ANALYSE/RZB: AT&S-Jahreszahlen sehr gut/"Übergewichten" (1.6.) - 500 Beiträge pro Seite

eröffnet am 01.06.01 11:41:36 von
neuester Beitrag 05.06.01 22:27:30 von


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01.06.01 11:41:36
Die Jahreszahlen von AT&S sind nach Angaben der Raiffeisen Zentralbank Österreich (RZB) sehr gut ausgefallen. Vor allem die vergangenen beiden Quartale hätten sehr überzeugt. Die Ergebnisreihe für 2001/2002 und 2002/2003 wird mit 0,88 bzw 1,58 EUR je Aktie beibehalten. Das Anlageurteil verbleibt bei "Übergewichten". Allerdings sei der Ausblick für die kommenden beiden Quartale schwächer. Als Grund geben die Analysten eine nicht optimale Auslastung der Produktion und eine Verminderung der Wachstumsaussichten an. Aber mit einem sich erholenden Markt dürfte der Titel zu seinem alten Wachstumspotenzial zurückkehren, glaubt die RZB. +++Angelika Breinich


vwd/1.6.2001/§ab/reh

1. Juni 2001, 10:48

habe gestern eine kleine anfangsposition eingestellt, wie ist eure einschätzung für die nächsten monate ?

MFG
JS
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01.06.01 12:12:26
@junkstro

Ein neuer AT&S-Jünger. :D Guck mal in den anderen (längeren) Threads wegen Infos - mußt Du aber ein wenig suchen, da aufgrund der lauen News-Lage nicht nur AT&S der Schwerpunkt der letzten Wochen war. ;)

Vielleicht kannst Du die AT&S-Gemeinde ja auch zu einem neuen Thread motivieren !? :)
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01.06.01 12:32:28
@ hi daq

habe at+s schon länger im auge, seit androsch zugekauft hat,sind sie auf der watchlist, als wiener werde ich sicher hin und wieder infos zu österreichischen firmen früher finden, stelle sie dann rein,

Mfg

js
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01.06.01 12:43:28
AT&S: Rekord und schlechte Prognose

(gatrixx) Der österreichische Leiterplatten-Hersteller AT&S hat für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000/01 (bis Ende März) ein Rekordergebnis gemeldet - und gleichzeitig seine Prognose für 2001/02 reduziert. Umsatz und Gewinn werden sinken. Erst im dritten und vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres "sollte sich die Lage bessern", sagte ein Sprecher des Unternehmens zu gatrixx.
322,9 Millionen Euro Umsatz hat der Leiterplatten-Hersteller im vergangenen Geschäftsjahr erlöst. Gegenüber 1999/00 bedeutet das einen Anstieg um 38,8 Prozent. Als Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) blieben 53,9 Millionen Euro - ein Plus von 79 Prozent. Die EBIT-Marge lag damit bei 16,7 Prozent. Unterm Strich blieb ein Gewinn je Aktie von 1,31 Euro. AT&S habe damit das "beste Ergebnis seiner Geschichte" erzielt, hieß es.

So weit, so gut. Die Aussichten jedoch sind trübe - zumindest kurzfristig. In diesem Geschäftsjahr soll das Umsatzwachstum auf 30 Prozent sinken, teilte die Gesellschaft mit. Die EBIT-Marge soll nur noch rund 10 Prozent betragen; der Gewinn je Aktie werde sich voraussichtlich auf 0,90 Euro reduzieren. Im laufenden Quartal rechnet AT&S sogar nur mit einer niedrigen einstelligen EBIT-Marge.

"Die Rahmenbedingungen sind katastrophal", beschrieb der Sprecher gegenüber gatrixx die Situation. Gründe für die "schwache Auftragssituation" seien die "schlechten Wachstumsperspektiven in den USA, Europa und Japan" sowie das "schwierige Umfeld in der Telekommunikations-Industrie". Dabei sei die Auslastung der Produktionskapazitäten bei AT&S mit 60 bis 70 Prozent noch vergleichsweise hoch. Bei anderen Leiterplatten-Herstellern liege diese unter 50 Prozent.

