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Blue Cap AG - eine noch unbekannte Beteiligungsgesellschaft - Beliebteste Beiträge


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Vortrag Dr. Schubert
Herr Schubert hat gestern auf dem EK-Forum sehr authentisch vorgetragen und einige sehr interessante und auch persönliche Einschätzungen abgegeben:
- Er sieht in das Thema Verschmelzung der BC mit Partner-Fonds als Zielvorstellung vom Tisch! PF-Aktionäre sollen wohl eher ausbezahlt werden. (Hintergrund PF sei nie eine Mittelstandsholding, sondern eine Finanz-Beteiligungs-Gesellschaft gewesen).
- Er selbst hält 8% an PF!
- Gemeinsam mit dem neuen Schweizer Großaktionär der PF wurde ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt. Er selbst habe die Schweizer zwar nicht "geholt", deren Engagement aber voll unterstützt.
- Das jetzt vorgesehene Vorgehen sei abgestimmt.
- Es sei davon auszugehen, dass es bei PF ab der HV neue AR geben wird. Was das für die berufliche Zukunft von Hrn. Kolbe bedeutet, dürfte jedem hier klar sein.
- BC ist wohl im Moment im Gespräch mit einem Übernahmekandidaten. Aus dem Grund könnte es auch auch eine KE geben (obwohl derzeit noch nichts in der Planung sei). Ob er selber eine BC-KE zeichnen würde, wollte Herr Schubert nicht antworten. Er "habe in seinem Portfolio aber noch Platz für Aktien" :-)
- Dass der Kurs für eine KE jetzt deutlich unter dem NAV wäre, hat er nicht als Problem gesehen "Jeder könne ja Aktien zu dem Kurs kaufen".

Hr. Schubert hat in einer sehr persönlichen Anmerkung gemeint, dass es nicht so gelaufen sein, wie es geplant war. Er war wohl von der Situation bei PF überrascht. Er hat aber auch zum Ausdruck gebracht, dass er sehr zuversichtlich ist, dass jetzt alles zum Wohl aller Aktionäre sich wieder auflösen wird.

Mein persönlicher Eindruck: Ihm liegt BC wirklich am Herzen. Und in der neuen Konstellation ("nur" 8% PF-Beteiligung, kleine direkte Beteiligung an BC) hat er auch kein wirtschaftliches Interesse PF gegenüber BC zu bevorzugen. Mich würde es nicht wundern, wenn Dr. Schubert via KE bald wieder mehr Anteile an BC halten würde. Dem Kurs würde das - trotz niedrigem Preis für so eine KE - vermutlich nicht schaden.
Melden
Der aktuelle Kurssturz hat schon vermutlich mit SirMikes Artikel zu tun, ob es ihm gefällt oder nicht. Ob man nun unbedingt auch nervös werden sollte, muss jeder selbst beurteilen - ich bin´s nicht.

Weder Kolbe noch HPS sind übrigens mE naiv. Und Kolbe auf Seiten PF AG ist sicherlich nicht die einzige treibende Kraft bei diesem "Schmierentheater". Dennoch wundert mich immer noch, dass im Vorfeld der Transaktion das weitere Vorgehen nicht zumindest in Grundzügen festgelegt worden ist (siehe Kolbe-Zitat vom 12.07.18).

Ich habe mir mal einen Ausschnitt der Chronologie (eigentlich für mich) rauskopiert, vielleicht interessiert´s aber den einen oder anderen. Im Vergleich zur Historie ist gestern eben nicht wirklich viel passiert...

---

05.09.2016: Der Aufsichtsrat der mic AG hat Herrn Oliver Kolbe in der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom Vortag mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand abberufen;

28.03.2017: mic AG ernennt einen neuen Aufsichtsrat und lehnt in der ordentlichen HV die Entlastung von O Kolbe ab;

01.06.2017: O Kolbe wird zum Vorstand der PF AG bestellt;

18.05.2018: BC meldet einen NAV von 102 Mio EUR (25,63 EUR /Aktie) zum 31.12.2017;

12.06.2018: HPS verkauft 1.750k BC-Aktien an PartnerFonds zu ca. 32,5 Mio EUR, d.h. Einigung auf einen Wert von BC über 18,56 EUR pro Aktie (72% des NAV zu YE´17 und 69% des rechnerischen Börsenwerts zum Stichtag - ermittelt als Durchschnittswert des Kursverlaufs über einen gewissen Zeitraum);

15.06.2018: Ergänzung der TO zur HV der PF AG durch Aktionär Hans-Dieter Wunderlich (der sein Aufsichtsratsmandat am 03.07.18 niederlegt). Sein Vorschlag:
„Dem Mitglied des Vorstands, Herrn Oliver Kolbe, wird das Vertrauen entzogen“; abgelehnt in der HV am 05.07.2018.

