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Capitalanlage HCI Schiffsfonds VI - 500 Beiträge pro Seite



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Hallo,

mir wurde von einem Finanzberater der o.g. geschlossene Fonds angeboten. Hört sich auf den ersten Blick ok an.

1) HCI ist bekannt
2) Verteilung auf mehrere Schiffe
3) Beteiligung von Reedern und feste Charter für durchschn. 3,5 Jahre

Hat jemand eine Meinung dazu? Kenne mich in diesem Bereich nicht so gut aus und ich habe gelesen, dass die Preise nicht mehr so gut sind.

Danke und Grüße
Paris
Hallo Paris,

jeder Schiffsfonds hat mehrere Schiffe im Portfolio.Sonste wäre die EK-Summe zu gering.

Du mußt darauf achten wie die prognostizierten Prognosen bei den Charter Raten ist und wie nach Ablauf der festen Charterverträge die Planung weiter besteht (durchschnittlich 3,5 Jahre ist hier relativ kurz).

Desweitern wieviel Schiffe sind es und sind es Panamaschiffe?

Wer sind die Reeder und welches Dynamar Rating haben die?

Zu welchen Preisen werden die Schiffe wieder verkauft (laut Prognoseberechnung) und in welchen Jahren voraussichtlich.

Wie hoch sind die weichen Kosten?

Wie sind die Schiffe versichert (Untergang???)

Wie siehst Du persönlich den US$?

Und wichtig: ließ Dir Verkaufsprospekt vernünftig durch.

Wenn ich Schiffe zeichnen würde, würde ich einige Wochen warten. Dann kommt von Nordcapital ein weiterer. ich glaube 6 oder 7 Schiffe.

Wenn Du weitere Fragen hast zu geschlossenen Fonds schick mir einfach eine BM...
Schau mal bei G.U.B. rein, die analysieren Geschl. Fonds.

Eventuell gibts dort Infos.


www.gub-analyse.de

Gruß lowkatmai;)
G.U.B. kann man sich wohl sparen, da jeder noch so
schlechte Fonds mit `+++` bedacht wird.

HCI VI lohnt sich vielleicht noch für den Fall, daß man
mit einem Schiffsfonds auch noch einen steuerlichen An-
fangsverlust haben möchte (etwa 47%).

Was ist eigentlich von dem Oltmann Briese 5 zu halten ?
@ Paris:

Die Kommentare meine "Vormailer" dürften Dich wenig weitergebracht haben. Ins besondere Eastsides Mail strotzt nur so von falschen Aussagen, Halbwahrheiten und Allgemeinplätzen. Sorry, das ist ein bisschen hart.

Leider kann man die Frage so leicht nicht beantworten. Es ist immer die Frage, was Du für Vorstellungen hast, welche Summe Du investieren möchtest, was Du schon in dem Bereich hast und so weiter. Auch ist es nicht unwichtig, ob Du einen steuerlichen Verlust brauchst oder nicht.

HCI hat eine spezielle Philosophie. Sie arbeiten mit kleinen Reedern und bisher auch eher im Segment kleinerer Schiffe (gerne Container- und Massengutschiffe). Bei diesem Fonds sind schwerpunktmäßig Tanker und Bulker drin. Das ist eher ein Segment für erfahrene Schiffsanleger.

Steuerlich sist der Fonds wie fast immer bei HCI sehr interessant. Die Einkaufspreise sind bei dem Anbieter meistens recht hoch.

@ eastside
Zunächst einmal: Schiffsfonds können natürlich auch nur aus einem Schiff bestehen.
Sind es Panamaschiffe oder nicht? Was soll denn die Aussage?
Ich will aber jetzt auch aufhören, denn das ist sicherlich unfair. Aber eine Sache noch zu der Mail: Was soll denn an den Fonds von NORDCAPITAL so gut sein? Die Leistungsbilanz von NORDCAPITAL lebt übrewiegend von erfolgreichen YEN-Spekulationen
Die Frage der Länge der Cahreterrate ist einerseits eine Philosophie und andererseits eine Frage des Segments. Vereinfacht kann man sagen: Um so spezieller das Schiff umso länger sollte die Charterdauer sein.
 #5 von Falanx

Du scheinst ja Ahnung zu haben.