Von Kunden und Industrie gebe es jedoch Signale, dass das Geschäft "wieder anspringen" werde, versicherte der Sprecher. Diese Annahme, die auch von Experten-Studien gestützt würde, sei "sehr plausibel". Die letzten sechs Monate des Geschäftsjahres sollen den Aufschwung bringen. Die Prognose für das Gesamtjahr bezeichnete der Sprecher daher als "realistisch".

Das Absinken der EBIT-Marge begründete er mit hohen Fixkosten bei AT&S, die unabhängig von der Auftragslage weiterliefen. Dazu gehören die Abschreibungen für die Maschinen, Personalaufwand und ein Teil der Materialkosten. "Eine hohe Marge können wir nur bei hoher Auslastung machen." (fma)


01.06. - 12:05 Uhr Artikel drucken | Artikel senden
http://www.gatrixx-finanztreff.de/gatrixx/news.htm?id=100649…
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01.06.01 16:06:13
01.06.2001
14:36 MEZ
"Gewinner im Ausleseprozess"


AT&S rüstet sich für schwierige Zeiten - Kapizitätsauslastung dramatisch gesunken


Herabstufung

Unterdessen hat das Investmenthause WestLB Panmure die AT&S-Aktie wegen der schlechten Aussichten für das laufende Geschäftsjahr von "outperform" auf "neutral" heruntergestuft, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Als Kursziel geben die WestLB-Analysten 18 Euro an. (APA)




Wien - Nachdem im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt worden ist, macht sich der am Frankfurter Neuen Markt notierte steirische Leiterplattenhersteller AT&S auf zwei schwierige erste Quartale 2001/02 gefasst: Die Auslastung in den auf Handy-Leiterplatten spezialisierten Unternehmensstandorten liegt bei lediglich 50 bis 70 Prozent, der Infrastruktur-Markt für das AT&S-Werk in Augsburg ist laut AT&S-Chef Willi Dörflinger überhaupt "extrem zusammengebrochen". Dennoch zeigte sich das AT&S-Management bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Freitag zu den mittelfristigen Aussichten deutlich optimistisch. Vom prononcierten Wachstumskurs will man nicht abgehen.
Erholung nicht vor dem vierten Quartal

Mit einer Erholung der Nachfrage nach Leiterplatten sei freilich "nicht vor dem vierten Quartal" (des Kalenderjahres) zu rechnen, der Zeitpunkt dafür werde stark von der Einführung neuer Mobilfunktechnologien wie GPRS und UMTS abhängen, sagte AT&S-Finanzvorstand Harald Sommerer: Das Jahresergebnis 2001/02 werde "sehr stark" davon abhängen, zu welchem Zeitpunkt dieser Aufschwung letztlich einsetze. Für den mittelfristigen Erfolg von AT&S sei es dagegen weniger bedeutend, ob die Telekom-Konjunktur nun ein paar Monate früher oder später einsetze, sagte Sommerer. Wegen der günstigen Kundenstruktur (hauptsächlich Nokia und Siemens), den technologischen Vorteilen und den relativ geringen Schulden rechnet sich AT&S aus, den anstehenden "Ausleseprozess" auf dem Leiterplattenmarkt auf der Gewinnerseite zu überstehen.

Kurzarbeit konnte AT&S-Vorstandschef Dörflinger für den Heimstandort Leoben/Hinterberg zumindest über die Sommermonate ausschließen. Weil auf Grund voller Läger derzeit die Nachfrage nach HDI/Microvia-Leiterplatten nicht besonders hoch sei, baue man derzeit Überstunden ab.

Kurzarbeit in Augsburg

Schlimmer hat es das ehemalige Siemens-Werk in Augsburg erwischt, wo dicke Leiterplatten für Mobilfunk-Infrastruktur gefertigt werden. Dort wurde vor zwei Wochen für mehr als 400 Leute bis Ende des Jahres Kurzarbeit angemeldet. Er gehe davon aus, dass sich damit das Auslangen finden lasse, sagte Dörflinger. Kündigungen wollte er dennoch nicht dezidiert ausschließen. In den USA seien seit Jahresbeginn rund 11.000 Jobs in der Leiterplattenindustrie verloren gegangen.

