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Bafin ist der Meinung, das das Angebot den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Hatte mich erkundigt, ob das Angebot dem Gesetz entspricht und die Antwort auf meine Erkundigung lautet:

"Gemäß § 39 Abs. 3 Satz 1 BörsG muss die Gegenleistung bei einem Delisting-Erwerbsangebot (wie vorliegend von der Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH an die Aktionäre der Sachsenmilch Aktiengesellschaft veröffentlicht) in Euro erfolgen und mindestens dem gewichteten durchschnittlichen inländischen Börsenkurs der Aktie der Sachsenmilch Aktiengesellschaft während der letzten 6 Monate vor der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Angebots entsprechen.

Die Berechnung des Mindestpreises erfolgt anhand der an die BaFin gemäß § 9 WpHG als börslich gemeldeten Wertpapiergeschäfte. Dabei fließen jedoch nur Geschäfte, die an einem regulierten Markt in Deutschland getätigt wurden, in die Ermittlung ein.

Die Entscheidung zur Abgabe des Delisting-Erwerbsangebots gemäß § 10 WpÜG wurde von der Sachsenmilch Anlagen Holding GmbH am 05.10.2016 veröffentlicht.

Im relevanten Sechs-Monatszeitraum (05.04.2016 – 04.10.2016) wurden in Bezug auf die Aktie der Sachsenmilch Aktiengesellschaft für 10 Handelstage Wertpapiergeschäfte an einem regulierten Markt an die BaFin übermittelt. Da jedoch keine Kursabweichung von mehr als 5% an mehreren (d.h. mindestens 3) aufeinanderfolgenden Handelstagen festgestellt wurde, ergibt sich für den Stichtag 04.10.2016 ein gültiger Mindestpreis in Höhe von 4.554,94 EUR.

Die in dem von Ihnen angeführten § 39 Abs. 3 Satz 3 BörsG benannten Einschränkungen in Bezug auf die Gültigkeit des Sechs-Monats-Durchschnittskurses sind kumulativ zu betrachten. Nur wenn (i) Börsenkurse an weniger als einem Drittel der relevanten Börsentage und (ii) mehrere nacheinander festgestellte Börsenkurse um mindestens 5 % voneinander abweichen, kann kein gültiger Mindestpreis ermittelt werden.

Die Gegenleistung des Angebots entspricht daher den gesetzlichen Vorgaben. "

Somit wird von dieser Seite wohl nichts passieren.
Ich denke, wer das Ding heute im Depot hat, kennt den inneren Wert und ist nicht auf eine Dividende angewiesen (das ist ja sowieso "linke Tasche rechte Tasche"... Und der innere Wert steigt jedes Jahr durch die Anlage. Ich habe vor 2009 abgeltungssteuerfrei gekauft und werde meinen -steuerfreien - Gewinn erst nach dem Spruchstellenverfahren realisieren. Dann erst ist das Ding richtig ausgereizt. Ehrlich gesagt wuerde Mueller mich mit einer Dividende aergern. Die muesste ich ja versteuern....
Ich glaube, wir werden MAX. 2 Jahre warten muessen und dann um die ca 7000.- kassieren....
Ein herzliches Danke an alle, die ihre Aktien in Stuttgart zu 5988 zum Verkauf eingestellt hatten !

Unsere Aktion hatte leider - vorerst - keinen Erfolg. Vermutlich war das Paket (es kamen immerhin in der Spitze 120 Aktien zusammen) zu klein für Müller.

Trotzdem war es ein Zeichen an ihn, dass die Kleinaktionäre a) untereinander kooperieren und b) auch kooperationsbereit mit dem Großaktionär sind (immerhin liegt 5.988 10 % unter dem inneren Wert).

Wir sollten diese Aktion im Juli (also rund um die HV) wiederholen.

Nochmals herzlichen Dank an alle Beteiligten !
Die Tagesordnung zur HV ist online.
Nichts Neues: wieder in Leppersdorf, wieder um 9 Uhr, wieder eine Dividende altbekannter Wenigkeit, wieder kein SO oder Bug ;-(
--------------------------------------------------------------------


Sachsenmilch Aktiengesellschaft / Bekanntmachung der Einberufung zur Hauptversammlung

07.05.2014 15:08

Bekanntmachung gemäß §121 AktG, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

=--------------------------------------------------------------------------

Sachsenmilch Aktiengesellschaft

Leppersdorf

Wertpapierkennnummer: A0DRXC und A0DRXD

ISIN: DE 000A0DRXC4 und DE 000A0DRXD2


EINLADUNG

Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden hiermit zu der am

1. Juli 2014, 9.00 Uhr
in den Geschäftsräumen der
Sachsenmilch Aktiengesellschaft
An den Breiten, 01454 Wachau OT Leppersdorf



stattfindenden

ordentlichen Hauptversammlung


eingeladen.

TAGESORDNUNG

1. Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und
des Lageberichts für die Gesellschaft, des Berichts des
Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 und den im
Lagebericht enthaltenen erläuternden Bericht zu den Angaben
nach § 289 Abs. 4 HGB


Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen ist zu
Tagesordnungspunkt 1 keine Beschlussfassung vorgesehen, da der
Aufsichtsrat den Jahresabschluss festgestellt hat und damit
eine Feststellung durch die Hauptversammlung entfällt.


2. Beschlussfassung über die Verwendung des
Bilanzergebnisses des Geschäftsjahres 2013


Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss
des Geschäftsjahres 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe
von EUR 384.601,83 wie folgt zu verwenden:


Verteilung an die Aktionäre durch Ausschüttung EUR 2.200,00
einer Dividende von EUR 0,11 je Aktie (jeweils
10.000 Inhaberund Namens-Aktien), das sind ca.
4,3% des Grundkapitals i.H.v. EUR 51.129,19

__________________________________________________-
__________________________________________________-
_

Einstellung in Gewinnrücklagen EUR 382.401,83

__________________________________________________-
__________________________________________________-
_

Gewinnvortrag EUR 0,00

__________________________________________________-
__________________________________________________-
_

Bilanzgewinn EUR 384.601,83


3. Beschlussfassung über die Entlastung der
Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013


Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, Herrn Dr. Thomas
Bachofer als Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 Entlastung zu
erteilen.


4. Beschlussfassung über die Entlastung der
Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013


Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Mitgliedern des
Aufsichtsrats, Herren Theobald Müller und Wilfried Neuß für
das gesamte Geschäftsjahr 2013, sowie Herrn Theo Müller jun.
für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 2. Juli 2013 und Frau
Susanne Müller für den Zeitraum vom 2. Juli 2013 bis 31.
Dezember 2013 Entlastung zu erteilen.


