 10% Fnanzierungen).


Es hat eben gut 10 Jahre an Arbeit erfordert, das aufzubauen, viel Arbeit, früh morgens, spät in der Nacht, mit vielen Fahrten mit der Bahn zu den Kunden und der Betreuung von Kunden, die mal für ein paar Jahre ins Ausland gehen.

Im Rückblick hat sich sehr gelohnt, der Weg war richtig.

Nun sind mal die anderen Berater/innen dran. Jeder darf mal aufzeigen, wie er/sie arbeitet. Auf geht´s.


Viele Grüße - interna
Hallo Interna,

leider muß ich mich wiederholen, denn Deine Antworten sind zwar durchaus erhellend und ausführlich, nur eben keine Antworten auf meine Fragen.

-Was Du an Deinen Dienstleistungen darstellst, ist klassische Kunden(sic!)bindung. Mit erfolgsabhängiger Vergütung hat das ganz offensichtlich nichts zu tun. Noch einmal: das ist zunächst nicht ehrenrührig. Auch Verkäufer sollen ja beraten, aber das macht sie eben noch nicht zu Beratern.

-Daß Du Deine eigenen Fragen beanworten kannst, war klar. Die gestellte Frage war aber eine andere:

Wenn Du für einen Kunden die Wahl zwischen zwei Produkten hast, von denen das erste etwas besser für den Kunden, das zweite aber in der Provision erheblich besser für Dich ist: Welches nimmst Du?

Gruß

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.928.719 von Quixote am 10.08.11 11:39:03Hallo Quixote,

das hängt davon ab, wieviel besser das Produkt für den Kunden ist und wie Du besser definierst. Im Risikolebensversicherungsbereich ist ein Vergleich ja noch relativ einfach (tot ist tot). Und da geht es dann fast immer um den günstigsten Tarif (inkl. ERGO-Direkt etc.), auch wenn ich da nur einen Bruchteil von dem bekomme, was andere Risikolebensversicherungstarife brächten.

Gesellschaften, die nicht aktiv mit Maklern zusammenarbeiten, vermittele ich nicht. Gesellschaften, die z.B. nur ein Viertel der normalen Provision zahlen würden, würde ich in der Regel auch nicht auswählen (Ausnahmen bestätigen diese Regel). Denn dann müßte ich das fehlende Geld von den Kunden einfordern und Provision + Honorar geht ja leider nicht.

Sofern sich ein Kunde sich vom Staat schriftlich bestätigen läßt, daß ich - bei Zahlung gegen Honorar - die Provision entsprechend weitergeben darf, ist mir das auch recht.

So, dann noch mal ganz deutlich: Wenn ich bei einer Produktvermittlung viel zu wenig verdienen würde, dann würde ich dieses Produkt nicht vermitteln. Ich vermittele aber auch kein teures Produkt, wenn ich daran "zu viel" verdienen würde. So gibt es bei mir keine Vermittlung von geschlossenen Fonds und Beteiligungen.

Alles klar soweit?
Hallo Interna,

ja, weitestgehend.
Es bleiben nur noch Abrundungsfragen:

-Hast Du Dich als Versicherungsberater eintragen lassen?
-Nutzt Du Nettotarife oder die Möglichkeit, über "Tippgeber" rückzuvergüten?

Viele Grüße

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.931.986 von Quixote am 10.08.11 17:49:46Hallo Quixote,

nein, ich bin kein Versicherungsberater. Damit sehe ich mich dann zu beschränkt in Bezug auf die Zahlungsbereitschaft der Kunden (im Schnitt gesehen).

Das Thema Nettotarife biete ich an, sofern ein Kunde bereit ist, mir meinen Stundensatz zu zahlen. Jeder darf das nutzen, keiner muß.

Tipgeber erhalten das, was vorher vereinbart wurde. Ein Kunde kann niemals sein eigener Tipgeber seiben. Empfiehlt ein Kunde einen Kunden, dann gebe ich auch nichts - merke mir das aber wohl im positiven Sinn!

Dazu:

"Versicherungsberater dürfen von den Versicherungsunternehmen keine Provision oder Courtage annehmen. Nur so können sie unabhängig und neutral in ihrer Beratung sein. Der Versicherungsberater erhält von Ihnen ein Honorar."

Die Fragen von Dir meinen damit fast das Gleiche!


So, nun wären die anderen an der Reihe - oder?


Beste Grüße - interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.932.271 von interna am 10.08.11 18:25:33Guten Morgen an alle,

die Zahlen von Q2 sind da:


a) OHne die Steigerung in der Krankenversicherung (Umsatz von 26,6 Million € auf 41,8 Million €) und damit ein geschätzter Zusatzgewinn von ca. 41,8 - 26,6 = 15,2 Umsatzsteigerung => ca. 40% Marge => ca. 10 Million Zusatz Gewinn - wäre das ganze Ding ziemlich in die Hose gegangen. Übrigens, auch andere profitieren vom KV-Boom. Doch das ist nur ein Strohfeuer!

b) Vom 01.07.2010 - 30.06.2011 wurden nur 6.500 Kunden netto hinzugewonnen. 0,8% - das ist nicht viel für ein Wachstumsunternehmen, nein, das ist gar nichts.

c) Im letzten Jahr sind 87 Berater netto gegangen. Nun sind es noch 2.186 (trotz aller Zukäufe).

d) Hatte ein Berater zum 30.06.2010 noch 340 Kunden im Schnitt, sind es nun schon 357 Kunden (im Schnitt). Wenn ich mal davon ausgehe, daß die Hälfte der Berater im Schnitt nur 200 Kunden haben, dann müßten die anderen dann ja 514 Kunden haben - im Schnitt. Mir ist schleierhaft, wie man diese Masse von Kunden betreuen kann (evtl. noch wenn man eine Sekretärin für sich alleine hat, aber nein, 514 im Schnitt ist doch wirklich nicht gut betreubar). Wieviele Kunden sind denn in der Zentralen Kunden Betreuung?

e) Das Finanzierungsvolumen ist mit 700 Million natürlich zu gering, aber im Marktvergleich ok.

f) Das betreute Vermögen ist nur um 4% gewachsen? Trotz Einzahlungen? Trotz Kursanstieg (zum 30.06.2011)? Das ist doch eine Katastrophe.

g) Was schwafelt MLP da von Sonderausgaben, Investitionen...? Es sind doch 17,4% weniger als im Vergleichszeitraum 2010.

h) Das Konzernergebnis beträgt nur noch 300.000 €?

i) Aha, die Beraterprovisionen sind von 77,5 Million auf 91,8 Million gestiegen. Wieviel davon stammt aus der besseren BP (und wann bedanken sich die MLPler mal dafür, daß hier so massiv für die BP gepostet wurde)?



Kurzum: Das Ergebnis ist weitaus schlechter als ich das erwartet hatte!
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.935.028 von interna am 11.08.11 08:59:44Danke interna, dass Du uns nie im Vorfeld Deine Erwartungen zum Ergebnis mitteilst. Dann kann man nämlich hinterher auch schön gebetsmühlenartig wiederholen, dass es schlechter ist, als erwartet. Billige Nummer.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.935.192 von 83094 am 11.08.11 09:16:51Hallo 83094,

schön, daß es Dich noch gibt. Ich hatte schon im Frühjahr geschrieben, daß ich aufgrund der KV-Welle mit einem solideren Ergebnis gerechnet habe.

Und Du hattest meine Ausführung auch mal (zumindest teilweise) auch gelobt.

Hey, das Ergebnis ist doch eine Katastrophe! Rechne mal die KV-Welle und die normalen Dynamik-Wellen sowie die Umdeckungswelle raus. Was bleibt dann noch übrig?

Noch mal: Andere Strukturvertriebe und Maklerpools profitieren gleichermaßen von diesen Wellen. Doch das ist doch kein nachhaltiges Geschäft.

