Eine Geschichte über jemanden, der an der Börse seine Zukunft verloren hat ... - 500 Beiträge pro Seite



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Liebes WO-Board,

nach langem Ringen mit mir selbst, habe ich mich entschlossen diesen offenen, aber anonymen Brief über meine Erfahrungen an der Börse hier ins Board zu stellen. Zwei Gründe haben letztlich den Ausschlag dafür gegeben. Der erste ist ein ganz persönliches, vielleicht sogar egoistisches Motiv. Ich halte es einfach nicht mehr aus, alles in mich hineinzufressen. Ich brauche dringend ein Ventil, um mir meine Sorgen von der Seele zu schreiben. Wer weiß, wo das ganze sonst noch endet. Der zweite Grund ist da schon selbstloser, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob er mir nicht eher als Vorwand für mein ursprüngliches Motiv (s.o.) dient: Ich möchte die Nachwelt mit meiner Geschichte vor ähnlichen Fehlern bewahren und denjenigen, die meinen, Sie hätten an der Börse viel verloren, Mut geben, indem ich Ihnen anhand meines Beispiels zeige, dass es ihnen durchaus auch hätte schlimmer ergehen können.
Damit ist klar, um was es geht: Ums Geldverlieren an der Börse ! Ja, Sie haben richtig gelesen. Nein, ich habe mich beim zweiten Teil des Wortes „Geldverlieren“ nicht vertippt. Aber die Nachfrage ist durchaus berechtigt, denn das Wort verlieren im Zusammenhang mit der Börse, dürften Sie in Internetboards bislang nicht gewohnt sein.
Ich habe auch lange überlegt welchen Titel ich diesem Thread geben könnte: „Ich habe Geld an der Börse verloren!“ Oder vielmehr: „Ich habe viel Geld an der Börse verloren!“ Oder gar: „Ich habe mein ganzes Geld an der Börse verloren!“. Doch selbst der letzte Versuch, das Erlebte auf den Punkt zu bringen, trifft die Sache nicht, weil es das Ergebnis noch verharmlost. Ich bin nämlich nicht nur pleite. Ich habe heute außerdem auch Schulden in 6-stelliger Höhe. Darüber hinaus habe ich wahrscheinlich noch viel mehr verloren, als nur Geld ...

Doch ich möchte meine Geschichte von Anfang an erzählen:

Ich stamme aus einem wohlbehüteten Elternhaus und bin, wie man so schön sagt, in geordneten sozialen und soliden finanziellen Verhältnissen aufgewachsen. Meine Schulzeit habe ich vorbildlich absolviert und schließlich ein wirtschaftswissenschaftliches Studium an der hiesigen Universität aufgenommen. Alles verlief nach Plan und Ordnung. Ich lebte in einer heilen Welt.
Irgendwann begann in mir, nicht zuletzt aufgrund meines Studiums, das Interesse für die Börse zu wachsen. Ich lege Wert darauf, zu betonen, dass dieses Interesse nicht, wie bei so vielen in meinem Alter, durch den Börsengang der Deutschen Telekom ausgelöst wurde. Vielmehr beeindruckte mich schon immer die Faszination der Kapitalmärkte an sich. Als Student verfügte ich zu dieser Zeit natürlich noch nicht über ausreichend Eigenkapital. Meine ersten praktischen Erfahrungen im Wertpapiergeschäft habe ich deshalb zunächst ausschließlich durch die Teilnahme an verschiedenen Börsenspielen gesammelt. Erst 1998 eröffnete ich dann mein erstes Depot bei der Sparkasse nebenan und konnte kaum erwarten, erstmals real Aktien und Derivate zu handeln. Das Startkapital resultierte aus einem Bausparvertrag, den ich extra zu diesem Zweck - gegen den ausdrücklichen Rat meiner Eltern - aufgelöst hatte. Inzwischen war ich überzeugt, dass eine Anlage in Aktien eine höhere Rendite einbringen würde, als jede andere Sparform. Ich habe mir also meinen mühsam angesparten Bausparvertrag, ca. 20.000 DM, ebenso auszahlen lassen wie das elterliche Sparbuch mit einem Gegenwert in Höhe von nochmals rund 10.000 DM und wagte schließlich im Herbst 1998 zum Höhepunkt der damaligen Russland-Krise den Einstieg in den Aktienmarkt.
