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Achtung beim Erwerb von Börsen-Indexfonds - 500 Beiträge pro Seite



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sfu. FRANKFURT, 8. Februar. Auf dieses Angebot scheinen Anleger nur gewartet zu haben:

Seit die von Indexchange und Merrill Lynch aufgelegten Indexfonds an der Deutschen Börse gehandelt werden, pendeln die monatlichen Umsätze um die Zwei-Milliarden-Euro-Marke. Im vergangenen Monat Januar verzeichnete die Börse sogar einen neuen Rekordumsatz von 2,8 Milliarden Euro.

Die Idee hinter diesen Produkten, die auch Indexaktien oder Exchange Traded Funds (ETF) genannt werden, ist denkbar einfach:

Wie normale Indexfonds bilden sie ein bestimmtes Marktsegment ab. Sie sind jedoch für die Anleger billiger als die nicht an der Börse handelbaren traditionellen Indexfonds und können während der Handelszeiten jederzeit gekauft oder verkauft werden.

Seit April 2000 ist der Handel mit Indexaktien an der Frankfurter Börse möglich. Schwung in das Geschäft kam erst im Januar 2001 mit dem Auftritt von Indexchange. Damals schnellte der monatliche Umsatz kurzzeitig von 343 Millionen auf 2,54 Milliarden Euro.

Indexchange ist eine Tochtergesellschaft der Hypo-Vereinsbank und wurde eigens zur Auflage und Verwaltung börsengehandelter Indexfonds gegründet. Ihre Produkte machen am ETF-Segment der Deutschen Börse derzeit rund 80 Prozent der Umsätze aus. Das zeigt, welche Schlüsselrolle Indexchange bei der Etablierung von Indexaktien am deutschen Markt zukommt.



Für Privatanleger kann es bei einem Kauf von Fondsanteilen durchaus zu unangenehmen Überraschungen kommen, die teilweise hausgemacht, teilweise der Kürze des Marktauftritts zuzuschreiben sind.

Hausgemacht ist die irreführende Werbung von Indexchange, in der Verwaltungsgebühr von 0,5 Prozent seien alle Kosten enthalten. Anleger werden spätestens dann eines besseren belehrt, wenn sie bei ihrer Bank oder Sparkasse Fondsanteile kaufen beziehungsweise verkaufen und die üblichen Wertpapier-Transaktionskosten fällig werden.

Beim Kauf direkt in der Filiale sind meistens ein Prozent des Auftragsvolumens als Gebühr zu entrichten.

Besonders genau sollten Anleger bei kleinen Orders auf die Mindestgebühr schauen,
die beispielsweise bei der Indexchange-Muttergesellschaft Hypo-Vereinsbank 30 Euro, bei der Commerzbank 15 Euro und bei der Stadtsparkasse Köln 15,34 Euro ausmacht.

Etwas preiswerter sind Direktbanken wie etwa Comdirekt mit einer Gebühr von 9 Euro bei einem Auftragsvolumen bis 5000 Euro oder die DAB mit 7,95 Euro plus 0,25 Prozent des Ordervolumens.

Manchmal berechnen die Banken zusätzlich noch eine Xetra- oder eine Maklergebühr.

Indexchange-Vorstand Andreas Fehrenbach begründet den fehlenden Hinweis auf die Transaktionskosten in der Werbung mit dem Umstand, daß es dafür keine "Summe X" gebe. Allerdings ist von Wertpapierberatern zu hören, daß einzelne Kunden auf die Werbung verweisen und verstimmt reagieren.

Ein anderes Problem ist dagegen nicht Indexchange, sondern der Unerfahrenheit von Bankberatern mit den neuen Produkten zuzuschreiben.

So sollten Anleger ihrer Bank bei der Auftragserteilung ausdrücklich zu verstehen geben, die Anteile der gewünschten Indexaktie über die Börse zu erwerben. Dann entfällt nämlich der Ausgabeaufschlag. Werden dagegen die Anteile direkt bei Indexchange erworben, wird ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent fällig. Diese Fehlleitung der Aufträge ist derzeit durchaus kein Einzelfall. Allerdings wird erwartet, daß die Probleme nachlassen, je mehr sich Indexaktien als Geldanlage etablieren.

In der Anfangsphase empfiehlt sich für den Anleger auch ein Blick auf die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs, dem sogenannten Spread. Bei dem sehr liquiden Indexfonds "DaxEx" sollte er beispielsweise nicht mehr als vier Cent betragen. "Unsere Spreads sind nicht größer, als dies bei den unterlegten Aktien der Fall ist", verspricht Indexchange-Vorstand Fehrenbach.


Quelle: FAZ-Finanzmarkt, 09.02.02
das alles ist ja nicht unbekannt.
Und alles gilt genauso auch für zertifikate. Dennoch sind
1% spesen bei kauf und verkauf immer noch weniger als der typische ausgabeaufschlag.
In vielen fällen dürften deswegen indexfonds wegen der niedrigeren
transaktionskosten die bessere wahl als ETF oder zert. für sparer sein.

gruß hafis
(http://de.indexfunds.com)
Transaktionskosten fallen zudem auch bei anderen Publikumsfonds an, nämlich wenn Mittel zufliessen, abfliessen oder das Management Umschichtungen vornimmt. Man sieht diese Kosten nur nicht direkt weil sie dem Fondsvermögen belastet werden und daher in der Wertentwicklung versteckt sind. Bei ETFs zahlt jeder selbst nach Volumen, das ist also eher eine Verbesserung weil Interessenskonflikte ausgeräumt werden.

MfG
Sutur
hallo sutur u.a.,

2 punkte noch:
Beim kauf und verkauf von indexfonds,ETF oder zert. fallen für den anleger
transaktionskosten an (brokergeb., AA). Bei aktiven und passiven fonds
fallen auch weitere transaktionskosten an, die dadurch entstehen, daß durch die order des
anlegers papiere gekauft und verkauft werden müssen. Diese kosten trägt aber nicht
der anleger,-da die order ja zum anteilswert abgerechnet wird-,
sondern der fonds, und damit alle anderen anleger.
Deswegen erheben viele indefonds bei kauf und verkauf eine kleine transaktionsgebühr, die der
ordergeber zahlen muß, die aber dem fondsvermögen zufließt.
Dadurch wird eine schädigung der anderen anleger durch häufige trader verhindert.

Beim kauf/verkauf von ETF dagegen müßen dagegen nicht unbedingt transaktionskosten anfallen.
Denn es werden ja nur die anteilescheine auf die baskets gehandelt.
Solange der market-maker die nachfrage nach ETF durch den bestand ausgleichen kann, erfolgen gar keine transaktionen.
Die erfolgen erst dann, wenn baskets aufgelöst oder eingerichtet werden müssen.
Soweit mein wissensstand.

Bei ETF sind weiter die spreads geringer als bei zertifikaten, und auch nicht selten ist der
tracking-error von indexfonds und ETF geringer als bei zert.

gruß hafis (http://de.indexfunds.com mit weiteren artikeln zu indexprodukten unter archiv u. universität)
Die Fondsgesellschaft Indexchange läßt zur Zeit eine
Machbarkeitsstudie erstellen, ob an der Börse handelbare
Indexfonds auf Rentenindizes technisch möglich und wirt-
schaftlich sinnvoll sind.

Falls die Studie positiv ausfällt und daraus tatsächlich ein Produkt entsteht, wäre dies eine Innovation im Markt-
segment der handelbaren Indexfonds.

Quelle: FAZ, 07.02.02
für den kleinanleger dürften aber wegen der fehlenden spesen bei verkauf und wiederanlage
indexfonds mehr sinn machen als ETF.


gruß hafis
hafis,

selbst mit Börsengebühren sind ETF`s immer noch günstiger als vergleichbare Fonds.

a) Ausgabeaufschlag idR >1%
b) Managemnent- und Verwaltungsgebühr höher

Gruß
Paris
nein, nicht immer:
Kauf und verkauf von ETF: je 1%, +0,5% p.a. VV.

balzac-indexfonds 0,5-1% AA bei kauf, keine kosten bei verkauf,
0,5% VV,
activest-indexfonds: 2% AA bei kauf, keine kosten bei verkauf, 0,5%AA
Hinzu kommen die kosten der wiederanlage der ausschüttungen bei ETF (bei divi-rendite von 2%
braucht man 150000 euro vermögen, um für eine wiederanlage brauchbare summe von 3000 euro zu erhalten).
Weiter müssen sparer in ETF ggfs. mit einem renditeverlust rechen, wenn
sie ihre 50-200 euro monatlich erst auf einem geldkonto ansparen müssen, ehe sich der kauf eines ETF lohnt.

angeblich im herbst sol vanguard nach deutschland kommen.
Dann könnten die kosten von fonds noch weiter sinken.

gruß hafis
Wenn Du die WKN des Balzac MSCI 588807 bei WO Fondsselector eingibst, erscheint links unten unter Besonderheit schon eine Rücknahmegebühr von 0,20%.

Sollte Vanguard solch günstige Preisen wie in den USA anbieten, wären diese unschlagbar.
Bei den Sektorenfonds von Balzac, die bei allen Gebühren teurer sind als die Länderindices, beträgt die Rücknahmegebühr 0,30% z.B. beim Technologie Fonds 588802.

Außerdem dauert es mindestens 1 Woche von der Order bis zur Einbuchung der Balzac Fonds.

Im Falle eines Anschlages oder Ähnlichem kannst Du mit ETF`s blitzschnell reagieren.
Bei den Sektorenfonds von Balzac, die bei allen Gebühren teurer sind als die Länderindices, beträgt die Rücknahmegebühr 0,30% z.B. beim Technologie Fonds 588802.

Außerdem dauert es mindestens 1 Woche von der Order bis zur Einbuchung der Balzac Fonds.

Im Falle eines Anschlages oder Ähnlichem kannst Du mit ETF`s blitzschnell reagieren.
hallo orgami,

sektorfonds machen aber -ebenso wie die möglichkeit, "schnell zu
reagieren", für die meisten keinen sinn, weil sie langfristsparer
sind.
Nur für spieler sind die ETF dann interessanter.

P.S.: rücknahmegebühren bei indexfonds sind nicht selten.
Sie fließen dem FONDSVERMÖGEN und nicht der fondsgesellschaft zu.
Sie sollen die transaktionskosten decken, die durch die kauf-verkauf-order
entstehen, und die sonst aus dem fondsvermögen gedeckt werden müßten.
Sollen also eine schädigung der buy-and-hold-anleger durch fonds-trader
verhindern.

gruß hafis
Haifis50.
Ich versuche Vor- und Nachteile von Produkten darzustellen, ohne Akteure, die diese oder jene Vorteile über- oder untergewichten als Spieler oder Langfristanleger zu klassifizieren.

Ich traue den LeserInnen durchaus zu, die für sie persönlich richtige Wahl zu treffen und da gibt es nicht nur eine allein seligmachende oder seriöse Variante.

Man kann Langfristanleger sein und dennoch bei drastischen Veränderungen des Ölpreises kurzfristig in einem Sektorfonds oder Zertifikat reagieren wollen. Gleiches gilt bei Schwankungen im Biotechbereich.
das mag ja zutreffen.
Aber die meisten anleger zahlen doch nur ihre mtl. sparrate ein, und
interessieren sich für weitere fragen nicht.

Für trader sind natürlich ETF besser geeignet als fonds oder -manchaml- auch zertifikate.
In den usa entfiel bis jetzt der größte teil deer ETF-umsätze auf trader, und nicht
auf langzeitanleger.

gruß hafis
Moin!

Aber die meisten anleger zahlen doch nur ihre mtl. sparrate ein, und
interessieren sich für weitere fragen nicht.


Tja, genau das monatliche Sparplanzahlen geht ja leider weder bei Balzac noch bei Indexchange (wie sieht es bei Activest Indexfonds aus?). Kleiner Trost: zumindest kann man Balzac-Anteile bei der DAB ohne Mindestanlagesumme kaufen. An problemlos und vergünstigt sparplanfähigen Indexfonds kenne ich nur den Fidelity Eurostoxx 50, den ich aber auf verschiedenen Gründen nicht allzu sehr mag.

Was für Kosten fallen denn beim Erwerb und Verkauf von Balzac-Anteilen momentan an? AA lag früher beim Erwerb über die DAB bei 0,5%, jetzt wohl bei 1,0%? Kann das jemand bestätigen? Fallen weitere Kosten beim Erwerb an?

Die von Orgami erwähnte Rücknahmegebühr ist abhängig von der Liquidität des Marktes, für den US-Fonds liegt sie bei 0,1%, für Exoten wie Singapur 588797 bei 0,8%. Die Sektorenfonds sind oft noch teurer, auch in der jährlichen Gebühr. Über Sinn und Zweck von Sektorenfonds kann man lange diskutieren; es ist aber sicher zu begrüßen, überhaupt ein derartiges Instrument zur Verfügung zu haben.

HHanseat
Ich schätze WO UserInnen nicht als AnlegerInnen ein, die nur ihre Rate überweisen und sich sonst keinerlei Gedanken über ihre Finanzangelegenheiten machen.

Bei manchen UserInnen wäre es mir lieb, wenn sie sich stärker darauf beschränken würden, aber das ist ein anderes Thema.

Und es gibt sicher unendlich viele Mischformen von Anlagen. Es ist durchaus möglich (und für den einzelnen evtl. auch sinnvoll) sowohl in Fonds, als in ETF und Zertifiate anzulegen und evtl. auch Einzelanlagen beizumischen.

Im Grunde sollte es hier doch darum gehen zu sagen: dieses Produkte hat diese Eigenschaften, jenes eben andere. Anschließend ist eine individuelle Entscheidung und auch eine friedliche Koestistenz der Anlageinstrumente durchaus möglich.

Notwendig dafür ist aber eine umfassende Information, die nicht einseitig kanalisiert wird. Das ist meiner Meinung nach der Sinn der Foren.
Ich rege mich nicht auf.

Sparpläne sind bei der DAB auf Endlos-Zertifikate möglich. Leider ist nur das Nemax50-Zertifikat ein Performance-Zertifikat, wenn ich richtig informiert bin (gerade am Neuen Markt werden allerdings derzeit kaum Dividenden gezahlt).


Der AA des Balzac Energy (588759) ist bei Consors um 50% reduziert (die Abrechnung weist 0,495% Rabatt aus) und kostet 1,25%.

Man kann ihn ab 255 Euro Mindestanlage erwerben (allerdings nur in ganzen Fondsanteilen). Gleiches gilt für den Balzac World Index.
Beim Kauf fallen keine weiteren Gebühren an.

Die Verwaltungsgebühr des Sektorenfonds ist allerdings mit 1% doppelt so hoch wie die des weltweiten Fonds (0,50%).


HHanseat bei der DAB kaufe ich aufgrund der Konditionenverschlechterungen, die als Verbesserungen verkauft wurden, keine Fonds mehr. Über deren Konditionen kann ich leider keine Auskunft geben.
N`Abend!

Orgami, danke für die Informationen!