Deshalb meine Fragen an Dich:

Gibts es den Steuervorteil bei Schiffsbeteiligungen dieses Jahr noch?

Wie sind die Angebote von MPC zu werten? (Hatte von denen mal Aktien)
Santa P oder so ähnlich heißt da ein Fonds?

Vielen Dank schon mal im voraus und einen schönen Sonntag noch.

Gruß lowkatmai;)
Also mit den Steuervorteilen hat sich ab diesem Jahr insofern etwas geändert, dass man monatgenau statt taggenau abschreiben muss. Wenn also die Schiffe bereits im Januar gekauft wurden, dann heißt das, dass in diesem Jahr voll abgeschrieben werden kann; werden sie z. B. im März gekauft, sind es noch 10/12.

Deshalb hat sich die Hansa Treuhnad bzw. MPC (bei dem Star-Flottenfonds) dazu entschieden ihre Fonds, ihre Fonds als reine Tonnagesteuerfonds aufzulegen. Das hat den Vorteil, dass der sogenanannte Unterschiedsbetrag beim Verkauf der Schiffe nicht versteuert werden muss. Sprich: der Verkauf ist steuerfrei.

Ansonsten gilt folgendes: Bis 2006 gibt es eine Übergangsregel, d. h. Schiffsfonds können bis zum Jahre 2007 in die Tonnagestuer wechseln. In der Praxis wird es wohl heißen, Verluste gibt es für die Tranchen 2004 für 2004, 2005 und 2006; für Tranche 2005 noch für 2005 und 2006 sowie für Tranche 2006 nur noch für 2006. Es besteht aber auch ein Wahlrecht, auch darüberhinaus Verluste geltend zu machen, allerdings muss dann auf die Optierung in die Tonnagestuer verzichtet werden.

Zu MPC: Die Santa P und die Santa L-Schiffe gefallen mir nicht. Hier die Stichpunkte: Größensegment birgt große Risiken, die Schiffe rechnen sich nur durch das eingebundene Yen-Darlehn. Fazit: Man kauft hier vernmeintliche Sicherheit (lange Charterdauer) durch Risken auf der anderen Seite ein. Bei den Rio T-Schiffen stört mich auch das Yen-Darlehn, aber die Beteiligung ist immerhin brauchbar.

Zu den Star-Schiffen habe ich noch kein Prospekt, sondern nur eine Vorab-Info gesehen. Die Charterraten sind für die ersten Jahren außerordentlich hoch. Das hilft, die Schiffe schnell zu entschulden. Leider wird man die nächsten Jahre dann unterdurchschnittliche Charterraten erzielen. Über den Einkaufspreis weiß ich noch nichts. Der Fond shat kein Yen-Darlehn und das Segment (so um die 4000 TEU) ist durchaus vielversprechend.
Hallo Paris,

Vermögensstreuung ist eine tolle Sache, wird aber nicht dadurch verbessert, in einen Fonds wie den HCI VI zu investieren.

Leider ist es bei den Großen der Branche mittlerweile üblich, sog. Dachfonds oder Pools, auszukehren. Dabei werden leider immer wieder Gurken mitverpackt und mitverkauft (zwei Gurken in einem solchen Portfolio reichen aus, um aus einer passablen Performance eine miserable Performace zu machen), also die Rest von Beteiligugnen die ansonsten keiner haben will, weil sich der Markt mittlerweile verändert hat (was nicht explizit heissen soll, dass HCI das mit diesem Fonds auch macht).

Deshalb solltest Du Dir zunächst mal die einzelnen Schiffe anschauen, die in diesem Portfolio enthalten sind.

