Wer fährt eigentlich noch nach Italien? - 500 Beiträge pro Seite



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Der italienische Wirtschafts-Staatssekretär Stefani (64):

Wörtlich heißt es in dem Text über deutsche Italienurlauber:
„Sie bevölkern im Sommerurlaub lautstark unsere Strände, besoffen vor arroganter Selbstsicherheit.“
Es handele sich um „einförmige, supernationalistische Blonde, die lärmend über unsere Strände herfallen“.
Und weiter: „Bisher hat der Elchtest für Autos genügt, um festzustellen, wie fehlbar dieses Land ist, das so besoffen ist von aufgeblasener Selbstgewissheit, und wie leicht es kippen kann.

Komisch, ich bin nicht blond, ich bin nicht laut, ich bin nicht besoffen und etwas mehr Selbstsicherheit würde mir nicht schaden, aber eigentlich wollte ich im September Urlaub in Italien machen. Das werde ich mir allerdings nochmal überlegen!

Anmerkung: Europa ist groß! :D
...für kunstbeflissene Zeitgenossen, mit einem Geschmack
für das Besondere wird Italien IMMER eine Reise wert
sein...
............ :D
#2 - was wenn ein Politiker aus Frankreich nun auch auf die Idee kommt, sein "nationalistisches Fähnchen" hochzuhängen um von der Innenpolitik abzulenken??:eek:

Genau das beabsichtigen die Berlusconi-Getreuen im Moment!
Ein äußerer Feind lenkt bestens von den eigenen Problemen ab!


Das werden die Italiener aber rasch bemerken, die "Berlusconis" haben sich mit dieser Kampagne keinen Gefallen getan und das ist gut so!:cool:
#4: ich weiss, dass mich das jetzt als sehr langweilig erscheinen läßt, ... aber ich liebe die nordsee :laugh: :laugh:
Ciao Italien, die Deutschen bleiben zu Hause
Tacheles

von Karl-Heinz Möller / Welt.de

Berlin - Mamma mia. Das muss jetzt unten sein. Sommer 2003: Deutsche fahren nicht mehr gern nach Bella Italia - leere Geldbeutel, keine Euros mehr für Spaghetti, Pinot Grigio und Latte Macchiato! Finito mit Amore, Gondola und Dolce Vita - jedenfalls sagt das die TUI. Europas größter Touristikkonzern will sich - mitten im Sommer, in den kostbarsten Stunden des Jahres - aus Italien zurückziehen. Der Markt südlich der Alpen sei stark rückläufig. Da bleiben jedem italophilen Germanen, der für Eros Ramazotti und den Sonnenunteruntergang auf Capri sein letztes Fell opfern würde, die Oliven im Mund stecken. Bodenbildung bei den Weltmeistern des Reisens! Branchenkenner sagen für Italien ein weiteres Minus von 30 Prozent voraus im Vergleich zum schon schwachen Vorjahr. Willkommen in Tristezza! Das klingt nach Ende einer Dienstfahrt eines deutschen Unternehmens, das auszog, um den Landsleuten die Leichtigkeit des Seins näher zu bringen. Vom Stahl zum Tourismus, von der Leine an den Tiber, von der Bratwurst zur Cabanossi, vom Bier zum Chianti, aus der Traum vom Leben unter blauem Himmel. Spätestens in der strahlendsten Zeit des Jahres sind die Niedersachsen wieder in der grauen Zone angekommen: Aktienkurs bei 13 Euro, Halbjahresbilanz ein Minus von 23 Prozent, vorletzter Platz im Dax. O sole mio, das zweite Halbjahr lacht, und siehe da, ein Sonnenstrahl: TUI meldet am Freitag nur noch einen Umsatzrückstand von 13 Prozent. Unterdessen bleiben Aktionäre im Lande und schlürfen eben bis auf weiteres den Cabernet von Aldi. Basta.


Killer.com :eek:
OK, die Italiener wollen Euch nicht in ihrem Land haben. Warum also kriecht Ihr trotzdem dahin?
@1121, jungejunge, lies doch einfach mal, was von_Nnix gerade geschrieben hat!!!
...Italien ist zu schön um es nur den Italienern zu überlassen...(Leolo)
...aber ich war noch nicht da...:cry:..., wäre ja jetzt
ne gute Gelegenheit, wo die Trampel hoffendlich alle wegbleiben...:D
kroatien liegt direkt gegenüber und ist viel billiger!
und nicht zu vergessen: der deutsche osten wurde erst von 50% der wessis besucht und erkundet. auf gehts..
sks
Hallo ich war dieses Jahr schon 3mal in Italien und kommendes Wochenende bin ich auch wieder unten. ( Insgesamt in meinem Leben bestimmt über20 mal)
Allerdings war ich noch nie an der Adria und für diese Gegend ( man spricht deutsch !!!) möchte ich dem italenischen Politiker ausdrücklich recht geben !!
( Meine Meinung nach Freundesberichten und Fersehberichten).
Gott sei Dank können sich die Mehrzahl der deutschen Proleten keine Toskana oder Porto Cervio leisten !

Gruß
Krypo
...dafür ist die Gelegenheit aus Kroatien auch nur noch mit 50% der
Beine zurückzukommen gegeben...Minen in Kriegsgebieten...
soviel Andenken an ein Land muss aber nicht sein - oder ? ...:D
#12: manche kennen halt urlaubsgebiete, über die sie berichten, nur aus sat1 und rtl2 :laugh:
Es geht nicht darum, sondern um diese dumme Verallgemeinerung eines italienischen Politikers, der ausgerechnet auch noch mit Tourismus zu tun hat. Mit seiner Aussage hat er auch DICH einbezogen!
#12.an den evtl. peinlichen verhalten der deutschen in italien kann du mal sehen, welchen schlechten einfluss die italienischen und türkischen gastarbeiter auf die deutsche gesellschaft gehabt haben....:laugh:
sks
#14 Richtig lesen und verstehen hat noch nie geschadet !

Ich hab nicht über eine Urlaubsgegend berichtet sondern nur zum Ausdruck gebracht das es mir anhand meiner Informationen ( verschiedene Quellen aber hauptsächlich Berichte von Bekannten) nicht besonders befremdlich erscheint was der Italienische Politiker von sich gegeben hat.
Nirgendwo kann man jemanden empfindlicher treffen als am Geldbeutel.Wenn die deutschen Touristen aus Italien fern bleiben, italienische Restaurants, Eisdielen, italienische Mode und sonstige Erzeugnisse meiden, wird man dort sehr schnell merken, wie der Schuß der italienischen Führung nach hinten los geht.
Ich bin gespannt, wie sich das Ganze jetzt entwickelt.
#16 Der war gut !!!

Nochmals, ich persönlich fühle mich nicht beleidigt von solch einem Provinzpolitiker.
Auf Deutsch mir geht es am Arsch vorbei !!, ich fahre trotzdem nach Italien !

Gruß
krypo, der dieses Jahr sogar schon mit dem Rad zum Gardasee gefahren ist.
warum soll ich wegen Faschisten wie Berlusconi oder diesem Stefani-Knilch zu Hause bleiben ? :confused:

Diese beiden dürften nicht unbedingt den durchschnittlichen Italiener repräsentieren :D
Und wenn Du dann von irgendwelchen Leuten, die Du noch nie gesehen hast, als Nazi und Kapo beschimpft wirst, bedankst Du Dich noch dafür, ja?
...ja wo soll das denn jetzt noch enden...?
Wir sind schon weltmeisterlich im Amiboykott und nun
auch noch Italien...? Seid ihr plemplem...?
Wenn die Boykottaufrufe einen direkten Zusammenhang
mir Beleidigungen der Befindlichkeiten zu tun
hätten, wäre Bayern schon längst ausboykottiert worden
und die Weisswürster könnten schon seit 40 Jahren nur ihr
eigenes Bier saufen, weil es sonst keiner mehr täte...:D
Ist schon seltsam:

Während man die Deutschen, die ja als Touristen ganz hübsch Geld nach Italien gebracht haben, dort offensichtlich nicht mal mehr temporär ertragen kann, müssen wir hier in Deutschland einer permanenten Überfremdung durch Ausländer aller Couleur taten- und wortlos beiwohnen.
Und die bringen jedenfalls in der Regel mal KEIN Geld mit
und vor allem:
Die fahren nicht nach 3 Wochen wieder nach Hause.
@El_Torro und krypto

Ist schon interessant, wie den es braven umerzogenen Deutschen dahin zieht, wo er nicht willkommen ist (außer seinem Geld natürlich). :kiss:
#27

brav und umerzogen ? :laugh:

ich hab schon anderes hier im Board über mich gehört :D
#27 Nochmals auch für Dich, mich interessierts nicht was ein einzelner von sich gibt und ich hab ich immer wohl gefühlt in Italien.
Auf alle Fälle wohler als im Norden in unserer Republik !! ( siehe #23).
Am kommenden Wochenende bin ich wieder unten und trink auf Dich, oder lieber doch auf was anderses.