5. Wahl des Abschlussprüfers sowie des Prüfers für
die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses für das
Geschäftsjahr 2014


Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Bernhard-Wicki-Straße 8, 80636 München zum Abschlussprüfer
sowie zum Prüfer für die prüferische Durchsicht des
Halbjahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 zu wählen.


- Ende der Tagesordnung -
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.215.916 von gutdrauf9 am 18.04.16 18:14:19Materiell wird durch die Rücknahme des Antrags auf Delisting kein Aktionär geschädigt - im Gegenteil ! Die Aktie ist wieder fungibel.

Die Annahme ist falsch. Was ist denn z.B. mit demjenigen, der nach der Ankündigung gekauft hat und mit einem Abfindungsangebot bzw. Sruchverfahren gerechnet hat?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.363.655 von gutdrauf9 am 28.09.16 10:09:37In der Tat erstaunlich, wie viele Aktien auf dem Niveau gehandelt werden. Wenn man mal sachlich analysiert, ist das Chance-Risiko-Verhältnis gut. Im Worst-Case versucht Müller den 6-Monatsschnitt zu bieten oder zieht das Delisting erneut zurück. Dann sollte das Downside-Risiko bei etwa 10% liegen. Im Best-Case erfolgt für das Delisting eine gutachterliche Bewertung, so dass der Cashwert ermittelt wird. Dann käme man auf ein Upside von etwa 45%.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.695.929 von nemus am 15.11.16 10:33:05Aktionär bleibt man auch noch nach dem Delisting. Folglich wirst Du dadurch nicht enteignet. Es ist eventuell schwer, einen Käufer für einen anständigen Preis zu finden.

Auch bei einem Squeeze Out wird Müller bez. der Verlustvorträge nicht teilen wollen. Die Sachsenmilch hat ja kein operatives Geschäft mehr und verleiht nur noch ihr Vermögen im Müller-Konzern. Operatives Geschäft dürfte erst nach dem Squeeze Out eingebracht werden. Der Verlustvortrag würde also bei einer Bewertung anlässlich des Squeeze Outs nicht berücksichtigt werden. Allerdings sollte ja zumindest das Nettovermögen verteilt werden können. Das sind gut 137 Mio Euro. Das wären dann 6.850 Euro pro Aktie. Die will er aber offenbar nicht zahlen.

Natürlich kann Müller die Aktionäre zeitlich lahm legen. Anders herum funktioniert das aber auch. Die Aktionäre will er los werden, schafft es aber nicht. Mit einem Delisting, das ich bei diesem Angebot nicht sehe, hat er sein Pulver eh verschossen.

Bei einer Umwandlung in eine GmbH müsste er ja wiederum eine Unternehmensbewertung machen lassen und ein Angebot machen, welches wiederum gerichtlich überprüft werden kann. Das ist ja dann keine Drohung. Es ist dann noch so, dass man dieses Angebot gar nicht annehmen muss, sondern GmbH-Gesellschafter werden kann. Das spricht eigentlich gegen dieses Vorgehen. Bei einem Squeeze Out würden alle Minderheitsaktionäre ausscheiden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.725.722 von Kalchas am 18.11.16 15:04:26
Stellungnahme Bafin
Auf Nachfrage folgende Antwort von Bafin erhalten:

"Es sind daher lediglich Tage, an denen ein Handel an einem regulierten Markt in Deutschland stattgefunden hat, relevant und nicht bloße Kursfeststellungen, Taxen etc."

Somit wird die Bafin nichts unternehmen. Liegt jemand anderem schon eine Stellungnahme von Bafin vor?
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.074.522 von nemus am 13.01.17 08:54:17
Zitat von nemus: Tut mir leid,
ich habe es leider nicht verstanden.
Grüsse.


Ok. Dann versuche ich es nochmals.

Die Großaktionäre sind oftmals gierig bis dumm, weil sie denken, dass sie nach einer Delisting-Ankündigung "automatisch" auf das erste Schweineangebot genügend Aktien für einen Squeeze Out erhalten. Sie bieten dann wie im Fall Sachsenmilch zu wenig und bekommen dann keine oder kaum Stücke. Das weitere Einsammeln ist dann unglaublich zäh. Ganz groß waren damals noch die Delistingfälle ohne Übernahmeangebot. Hätte z.B. Primion vor zwei Jahren ein Übernahmeangebot für 5,50 - 6€ nachgeschoben, hätten die vermutlich 98% gehabt und auf billigen Niveau einen Squeeze Out durchgeführt. Durch das Warten sind sie jetzt gerade einmal schleppend auf 95% gekommen und bezahlen beim Squeeze Out über 11€. Diese Liste kann man beliebig erweitern. Gerade bei Aktien, die höheres Wachstum aufweisen, entstehen am Ende für den Großaktionär nur Mehrkosten, weil mit den guten Ergebnissen, die Bewertung im Fall eines Squeeze Outs wächst. Hier ist z.B Pironet auch so ein Beispiel.

Kleinaktionären werden oftmals von der Angst getrieben und bekommen schon Pickel am Hintern, wenn sie nur das Wort Delisting hören. Einige schmeißen dann unlimitiert ihre Aktien auf den Markt und lassen den Kurs einbrechen. Paradebeispiele waren Marseille Kliniken und Magix, aber auch Matica und Deufol. Nur weil eine Aktie nicht mehr zu handeln ist, ist sie doch nicht wertlos. Das ganze wird auch noch teilweise von den Banken genährt, die z.B. wie im meinem Fall Delisting-Aktien mit 100% Verlust ausweisen.
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Sachsenmilch Aktiengesellschaft
Leppersdorf
Wertpapierkennnummer: A0DRXC und A0DRXD
ISIN: DE 000A0DRXC4 und DE 000A0DRXD2


Nach Einberufung unserer ordentlichen Hauptversammlung für Dienstag, den 10. Juli 2018, in 01454 Wachau OT Leppersdorf, (Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 7. Mai 2018) haben die Aktionäre Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Scherzer & Co. AG, RM Rheiner Management AG und Albrecht von Witzleben gemäß § 122 Abs. 2 AktG die Ergänzung der Tagesordnung der Hauptversammlung um weitere Beschlussgegenstände und die unverzügliche Bekanntmachung dieser Ergänzung verlangt.

Die Tagesordnung wird deshalb um folgende Punkte erweitert:
7.