Merger nicht aktuell

Ohne einen Merger mit einem anderen Zulieferer zur Handy-Industrie prinzipiell ausschließen zu wollen, hat AT&S in den "nächsten ein bis zwei Jahren in der `stand alone`-Position eine bessere Ausgangsposition", sagte Dörflinger. Stattdessen strebe man derzeit eine "engere Partnerschaft" mit großen Kontraktherstellern an. Ins Geschäft kommen möchte man auch mit den japanischen Handy-Produzenten Sony und/oder Panasonic, soweit diese in Europa eine Handyproduktion aufziehen wollen, hieß es.

Kalte Dusche an der Börse

Die kalte Dusche seitens des Marktes, die in den vergangenen beiden Monaten auch den Aktienkurs um etwa ein Drittel auf derzeit rund 18 Euro gedrückt hat, folgt auf das beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte: Die Umsatzerlöse in dem mit 31. März beendeten Geschäftsjahr 2000/01 konnten um 39 Prozent auf 322,9 Mill. Euro (4,43 Mrd. S) gesteigert werden, das EBIT stieg um 80 Prozent auf 53,9 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen (EGT) stieg um 33 Prozent auf 36,6 Mill. Euro. Der ausgewiesene Betriebserfolg ergibt eine EBIT-Marge von 16,7 Prozent und einen Gewinn pro Aktie von 1,31 Euro. Die Dividende werde voraussichtlich gleich hoch wie im vergangenen Jahr (0,22 Euro) ausfallen, sagte Dörflinger.


www.derstandard.at
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01.06.01 16:18:09
WestLB stuft herab .... aha !
Muß ich jetzt in Letsbuyit oder Met(a)box gehen :laugh:

:) Wolfgang :)

Wenn ihr einen neuen Kult-Thread über AT+S aufmacht, dann aber mit einem SUUUUUUUUUUUUUUPer-Titel !!!!!!
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01.06.01 20:30:29
Hab noch nie `nen Statement von der WestLB bzgl. AT&S gelesen ... :laugh::laugh::laugh: ... diese nette Zusammenfassung der letzten adhoc`s ist echt lachhaft. Jetzt weiß ich auch, wer gestern mit großen Orders versucht hat, den Kurs zu drücken. Ist das KZ von 18€ für heute den 1.06.2001 gedacht ? :confused:

AT&S mit `nem Umsatzwachstum von 30% und KGV von 20 ist als "neutral" zu bewerten - wer ist denn dann für die WestLB ein OUTPERFORMER oder gar ein KAUF. Jetzt fehlt als i-Punkt nur noch, daß AT&S auf der HV `ne Dividendenrendite über der der Dt. Post (unser aller Liebling ;)) festlegt und ich hau mich in die Ecke.

Es gab doch vor Wochen schon eine solch idiotische Beurteilung der Witrschaftswoche-Online ... das Urteil damals: Es kann nicht schlechter werden, also "outperform".

ARME ANALYSTEN !!! :cry:
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01.06.01 20:41:03
hi daq & die anderen

was von den analysten zu halten ist wissen wir ja,
auch bei momentaner marktschwäche sehe ich bei AT&S einiges potential für die zukunft, die strategie den kunden zu folgen (china)und vor ort zu produzieren kostet zwar einiges im moment (145 mio € ?) doch ist dort wohl der grösste zukunftsmarkt der welt.

finde übrigens den alten thread ganz ok und bin dafür diesen durchrutschen zu lassen, zustände wie bei lbc oder mbx sollten hier wirklich nicht herrschen.

mfg

js

ps

glückwunsch an optimi
&
schöne feiertage
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05.06.01 22:27:30
denkt doch auch mal in konservativen Darstellungen der AT+S. Damit kann man leider nicht immer einen Treffer bei Analysten landen (keine Zeit für Details). Bei denen gilt eine Faustformel verdunkelt sich die Aussichten, dann weg damit - umgekehrt werden die die ersten sein, die es im 2HJ01 immer schon gewusst haben.

Last uns also ruhig abwarten - Qualität setzt sich durch!.


Gruss
wcj


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