Gruß
krypo
#27

mach dir nix vor, du bist eigentlich nirgendwo als Tourist wirklich willkommen, sondern nur als Ducaten-(€)-Scheißer.

Insofern ist der Stefani wenigstens ehrlich.

In Spanien z.B ist man wohl auch eher gelitten, als wirklich willkommen.
#30

so sieht`s aus und wer das nicht ertragen kann, muß halt im Schwarzwald oder an der Ostsee Urlaub machen :kiss:
Wäre das so schrecklich für Dich? Klar, damit kann man nicht so angeben, doch fördert es die heimische Wirtschaft.
Ich werde auch Heuer wieder in Italien Urlaub machen. Ich bin weder blond noch laut.:rolleyes: Irgendwie hat er ja auch recht mit seiner Behauptung.

Meine Erfahrungen in der Toskana waren jedoch immer anderer Natur. Ein eigentlich leises Völkchen macht sich da jährlich auf, um es für ein paar Wochen zu besiedeln. Es mag zwar sein, daß am "TEUTONENGRILL" immer noch Faßbier und Schweinshaxe den Pöbel anlocken, jedoch denke ich, daß die meisten dieser Herrschaften mittlerweile auf den Kanaren oder in Ungarn ihren "Urlaub" verbringen.
#27

Brav und umerzogen sind die Schwachköpfe die es unserm Kanzler nachmachen !!
Ein Dilletant von vorn bis hinten !, und Schily muß sein Landgut in der Toskana verkaufen oder was !?!
Die lachen sich doch eins über solche Lemminge wie Du einer bist !!
Während Berlusconi ja nur einem nervigen Abgeordneten einen zurückgegeben hat - nicht uns Deutschen im Allgemeinen, ist Stefani offensichtlich ein richtiger dummer Capo oder war selbst besoffen oder wollte nur mal bekannt werden - egal wie!

Egal - ich fahre nach Italien und freue mich auf die vielen liebenswerten Italiener, die ich persönlich kenne. Die sind keine Stefanis, keine Berlusconis und keine Mussolinis und dergleichen.
...da sieht man mal den Unterschied zwischen Erdölbesitzenden und
Erdöl-gernehabenwollenden-aber-wegen-Vergeigung-Nichtbesitzenden Ländern....
Die mit Erdöl, und wenn sie es auch erst kurz haben,
können sagen was sie wollen, und die ohne Erdöl meinen
mit ´nem Urlaubswechsel Druck ausüben zu können...
Jetzt kann man sich mal langsam an den Tonfall gewöhnen ,
der herrschen wird, wenn der monetäre und politische
Absturz Deutschlands weiter fortschreitet...
Da werden deutsche Bundeskanzler die Gelegenheit haben
noch jede Menge Urlaub im eigenen Land verbringen
zu können... :D
#32

nein, ich habe auch schon in Deutschland Urlaub gemacht warum auch nicht ?

Man sollte doch aber auf dem Teppich bleiben ;)
Es ist schon so.Die Deutschen haben keinen Nationalstolz mehr. Besonders die im Board bekannten Linken tun sich wieder besonders hervor, dem italienischen Politiker, der keine Deutschen mag, in den Arsch zu kriechen. Pfui.
wilbi
#36 das ist aber "harter Tobuk":eek: Das ist ein ganz frecher Hund!

Dieser Staatssekretär sollte sich mal überlegen, wie er seine Handelsbilanz im Gleichgewicht halten kann ob solch frecher Äusserungen.:rolleyes:
Ab heute gibts in meiner Küche weder Pizza, Spaghetti noch sonst einen Italo-Frass !

:mad:
Na komm, @BlueMax! Wegen diesem frechen Krüppel...die Mehrheit der Italiener denkt gewiß nicht so. Obwohl...wenn so einer das öffentlich heraus trompetet...das könnte einiges zerstören.
#37
Jetzt kann man sich mal langsam an den Tonfall gewöhnen ,
der herrschen wird, wenn der monetäre und politische
Absturz Deutschlands weiter fortschreitet...


Da hast du allerdings sehr recht.
Witschaftswunderland ist abgebrannt!

Hohn und Spott werden folgen, das sind erst die ersten Anzeichen, die da aus Italien kommen.
Machen wir uns nichts vor:
Der Deutsche an sich ist nicht sehr beliebt, jedenfalls nicht bei seinen europäischen Nachtbarn.
Bislang hat man sich in Kontinentaleuropa mit Äußerungen gegen Deutschland immer ein bischen zurückgehalten, ob der wirtschaftlichen Dominanz.

Wir sollten uns rechtzeitig ein ganz dickes Fell zulegen, sonst kommen wir aus dem Zustand des Einschnappens gar nicht mehr raus.......
vielleicht ist auch alles viel einfacher?

ein kleiner, dämlicher spaghetti hat nen dicken gemacht und schluss


Nr.46 Da kann ich nur 100 % zustimmen. Die Dekadenz der Deutschen schreited immer mehr voran, was inzwischen auch im Ausland erkannt wird !!!
Wobei die Dekadenz sich sofort in eine hochstehende Kultur verwandelt, sobald wir eine Schwarz/Gelbe Regierung haben.:laugh: :laugh: :laugh: :laugh:
Anscheinend darf man die Deutschen überhaupt nicht kritisieren.
Sobald man dies tut,kommen Kommentare wie: „Dann machen wir eben woanders Urlaub“ oder „Ohne deutsches Geld seid ihr doch aufgeschmissen“ ..............................
Anstatt sich mal zu überlegen,warum eigentlich dieser Minister wohl solche Äusserungen von sich gegeben hat !!!
Solche Klagen über die Deutschen hört man regelmässig auch von den Spaniern usw.
Sicherlich sollte man nicht über alle Deutschen so pauschal argumentieren - aber anscheinend sind solche Fälle nicht gerade gering.
Ihr möchtet doch auch,dass die „Ausländer“ sich in eurem Land auch vernünftig verhalten,oder ?

Einige Deutsche sollten wirklich noch lernen wie man sich im Ausland verhält !!!
Ob diese Kritik von diesem Minister berechtigt ist oder nicht,man sollte sich doch einwenig Gedanken diesbezüglich machen.
Wenn es weiterhin heisst : „Dann machen wir eben woanders Urlaub“ – dann bedeutet das weiterhin ich hab ja die Knete und verhalte mich eben in einem anderen Land so daneben.
Bis die Deutschen in jedem Land dieser Erde nicht willkommen sind.
@Gino

Sehr gut. Dir geht der Arsch schon auf Grundeis.

Richtig schlecht wäre es für euch Giacomos wenn der größte europäische Automobilmarkt für FIAT verschlossen bleiben würde.
:D
Nana gino, Du solltest hier auch nicht den Fehler machen alle über einen Kamm zu scheren.
Die Stimmen hier im board und auch sonstwo sind schon sehr differenziert.

Ich habe hier schon Anfangs darauf hingewiesen, dass einige Politiker hier das nationalistische Fähnchen nutzen um von Ihren eigenen Problemen abzulenken. Das ist der Kern der Sache.

Dass es bei dt. Urlaubern Idioten gibt ist völlig klar, die benehmen sich auch hier nicht anders!:rolleyes:

Wenn man das ganze mal geschäftlich betrachten will - der Kunde ist wohl schon König. Will sagen - wer bezahlt muss nicht unbedingt mit gesenktem Kopf durch das Land laufen in welchem er sein Geld (auf Wunsch der Einheimischen)lässt.

Auch hier gehen unsere ausl. Gäste nicht mit gesenktem Kopf durch die Straßen, obwohl hier einige auch "Urlaub" auf Kosten des Sozialamtes machen.
Also da wären mir zahlende und manchmal unangenehme Urlauber wesentlich angenehmer, als kassierende "Dauerurlauber" welche manchmal unangenehm sind und die man nicht mehr los wird.
wie kann gino "kritisieren" schreiben, ohne dabei befürchten zu müssen, dass er sich lächerlich macht?

dieser italienische depp hat eine aussage gemacht, wie der letzte ballermann-prolet! vor allem ist er ja auch noch für den tourismus zuständig. bezeichnet herr aldi seine kunden alle als assos?