Meine ersten Geschäfte verliefen ausgesprochen erfolgreich. Ich habe mit Vernunft und Sorgfalt agiert und konnte, trotz der unsicheren Lage an den Weltbörsen, bereits nach wenigen Monaten erhebliche Gewinne verbuchen. Voller Stolz habe ich natürlich allen Freunden und Verwandten von meinen An-fangserfolgen berichtet. In meiner eher konservativ eingestellten Beamtenfamilie herrschte bis zuletzt Skepsis gegenüber der Aktie als Anlageform. Einzig meine zwei Jahre jüngere Schwester, die sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch in der Ausbildung befand, stand meinem Treiben aufgeschlossen gegenüber und bat mich wenig später, auch ihre Finanzplanung in die Hände zu nehmen. Sie löste auf mein Anraten hin ebenfalls ihren Bausparvertrag auf und übertrug mir die Verwaltung ihrer gesamten Ersparnisse, insgesamt ca. 35.000 DM. Ich willigte ein. In den darauffolgenden Wochen bin ich sowohl mit meinem eigenen Geld als auch mit dem Geld meiner Schwester verantwortungs- und vor allem risikobewusst umgegangen. Ich habe langfristig investiert und nicht „gezockt“.
Bis zum 28.01.1999 ! Jenem Freitag, der mein Leben verändern sollte. Wir schreiben die Boomphase des „Going-Public“. Jede Emission, nicht nur am Neuen Markt, ist mehrfach überzeichnet – unabhängig von der Qualität der Unternehmen, die hinter den Aktien stehen. Denjenigen die „blind“ zeichnen, winkt leicht verdientes Geld.
Ich will auf die damalige Hysterie gar nicht näher eingehen, weil sie in meinem Fall eine so große Rolle eigentlich gar nicht spielt. Ich habe an diesem Spiel auch nie wirklich teilgenommen. Stattdessen habe ich nach Investitionsmöglichkeiten weit ab vom der täglichen Berichterstattung Ausschau gehalten, nach Nebenwerten, die noch unentdeckt von der breiten Masse geblieben waren - und bin fündig geworden: Es handelte sich um eine Gesellschaft zur Finanzierung von Kabelnetzbetreibern. Das Unternehmen, welches ich im Auge hatte, hieß AGFB (damalige Wertpapierkennnummer 500880). Ich hatte zufällig mitbekommen, dass die AGFB eine Fusion mit zwei weitern Kabelnetzbetreibern plant mit dem erklärten Ziel, als neues Unternehmen den Gang an den Neuen Markt zu wagen. Der Name dieses neu gegründeten Unternehmens: Primacom AG! Ich erwartete, dass der Kurs der AGFB im Vorfeld dieser Fusion stark anziehen würde, nicht zuletzt, weil die AGFB beabsichtigte, all ihren Aktionären eine bevorrechtigte Zuteilung der neuen Gesellschaftsanteile einzuräumen.
Ich orderte also am 28.01.1999 für meine Schwester per Telefon bei meiner Sparkasse 1.200 Aktien der AGFB, allerdings ohne dabei zu bedenken, dass die Kursstellung sämtlicher Wertpapiere erst 4 Wochen zuvor im Hinblick auf die europäische Währungsreform in EURO umgestellt worden war. De Facto habe ich somit die doppelte Menge an Aktien geordert, als ich als Gegenwert auf meinem Konto zur Verfügung hatte. Die Sparkasse, die meinen Auftrag offensichtlich nicht auf Deckung überprüft hatte, stellte mein Girokonto, das Girokonto eines Studenten, der nachweislich kein geregeltes Einkommen erzielte und gerade mal über einen Dispositionskreditrahmen von 3.500 DM verfügte, mit über 25.000 DM ins Soll !
Ich selbst bemerkte meinen folgenschweren Irrtum erst nach Ablauf einer Woche als ich die per Post zugestellte Abrechnung der Sparkasse in den Händen hielt. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch zu allem Überfluss der Kurs der AGFB-Aktie, nachdem bekannt geworden war, dass sich ein Strafverfahren gegen einen der Vorstände dieses Unternehmens anbahnte, regelrecht eingebrochen. Ich konnte die Aktien schließlich nur noch zu einem Kurs von 7 EUR glattstellen !