Die Indexzertifikatssparpläne kosten mir zu viel, bei der DAB 2,5 EUR + 0,25 % pro Sparrate, bei maxblue bei Aktien/Zertifikaten 2,50 EUR (4,89 DM) Grundpreis plus 0,40% pro Posten vom Kurswert. Da müssen die Sparraten schon sehr hoch sein, um eine vernünftige Belastung zu erreichen. Neben dem NEMAX sind auc noch Zertis auf die Performanceindizes DAX, MDAX, Stoxx (ohne 50, also den 600) und Eurostoxx im Angebot. Hinter manchen anderen Angeboten könnten sich auch noch berücksichtigte Dividenden verstecken, das habe ich jetzt nciht im Detail geprüft.

Bei der DAB habe ich seit der Preiserhöhung auch keine Balzac-Anteile mehr gekauft, daher fehlen mir hier bestätigte aktuelle Daten. Bei Consors habe ich kein Depot (zur Zeit sehe ich auch keinen Grund, mir zusätzliche Bankverbindungen einzurichten (bin außerdem bei der DB24 und maxblue, die wachsen mit einigen Mühen allerdings zusammen). Die DAB verlangt laut ihrer Onlinedatenbank 1,0% AA für Balzac Länder- und Branchenfonds, was nach deren Angaben unrabattiert ist. Da die KAG selber von (unrabbatierten) AA der Größenordnung 5 % redet und ich von der DAB auch keine Wohlatten mehr erwarte stutzte ich.

HHanseat
Meine Antwort bezog sich auf die open-end-Zertifikae, die im Rahmen der DAB-Sparpläne angeboten werden, das sind leider nicht die attraktivsten und meist Preis- und nicht Performance-Zertifikate.
aktuelle konditionen der DAB lt. fondsinvestor.de:
z.B. für balzac world u. euro corporate bond:
1% AA, bei summen über 3000 euro rabatt 30-40%,
also keine änderung bei der DAB.Dies zumindest habe ich zuletzt im september bezahlt.

Also billiger als ein sparplan mit zert.. (wie lange noch?)

gruß hafis
Nabend @ll

Ich kann Orgami (#16) nur zustimmen, denn Fondsmanager "sollten" meistens langfristig denken und investieren, was aber bei manchen hier bei WO nur teilweise der Fall ist ;-)

Die gesamten Transaktionskosten werden nämlich immer dem Fonds belastet und schlagen dadurch natürlich auf die Performance nieder (arbeite selber bei einer Kapitalanlage-/Fondsgesellschaft)

Die EFTs und Indexzertifikate werden es den Fonds mit der Zeit schwer machen, da sie noch nicht so public sind, aber das wird sich mit der Zeit ändern!

Jeder sollte und muß für sich selber entscheiden, welche Anlageform er persönlich für sinnvoll und richtig hält, aber dabei sollte man natürlich auch nie den Kostenfaktor außer acht lassen. Für mich sind wenn nur Performanceindexzertifikate interessant, da nur diese sehr nahe den Index wiederspiegeln können, zumal sie die Dividendenzahlungen und etwaige Kapitalmaßnahmen berücksichtigen.

Orgami, bei einem Nemax50 PI Zertifikat wirst Du wohl noch lange auf Dividenden warten müssen ;-)
:laugh: XMarkusX Nicht nur auf die Dividenden muß ich beim Nemax 50 Zertifikat warten, fürchte ich ;). Aber die Performance ist bei meinem ETF auch derbe rot :laugh:

Nein, es ist zu schade, daß die HVB mit dem 825063 und dem 825064 Performance-Zertifikate auf den Eurostoxx und Stoxx 600 anbietet und diese dann nicht im Rahmen der Sparpläne der DAB erhältlich sind (nur das open-End-Preis-Zerti auf den Euro-Stoxx50 von UBS). Aber mit der flat fee von 7,95 sind sie ja auch (bei größeren Anlagesummen) so erschwinglich.

Dennoch gebe ich dafür lieber bei anderen Banken ein wenig mehr aus, die DAB hat mich zu sehr vergrätzt.
Virt-X führt ETF-Segment ein

Die schweizerisch-britische Börse Virt-X baut ein Segment für börsengehandelte Fonds (Exchange Traded Funds, ETF) auf.

Vom 6. Mai an werden 25 solcher Fonds gehandelt, teilte die Börse am Freitag mit.

UBS und Barclays Capital legen den Angaben zufolge je vier, Merrill Lynch 15 Fonds und LDRS auf. Die auf Virt-X gehandelten Fonds werden vor allem in Euro, Pfund, Dollar und Yen gehandelt.

Das neue Segment wird in Zusammenarbeit mit der Schweizer Börse SWX gestartet. Dadurch gewinne es sofort die kritische Masse, sagte die Virt-X-Chefin Antoinette Hunziker-Ebneter. Die zehn Fonds, die bereits im ETF-Segment der SWX gelistet sind und vornehmlich in Franken gehandelt werden, sollen jedoch nach Angaben der SWX dort verbleiben.

Die Virt-X wil mit dem neuen Segment ihre Marktteilnehmer an dem schnell wachsenden Markt für ETF teilhaben lassen.

Der Virt-X zufolge sind es zum Start im Jahr 2001 in Europa sechs Fonds mit einem verwalteten Vermögen von 760 Millionen Euro gewesen, mittlerweile sind es aber schon 70 mit 7,5 Milliarden Euro.
ETF-Segmente gibt es unter anderem auch in Großbritannien und der Deutschen Börse sowie an Euronext.


Quelle: FAZ v. 23.03.02
Hallo zusammen,

wer kann mir Indexfonds nennen, die auf einen Performanceindex beruhen.(ausser Daxex)
V.a. im asiatischen Raum bzw. im amerikanischen.

Vielen Dank

Ciao
nur zertifikate können sich auf einen preisindex beziehen.
Da indexfonds + ETF die dividenden weitergeben, muß man sie immer
mit einem performanceindex vergleichen.
indexfonds-anbieter mit japan +usa imangebot sind www.activest.com + www.unico-fonds +balzac-fonds.
ETF-anbieter mit usa+japan im angebot sind unico-fonds.com
+ www.frescoshares.com
Listen von in europa gehandelten ETFs, daten zur zusammensetzung und zur rendite,
infos zu den indizes, artikel zum indexanlegen und mehr
gibt es bei http://de.indexfunds.com
Indexfonds an der Nasdaq


Auf der Suche nach Einnahmequellen und neuen Kundengruppen will die elektronische amerikanische Technologiebörse Nasdaq dieses Jahr börsengehandelte Indexfonds anbieten. Börsengehandelte Indexfonds geben Investoren die Möglichkeit, sich mit einer Aktie an dem dahinterstehenden Indexfonds zu beteiligen.

Bislang wird dieses Marktsegment von der Amex dominiert, wo 117 der 119 amerikanischen Indexfonds gelistet sind. Die Nasdaq will im nächsten Jahr vier oder fünf börsengehandelte Indexfonds einführen und mit einer Gruppe von drei bis sechs zugrunde liegenden Indizes in diesem Sommer beginnen, erklärte John Jacobs, Präsident der Nasdaq Financial Products.

Die Nasdaq will zudem einen börsengehandelten Indexfonds, der auf einem Teil der 4100 Mitglieder des Nasdaq Composite Index basiert, bis Ende des Jahres anbieten. "Die Nasdaq will ihre Aktien liquider machen und neue Einnahmen erschließen.

Denn demnächst will sie an die Börse gehen", lautete der Kommentar von Richart Repetto, Analyst bei Putnam Lovell Securities Inc. in New York. Die Börsen erhalten bei börsengehandelten Indexfonds Gebühren für die Notierung, den Handel und die Lizenzen (Siehe auch Seite 25).

Quelle: FAZ-Finanzmarkt, 04.05.02
Börsengehandelte Fonds beliebt


Anleger wenden sich zwar immer mehr von Aktien ab, doch drängen sie in großem Umfang in börsengehandelte Fonds (ETF).Dies stellt Merrill Lynch fest.

Während die Aktienmärkte fortwährende Kursverluste verzeichneten, seien diese Fonds möglicherweise einer der wenigen Bereiche im Aktiengeschäft, wenn nicht gar der einzige, der noch Wachstum zeige, meint Michael Maras von Merrill Lynch.

Derzeit gebe es 246 börsengehandelte Fonds weltweit mit einem Volumen von 130 Milliarden Dollar.

Der europäische Markt sei mit 106 Produkten der größte. Hier habe sich das Volumen mit 8 Milliarden Dollar auf Jahressicht verdreifacht.

Der größte einzelne Markt für börsengehandelte Fonds sei der amerikanische mit 102 Fonds und einem Volumen von 90 Milliarden Dollar. Es handelt sich überwiegend um Aktienindexprodukte.

Zwar erwartet Merrill Lynch künftig ein verringertes Wachstum bei der Auflegung neuer Produkte, doch sollte das in börsengehandelten Fonds angelegte Volumen weiterhin kräftig steigen.

Diese Fonds werden wie Aktien während der Börsenhandelszeiten gehandelt. Sowohl Institutionelle wie auch Privatanleger gehören zu den Investoren.

Quelle: FAZ, 01.08.02
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Börsennotierte Fonds auf dem Vormarsch

05. November 2002 Was vor gut acht Jahren in den Vereinigten Staaten begann, findet auch in Europa immer mehr Anhänger - das Investieren in börsennotierte Fonds, sogenannte ETFs.

Der aktuellen Marktübersicht von Morgan Stanley zufolge hat Europa in diesem Jahr sogar Amerika überholt, was die Zahl der zugelassenen Exchange Traded Funds betrifft. 116 zu 108 lautet der aktuelle Zahlenvergleich, doch ist das in ETFs angelegte Vermögen in den USA mit mehr als 100 Milliarden Dollar noch zehnmal so groß wie in Europa.

Dieser Vorsprung ist so gewaltig, dass an ein Aufholen in absehbarer Zeit kaum zu denken ist. Seit Jahresbeginn flossen in Amerika 17 Milliarden Dollar neu in ETFs, in Europa nicht einmal vier Milliarden. Und doch kristallisiert sich diese Schnittstelle zwischen Börsenwelt und Fondsbranche als Wachstumsmotor heraus, dessen Zugkraft Anleger und Anbieter gleichermaßen in den Bann schlägt.



Die Konditionen werden günstiger

Um sich einen möglichst großen Teil vom Kuchen zu sichern, senken die Marktteilnehmer regelmäßig ihre Konditionen. Statt der noch vor Jahresfrist üblichen 0,5 Prozent Managementgebühr werden inzwischen für Standardprodukte - wie die ETFs auf den Euro-Stoxx-50 - nur noch 0,35 Prozent jährlich vom verwalteten Vermögen verlangt.

Ein wenig Spielraum nach unten ist noch drin: die ärgsten Konkurrenten, indexnah geführte konventionelle Fonds, werden zum Teil für 0,2 Prozent und darunter verwaltet.

Ganz so günstig werden die Investmentgesellschaften die ETFs nicht anbieten wollen, denn sie haben ja gegenüber den normalen indexorientierten Fonds einen gewichtigen Vorteil. Während die Preise herkömmlicher Fonds in der Regel erst einen Tag nach Auftragseingang dem Kunden bekannt werden, kann er den Preis der börsennotierten Fonds bei Auftragsvergabe erfahren - und entsprechend disponieren. Dieser Service ist für institutionelle Investoren noch wichtiger als für private, weshalb ursprünglich vor allem die Großanleger als Zielgruppe ins Visier genommen wurden.

Die Enttäuschung vieler Privatanleger über die schlechte Performance ihrer Fondsmanager hat in den letzten Monaten aber das Feld nachhaltig bereitet für einen neuen Nachfrageschub.

Wenn die Märkte dauerhaft drehen, zahlt sich dann das passive, an einen Index angelehnte Investieren ohne große liquide Bestände doppelt aus.

Quelle: FAZ, 05.11.02
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In den USA gibt es bei ETFs eine Konsolidierung


In den USA wird es in den nächsten Monaten bei Exchange-Traded Funds (ETF) zu den ersten Schließungen kommen. Es werden nicht die letzten sein, prognostizieren Analysten.

Aus dem Markt genommen werden Fonds, die den Chemie-Subindex des amerikanischen Dow Jones abbilden, amerikanische Internet- Indizes verfolgen, oder den Standard & Poor`s/Toronto Stock Exchange 60 Index, eine Messlatte für kanadische Aktien, nachbauen.

Die Nachfrage nach börsennotierten Fonds ist nicht groß genug, begründet Barclays Global Investors den Schritt. Barclays verwaltet diese ETF unter dem Namen iShares. Jeder dieser Fonds hatte weniger als 20 Millionen Dollar an Anlagekapital und im Schnitt ein tägliches Umsatzvolumen von weniger als einer Million Dollar in den vergangenen drei Monaten.




Nischenmärkte eignen sich nicht für ETFs

Der Unterschied zwischen ETFs und Investmentfonds besteht darin, dass die Investoren Anteile an den ETFs den ganzen Tag über an der Börse kaufen und verkaufen können. Es gibt bei Häusern wie Barclays and State Street Global Advisors zu viele solcher Fonds, die in Marktnischen wie Internetwerte investieren, sagen die Analysten. Nach drei Jahren andauernder Verluste an den Börsen sind Investoren weniger an ihnen interessiert. "Wie bei jedem neuen Produkt, stürzen sich erst alle darauf und dann gibt es eine Konsolidierung;" erklärt Dave Mangefrida, Partner bei Ernst & Young.

Von den 126 ETF, die Bloomberg verfolgt, sind 14 ebenso klein und inaktiv wie die Barclays-Fonds, die geschlossen werden sollen. "Wenn es an der Börse weiterhin trübe bleibt, wird es noch mehr Schließungen geben," erwartet Mangefrida. Fondsmanager Brett Berry von Bailard, Biehl & Kaiser hat nicht in den iShares Dow Jones U.S. Internet Index Fund von Barclays investiert, weil das niedrige Handelsvolumen zu höheren Kosten führt. "Wir könnten unseren eigenen Aktienkorb bilden und damit billiger handeln," argumentiert er.

Auch bei den traditionellen Investmentfonds, ein Markt im Volumen 6,1 Billionen Dollar, das ist das 50fache im Vergleich zu den ETF, sind bestimmte Branchen in Ungnade gefallen. 33 Nischenfonds wurden dieses Jahr geschlossen, berichtete Morningstar. State Street Global Advisors, Barclays Global Investors, die in San Francisco ansässige Tochtergesellschaft der britischen Bank Barclays, sowie Merrill Lynch haben jeweils mindestens zwei Fonds in der Bloomberg-Liste der 14 Fonds, deren tägliches Handelsvolumen unter einer Million Dollar liegt. Von diesen 14 umsatzschwächsten ETF bilden fünf Technologie- und Internetindizes ab, weitere fünf konzentrieren sich auf europäische Länderindizes.