:eek:
Bei meinem letzten Besuch in Rom:

Trastevere, kleines abgelegenes Ristorante, Mai,
wir saßen draußen, einige einheimischen Gäste, ein Tisch
mit Franzosen, meine Frau, ein befreundetes Ehepaar und
ich waren gerade bei der Pasta.
Da stürmt eine Horde kurzbehoster Germanen herein, nimmt
drei Tische in Beschlag, schiebt sie zusammen und verlangt
lautstark "vino rosso, cinque litro, aber pronto!"

Noch bevor wir mit dem Essen fertig waren, sang die Schar,
die ersichtlich vorbehandelt war, "warum ist es am Rhein
so schön ..."

Wir beeilten uns.
Beim Bezahlen entschuldigte sich der (italienische!)
Kellner bei uns (deutschen!) Gästen für die Unannehmlich-
keiten.
Unser Provinzkanzler Schröder soll nicht in Italien Urlaub machen, sondern endlich arbeiten, arbeiten und endlich das detaiierte Gegenfinanzierungskonzept für die Steuersenkungen vorlegen , was bis heute nicht erfolgt ist. Die Arbeitslosen können einfach nicht länger warten , bis sich Schröder endlich bemüht, etwas vorzulegen !!!
#55 - sach ich doch! Diese unflätigen Idioten gibts wirklich!
Aber wie soll man`s "handeln"??

Einen Urlaubertest an der Grenze oder was...

Also wenn man Urlauber anlockt muss man eben auch die dabei vorkommenden "Kröten" mitschlucken.
Ist halt so, alles hat seinen Preis, auch die Tourismusindustrie!

"Wasch mich aber mach mich nicht nass" hätt man gerne, geht aber nicht!:p
Sonst bleibt nur eins - andere Industrien schaffen...:rolleyes:
@Makaflo

Als Beamte solltest Du Dir mal überlegen, wer Dein sehr üppiges Gehalt bezahlt.
Wird Zeit, daß man den Beamten das Urlaubsgeld streicht.
Loyalität gegenüber ihrem Land kennen sie nicht mehr.

MfG
makoflo
Man muß sich ja im Ausland ja schon fast schämen , dass man selbst aus Germany kommt !!!
@ Gangster,
dein "Statement" beinhaltet mindestens zwei falsche An-
nahmen.
Kein Wunder, dass auch die Schlussfolgerung völlig in die
Hose geht.
Genau Gangster - aber nicht nur den Beamten sondern ALLEN!!

Eh so`n Schwachsinn "Urlaubsgeld".:rolleyes:

Schädigt nur die Volkswirtschaft, keiner schafft was und alle tragen die Kohle ins Ausland...

Wer Urlaub hat ist eh schon genug belohnt!:D
@Nullermann

Lohnkürzungen sind mit mir immer verhandelbar.:D

MfG


@makaflo

Du hast das "h" in Lehrer nun wirklich nicht verdient.
Was lernen Deine Schüler eigentlich bei Dir?
Wie man in Italien kriecht?
Wenn ich Lehrer wäre, vielleicht folgendes:

Auch in Italien gibt es Gangster.
Viele davon sind in der Mafia zusammengeschlossen.
Aber nicht alle Italiener sind Mafia-Gangster.
#12
Allerdings war ich noch nie an der Adria und für diese Gegend ( man spricht deutsch !!!) möchte ich dem italenischen Politiker ausdrücklich recht geben !!

Eine Fern-Expertise made by "Bild" oder wie? Nie dort gewesen und doch Zustimmung? Schön, wenn man sonst keine Probleme hat... :laugh:
#64 Bist wohl auch so ein Schwachkopp der nicht richtig lesen kann !

Gruß
krypo
#65: dann sind wir ja schon 2 schwachköpfe, die nicht lesen können (#14) :laugh: :laugh:

#64 und ich haben halt nicht verstanden, dass dein gehaltvoller beitrag auf basis von ballermann-reportagen in rtl2 und auf berichten deiner alkoholiker-kumpels basieren :laugh:

nicht immer gleich so ausfallend werden, bitte :laugh:
#66
Absatz eins: richtig !
Absatz zwei: Widerspricht sich mit Bemerkung am Schluß und beruht nur auf Vermutungen deinerseits !

Schade um die Zeit !
Mich stört die Sippenhaftung. Wo man mich als "Deutscher" melken will aber ansonsten verspottet, fahre ich nicht hin.

Möglicherweise kann man auch Druck auf die Schmalspur-Faschisten und Gleichschalter um Berlusconi ausüben, indem man sein Geld woanders ausgibt.

Wenns ans Geld geht, hört der Spass auch bei den Italienern auf. Ich war 25x in Italien. Dieses Jahr nicht!
Anscheinend war niemand wirklich in Italien oder Spanien. So wie sich nicht gerade wenige Holländer oder Engländer sich verhalten....da können selbst die schlimmsten Deutschen noch was lernen.

:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
#70 Ja aber Holländer und Engländer darf man nicht ungestraft beschimpfen. Die schlagen wohlmöglich zurück! (Die englische Presse in so einem Fall kann man sich ruhig mal vorstellen)
Beim Deutschen kann man sich sicher sein, dass er sofort sein Büßergewand an und den Schwanz einzieht.

Sieht man ja an den vielen beschämten Kommentaren.
Der italienische Staatssekretär Stefano Stefani hat in dem rechtskonservativen Lega-Nord-Blatt „La Padania“ unter der Überschrift „Wir kennen sie gut, die Deutschen“ unglaublich vom Leder gezogen. Hier die krassesten Auszüge:

„Wir kennen sie gut, die Deutschen. Diese stereotypisierten Blonden mit dem hypernationalistischen Stolz, schon seit jeher dazu indoktriniert, sich unter allen Umständen als die Klassenbesten zu halten. Und wie alle Klassenbesten versäumen sie keine Gelegenheit, sich anmaßend zu verhalten. (...)

Es hat nämlich der ehemalige Buchhändler von Helrath, Martin Schulz (ein SPD-Abgeordneter im Europaparlament, Anm.), keine Sekunde versäumt, unseren Ministerpräsidenten anzugreifen, und an der Intelligenz und Kompetenz unserer Minister zu zweifeln. Auf diese Weise hat Schulz absichtlich alle Italiener beleidigt, die sich mit ihrer Stimme demokratisch dafür entschieden haben, von diesen Parteien vertreten zu werden.

Ich bin empört, aber nicht verwundert. Die Deutschen sind es gewohnt, sich so zu benehmen. Sie essen unsere Spaghetti, aber sie versäumen keine Gelegenheit, sie gleichzeitig auf einem Teller mit einem Revolver statt mit der Soße darzustellen. Sie fallen lärmend über unsere Strände her, aber sie vergessen es gleichzeitig nicht, vor Beginn der Reisesaison in ihrer meistgelesenen Tageszeitung `Bild` (..) die Zahl der Autodiebstähle in Rimini oder sogar die letzten Statistiken der Mafiatoten auf Sizilien zu erwähnen.

Wir haben es nicht nötig, dass sie zu uns kommen, um uns zu belehren. Die Mafia ist Synonym für Tod und Leid. Ähnliche Anspielungen sind nicht angebracht und beleidigend. Aber dieser Martin Schulz, der wahrscheinlich mit dröhnenden Rülpswettbewerben nach Bier- und Fressgelagen mit frittierten Kartoffeln aufgewachsen ist, ignoriert dies. Er ist aber gleichzeitig fähig, sich empört und perplex zu zeigen, indem er mit seinen Mäuseaugen rollt und mit lauter Stimme den öffentlichen Pranger für denjenigen verlangt, der eine einfache scherzhafte Bemerkung ohne Bösartigkeit gemacht hat, als Antwort auf seine, ja, Bösartigkeit. (...)

Es ist wahr, Berlusconi hat ein Wort erwähnt, das die Deutschen aus ihrer Erinnerung löschen wollen. Das gleiche Wort, das die Deutschen auf opportunistische Weise nicht versäumen hervorzuholen, um es einem italienischen Minister, vielleicht der Lega, indirekt anzuhängen.