Bis heute streiten sich die Rechtsanwälte, ob möglicherweise ein Anspruch auf Schadensersatz gegen die Sparkasse besteht. Ich darf sagen: Die Erfolgsaussichten stehen mittlerweile gar nicht einmal so schlecht. Aber selbst das wäre heute nur der berühmte Tropfen auf den heißen Stein und kein wirklicher Trost. Im Nachhinein handelte es sich nämlich um den Anfang vom Ende!
Da bei dem AGFB-Deal zum größten Teil das mir anvertraute Geld meiner Schwester verloren ging, habe ich mir schwere Vorwürfe gemacht. Nicht zuletzt war es mir natürlich auch peinlich, als selbsternannter „Börsenexperte“ zugeben zu müssen, dass ich offensichtlich noch nicht einmal in der Lage war, EURO und DM voneinander zu unterscheiden. Ich habe also den Vorfall verschwiegen - sowohl gegenüber meiner Schwester, als auch gegenüber meinen Eltern. Auch nach mittlerweile über zwei Jahren Rechtsstreit mit der Sparkasse weiß bis heute niemand aus meinem Familienkreis, dass ich kurz vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit meiner ehemaligen Hausbank stehe.
Mein herzlicher Dank gilt in dieser Sache übrigens einem Rechtsanwalt, einem ausgewiesenen Experten im Bankrecht, den ich per Zufall über die Rechtsberatung der Universität kennen gelernt habe. Nachdem ich diesem Mann mein Leid geschildert hatte, erklärte er sich sofort bereit, den Fall unentgeltlich zu übernehmen. Ich hätte ihn von mir aus auch nicht bezahlen können.
Aber zurück zur eigentlichen Geschichte. Für mich stand fest, dass ich so schnell wie möglich diesen Verlust wieder wettmachen musste, noch bevor meine Schwester einen ersten Rechenschaftsbericht von mir verlangte. Ich verfiel regelrecht in hektischen Aktionismus und ging an der Börse von nun an zunehmend spekulativer vor. Nicht nur dass ich hohe Gewinne erzielen wollte, ich wollte sie auch schnell erzielen. Und so dauerte es nicht lange, bis ich mich auf das gefährliche Feld der Optionsscheine begab.
Na ja, es kam, wie es kommen musste. Ich hatte schnell auch das übrige Geld, was mir noch geblieben war, verloren, insgesamt ca. 70.000 zzgl. meines Girokontos, welches zu diesem Zeitpunkt einen Fehlbetrag von ca. 30.000 DM auswies ! Selbst wenn ich die zwischenzeitlichen Gewinne, die vor meinem persönlichen „schwarzen Freitag“ angefallen war, nicht berücksichtige, habe ich innerhalb weniger Monate einen sechsstelligen Betrag (!) an der Börse regelrecht „verzockt“, denn um nichts anderes handelte es sich inzwischen bei mir.
An dieser Stelle müsste meine Geschichte eigentlich zwangsläufig enden. Meine ersten Gehversuche an der Börse hatten mich gegen eine Mauer geführt. Es konnte nicht mehr weitergehen, weil ich schlicht und ergreifend kein Kapital mehr zur Verfügung hatte. Wenn ich damals die Möglichkeit ge-habt hätte, einen Kredit aufzunehmen, hätte ich dieser Versuchung wahrscheinlich nicht widerstanden. Aber die Tatsache, dass ich als mittelloser Student bei keiner Bank (außer der Sparkasse!) Kreditwürdigkeit besaß, bewahrte mich (zunächst noch) vor diesem Schritt. Stattdessen flog mir von einer anderen Seite unerwartet „frisches“ Geld zu.