Investoren sind an Subindizes nicht interessiert

Die Investoren sind an solchen Subindizes nicht interessiert, berichtet Analyst Christopher Traulsen von Morningstar. Die erfolgreichsten börsennotierten Fonds nach Handelsvolumen investieren in marktbreite Indizes wie den S&P 500 und den Nasdaq 100. "Einige dieser Fonds bilden Indizes ab, die einfach zu markteng sind, um für die Anleger von Nutzen zu sein," bemängelt Traulsen. "Ich wäre nicht überrascht, wenn es hier eine weitere Konsolidierung geben würde."

Die American Stock Exchange bot 1993 zum ersten Mal börsennotierte Fonds an. Nach wie vor ist der SPDR Trust Series mit einem Fondsvermögen von 24,9 Milliarden Dollar der größte börsennotierte Fonds. Zwischen 1995 und 1999 kamen 31 weitere ETF an die Börse. Als der Aktienmarkt im Jahr 2000 den Gipfel erreichte, galt dies auch für den Start von börsennotierten Fonds in den USA: 62 wurden in dem Jahr neu aufgelegt. 2001 kamen weitere 24 hinzu, geht aus den Daten von Bloomberg hervor.

State Street, Barclays Global Investors und Merrill Lynch riefen 2000 und 2001 85 der 86 neuen Fonds ins Leben. Aber bei den Investoren ließ die Begeisterung für die ETFs nach. Die seit Anfang 2000 eingeführten Fonds sammelten im Schnitt 234 Millionen Dollar an Kapital ein, während früher etwa 1,7 Milliarden Dollar in einen neuen Fonds flossen, zeigen die Daten von Bloomberg. In diesem Jahr gab es nur drei neue börsennotierte Aktienfonds. Acht börsennotierte Anleihefonds wurden seit Mai, als die US-Börsenaufsicht diese zuließ, aufgelegt. Vier, die im Juli starteten, haben bis September weniger als vier Milliarden Dollar an Kapital eingesammelt, so das Investment Company Institute.

Barclays, die gegenwärtig 81 Fonds unter dem Dachnamen iShares anbietet, plane keine weiteren Schließungen, erklärte Sprecherin Christine Hudacko. State Street will auch keinen ihrer streetTracks-Fonds dicht machen, teilte Sprecherin Erin Heggerick mit. Bei Merrill Lynch wollte sich Sprecherin Terez Hanhan nicht zu möglichen Schließungen der Holding Company Deposity Receipts oder HOLDRs äußern.

Quelle: FAZ, 15.11.02
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"Mini-Dax-Future" startet verhalten

Der internationale Terminmarkt Eurex hat am 18. November wie geplant den Handel mit Optionen und Futures auf börsengehandelte Indexfondsanteile, so genannte Exchange Traded Funds (ETF), gestartet.

Allerdings scheint die Nachfrage am ersten Handelstag nicht gerade überzuborden. Denn bis zum späten Nachmittag sind gerade einmal sechs Futures auf die Dax EX-Aktien der INDEXCHANGE Investment AG umgegangen - und sonst nichts.

Es wurden keine weiteren Futures oder gar Optionen gehandelt. Dabei werden sie auch auf weitere börsengehandelte Fonds angeboten. Aber neue Produkte sind und waren wohl schon immer gewöhnungsbedürftig. So erscheint es möglich, dass sich die Eigenschaften und möglicherweise sogar Vorteile erst noch herumsprechen müssen. Denn die gibt es durchaus.




„Mini-Dax-Future“ für den Privatanleger interessant

Zunächst stellt sich die Frage, wieso man neben dem Dax-Future und den Dax-Optionen auch noch entsprechende Kontrakte auf börsengehandelte Indexfonds benötigt. Immerhin bewegen die sich doch ähnlich wie die Indizes selbst. Diese Frage ist zunächst berechtigt, allerdings gibt es Unterschiede.

Erstens in der „Stückelung“. Während der Dax-Future ein richtig „schweres Kaliber“ mit einem Gegenwert von aktuell etwa 40.000 Euro ist und für den Handel eine entsprechende Kapitalbasis voraussetzt, bezieht sich der Dax EX-Future auf 100 Aktien des Dax EX-Fonds. Bei einem Kurs des Index-Fonds von 32 Euro ist dieser Kontrakt also „nur 3.200 Euro schwer“. Er könnte als eine Art von „Mini-Dax-Future“ sogar für den kleineren Privatanleger interessant werden.




Direkter Einstieg in den Markt möglich

Zum Zweiten werden die neuen Kontrakte - im Unterschied zum Dax-Future - physisch beliefert. Wenn Anleger Hempel einen Future gekauft hat, erhält am Ende der Laufzeit 100 Dax EX-Aktien. Hat er verkauft, ist er verpflichtet, die Aktien zu liefern. Hempel kann also über den Future direkt in den Fonds ein- oder aussteigen. Das eröffnet interessante Optionen. Angenommen er rechnet mit einem steigenden Markt und möchte sein Geld eigentlich voll investieren.

Leider ist das aber gebunden und wird erst später frei. In diesem Fall ist der Future eine interessante Alternative. Denn für ein Kontrakt wird beim Kauf nur die so genannte Einschussmarge fällig - und die ist geringer, als die Direktinvestition.

Für ein Dax EX-Futures-Kontrakt mit Dezemberverfall ist nur eine Marge von 360 Euro fällig. Damit aber kann er denselben Gewinn erzielen, als wenn er 100-Dax EX-Aktien sofort erworben hätte. Steigt der Dax, so werden ihm die entsprechenden Gewinne täglich gutgeschrieben - oder die Verluste abgebucht. Bis im Dezember ist er dann wieder „flüssig“ und kann die 100-Dax EX-Aktien direkt übernehmen.

Wenn er etwas spekulativer orientiert ist, kann er diesen so genannten „Leverage-Effekt“ natürlich auch dazu nutzen, eine „größere Position“ am Markt zu fahren, als er es sich eigentlich bei einem Direktengagement leisten könnte.



Feinjustierung des Depots möglich

Ein weiterer Vorteil ist der, dass Hempel sein Depot aus Dax EX-Aktien sehr genau gegen fallende Kurse absichern kann. Entweder, indem er die entsprechende Anzahl an Futures verkauft oder indem er beispielsweise Verkaufsoptionen erwirbt. Auch das fällt ihm mit der idealeren „Stückelung“ leichter. Außerdem folgt der Dax EX-Future der Dax EX-Aktie genauer als der Dax-Future das tun würde. Das ist ein weiterer Vorteil für die immer größer werdende Gemeinde XTF-Anhänger.

Insgesamt mag zwar der Handelsauftakt enttäuschen. Aber es ist noch nicht aller Tage Abend.

Quelle: FAZ, 19.11.02
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Streuung“ als Einsatzmöglichkeit für börsengehandelte Indexfonds


Selbst in Baisse-Zeiten ist die Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds oder Exchange-Traded Funds - kurz ETF`s - groß. In diesem Jahr haben US-Anleger bisher 33 Milliarden Dollar in solche Wertpapierkörbe investiert, die dem Wesen nach Indexfonds entsprechen, aber wie Aktien gehandelt werden.

Worin liegt ihr Reiz? Nach Enron und WorldCom nimmt die Nervosität der Anleger gegenüber Einzeltiteln stetig zu und verschont dabei auch nicht die Aktien scheinbar solider Unternehmen. Da ETF`s die Werte sowohl breit als auch eng gefasster Indizes beinhalten, „wird das Einzeltitelrisiko erheblich reduziert,“ erklärt Benjamin Bowler, ETF-Analyst bei Merrill Lynch.

Obwohl sie wegen der ihnen zu Grunde liegenden Diversifikation Investmentfonds ähneln, ist die Funktionsweise von ETF`s eher mit der von Aktien zu vergleichen. ETF-Anteile können rund um die Uhr gehandelt, auf kreditfinanziertem Wege erworben oder leer verkauft werden. Ferner werden Optionen auf eine Reihe dieser Fonds angeboten.


Investoren finden eine Menge toller Anwendungsmöglichkeiten für diese Instrumente.


Bessere Strukturierung des Portfolios

Mit der jüngsten Einführung von Rentenindex gebundenen ETF`s kann ein Portfolio nunmehr über verschiedene Sektoren und Asset-Klassen hinweg diversifiziert werden. Damit müssen Sie sich auch nicht länger mit so genannten „Spiders“ (oder SPDR für Standard & Poor`s 500 Depositary Receipts) als Aktienersatz zufrieden geben. Über den Einsatz von ETF`s, die die unterschiedlichen Sektoren des S&P 500 nachbilden, können Sie eine Feinabstimmung der einzelnen Positionen Ihres Portfolios vornehmen.

Wenn Sie der Ansicht sind, dass Werte aus dem Gesundheitswesen besser, Finanztitel hingegen schlechter abschneiden werden als der S&P 500, so können Sie Ihr Portfolio nach dieser persönlichen Einschätzung entsprechend ausrichten.

Werfen wir ein Blick auf das Aktienportfolio des Anlageberaters Thomas Mench, Chairman von Mench Financial in Cincinnati. Mench ist in nahezu allen neun Sektor-SPDR`s engagiert, von denen jeder einen Korb von Aktien aus einem jeweils anderen Bereich des S&P 500 repräsentiert.

Werte aus den Sektoren zyklische Konsumgüter, Technologie und Versorgung hält Mench übergewichtet, da diese Bereiche seiner Meinung nach den Gesamtmarkt im nächsten Jahr überflügeln werden. Umgekehrt meidet er Energietitel und hält untergewichtet Werte aus dem Gesundheitswesen und Industrietitel.

Für den Fixed-Income-Bereich hat der ETF-Analyst bei Lehman Brothers Alex Bundy ein Portfolio mit dem Lehman Brothers Aggregate U.S. Bond Index als Benchmark kreiert. Den Einschätzungen des Lehman-Rentengurus Jack Malvey entsprechend ist das Portfolio in Unternehmensanleihen über-, in US-Treasuries - insbesondere Kurzläufer - dagegen untergewichtet.

Im Vergleich zum breiteren Index können Sie mit Hilfe sektorspezifischer ETF`s eine größere Kontrolle bei der Strukturierung Ihres Portfolios ausüben. Allerdings gibt es einen Nachteil. Die beim Kauf von Sektor-ETF`s anfallenden Provisionen sind höher als im Fall des S&P 500-SPDR. Angesichts der günstigen Online-Provisionen sollte dies jedoch kein größeres Hindernis darstellen.



Optionskontrakte als Absicherung

Nach Ihrem Dafürhalten stellen Energiewerte auf lange Sicht eine gute Anlage dar? Mit Blick auf die kommenden Monate befürchten Sie jedoch, dass sie ins Trudeln geraten könnten? Sie könnten jetzt zugreifen - der Energy Select Sector SPDR Fund notiert bei 21,90 Dollar - oder bis nächstes Jahr warten. Dann würden Sie allerdings riskieren, eine Aufwärtsbewegung zu verpassen.

Es gibt noch eine andere Möglichkeit: Der Verkauf einer Put-Option auf den Energy SPDR. Wählen Sie die Option, die im Juni verfällt und dem Optionserwerber ermöglicht, Ihnen 100 Anteile zu 21 Dollar das Stück zu verkaufen. Für dieses Recht zahlt er Ihnen eine Prämie von 1,55 Dollar je Anteil oder 155 Dollar insgesamt.

Sollten die Kurse von Energietiteln kurzfristig absacken, könnten Sie gezwungen sein, die Anteile zu 21 Dollar das Stück zu kaufen. Durch die Optionsprämie verringern sich Ihre Nettokosten jedoch auf 19,45 Dollar. Und wenn die Kurse in die Höhe schießen? Dann verfällt die Option, ohne ausgeübt worden zu sein. In einem solchen Fall können Sie die Aktien zu einem höheren Preis erwerben, wobei sich ein Teil des entgangenen Gewinns mithilfe der Optionsprämie ausgleichen lässt.

Ein Wermutstropfen: Die auf kleine Geschäftsabschlüsse entfallenden Transaktionskosten könnten Ihren Gewinn aufzehren. Aus diesem Grund empfiehlt Michael Schwartz, Chef-Optionsstratege bei CIBC Oppenheimer, dieses Geschäft mit mindestens zehn Optionskontrakten (oder 1.000 ETF-Anteilen) abzuschließen.

Auf Zehenspitzen zurück in den Aktienmarkt? Eine Kombination aus ETF`s und Optionen könnte in diesem Fall die Lösung schlechthin sein. Angenommen Sie erwerben Anteile am Diamond Series Trust I, besser bekannt als „Diamonds“. Es handelt sich hierbei um den ETF, der den Dow Jones Industrial Average nachbildet. Sie könnten zu 85,25 Dollar je Anteil einsteigen, machen sich aber Sorgen um einen erneuten Rückgang des Dow.

Aus diesem Grund entscheiden Sie sich für Put-Optionen auf den „Diamonds“ mit einem Basispreis von 84 Dollar je Anteil, die im Januar 2005 verfallen. Mit Blick auf die nächsten zwei Jahre bedeutet dies, dass Sie Ihre „Diamonds“-Anteile immer zu 84 Dollar das Stück verkaufen können. Für die Absicherung Ihres Portfolios mit 100 „Diamonds“-Anteilen zahlen Sie 1.180 Dollar, was dem Preis des Optionskontrakts entspricht. Sollte der Dow wieder über die Marke von 10.000 Punkten schießen, ist Ihre Option natürlich wertlos. Dafür haben Sie aber Ihren Seelenfrieden.

Quelle: FAZ, 28.11.02
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Europäischer QQQ auf Nasdaq


Das Angebot an börsengehandelten Fonds in Europa wächst weiter.

Seit Montag bietet die amerikanische Aktienbörse Nasdaq mit einer europäischen Variante ihres erfolgreichen QQQ den Anlegern einen Exchange Traded Funds (ETF), der die Wertentwicklung der Nasdaq 100-Werte nachvollzieht. Der sogenannte EQQQ sei in Großbritannien, Belgien und Irland zum Verkauf über die Nasdaq Europe zugelassen, teilte die Nasdaq am Montag mit. Der ETF sei in Euro denominiert.

Der Erwerb des Fonds werde in Europa abgewickelt, die Kosten seien auf 20 Basispunkte je Jahr begrenzt. Zielgruppe in Europa seien zunächst institutionelle Anleger, sagte John Jacobs, CEO von Nasdaq Financial Products.

Es werde auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, weitere börsengehandelte Fonds auf Nasdaq Composite und einzelne Industriebranchen zu begeben. Morgan Stanley hatte in der vergangenen Woche Schätzungen vorgelegt, nach denen sich das in ETFs investierte Vermögen auf Zweijahressicht auf bis zu 10 Milliarden Dollar erhöhen dürfte.

Der amerikanische QQQ gilt mit einem täglichen Handelsvolumen von im Schnitt 92 Millionen als der weltweit am aktivsten börsengehandelte Fonds.

Quelle: FAZ, 03.12.02
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Europäischer QQQ auf Nasdaq


Das Angebot an börsengehandelten Fonds in Europa wächst weiter.