Das ist zu bequem. Wir haben diese billigen Strategien satt. Das ist die typische Haltung der Unsicheren, die angreifen, wissend, dass sie verwundbar sind. Und wenn in der Vergangenheit ein einfacher Auto-Elchtest ausreichte, um die Fehlbarkeit und das Umkippen dieses Landes zu zeigen, das trunken von eingebildeten Gewissheiten ist – wer weiß wie viele Gewissheiten ein gebotener, sogar nötiger und unverzichtbarer Intelligenztest zusammenbrechen ließe.“
.

Berlusconi und Europa

Von Peter Schwarz
9. Juli 2003

Die turnusmäßige Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat in den europäischen Medien eine Welle des Unbehagens ausgelöst. Es gibt kaum ein führendes Blatt, das dem Thema keinen Artikel oder Kommentar gewidmet hätte. Der Spiegel erschien mit der Titelschlagzeile: "Silvio Berlusconi: Der Pate". Le Monde überschrieb einen Beitrag "Maßgeschneiderte Justiz, kontrollierte Medien: Die Schattenseiten Italiens unter Berlusconi". Und die Financial Times veröffentlichte einen Kommentar unter der Überschrift "Weshalb Berlusconi Europa schaden könnte".

Berlusconis Karriere ist zu zwielichtig, seine Verwicklung in Korruption und organisiertes Verbrechen zu offenkundig, seine Vermengung von privatem und öffentlichem Interesse zu ungeniert, als dass sich einfach schweigend darüber hinweggehen ließe. Dass der reichste Mann Italiens nicht nur die Regierung, sondern auch 90 Prozent der privaten und öffentlichen Medien persönlich kontrolliert, verträgt sich schwer mit den Prinzipien von Gewaltenteilung und good governance, zu denen sich die EU offiziell bekennt, insbesondere wenn er seine parlamentarische Mehrheit auch noch skrupellos einsetzt, um sich der Verfolgung durch die Justizbehörden zu entziehen, und diese pausenlos beschimpft. Hinzu kommt die Angst, dass Berlusconis Präsidentschaft zu einem weiteren Auseinanderdriften der seit dem Irakkrieg tief gespaltenen EU führen wird.

Provokation des Europäischen Parlaments

Berlusconi ließ keine Zeit verstreichen, bis er die gegen ihn gehegten Befürchtungen bestätigte. An seinem zweiten Amtstag erniedrigte er das Europäische Parlament, sonst eher Schauplatz beschaulicher Debatten, auf das Niveau eines Rummelplatzes und beschimpfte den deutschen, sozialdemokratischen Abgeordneten Martin Schulz auf unflätige Weise.

Nachdem mehrere Abgeordnete kritisch auf Berlusconis Medienmacht und seinen Umgang mit Gesetzen eingegangen waren, hatte Schulz konkret wissen wollen, was vom neuen Ratspräsidenten in der Innen- und Justizpolitik zu erwarten sei. Berlusconi reagierte mit dem Vorschlag, Schulz solle in einem Film über deutsche Konzentrationslager, der derzeit in Italien gedreht wird, die Rolle des KZ-Aufsehers übernehmen: "In dieser Rolle wären sie perfekt, Herr Schulz."

Die Äußerung löste heftige Reaktionen aus. Parlamentspräsident Patrick Cox ließ sie aus dem Protokoll tilgen, was einer Rüge Berlusconis gleich kommt. Bundeskanzler Gerhard Schröder bestellte den italienischen Botschafter ins Kanzleramt, bezeichnete den Nazi-Vergleich "in Form und Inhalt" als "völlig inakzeptabel" und verlangte eine Entschuldigung "in aller Form".

Berlusconi zeigte keine Einsicht. Er habe Schulz doch nur eine Filmrolle angeboten, meinte er, dies sei ironisch gemeint gewesen. Eine merkwürdige Ironie, saßen doch Schulz` sozialdemokratische Vorgänger als Gegner Hitlers in den KZs, während Berlusconi heute zusammen mit den Erben von Hitlers Verbündetem Mussolini in einer Regierung sitzt. Deutlicher hätte der italienische Premier seine Ignoranz und Arroganz gegenüber historischen Fragen nicht zur Schau stellen können.
Dem deutschen Botschafter, der seinerseits ins römische Außenministerium einbestellt wurde, bedeutete man, Schulz habe sich einer schwerwiegenden und unannehmbaren Beleidigung des italienischen Ministerpräsidenten schuldig gemacht. Kritische Fragen eines Parlamentariers gelten im Reiche Berlusconis offenbar als Majestätsbeleidigung.

Berlusconis Paladine beeilten sich, ihrem Chef den Rücken zu stärken. Die familieneigene Zeitung Il Giornale lobte: "Sehr, sehr gut." Sozialminister Roberto Maroni von der Lega Nord fand den Auftritt "großartig", und sein Parteifreund Roberto Calderoni, Vizepräsident des Senats, meinte: "Endlich beginnt man mal Klartext zu sprechen gegen diese Linkspolitiker." Auch der CDU-Abgeordnete Hans-Gert Pöttering verlangte, dass sich Schulz bei Berlusconi entschuldige. Pöttering ist Vorsitzender der EVP-Fraktion im Europaparlament, der neben der deutschen CDU/CSU auch Berlusconis Forza Italia angehört.

Am folgenden Tag telefonierte Berlusconi mit Bundeskanzler Gerhard Schröder. Er habe, erklärte Schröder hinterher, "sein Bedauern über die Wahl dieses Begriffes und Vergleichs ausgedrückt". Aus Rom erfolgte umgehend eine Richtigstellung: Berlusconi habe sich nicht entschuldigt, sondern lediglich sein Bedauern ausgedrückt, "dass jemand den Inhalt eines Scherzes missverstanden haben könnte, der nur ironisch gemeint war". Die Verantwortung liege bei Schulz, der Berlusconi provoziert und damit nicht nur diesen, sondern ganz Italien beleidigt habe.

Dennoch blieb Schröder dabei, dass für die Bundesregierung "die Sache aus der Welt" sei. Auch Außenminister Joschka Fischer wiegelte ab. Er bagatellisierte Berlusconis provokatives Verhalten mit den Worten: "Jeder von uns hat sich schon mal vergaloppiert."

Niemand tritt Berlusconi entgegen

Dabei wird es wohl auch bleiben. Niemand wagt es, dem rechten Demagogen aus Mailand entgegenzutreten. Man behandelt ihn wie ein unartiges Kind, über das man zwar die Nase rümpft, ansonsten aber schweigt, in der Hoffnung, es werde sich wieder benehmen. "Ein isolierter Berlusconi würde Europa zum ideologischen Ringplatz zwischen konservativen und linken Regierungen machen - vor wenigen Wochen hätte man noch gesagt zwischen neuem und altem Europa", fasste Stefan Kornelius in der Süddeutschen Zeitung die Überlegungen in den Regierungsetagen zusammen. "Daran würde Europa zerbrechen und der Schaden wäre irreversibel. Besser ist es also, Berlusconi sich selbst richten zu lassen."

Mit gleichem Heldenmut hatte die deutsche Regierung schon auf den Irakkrieg reagiert. Als die anfängliche Kritik an den US-Kriegsplänen heftige Reaktionen aus Washington auslöste, beschloss man, den Mund zu halten, schön Wetter zu machen und zu hoffen, dass Bush "sich selbst richtet". Seither ist jede Kritik am dreisten Bruch des Völkerrechts, an der flagranten Missachtung der UNO und an der unilateralen amerikanischen Außenpolitik verstummt. Als Folge fühlen sich die rechtesten Kräfte in den USA gestärkt und ermutigt, noch unverschämter als bisher aufzutreten.

Ähnlich wird es auch mit Berlusconi verlaufen. In Italien ist er bisher mit allem davongekommen - seinen Angriffen auf die Justiz, seinem Missbrauch der Parlamentsmehrheit zu privaten Zwecken, seiner handstreichartigen Säuberung von öffentlichem Fernsehen und Kultureinrichtungen... Der Grund dafür ist die Unterwürfigkeit und Feigheit der offiziellen Opposition, die jeder offenen Konfrontation aus dem Weg geht, selbst wenn Millionen Italiener aus Protest gegen den Regierungschef auf die Straße gehen.