Änderung der Satzung

Die Aktionäre Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Scherzer & Co. AG, RM Rheiner Management AG und Albrecht von Witzleben schlagen vor, folgenden Beschluss zu fassen:

„Ziffer 2.1 der Satzung wird wie folgt geändert:


Gegenstand des Unternehmens ist die Gründung von Kapital- und Personengesellschaften sowie der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an Kapital- und Personengesellschaften, ausschließlich im eigenen Namen und mit eigenem Vermögen. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihr eigenes Vermögen zu verwalten und dazu alle Arten von Finanzgeschäften und Geschäften mit Finanzinstrumenten im eigenen Namen und für eigenes wirtschaftliches Risiko vorzunehmen sowie Sachwerte einschließlich Immobilien und Schiffen zu erwerben und zu veräußern.“
Begründung

Im folgenden Geschäftsjahr 2019 werden Darlehen in einer Gesamthöhe von 41 Millionen Euro zur Rückzahlung an die Gesellschaft fällig. Es ist deshalb mit einem erheblichen Liquiditätszufluss bei der Gesellschaft zu rechnen. Diese Liquidität ist bestmöglich zu verwalten und anzulegen.

Der bisherige Unternehmensgegenstand, die Verwaltung eigenen Vermögens, scheint dem Vorstand zu eng zu sein, um das Vermögen der Gesellschaft gewinnbringend zu verwalten. Der vorgeschlagene Unternehmensgegenstand ermöglicht es der Gesellschaft, Vermögen in Wertpapiere und Beteiligungen anzulegen. Damit wird eine erhebliche höhere Rendite als die im Lagebericht 2015 berichteten 0,8 % auf das ausgeliehene Vermögen erreicht werden können und somit allen Aktionären zugute kommen.
8.

Abberufung der Aufsichtsratsmitglieder und Neuwahl von Aufsichtsratsmitgliedern

Die Aktionäre Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Scherzer & Co. AG, RM Rheiner Management AG und Albrecht von Witzleben schlagen vor, folgende Beschlüsse zu fassen:
a)

„Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder, Herr Theobald Müller, Herr Wilfried Neuß und Frau Susanne Müller, werden mit sofortiger Wirkung abberufen.“
b)

„Für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Herr Theobald Müller wird Herr Dr. Georg Issels, wohnhaft in Köln, von Beruf Kaufmann, für die verbleibende restliche Amtszeit von Herrn Theobald Müller zum Aufsichtsratsmitglied gewählt.“
c)

„Für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Herr Wilfried Neuß wird Herr Hans Peter Neuroth, wohnhaft in Köln, von Beruf Kaufmann, für die verbleibende restliche Amtszeit von Herrn Wilfried Neuß zum Aufsichtsratsmitglied gewählt.“
d)

„Für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Frau Susanne Müller wird Herr Rolf Birkert, wohnhaft in Frankfurt am Main, Kaufmann, für die verbleibende restliche Amtszeit von Frau Susanne Müller zum Aufsichtsratsmitglied gewählt.“
Begründung

Die amtierenden Aufsichtsratsmitglieder tolerieren die Vernichtung von Vermögenswerten und die ideenlose, teilweise zinslose Ausleihung von Geldern innerhalb der Theo Müller-Gruppe. Besorgniserregend ist die tatsächliche Untätigkeit und Folgsamkeit der Aufsichtsratsmitglieder zu Herrn Theobald Müller. Es wird dringend Zeit, den Aufsichtsrat auch mit Vertretern von anderen Aktionären zu besetzen. Die Sachsenmilch AG gehört noch nicht vollständig Herrn Müller. Infolgedessen sind auch Vertreter von anderen Aktionären im Aufsichtsrat zu repräsentieren. Die Vertretung alleine von Herrn Müller ausgewählten und ihm treuen Personen ermöglicht keine unabhängige und eigenverantwortliche Überwachungstätigkeit des Aufsichtsrats. Eine solche ist aber angezeigt.

Der Bericht des Aufsichtsrats besteht aus gerade einmal zweieinhalb Seiten und besteht aus bloßen Allgemeinplätzen sowie Floskeln. Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 ist derselbe wie der für das Geschäftsjahr 2016. Es wurden lediglich die Jahreszahlen ausgetauscht. Der Bericht des Aufsichtsrats ist deshalb praktisch wertlos, weil er die an ihn gestellten Anforderungen nicht erfüllt. Aus dem Bericht ist nicht ersichtlich, wann und wie oft der Aufsichtsrat getagt hat, welches Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren und womit sich der Aufsichtsrat überhaupt konkret beschäftigt hat. Es ist überhaupt nicht ersichtlich, inwiefern die Aufsichtsratsmitglieder den Vorstand beraten haben wollen, wie es der Bericht des Aufsichtsrats suggeriert. Bei der bloßen Ausleihung von Geldern über Jahre hinaus besteht kaum Beratungsbedarf und wenn ein solcher Rat gegeben wurde, fragt man sich unwillkürlich, wie der wirtschaftliche Sachverstand bei den amtierenden Aufsichtsratsmitgliedern zum Ausdruck kam. Die Berichte des Aufsichtsrats erwecken zudem den Anschein, dass es den Aufsichtsratsmitgliedern völlig gleichgültig ist, ihren pflichtgemäßen Tätigkeiten nachzugehen und darüber der Hauptversammlung zu berichten. Die Arroganz des Aufsichtsrats und die gezielte Desinformation der Aktionäre außerhalb von Herrn Müller ist treu- und gesellschaftsrechtswidrig. [Anmerkung: Ein vollständiger Bericht des Aufsichtsrats kann die Anfechtung des Entlastungsbeschlusses der Aufsichtsratsmitglieder rechtfertigen, vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 15. März 2006 - 20 U 25/05, NZG 2006, 472.]

Bei den nun vorgeschlagenen Aufsichtsratsmitgliedern verfügt jeder Kandidat über langjährige Erfahrung bei der Anlage von Vermögenswerten, auch in dem für die Gesellschaft erforderlichen Ausmaß und Umfang in Bezug auf viele Millionen Euro. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach ihrer eigenen Aussage um eine reine Vermögensverwaltungsgesellschaft, allerdings nicht um eine reine Verwaltung von Vermögen für Herrn Theobald Müller. Die Gesellschaft ist bis Ende 2016 sogar börsennotiert gewesen. Gegenwärtig sind noch andere Aktionäre an der Gesellschaft beteiligt. Deshalb handelt es sich um eine Vermögensverwaltung für eine unbestimmte Anzahl an Kapitalanlegern.