Wieso verliert MLP weiter Berater trotz weiterer Einstellungen? Wie kann die Berateranzahl noch sinken, bevor das Ding implodiert? 2.186 Berater - dann sind wir in 2013 bei unter 2.000 Beratern!

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Zurück zu den Fragen:


Frage 4:
Wie viele Kunden betreuen Sie?
Wie viele Kunden betreuen Sie geplant maximal?
Wie viele Neukunden machen Sie pro Jahr?
Wie viele Kunden verlieren Sie (Abgabe, Schwund, etc.)?
Wie planen Sie Ihren Ausstieg und was passiert mit den Kunden?



Ich bitte um Eure Rückmeldung zu diesen Fragen - danke vorab.



Viele Grüße - interna
Mich würde auch mal interessieren, wohin die ganzen Berater gehen, welche Gründe es für das verlassen von MLP gibt, zu welcher Gruppe von Berater (ob Neueinsteiger (<2 Jahre), ein paar Jahre dabei (<5 Jahre), ältere Hasen (<10 Jahre) oder wirklichalte Hasen (>10 Jahre) ) gehören.
@subbekaschpa

das ist völlig individuell.

Die letzten mir vorliegenden Zahlen besagen, daß tendenziell eher Neueinsteiger gehen - die aber massiv. Meine Faustformel ist 1/Zugehörigkeit in Jahren = verbleibender Rest, d.h. nach drei Jahren ist noch ein Drittel da.

Weiterhin gehen eher Leute aus dem unteren Einkommensdrittel. Aus dem oberen Einkommensdrittel gehen auch Leute, die gerne mal freier Makler werden. Quereinsteiger verlassen gerne die Branche, von den BWL-nahen Beratern bleiben viele in der Branche. Viele gehen ins Angestelltenverhältnis bei Banken und Versicherungen. Zu einer anderen §84-HGB-Bude wechseln die wenigsten (zumindest in unserem Jahrgang).

Die meisten gehen wegen zu geringem Verdienst (für ihre jeweiligen Ansprüche) und der Perspektivlosigkeit, daß sich diese Diskrepanz je ändern würde. Andere haben einen unpassenden GL und fühlen sich daher scheinselbständig... Viele beklagen, daß ihr Uni-Potential bzw. die überlassenen Akten verbrannt sind. Manchmal sind Leute einfach blauäugig ins Verderben gerannt und schieben die komplette Schuld auf MLP.

Bei mir waren es die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Einkommen, Selbständigkeit, Produktvielfalt bei der Geldanlage) und mangelnde Bepro (Perspektivlosigkeit im Hamsterrad).
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.937.664 von Hotrenortaak am 11.08.11 14:57:13danke für die detailierte Antwort...


und was is heute anders als z.b. von vor 10 Jahren, als es noch einen Berater Zuwachs gab? Irgendwann müssen sich ja die Berater immerhin mal "vermehrt" haben, oder? ;)

und wie siehts denn sonst im markt bei den Finanzdienstleister aus? Ist MLP hier der schlechteste? Also sind die Bedingungen bei AWD, DVAG, Formaxx und wie sie alle heißen besser?
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.937.664 von Hotrenortaak am 11.08.11 14:57:13Das sehe ich in weiten Teilen genauso.
Im ersten Jahr erkennt man bereits recht schnell, ob das klappt oder nicht. Im weiteren Verlauf gibt es noch ein paar Question-Marks, bei denen sich in den zwei Folgejahren das Ganze klärt. Nach einer Zeit von drei Jahren bleibt ein Drittel, welches perspektivisch dann aber verhältnismäßig konstant bleibt.
Wohin die Abgänge gehen sehe ich ebenso genauso - mal Angestelltenverhältnis, mal freier Makler. Warum jemand zu Mayflower oder Formaxx wechselt ist und bleibt mir ein Rätsel. Wenn ich lese, das ein Dr. Klaus M. dieser Initiative von Formaxx vorsteht, dann läuft es mir kalt den Rücken runter.
Ebenso richtig und auch logisch ist die Tatsache, das die Abgänge in erster Linie in den unteren Einkommensregionen stattfinden. In den oberen Regionen ist meine Einschätzung nach wie vor, das die neue Bestandsregelung hier für deutlich mehr Ruhe gesorgt hat.
Über die Gründe des Weggangs kann ich in der Breite nur spekulieren. Im Gegensatz zu diesem Forum sehe ich in meinem Umfeld keine verbrannten Potenziale o.ä. - sehr wohl aber Berater, die mit falschen Vorstellungen an den Job herangingen. Man muß nämlich an der Uni mit Menschen sprechen, man muß telefonieren, und beraten und verkaufen. Und über alledem steht der Fleiß - und all das ist nicht jedem in die Wiege gelegt worden und bei Einstellung auch schwer abzuschätzen. Dasitzen und auf einen Anruf warten funktioniert nämlich nirgendwo. Diese Problematik dürfte aber branchenimmanent sein und keinesfalls MLP-spezifisch, wie hier oftmals dargestellt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.935.442 von interna am 11.08.11 09:45:42Zum Fragekomplex 4 die Erklärungen, warum die Fragen wichtig sind für den Kunden:


Frage 4:

Wie viele Kunden betreuen Sie?

Hat ein Berater derzeit z.B. nur 100 Kunden, so hat er meistens noch genügend Zeit, weitere Kunden aufzunehmen. Ein Berater mit 500 Kunden hingegen sollte schon am Limit arbeiten und es stellt sich die Frage, wieviel Zeit dieser Berater noch frei hat.


Wie viele Kunden betreuen Sie geplant maximal?

Auch ein hervorragend organisierter Berater mit einem sehr guten Backoffice kann meiner Meinung nach nicht mehr als 500 Kunden betreuen. Zur Betreuung zähle ich neben dem persönlichen Treffen auch das Überprüfen der Verträge (selber, nicht von Dritten). Werden Kunden vollmunfänglich betreut (und sind da auch einige Firmen etc. dabei), dann gehe ich von höchstens 300-400 Kunden aus, die man entsprechend betreuen kann.


Wie viele Neukunden machen Sie pro Jahr?

Wenn die Neukundenzahl sehr hoch ist, dann kann das bedenklich sein. Denn jede solide Neukundengewinnung beansprucht Zeit. Eine hohe Zahl sollte gut begründet sein.

Wie viele Kunden verlieren Sie (Abgabe, Schwund, etc.)?

Ob der Berater hier korrekt antwortet, ist natürlich schwer zu beweisen. Wer sagt "Kein Kunde ist jemals von mir gegangen", dem würde ich nicht trauen. Denn auch einem sehr guten Berater geht mal ein Kunde verloren (auch wegen eigenen Fehlern). Zusammen mit den anderen Fragen nach aktiver Kundenanzahl, maximaler Kundenanzahl, Neukundengewinnung kann man dann errechnen, wann der Berater dicht ist mit Kunden. Zusammen mit den Informationen über Bestandsprovisionen kann man dann in etwa errechnen, ob der Berater von seinen Beständen leben kann.


Wie planen Sie Ihren Ausstieg und was passiert mit den Kunden?

Sätze wie "Ich betreue Sie ein Leben lang." treten Sie einfach in die Tonne. Das ist Quatsch. Ein Berater darf je nach eigener Lebensplanung mit 55, 60,... seine Kundenanzahl stückchenweise reduzieren und sollte mit spätestens 67 den vollständigen Ausstieg planen. Da viele Kunden dann noch leben, sollte frühzeitig für eine Nachfolge gesorgt werden. Sie als Kunde haben es verdient, darüber frühzeitig informiert zu werden und bei der Wahl des Nachfolgers Ihre Vorstellungen und Wünsche zu äußern. Warum?