Als Berlusconi vor der Übernahme der Ratspräsidentschaft ins Visier der internationalen Presse geriet, sagte ihm Oppositionsführer Francesco Rutelli umgehend seine Unterstützung zu. Er versprach "eine loyale Zusammenarbeit in europäischen Fragen" und begründete dies mit den Worten: "Wir müssen verhindern, dass sich das schlechte Ansehen Berlusconis gegen Italien wendet." Diese Haltung hat Berlusconi zweifellos in seinem provozierenden Auftreten vor dem Europaparlament bestärkt. Dieselbe Wirkung wird auch die Nachgiebigkeit von Schröder und Fischer haben.

Eine mutige Initiative, dem italienischen Premier wegen offenkundiger Demokratiefeindlichkeit die EU-Präsidentschaft zu entziehen, würde zwar mit Sicherheit eine gesamteuropäische Krise auslösen, aber es wäre eine äußerst heilsame Krise. Rechte und Nationalisten würden aufheulen und eine Verletzung der nationalen Souveränität und der Regeln der EU beklagen. Die amerikanische Regierung würde ihre Besorgnis zu Protokoll geben und sich hinter ihren italienischen Verbündeten stellen. Aber eine solche Initiative würde auch all jene auf dem Kontinent und vor allem in Italien selbst aufrütteln und ermutigen, die ein Europa nach dem Vorbild Berlusconis ablehnen - und das ist die große Mehrheit der Bevölkerung.

Es erübrigt sich zu sagen, dass weder die rot-grüne Koalition in Berlin noch irgend eine andere europäische Regierung eine solche Initiative auch nur in Erwägung zieht. Sie arrangieren sich lieber mit Berlusconi, als die Mobilisierung breiter Bevölkerungsschichten zu riskieren. Das Ergebnis ist, dass in Europa die rechtesten Kräfte den Ton angeben und die angeblich "linken" Regierungen vor sich her treiben. Berlusconi versteht dies sehr gut, schließlich hat er seine gesamte Karriere auf diese Weise gemacht. Sein pöbelhaftes Auftreten entspringt nicht zuletzt der Berechnung, dass die anderen nachgeben werden.

Ein Spiegel der EU

Das feige Verhalten gegenüber Berlusconi ist nicht nur eine Charakterfrage, sondern hat politische Ursachen. An der Persönlichkeit des Multimilliardärs und Medienzars mag vieles zufällig sein, sein Aufstieg an die Spitze Italiens und der EU ist alles andere als ein Zufall. Er sagt weit mehr über den Zustand und die Entwicklung Europas aus, als seine Kritiker wahr haben wollen. Berlusconi hält der Europäischen Union einen Spiegel vor. In seiner Person verkörpern sich in überspitzter Form all jene Merkmale, die den politischen Kurs aller europäischen Regierungen und der EU als ganzer bestimmen: Rücksichtsloser Egoismus, hemmungslose Bereicherung, Zurückweisung jeder gesellschaftlicher Verantwortung.

Berlusconi "opfert die politische Teilnahme der Staatsbürger auf dem Altar der Effizienz", schreibt der italienische Philosoph Gianni Vattimo. Er berufe sich "andauernd auf seine Erfahrung als Unternehmer, das heißt als Eigentümer". Wenn man aber "einen Staat oder eine politische Einrichtung wie Europa wie ein Unternehmen führen will, muss man ohne großes Zögern - und vor allem ohne Kontrollen - zügig entscheiden können". Zu diesem Zweck bediene sich Berlusconi seiner Kontrolle über die Massenmedien. (1)

Die Parallelen zur Bush-Administration liegen auf der Hand. Nur dass sich in den USA auf mehrere Schultern verteilt - wirtschaftliche Macht, politische Macht, Medienmacht -, was sich in Italien auf eine Person konzentriert. Im ganzen übrigen Europa läuft die Entwicklung in dieselbe Richtung.

So hat in Deutschland Der Spiegel, angeregt vom ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel, erst kürzlich zum Frontalangriff auf das Grundgesetz geblasen - ohne dabei auf nennenswerten Widerspruch zu stoßen. Das "von Eingriffen lädierte Regelwerk voller Konstruktionsfehler" sei "für die Blockade dringend notwendiger Reformen in Politik und Gesellschaft verantwortlich", verkündete das Magazin. Es müsse "unter ökonomischen Vorzeichen generalüberholt werden". Der Konsens, d. h. der Ausgleich von politischen und sozialen Interessen, sei "nichts anderes als aufwändig organisierte Verantwortungslosigkeit". Politik heiße notwendigerweise "wehtun und wehtun müssen".

Nach Begriffen wie "Demokratie" oder "Grundrechte" sucht man im Spiegel -Pamphlet vergeblich. Stattdessen wird der Chef der Unternehmensberatung McKinsey zum Experten für Verfassungsfragen gemacht - als könne man die hierarchische Struktur eines Unternehmens auf eine demokratische Gesellschaft übertragen.

Die "Agenda 2010" der Bundesregierung liegt ganz auf dieser Linie. Massiver Sozialabbau und Deregulierung der Arbeit bei gleichzeitigen Steuersenkungen für die Reichen - Berlusconi und Bush könnten es nicht besser machen.

Selbst die bescheidene Forderung der IG Metall, die dreizehn Jahre nach der Wiedervereinigung gleiche Arbeitszeiten in Ost und West erstreiken wollte, hat eine Welle der Hysterie ausgelöst, die sich vom Unternehmerlager und sämtlichen Medien über die Bundesregierung bis zum rechen Flügel der Gewerkschaftsbürokratie erstreckt. Es ging um einen Präzedenzfall. Die EU-Osterweiterung beruht auf der Voraussetzung, dass die drastischen Lohndifferenzen zwischen Ost und West auch nach dem Wegfall der Grenzen bestehen bleiben. Deshalb durfte der Forderung nach mehr Gleichheit in Deutschland nicht nachgegeben werden.

Auch der zaghafte Vorstoß einer Gruppe Intellektueller um Jürgen Habermas, die dem "hegemonialen Unilateralismus der Vereinigten Staaten" ein Europa entgegenstellen wollen, das auf der "sozialstaatlichen Befriedung von Klassengegensätzen" und der "Domestizierung staatlicher Gewaltausübung auch auf globaler Ebene" beruht, stieß auf wütende Ablehnung. (2) Habermas` Kollege Ralf Dahrendorf antwortete, indem er, Immanuel Kant zitierend, ein Loblied auf "die missgünstig wetteifernde Eitelkeit" und die "nicht zu befriedigende Begierde zum Haben oder auch zum Herrschen" anstimmte. (3)

Wollte die Bundesregierung Berlusconi ernsthaft entgegentreten, müsste sie die Ausrichtung ihrer eigenen Politik und das vorherrschende politische Klima in Frage stellen. Dazu ist sie weder willens noch fähig. Dennoch wird sie von Berlusconi vor ein unlösbares Dilemma gestellt.

Bei ihm hat die Unterordnung einer langfristigen gesellschaftlichen Perspektive unter engstirnige Eigeninteressen ein Ausmaß erreicht, das jederzeit die Europäische Union selbst zu sprengen droht. Das wurde bereits während des Irakkriegs deutlich, als seine und sieben andere Regierungen aus der gemeinsamen europäischen Außenpolitik ausscherten und sich auf die Seite der USA stellten. An seinem Kabinettstisch sitzt außerdem die notorisch europafeindliche Lega Nord.

Wird Berlusconi gereizt, schlägt er wild um sich und untergräbt die Europäische Union. "Bestenfalls ist er ein unberechenbarer Führer in einem kritischen Moment für die EU", kommentiert die Financial Times. "Im schlimmsten Fall könnte er neue erbitterte Streitereien auslösen." Gibt man Berlusconi dagegen nach, stärkt das jene rechten, egoistischen Kräfte, die die Europäische Union langfristig umso sicherer zerstören werden.

So oder so ist Berlusconis Präsidentschaft Ausdruck einer tiefen Krise der europäischen Integration. Die Einigung Europas, ein ökonomisch ebenso notwendiger wie fortschrittlicher Prozess, kann nur durch eine Bewegung von unten erfolgen. Sie ist nur in Form eines sozialen und demokratischen Europa denkbar, dass die Bedürfnisse der Bevölkerung höher stellt als die egoistischen Interessen der Superreichen.