Sämtliche von uns vorgeschlagenen Kandidaten haben sich darüber hinaus schon seit geraumer Zeit mit der Gesellschaft beschäftigt und können ihr deshalb mit Rat und Tat gut zur Verfügung stehen.
9.

Beschlussfassung über eine Sonderprüfung

Die Aktionäre Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Scherzer & Co. AG, RM Rheiner Management AG und Albrecht von Witzleben schlagen vor, folgende Beschlüsse zu fassen:
a)

„Es wird ein Sonderprüfer bestellt zur Untersuchung der Vorgänge bei der Vermögensverwaltung durch den Vorstand, insbesondere die Ausreichungen von Darlehen an verbundene Unternehmen und deren Konditionen.

Der Sonderprüfer soll insbesondere folgende Vorgänge untersuchen:
1)

Welche Alternativen wurden im Hinblick auf die Vermögensverwaltung und -anlagen im Jahr 2017 geprüft?
2)

Welche Alternativanlagen wurden im Aufsichtsrat besprochen?
3)

Warum wurden Anlagenalternativen vom Aufsichtsrat abgelehnt?
4)

Wie wurde die Bonität der Darlehnsschuldner im Jahr 2017 geprüft?
5)

Welche Einschätzungen hinsichtlich der Bonität der Darlehensschuldner wurden im Jahr 2017 getroffen?
6)

In welchen Sitzungen hat der Aufsichtsrat 2017 Anlagenoptionen vorgeschlagen bzw. wann wurde eine Änderung der Anlagenpolitik besprochen?
7)

Inwieweit wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat bei der Darlehensausreichung bzw. fortlaufend geprüft, inwieweit die Darlehensausreichung an die „Müller-Gruppe“ existenzbedrohend und im Rahmen des Risikomanagements der Gesellschaft überhaupt vertretbar ist?
8)

Welche Sicherheiten wurden durch die Müller-Gruppe gestellt? Wie erfolgen die Prüfung der laufenden Kreditwürdigkeit und die Werthaltigkeit der Sicherheiten?
9)

Zu welchem Reporting ist die Müller-Gruppe verpflichtet? Wer prüft dies? Welche Maßnahmen werden ergriffen bzw. in welchen Gremien werden Sicherheiten und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Müller-Gruppe diskutiert? Wie und wie oft erfolgt die Dokumentation?
10)

Inwieweit hat der Aufsichtsrat in 2017 das Risikomanagement geprüft und wurde vom Vorstand entsprechend auf das Klumpenrisiko hingewiesen, dass beispielweise ein Umweltskandal im Milchgeschäft auf einen erheblichen Vermögensnachteil für die Gesellschaft bedeutet?
11)

Auf welchen tatsächlichen Grundlagen und Bewertungen beruhen die Bedingungen und Kondition der gegenwärtig bestehenden Darlehensvergaben?“
b)

„Zum Sonderprüfer wird Herr Rechtsanwalt Tino Sekera-Terplan, geschäftsansässig Barer Straße 48, 80799 München, bestellt. Der Sonderprüfer darf sich ihm geeignet erscheinender Hilfspersonen, insbesondere solcher, die zur beruflichen Verschwiegenheit verpflichtet sind, bedienen und sich insbesondere in rechtlicher und technischer Hinsicht beraten und unterstützen lassen.“
Begründung

Die Gesellschaft vergibt zehnjährige Darlehen in Millionenhöhe an verbundene Unternehmen, teilweise sogar zinslos. An die Sachsenmilch Leppersdorf GmbH beispielweise wurden Darlehen in Höhe von insgesamt 41 Millionen Euro zinslos vergeben. Bei dermaßen nutzlosen Geschäften kann nicht mehr von einer pflichtgemäßen Vermögensverwaltung ausgegangen werden. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, sicher Vermögen zu investieren und dabei noch eine Rendite zu erwirtschaften, auch in Niedrigzinszeiten wie sie seit einigen Jahren bestehen. Eine Niedrigzinszeit rechtfertigt allerdings noch nicht, erhebliche Vermögensmassen zinslos zu verleihen.

Der Vorstand schrieb selbst im Lagebericht 2015, dass die Ertragsoptimierung eine Kernaufgabe der Vermögensverwaltung sei (Lagebericht 2015, Seite 2). Diese Zielsetzung hat der Vorstand allerdings eindeutig verfehlt. Die teilweise zinslose Ausleihung von Geld ist sicher keine optimierte ertragreiche Anlage. Der Vorstand hat aber im Rahmen seiner kaufmännischen Sorgfaltspflichten mit dem ihm von den Aktionären anvertrauten Vermögen in unternehmerisch vertretbarer Weise umzugehen. Dazu gehört auch, das Vermögen ertragreich anzulegen. In den letzten Jahren ist das Vermögen unter Berücksichtigung der Inflation allerdings wertverschlechternd angelegt worden. Eine Rendite von 0,8 % liegt unter der gegenwärtigen Inflation. Die für das Geschäftsjahr 2015 von der Gesellschaft selbst berichtete erzielte Rendite von 0,8 % lag darüber hinaus sogar nur an einer Sonderverzinsung! Ohne diese hätte das Vermögen noch geringere Erträge erwirtschaftet. Die verharmlosende Umschreibung des Vorstands, diese Geschäftsentwicklung sei „insgesamt eher ungünstig“ (siehe Lagebericht 2015, Seite 3), klingt wie eine Verhöhnung. Unter dem Aufsichtsratsvorsitzenden Theo Müller dient das Vermögen der Gesellschaft ausschließlich zur unschlagbar günstigen Finanzierung von anderen Gesellschaften der Müller-Gruppe. Dies entspricht aber nicht dem Unternehmensgegenstand und außerdem verstößt der Zweck, die Finanzierung anderer Müller-Gesellschaften günstig zu ermöglichen, gegen die Pflichten des Vorstands. Dieser hat in eigener Unabhängigkeit zu entscheiden, wie er das Vermögen der Gesellschaft ertragreich vermehren kann, in Abwägung von Chancen und Risiken. Es ist aber keine pflichtgemäße Geschäftsführung, alternativlos langfristig ohne risikoangemessene Verzinsung anderen Gesellschaften der Müller-Gruppe zig Millionen Euro auszuleihen. Diese Vermögensanlage ist deshalb von einem Sonderprüfer zu untersuchen.
- Ende der ergänzten Tagesordnung -



- Der Vorstand -
Bericht: Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 13.05.2011 Veröffentlichungsdatum / Englisch: 13.05.2011 Deutsch: http://www.sachsenmilchag.de/finanzberichte/ Englisch: http://www.sachsenmilchag.de/finanzberichte/
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.735.699 von LongIsland am 03.07.11 19:21:02Es gibt 20.000 Aktien (keine Ahnung wieso comdirect 10.000 angibt)

Die 10.000 Aktien tauchen auch an anderen Stellen auf.