Wenn Sie als Kunde mal 60 oder älter sind, dann werden Sie auf einen Berater wert legen, zu dem Sie ein sehr hohes Vertrauen haben. Denn im Alter wird man eben "schwächer" und muß sich mehr auf andere verlassen. Sorgt Ihr Berater dafür, daß sich zwischen Ihnen und dem Nachfolger Ihres Beraters ein gutes Vertrauensverhältnis aufbauen kann (und das dauert ein paar Jahre), dann ist das für alle Seiten ein Gewinn.

---------------

Für die Kritiker hier am Board: Das ist Kundenbetreuung. Wenn ein Kunde bis zu seinem Tod begleitet wird, dann zeigt sich, wer für seine Kunden da ist (und dessen Familienangehörige). Zum Glück mußte ich das bisher nur selten machen - kam aber leider schon vor.
Quixote,

nun, wo bleibt Deine Aufforderung, daß auch andere sich mal mitteilen?

Das wäre doch fair und Du setzt die Meßlatte doch bestimmt bei allen gleich an.

:)
...uupps!!!???
Wo sind denn die ganzen Beiträge hinverschwunden??? Zensur???

Gruß
B.
beobachter1,

berechtigte Frage! Wer hat löschen lassen? Ich hoffe doch mal, daß wir hier kein Eingreifen wie bei der MLP-Mauer bekommen.

Kurzum, dann warten wir mal ab, was kommt. Ich vertrete weiterhin die Meinunge, daß Transparenz und Offenheit inner- wie außerhalb von Strukturvertrieben und Maklerpools oberste Priorität haben sollten.

Außerdem vertrete ich weiterhin die Meinung, daß es bei uns in Deutschland viel zu oft viel zu wenig Zivilcourage gibt und das wesentlich stärker unterstützt werden sollte. Wenn Straftaten begangen werden, sind diese vorbehaltslos aufzudecken.

Stimmst Du mir diesbezüglich und ganz allgemein gehalten überein?


Beste Grüße - interna
Guten Tag beobachter 1

Zitat von beobachter1: ...uupps!!!???
Wo sind denn die ganzen Beiträge hinverschwunden??? Zensur???

Gruß
B.

ich habe diesen Thread überprüft. Er ist absolut vollständig, und bisher wurde nicht einer seiner 90 Beiträge moderiert.

Ich vermute mal, dass Du die Beiträge, die Du meinst, im Thread: ASI, AWD, DVAG, Formaxx, MLP etc. - und dann? findest.

Gruß
CaveModem ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.075.077 von CaveModem am 12.09.11 14:29:35:) - Cave, was sind wir blind (Cave = Höhle = dunkel...)

Danke!
Zitat von interna: :) - Cave, was sind wir blind (Cave = Höhle = dunkel...)

Danke!

Deswegen freut es mich umso mehr, Euch hilfreich ein kleines Lichtchen aufgestellt haben zu können. ;)

Auch wenn CaveModem eigentlich gar nichts mit dem Englischen zu tun hat, sondern einer anderen Weltsprache entlehnt ist.

Gruß
CaveModem :D
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.075.184 von CaveModem am 12.09.11 14:50:01sieh an, ein lateiner, wie schön.
ich hoffe nicht, dass Du Dr. Klaus Möller heisst.

habe aber mit grosser freude gesehen, dass Du im beitrag 91 zwischen den beiden durch "und" verbundenen hauptsätzen ein komma gesetzt hast. das sieht man leider immer seltener. naja, wie soll man auch die deutsche sprache, ihre grammatik und interpunktion beherrschen, wenn man kein latein kann? aussichtslos.
:D
Guten Morgen an alle,

nachdem ich auch wieder aus der Höhle bin (beobachter1, wenn das Absicht war, dann ist es Dir gelungen :)), komme ich zurück zum Thread:

Es gibt immer mehr Kunden, die auch Wert auf eine solide und ehrliche Beratung legen und diese auch angemessen bezahlt sehen wollen. Wir als Berater sollten uns auf diese Gruppe konzentrieren und diesen Kunden aufzeigen, wie sie eine gute Chance bekommen, Ihren Berater auf eben diese Punkte abzuklopfen.

Ein Fragebogen ist da ein erstes wichtiges Hilfsmittel. Schriftliche Erklärungen des Beraters sind weiter hilfreich. Eine Art Ehrenkodex in einer Gruppe wären dann auch gut.

Schauen wir mal, was das (bald?!) so kommt.
Guten Morgen gras-plus-halm

ich möchte Dir noch ganz schnell antworten und dann die kleine Off Topic Unterhaltung abschließen, damit wir hier die Diskussion nicht vollständig lateinifizieren. :D

Zitat von gras-plus-halm: sieh an, ein lateiner, wie schön.
ich hoffe nicht, dass Du Dr. Klaus Möller heisst.

Ich weiß nicht, welche Erfahrung Du mit einem Dr. Klaus Möller bezüglich Latein gemacht hast, obschon es mich ein wenig interessiert, aber ich kann Dir reinsten Gewissens bestätigen, dass ich nicht Dr. Klaus Möller bin.

Zitat von gras-plus-halm: habe aber mit grosser freude gesehen, dass Du im beitrag 91 zwischen den beiden durch "und" verbundenen hauptsätzen ein komma gesetzt hast. das sieht man leider immer seltener. naja, wie soll man auch die deutsche sprache, ihre grammatik und interpunktion beherrschen, wenn man kein latein kann? aussichtslos.
:D

Ich denke nicht, dass man die deutsche Grammatik nicht erlernen kann, wenn man kein Latein hatte, aber das notwendige strukturierte Herangehen beim Erlernen dieser alten Sprache macht einen sicherlich dahingegen zugänglicher, auch über deutsche Sprachregeln etwas detaillierter nachzudenken.

Salvete omnes
CaveModem :look:
Die Fragen von Kunden werden immer mehr. Ich bitte daher darum, sich vorab die neueste Version von

"Fragen, die Sie Ihrem Berater stellen"

abzurufen (über Boardmail oder direkt), dann diese durchzulesen und dann wie folgt vorzugehen:


a) Berater damit konfrontieren und 7 Tage Zeit zum Beantworten geben

a1) Folgt keine Antwort, Berater wechseln
a2) Folgt Antwort (mit Unterschrift), Antworten prüfen lassen und dann entscheiden


Jeder Berater hat eine Chance verdient!


Mal schauen, wann der erst MLPler, AWDler das Ding ausgefüllt und unterschrieben dem Kunden aushändigt. Ich warte immer noch darauf (übrigens: Viele Makler füllen das Ding auch nicht aus, soviel sei mal gesagt - doch warum nicht?).


Hallo Kunden, wach werden!
Hallo Kunden, wach werden

wieso die kunden? es ist dein verstand, der schläft:laugh:
Wie man sieht, ist einer wach geworden. Als Kunde sollte man diesen Herrn entsprechend einwerten.

Der Fragebogen macht wach - ja!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.121.959 von interna am 22.09.11 15:17:50such dir mal einen guten verkaufstrainer. der hilft dir, dich mehr mit den kundeninteressen zu beschäftigen als mit deinen eigenen interessen. dich würde ich mit deinem langweilerfragebogen hochkant vom sofa kicken, vorausgesetzt, ich wäre nicht schon eingeschlafen.

vielleicht solltest du dir kundschaft suchen, die einschlafprobleme hat:look:
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.122.051 von Prof.Dr.B.Scheuert am 22.09.11 15:31:00Lieber Prof.Dr.B.Scheuert,

Du weißt, was eine Gaus´sche Normalverteilung ist? Gut, ich bin zufrieden mit den Kunden, die mir mir können und mir vertrauen. Dafür zeige ich transparent auf, wie ich arbeite.

Zurück zum Thread: Na, wer von Euch hat von seinem Berater den Bogen schon mal ausgefüllt und unterschrieben bekommen?

:cool:
Zurück zum Thread: Na, wer von Euch hat von seinem Berater den Bogen schon mal ausgefüllt und unterschrieben bekommen?