Dabei wirst Du feststellen das die Beteiligung eigentlich nur zwei interessante Segmente enthält. Den Bereich der Bulkcarrier (wobei derzeit auch schon sehr teuer) und den Bereich der Feederschiffe (derzeit sehr interessant, weil nicht überbaut und wird deshalb von einem Kaskadeneffekt nicht so brutal betroffen wie die anderen Marktsegmente).

Die unterschiedlichen Beteiligungshöhen und auch das Alter der Schiffe läst darauf schließen, das einzelne Subbeteiligungen liquidiert werden (also so etwas wie ein evtl. hauseigener Zweitmarktfonds vorliegt), die Schiffe sind bis zu 8,5 Jahre alt.

Die letzten Ausschüttungen der Schiffe betrugen im Schnitt zwischen 13 und 14% und kommen dann jetzt noch auf 8%, es erfolgt also der übliche Anlageabzockergriff.

Beispielsweise sind die Darstellungen der Charterraten etc. nicht aktuell, sonst würdest du sehen, das die Schiff auf dem absolut höchsten Charterratenstand veräußert werden, und die Charterverträge sind zum Teil bei niedrigen Konditionen geschlossen worden und liegen jetzt deutlich höher (Bulker bekommen aktuell mindestens die Doppelten Raten beispielsweise).

Also je länger ich mich mit dem Fonds auseinandersetzt, desto eher möchte ich Dir empfehlen, davon die Finger zu lassen.

Bei den reinen Tonnagefonds scheint mir der Oltmann 5 immer noch mit Abstand der interessanteste zu sein (Briese hat die höchste Tradingkompetenz und im Verbund mit der Oltmanngruppe die niedrigsten Nebenkosten am Markt).

Bei dieser Konstellation kann man sich aber auch überlegen Containerleasing zu machen. Da gibt`s den Ertrag auch steuerlich netto, aber der Return-on-Invest erfolgt wesentlich schneller und es gibt (zumindest gab es in den letzten 25 Jahren) deutlich weniger Schwankungen als bei den Schiffen. Zumindest zur Beistreuung sicherlich eine tolle Alternative.

@ Eastside: wenn ich Schiffe zeichnen würde, würde ich ganz sicher nicht auf NordCapital warten.

@Lowkatmai zu GUB fällt mir nur das ein, was Satan geschrieben hat. Ich warte immer noch darauf, das ein Anleger die GUB verklagt, weil er aufgrund der GUB Empfehlungen Ostimmos gekauft hat (GUB gehört meines Wissen zu Cash und die Zeitung ist hochkäuflich) und das waren sehr viele.

@ Falanx: in den nächsten 2-3 Jahren wird eine RIESIGE MENGE an Großtonnage auf den Markt kommen, ca. 1 MIO TEU, insbesondere in dem Größensegmenten ab 5000 TEU aufwärts. Bei den bisher gebrachten Schiffen waren die Charterraten sehr niedrig (ein neuer 8000er bekommt niedrigere oder gleiche Charterraten wie ein 5000er). Dieses Ungleichgewicht wird sich aller Voraussicht nach mal wieder zu einem Charterratengau entwickeln (haben wir ja mittlerweile alle zwei-drei Jahre). Ob deshalb ein Investment in der nächst kleineren Kategorie (der 4000-5000 TEU Pötte) sinnvoll ist, da bin ich aber sehr gespannt, denn das werden die ersten sein, die bei einem einsetzenden Charterratenabflug richtig Druck bekommen.

Gruß Kickaha
Warum kommt ein solcher Fonds erst jetzt auf den Markt, wenn die Beteiligungen alee bereits 2003 eingekauft wurden (die Charterverträge laufen auch alle bereits seid 2003).

Hat sich da mal jemand mit den Charterraten verspekuliert und entsorgt jetzt den ganzen Schr...