——————
1) Gianni Vattimo, "Der Lügenfuchs", Süddeutsche Zeitung vom 4. Juli 2003
2) Jacques Derrida und Jürgen Habermas, "Unsere Erneuerung", Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31. Mai 2003
3) Ralf Dahrendorf und Timothy Garton Ash, "Die reneuerung Europas", Süddeutsche Zeitung vom 5./6. Juli 2003

Siehe auch:
"Alle für einen einer für sich" - Ein Porträt der Regierung Berlusconi
http://www.wsws.org/de/2002/mar2002/ber1-m27.shtml
(27. März 2002)


http://www.wsws.org/de/2003/jul2003/berl-j09.shtml
Berlin (dpa) - Bundeskanzler Gerhard Schröder wird seinen Sommerurlaub nicht in Italien verbringen. Der Kanzler werde zu Hause in Hannover Ferien machen. Dies verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen.
Jetzt ist "die Kacke aber am dampfen"!
Hat ja gut geklappt - die Strategie der Berlusconisten!:mad:

Dauert nicht lange, da gibts auch nen Extra-Pakt zwichen Berlusconi und Bush - BB sozusagen!:D
Wird aber auch langsam Zeit, daß den Spaghettimampfern der Mund gestopft wird. Außer zu Subventionsbetrug sind die doch zu nichts fähig.

:D
...wer fährt noch nach Italien...? Alle....Männer zwischen
18 und 45 Jahren...:cool:
@Nullermann

BBB

Bush Blair Berlusconi

Wenn das kein Zufall ist... ;)

Vielleicht sollte die CDU/CSU bei der nächsten Wahl auf Beckstein setzen.. ;)
Achja, Spass muss trotzdem sein...ein kleines Witzgen gefällig:

Ein Italiener zum Reporter - "no-no, binne i nix Faschiste" ruft im nächsten Moment seinen spielenden Kindern zu - "Adolfo, Benito" nix mache so laut...:D
Humor ist wenn man trotzdem lacht.


Ein Europäischer Haftbefehl für Berlusconi?
Lange Zeit versuchte Italiens Ministerpräsident einen Beschluss über die Einführung eines EU-weiten Haftbefehls zu verhindern. Denn die spanische Justiz ermittelte gegen ihn wegen Betrugs. Jetzt schützt ihn nur noch sein Amt

von MICHAEL BRAUN

ROM taz Eigentlich war der Ausfall Silvio Berlusconis vor dem Europäischen Parlament vorherzusehen. Schließlich hatte der Abgeordnete Martin Schulz in seiner kurzen Rede mit Begriffen hantiert, die auf den italienischen Regierungschef wie ein rotes Tuch wirken: Europäischer Staatsanwalt, Europäischer Haftbefehl, zwischenstaatliche Rechtshilfe, Beschlagnahme illegalen Kapitals. Und dann hatte der SPD-Mann auch noch gefragt, was Berlusconi wohl zu tun gedenkt, um auf diesen Feldern Fortschritte zu erreichen.
Die Antwort lautet kurz und bündig: möglichst gar nichts. Als im Dezember 2001 der Europäische Haftbefehl in der Runde der EU-Justizminister verhandelt wurde, waren sich 14 Länder einig; nur Italiens Minister legte sein Veto ein. "Zu lang" sei die Liste von 32 unter den Euro-Haftbefehl fallenden Straftaten. Herausfallen sollten sämtliche Wirtschaftsdelikte wie Geldwäsche, Korruption, Betrug.
Italien lenkte ein, als klar wurde, dass die anderen EU-Staaten gewillt waren, ohne Rom den Europäischen Haftbefehl zu verabschieden. Doch Berlusconi gab zu Protokoll, dass Rom erst seine Rechtsordnung mit der anderer EU-Staaten "harmonisieren" müsse - und verschaffte sich so eine Atempause.
Die hat er auch nötig. Berlusconi erklärte den anderen EU-Chefs, dass ihm die Freiheit vor allem eines Bürgers am Herzen liegt: die eigene. Verfolgt werde er nicht nur von der italienischen Justiz, sondern auch von dem spanischen Richter Baltasar Garzón. Garzón ist Berlusconi, dessen Bruder Paolo, seinem Intimus Marcello DellUtri und 20 weiteren Berlusconi-Managern schon seit Jahren auf den Fersen; Die Vorwürfe sind Steuerhinterziehung, Bilanzfälschung, Betrug und Umgehung der Konzentrationsvorschriften für den spanischen TV-Markt.
In den Jahren 1989-1997 soll Berlusconi über Strohmänner nicht nur seine Beteiligung am spanischen Sender Telecinco über die ihm damals erlaubten 25 Prozent hinaus auf 80 Prozent gesteigert haben. Außerdem soll er seine beherrschende Position genutzt haben, um mittels überteuerter Rechte-Deals zwischen Telecinco und anderen Unternehmen des eigenen Imperiums gut 120 Millionen Euro an der spanischen Steuer vorbei in seine Kassen zu leiten.
Garzón hat seine Ermittlungen zwar weitgehend abgeschlossen, doch erst war es Berlusconis Immunität als EP-Abgeordneter, und jetzt ist es sein Amt als Regierungschef, das ihn vor einem Prozess bewahrt. Aber auch ohne diesen Schutz durch ein Amt wäre die spanische Justiz wohl kaum erfolgreich gewesen. Denn vor einem Prozess in Spanien würde es in Italien zu langen Prüfungen kommen, ob ein solcher gegen einen italienischen Staatsbürger überhaupt möglich ist. Eine solche Prüfung sieht der Europäische Haftbefehl jedoch nicht vor: Berlusconi müsste sich vor Spaniens Justiz verantworten.



Bei der nächsten Entgleisung wird dem hoffentlich so ins Gehänge getreten, daß ihm hinterher wieder Haare auf der TV-Glatze wachsen. :D
Das Problem dieses politischen Amateurs Stefani ist es einfach, alles zu verallgemeinern. Er und Berlusconi haben sich von dem politischen Wadenbeißer und Absahner Schulz provozieren lassen und Stefani meint nun alle Deutsche seien so wie Schulz und alle Italiener seien fur uns Deutsche sowiso Mafiosi und für Ihn sind alle Deutschen ...diese stereotypisierten Blonden mit dem hypernationalistischen Stolz... bla bla bla....

Als Goldschmied war Stefani offensichtlich sehr erfogreich, aber in der Politik, insbesondere als Tourismusminister, sind solche Amateure fehl am Platze: "Schuster bleib bei Deinem Leisten" - Stefani bleib in Deiner Goldschmiede!

Hier ein Auszug von dpa/web.de.:

Dokumentation: Der Artikel Stefano Stefanis


Rom (dpa) - Der italienische Staatssekretär Stefano Stefani hatte am vergangenen Freitag in dem Lega Nord-Blatt «La Padania» einen Artikel veröffentlicht, in dem er sich über die Deutschen beklagte. dpa bringt Wortlaut-Auszüge aus dem Beitrag mit dem Titel: «Wir kennen sie gut, die Deutschen».

«Wir kennen sie gut, die Deutschen. Diese stereotypisierten Blonden mit dem hypernationalistischen Stolz, schon seit jeher dazu indoktriniert, sich unter allen Umständen als die Klassenbesten zu halten. Und wie alle Klassenbesten versäumen sie keine Gelegenheit, sich anmaßend zu verhalten. (...)

Es hat nämlich der ehemalige Buchhändler von Helrath, Martin Schulz, keine Sekunde versäumt, unseren Ministerpräsidenten anzugreifen, und an der Intelligenz und Kompetenz unserer Minister zu zweifeln. Auf diese Weise hat Schulz absichtlich alle Italiener beleidigt, die sich mit ihrer Stimme demokratisch dafür entschieden haben, von diesen Parteien vertreten zu werden.

Ich bin empört, aber nicht verwundert. Die Deutschen sind es gewohnt, sich so zu benehmen. Sie essen unsere Spaghetti, aber sie versäumen keine Gelegenheit, sie gleichzeitig auf einem Teller mit einem Revolver statt mit der Soße darzustellen. Sie fallen lärmend über unsere Strände her, aber sie vergessen es gleichzeitig nicht, vor Beginn der Reisesaison in ihrer meistgelesenen Tageszeitung Bild (..) die Zahl der Autodiebstähle in Rimini oder sogar die letzten Statistiken der Mafiatoten auf Sizilien zu erwähnen.