Da deutet sich ja ein immenses Interesse an deinem Fragebogen an. Ich musste echt viele Seiten zurückblättern, bis ich deine Frage wiederfand:laugh:
Du hast nicht die neueste Version - kannst Du natürlich gerne haben. Schicke mir einfach eine Boardmail.

Viele Grüße - interna
Guten Morgen an alle,

nachdem wieder so viele Abrufe der Fragebögen erfolgt sind, bitte ich jetzt auch um weitere Rückmeldungen, wie die Berater darauf reagiert haben.

Danke vorab - interna
Guten Abend,

ist bei MLP etwas Schlimmes geschehen oder warum fragen derzeit so viele Leute nach dem Fragebogen? Wie bisher versuche ich, die Anfragen zeitig zu beantworten.

Der Bogen wird in diesem Frühjahr noch ein wenig erweitert im Bereich der Frage nach dem Verhältnis zwischen Abschluß- und Bestandsprovisionen im Verhältnis zum Gesamtumsatz und um den Fragekomplex, ob der Berater bereit ist, die Abschlußprovisionen (in den Sparten KV/LV/BU...) ratierlich in der Stornohaftungszeit ausgezahlt zu bekommen anstatt alles auf einmal zu kassieren.

Das soll Euch Kunden aufzeigen, daß - zumindest bei Beratern, die länger schon dabei sind - ob Eure Berater auf die €€€ aus dem Abschluß angewiesen sind.

Ich bitte um Rückmeldungen von Kunden und Beratern.


Danke interna
gerade flatterte mir die neue Investment Intern ins Haus. Was ist denn da bei der finet los?
Hotrenortaak,

komme doch bitte mit Fakten bzw. Details. Oder hat irgendjemand etwas gegen Offenheit und Wahrheit?


Grüße - interna
Strafanzeigen, ..... staatsanwaltliche Ermittlungen,....und immer die gleichen Themen:

Strafanzeige gegen FiNet-Vorstand

425.000 €, diese Summe soll Markus Neudecker, Vorstand der FiNet Financial Services Network AG/Marburg (FiNet AG), als Darlehen von der FiNet AG erhalten haben, glaubt man einer der Staatsanwaltschaft Marburg vorliegenden Strafanzeige. Dazu kommen noch Darlehen an Stefan Michler, Vorstand des Haftungsdaches FiNet Asset Management AG/Marburg, Thomas Strunz, Chef der bei FiNet angebundenen Vertriebsgesellschaft connect Sozietät für Finanzmanagement GmbH/Marburg und Ralf Gorath, Chef der ebenfalls bei FiNet angebundenen Vertriebsgesellschaft Rothensander Kontor/Waabs.

"Die entsprechenden Darlehensverträge wurden am 5. Mai 2011 geschlossen“, heißt es in der Strafanzeige gegen die vier mutmaßlichen Darlehensnehmer. Angeblich wurde das Geld aus den laut Strafanzeige unzureichend gesicherten Darlehen genutzt, um bei der im August 2011 durchgeführten Kapitalerhöhung der FiNet AG neue Aktien auf private Rechnung zu erwerben und damit den Aktienanteil am FiNet-Konzern wesentlich auszubauen. Sollte das tatsächlich zutreffen, hätten sich die maßgeblich Beteiligten wegen Untreue strafbar gemacht. Wir haben daher bei FiNet nachgefragt: ++ Was ist dran an den Darlehensgeschichten? ++ Hat der Vorstand von dem Geld FiNetAktien gekauft? ++ Gibt es staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen FiNet-Organe? Beantworten wollte der FiNetVorstand unsere Fragen nicht. Statt dessen droht er uns über seinen Frankfurter Anwalt Felix Damm. Darauf können wir nur antworten:
Sehr geehrter Herr Damm, falls Sie auf diese Weise eine Berichterstattung zu verhindern versuchen, das können Sie vergessen!
'imi' Fazit: Sollten die Vorwürfe gegen Neudecker tatsächlich zutreffen, dürfte er als Vorstand kaum noch zu halten sein.

Wir bleiben an der Geschichte dran.
Die anwaltliche Drohung wird uns jedenfalls nicht abschrecken.

Auszug aus 'investment intern' 06/2012 vom 14.03.2012


Wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat der Vorstand ein Darlehen der Finet AG erhalten, um mit diesem Geld die Kapitalerhöhung zeichnen zu können.
Folgende Fragen sind zu klären:
a) Hat der Aufsichtsrat den Kredit genehmigt, und wenn ja, warum wurde er über das Unternehmen finanziert und nicht über eine Bank?
b) Sind die Bedingungen der Kreditvergabe mit den üblichen Konditionen eines Dritten (Hausbank) vergleichbar?
c) Sind die Aktien der Kapitalerhöhung vorher allen anderen Aktionären zu gleichen Bedingungen, wie z.B. Kaufpreis, Finanzierungsoption,... angeboten worden?
d) Was ist der Grund für die Geheimniskrämerei? Was sprach gegen einen HV-TOP in dieser Sache?
e) Kann man als Externer auch Aktien an der Finet AG erwerben?
a) Ja!
b) Nein!
c) Nein!
d)Übernahme von Mehrheiten!
e) Hängt vom Vorstand/Aufsichtsrat ab!
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.932.914 von interna am 21.03.12 08:17:51Ergänzende Fragen:

f) Wer hat den Presseartikel lanciert? Ich war es definitiv nicht!
g) Was kommt jetzt nach?
h) Wie war die zeitliche Abfolge des gesamten Prozesses?

und am wichtigsten (bezogen auf f)):


Welche Intention hat der, der den Presseartikel lanciert hat? Ich als Aktionär möchte meine €€€ und gleichzeitig die Mitarbeiterplätze in Marburg (in MARBURG, damit das alle auch richtig verstanden haben und nicht in anderen Orten!!!) erhalten - doch das nur mit fairen Mitteln.
Ja, sind die Marburger noch zu retten?


Auszug aud er Investment intern v. 28.03.2012:


FiNet AG: Neudeckers schmutzige Geschäfte

Das ist wohl der heimliche feuchte Traum vieler Konzernvorstände: Einfach in die gut gefüllte Firmenkasse
greifen, sich mit der Kohle die Mehrheit am Unternehmen sichern, damit die nervigen Aktionäre mundtot
machen und auf ewig unkündbar werden. Dass das in ähnlicher Form beim Marburger
Maklerpool FiNet Financial Services Network AG (FiNet AG) und deren Vorstand Markus
Neudecker gescheitert ist, ist der Staatsanwaltschaft Marburg zu verdanken, die in letzter Minute einen höchst
bedenklichen Deal stoppen konnte (Az.: 2 JS 13378/11).