Die Lösung dürfte sein, dass es sich um jeweils 10.000 Inhaber- und Namensaktien handelt.
Die Namensaktien wurden/werden nicht an der Börse gehandelt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.599.509 von gnuldi am 16.01.12 14:12:26Umsatz Sachsenmilch = Null
Antwort auf Beitrag Nr.: 45.053.113 von schaerholder am 16.07.13 11:54:041. Diese Voraussetzungen sind momentan noch nicht gegeben, da die Aktien von verschiedenen Gesellschaften gehalten werden.

2. Alle Erfahrung lehrt: Bevor Müller einen SO durchführt (und mehr bezahlt) wartet er darauf, dass Aktionäre mürbe werden und vorab verkaufen. Hierzu nutzt er geschickt verschiendene Instrumente, z.B. werden nur 0,19 Cent Dividende pro Aktie ausgeschüttet.

3. Das Sitzfleisch von Müller sollte nicht unterschätzt werden. Er kann immer noch den Streubesitz aushungern. Vorsicht ist geboten.
Zitat von unicum: Jetzt sinds schon 80 Stück. Immerhin ein Volumen von 0,48 Mio.


Ich habe mal meine Stücke hinzugestellt.

Bevor irgendeiner versucht Überlegungen anzustellen, wie viele Stücke das sind: Es sind nur drei Aktien. Also alles übersichtlich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 47.289.500 von gutdrauf9 am 10.07.14 12:43:13Dann spielt aber der Zeitfaktor schon eine bedeutende Rolle, weil die 25 Euro Wertzuwachs pro Jahr im Verhältnis zum aktuellen Wert kaum eine Rolle spielen.
das sehe ich genauso: ein SO heute ist wesentlich wertvoller als ein SO in 5 Jahren.

Aus diesem Grunde halte ich ja auch einen aktuellen Preis von 5988 für beide Seiten für fair und akzeptabel und werbe dafür, dass die Klein(st)Aktionäre Ihre Anteile zu diesem Kurs in Stuttgart zum Verkauf anbieten, um so ein größeres Paket zu schnüren.
Was soll man dazu sagen außer dem was im Forum schon steht. Es gibt nicht viele freie Aktien. Das EK pro Aktie beträgt 6800 Euro und in letzter Zeit hat der Großaktionär öfter mal zugekauft. Das sind die Fakten und darüber hinaus kann man nur spekulieren...
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.735.139 von LongIsland am 29.09.15 16:10:39
Zitat von LongIsland: Mir egal. Entweder ich bekomme 6.666 Euro je Aktie oder ich bleibe Aktionär bis in alle Ewigkeit. Komme gern auf die HVs


Egal sollte es Dir insofern nicht sein, weil ein Übernahmeangebot zu 5.000€ der Beschleuniger für Dich sein könnte, um die 6.666€ zu sehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.759.904 von nemus am 02.10.15 12:09:55
Zitat von nemus: Grüss Gott,
nun also das Delisting.

Schlecht oder was für uns Kleinstanleger?
Verstehe ich den letzten Beitrag von Strassenköter richtig,dass sich auf ein Übernahmeangebot von 5000@,wass hoffentlich kommt, ev.ein Verkaufspreis vonn 6666 @ bilden könnte.
Sind wir Kleinaktionäre jetzt wegen des Delistings in irgend einer Weise in Schwierigkeiten oder gilt es jetzt ruhig abzuwarten wie es die meisten von uns auch bisher gemacht haben.
Vielleicht kommen hierzu ein paar Gedankenspiele,was jetzt wohl geschieht und ev. zu tuen ist.
Über die bisherige Dividende war ich jedenfalls immer sehr "erfreut".
Wenn dieses Spiel de Herr M. nun zu Ende ging,mir wäre es schon recht,nur weiss ich halt nicht, ob uns der liebe Herr Müller nicht doch noch sehr ungut rauskegelt.
Freundlichkeiten und Geschenke sind wir alle nicht von ihm gewohnt.
Grüsse.


Ich will mal meine Gedanken klarer darstellen. Vorne weg will ich nochmals betonen, dass ich mal bei Sachsenmilch investiert war, aber es derzeit nicht bin. Im Moment ist mir das Upside für einen Wiedereinstieg noch nicht hoch genug, dafür im Worst Case Ewigkeiten in einem gedelisteten Wert gefangen zu sein.

Hinter meinen Ausführungen steht einfach nur der Gedanke, dass meines Erachtens die Wahrscheinlichkeit für einen Squeeze Out um so mehr zunimmt, je mehr Anteile ein Großaktionär hält. Es gab jetzt schon einige Fälle (und mit Swarco gibt es auch bereits einen vollständig abgeschlossenen Fall), bei denen ein Delisting angekündigt wurde, um mit einer gewissen zeitlicher Distanz ein Übernahmeangebot nachzuschieben. Das Delisting erhöht den Druck zum Andienen auf viele Aktionäre enorm. Sollte hier ein Angebot unterbreitet werden, werden sicher einige das Angebot annehmen. Folglich sinkt der Streubesitz, so dass die Kosten für einen späteren Squeeze Out für den Großaktionär sinken würden, da man bei einem Squeeze Out bei Sachsenmilch einen relativ gut zu kalkulierenden Betrag zu zahlen hätte.

Ob das nun so kommt, weiß ich in keinster Weise. Allein schon der Umstand das der Kurs nach der Ankündigung nicht fällt, ist schon außergewöhnlich. Da liegt die Vermutung nahe, dass Müller die Hand aufhält. Die große Hand käme mit einem Übernahmeangebot, sei es zu 5000 oder auch 5500€.
Antwort auf Beitrag Nr.: 50.998.656 von Ahnung? am 03.11.15 21:25:45Kurs ist wieder unter die 5.000 Euro-Grenze gefallen :cry:

Wer sich einen Überblick über das "Müller-Konglomerat" verschaffen will, der wird hier fündig:
https://netzfrauen.org/2015/10/18/alles-mueller-oder-was-unt…
GB 2015 ist online:

http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…

Eigenkapital je Aktie bei 6.883 Euro. Gegenwert fast alles an Müller-Gesellschaften als Kredite ausgegeben. Aktienkurs dümpelt über 50 % unter dem Eigenkapital vor sich hin. Dazu kommen die festgestellten steuerlichen Verluste.