In den vergangenen Tagen schließlich, anlässlich der italienischen EU-Präsidentschaft, hat der "Spiegel" keine bessere Titelseite gefunden als jene mit dem Foto von Berlusconi, der auf einem Thron sitzt mit der Überschrift "Der Pate". Die Botschaft liegt auf der Hand: "Berlusconi ist ein Mafiaboss und daher ist Italien ein Mafialand voller mafiöser Wähler. Ich habe nie die Deutschen als feine Humoristen geschätzt und dieser traurige Vergleich hat mich nicht zum Lachen gebracht. (...)

Wir haben es nicht nötig, dass sie zu uns kommen, um uns zu belehren. Die Mafia ist Synonym für Tod und Leid. Ähnliche Anspielungen sind nicht angebracht und beleidigend. Aber dieser Martin Schulz, der wahrscheinlich mit dröhnenden Rülpswettbewerben nach Bier- und Fressgelagen mit frittierten Kartoffeln aufgewachsen ist, ignoriert dies. Er ist aber gleichzeitig fähig, sich empört und perplex zu zeigen, indem er mit seinen Mäuseaugen rollt und mit lauter Stimme den öffentlichen Pranger für denjenigen verlangt, der eine einfache scherzhafte Bemerkung ohne Bösartigkeit gemacht hat, als Antwort auf seine, ja, Bösartigkeit. (...)

Es ist wahr, Berlusconi hat ein Wort erwähnt, das die Deutschen aus ihrer Erinnerung löschen wollen. Das gleiche Wort, das die Deutschen auf opportunistische Weise nicht versäumen hervorzuholen, um es einem italienischen Minister, vielleicht der Lega, indirekt anzuhängen.

Das ist zu bequem. Wir haben diese billigen Strategien satt. Das ist die typische Haltung der Unsicheren, die angreifen, wissend, dass sie verwundbar sind. Und wenn in der Vergangenheit ein einfacher Auto-Elchtest ausreichte, um die Fehlbarkeit und das Umkippen dieses Landes zu zeigen, das trunken von eingebildeten Gewissheiten ist - wer weiß wie viele Gewissheiten ein gebotener, sogar nötiger und unverzichtbarer Intelligenztest zusammenbrechen ließe.»


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Stefani, Stefani, Stefani
Touristen beleidigen ist dumm
Stefani, Stefani, Stefani
dafür bringt die Mafia dich um!


:laugh:
"Bin qualifizierter Tourist aus Deutschland"


Westerwelle erwägt Urlaub in Italien




FDP-Chef Westerwelle: "Ich bin schließlich blond." Foto: AP



Spitze, da werden sich die Italiener aber freuen!:laugh:
"In Italien ist eine rassistische Regierung im Amt"

Im Streit mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat der Europaparlamentarier Martin Schulz (SPD) noch einmal scharf nachgelegt :cool:. "In Italien ist schlicht und einfach eine rassistische Regierung im Amt", sagte Schulz im Fernsehsender XXP.

Schulz beklagte unter Anspielung auf die Mafia nach Angaben des Senders, dass "der Apparat, von dem man meinte, er sei weitgehend besiegt, mit einer medialen Macht, wie sie keine Demokratie in Europa kenne, wieder anfange, Leute auf sehr subtile Art zu zerstören".

Berlusconi wollte ablenken
Schulz sagte in XXP, Berlusconi habe ihn persönlich angegriffen, um von den politischen Vorwürfen gegen die italienische Regierung abzulenken. Er habe vor allem zornig auf die Forderung reagiert, seinen Einwanderungsminister Umberto Bossi zu entlassen. Der hatte die Meinung geäußert, es solle mit Kanonen auf Flüchtlingsboote geschossen werden.

"Er fühlte sich ertappt. Er hat dann gezielt eine Spitze gesetzt, um eine Front zu eröffnen und von den eigentlichen Anschuldigungen abzulenken", sagte der stellvertretende SPE-Fraktionschef im Straßburger Abgeordnetenhaus zu Berlusconis Überreaktion. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Müller warf dem italienischen Regierungsbündnis von Forza Italia, Lega Nord und Nationalallianz nationalistische und populistische Scharfmacherei vor. Für den Capo-Vergleich hatte Berlusconi gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder später sein Bedauern geäußert.

Dauerkrach zwischen Berlusconi und Schulz?
Nach einem kritischen Redebeitrag Schulz` hatte Berlusconi dem Abgeordneten am 2. Juli vor dem Europaparlament eine Filmrolle als KZ-Aufseher angetragen und damit für schwere diplomatische Verstimmungen gesorgt.

Schulz sagte weiter, er betrachte sich als Kritiker der italienischen Regierung, aber nicht als Kritiker Italiens. "Ich bin in den neun Jahren als Mitglied des Europäischen Parlaments zu einem begeisterten Anhänger italienischer Politiker geworden, von denen Europa noch sehr viel lernen kann." Besonders eindrucksvoll sei der Kampf gegen die organisierte Kriminalität gewesen. "Und was ich jetzt erlebe, das macht mich so zornig."

T-Online.de



Sag ich doch.
Berlin (dpa) - Der SPD-Europaabgeordnete Martin Schulz hat sich bei der italienischen Regierung für seinen jüngsten Rassismusvorwurf entschuldigt. Schulz, dessen verbale Auseinandersetzung mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi die Verstimmungen zwischen beiden Ländern vor zwei Wochen ausgelöst hatte, sagte der "Bild"-Zeitung: "Ich möchte mich bei der italienischen Regierung entschuldigen. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich bedauere, mit meiner pauschalen Formulierung die gesamte italienische Regierung angegriffen zu haben." Schulz hatte am Dienstag gesagt: "In Italien ist eine rassistische Regierung im Amt." Der italienische Außenminister Franco Frattini wies den Vorwurf energisch zurück. Schulz betonte, er habe nur die italienische Liga Nord und Einwanderungsminister Umberto Bossi kritisieren wollen. Bossi hatte kürzlich gefordert, auf Flüchtlingsboote illegaler Einwanderer in italienischen Gewässern zu schießen. Schulz sagte, auch in der italienischen Regierung gebe es Kräfte, die sich gegen Bossi stellten. "Diesen Kräften gilt meine ausdrückliche Unterstützung."

Unterdessen kritisierte Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) die italienische Regierung. "Durch die Urlaubsabsage des Kanzlers begreift vielleicht manch einer in Italien, dass seine Regierung gaga ist, um das Mindeste zu sagen", so Simonis im "Rheinischen Merkur".


gaga :D
"....begreift vielleicht manch einer in Italien, dass seine Regierung gaga ist..."

Warum sollten die Italiener schneller begreifen können
als die Deutschen?
Urlaubs-Nepp an der Zapfsäule

Sommerzeit - Reisezeit. Jetzt ist es wieder soweit. Das kommt besonders der italienischen Tourismusbranche zu Gute. Fast jede sechste Reise (rund 17 Prozent) der Deutschen führte allein im Jahr 2002 ins Land der Zitronen. Dabei gaben die Deutschen 6,5 Milliarden Euro aus. Dass dabei an den Zapfsäulen der ein oder andere Euro zu viel berechnet wurde, zeigte das italienische TV-Satire- und Verbrauchermagazin "Striscia la notizia". Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "ARD Plusminus".
Mit versteckter Kamera dokumentiert
Die italienischen Verbraucherschützer hatten mit versteckter Kamera Tankstellen ins Visier genommen und dabei die trickreichen Kniffe italienischer Tankwarte zu Tage gefördert. Plusminus hat die beliebtesten Tricks beschrieben.

Trick 1: Der verbogene Scheibenwischer
Während der Tankwart fleißig die Windschutzscheibe des Autos mit Reinigungsmittel einsprüht, macht er sich unbemerkt am Scheibenwischer zu schaffen, und zwar so lange bis er verbogen oder anders beschädigt ist. Der Hinweis des vermeidlich netten Tankwarts, neue Scheibenwischer aus dem Tankstellen-Shop zu besorgen, lässt meist nicht lange auf sich warten.

Trick 2: Vertrauen ist gut ? Kontrolle ist besser
In Italien gibt es noch Tankstellen mit Bedienung. Es empfiehlt sich aber, so Plusminus, trotzdem aus dem Auto auszusteigen. Mit versteckter Kamera beobachtete man, wie ein Tankwart viel weniger als den gewünschten Betrag tankte. Der Trick: Ein Kollege des Tankwarts lenkt den Fahrer ab, damit er nicht auf die Zapfsäule schauen kann. Anschließend kassiert der Tankwart allerdings den Betrag ab, den der Fahrer angegeben hatte.