Aber fangen wir vorne an. Am 5. Mai 2011 schloss die FiNet AG folgende Darlehensverträge:
++ FiNet-Vorstand Neudecker erhielt zwei Darlehen über 250.000 € und 175.000 € ++ Stefan Michler,
Vorstand der Tochtergesellschaft FiNet Asset Management AG/Marburg, zwei Darlehen über
175.000 € und 125.000 €. Am 30. Mai kommt noch ++ Thomas Strunz hinzu, Chef der bei FiNet
angebundenen Vertriebsgesellschaft connect Sozietät für Finanzmanagement GmbH/Marburg mit
120.000 € sowie ++ Ralf Gorath, Chef der ebenfalls bei FiNet angebundenen Vertriebsgesellschaft
Rothensander Kontor/Waabs, am 21. Juli mit einem Darlehen über 55.000 €. Die Sicherheiten für diese
Darlehen sind zumindest in den Fällen Neudecker und Michler außerordentlich spärlich. Für die
425.000 € an Neudecker erhält FiNet laut den uns vorliegenden Darlehensverträgen 4.500 Stück eigener
Aktien als Sicherheit. Für Michlers Darlehen über 300.000 € reichen bereits 3.000 Aktien der nicht
börsennotierten Gesellschaft. Setzt man für die Aktien den vollen Wert von 5,50 € an, zu dem sie in der
letzten Kapitalerhöhung verkauft wurden, entspräche der Wert der hinterlegten Aktien bei Neudecker
mickrigen 5,8 % der Darlehenssumme, bei Michler wären es 5,5 %. Und dabei gehen wir noch von der
äußerst mutigen Annahme aus, dass die Aktien auch nach Ausfall der möglicherweise existenzbedrohend
hohen Darlehen noch denselben Wert behalten würden. Eher unwahrscheinlich, schließlich wäre
angesichts der Darlehenshöhe das FiNet-Eigenkapital von ca. 1,5 Mio. € zum 31. Dezember 2010 schwer
belastet. Der Wert der ohnehin schon minimalen Absicherung ist also außerordentlich zweifelhaft. Halten
wir fest: FiNet vergibt am 5. Mai 2011 Darlehen in Höhe von 725.000 € an zwei Konzernvorstände
praktisch ohne Sicherheiten. Das nennen wir mal einen ordentlichen Vertrauensvorschuss, den Strunz
und Gorath damals offenbar nicht genossen. Denn während Strunz für sein erheblich niedrigeres
Darlehen von 120.000 € bereits 16.456 Stück FiNet-Aktien als Sicherheit angeben muss, mehr als doppelt
soviel wie Neudecker und Michler zusammen, und Gorath sein 55.000 €-Darlehen immerhin noch mit
10.000 Stück besichern musste, wurden bei diesen beiden zusätzlich noch Provisions- und Courtagezahlungen sowie der Vertragsbestand sicherungsübereignet. Anders ausgedrückt: Die 175.000 € Darlehenssumme an Strunz und Gorath ist deutlich besser abgesichert als die 725.000 € an Neudecker und Michler.
Der Zinssatz für die Darlehen lag zwischen 4,15 % und 5 % p. a. Versuchen Sie doch mal, bei Ihrer Bank
ein fast unbesichertes Darlehen über mehrere hunderttausend Euro zu diesen Zinssätzen zu bekommen.
Gerade für Michler als Vorstand des Haftungsdaches stellt das ein besonderes Problem dar. Denn als
Unternehmen mit KWG-Zulassung muss sich Michler auch an § 15 Abs. 1 KWG zu Organkrediten halten,
in dem es heisst: "Organkredite dürfen […] außer im Rahmen von Mitarbeiterprogrammen nur zu marktmäßigen
Bedingungen […] gewährt werden“. Bei den Zinssätzen wollen wir uns jetzt gar nicht groß streiten, aber
zumindest der Verzicht auf angemessene Sicherheiten dürfte mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr als
marktmäßig durchgehen.'imi' 07/12,
Seite 2
Für die FiNet AG bedeuten die Darlehen im Gesamtwert von 900.000 € eine erhebliche Gefahr. Denn
bei einem Eigenkapital inklusive aller Rücklagen von ca. 1,5 Mio. € zum 31. Dezember 2010 wurden
damit ca. 60 % des Eigenkapitals mit keinen oder nur minimalen Sicherheiten als Darlehen an einige
wenige Personen vergeben. Ein gewaltiges Klumpenrisiko!
Aber wofür überhaupt all der Aufwand, die Trickserei und das Risiko?
Vorsicht für Ex-MLP-Berater ist geboten!

Heute bekamen zwei Kollegen von der Nürnberger Post, daß die aus der MLP-"Betreuung" in ihren Bestand überführten Verträge wieder in den Konzern-Bestand rücküberführt wurden. Teils waren die Übertragungen frisch, teils bereits etwas älter. Hintergrund war, daß MLP der Nürnberger eine Vertragsliste mit der Aufschrift "UNSERE Verträge" schickte. Wenn eine Gesellschaft nicht das Alter der Maklerverträge überprüft, bzw. der aktuelle Berater nicht widerspricht, geht der Vertrag wieder an MLP.

In den Fällen der beiden Kollegen hat die Nürnberger schnell und vernünftig reagiert. Die Verträge werden wieder von den Maklern betreut.

Ob MLP die Bestandslisten "absichtlich" oder "aus Unvermögen" nicht sauber führt, wäre ein Feld für Spekulationen. In jedem Fall bleibt statistisch sicher etwas bei den Blauen hängen und der Makler/die Gesellschaft haben den Arbeitsaufwand (wer vergütet den eigentlich?).

Ich kann nur jedem raten, in solchen Fällen schnell zu reagieren und sich den Bestand nicht wegnehmen zu lassen.
Hallo Subsidiaritaetsprinzip,

heißt:

----------------------------------------------------------
Anders ausgedrückt: Die 175.000 € Darlehenssumme an Strunz und Gorath ist deutlich besser abgesichert als die 725.000 € an Neudecker und Michler.
Der Zinssatz für die Darlehen lag zwischen 4,15 % und 5 % p. a. Versuchen Sie doch mal, bei Ihrer Bank
ein fast unbesichertes Darlehen über mehrere hunderttausend Euro zu diesen Zinssätzen zu bekommen.
Gerade für Michler als Vorstand des Haftungsdaches stellt das ein besonderes Problem dar. Denn als
Unternehmen mit KWG-Zulassung muss sich Michler auch an § 15 Abs. 1 KWG zu Organkrediten halten,
in dem es heisst: "Organkredite dürfen […] außer im Rahmen von Mitarbeiterprogrammen nur zu marktmäßigen
Bedingungen […] gewährt werden“. Bei den Zinssätzen wollen wir uns jetzt gar nicht groß streiten, aber
zumindest der Verzicht auf angemessene Sicherheiten dürfte mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr als
marktmäßig durchgehen.'imi' 07/12,
----------------------------------------------------------------------------

daß Michler jetzt gehen muß?
vorausgesetzt die Sache stimmt so wie hier geschrieben, könnte man als Makler drüber nachdenken seine Bestände woanders hinzubringen. Dieses "herum-gewulffe" würde nicht gerade mein Vertrauen in diesen Pool stärken.
latinum,

ich konnte bisher keinen Fehler in der Pressemitteilung finden. Ich sehe allerdings andere Konsequenzen als Du:

Würde man seine Bestände von der FiNet-AG wegtransferieren, träfe es doch die Mitarbeiter und Beraterkollegen. Wäre es nicht besser, die betroffenen Leute würden selber gehen?
hi habe mal ne Frage
wer kennt sich beim awd aus ?
mir hat gestern ein berater gesagt man kann im Monat dort 15 000 € verdienen !!!
das kam mir etwas viel vor !! glaube dies nicht so recht ...
Es stimmt: man kann 15.000 verdienen.

Schaffen aber die allerwenigsten.
Ich würde mal sagen, daß man solche Summen bei Strukturvertrieben fast ausschließlich auf dem Rücken der Kunden oder der Kollegen (in der Struktur unter mir) verdient.
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.163.103 von Hotrenortaak am 14.05.12 17:41:56suffkopf,

gehe in die Bilanz vom AWD. Schaue Dir an, wieviel Provisionen an die Berater ausgeschüttet wurden. Teile die Summe durch die Anzahl der Berater, teile das durch 12.

Das ist dann der Umsatz vor Kosten im Monat.


15.000 € Umsatz vor Kosten (!) bei einem Strukturvertrieb ist schon abartig viel (sofern Du nicht wieder viel Andere unter Dir hast). 15.000 € Umsatz als Makler ist schon viel (also bei weitaus höheren Provisionssätzen) und wir nur von wenigen erreicht.

Fazit: Lasse Dir von AWD doch mal die Zahlen geben und poste diese dann hier.

:) - interna
und immer noch warte ich auf den ersten von einem Berater gegengezeichneten Fragebogen!

Hallo Berater, was ist los? Warum ziert Ihr Euch? Ist denn keiner (und insbesondere kein MLPler) bereit, vier Fragen zu beantworten?