Ach ja, Dividende bleibt bei "sensationellen" 0,11 Euro je Aktie.

Werde Richtung Müller nochmals eine Mail verfassen, dass er meine Aktien für 5.999 Euro je Stück haben kann.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.207.318 von deSade am 17.04.16 14:08:10Das Delisting wurde mit großem Tamtam angekünigt und von der Börse Frankfurt genehmigt.

Hier stellt sich doch die Frage, ob man einfach davon Abstand nehmen kann.

Wenn nicht, hieße die Konsequenz Spruchverfahren einleiten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.215.478 von Kalchas am 18.04.16 17:29:10
Wer klagt gegen Müller ?
hier mal eine Kopie aus dem Threat Abfindungswerte:


gutdrauf9 schrieb am 20.02.16 11:45:27 Beitrag Nr. 3.859 (51.793.150)


Antwort auf Beitrag Nr.: 51.788.620 von Kalchas am 19.02.16 16:33:29
Hallo Kalchas,

Du stellst eine interessante Frage.
Mir scheint klar, dass die Genehmigung des Delistings durch die Börse rechtswidrig war. Denn sie hätte nur erteilt werden können, wenn ein entsprechendes Angebot abgegeben worden wäre. Die Übergangsregelungen sehen nur vor, dass das Angebot nachgerecht werden kan. Da Müller offensichtlich kein Angebot machen wollte, wäre der Börse nichts anderes übrig geblieben, als die Entscheidung zum Delisting zu widerrufen (da stellt sich eine weitere interessante Frage, denn diese Entscheidung war ja bereits rechtskräftig; allerdings war sie rechtswidrig). Deshalb war unklar, wie sich die Börse verhalten wird / verhalten kann. Dies ist jetzt geklärt durch die Rücknahme des Antrags auf Delisting.
Es stellt sich aber auf der anderen Seite die Frage, ob eine (zwar rechtswidrige), aber rechtskräftig ergangene Entscheidung der Börse einfach dadurch wieder ad absurdum geführt werden kann, indem der ursprüngliche Antrag (der ja bereits rechtskräftig entschieden war) zurückgenommen wird. Dagegen wird aber kaum ein Aktionär Klage erheben - vielleicht nur ein RA, der Spaß an der Materie hat und Rechtsgeschichte schreiben will.
Materiell wird durch die Rücknahme des Antrags auf Delisting kein Aktionär geschädigt - im Gegenteil ! Die Aktie ist wieder fungibel. Trotzdem wird sich Müller über kurz oder lang etwas anderes einfallen lassen, um die Situation zu beenden.

-------------------------
Die entscheidende Fragen sind doch:
Welcher Aktionär / welche Schutzgemeinschaft nimmt das Klagerisiko gegen Müller und die Börse Frankfurt in Kauf? Welche Rechtsschutzversicherung würde die Kosten übernehmen?
Am besten wäre eine Klage sowohl gegen die Börse (wegen Rücknahme) als auch gegen Müller (wegen Weigerung, ein Übernahmeangebot zu unterbreiten). Bei der Klage gegen die Börse stellt sich allerdings die Klagebefugnis, denn die Rücknahme des Verwaltungsaktes hat ja keine negativen Auswirkungen auf einen Aktionär (für die Weigerung Müllers, ein Angebot zu unterbreiten, kann ja schließendlich nicht die Börse haftbar gemacht werden). M.E. Blieb der Börse kein anderer Weg als die Rücknahme. Aussichtsreicher ist hier schon eine Klage gegen Müller.
Aber: ich bin kein RA und nur juristischer Laie. Ich weiß auch nicht, ob die Klagefristen nicht bereits abgelaufen sind. Dennoch könnten interessierte Aktionäre, die Mitglied der DSW oder der SdK sind, ja bei diesen beiden Verbänden anfragen, ob sie eine Klage einreichen möchten.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.230.697 von Kalchas am 20.04.16 08:40:15Ich würde ja auch liebend gerne klagen, um meine Stücke zum inneren Wert an den Mann bringen zu können. Ich sehe jedoch wenig Chancen: Natürlich kann man argumentieren, dass in einer ad hoc, die kursbestimmend war, ein Delisting angekündigt wurde - aber in dieser ad hoc wurde eben auch kein Abfindungsangebot angekündigt. Daraus lässt sich m.E. keine Rechtsposition eines Käufers nach der ad hoc ableiten - so schmerzlich dies auch ist !
Nochmals: Mir persönlich ist das Klagerisiko viel zu hoch. Falls aber ein Aktionär und RA mitliest, wäre es toll, wenn er/sie Klage einreichen würde - zumindest seine Gebühren fallen dann in die eigene Tasche.
Zudem könnte er/sie Rechtsgeschichte schreiben. Der Fall wurde ja auch bereits in der Literatur diskutiert (Bayer, Walter, Rechtsschutz gegen Delisting nach der Übergangsregelung in § 52 Abs. 9 BörsG n.F. im Fall Sachsenmilch, AG 2016, R3-R4 ). Dort ist auch die Kanzlei Prof. Dr. Jochem Reichert SZA Mannheim erwähnt, über die ein Widerspruch gegen den Widerruf der Börsenzulassung eingelegt worden ist. Falls jemand hierüber Bescheid weiß, wäre ich über eine Mitteilung (gerne auch PM) dankbar.
Ich wäre auch dankbar, wenn jemand, der Mitglied bei DSW oder SdK ist, diese Angelegenheit mit den Verbänden bespräche. Ich selbst bin leider bei keinem der beiden Verbände Mitglied.
Ebenfalls wenn jemand hier ist, dessen Rechtsschutzversicherung einen solchen Fall übernehmen würde.
Leider weiß ich allerdings nicht, wie lange die Klagefrist noch läuft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.241.581 von straßenköter am 21.04.16 09:30:12Natürlich ist da auch ein Vermögensschaden entstanden, wenn man das mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet.

Am 29.9.2015, den Tag vor der Ankündigung, war der Kurs 5100 Euro, jetzt ist er zwischen 4500 und 4600 Euro.

Wenn man natürlich wie die Siebenschläfer vom BGH behauptet, man habe vorher und nachher die Aktionärseigenschaft und der Rest wäre irrelevant, dann wäre kein Schaden entstanden.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.245.802 von gutdrauf9 am 21.04.16 15:28:12Den Widerruf des Widerufs habe ich gefunden.

http://www.xetra.com/blob/2488922/801e640ba76189c19f876191b8…

Der war am 11.4.2016. Interessant ist ja schon, dass die Sachsenmilch es nicht nötig findet, dies zu melden. Völlig albern ist dann auch noch, dass man die Begründung nur in den Geschäftsräumen einsehen kann.