Seit Montag bietet die amerikanische Aktienbörse Nasdaq mit einer europäischen Variante ihres erfolgreichen QQQ den Anlegern einen Exchange Traded Funds (ETF), der die Wertentwicklung der Nasdaq 100-Werte nachvollzieht. Der sogenannte EQQQ sei in Großbritannien, Belgien und Irland zum Verkauf über die Nasdaq Europe zugelassen, teilte die Nasdaq am Montag mit. Der ETF sei in Euro denominiert.

Der Erwerb des Fonds werde in Europa abgewickelt, die Kosten seien auf 20 Basispunkte je Jahr begrenzt. Zielgruppe in Europa seien zunächst institutionelle Anleger, sagte John Jacobs, CEO von Nasdaq Financial Products.

Es werde auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, weitere börsengehandelte Fonds auf Nasdaq Composite und einzelne Industriebranchen zu begeben. Morgan Stanley hatte in der vergangenen Woche Schätzungen vorgelegt, nach denen sich das in ETFs investierte Vermögen auf Zweijahressicht auf bis zu 10 Milliarden Dollar erhöhen dürfte.

Der amerikanische QQQ gilt mit einem täglichen Handelsvolumen von im Schnitt 92 Millionen als der weltweit am aktivsten börsengehandelte Fonds.

Quelle: FAZ, 03.12.02
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Europäischer QQQ auf Nasdaq


Das Angebot an börsengehandelten Fonds in Europa wächst weiter.

Seit Montag bietet die amerikanische Aktienbörse Nasdaq mit einer europäischen Variante ihres erfolgreichen QQQ den Anlegern einen Exchange Traded Funds (ETF), der die Wertentwicklung der Nasdaq 100-Werte nachvollzieht. Der sogenannte EQQQ sei in Großbritannien, Belgien und Irland zum Verkauf über die Nasdaq Europe zugelassen, teilte die Nasdaq am Montag mit. Der ETF sei in Euro denominiert.

Der Erwerb des Fonds werde in Europa abgewickelt, die Kosten seien auf 20 Basispunkte je Jahr begrenzt. Zielgruppe in Europa seien zunächst institutionelle Anleger, sagte John Jacobs, CEO von Nasdaq Financial Products.

Es werde auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, weitere börsengehandelte Fonds auf Nasdaq Composite und einzelne Industriebranchen zu begeben. Morgan Stanley hatte in der vergangenen Woche Schätzungen vorgelegt, nach denen sich das in ETFs investierte Vermögen auf Zweijahressicht auf bis zu 10 Milliarden Dollar erhöhen dürfte.

Der amerikanische QQQ gilt mit einem täglichen Handelsvolumen von im Schnitt 92 Millionen als der weltweit am aktivsten börsengehandelte Fonds.

Quelle: FAZ, 03.12.02
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Anlagekapital europäischer ETFs fast verdoppelt

Das vergangene Jahr 2002 war das Jahr der börsengehandelten Fonds. In Europa stieg das Anlagekapital der Exchange Traded Funds, kurz ETF, um 91 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar, nach 5,6 Milliarden Dollar Ende 2001. Die Anbieter brachten neue Produkte auf den Markt und lockten mit niedrigeren Gebühren als bei den üblichen Investmentfonds, berichtete Morgan Stanley.

Vergleichbare Fonds in den Vereinigten Staaten, die hier bereits seit 1993 aufgelegt werden, konnten 2002 ihr Anlagekapital lediglich um 21 Prozent steigern. Sie bringen es allerdings auch schon auf ein Anlagekapital von 102,3 Milliarden Dollar.




Gezielt investieren

Anleger können mit börsengehandelten Fonds gezielt in einzelne Indizes oder Branchenindizes investieren, zahlen aber vergleichsweise geringe Gebühren. Finanzinstitute wie die HypoVereinsbank haben eine Vielzahl neuer ETFs aufgelegt: Deutschlands zweitgrößte Bank hat 2002 die europäischen ETF um zwei Drittel auf 118 aufgestockt und bietet damit erstmals mehr europäische als amerikanische ETFs an.

„Es werden jetzt genau die Produkte angeboten, die sich die Anleger gewünscht haben", erklärte die Morgan-Stanley-Analystin Deborah Fuhr. Anleger können nun börsengehandelte Fonds kaufen, die einzelne Branchen wie die Halbleiterhersteller europaweit abbilden, oder nur belgische Aktien.

Nach den Daten von Morgan Stanley verwaltet Europas größter Anbieter von ETF-Produkten, die HVB-Tochter Indexchange AG, 2,5 Milliarden Dollar beziehungsweise 24 Prozent des in ETF investierten europäischen Anlagekapitals.

Quelle: FAZ, 04.01.03
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Börsengehandelte Fonds auf der Erfolgswelle



Börsengehandelte Fonds: ein vielversprechendes Segment




30. Januar 2003 „Fonds sind die idealen Instrumente für den Privatanleger, um langfristig betrachtet sein Geld sinnvoll und ertragreich anzulegen“, ist immer wieder in Broschüren zu lesen und auf Vorträgen zu hören.

Sie böten nicht nur die Möglichkeit, mit relativ geringen Mitteln eine sinnvolle Risikostreuung zu erzielen, um sich vor massiven Kursverlusten in Einzeltiteln zu schützen. Sondern es sei auch möglich, in bestimmte Instrumente oder Märkte gehen zu können, die normalerweise nur vermögenden oder institutionellen Anlegern zugänglich seien, lautet die Argumentation.




Durchwachsene Fondsbilanz

Soweit so gut - das mag schon stimmen. Allerdings lehrt die jüngere Vergangenheit, dass eine breite Streuung nicht allzu viel nützt, wenn die Märkte in ihrer vollen Breite einbrechen. Zumindest gilt das für die reinen Aktienfonds. Die mussten in den vergangenen Monaten zum Teil happige Verluste und schrumpfende Vermögen hinnehmen.

Wer dagegen auf Mischfonds oder gar reine Rentenfonds gesetzt hat, der dürfte recht gut durch die turbulenten Zeiten gekommen sein. Denn die Rentenmärkte waren zumindest in den vergangenen Monaten die „Krisengewinnler“.

Fallende Zinsen und die Suche nach „sicheren Häfen“ haben die Kurse der Rentenpapiere nach oben getrieben und zu ordentlichen Kursgewinnen geführt.




Traditionelle Fonds eigenen sich kaum zum Spekulieren

Momentan sieht jedoch Vieles danach aus, als ob sich längerfristige Trends nicht mehr so ohne weiteres etablieren würden. Wenn die Börsen kurzfristig etwas Fantasie erhalten, gehen oft die Rentenmärkte zurück - und umgekehrt. Wer etwas kurzfristig orientiert ist und eine gute Nase hat, der könnte versucht sein, von diesen Bewegungen zu profitieren.

Allerdings sind dafür Fonds in der herkömmlichen Form denkbar ungeeignet. Denn erstens werden die Preise für die Anteile von der Fondsgesellschaften in der Regel nur einmal am Tag berechnet und festgesetzt. Zweitens fallen mit den zum Teil recht hohen Ausgabeaufschlägen so hohe Kosten für den Anleger an, dass er sie mit kurzfristigen Transaktionen sicher nicht wieder hereinholen kann.

In diesem Fall können so genannte Exchange Traded Funds (ETF) oder börsengehandelte Fonds hilfreich sein. Sie orientieren sich bei ihrer Kursentwicklung in der Regel an einem Index und werden an der Börse fortlaufend gehandelt wie normale Aktien.




ETF erfahren rege Akzeptanz

Diese Produkte scheinen bei den Anlegern auch anzukommen. Denn nach einer Untersuchung von Morgan Stanley ist das mit ETFs verwaltete Vermögen im Jahr 2002 um satte 35 Prozent auf den Gegenwert von 142 Milliarden Dollar gestiegen.

Das größte Wachstum war dabei in Japan zu beobachten, die verwalteten Mittel haben sich dort beinahe auf 21 Milliarden Dollar verdreifacht. In Deutschland haben sie sich beinahe auf 10,7 Milliarden verdoppelt, während das Vermögen in den USA um 21 Prozent auf 102 Milliarden Dollar zunahm. Dort sind diese Produkte auch schon länger auf dem Markt als beispielsweise in Europa.

ETFs sind nicht nur einfacher zu handeln, als „normale Fonds“, sondern sie sind auch in der Verwaltung günstiger.

Nicht selten fallen bei aktiv gemanagten Fonds nicht nur die offensichtlichen Transaktionskosten wie der Ausgabeaufschlag an, sondern die wirklichen Kosten werden oft nur in der Fußnote - wenn überhaupt - ausgewiesen. Dazu kommt die statistische Wahrheit, dass die Mehrheit der Manager „teurer Normalfonds“ sowieso nicht in der Lage ist, besser als der Vergleichsindex abzuschneiden.

Die höheren Kosten stehen dann ohne entsprechenden Gegenwert da.




Erweiterter Handlungsspielraum

Neuerdings kommt ein weiterer Vorteil der ETFs dazu. Denn an der Eurex gibt es mittlerweile auf einzelne ETFs sogar Optionen und Futures zu handeln.


Die Kontraktgrößen sind dabei extra auf Privatanleger zugeschnitten. Damit haben sie plötzlich die Möglichkeit, sich beispielsweise mit Puts oder Futures gegen fallende Kurse abzusichern oder auf steigende Kurse zu spekulieren.

Das mag zunächst verrückt klingen, aber auch diese Derivate scheinen anzukommen. Denn im Märzfuture auf den DAX EX-Indexfonds der Indexchange Investment AG stehen 16.599 Kontrakte aus.

Auf den DJ Euro STOXX 50 EX sind es immerhin 11.466 Kontrakte. Selbst die Optionen zeigen einige, wenn auch noch bescheidene Aktivitäten. Aber sobald sich die Situation an den Märkten etwas gebessert hat und sich die Anleger mit den Produkten besser vertraut gemacht haben, könnte das Interesse zunehmen. Denn in den USA ist der Erfolg jetzt schon da.

Quelle: FAZ, 30.01.03
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Innovation - börsengehandelter Indexfonds auf Anleihen



Börsengehandelte Fonds: ein vielversprechendes Segment


Die Palette der börsengehandelten Indexfonds wird nicht nur ständig erweitert, sondern bietet ab dem sechsten Februar eine echte Novität an: den ersten Exchange Traded Fund (ETF) auf Anleihenbasis. Er wird aufgelegt von der Indexchange Investment AG, einer Tochter der HypoVereinsbank.

Dabei handelt es sich um einen rein passiv gemanagten Rentenfonds, der an einer Börse zum fortlaufenden Handel notiert ist. Mit dem "eb.rexx® Government Germany EX" wird somit in Europa erstmals der Handel eines Renten-ETFs möglich sein und bietet damit eine vollkommen neue Qualität für den Handel festverzinslicher Wertpapiere.




Index auf Basis liquider Anleihen ...

Der "eb.rexx® Government Germany EX" bildet das Marktgeschehen im Handel mit den 25 liquidesten deutschen Staatsanleihen ab und bietet somit höchste Sicherheit. Der Fonds wird im XTF-Segment der Deutsche Börse AG gelistet und ist über Xetra von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr mit einer Mindestordergröße von einem Stück handelbar.

Ein Anteil hat zum Zeitpunkt der Auflage einen Wert von etwa 116 Euro pro Anteil. Für hohe Liquidität und faire Preise sorgen wie auch bei den bewährten Aktien ETFs so genannte Designated Sponsors, die fortlaufend An- und Verkaufskurse bereitstellen.

"Mit dem `eb.rexx® Government Germany EX` bieten wir unseren Anlegern die einfachste Möglichkeit, die Wertentwicklung ihrer Anlage in festverzinslichen Wertpapieren mit der Wertentwicklung einer Aktienanlage objektiv und sinnvoll vergleichen zu können", sagt Andreas Fehrenbach, Vorstandssprecher der Indexchange.

"Durch die jährliche Management Gebühr von nur 0,15 Prozent bietet dieser börsengehandelte Rentenfonds eine außergewöhnlich preisgünstige Anlagemöglichkeit in das Marktsegment Deutsche Staatsanleihen", so Fehrenbach weiter. Zudem profitiert der Anleger vom passiven Management, das sich oftmals als die renditestärkere Alternative zum aktiven Management herausgestellt hat.



... und bezahlter Preise ...

"Der Markt für festverzinsliche Wertpapiere hat es Fondsgesellschaften mit passivem Management bisher nicht ermöglicht, einen Rentenindex abzubilden", erläutert Fehrenbach das bisherige Fehlen solcher Produkte. "Die bislang eher geringe Transparenz des Rentenmarktes und das Fehlen liquider Handelsplattformen haben auch die Indexanbieter bei Rentenindizes vor erhebliche Probleme gestellt", erläutert Christian Klapproth, Managing Director bei Eurex Bonds der Deutsche Börse AG.

"Herkömmliche Rentenindizes basieren üblicher Weise auf indikativen, also nicht handelbaren Kursen", so Klapproth weiter. Transparenz und ein faires Pricing bilden bei diesen Produkten die größten Hindernisse.

Einen völlig neuen Weg geht die Deutsche Börse mit dem Index "eb.rexx® Government Germany", einer Weiterentwicklung des Deutschen Rentenindex "REX". Grundlage für die Berechnung dieses Börsenbarometers für die liquidesten 25 deutschen Staatsanleihen sind tatsächlich zu Stande gekommene Handelsgeschäfte oder. Quotierungen auf der Handelsplattform Eurex Bonds.

"Durch dieses vollkommen neue Indexkonzept stellen wir dem Investor einen Qualitätsstandard zur Verfügung, den man bisher nur von Aktienindizes kannte", erläutert Klapproth die richtungsweisende Neuentwicklung.




... fehlen nur noch die Absicherungsinstrumente

Jetzt dürfte nur noch der letzte Schritt in der Kette fehlen. Nämlich der, dass die Terminbörse Eurex ähnlich wie auf verschiedene Aktien-ETFs auch hier einen entsprechenden Future und Optionen anbietet.

Denn auch wenn sich die Rentenmärkte aufgrund der anhaltenden konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten weiter auf hohem Niveau bewegen - irgendwann dürfte der Wind drehen. Dann dürfte eine entsprechende Absicherung gegen fallende Kurse ratsam sein.

Quelle: FAZ, 07.02.03
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Börsengehandelte Fonds vor dem Durchbruch


Drei Jahre nach ihrer Erstnotierung an der Deutschen Börse in Frankfurt haben sich börsengehandelte Fonds zu einem etablierten Kapitalmarktprodukt entwickelt.

Der Erfolg dieser Produkte, die auch als Exchange Traded Funds (ETF) oder Indexaktien bezeichnet werden, läßt sich vor allem am gehandelten Volumen ablesen: Betrug im Jahr 2000 der durchschnittliche Monatsumsatz 156 Millionen Euro, sind es nunmehr 3,1 Milliarden Euro.

Damit ist das von der Deutschen Börse mit den drei Buchstaben XTF getaufte Marktsegment derzeit unangefochten die größte Plattform für handelbare Fonds in Europa.