Als Kunde würde ich mir den Bogen besorgen, meinem Berater vorlegen und ihm 14 Tage Zeit geben. Ohne Unterschrift und ausgefüllten Bogen würde ich den Berater wechseln.

Hallo Kunden, auch Ihr nutzt den Bogen noch zu selten. Ja, diesen Bogen könnt Ihr auch den Verbraucherzentralen mal zum Ausfüllen vorlegen. Es gilt das Gleiche.


Viele Grüße - interna
könnt ihr mir sagen ob Riester für nen singel sinn mach der über 80 000 € verdient ?
Seit ca 4 jahren läuft der vertrag ist es ratsam den auszusetzen ( nicht kündigen ich weiß )
denn die rendite ist ja eher mäßig !!
das kann man mit so wenigen Rahmendaten nicht sagen. :-)
Rendite hängt vom Anbieter und Vertrag ab, kann steuerlich durchaus Sinn machen - viele Riester sind aber von der Anlagestruktur her eine Katastrophe...
die ersten jahre bekommt doch der anbieter geld dadurch wird weniger als der beitrag angelegt somit kann die rendite ja nur mies sein
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.279.697 von suffkopf am 13.06.12 15:32:01Aufgrund der hohen Nachfrage nach den "4 Fragen, die Sie Ihrem Berater stellen sollten", bitte ich aus Zeitgründen alle Interessierten, mir eine Boardmail mit Ihrer Emailadresse zuschicken.

Jeder (!) bekommt dann den Fragebogen in allen Versionen von mir. Die Versionen dürfen frei verwendet werden. Über eine Rückmeldung freue ich mich dann - auch über konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Danke - interna
http://www.ftd.de/finanzen/:finanzvertrieb-swiss-life-will-awd-beerdigen/70058105.html

Wann wird sich eigentlich MLP umbenennen? :-)
Ein Umbenennen hilft doch nicht. Viel wichtiger wäre es, wenn es mal eine richtig Neuorientierung gäbe. Die Kunden könnten hier viel erreichen. Einfach mal so fragen, was der Berater wie warum macht und sich vor allem eines schriftlich bestätigen lassen.

Hiermit garantiere ich, der Berater, daß ich auf Wunsch meines Kunden jederzeit alle von mir betreuten Verträge mit allen Rechten und Pflichten freigebe und es somit dem nächsten Berater auch sein Salär für seine Arbeit garantiere.

Ganz schnell würde sich sehr viel ändern. Dann noch die Regel aufstellen, daß die Abschlußprovision auf mindestens 10 Jahre verteilt ausgezahlt wird und nur dem aktuellen Berater in Jahresraten zufließt.

:)
Liebe MLPler,

damit der Fragebogen von Euch richtig beantwortet werden kann:


a) Ihr seid Handelsvertreter nach § 84 HGB und nicht (!) nach § 93 HGB!

b) Wenn der Kunde weggeht, ist nicht (!) gewährleistet, daß der neue Berater (seiner) alle Dynamik-, Folge-, Betreuungs- und Bestandsprovisionen bekommt. Dazu ist seitens MLP eine Freigabe mit allen Rechten und Pflichten notwendig.


Für Euch Kunden: Laßt Euch alles schriftlich gegenzeichnen. Das gilt für alle Beraterinnen und Berater, die Ihr testet. Den Bogen stelle ich jedem gerne zur Verfügung. Schickt mir eine Boardmail (mit Angabe einer Emailadresse).


LG interna
Ein frohes, gesegnetes
Weihnachtsfest 2012
und einen gelingenden Wechsel
in ein gesundes,
glückliches und zufriedenes neues Jahr 2013
*
*
Zunächst einmal allen ein gutes neues Jahr. Bleibt gesund und genießt auch mal ein paar Mußestunden.

Es gibt eine interessante Entwicklung für alle Berater, die bilanzieren: Demnach sind Rückstellungen zu bilden für alle Verträge, bei denen es keine Provision mehr gibt (oder evtl. zu wenig) und bei denen in Zukunft noch Arbeit anfällt.

Quelle:

Dokument Nummer: 5234248
Bundesministerium der Finanzen, IV C 6 - S-2137 / 09 / 10002
Schreiben (koordinierter Ländererlass) vom 20.11.2012

Steuerliche Gewinnermittlung;

Rückstellungen für die Betreuung bereits abgeschlossener Versicherungen

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Ok, was hat das mit dem Fragebogen zu tun? Liebe Kunden, das betrifft Euch auf Dauer. Denn es wird immer weniger Berater geben, die bereit sind, Verträge von Euch zu betreuen, bei denen die Bestands- bzw. Betreuungsprovisionen an den Ursprungsberater fließen.

=> In Frage 2 im Fragebogen wird das Thema schon seit Jahren behandelt.


Meine Empfehlung: Laßt Euch nur von Beratern beraten, die Euch schriftlich garantieren:


Auf Wunsch des Kunden werden alle von seine von mir betreuten Verträge mit allen Rechten und Pflichten freigegeben. Bei übernommenen Verträgen gilt das im Rahmen der erworbenen Rechte und Pflichten.


=> Ohnen diesen Passus - Anwälte hier mögen mir diesen gerne in eine rechtssichere Form gießen - lauft Ihr Gefahr, daß z.B. Eure Krankenversicherung bei der Allianz nicht "frei" ist, das heißt der Berater Eurer Wahl dafür keine Bestandsprovision bekommt und dann sogar noch Rückstellungen für die zu leistende Betreuung zu erstellen hätte.


Ich halte es für eine Selbstverständlichkeit, die Verträge mit allen Rechten und Pflichten auf Wunsch eines Kunden freizugeben. Fordert Ihr Kunden das ein und ein Hauptübel der Branche verschwindet (das andere ist das Verhältnis von Abschluß- zu Bestandsprovisionen).


Viele Grüße - interna
Guten Tag!
Allerdings handelt es sich, wie hier ja schon sattsam diskutiert, um die beiden Hauptübel für Absatzmittler. Das Hauptübel für Kunden, nämlich die Incentivierung nach Produktrentabilität und damit die negative Korellation von Anreiz und Produktgüte bleibt davon und damit auch vom Fragebogen unberührt.

Gruß

Quixote
Quixote,

Deine Aussage ist meiner Meinung nach falsch. Ein Triebfeder für den Vertrieb ist der Verdienst. Je näher der an dem Ertrag bei einer Versicherung/Geldanlage angesiedlt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Berater gute Produkte aussucht und sich auch nach einem Abschluß darum kümmert.

Für den Kunden hat das den Vorteil, daß man bei Kündigungen unpassender Verträge nur bis zum Kündigungszeitraum den Berater bezahlt hat und nicht bis zum angedachten Ende.

Schaue Dir den Fragebogen noch mal genau an. Dann wirst Du auch feststellen, was alles dahintersteckt.


Grüße - interna
Guten Tag!

Du hast 100% recht: Nur, wenn Ertrag für den Kunden und Ertrag für den Absatzmittler korrelieren, wird der Verkauf "guter" (im Sinne von: für den Kunden paßgenauer) Produkte erreicht. Dann muß man sich auch über Rückkaufwerte nicht mehr so viel Sorgen machen, weil es viel weniger Kündigungen geben wird. Und wir sind uns einig, denke ich, daß das derzeit nicht der Fall ist, sondern das genaue Gegenteil: Oft, weil gern, verkauft werden Produkte mit hoher Entlohnung für den Mittler. Dies sind für die Gesellschaften attraktive Produkte und damit für den Kunden nicht.

Nur: Das hat NICHTS mit der VERTEILUNG der Entlohung zu tun. Höhere BePro sorgt doch im Gegenteil dafür, daß ein Mittler eine angemessene Kündigung wird verhindern wollen! Und damit greift Dein Vorschlag keineswegs das oben genannte Kernproblem für den KUNDEN auf, sondern nur das für die Mittler, daß Euch wegen der möglichen anstehenden EU-Richtlinie die Felle wegschwimmen. (Ich darf bei der Gelegenheit daran erinnern, daß das nach Deinen eigenen Aussagen bei unserer letzten Diskussionsrunde Deine Motivation ist, zunehmend auf BePro zu setzen.) Abgesehen davon halte ich nach wie vor Betreuungshöhe und -Vergütung für unverhältnismäßig, aber da können wir uns ja schon seit langem gegenseitig nicht überzeugen.