Ich werde mir mal was überlegen. So geht es ja nun nicht.
HV 2016
Die Tagesordnung der HV ist online:

http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…

Es steht auch eine Satzungsänderung an, zu der bereits ein Gegenantrag vorliegt:

http://www.sachsenmilchag.de/hauptversammlung/146-gegenantra…

Wer fährt nach Leppersdorf?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.357.433 von gutdrauf9 am 27.09.16 14:58:50Gestern wurden in FRA 77 Stück umgesetzt, in den letzten drei Tagen 86.
Das zeigt, dass die Ansichten sehr gespalten sind: einige sind froh, diese Kurse als Exit nutzen zu können und rechnen mit einer Abfindung zum 6-Monats-Kurs, andere rechnen mit mehr.
Es bleibt hier spannend. Angesichts des erratischen Verhaltens des Hauptaktionärs sind valide Prognosen so gut wie unmöglich.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.403.459 von unicum am 04.10.16 12:11:48In Leppersdorf auslegen?

Aha, das ist sicher sinnvoll.

Ist das alles?

Warun sollte die BaFin das gestatten? Die sind doch gar nicht zuständig.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.403.459 von unicum am 04.10.16 12:11:48"Auslegen" - in Leppersdorf :cool:

Damit es niemand, bzw. kaum jemand mitbekommt.

Dieser Vorgang ist wohl einmalig in diesem Zusammenhang. Aber tyoisch für Herrn Theo Müller!
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.439.858 von deSade am 09.10.16 17:15:19War schon jemand in Leppersdorf wegen der "Auslage" ?

Muss der Start der Auslage mitgeteilt werden ?

Oder wäre das Dokument auch alternativ zu erhalten ?

Viele grüße
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.680.890 von nemus am 12.11.16 17:01:15Bis jetzt gibt es keine Entscheidung der Börse Frankfurt. Sollte die dem Delisting stattgeben, dann müsste ein Aktionär dagegen vorgehen. Das positive Ergebnis in einem solchen verfahren kann nur sein, dass die Aktie börsennotiert bleibt.

Bevor nicht klar ist. ob es ein Delisting geben wird, sollte man nicht andienen. Wenn es zu keinem Delisting kommt, bekommt man die Aktien jedenfalls nicht mehr zurück. Es ist ja auch schon ein Delistingantrag zurückgezogen worden. Das kann ja wieder passieren.

Kommt es zu einem Delisting, dann ist immer noch nicht klar, ob die Aktie in einem Freiverkehr notiert wird. Wenn nicht, wird es mit der Handelbarkeit der Aktie schwierig. Wenn man das Geld braucht, dann sollte man verkaufen. Meistens gibt es an der Börse aber mehr als das Angebot von Müller. Wenn man das Geld nicht braucht, dann wartet man halt auf den Squeeze Out. Da sollte es erheblich mehr geben als dieses Angebot als auch die von Dir genannten 6000 Euro. Über den Zeitablauf kann man nichts sagen. Die Sachsenmilch hat ganz erhebliche Verlustvorträge, aber kein opeatives Geschäft. Normalerweise müsste der müller daran interessiert sein, die Verlustvorträge möglichst schnell zu nutzen. Die Nutzung könnte ja durch weitere Gesetzesänderungen erschwert werden oder ganz verhindert werden. Von daher wäre ja eigentlich klar, wie man rational entscheiden würde. Das hat aber, wie man seit Jahren sieht, offenbar niemand vor.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.681.115 von Kalchas am 12.11.16 17:40:23"Dann wartet man halt auf den Squeez Out"
wenn man das Geld in absehbarer Zeit nicht braucht.

Warum sollte Müller den Q.O. anstreben?
Kann er uns nicht einfach weiter hängen lassen?
Was verliert er?
Oder hängt dies mit der Verwertung der Verlustvorträge zusammen und der Q.O.wäre tatsächlich ganz in seinem Interesse.
Andernfalls,warum hat er den dann nicht schon längst gemacht,oder war er wegen der noch freien Aktionäre nicht in der Lage dazu und ist es auch momentan nicht.
Fazit:
Auf den Q.O. spekulieren.
Oder alternative Überlegung:
Um den Q.O.vollziehen zu können,müsste er noch weitere Aktien aufkaufen-- und die sollte man vernünftigerweise nicht unter 6000 Euro abgeben?
Richtig?.
Kann manDich so verstehen?
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.689.848 von Kalchas am 14.11.16 15:19:02Wenn Müller wirklich einen Squeeze Out mit 95% will, hat er nicht verstanden wie ein Delisting funktioniert. Zum jetzigen Kurs bekommt er fast nichts. Bietet er irgendwas >5500€ hätte er Chancen, weil man dann beginnt Chancen und Risiken gegenzurechnen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.716.179 von straßenköter am 17.11.16 15:09:59... Empfehlung: In Anbetracht der Ausführungen in dieser Stellungnahme sowie unter Berücksichtigung der Gesamtumstände des Angebots halten Vorstand und Aufsichtsrat die von der Bieterin angebotene Gegenleistung für angemessen im Sinne des § 31 Abs. 1 WpÜG. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass das Angebot den Interessen der Gesellschaft gerecht wird. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen daher das Angebot und empfehlen den Aktionären der Zielgesellschaft das Angebot anzunehmen. Über Annahme oder Ablehnung des Angebots muss jeder Aktionär der Zielgesellschaft unter Würdigung der Gesamtumstände sowie der Einbeziehung seiner individuellen Verhältnisse und seiner persönlichen Einschätzung über die Möglichkeiten der zukünftigen Entwicklung des Werts und des Börsenkurses der Sachsenmilch-Aktie selbst entscheiden. Vorstand und Aufsichtsrat übernehmen keine Haftung, sollte sich die Annahme oder Nichtannahme des Angebots im Nachhinein als wirtschaftlich nachteilig erweisen.

Es ist die Frage zu stellen, in wie weit sich der Vorstand und der Aufsichtsrat einer Verletzung seiner Pflichten gegenüber den Streubesitzaktionären schuldig macht!
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.877.255 von Kalchas am 12.12.16 17:24:20... nun, es werden sicherlich auch nicht mehr werden, da jeder Ausstiegswillige zu einem besseren Preis über die Börse verkaufen kann.