Die Medien griffen das Thema Börse nun immer häufiger auf und berichteten von der scheinbaren „Lizenz zum Gelddrucken“. Die Aktienkultur in Deutschland entwickelte und verbreitete sich rasend schnell. Ende 1999 kamen schließlich auch meine Eltern auf mich zu mit der Bitte, Ihnen behilflich zu sein, einen gewissen Teil Ihres Vermögens in Wertpapiere zu investieren. Auch Tanten und Onkels vertrauten mir zu diesem Zweck nach und nach immer höhere Beträge an. Wie ich bereits erwähnte, war meine gesamte Familie in Geldfragen eigentlich konservativ eingestellt und demnach auch nie bereit, ein unkalkulierbares Risiko einzugehen. Insofern bezweifle ich, dass man in meiner Familie wusste, worauf man sich einließ. Vielleicht wusste ich es selbst noch nicht einmal. Jedenfalls sah ich in dieser Form der familiären Vermögensverwaltung den letzten Strohhalm. Wenn es mir gelänge, das Familienvermögen ordentlich zu vermehren, ließen sich möglicherweise mit den Gewinnen die zuvor erlittenen Verluste ausgleichen.
So richtete ich jedem meiner Familienmitglieder jeweils ein Depot bei einer Direktbank ein und machte mich mit einer Gesamtsumme von nunmehr knapp 150.000 DM an die Arbeit. Das Problem war jedoch auch diesmal: Ich hatte wenig Zeit! Oder besser: Ich gab mir wenig Zeit! Oder noch besser: Mein schlechtes Gewissen gab mir wenig Zeit! Über ein Jahr war schließlich vergangen, seitdem meine Schwester mir die Verantwortung für Ihre „finanzielle Zukunft“ übertragen hatte. Seitdem hatte sie sich niemals - und wenn, dann nur beiläufig - über den aktuellen Stand Ihres Depots erkundigt. Jetzt, wo meine Schwester kurz vor dem Abschluss Ihrer Ausbildung stand, drohte sich das zu ändern. Jeden Tag konnte das Geld, was nicht mehr da war, gebraucht werden. Und der Gedanke daran belastete mich bei allem, was ich tat.
Ich will die Geschichte abkürzen. Noch bevor der eigentliche Boom im Herbst des Jahres 2000 einsetzte, war ein Großteil der 150.000 DM ebenfalls verloren. Ich habe so ziemlich jeden Fehler gemacht, vor dem in der einschlägigen Literatur eindringlich gewarnt wird. Mein größtes Manko aber lag in meiner permanenten Ungeduld. Ich bin überzeugt davon, dass ich heute aller Sorgen ledig wäre, wenn ich mit Ruhe und Besonnenheit nach meinem folgenschweren Verwechslung von EURO und DM im Januar 1999 einfach so weitergemacht hätte, wie ich davor angefangen hatte, d.h. wenn ich weiterhin investiert statt spekuliert hätte.
Ich habe die Börse zuletzt nur noch als Spielcasino empfunden und oftmals alles auf eine oder wenige Karten gesetzt. „Rot oder Schwarz, machen Sie Ihr Spiel!“ Und am Ende „geht nichts mehr!“
Es war nicht das Geld, um was es mir ging. Ich wollte mich nie in irgendeiner Form persönlich bereichern, die schnelle Mark verdienen oder überhaupt „Reichtum ohne Arbeit“ erlangen. Jeder, der mich kennt, würde mir das abnehmen. Nachdem ich durch ein dummes Missgeschick das Geld meiner Schwester verloren hatte, ging es mir nur noch darum, dieses Geld, was nicht mir gehörte, wofür ich mich aber verantwortlich fühlte, wiederzubeschaffen. Mein einziger Antrieb lag einfach in dem Gedanken, ich müsse meinen Fehler wieder gutmachen – und das so schnell wie möglich, denn ich wusste nicht, wie lange ich die Sache geheim halten konnte. Ich wollte meine Familie, die so viel Vertrauen in mich gesetzt hatte, nicht enttäuschen.
So ahnt meine Familie auch bis heute noch nichts von ihrem „Glück“! In den seltenen Fällen, wo ich konkret auf den Verbleib des Geldes von meiner Schwester oder meinen übrigen Verwandten angesprochen wurde, konnte ich geschickt ausweichen. Geplagt von meinem schlechten Gewissen, schweren Vorwürfe an mich selbst und der Angst, jeden Tag aufzufliegen, fresse ich unaufhörlich die Sorgen in mich hinein. 24 Stunden am Tag denke ich über einen Ausweg nach, den es wahrscheinlich nicht gibt.