Gruß

Quixote
Guten Morgen Quixote,

schön, wir nähern uns an. Ich komme zu Deinen Kritikpunkten:

"Verteilung der Entlohnung"

Bei einer Verteilung der Entlohnung auf die gesamte Laufzeit (z.B. als %-Satz auf den Beitrag bei reinen Versicherungen oder als %-Satz auf den Bestand bei Fondspolicen, Geldanlage...) ist es natürlich weiterhin möglich, daß Berater Kündigungen verhindern möchten, auch wenn diese sinnvoll sein könnten.

Doch durch die Verteilung sortieren wir schon mal alle Berater aus, die nur auf Abschlüsse setzen und denen es nach 5 Jahren egal ist, was mit den Verträgen passiert. Damit hätten wir eine großen Teil der Probleme aussortiert.

Bei laufenden Provisionen (das dann wie ein laufendes Honorar zu sehen ist) werden sich die Berater im Schnitt (!) mehr Mühe bei der Produktauswahl geben, weil sich nur dann die Betreuung lohnt. Denn der Aufwand für das "Anberaten" wird dann ja erst im Laufe der Jahre bezahlt.

Honorarberatung ist übrigens 100% AP und 0% BP (bei einmaligen Honoraren) und damit leider auch nicht das Gelbe vom Ei.

Fazit: Die Verteilung der AP auf die Laufzeit würde meiner Meinung nach die Probleme verringern wenn auch nicht ganz verhindern (was auch nicht möglich ist). Die Kunden können sich ja auch mal in einem Forum austauschen und Ihre Erfahrungen zu Beratern und Produkten mitteilen. Das wäre ein weiterer Schutz.


Höhe der Vergütung: Quixote, eine Berater mit


- eigenem Büro (passender Standard von Größe und Ausstattung)
- Assistent/in (Vollzeit)
- EDV/Software...


benötigt im Jahr sicher ca. 150.000 - 200.000 € Umsatz, um damit alle Kosten (Mitarbeiter, Büro mit allen Nebenkosten, Reisen...) zahlen, seine eigene Vorsorge betreiben und dann auch noch ordentlich leben zu können.

Bei 160.000 € Umsatz und 200 Arbeitstagen zu 8 Stunde wären das dann 100 € pro Stunde (20 Arbeitstage für die Weiterbildung). Doch dann müßte man jede Stunde abrechnen können, also auch Hinfahrten, Rückfahrten, zu spät kommende Kunden...

Es ist mit Zahlungsausfällen und -verzögerungen bei manchen Kunden zu rechnen. Das ist auch Aufwand.

Ich habe relativ hohe Bestände und weiß, wieviel Zeit ich für die Betreuung aufwenden muß. Es sei Dir versichert, daß ich dabei die EDV intensiv nutze, um Zeit zu sparen. Insgesamt halte ich (wir reden ja von einem normalen Kundenstamm) 200.000 € Bestandsumsatz für möglich. Doch dann bist Du eher 2.000 Stunden im Jahr damit beschäftigt (ohne Pausen, also richtiges, fleißiges, hartes Arbeiten!).


Komme vorbei und überzeuge Dich selbst.


Lasse uns jetzt die AP-Verkäufer erst mal angehen und dann das Feintuning betreiben.


Viele Grüße - interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.031.198 von interna am 17.01.13 08:19:33Guten Tag!

Zur Höhe von Entlohnung und Betreuung habe ich mich ja schon ausführlich samt Rechenbeispiel geäußert und bleibe, sowohl was die Sinnhaftigkeit als auch den Umfang angeht, den Du darstellst, mindestens skeptisch. Aber hier geht es ja um die Branchenproblematik und nicht um Deine Arbeitsweise.

Da ich um Familien- und Freundeskreis einer der wenigen bin, die sich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen, habe ich bei vielen Verträgen, von Sachversicherng bis Kapitalanlage, ein Auge auf das Geschehen (gehabt). Es waren wahrscheinlich keine Hundert, aber so weit weg davon dürfte es auch nicht sein. Und in KEINEM, in KEINEM EINZIGEN Fall gab es so etwas wie Betreuung. Jährlich kommen Mitteilungen für das Finanzamt, bei Schäden wird halt irgendwas mit der Gesellschaft abgewickelt, aber betreut, nachgefaßt, was auch immer wird nicht. Vermißt wird das übrigens auch nicht. Das magst Du anders machen und anders sehen, aber die Branche tut das offensichtlich nicht.

Zum Rest:
Das hier:

"Honorarberatung ist übrigens 100% AP und 0% BP (bei einmaligen Honoraren) und damit leider auch nicht das Gelbe vom Ei"
ist hoffentlich ein Scherz, oder?

Und dem hier:

"Doch durch die Verteilung sortieren wir schon mal alle Berater aus, die nur auf Abschlüsse setzen und denen es nach 5 Jahren egal ist, was mit den Verträgen passiert. Damit hätten wir eine großen Teil der Probleme aussortiert."

widerspreche ich weiterhin energisch. Und das aus drei Gründen, die das Problem mal allgemein und über persönliche Erfahrung hinaus beleuchten sollen.

1. Die logische Perspektive
Aus theoretischer Sicht haben wir es mit einem Prinzipal-Agenten-Problem zu tun, bei dem als Sonderfall der Prinzipal nicht der Geldgeber ist, sondern die Gesellschaft, die das Produkt anbietet. Damit liegt, da sind wir uns ja einig, die maßgebliche Steuerungsverantwortung bei eben dieser, und, auch da sind wir uns einig, das läuft im Wesentlichen über die Anreizsystematik, also die Höhe und Form der Vergütung für den Verkäufer. So weit, so klar.

Deine These ist nun, daß langfristig gestreckte Vergütung eines Produkts dafür sorgt, daß der Agent aus Eigeninteresse auch langfristige Vertragslaufzeiten anstrebt. Und genau das ist falsch.

Der Agent strebt im wesentlichen Vergütungsmaximierung an. Deine Logik griffe dann, wenn die verschiedenen Alternativen auf Produktebene in der Höhe der Gesamtvergütung ähnlich wären, aber das sind sie nicht! Es lohnt sich einfach auch bei anderer Verteilung, schlechtere (i.S.V. für den Kunden unlukrativere/unpassendere) Produkte zu verkaufen, selbst wenn sie nach einigen Jahren gekündigt werden.

Konkretes Beispiel: Langfristige Kaptailanlage mit monatlichem Beitrag und sehr geringem Risiko, das Geld zwischendruch zu brauchen. C.P. ist die KLV hier eine schlechte Alternative, ein nicht gemanagter Indexfond wäre eine bessere. Die KLV hat die höchste Kündigungsquote im Gewerbe und einen Erwartungswert der Laufzeit von etwa 70%. Selbst wenn die Vergütung für dieses Produkt KOMPLETT auf die Laufzeit verteilt würden, lohnt es sich immer noch, sie zu verkaufen, weil 70 (oder auch nur 20)% KLV-Provision immer noch viel mehr sind als bei der Alternative.
Und dieses Problem ist prinzipiell und systemimmanent, denn die Höhe der Vergütung richtet sich, siehe Prinzipal, nach der Rendite des Produkts für den Anbieter, nicht für den Käufer, und die beiden korellieren nun mal negativ.