Im vergangenen Jahr lieferte sich XTF noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der paneuropäischen Börse Euronext in Paris und ihrem ETF-Marktsegment Nexttrack.

Doch XTF hat im März mit einem Umsatzanteil in Europa von 56,3 Prozent Nexttrack mit einem Anteil von 29,2 Prozent wieder deutlich abgehängt. Auch das verwaltete Fondsvermögen ist trotz fallender Aktienkurse in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf dem deutschen Markt von 5,16 auf 6,21 Milliarden Euro gestiegen.




Indexfonds mit dem größten Marktanteil

Den größten Anteil am Durchbruch dieser Produkte auf dem deutschen Markt haben die Indexfonds. "Die fünf meistgehandelten ETF`s erzielen mittlerweile Umsätze auf Dax-Niveau", sagt Rainer Riess, bei der Deutschen Börse für das Marktsegment zuständig.
Allein die beiden Fonds des Marktführers Indexchange, die die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex Dax und des Euro Stoxx 50 nachbilden, sowie der Euro Stoxx 50-Fonds von Merrill Lynch machen rund drei Viertel des Gesamtumsatzes am XTF-Marktsegment aus.

Den Rest des Kuchens teilen sich derzeit 61 andere Indexfonds sowie 23 aktiv gemanagte Fonds. Letztere führen allerdings mit einem Umsatzanteil von zusammen zwei bis drei Prozent allenfalls ein Schattendasein.

Genutzt werden die börsengehandelten Indexfonds vor allem von großen institutionellen Anlegern als Absicherungsinstrument. Nach Angaben der Deutschen Börse sollen mittlerweile aber schon rund 45 Prozent der Kauf- oder Verkaufsaufträge von Privatanlegern kommen, zum Start vor drei Jahren waren es 15 Prozent.

Für Privatanleger hat ein Engagement drei große Vorteile. Erstens können sie sich in einem Markt engagieren, ohne einzelne Aktien kaufen zu müssen. Zweitens ist es möglich, die Fondsanteile zu den üblichen Börsenhandelszeiten jederzeit zu kaufen oder zu verkaufen. Und drittens sind die anfallenden Kosten im Vergleich zu normalen Aktienfonds wesentlich geringer.




Sehr geringe Gebühren

Die jährliche Managementgebühr beträgt etwa beim Dax-Fonds von Indexchange derzeit 0,5 Prozent des verwalteten Vermögens, bei einem Aktienfonds werden zumeist um die 1,5 Prozent verlangt.

Der Ausgabeaufschlag fällt bei börsengehandelten Indexfonds weg. Stattdessen werden Transaktionskosten fällig. Diese sind zwar von Bank zu Bank unterschiedlich, liegen aber meist nicht über einem Prozent des gehandelten Volumens.

Bei Aktienfonds werden wiederum bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag verlangt. Als zusätzlicher Kostenpunkt kann bei den handelbaren Fonds zwar noch der Abstand (Spread) zwischen Kauf- und Verkaufskurs angeführt werden.

Allerdings betrug dieser beim Dax-Indexfonds zuletzt durchschnittlich 0,12 Prozent und ist damit eine zu vernachlässigende Größe geworden.

Mit dem zunehmenden Marktvolumen wird auch der Wettbewerb unter den mittlerweile sieben Anbietern am XTF-Segment aggressiver geführt.

Zuletzt hatte Merrill Lynch eine neue Preisrunde eingeläutet und die jährliche Gebühr für seinen Euro Stoxx 50-Fonds von 0,5 auf 0,35 Prozent gesenkt - und damit den Marktführer Indexchange unterboten, der zuvor sein auf dem gleichen Index basierendes Produkt auf 0,4 Prozent verbilligt hatte. Doch die Gebühren sind nicht das wichtigste Wettbewerbskriterium.

Vor allem institutionelle Anleger achten vor allem auf eine möglichst geringe Abweichung des Fonds von dem zugrunde liegenden Index und einen möglichst geringen Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs.
Dieser variierte kürzlich bei den vier angebotenen Euro Stoxx 50-Fonds zwischen 0,12 Prozent (Indexchange) und 0,27 Prozent (Fresco).




Vielzahl neuer Produkte nicht erwartet

Mit einer Vielzahl neuer Indexfonds am XTF-Segment rechnet Rainer Riess von der Deutschen Börse in Zukunft nicht mehr: "Das Portfolio der Möglichkeiten ist schon relativ komplett." Allenfalls ein paar weitere Rentenprodukte und Fonds auf globale Indizes seien noch zu erwarten.


Quelle: FAZ, 12. April 03
interessant ist auch bei den neu eingeführten REntenindexfonds die teilweise großen Umsätze!
Die liegen dann immer lt. DB1 unter den umsatzstärktsten 5 !

MFG
Zu #40:

Auszug aus meinem thread: "Börse - was soll das Ganze?"Thread: Börse --- was soll das Ganze?


Auch EFT-Produkte auf Rentenbasis

Außer Aktienindex-Fonds sind inzwischen auch einige entsprechende Renten-Produkte, die unter der ETF-Flagge segeln.

Die 25 liquidesten deutschen Staatsanleihen sind etwa im eb.rexx Government Bond abgebildet. Dieser Fond ermöglicht es, ein ganzes Rentenportfolio wie eine einzelne Aktie zu handeln.

Auch hier sind die Gebühren mit 0,15 Prozent „all inclusive“ sehr gering - obwohl durchaus ein aktives Management stattfindet. Die Zinsen, die dem Fond aus den Anleihen zufließen, werden wieder in Anteile gesteckt. Somit soll der Anleger vom Zinseszins-Effekt profitieren.

Zu den jüngsten Babys auf diesem Markt zählt der iShares iBond ¬ Liquid Corporates ETF, der 40 Unternehmensanleihen (Euro-Anleihen) beinhaltet. Er soll den iBoxx ¬ Liquid Corporate Index abbilden.
Dieser ETF notiert seit dem 19. März dieses Jahres im XTF-Segment. Auch dieser Fond wird wie andere Fonds und Aktien gehandelt.Quelle: FAZ, 12. April 03

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ETFs sind weiter auf dem Vormarsch


Börsengehandelte Fonds befinden sich weiter auf dem Erfolgspfad. Nach einer Untersuchung von Morgan Stanley hat seit Ende des Jahres 2002 die Anzahl der gehandelten Fonds in Aktienform um 34 Prozent auf 192 Millionen Stück zugenommen, während sich der Wert der gehandelten Anteile um 40 Prozent auf umgerechnet 8,8 Milliarden Dollar erhöhte.

Das mit diesen Instrumenten verwaltete Vermögen blieb in den USA im ersten Quartal nahezu unverändert bei 102,28 Milliarden Dollar, während es in Europa um knapp elf Prozent auf umgerechnet 10,69 Milliarden zunahm.

Insgesamt gibt es mittlerweile weltweit 281 börsengehandelte Fonds, die an 27 verschiedenen Börsen gehandelt werden. Bei insgesamt 367 „Listings“ werden offensichtlich verschieden Fonds gleichzeitig an mehreren Börsen gehandelt.




ETFs sind kostengünstige Diversifikatoren

Der Vorteil von börsengehandelten Fonds - oder Exchange Traded Funds (ETF) - liegt in den vergleichsweise geringen Kosten, die bei der Verwaltung der Mittel anfallen und in der engen Orientierung an den jeweiligen Indizes.

Denn das führt zu einer hohen Transparenz, da die Vergleichbarkeit mit dem Index gegeben ist und da permanent Preise gestellt werden. Der Anleger weiß aus diesem Grund immer, wo er gerade steht und welchen Gewinn oder Verlust er seit dem Kauf von Anteilen erzielt hat.

Gleichzeitig profitiert er von der hohen Liquidität. Er kann jederzeit zu relativ geringen Kosten - beispielsweise ohne Ausgabeaufschlag - in den Markt ein- oder aussteigen. Und er kann mit einem leicht handelbaren Produkt gleich ein breit diversifiziertes Portfolio erwerben - und durch die Auswahl zusätzlicher Einzelwerte, von denen er sich besonders viel verspricht, in seinem Depot gezielt ergänzen.

Verschiedene Terminmärkte bieten auf bestimmte ETFs sogar schon derivative Produkte wie Futures oder Optionen an. Auf diese Art und Weise können sich Anleger gegen Kursverluste absichern oder auf zusätzliche Kursgewinne spekulieren, ohne das eigentliche Depot anzufassen.


Quelle: FAZ, 23.04.03




Quelle Grafik: Morgan Stanley/Bloomberg
S&P 500 ETF jetzt an der Deutschen Börse handelbar



Seit Freitag ist der erste Exchange Traded Fund (ETF) auf den US-amerikanischen Leitindex Standard & Poors 500 im XTF-Segment der Deutschen Börse handelbar. Der iShares S&P 500 ETF wird von Barclays Global Investors (BGI) verwaltet. ETFs auf den S&P 500 Index haben in den USA bereits eine sehr erfolgreiche Entwicklung vollzogen. So handelt es sich bei dem derzeit meistgehandelten Wertpapier der Welt mit einem monatlichen Börsenumsatz von rund 90 Mrd. Euro um einen ETF auf den S&P 500.

Mit dem iShares S&P 500 wird der sechste ETF auf einen US-amerikanischen Index im XTF-Segment notiert. Anleger können bereits ETFs auf den Dow Jones Industrial Average, Dow Jones US Large Cap, Dow Jones US Technology und MSCI USA Information Technology handeln.

Drei Jahre nach dem Start des XTF-Segments werden mehr als die Hälfte aller ETF-Umsätze in Europa im XTF-Segment der Deutschen Börse generiert. Seit Anfang dieses Jahres hat das Segment seinen europäischen Marktanteil von 45 Prozent auf 56 Prozent ausgebaut. Mittlerweile sind 65 ETFs und 23 aktiv gemanagte Fonds im Segment gelistet.

Exchange Traded Funds sind Indexfonds, die wie Aktien fortlaufend über die Börse zum aktuellen Börsenkurs gehandelt werden können. Beim Erwerb der Fondsanteile über die Börse fallen keine Ausgabe- oder Rückgabeaufschläge an. Der Investor trägt lediglich die üblichen Transaktionskosten für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Die Anteile können Anleger über jede Bank erwerben, die den Handel in Aktien anbietet.

Die Umsätze in den Fondsprodukten laufen in Deutschland zu rund 99 Prozent über Xetra. Damit gelten alle wesentlichen Handelsparameter aus dem Aktienhandel auch für XTF. Hierzu zählen fortlaufender Handel, Auktionen, eine Mindesthandelsgröße von einem Fondsanteil sowie liquiditätsspendende Designated Sponsors.
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Exchange Traded Funds immer beliebter


Exchange Traded Funds (ETFs) sind auch im Juni auf dem Vormarsch geblieben. Sowohl die Zahl der rund um den Globus „börsengehandelten Fonds“ als auch die Summe des in sie geflossenen Anlagekapitals ist gestiegen.

Nicht zuletzt ist das tägliche Handelsvolumen im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres gewachsen. Dabei gibt Europa gemessen an der Zahl der ETF-Manager und der Börsenplattformen den Ton vor den Vereinigten Staaten an. Dies weist eine neue Studie der Investmentbank Morgan Stanley aus.




Anlagekapital seit Ende März um 17 Prozent gestiegen

Im abgelaufenen Monat sind weltweit rund 5,7 Milliarden Dollar (4,95 Milliarden Euro) neu in Anteile an Exchange Traded Funds investiert worden.

Das Anlagevolumen stieg nach Angaben von Morgan Stanley-Analystin Deborah Fuhr um drei Prozent gegenüber Mai. Die Investitionen haben sich dabei unterschiedlich verteilt: In den Vereinigten Staaten wurden zusätzlich zwei Milliarden Dollar in ETFs gesteckt, ein Plus von zwei Prozent.

In Europa schwoll das Volumen um sechs Prozent oder 880 Millionen Dollar an, und in Japan betrug der Zuwachs sogar zwölf Prozent oder knapp 2,4 Milliarden Dollar.

Insgesamt waren die Exchange Traded Funds am 30. Juni rund 167,8 Milliarden Dollar schwer, wie Fuhr berechnet hat. Ende März waren es noch 141,6 Milliarden Dollar gewesen. Dies bedeutet einen Zuwachs von rund 17 Prozent beim Anlagekapital.




Von steigenden Aktienkursen profitiert

Wer in solche Fonds, die sich an Aktienindizes wie den Dax, den Dow Jones oder den von Morgan Stanley betreuten MSCI World orientieren, investiert ist, hat im Juni automatisch von steigenden Kursen profitiert und leichte Gewinne verbucht.

Der MSCI World Index stieg um 1,56 Prozent, der MSCI US um 1,0 Prozent und der Dax um 6,6 Prozent.

Außer dem Anlagekapital ist auch das tägliche Handelsvolumen gestiegen. Es wuchs gegenüber im Durchschnitt um sieben Prozent von 8,3 auf 8,9 Milliarden Dollar. Die Zahl der gehandelten Anteile erhöhte sich von 167 auf 198 Millionen - ein Plus von 17 Prozent.

Nicht zuletzt ist auch ein Zuwachs beim Angebot an ETFs zu verzeichnen gewesen. 289 solcher Fonds stehen auf der Welt zur Verfügung - das sind acht mehr als noch Ende März. Zum Vergleich: 1993, soweit reicht die Statistik von Morgan Stanley zurück, gab es drei Exchange Traded Funds mit einem Anlagekapital von 811 Millionen Dollar.


Quelle: FAZ, 04.06.03
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Institutionelle Anleger greifen vermehrt zu ETFs

Exchange Traded Funds (ETFs) bleiben auf dem Vormarsch. Im abgelaufenen Monat sind weltweit rund 5,7 Milliarden Dollar (4,95 Milliarden Euro) neu in Anteile an diesen Fonds, die sich in der Regel an Indizes ausrichten, investiert worden.

Zudem ist die Zahl der entsprechenden Produkte gestiegen. Und wie die Investmentbank Morgan Stanley weiter berichtet, greifen vermehrt auch institutionelle Anleger zu ETFs.

Die Zahl der „Institutionellen“, die Exchange Traded Funds im Portfolio führen, ist im Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1.162 auf 1.336 gestiegen, wie Morgan Stanley-Analystin Deborah Fuhr, die sich für diese Investmentbank auf diesen Fondstyp spezialisiert hat, unter Berufung auf Daten von Thomson Financial´s Carson Geo ausführt.

Folglich nutzen derzeit 15 Prozent mehr institutionelle Investoren ETFs als vor einem Jahr.
Die genannten Daten sind zwar in den Augen von Fuhr „nicht perfekt“ - doch ließen sie darauf schließen, wie breit und tief die Exchange Traded Funds mittlerweile genutzt würden, meint sie.