Wie durch ein Wunder habe ich es trotz dieser schweren Zeit geschafft, mein Studium nicht nur erfolgreich abzuschließen, sondern mit einer „Traumnote“ von 1,7 sogar als Jahrgangsbester abzuschneiden. Meine gute Ausbildung ist somit im Moment mein einziger Pfand für die Zukunft. Vermutlich würde ich mit meinen Qualifikationen sogar ein ausreichendes regelmäßiges Einkommen erzielen, das mir langfristig die Rückzahlung meiner „Schulden“ erlauben würde. Das würde aber voraussetzen, dass ich meiner Familie früher oder später „reinen Wein“ einschenken müsste. Dazu fehlt mir die Mut ! Solange die Bombe nicht von sich aus platzt (vielleicht wünsche ich mir genau das im Unterbewusstsein), werde ich alles daran setzen, den Schaden unbemerkt wieder gut zu machen. Und dazu brauche ich viel Geld – und zwar schnell !
Nach der Beendigung meines Studiums habe ich mich schließlich noch intensiver mit der Börse beschäftigt. Nur hier sah ich die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit das viele verlorene Geld wieder zu beschaffen. Die Börse hat es genommen, die Börse sollte es mir gefälligst auch zurück geben, so dachte ich. Da mir kaum noch Kapital übriggebliebenen ist, habe ich im Frühjahr diesen Jahres dann zusätzlich noch Bankkredite in Höhe von 50.000 DM (!) aufgenommen und mich damit endgültig ruiniert.
Nicht dass ich nicht auch Erfolge vorzuweisen hatte. Es gab durchaus Tage, da habe ich 5-stellige Gewinne erzielt. Und es gab Zeiten, da lag ich mit einem 6-stelligen Vermögen im Plus! Aber der Erfolg war nicht nachhaltig, weil ich das Risiko, das ich eingegangen bin, nicht mehr kalkulieren konnte.

Bis heute habe ich als mittelloser Student knapp 300.000 DM an der Börse verloren ...
Besser gehts dir jetzt auch nicht, oder?
Schreib den Brief deiner Schwester und deinen Eltern.
Und dann such dir eine Arbeit, um deine Schulden abzutragen.
ich finde es gut, daß du dein leid mit uns teilst...hut ab...so offen...so ehrlich (nehme ich zumindest an)...aber deine verpflichtung erstreckt sich eigentlich nicht auf die wo-community...du solltest mit deinen geldgebern offen darüber reden...ich denke, daß sie wind von den verlusten bekommen haben...ich meine, wenn die bild schon darüber schreibt...mut zur wahrheit...alles gute...
Lieber Dacks,

ich Danke Dir für Deine Mail ! Ich habe mir Deine Mail ausgedruckt und werde Sie als Mahnung zu meinen Bankunter-lagen legen. Mir geht`s gewissermaßen ähnlich, aber nicht in ganz so großer Höhe (DEM 80000 von der Mutter). Ich finde es deshalb so mutig von Dir, diese Mail zu schreiben, weil laut den Nachrichten im Board alle so tolle Hechte sind und nur Gewinne machen !

Kopf hoch, daß Leben geht weiter !
Hallo Dacks,
das war der erste Schritt für deine Zukunft.
Habe ähnlich wie du die Verantwortung für meinen Bruder und
meine Eltern bezüglich Finanzen übernommen.
Eine schier übermenschliche Last, wenn die Kurse purzeln....
und sie sind ja ganz schön gepurzelt.
Auch meine Lebensversicherung weg, das Sparbuch meiner Eltern ........
Spreche mit deinen Eltern, deiner Schwester und setzt euch mit eurer Bank zusammen.
Indem Moment wo du dies tust, wirst du wieder Schlafen können, und mit deiner super Ausbildung wirst du wieder oben auf kommen.
So wie dir ist es wahrscheinlich vielen gegangen.(kleiner Trost).
Nur wer liegen bleibt hat verloren.
Meine Oma sagte immer: "Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist"!!!
Packen wir`s an.
Gruß von einem, dem´s ähnlich geht.
Matt


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