Die Charterate für das 4000 TEU Schiff mag zwar damals marktüblich gewesen sein, aber so etwas jetzt zu bringen ist eine echte Unverschämtheit.

Gruß Kickaha
tausche seid gegen seit.

die einzgen beiden wirklich interessanten Schiffe dieses Fonds sind die beiden kleinen Feeder.

Gruß Kickaha
@ #7 von Falanx

Vielen Dank für die Infos. Auch an die Anderen hier.

Was ist denn in diesem Bereich interessant, was kann man noch zeichnen?

Oder sind da die besten Zeiten vorbei und jetzt wird nur Unterdurchschnittliches angeboten?

Danke schon mal

Gruß kowkatmai;)
Vielen Dank für Eure Meinungen und Beiträge.

Scheint ein komplexeres Thema zu sein, als ich gedacht habe. Ich suche derzeit eine Diversifikation zu meinem Wertpapierportfolio. Daher interessiere ich mich für Immo und Schiffe. Letztere vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung. Güter müssen transportiert werden.
Steuerliche Gründe sind eher zweitrangig. An erster Stelle steht für mich die Nachsteuerrendite.
Anlagehorizont ist so 10-12 Jahre.

Bin für Vorschläge offen.

Viele Grüße
Paris
Auch wenn kickaha den Markt der Schiffsbeteiligungen sehr kritisch sieht: Trotz immer wieder auftretender zwischenzeitlicher schwacher Chartermärkte hat sich und wird sich der Chartermarkt auch wieder erhöhen.

Ich breche hier noch einmal eine Lanze für Schiffsbeteiligungen: Im Vergleich zu z. B. Immobilienfonds gibt es kaum eine Beteiligung die ein katastrophal schwaches Ergebnis für den Anleger produziert hat. Und viele Schiffe, die in den 80er JAhren aufgelegt wurden laufen einfach unglaublich gut. Es gab annähernd 200% Verlust. Die Schiffe sind entwchuldigt und produzieren jetzt Ausschüttungen die wegen der Optierung in die Tonnagestuer steuerfrei sind.

Ich weiß natürlich auch, dass die Zeiten vorbei sind, aber das sollte ruhig auch mal gesagt werden.

Natürlich gibt es auch jetzt Schiffe, die vielversprechend sind, auch wenn der Schiffsfonds VI eher nicht dazu gehört.
Was gibt es aktuell an Schiffen die vielversprechend sind?

Falanx bist Du Vermittler?

Gruß lowkatmai;)
Imo am interessantesten sind kleinere Feederschiffe.

Beispielesweise die MS CRJ Capella.

700 TEU, 444 homogen. Supergünstiger Kaufpreis, Ablieferung dieses Jahr. Sehr konservativ kalkuliert Einstandspreis ca. 2,5 Mio günstiger als vergleichbare andere Schife auf dem Markt (allerdings nur noch TRanche 2005 frei).

Auch die Oltmanngruppe wird in den nächsten Tagen einen Beluganachfolger auf den Markt bringen.

Bei den kleineren Schiffen kommen demnächst noch ein paar auf Markt (MS Herm / Tranche 2005 deutlich teurer als Capella), Ownership mit den Graigschiffen).

Alternativ für Tankerfreaks: MT Esmeralda (hat zwar auch noch ein paar Risiken (Abgreifklausel, USD etc.) ist aber als Small Handy Size Tanker in dem am wenigsten überbauten Tankersegment angesiedelt.

Sofern anfängliches negatives Betriebsergebnis nicht so wichtig ist, würde ich als Alternative über Containerleasing (derzeit sehr günstiger EK bei Schröder)nachdenken.

@Falanx: Schiffe werden sich sicherlich besser entwickeln als Immobilien. Aber es kommt auf den richtigen Initiator und das richtige Schiffssegment an. Ich halte es für schlecht, auf dem Höchststand eines Marktsegmentes Schiffe zu kaufen, wenn es Segmente gibt die echte Alternativen bieten.