Trick 3: Nicht eingehängt
Wer eine Tankstelle anfährt, sollte vor dem Tanken unbedingt die Anzeige der Zapfsäule kontrollieren. Denn das kann passieren: Das Fahrzeug vor ihnen hat wenig getankt - zum Beispiel für fünf Euro. Der Tankwart hat zwar kassiert, aber die Zapfpistole nur scheinbar wieder eingehängt. Die Folge: Die Anzeige steht nicht auf Null. Wer jetzt tankt und nichts vom Nepp bemerkt, zahlt auf jeden Fall fünf Euro zu viel. Daher der Rat: Achten Sie immer auf den Tankwart und auf das Geschehen an der Zapfsäule.

Tja, das ist eben Bella Italia. Aber auch das sollte man nicht zu krumm nehmen. Bestellt doch zuhause aus der Telefonzelle mal 20 Pizzen beim Italiener an die falsche Adresse und schon habt ihr den Ärger wieder abreagiert.
ROM, 18. Juli (dpa). EU-Kommissionspräsident Romano Prodi hat die italienischen Oppositionsparteien aufgefordert, bei den Europawahlen im Juni 2004 geeint gegen das rechtsgerichtete Bündnis von Ministerpräsident Silvio Berlusconi anzutreten. Das linksgerichtete Oppositionsbündnis "Ulivo" sollte nur mit einer gemeinsamen Kandidatenliste ins Rennen gehen, sagte Prodi in einem Interview der Tageszeitung Corriere della Sera.
Außerdem betonte er, dass er bis zum Ende seines Mandats im Oktober 2004 EU-Kommissionspräsident bleiben werde. Im Falle vorgezogener Neuwahlen würde er nicht als Spitzenkandidat der Opposition zur Verfügung stehen. Innerhalb des Oppositionsbündnisses Ulivo gilt es als sicher, dass Prodi nach Auslaufen seines Mandats als EU-Kommissionspräsident in die italienische Innenpolitik zurückkehren wird.
ROM, 25. Juli (dpa). Die italienische Regierung blockiert nach italienischen Pressemeldungen vom Freitag neue Ermittlungen der Justiz gegen Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Das Justizministerium habe eine Bitte um Amtshilfe der Mailänder Staatsanwaltschaft an die US-Behörden verhindert und sich dabei auf das neue Immunitätsgesetz berufen, berichteten Medien.
Die Opposition in Rom spricht von einem neuen Justizskandal. Es gab aber auch Kritik in den Reihen der Regierung. Ein Staatssekretär im Justizministerium kritisierte die Entscheidung. Falls sie nicht zurückgenommen werde, trete er zurück, sagte Staatssekretär Michele Vietti. Bei den Ermittlungen in Mailand geht es um den Verdacht des Steuerbetrugs des Medienunternehmens Berlusconis.
Rom (dpa) - Die Ermittlungen gegen Italiens Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi wegen Steuerbetrugs werden fortgesetzt. Die Regierung in Rom nahm gestern eine Anordnung von Justizminister Roberto Castelli zurück, wonach die Ermittlung eingestellt werden sollte. Auch Berlusconi habe dieser Entscheidung zugestimmt, hieß es. Castelli hatte eine Bitte der Mailänder Staatsanwaltschaft um Amtshilfe bei den US-Behörden verhindert. Der Minister berief sich dabei auf das Immunitätsgesetz für Politiker in hohen Staatsämtern.
Aus der FTD vom 5.8.2003
Berlusconi macht bei Deutschen Schönwetter
Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat im Interview mit dem Boulevardblatt "Bild" den Streit um Nazi-Vergleich abgehakt. Auch die Bundesregierung ist wegen der EU-Verfassung um eine Besserung der Beziehungen bemüht.

Von Marina Zapf und Lutz Meier, Berlin

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi versucht nach den antideutschen Ausfällen seiner Regierung, die Deutschen wieder italienfreundlicher zu stimmen. In einem Interview am Montag in der "Bild"-Zeitung hieß Berlusconi Millionen deutsche Urlauber "willkommen - in diesem Jahr mehr denn je". Er lobte die beiderseitigen Beziehungen und sagte, er freue sich auf den Besuch von Kanzler Gerhard Schröder. Der hatte seinen Adria-Urlaub wegen der Verstimmungen abgesagt.
Schröder folgt Ende August einer Einladung von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi nach Verona, um eine Verdi-Oper zu sehen. Politische Gespräche sind nicht geplant.
Berlusconis Charme-Offensive kommt zu einer Zeit, in der er international in der Kritik steht. Zuletzt warf ihm die britische Wochenzeitschrift "Economist" Korruption und Falschaussage vor und belegte die Anschuldigungen mit einem Dossier. Das Magazin gehört wie die FTD zu 50 Prozent zum Pearson-Konzern.

´Il Tedesco´- Berlusconi
"Ich bin selbst fast ein Deutscher", überschrieb "Bild" dagegen das Gespräch mit Berlusconi, in dem er den Deutschen seine Hochachtung zeigt - für "das berufliche Engagement, den Ernst, den Fleiß, die Beständigkeit in ihren Absichten". "In Italien werde ich wegen meiner Arbeitswut selbst fast als Deutscher betrachtet."
"Die engen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland könnten nicht besser sein", sagte er nun. "Nichts belastet sie, und daher freue ich mich auf den angekündigten Besuch des stets willkommenen Bundeskanzlers in Italien."
Italien hat die Präsidentschaft der EU inne und will die Regierungsverhandlungen über die europäische Verfassung zügig zu Ende bringen. Deshalb bemüht sich auch die Bundesregierung um Entkrampfung: Ein Sprecher betonte das Interesse, unter Roms Vorsitz die Regierungskonferenz zur Verfassung rasch zum Erfolg zu bringen. "Die bilateralen Beziehungen sind ausgezeichnet."
Zum Eklat im EU-Parlament, als er dem deutschen Abgeordneten Martin Schulz die Rolle des KZ-Capos empfahl, bleibe nichts zu sagen, sagte Berlusconi. Er habe einen Spaß machen wollen, um nach Schulz’ Kritik "die Stimmung zu lockern".

Abneigung gegen kritische Fragen
Dass Berlusconi sich in "Bild" äußert, obwohl deutsche Medien wie der "Spiegel" seit Jahren bei ihm abblitzen, dürfte seiner Vorliebe für alles Populäre entsprechen und seiner Abneigung gegen kritische Fragen. "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann und Kollege Jörg Quoos verschonten ihn, was seine umstrittene Doppelrolle als Regierungschef und Medienunternehmer angeht. "Bild" hatte jedoch den Konflikt zwischen Italien und Deutschland mit vielen Schlagzeilen vorangetrieben. Man habe einfach bei Berlusconi angefragt, heißt es beim Boulevardblatt. "Bild" habe die Themen (Deutschland, Europa, Amerika) vorab nennen müssen, nicht aber die Fragen.
Indirekt kam Berlusconi im launigen Ton des Interviews doch auf seine Doppelrolle zu sprechen: Schulz habe ihn in der Debatte des Parlaments einfach daran erinnert, dass er über seine TV-Kanäle Hunderte Ausgaben einer Show gesendet habe, die in einem Lager im Krieg spielt. Schulz habe ihn einfach an den Nazi-Aufseher erinnert.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,259677,00.html
Sieh mal einer an, der Siffsultan aus Berlusconien.
Hat den auf der Texasranch ein Rindviech geknutscht?



HAMBURG afp,05.08 EU-Ratspräsident Silvio Berlusconi sieht in Bundesaußenminister Joschka Fischer einen geeigneten Kandidaten für das Amt des EU-Außenministers. "Fischer ist ein ausgezeichneter deutscher Außenminister, daher ein ganz natürlicher Kandidat für das Amt des Sprechers der europäischen Diplomatie", sagte Berlusconi der Bild von gestern. Der Grünen-Politiker besitze "Kompetenz und Idealismus - zwei Gaben, die nicht immer miteinander harmonieren". Diese Äußerungen Berlusconis überraschen vor dem Hintergrund von Eklats mit deutschen Politikern. So hatte es Streit um Berlusconis Äußerungen zum deutschen Europapolitiker Martin Schulz gegeben. Später hatte ein Tourismusstaatssekretär sich abfällig über deutsche Touristen geäußert, woraufhin der Kanzler seinen Italienurlaub absagte und der Sekretär zurücktreten musste.


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