Interessant dürfte allerdings werden, ob Müller selbst seine 5,x % Aktien der SAHO andient.

Als AR-Vorsitzender hat er ja die Empfehlung des AR mit unterzeichnet, dass das Angebot ein fairer Preis sei.

Wenn der Preis wirklich fair ist, sollte er selbst ebenfalls andienen.

Im Rückschluss: Dient er selbst nicht an, könnte daraus der Schluss gezogen werden, dass er als Privatmann nicht der gleichen Meinung ist wie er als AR-Vorsitzender ..... oder mit anderen Worten: Die Aussage als AR-Vorsitzender, der Preis sei "fair" eben nicht haltbar sei.

Ob sich daraus allerdings rechtliche Konsequenzen ergeben, wage ich zu bezweifeln. Unsere anwaltlichen Kollegen aus dem Chat könnten diese Frage ja mal untersuchen ;-)
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.892.008 von Kalchas am 14.12.16 16:47:42
Zitat von Kalchas: Ich bin mal gespannt, welche Kurse morgen aufgerufen werden. Dann ist ja das Angebot ausgelaufen.


Was sollte passieren? Glaubst Du, dass Müller zukaufen lässt?

Meine Vermutung wäre, dass gar nichts passiert. Wer verkaufen wollte, hat verkauft.
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.915.558 von Kalchas am 19.12.16 13:09:43Das habe ich befürchtet.
Meine Frage: Müller als AR-Vorsitzender hat das ÜA als fair bezeichnet.
Müller als Aktionär hat dieses Angebot nicht angenommen.
Rechtliche Konsequenzen hat das nicht, verwunderlich ist das schon !
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.077.231 von nemus am 13.01.17 13:30:38
Zitat von nemus: Danke für die Antwort,
worin aber nun die klasse Investmöglichkeiten bez. die besonderen Perspektiven ,insbesondere für den aktiven Kleinaktionär liegen sollen, ist mir immer noch nicht klarer geworden .
Oder meinst Du damit, jetzt plötzlich billigst an Aktien verängstigter Aktionäre kommen zu können?
Hoffentlich ist dies nicht zu indiskret.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann habe ich in meinem Post vom 23.11.16 das Szenario doch eigentlich. ganz realistisch beschrieben,oder?
Grüsse.


Erst einmal stellt Sachsenmilch in Bezug auf das Delisting und einem möglichen Squeeze Out eine Besonderheit dar, da man genau weiß, was die Squeeze Out-Abfindung wäre. Das gibt es ansonsten bei keiner anderen Aktie. Für den Aktionär bestimmt sich die Rendite mit Stand heute im Fall eines Squeeze Outs nur über den Zeitfaktor. Je schneller der SO, um so höher die Rendite.

Dein Gesagtes ist grundsätzlich richtig. Eine Sache kam neu hinzu und das ist der kleinteilige Einstieg in die Aktie durch Scherzer. Es gibt also eine Adresse, die höchst wahrscheinlich zu höheren Kursen als bei Valora kaufen würde.

Man weiß halt nicht, wie viel Spielchen Müller noch betreiben möchte. Ich bin mir sicher, dass hier viele andienungsbreit wären, wenn die nächsten zwei Jahre nichts passiert und Müller dann 6.000€ bieten würde.
Geschäftsbericht für 2016 ist auf der Homepage abrufbar:

http://www.sachsenmilchag.de/fileadmin/sachsenmilchag.de/doc…

Es gibt die üblichen 0,11 € Dividende je Aktie. Ansontsen alles wie gehabt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.018.978 von gutdrauf9 am 19.06.18 16:12:31
tja
..wer den Müller kennt weiß das der sich totlachen wird...ihm gehört der Laden und der wird Scherzer und Co. mit nem Milchreis +0,11 cent bewerfen und nichts ändert sich....leider...

:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
:cool:GrußdeSade!:cool:
:cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool::cool:
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.027.726 von nemus am 20.06.18 16:55:02
Zitat von nemus: heute Einladung zur HAUPTVERSAMMLUNG bekommen.
Ich hatte schon vergessen,dass ich da noch dabei bin.
Was hier aber -wie angemerkt- interessant werden kann?
Vielleicht kommt ja noch eine Erklärung von Strassenköter.
Ich fürchte ebenso wie deSade, dass Herr Müller sich nur amüsiert.
Fast ärgerlich, dass ich wieder an mein Miniinvest erinnert wurde.


Was auf der HV passieren wird, ist doch klar. Müller wird verbotener Weise sein Stimmrecht nutzen und gegen die neuen Tagesordnungspunkte stimmen. Daraufhin wird Balaton und Co die Beschlüsse anfechten und dann wird es interessant, weil Müller weiß, dass er bei diesen Tagesordnungspunkten nicht stimmbrechtigt ist. Ich glaube, dass Müller alles nur keine Lust auf eine Sonderprüfung haben wird. Insofern wird er zähneknirschend ein Angebot für den Streubesitz abgeben. Das gab es alles schon mit Ähnlichkeiten bei Pironet, als Allerthal ein Angebot mit Anfechtungen erzwang und Cancom sich somit freikaufte.
Am 13.09.2019 wurde im Bundesanzeiger auf Anfechtungsklagen zu den HV Beschlüssen hingewiesen.

Gemäß §§ 246 Abs. 4 Satz 1, 249 Abs. 1 Satz 1 AktG geben wir bekannt:

Ein Aktionär hat gegen die auf der Hauptversammlung vom 9. Juli 2019 zu den Punkten 6 bis 9 der Tagesordnung gefassten Beschlüsse über (i) die Auflösung der Gesellschaft (Tagesordnungspunkt 6), (ii) die Bestellung eines Abwicklers (Tagesordnungspunkt 7), (iii) die Festlegung des Geschäftsjahres während der Abwicklung (Tagesordnungspunkt 8) und (iv) die Wahl des Abschlussprüfers für das Rumpfgeschäftsjahr 2009 bis zur Auflösung, für die Prüfung der Abwicklungs- und Eröffnungsbilanz sowie für das erste am 31. Dezember 2019 endende Rumpf-Abwicklungs-Geschäftsjahr (Tagesordnungspunkt 9) jeweils sowohl Nichtigkeitsklage und hilfsweise Anfechtungsklage als auch positive Beschlussfeststellungsklage erhoben. Diese Klage ist vor dem Landgericht Leipzig, Kammer für Handelssachen, unter dem Aktenzeichen 01 HK O 1725/19 anhängig.


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