Gruß Kickaha
UNd es gibt, siehe oben, echte ALternativen
Die Graig-Schiffe hatte ich auch schon an anderer Stelle empfohlen.

Ich bin nachwievor überzeugt, dass auch die etwas größere Conatinerschiffe erfogsversprechend sind. Einig sind wir uns sicherlich, dass die großen Pötte von MPC und CONTI weitaus mehr Rieken als Chancen bieten.

An der "Esmeralda" stört mich das YEN-Darlehn. Kickaha, kennst Du die "Patrona" von Harren & Partner? Die sollte noch nicht zu groß sein, oder?

Bei Containern gibt es einige Alternativen. Auch BUS kommt wieder mit einem Fonds. Da bin ich sehr gespannt. Der Sicherheitsorientierte ist mit P&R gut aufgehoben.


Gruß
Falanx
Falanx,

die Graig`s sind nicht preiswert und die Esmeralda hat kein Yendarlehen, sondern nur die Option in Yen finanzieren zu können (ist aber nach Auskunft von König derzeit nicht vorgesehen).

Die Patrona ist von der Größe her sicherlich o.k., hat eine gute Reederei, einen erstklassigen Charterer (Maersk) ist aber extrahoch finanziert (mit 66,67%) und kann deshalb erst ab 2007 vernünftig ausschütten. Mir ist die Esmeralda lieber (obwohl von König und mit Abgreifklausel und noch nicht gefixtem USD-Kaufpreis). Das Charterraten/Kaufpreisverhältnis ist noch etwas günstiger als bei Patrona und durch die niedrigere Finanzierung entsteht weniger Druck, wenn die Zinsen steigen sollten.

Bei den Containerleasings war Schröders bis gestern der preiswerteste (was den Container EK angeht). Der Sechser ist jetzt zu, die Preise für den 7er werden sicherlich wieder ein kleines Stück teurer sein.

Gruß Kickaha
@ kickaha

Endlich mal jemand, der sich Gedanken macht!!!

Teuer sind die Graig-Schiffe aber auch nicht.

Zu Harren: Hohe Finanzierung ist eine Möglichkeit, einen halbwegs hohen Anfangsverlust darzustellen. König macht das mit dem Vorzugskapital. Das ist aber für die Kommanditisten insofern problematisch, weil die Stillen Beteiligungen oder das Vorzugskapital bevorzugt ausschüttungsberechtigt sind. Falls die Beteiligung schlecht läuft, können die Kommanditisten dann in die Röhre schauen. Eine erstklassige Charter-Adresse muss man immer bezahlen.
Falanx,

die Graigschiffe sind im Vergleich zur Capella nicht günstig.

Der Hohe Finanzierungsteil dient zwar zur Erlangung höherer Verlust, aber er erhöht auch das Risiko.