Amerikas „Institutionelle“ haben die Nase vorn

Allein 900 institutionelle Anleger haben demnach in den vergangenen drei Jahren damit begonnen, amerikanische Exchange Traded Fund-Produkte einzusetzen.
Zum Beispiel, um vom Aufschwung eines bestimmten Marktes oder einer Branche zu profitieren, ohne sich auf einige Titel (Aktien) festlegen zu müssen. In Amerika sitzen auch die meisten institutionellen Anleger, die „börsengehandelte Fonds“ nutzen - 958 an der Zahl nach 845 im Juni vergangenen Jahres und 390 im gleichen Monat des Jahres 2000.
An zweiter Stelle folgt das Vereinigte Königreich mit 57 nach 43 vor einem Jahr und Spanien (56/45).

Deutschland folgt auf dem achten Platz. Hier ist die Zahl übrigens gegen den Trend rückläufig: Führten im Juni 2002 noch 17 Fondsgesellschaften solche Produkte in ihren Portfolios, so waren es im abgelaufenen Monat lediglich 16. Nur in Belgien und Irland war eine solche Entwicklung ebenfalls zu verzeichnen.



Auch Hedge Fonds greifen verstärkt zu

Wie Fuhr weiter ausführt, zählen auch Hedge Fonds zu jenen Investoren, die verstärkt auf ETFs setzen: Ihre Zahl sei binnen Jahresfrist um 84 Prozent auf 92 gestiegen.

Im Juni standen insgesamt 289 Exchange Traded Funds an den Wertpapiermärkten der Welt zur Verfügung. Insgesamt waren 167,9 Milliarden Dollar in solchen Produkten investiert.



Quelle: FAZ, 15.07.03
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Mehr Umsätze in Europa mit Exchange Traded Funds


Exchange Traded Funds, kurz ETFs genannt, haben in der jüngeren Vergangenheit rund um den Globus nur Erfolg gekannt.
Diese Investmentsfonds, die sich an Aktien- und Rentenindizes orientieren und dabei entweder komplette Märkte oder einzelne Branchen abdecken, erfuhren nur nicht einen steigenden Kapitalzufluß.

Zudem ist die Menge der gehandelten Fondsanteile ebenso gewachsen wie die Zahl der Fonds, die zur Auswahl stehen.

Dies war auch im Juli der Fall, wie eine aktuelle Studie der Invetsmentbank Morgan Stanley ausweist. Allerdings haben die Exchange Traded Funds im abgelaufenen Monat zwei Rückschläge hinnehmen müssen.

Auf der Welt sank sowohl das Handelsvolumen in Dollar als auch die Menge der Anteilsscheine, die den Besitzer wechselten. Gegen den Trend entwickelten sich EFTs dabei in Europa.




Anlagekapital in Europa gestiegen

Wie der Studie zu entnehmen ist, steckten im Juli Exchange Traded Funds im Gesamtwert von 162,48 Milliarden Dollar. Im Vormonat waren es noch 167,81 Milliarden Dollar gewesen.

Folglich ist ein Rückgang um 5,3 Milliarden Dollar oder vier Prozent festzustellen. In Europa nahm die Summe der verwalteten Mittel jedoch um 0,77 Milliarden Dollar auf 16,55 Milliarden Dollar leicht zu.

Im weitaus größten ETF-Markt, den Vereinigten Staaten, nahmen die investierten Mittel um 4,5 Milliarden auf 116,7 Milliarden Dollar ab. In Japan, dem zweitgrößten Markt für diese Anlagekategorie, verringerte sich das Anlagekapital um 1,9 Milliarden auf 19,62 Milliarden Dollar.

Diese Tendenz hat sich auch in der Zahl der gehandelten Anteilsscheine und im durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen niedergeschlagen: Nach 198 Millionen Anteilsscheine im Juni, wurden im Juli 188 Millionen Stück gehandelt.

Dies ist ein Rückgang um fünf Prozent. Auf 8,5 von 8,9 Milliarden Dollar ging das tägliche Handelsvolumen zurück; im Mai hatte es noch 8,3 Milliarden Euro betragen. 8,2 Milliarden Dollar wurden mit ETFs im Juli alleine in Amerika umgesetzt - nur 0,236 Milliarden Dollar in Europa und 67 Millionen Dollar in Japan.




Angebot in Europa größer als in Amerika

Anders sind die Verhältnisse bei der Zahl der handelbaren Exchange Traded Funds: In Europa ist das Angebot an handelbaren Exchange Traded Funds mit 207 verschiedenen Fonds fast doppelt so groß wie in Amerika, wo 107 solcher Produkte erhältlich sind.

Dabei befassen sich mehr als zweimal soviele Fondsmanager in Europa (15) mit ETFs als in den Vereinigten Staaten, wo es ganze sieben gibt.

Auch gibt es auf dem alten Kontinent elf Handelsplattformen, während in Lande der unbegrenzten Möglichkeiten lediglich sieben gezählt werden. Insgesamt werden 293 Exchange Traded Funds auf der Welt angeboten und an 27 Börsen gehandelt.

Der wichtigste Fonfs ist dabei auf der deutschen Plattform XTF das Produkt Dax Ex, der bei einem Umsatz von 1,476 Milliarden Euro nach 1,483 Milliarden Euro im Mai auf einen Marktanteil von 28,39 Prozent kommt, vor dem DJ Euro Stoxx 50 Ex (700,56 Millionen Euro/13,46 Prozent) und dem DJ Euro Stoxx 50 LDRS (274,33 Millionen Euro/5,27 Prozent).




Automatisch von Kursanstiegen an Aktienbörsen profitiert

Wer in auf Aktienindizes basierenden ETFs investiert hat, hat im Juli automatisch von den Kurssteigerungen an Aktienbörsen profitiert. Denn die ETFs verbessern sich oder verschlechtern sich grundsätzlich in dem Maße, wie sich die Indizes entwickeln.

Der von Morgan Stanley betreute MSCI World Index verbesserte sich um 1,92 Prozent gegenüber Juni, der MSCI Europe um 1,88 Prozent, und der auf Schwellenländer gemünze MSCI EMF kletterte um 5,99 Prozent.


Quelle: FAZ, 07.08.03
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Exchange Traded Funds ziehen weiter Kapital an



Exchange Traded Funds, abgekürzt ETF und auf deutsch börsengehandelte Fonds genannt, bleiben auf dem Vormarsch. Im Oktober ist im Vergleich zum Vormonat sowie seit Jahresbeginn die Summe des in solche Produkte investierten Kapitals rund um den Globus gestiegen.

Zudem ist das tägliche Handelsvolumen in den entsprechenden Zeiträumen geklettert. Die Wachstumsraten auf Jahresbasis haben jeweils fast ein Drittel betragen. Dabei haben die ETFs in Europa relativ am stärksten zugelegt.

Nicht zuletzt ist die Zahl börsengehandelter Fonds weiter gestiegen, wie eine neue Studie der Investmentbank Morgan Stanley ausweist, deren Analystin Deborah Fuhr sich regelmäßig zu Exchange Traded Funds äußert.




Amerika weiter der größte ETF-Markt


Die Summe der von den Fondsgesellschaften verwalteten Gelder ist binnen Jahresfrist um 32 Prozent auf 198,7 Milliarden Dollar gestiegen; Ende September hatte sie 176,74 Milliarden Dollar betragen nach 167,99 Milliarden Dollar im Monat zuvor.

Zum Vergleich: Der von Morgan Stanley geführte MSCI World-Index ist seit Jahresbeginn in Dollar gemessen lediglich um 21,5 Prozent schwerer geworden, wie Fuhr ausführt.

Am stärksten ist der investierte Kapital in Europa gewachsen - und zwar um 62 Prozent auf 17,33 Milliarden Dollar, gefolgt von Japan, wo zuletzt 32 Prozent oder 6,78 Milliarden Dollar mehr in solchen Fonds steckte als zu Jahresbeginn.

Dagegen legte die Summe des in Exchange Traded Funds liegenden Kapitals in den Vereinigten Staaten lediglich um 26 Prozent zu. Dies entspricht allerdings einer Steigerung um 27,1 Milliarden Dollar auf 129,375 Milliarden Dollar.

Mithin ist Amerika weiter mit Abstand der größte Markt für diese Fondsklasse vor Japan mit 27,775 Milliarden Dollar und Europa, das wiederum über die meisten ETF-Manager (14) verfügt, gefolgt von Amerika (8).




Handelsvolumen in Dollar stärker gestiegen als prozentual



Zugenommen hat zuletzt auch das tägliche Handelsvolumen. Die Zahl der umlaufenden Anteilsscheine erhöhte sich seit Jahresbeginn um 28 Prozent auf 183 Millionen. Der Wert der gehandelten Fondsanteile stieg um 39 Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar, wobei dies auch den Kurszuwachs der einzelnen ETFs widerspiegelt.

Mit börsengehandelten Fonds können Anleger vom Kursanstieg bestimmter Indizes oder Branchen profitieren. So hat die Gesellschaft Index-Change je einen ETF auf den Dax (Isin: DE 00 059 33 931), den MDax (Isin: DE 00 059 33 923) und den TecDax (Isin: DE 00 053 93 972) aufgelegt.

Wer entsprechende Anteile zu Jahresbeginn erworben hat, hat sich, da diese Fonds den jeweiligen Index abbilden, über eine Wertentwicklung in Höhe der Kursgewinne von Dax, MDax und/oder TecDax freuen.




Vorteile: Geringere Gebühren, kein Ausgabeaufschlag


Ein Vorteil solcher Fonds ist die geringe Verwaltungsgebühr; so verlangt Index-Change für ihre Fonds eine Managementgebühr von 0,5 Prozent, während etwa die DekaBank für ihren Klassiker DekaFonds 1,06 Prozent berechnet. Zudem entfällt der bei den allermeisten Aktienfonds fällige Ausgabeaufschlag.




Quelle: FAZ, 11.11.03
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Bildmaterial: Morgan Stanley




Der Erfolg der ETFs hält an



In Amerika geraten im Rahmen des Fondsskandals zunehmend auch die Gebühren, die die Fondsgesellschaften ihren Kunden abknöpfen, in den Brennpunkt des Interesses. Denn sie sind oft nicht gerade bescheiden.

Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis diese Diskussion auch auf Europa übergreift.



Denn hier herrscht diesbezüglich noch ein El Dorado.

Erstens werden die Gebühren nicht offen kommuniziert, zweitens sind die zusätzlich kassierten Ausgabeaufschläge oft einfach nur unverschämt.
Dazu kommt, daß viele Fondsmanager trotz der hohen Kosten nicht in der Lage sind, besser als ein Vergleichsindex abzuschneiden.




Indexfonds sind günstig


Auf dieser Basis dürfte es wenig verwunderlich sein, wenn immer mehr Anleger zu börsengehandelten Produkten tendieren.

Denn vor allem die Indexfonds sind auf Grund der einfachen Konstruktion nicht nur beinahe konkurrenzlos günstig, sondern die permanente Preisfeststellung hat auch den Vorteil, daß der Anleger jederzeit - während der Börsenöffnungszeit - über den Wert seiner Ablage informiert ist und auch jederzeit zu aktuellen Preisen handeln kann.

Der Erfolg zeigt sich weniger an der Anzahl der verfügbaren Produkte, sondern vielmehr an der Entwicklung des verwalteten Vermögens.
Denn das hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, allein im laufenden Jahr um 24,8 Prozent auf 176,74 Milliarden Dollar. Global betrachtet sind die verfügbaren Instrumente sogar leicht zurückgegangen.

Das hängt unter anderem damit zusammen, daß sich Merrill Lynch aus diesem Bereich zurückzog, dabei die 13 Branchenfonds liquidierte und die zwei übrig bleibenden Fonds an iShares verkaufte. IShares selbst gab die eigenen neun börsengehandelten Branchenfonds auf.




Schwerpunkt Amerika - Europa holt auf


Von den knapp 177 Milliarden mit börsengehandelten Fonds verwalteten Dollar stammen knapp 68 Prozent aus Amerika, 9,3 Prozent aus Europa und etwas mehr als 16 Prozent aus Japan.

Der Rest verteilt sich von Kanada, über Südafrika bis hin zu Taiwan. In Europa war zumindest im zweiten Quartal mit einem Plus von 53,8 Prozent der größte Zuwachs bei den verwalteten Mitteln zu beobachten. In diesem Zeitraum wurden auch zehn neue Produkte lanciert.

Die schneller und weitere Verbreitung wird in Europa erschwert durch die uneinheitliche Regulierung in den verschiedenen Ländern, die unterschiedliche steuerliche Behandlung, die unterschiedlichen Abwicklungsmethoden, durch die verschiedenen Währungen - ohne Euro wäre es noch schlimmer -, durch die unterschiedlichen Sprachen und nicht zuletzt durch die unterschiedliche „Reife“ der Anleger.

Es bleibt noch unheimlich viel zu tun, um einen einheitlichen europäischen Finanzmarkt mit wirklich effizienten Strukturen zu erreichen.



Nichts desto trotz hat der Anleger inzwischen durch das reichhaltige Angebot die Möglichkeit, sich mit dem Kauf eines börsengehandelten Fonds den bevorzugten Markt oder Strategie gut diversifiziert und zu relativ günstigen Konditionen ins Depot zu legen.

Auf Grund der relativ hohen Liquidität kann er die Position gleichzeitig durch einen einfache Stopp-Loss-Order gegen größere Rückschläge absichern. Daneben kann er immer noch mit gezielten und genauer recherchierten Anlageideen die Performance seines Depots etwas aufpeppen.




Quelle: FAZ, 17.12.03
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Auf den "Dax" kann man mit ausgewählten Exchange Traded Funds wetten






In börsengehandelten Fonds steckt soviel Kapital wie noch nie


Für Karl-Friedrich Mengel, Vorstand der Starcapital AG, ist es „eine sehr grobschlächtige Art des Anlegens“, auf einen ganzen Index zu setzen statt sich einzelne Aktien herauszupicken.

Doch die Exchange Traded Funds (ETFs), die wie der Dax ex oder der MDax ex des Anbieters Indexchange in der Regel einen Aktienindex abbilden, schwimmen gleichwohl auf einer Erfolgswelle.
In diesen Tagen steckt rund um den Globus in den auch börsengehandelten Fonds genannten Investments soviel Kapital wie niemals zuvor.


Zudem steigt nach einer Phase des Rückgangs auch die Zahl der verfügbaren Produkte dieses Segments wieder an. Dies zeigt eine neue Studie der Investmentbank Morgan Stanley, für die Analystin Deborah Fuhr von London aus die ETF-Welt im Blick hat, die gerade für unerfahrene Anleger viele Vorteile birgt.





Amerika kann das größte Fondsvolumen vorweisen...



Ende des vergangenen Jahres betrug das Volumen der Exchange Traded Funds auf der Welt rund 211,061 Milliarden Dollar, wie der Studie zu entnehmen ist. Zum Vergleich: Nach dem dritten Quartal 2003 standen 176,742 Milliarden Dollar zu Buche.

Mithin ist der Wert der ETFs innerhalb eines Vierteljahrs um fast 20 Prozent gestiegen. Binnen Jahresfrist ist das Gesamtvolumen um annähernd 50 Prozent gewachsen.



Der größte Markt für diese Wertpapiere sind weiter mit großem Abstand die Vereinigten Staaten, wo 150,71 Milliarden Dollar in diesem Fonds-Segment stecken.