2. die menschliche Perspektive
Behavioral finance ist nun wahrlich nichts neues mehr. Finanzprodukte sind für die allermeisten Kunden low involvement-Produkte (das ist ja nun sattsam und tief untersucht). Unter anderem deswegen ist Betreuung gar nicht immer gewünscht, und deswegen ist die Quote von Kündigungen viel niedriger, als sie logisch sein müßte. Das gilt für Stromverträge, Telephonanbieter und Finanzprodukte gleichermaßen. Storni und Beratungsqualität korrelieren daher viel geringer, als Du das gern hättest. Was zur Perspektive drei führt:

3. die empirische Perspektive
Geh einfach mal in die Bibliothek Deines Vertrauens an das Regal "Versicherungscontrolling". Du findest hunderte von empirischen Untersuchungen beispielsweise zu Stornoquoten, und sie korrlieren mit allem möglichen, aber nicht mit der Beratungsqualität, der Komplexität und nicht mal mit der Paßgenauigkeit.

Wenn wir also Deine These mal ganz klassisch mit Popper auf den Prüfstand stellen, kommt sowohl aus der Sicht des homo oeconomicus als auch aus der Sicht des "realistischen Menschen" logisch wie empirisch eine Falsifikation dabei heraus.

Aus denselben Gründen ist die von Dir angeregte Austauschplattform zwar eine hübsche Idee, für die Majorität der Kunden aber nicht geeignet.

Zustimmen tue ich Dir insofern, als daß auch, wiewohl in geringerem Umfang, für Honorarberatung gilt. Zwar umgeht man das involvement-Problem, aber es setzt mündige Kunden voraus und ist, vor allem im Sachbereich, in der Erfolgskopplung wahrscheinlich nur schwer umsetzbar. Die Lösung für das hier diskutierte Kernproblem kann m.E. nur in Institutionen liegen, also etwa der Ausbildung und Fortbildungspflicht, in Regularien für die Gesellschaften sowie vor allem in der Haftung.

Gruß

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.058.608 von Quixote am 24.01.13 12:49:21hier wurde schon wieder etwas gelöscht
Mein Posting - doch warum? Ich hatte ja nur die Berater generell angesprochen!

Hallo WO - warum wurde mein Posting denn gelöscht?
Dann noch mal:

Ich empfehle jedem Kunden, sich den Fragebogen zukommen zu lassen und dann seinem Berater vorzulegen.

Das gilt unabhängig vom Status des Beraters (also für Einfach- und Mehrfachagenten, Handelsvertreter und Makler).

Ich gebe diese Fragebögen an alle Anfragenden weiter - natürlich kostenfrei - und ohne jegliche Vorgaben an den Anfragenden. Die Fragebögen sind von mir und dürfen beliebig weitergeleitet werden.

Ich bitte nur um Rückmeldung, wie der Fragebogen angekommt und welche Verbesserungen vorgenommen werden sollen.


Ach ja, ich speichere keine Daten der Anfragenden und melde mich auch nicht mehr bei denen.


In dem Sinne für die Transparenz und Offenheit auf allen Seiten!


interna
Guten Tag!

Ceterum Censeo:
Zu ergänzen ist, daß die hier abgefragte Langfristigkeit der Zusammenarbeit für den Verkäufer segensreich ist, jedoch keine Auswirkung auf die Beratungsqualität hat.

Gruß

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.330.521 von Quixote am 29.03.13 14:26:55Quixote,

einmal reicht (wegen dem anderen Thread):


Dir wünsche ich eine wenig mehr langfristige Zusammenarbeiten mit so Leuten wie

Berater
Friseur
Metzger
Arzt

...
Interna:

Zitat von interna: Quixote,

einmal reicht (wegen dem anderen Thread):


Äh. Das sagt der Richtige.

Sehe ich genauso, sah mich allerdings deswegen zu zweifacher Antwort genötigt, weil Du Deinen Fragebogen einfach in beiden Threads gleichzeitig wieder aufgewärmt hast ... Beschränkst Du Dich auf einen, mache ich gern mit.

Gruß

Quixote
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.330.987 von Quixote am 29.03.13 16:31:34so, feierabend...

http://www.20min.ch/finance/news/story/AWD-ist-in-der-Schweiz-Geschichte-17805365

:laugh::laugh::laugh:
AWD ist Geschichte - zumindest der Name. Doch das Leben geht weiter. Es gibt für uns Berater noch einiges zu tun.

Wenden wir uns mal dem sogenannten Verbraucherschützern in unserer Branche zu: Warum reagieren die noch nicht mal, wenn man auf Mißstände hinweist und Verbesserungsvorschläge macht? Kann es sein, daß man dann evtl. weniger €€€ vom Staat bekäme...?

Ach ja, ein Tip an die Pools: Haltet die Vereinarungen mit den Gesellschaften ein!
Antwort auf Beitrag Nr.: 44.524.733 von interna am 27.04.13 13:52:29Ich werde immer wieder über Boardmail nach den Fragebögen gefragt. Diese kann ich nur über Email verschicken, nicht über Boardmail. Daher bitte ich um direkte Anfragen dazu.

Zu den Fragebögen habe ich noch eine Bitte: Rückmeldungen dazu, wie die Berater darauf reagiert haben, helfen mir, den Fragebogen zu verbessern. Kritik und Anregungen sind stets willkommen.


Schönes Wochenende - interna
Antwort auf Beitrag Nr.: 45.082.753 von interna am 20.07.13 08:01:52Es gab einige Verbesserungsvorschläge für den Fragebogen. So wurde ich mehrfach gebeten, diesen auch für "Banker" zu entwickeln. Das würde ich gerne machen, doch hier sind andere sicher viel besser in der Materie. Ich bitte daher um Verständnis, daß ich in dieser Sparte daher keinen Bogen entwickeln werde.

Wohl aber werde ich die Verbesserungsvorschlägel, Kritiken und Ideen für die Version 3.0 vom Fragebogen aufnehmen. So wird hinzukommen, wie sich die Provisionen bzgl. AP und BP in den einzelnen Sparten auf die Laufzeit verteilen. Einfach ist das (fast immer) im Bereich Sachversicherungen, wo es fast nur BP gibt (also 0:100 wäre die Antwort). Bei den Sparten KV/LV/BU mit zum Teil sehr hoher AP werde ich bei bzgl. der Diskontierung der laufenden Provisionen (BP) wie folgt vorgehen:

KV = 0%, denn die Beiträge steigen und damit auch die BP

LV/BU = 3% (andere Zinssätze bitte melden, falls diese besser geeignet sind)

Bei LV/BU muß man dann noch berücksichtigen, daß bei Dynamiken sich das weiter verzehrt hin zur AP.

Im Fragebogen wird diese Fragen dann in etwa lauten: Ausgehend von einer Abschlußprovision von 1.000 € erhalten Sie (der Berater) in den Sparten

BU
KV
LV

eine jährliche BP in Höhe von x € (auszufüllen) bis wann.

Meiner Meinung nach sollte jeder Kunde sich so einen Fragebogen vor einer Betreuung ausfüllen lassen und dann entscheiden, ob er mit dem Berater zusammenarbeiten will.


Wenn Interesse besteht, poste ich hier dann Beispiele aus den Sparten


Komposit (mit/ohne Kfz)

KV

LV

BU


Viele Grüße - interna
Hier machen die schon fleissig werbung.


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Nun kochen alle nur mit Wasser. Daher sollte auf den Softskills mehr Wert gelegt werden. Das wäre dann eine Abgrenzung zu anderen Anbietern.

Da das Preis-/Leistungsverhältnis von Pools wie pma und FiNet (aber auch FondsFinanz, Akkurat,...) meiner Meinung nach besser ist als bei den strukturierten Vertrieben, würde ich als Berater mit Weitblick mir die Leistungen dieser Pools in Ruhe anschauen, nachfragen, wer dort mal war und ist und dann die Auswahl treffen.

Wer dann noch mehr "Freigeist" ist, ist in einem kleinen Maklerverbund dann sicher besser aufgehoben (muß dann aber auch mehr tun).


Viele Grüße - interna


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