Auszug aus der MarHot Ausgabe 14 und 15/03

NEUES VOM SCHIFFSBETEILIGUNGSMARKT
Wann bloß will die Schiffsbeteiligungsbranche mal "erwachsen" werden und auf die albernen Spielereien mit krampfhaft gehaltenen Verlustzuweisungen verzichten? Merken die Anleger es denn wirklich nicht, dass die Tricks, mit denen auch nach neuen Modellen noch Anfangsverluste von 65 Prozent drin sind, entweder von allen gemeinsam mitbezahlt werden oder auch mit Risiken der steuerlichen Anerkennung durch die Finanzverwaltung behaftet sind? Jüngste Beobachtungen aus aktuellen Prospekten: a) Motto: bloß kein Gewinn! Da werden Charterraten aus Langfristverträgen in den Anfangsjahren bewusst klein gehalten und erst im Laufe der Jahre auf das normale Maß gesteigert, damit die Überschüsse kleiner ausfallen und die Anleger mehr Verlustzurechnung kriegen. b) Eigenkapital klein halten: Nicht nur mit Stillen Beteiligungen, die als Fremdkapital gelten und nicht an Verlustergebnissen teilnehmen, wird das verlustzuweisungsberechtigte Kapital klein gehalten. Auch mit der Aufteilung in Tranchen und mit der Einzahlung des Anleger-Kommanditkapitals in weit gefassten Raten über etwa zwei Jahre. Das heißt: Obwohl das Schiff bei Übergabe komplett bezahlt wird und das Eigenkapital binnen weniger Wochen komplett gezeichnet ist bzw. sein könnte, wird das Anlegergeld nicht eingefordert, sondern lieber ein Zwischenkredit aufgenommen und das Schiff erst im Laufe der nächsten Jahre "wirklich" bezahlt. Die Kreditzinsen hebeln ja die Verluste so schön hoch (besonders wenn dann auch noch die Einnahmen künstlich niedrig gehalten werden). c) Der Neubau wird zwar an eine Gesellschaft des Initiators übergeben und bereedert, aber von der Fonds-KG möglichst abschreibungsgünstig erst Monate später z.B. zum Jahresende übernommen - damit man im Erstjahr so wenig wie möglich Einnahmen den Ausgaben (Verlusten) entgegenzustellen hat. Steueroptimierung nennt sich das. d) Nicht ohne Risiko, aber in Dortmund scheinbar problemlos von der Finanzverwaltung geschultert: Ankauf eines Neubaus nach Infahrtsetzung als Gebrauchtschiff, dadurch Anwendung der AfA-Tabelle von max. 12 Jahren, höhere und schnellere Abschreibungen und schon klettert wieder die Verlustspanne in die alte gewohnte Höhe. Dass dieses Modell zumindest in Hamburg nicht anerkannt würde, weil hier konsequent auch in solchen Fällen das ?Betriebskonzept? verlangt wird (bedeutet mindestens 15 Jahre Abschreibungen), erhält die Sache zumindest spannend. Fazit: Leute, wundert Euch nicht, wenn sich die Strategen in der Finanzverwaltung immer wieder aufs neue herausgefordert fühlen, der Branche eins auszuwischen, indem sie zum Beispiel weiter versuchen, an den Bedingungen der Steuererlasse und auch der Tonnagesteuer immer wieder zu drehen.

Ich finde die Aussagen der Jungs absolut treffend. Mehr fällt mir dazu auch nicht ein.

Gruß Kickaha
(Bald mit eigener Homepage :D)
@ kickaha

Von wem ist eigentlich die "Capella" eines der wenigen Schiffe, was ich nicht kenne?

Na klar, erhöhen Finanzierungen das Risiko. Allerdings Vorzugskapital auch und zwar von einer anderen Seite.

P.S.: Meine Homepage ist auch bald fertig. ;) ;)
Frage an die Experten:
Was ist vom

Briese Tonnagesteuer Rendite Fonds 5

zu halten?

Hört sich auf der ersten Blick alles o.k. an.

Vielen Dank schon mal im voraus
und noch ein schönes Wochenende.

Gruß lowkatmai;)
Hallo Lowkatmai,

die Briese Tonnagesteuerfonds sind eigentlich als Schiffstradingfonds aufgelegt. Im Prinzip sind es Blindpoolfonds. Es erfolgt keine erhöhte AFA deshalb sollen auch die Veräußerungsgewinne nicht besteuert werden.

Der 1er wurde bereits wieder aufgelöst (Ein Schiff gekauft und wieder verkauft, Fonds geschlossen, top Performance)

Der 4er wurde als Privat Placement über eine Bank abgewickelt, es sind keine Zahlen (zumindest mir aktuell) bekannt.

Im 2er wurden 5 Schiffe eingekauft und davon eines bereits wieder verkauft (mit ca. 30% Gewinn). An einem weiteren Kauf sind Sie gerade dran.