Japan folgt an zweiter Stelle mit einem Anlagekapital von 27,63 Milliarden Dollar vor Europa mit 19,5 Milliarden Dollar, wobei nicht zwischen den einzelnen Ländern unterschieden wird.

Auf Rang vier liegt Kanada mit 5,136 Milliarden Dollar, so Morgan Stanley.






...Europa dagegen die höchste Zahl an gelisteten ETFs


Anders sieht es bei der Zahl der verfügbaren Exchange Traded Funds aus: Hier liegt Europa mit 158 verschiedenen Produkten an der Spitze, das sind drei mehr als Ende September.

In Amerika sind 116 börsengehandelter Fonds gelistet und damit zwei weniger als am Ende des dritten Quartals 2003. Jeweils 18 dieser Produkte sind an den Börsen in Tokio und Hongkong gelistet.

Der mit einem Volumen von 662 Millionen Dollar kleine isrealische Markt kann inzwischen drei ETFs vorweisen, nachdem ein Fonds im vierten Quartal hinzugekommen ist.



Auch bei der Zahl der Fondsmanager hat Europa die Nase vorn: In der EU gibt es 14 Experten, die Exchange Traded Funds betreuen, in Amerika acht, in Japan und Korea jeweils vier, in Indien drei sowie in Australien, Hongkong, Kanada und Südafrika jeweils zwei.





Die schwersten europäischen ETFs - Vorteile für Anleger


Der schwerste europäische ETF ist der auf den französischen Leitindex laufende CAC 40 Master Unit (ISIN: FR0007052782), der Ende Dezember auf 2,071 Milliarden Dollar kam.

An zweiter Stelle rangierte der in London gehandelte iShares DJ Euro Stoxx 50 Total (IE0008471009) vor dem Konkurrenzprodukt von Indexchange, dem DJ Euro Stoxx 50 ex Total (DE0005933956) mit 1,818 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Der Dax ex (DE0005933931) von Indexchange, der den deutschen Leitindex abbildet, war am 31. Dezember 1,326 Milliarden Dollar schwer, während im TecDax ex (DE0005933972) lediglich 164,7 Millionen Dollar und im MDax ex (DE0005933923) nur 46,4 Millionen Dollar steckten.



Exchange Traded Funds haben gerade für eher unerfahrene Anleger eine Reihe von Vorteilen.

Anders als üblichen Aktienfonds wird beim Kauf kein Ausgabeaufschlag fällig, der gewöhnlich zwischen vier und fünf Prozent beträgt. Mithin profitieren Investoren unmittelbar, falls der Kurs am Tag nach dem Kauf steigt, ohne erst den Schluß der Lücke zwischen dem Ausgabe- und dem Rücknahmepreis abwarten zu müssen.

Zudem ist die Verwaltungsgebühr, die vom Anlagekapital abgezogen wird, geringer als bei Aktienfonds.






Indexfonds deutlich besser als viele gemanagte Produkte


Anleger müssen bei ETFs auch nicht den Werdegang einzelner Aktien verfolgen kümmern, deren Wert sich von einem Tag auf den anderen je nach der Nachrichtenlage und Investitionsentscheidungen großer Anleger stark verändern kann - nach oben oder nach unten.

Vielmehr genügt es, den Markt an sich im Auge zu behalten, etwa indem man Nachrichten liest, hört oder sieht. Nicht zuletzt sind die Kurse der ETFs wie bei Aktien laufend aktuell verfügbar und mithin anders als bei Aktienfonds, deren Wert nur einmal am Tag festgestellt wird, stets transparent.



Im übrigen mag das Geldanlegen über Indexfonds „grobschlächtig“ im Vergleich zur Auswahl bestimmter Einzelwerte sein.
Doch im Vergleich mit gemanagten Fonds können sie sich sehen lassen.
Ein Beispiel der Dax ex liegt unter 101 Deutschlandaktien-Fonds auf Platz 46 bei der Jahresperformance. Das heißt: 55 gemanagte Produkte haben schlechter abgeschnitten, zum Teil deutlich...




Quelle: FAZ, 06.01.04
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Privatanleger bei handelbaren Indexfonds in der Minderheit


Das Interesse von Privatanlegern an börsengehandelten Indexfonds hat im vergangenen Jahr stagniert. Nach Angaben der Deutschen Börse hatten sie 2003 zwar einen Anteil von 40 Prozent am Orderaufkommen in diesem Marktsegment.

Doch das Volumenaufkommen bleibt weit hinter den großen institutionellen Anlegern zurück. Nur rund zehn Prozent des in börsengehandelten Indexfonds verwalteten Vermögens soll von Privatanlegern kommen.

Trotz dieser Entwicklung bleibt das Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds, die auch Exchange Traded Funds (ETF) genannt werden, auch ein Wachstumsmarkt. Denn im Gegensatz zu den Privatanlegern lernen die institutionellen Investoren die Vorzüge dieser vor knapp vier Jahren in Deutschland eingeführten Produkte immer mehr zu schätzen.

Der ETF-Umsatz an der Deutschen Börse stieg im Laufe des vergangenen Jahres um 17 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro. Damit ist die Deutsche Börse in Frankfurt der mit Abstand wichtigste Handelsplatz für diese Produkte in Europa. Der bislang hartnäckigste Konkurrent, die Handelsplattform Nexttrack der Dreiländerbörse Euronext, fiel mit einem Jahresumsatz von 18,6 Milliarden Euro weit zurück.



Drei Argumente für den Indexfonds


Für ein Engagement in börsengehandelten Indexfonds werden von seiten der Anbieter vor allem drei Argumente genannt.

Erstens können sich Anleger in einem ganzen Markt engagieren, ohne einzelne Aktien kaufen zu müssen, weil die Wertentwicklung des Fonds nahezu spiegelbildlich dem Verlauf des zugrunde liegenden Index folgt.

Zweitens ist es möglich, die Fondsanteile zu den üblichen Börsenhandelszeiten jederzeit zu kaufen oder zu verkaufen.

Und drittens sind die anfallenden Kosten im Vergleich zu normalen Investmentfonds wesentlich geringer.
So fällt etwa der Ausgabeaufschlag weg, und die jährliche Verwaltungsgebühr liegt normalerweise nicht höher als 0,5 Prozent.
Allerdings bedeutet dies auch, daß für Finanzberater entweder keine oder nur geringfügige Provisionen anfallen, weshalb diese Produkte lediglich in Ausnahmefällen aktiv angeboten werden.
So beschränkt sich das Anlegerpublikum nahezu ausschließlich auf informierte Investoren, die keine provisionsabhängigen Beratungsleistungen in Anspruch nehmen müssen.

Während die ETF-Umsätze an der Deutschen Börse im vergangenen Jahr weiter gestiegen sind, ging gleichzeitig die Zahl der angebotenen Fonds von 64 auf 55 zurück. Von den Fondsschließungen waren ausnahmslos Produkte betroffen, die auf einem Branchenindex basierten.

Zudem verschwand im vergangenen September mit Merrill Lynch ein Anbieter der ersten Stunde vom Markt. Mit Barclays Global Investors (BGI) tauchte dafür ein neuer ernst zu nehmender Konkurrent für den bislang unangefochtenen deutschen Marktführer Indexchange, eine Tochtergesellschaft der Hypo-Vereinsbank, auf.

BGI übernahm die Indexfonds von Merrill Lynch und machte Indexchange dadurch schon einmal die europäische Marktführerschaft streitig.




Die Phase der Konsolidierung hat begonnen


Sowohl die Bereinigung der Produktpalette als auch der erste Zusammenschluß von Wettbewerbern macht deutlich, daß nach der Aufbauphase mittlerweile die Phase der Konsolidierung begonnen hat.

Das Gerangel um die beste Ausgangsposition für weiteres Wachstum findet dabei vor allem auf drei Feldern statt. Zum einen wird bei konkurrierenden Produkten wie den vier am deutschen Markt gelisteten Euro-Stoxx-50-ETFs mit sinkenden Verwaltungsgebühren um die Gunst der Anleger gefochten - nach einer ersten Preissenkungsrunde im vergangenen Jahr verlangen die beiden größten Anbieter Indexchange und BGI nur noch eine jährliche Verwaltungsvergütung von 0,4 beziehungsweise 0,35 Prozent, nachdem zuvor kein Euro-Stoxx-50-ETF unter 0,5 Prozent zu bekommen war.

Dann müssen die Anbieter gewährleisten, die Abweichung des Fonds zum zugrunde liegenden Index (Tracking Error) so gering wie möglich zu halten. Und schließlich gilt es, den Abstand zwischen Kauf- und Verkaufskurs (Spread) immer weiter zu verringern, weil dies bei kostensensiblen Investoren die Investitionsentscheidung maßgeblich beeinflußt.



Quelle: FAZ, 29.01.04
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Branchen-ETFs haben mehr Aufmerksamkeit verdient


Exchange Traded Funds, die Aktien- oder Rentenindizes abbilden, sind weiter auf dem Vormarsch. Die Summe des verwalteten Kapitals ist in den vergangenen Quartalen stetig angestiegen und hat im letzten Vierteljahr 2003 einen neuen Rekord erreicht (In börsengehandelten Fonds soviel Kapital wie noch nie).

Zwar halten sich Privatanleger bei diesen als auch börsengehandelte Fonds bezeichneten Produkten zurück - doch institutionelle Investoren greifen gerne und vermehrt zu ihnen.

Aus mehreren Gründen: Beim Kauf von Exchange Traded Funds (ETFs) über die Börse fällt im Gegensatz zu üblichen Aktienfonds kein Ausgabeaufschlag an, der erst hereingeholt werden muß.

Zweites liegt die Jahresverwaltungsgebühr mit durchschnittlich 0,5 Prozent deutlich unter den entsprechenden Kosten für aktiv gemanagte Fonds.

Drittens können ETFs jederzeit an der Börse verkauft werden. Und nicht zuletzt werden die ETF-Preise fortlaufend festgestellt und nicht nur einmal am Tag wie bei üblichen Investmentfonds.

Diese Vorzüge weisen auch börsengehandelte Fonds auf, die eine Branche abbilden, also auf einen Teilindex laufen. Nun fristen diese Produkte unter den ETFs ein Schattendasein im Vergleich zu Produkten, die große Indizes wie den Dax, den TecDax, den MDax oder den Euro Stoxx abbilden.

Dabei haben Anleger binnen Jahrefrist mit Branchen-ETFs zum Teil erhebliche Gewinne einfahren können - und besser abschneiden können als mit gemanagten Fonds. Dies zeigt ein Blick auf Produkte des Marktführers IndexChange.



Den Durchschnitt aktiv gemanagter Fonds geschlagen


Die größten Kursgewinne stehen bei den Technologie-Fonds von IndexChange zu Buche, die die entsprechenden Branchenindizes Dow Jones Stoxx SM 600 und DJ Euro Stoxx abbilden.

Der weltweit investierte DJ Stoxx 600 Technologie Ex (WKN 62 89 36) hat sich binnen Jahresfrist um 65 Prozent verbessert und in den vergangenen drei Monaten um 18,1 Prozent.
Er spiegelt insofern die Rally bei Internet- und Computeraktien wider.
Gleiches gilt für den DJ Euro Stoxx Technology Ex (ISIN: DE00 06 28 93 25), dessen Wert seit Mitte Januar 2002 um fast 57 Prozent gewachsen ist und um knapp ein Fünftel seit Oktober.

Damit haben diese Index-Fonds die aktiv gemanagten Produkte geschlagen. Denn: Weltweit investierte Technologie-Fonds legten laut FAZ.NET-Datenbank um 44,8 Prozent, auf Europa begrenzte Produkte um 27,5 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei ETFs zum Finanzsektor. Der DJ Stoxx 600 Banks Ex (WKN: 62 89 34) stieg binnen Jahresfrist im Wert um 34 Prozent, der auf Europa ausgerichtete DJ Euro Stoxx Banks Ex (ISIN: DE 00 06 28 93 09) um 46,3 Prozent.

Dieser war in den vergangenen drei Monaten mit einem Plus von 15,1 Prozent relativ besser als der breiter angelegte Fonds, der im selben Zeitraum einen Zuwachs von 10,3 Prozent aufzuweisen hat.

Auch in diesem Fall haben aktiv gemanagte Branchen-Aktienfonds im Schnitt schlechter abgeschnitten: Ein Plus von 26,5 Prozent steht bei Fonds mit europäischen Finanz-Aktien zu Buche, während entsprechende international ausgerichtete Fonds um 16,5 Prozent schwerer geworden sind.




Größe des Fonds sagt nichts über Kurschancen aus


Nette Zuwächse waren auch mit dem DJ Stoxx 600 Telecommunications Ex (WKN: 628 931) mit einem Plus vom 28 Prozent auf Jahresbasis und dem DJ Euro Stoxx Telecommunications Ex (WKN: 628 935), der sich um 28 Prozent verbessert hat, zu erzielen.

Lediglich bei Exchange Traded Funds, die Pharma-Indizes abbilden, blieb der Wertgewinn bei knapp einem Fünftel. Die entsprechenden Produkte weisen auch im Vergleich zu den anderen genannten Branchen-ETFs mit jeweils weniger als 19 Millionen Euro den geringsten Börsenwert auf.

Am schwersten ist der DJ Stoxx 600 Telecommunikations, der 73,2 Millionen Euro wert ist, während der erfolgreichere europäische Bruder DJ Euro Stoxx Telecommunications lediglich auf eine Marktkapitalisierung von 27,5 Millionen Euro kommt.

Zum Vergleich: Der auf den deutschen Leitindex Dax gemünzte Dax ex ist aktuell etwa 1,35 Milliarden Euro schwer und hat sich in den vergangenen zwölf Monaten um 54,7 Prozent verbessert.

Der TecDax ex weist ein Volumen von 148 Millionen Euro auf und hat sich im selben Zeitraum um 75 Prozent verbessert, während der 42 Millionen Euro schwere MDax ex ein Plus von knapp 61 Prozent aufweist. Dies zeigt nebenbei: Die Größe eines Fonds sagt über die Kurschancen nichts aus.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.



Quelle: FAZ, 29.01.04
Hallo,

gibt es eine website, auf der man die Aktienindizes aller
Länder, an denen es funktionierende Börsen gibt, betrachten kann?

Das ganz am besten auch über Jahre rückwirkend.

Gibt es ebenso eine Informationsquelle über entsprechende Indexfonds eben dieser Börsen?

Wer kann helfen?

Danke
Hi,

versuchs mal unter http://www.fibv.com . Das ist der Verband der Börsen weltweit. Die Indizes sind sicherlich vorhanden. ETF Performance wirst Du wohl auf den HPs der einzelnen Börsen müssen.

Gruß
Paris
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Exchange Traded Funds wachsen in Europa weiter


In Zeiten grundsätzlich steigender Aktienkurse bleiben sie eine Erfolgsgeschichte: die Exchange Traded Funds, das sind Fonds, die auf Aktienindizes laufen und auch unter dem Begriff „börsengehandelte Fonds“ bekannt sind.