Im 3er sind derzeit zwei (Schwester-)Schiffe (zum 2er Fonds)gekauft worden. Die Preise waren günstig.

Aktuell ist der 5er im Platzierungslauf, das Geschäftsgebahren ist dasselbe wie in den anderen 4 Fonds.

Gruß Kickaha

Gruß Kickaha
@ kickaha
Danke erstmal.

D.h. wird da wie beim Aktienhandel/Immobilienhandel auch, ein Wirtschaftsgut bzw. Anteil daran gekauft und versucht, diesen mit Gewinn wieder zu veräußern?

Und das steueroptimiert.

Hab` ich das so richtig verstanden.

Eigentlich wird die Reederei/Schiffahrt nur am Rande mitbetrieben?

Kann diese Konzept auch in Zukunft aufgehen?

Mir ist es als Anleger ja egal, womit ein fähiges Fondsmanagement sein Geld verdient. Geschicktes vermieten eines Gegenstandes oder profitables Kaufen/Verkaufen.

Gut müssen sie in beiden Fällen sein.

Vielen Dank im voraus

Gruß lowkatmai;)
Hallo Low,

Briese betreibt die Fonds als "Tonnagesteuerfonds".

Das bedeutet, dass die Einkünfte der Schiffe mit einer speziellen Form der Besteuerung, der sog. Tonnagesteuer besteuert werden (die Tonnagesteuer ist eine pauschalsteuer, die in Abhängigkeit der Schiffsgröße und unabhängig vom tatsächlichen Ertrag des Schiffes geleistet werden muß, ganz grob dargestellt).

Die Briesefonds sind so ausgelegt, dass die Einkünfte der Tonnagesteuer unterliegen und eine möglichst hohe Ausschüttung (weil weitestgehend steuerfrei) vorgenommen werden kann.

Briese betreibt die FOnds jedoch nicht nach dem klassischen Buy and hold, sondern verkauft die Schiffe aus der Beteiligung heraus (trading) wenn sich ein attraktiver Verkaufpreis bietet.

Die Reederei wird dabei nicht nur nebenher betrieben sonder stellt das Herzstück des Fonds dar. Je besser die Schiffe bereedert werden (also je höher beispielsweise die Charterrate ist) desto besser sind die Preise die sich für ein Schiff erzielen lassen.

Ausserdem ist Oltmann dafür bekannt, die günstigst Kostenstruktur aus dem Markt zu haben, was die Anlage zusätzlich vergünstigt.

Gruß Kickaha
@ #25 von kickaha
Danke.

Insgesamt also gut und zeichenswert!

Hat mir auch den Eindruck gemacht, das hier sehr kostengünstig und mittelständisch sauber/solide gewirtschaftet wird.

Haben auch in der Vergangenheit, soweit ich das aus den Informationen entnehmen kann, erfolgreich gearbeitet.

Gruß lowkatmai
Kann mir mal jemand etwas über P&R Containerleasing sagen. Bin dabei mein Portfolio etwas wetterfest zu machen und habe hier im Forum gelesen es sei etwas für sicherheitsbewußte Investoren.

Gruß festos
Container Leasing wird von P + R seit ca. 25 Jahren betrieben. Da seither alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt wurden kann man diese Anlageart wohl durchaus als sicher bezeichnen. Als Beimischung sicherlich gut geeignet. Mindestanlagesummen meistens um die 10 - 12 mille. P + R hat leider die üblichen Platzhirsch Krankheiten, inzwischen halte ich deren Konkurrenten für deutlich empfehlenswerter v.a. in punkto Service, aber auch leichte Renditevorteile.

Im Prinzip wird man für 5-6 jahre (je nach Anbieter) Eigentümer der gekauften Container und erhält dafür eine fest vereinbarte Tagesmiete. Die Anlage ist steuerlich begünstigt und der Rückkaufswert für die Container nach Ablauf steht im vornherein fest. Ist wirklich eine empfehlenswerte ruhige Beimischung, vor allem wenn man gerne Ausschüttungen hat. (vierteljährlich)

Gruß Jo1
Danke JO1!
Habe mich inzwischen etwas aufgeschlaut und über P&R erfahren, daß es auch geschlossenen Fonds gibt.
Vertrieben wird gerade P&R Transportsysteme Fonds Nr.4.
Es geht wohl um gebrauchte Container. Kennst Du die Performance der vorangegangenen Fonds 1 bis 3 ?

Gruß festos
Im Bereich geschlossene Container Fonds würde ich Dir raten mal bei conrendit reinzuschauen, sind m. E. besser als P + R. Kannst im Containerbereich bisher immer davon ausgehen das die prospektierten Renditen erreicht wurden. Allerdings ist wohl noch kein geschlossener Container Fonds abgeschlossen, die gibts meines Wissens erst seit ca. 3 Jahren. Laß mich hier aber gern belehren.

Aktuelles Conrendit Angebot:

Laufzeit 5 Jahre

Ausschüttung 8 % p.a. halbjährlich erstmals 31.12.04
Schlußausschüttung 100 %

Top Mieter

sieht ganz gut aus.

Gruß Jo1
Es gibt derzeit folgende Anbieter:

P& R (Platzhirsch)
D-T-F der Transportfonds
Conrendit
Schroeders und
Buss
im Lauf des Jahres soll auch noch ein Fonds von LLoyds dazukommen.


Schroeder & Co. bietet derzeit meines Wissens die attraktivste Verzinsung bei Container an. Die ausgewiesene Rendite lag bei 7,3% (bei Buss lag sie ähnlich hoch). DTF und P&R liegen derzeit bei knapp unter 6%. Conrendit bietet derzeit die Nachzeichnung / bzw. den Einstieg in seinen 1er Fonds.

Schroeders ist ordentlich gemacht. Die neuen Tranche kommt Mitte Juni. Die Vorläufer waren aufgrund der guten Einstandspreise innerhalb weniger Tage verkauft (Schroeder hat die günstigen Containerpreise aus dem Frühjahr an die Zeichner weitergegeben).

P&R hat seid 27 Jahren ALLE !!!!!! Verpflichtungen pünktlich erfüllt. Aber wie bereits von Jo angemerkt mittlerweile ein üppiges Platzhirsch gebaren.

Gruß Kickaha
Man sollte sich alle Konzepte und die jeweiligen Partner sehr genau anschauen.

Ebenso sollte man bei Schroeder durch die abweichende Konstruktion als "Leasingfonds" überlegen, ob es nicht steuerliche Nachteile bei Auflösung geben könnte.

Der Blick nur auf prospektierte Rendite ist nicht genug.
Es soll auch noch ein Produkt von Wölbern dazukommen, die den ConRendit 2 ja exklusiv angeboten haben.

@ kickaha:

Der erste Fonds von ConRendit (der Sparplanfonds) ist zu, somit auch der Abverkauf.

Der ConRendit 3 kann sich renditemäßig auch sehen lassen. Es handelt sich hier um eine lupenreine unternehmerische Beteiligung, sogar mit unbestimmter Laufzeit.
Hier kommen ja mächtig brauchbare Infos in kurzer zeit zusammen. Bin beeindruckt. Brauche etwas Zeit zum Verarbeiten und Nachschauen bei den vorgeschlagenen Initiatoren.

Erstmal Danke, melde mich wieder!
Gruß festos
In den nächsten Tagen kommt ein Fonds auf den Markt, der direkt über einen der ganz großen Containerjungs auf dem Markt abgewickelt wird.

Also keine Zwischenhändler. Anfängliche negatives Ergebnis und eine Performance von 11-13%. Und exclusiv :D

Laufzeit ca. 9 Jahre. Das hört sich doch mal gut an, oder?

Viele Grüße


Kickaha


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