Im Januar haben sowohl der Dax und der Dow Jones Euro Stoxx als auch der MDax und der TecDax besser abgeschnitten als zum Ende vergangenen Jahres, folglich erhöhte sich mit ihnen auch das Volumen von Exchange Traded Funds (ETF).

Und zwar in Dollar gerechnet um 9,2 Prozent in Europa - eine Zahl, die den Durchschnitt aller 105 gelisteter Index-Fonds widerspiegelt. Dies weist eine neue Erhebung der Investmentbank Morgan Stanley aus.

Nach dieser Studie erhöhte sich die Summe der verwalteten Mittel in Europa auf 22,34 Milliarden Dollar nach 20,44 Milliarden Dollar im Vormonat; zum Vergleich: In Japan stecken 28,02 Milliarden Dollar in 17 verfügbaren ETFs.

Die Zahl der in Europa gehandelten Index-Produkte stieg um einen Fonds auf 105. Weltweit bestehen 296 Exchange Traded Funds, die zuletzt auf ein Volumen von 219,951 Milliarden Dollar nach 211,98 Milliarden Dollar im Dezember kamen.




Aus 100 Euro wurden binnen Jahresfrist 176,50 Euro


Wer in solche Fondsprodukte investiert ist, hat binnen Jahresfrist schöne Gewinne einfahren können: In dieser Zeit stieg der Dow Jones Euro Stoxx um 30,1 Prozent, der Dax legte um 52,7 Prozent zu, der MDax kletterte um 60,4 Prozent, und den Vogel schoß der TecDax ab: plus 76,5 Prozent laut die Bilanz bisher.

Entsprechend fielen die Gewinne bei ETFs aus, die auf diese Indizes laufen. Dabei sind eine Reihe von aktiv gemanagten Aktienfonds diesen vergleichsweise einfach strukturierten und transparenten Produkten zurückgeblieben.

Index-Fonds haben aber weitere Vorteile: Anders als bei üblichen Aktienfonds muß der Anleger keinerlei Ausgabeaufschlag bezahlen, wenn er ETFs über die Börse kauft.
Zweitens ist die Verwaltungsgebühr mit rund 0,5 Prozent im Vergleich deutlich niedriger.
Drittens werden die Kurse laufend fortgeschrieben und nicht nur einmal am Tag festgestellt, wie es bei aktiv gemanagten Investmentfonds der Fall ist.
Nicht zuletzt muß sich ein Investor nicht ständig um die Entwicklung einzelner Unternehmen und Aktien kümmern - es genügt, wenn er den jeweiligen Markt, den ein Indexfonds abbildet, im Blick hat.




Von deutschen Privatanlegern noch nicht richtig entdeckt


Doch deutsche Privatanleger lassen Exchange Traded Funds, anders als Investmentbanken etwa, eher links liegen: „Das Volumenaufkommen bleibt weit hinter den großen institutionellen Anlegern zurück.
Nur rund zehn Prozent des in börsengehandelten Indexfonds verwalteten Vermögens soll von Privatanlegern kommen“, stellte die F.A.Z. unter Berufung auf die Deutsche Börse soeben fest.

Gemessen an der Wertentwicklung, der günstigen Gebühren und angesichts der Verfassung der Aktienmärkte lohnt es sich aber, dem Beispiel institutioneller Anleger zu folgen.



Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.


Quelle: FAZ, 10.02.04
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Institutionelle setzen Strategien mit ETFs um


Börsengehandelte Fonds (ETF) mögen es zwar noch nicht so richtig ins Bewußtsein der Privatanlegern geschafft haben, aber bei institutionellen werden die immer beliebter.

Denn zumindest die Indexfonds sind deutlich kostengünstiger, als die mit aktivem Management. Gleichzeitig sind sie nie schlechter als der Markt. Denn sofern sie sich auf einen breiten Index beziehen, entsprechen sie dem Markt.

Das Interessante besteht nicht nur in den günstigeren Kosten. Sondern die Auswahl an mehr als 290 börsengehandelten Fonds mit Branchen-, Anlagestil-, Länder- oder Regionalbezug erleichtert den Zugang zu verschiedenen Märkten.

Ein Anleger kann sich auf diese Weise auf breit diversifizierter Basis dort einkaufen, wo die Wirtschaft auf makroökonomischer Ebene besonders gut läuft und wo er besonders starkes Gewinnwachstum bei den Unternehmen generell erwartet.

Das könnte insbesondere für Schwellenländerbörsen gelten, wo in direkter Einstieg für den Normalanleger nicht so einfach sein dürfte.





ETFs ideale Instrumente, um spezifische Strategien umzusetzen


Gleichzeitig kann er sich kleinere Nischen oder Segmente konzentrieren, um dem eigenen Depot noch den „besonderen Pep“ zu verleihen.

Sei es mit der sorgfältigen Auswahl besonders viel versprechender Einzelwerte - etwa im Segment der „Börsenwinzlinge“. Oder bei der Spekulation auf besondere Gelegenheiten mit Optionsscheinen, Zertifikaten oder Ähnlichen.

Eine solche Möglichkeit bot sich beispielsweise noch vor ein paar Tagen, als die Volatilitäten an den Aktienmärkte mehrjährige Tiefs erreichten. Der VDax beispielsweise lag bei 16,5 Prozent. Am Dienstag liegt er mit 26,25 Prozent knapp 60 Prozent darüber. Der Kauf von Volatilität hätte sich demnach bezahlt gemacht.

Institutionelle Anleger nutzen die Instrumente immer mehr, um so genannte „Long-Short-Strategien“ zu etablieren oder um sich einfach nur gegen fallende Kurse abzusichern. Grund dafür ist ihre Ähnlichkeit mit Indizes, ihre hohe Liquidität in Amerika aber vor allem auch der Wegfall der so genannten „Up-Tick-Rule“.

Im Gegensatz zu Einzelaktien können Anteile an ETFs deswegen jederzeit ausgeliehen und verkauft werden, um sich beispielsweise gegen fallende Kurse abzusichern.




„Short Interest“ deutlich zugenommen - vor allem bei Anleihefonds


Glaubt ein Fondsmanager etwa, klein kapitalisierte Werte würden nach der exzellenten Kursentwicklung der vergangenen Monate künftig schlechter abschneiden, als die großen Standardwerte, so verkauft er einen auf die „Kleinwerte“ bezogenen Fonds leer und erwirbt dagegen einen Fonds auf den S&P 500, den Dax oder andere.

Er kann auf diese Weise auch so genannte „Value-Aktien“ gegen Wachstumsaktien ausspielen - oder umgekehrt.

Besonders interessant kann die Entwicklung des so genannten „Short Interests“ sein.
Also die Frage, wie stark solche Fonds leerverkauft wurden.
Jüngste Daten zeigen nach einer Analyse von Morgan Stanley, daß sich das „Short Interest“ im Februar auf dem höchsten Stand seit zwölf Monaten lag.

Besonders ausgeprägt war das Verhältnis für den Nasdaq 100 und den S&P 500. Die „Leerverkaufsquote“, also der Anteil der geliehenen und leer verkauften Fondsanteile an der gesamten Stückzahl lag danach im Nasdaq 100 Index Trackings Stock bei 56 Prozent und beim auf Finanzwerte spezialisierten Financial Select Sector SPDR bei satten 82,86 Prozent.

Diese Verhältnisse sind damit deutlich höher als bei Einzelaktien, wo die „Short-Ratio“ in der Regel im Durchschnitt nur bei einem bis zwei Prozent liegt. Auffällig ist die Verhältniszahl beim iShares Lehman 20+ Year Treasury Bond Fund: sie lag im Februar bei 301,17 Prozent.

Das heißt, es wurden dreimal mehr Anteile leer verkauft, als überhaupt im Umlauf sind. Das dürfte grundsätzlich ziemlich riskant sein. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit wohl nicht sehr groß, daß die Zinsen in Amerika noch einmal massiv fallen werden.

Für einzelne Privatanleger mag der Leerverkauf von ETFs nicht möglich sein. Allerdings kann er ausweichen auf Futures oder Optionen, wie sie beispielsweise an der Eurex gehandelt werden.






Quelle: FAZ, 24.03.04
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Auch Islands Börse entdeckt Exchange Traded Funds



In den ersten drei Monaten ist das Interesse an Exchange Traded Funds, auch börsengehandelte Fonds genannt, stark gestiegen.

Diese auf Aktien- oder Rentenindizes wie den Dax, MDax oder Rex laufende Fonds haben einen regelrechten Schub beim Tageshandelsvolumen erlebt.

Zudem ist die Summe des verwalteten Kapitals merklich gestiegen - und zwar deutlicher als der Wertzuwachs der wesentlichen Aktienmärkte.

Die steigende Beliebtheit dieser Finanzprodukte, die sich durch niedrige Kosten und Transparenz auszeichnen, spiegelt sich auch in der wachsenden Zahl an Exchange Traded Funds (ETFs) wider, die besonders in Amerika zunimmt.

Der Markt ist mittlerweile so interessant, daß sich auch exotische Finanzplätze vorwagen. So hat die isländische Börse Iceland Stock Exchange signalisiert, einen Exchange Traded Fund auf den Leitindex des Inselstaats, Icex 15 aufzulegen.

Dies folgt aus einer neuen Studie der Investmentbank Morgan Stanley. Rückblickend wäre dieser Indexfonds ein sehr gutes Investment gewesen: Der Icex 15 ist binnen Jahresfrist um 86 Prozent gestiegen, während der Dax um 52 Prozent und der Dow Jones um knapp 27 Prozent sind.




Fonds vor allem durch frisches Kapital schwerer geworden


Demnach betrug die Summe des verwalteten Kapitals aller ETFs weltweit am 31. März 229,306 Milliarden Dollar nach 212,016 Milliarden Dollar zum Ende vergangenen Jahres. Dies ist ein Plus von 8,1 Prozent.

Dieser Anstieg läßt sich mit dem Wertzuwachs der wesentlichen Aktienmärkte, allen voran des amerikanischen, nicht erklären; im ersten Quartal verbesserte sich der maßgebliche Dow Jones-Index um 0,6 Prozent, die Technologiebörse Nasdaq um 0,8 Prozent, der Dax um 0,3 Prozent, der EuroStoxx 50 um 3,3 Prozent und der Nikkei um 10,7 Prozent, während der britische FTSE 100 ein Minus von 0,7 Prozent hinnehmen mußte.

Zwar ragt der Zuwachs beim japanischen Leitindex heraus, doch machen Zahlen zum verwalteten Kapital deutlich, daß das Plus von 8,1 Prozent bei diesem nicht auf den Nikkei zurückzuführen ist.

161 Milliarden Dollar entfielen laut Morgan Stanley zuletzt auf amerikanische ETFs, knapp 25 Milliarden Dollar auf europäische Index-Fonds und 28,6 Milliarden Dollar auf japanische Pendants. Das starke Übergewicht des amerikanischen Markts legt nahe, daß Exchange Traded Funds verstärkt frisches Kapital angezogen haben.




Viele Vorteile gegenüber üblichen Aktienfonds


Dabei hat das Tageshandelsvolumen extrem zugenommen: In Dollar gerechnet legte es im Vergleich zum Jahresende um 64 Prozent zu.

Der Umsatz mit Fondsanteilen stieg um 50 Prozent, wie Morgan Stanley ermittelt hat. Zudem hat nach Angaben der Bank der kurzfristig orientierte Handel mit Exchange Traded Funds zugenommen.

Dessen ungeachtet liegt der Vorteil dieser Produkte nicht nur im fehlenden Ausgabeaufschlag, der bei üblichen Aktienfonds vier bis fünf Prozent beträgt.

Die gesamten Verwaltungskosten sind mit knapp 0,5 Prozent von Anlagevolumen im Jahr deutlich niedriger als bei europäischen Aktienfonds, die durchschnittlich 1,2 Prozent berechnen.

Zudem werden die Kurse von ETFs fortlaufend und nicht nur einmal am Tag ermittelt. Nicht zuletzt muß ein Anleger nur den Index verfolgen, auf den ein Exchange Traded Fund läuft, um zu wissen, wie es um sein Investment steht. Auch insofern sind sie komfortabler zu handhaben als übliche Aktienfonds. Und: Wie der Datenbank von FAZ.NET zu entnehmen ist, schneiden viele aktiv gemanagte Fonds schlechter ab als Indexfonds.





Erste europäische Indexfonds vor vier Jahren emittiert

Die ersten europäischen Indexfonds wurden vor vier Jahren auf den Markt gebracht und laufen auf den Dow Jones Stoxx 50 und den Dow Jones EuroStoxx 50. Anbieter dieser Produkte namens iShares DJ EuroStoxx 50 und iShares DJ Stoxx 50 ist BGI.

Größter Spieler auf dem Markt ist indes mittlerweile IndexChange, hinter der die Hypo-Vereinsbank steht. IndexChange hat 35 ETF´s im Angebot und verwaltet 6,8 Milliarden Dollar, während BGI auf zehn Fonds und sechs Milliarden Dollar kommt.

Dabei ist der iShares DJ EuroStoxx 50 mit einem Volumen von 2,64 Milliarden Dollar der schwerste europäische Indexfonds, gefolgt vom entsprechenden Produkt des Anbieters Master Unit (2,1 Milliarden Dollar) und dem auf den französischen Leitindex CAC 40 laufenden Fonds desselben Anbieters (2,07 Milliarden Dollar). Der Dax ex von IndexChange liegt auf Rang fünf und ist 1,68 Milliarden Dollar schwer.

Den mit Abstand größten Zuwachs beim Anlagekapital erlebte indes im ersten Quartal ein Renten-Indexfonds: Der auf deutsche Staatsanleihen mit kurzer und mittlerer Laufzeit gemünzte eb.rexx Government Germany 2,5-5,5 Ex von IndexChange legte beim Volumen um sage und schreibe 5.093 Prozent oder knapp 1,4 Milliarden Dollar zu, gefolgt vom iShares DJ EuroStoxx 50 mit knapp 37 Prozent oder 710 Millionen Dollar und dem Dax ex mit 26,7 Prozent oder 353 Millionen Dollar.



Quelle: FAZ, 06.04.04
Versteckte Gebühren bei Börsen-Indexfonds??

Ja und wie!!!

Der Fonds gibt gegen eine Sacheinlage (Aktien) Zertifikate aus.
Berechnungsgrundlage sind die Börsenkurse der Aktien.
Mann stelle sich eine Bank vor, die 500.000 Siemens Aktien einliefern soll. (Natürlich sind es nicht nur Siemens, es soll ja nur ein Beispiel sein).

Die Bank kauft 490.000 Aktien und zieht mit des letzten 10.000 den Kurs in die Höhe. Als Berechnungsgrundlage dient der letzte Kurs!!!
Die nun gegen die Index normal performenden Zertifikate gehen an den Kunden.
Die Marge aus dem durchschnittlichen Kaufkurs der Aktien und dem Berechnungskurs verbleibt bei der Bank!!!

Gruß
DdN


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