26.06.2018: mic AG meldet: "In allen drei Verfahren gegen die mic AG sind die Klagen von Ex-Vorstand Oliver Kolbe im Wesentlichen abgewiesen worden. Fristlose Kündigung ist wirksam, zusätzliche Zahlungsansprüche gegen die mic AG für Zeiten vor und nach der Kündigung bestehen nicht. Weitere Schadensersatzklagen gegen Ex-Organe auf dem Prüfstand. (...) Die Klage auf Feststellung der Unwirksamkeit der fristlosen Kündigung wurde abgewiesen."
"Der Aufsichtsrat der mic AG hatte im dritten Quartal 2016 den Eindruck gewonnen, dass der damalige Vorstand Oliver Kolbe trotz der unbefriedigenden Performance des Unternehmens und der notwendigen Turnaround-Maßnahmen seine persönlichen Interessen in den Vordergrund stelle."

12.07.2018: Zitat O Kolbe im Interview mit w:o:
"Im Interesse der Aktionäre beider Gesellschaften gilt es nun einem gemeinsamen Plan mit der Blue Cap AG zu entwickeln und umzusetzen. (...) wir werden bei der PartnerFonds AG dafür Sorge tragen, dass wir aus den verschiedenen strukturellen Alternativen das für eine Kombination der Stärken beider Gesellschaften beste Modell auswählen. In den kommenden Wochen werden Dr. Schubert als Vorstand der Blue Cap AG und ich sicherlich zahlreiche Gespräche führen. Das Ergebnis muss juristisch, steuerrechtlich und wirtschaftlich für alle sinnvoll sein. (...) Auf Ebene unserer PartnerFonds Aktionäre arbeiten wir hart daran, dass jeder Aktionär der PartnerFonds AG zukünftig frei handelbare Aktien im Depot bekommt."

26.11.2018: BC meldet einen Anstieg des NAV auf 112 Mio EUR (entspricht ca. 28 EUR/Aktie);

11.12.2018: mic AG meldet: [Es] "sind Rechtsstreitigkeiten mit dem vormaligen Mitglied des Vorstands, Herrn Oliver Kolbe, und dem vormaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Herrn Reiner Fischer, anhängig";

13.12.2018: Hauptaktionärin PF AG verlangt die Einberunfung einer ao-HV bei der BC AG mit der Absicht der Abberufung und Neuwahl des Aufsichtsrats und des Vertrauensentzugs ggü. CEO HPS; Aktie fällt von 17,30 EUR auf zeitweise unter 15 EUR.

14.12.2018: Die BC AG meldet, dass HPS 10k Aktien zum Durchschnittspreis von 15,94 EUR erworben hat (wozu eigentlich?);

08.01.2019: Blue Cap AG lehnt Verlangen auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung wegen Rechtsmissbrauchs ab: "(...) nach Bekunden der PartnerFonds AG [soll] Herr Oliver Kolbe als Vorstandsmitglied der Blue Cap AG bestellt werden und die Blue Cap AG sollte sodann drei Direktbeteiligungen und zwei stille Beteiligungen von der PartnerFonds AG erwerben. Vorstand und Aufsichtsrat der Blue Cap AG sind der Auffassung, dass
- diese Beteiligungserwerbe die Blue Cap AG zu den vorgegebenen Bedingungen schädigen würden;
- das angestrebte Vorgehen im Widerspruch zur Kompetenzordnung der Aktiengesellschaft steht, wonach der Vorstand nach Maßgabe des Gesellschaftsinteresses - und nicht ein Großaktionär - über Beteiligungserwerbe entscheidet;"
PF AG kündigt Rechtsmittel gegen die Ablehnung an;

15.01.2019: mic AG meldet: "Wegen der dem Vorstand und dem Aufsichtsrat vorliegenden Informationen und Unterlagen wurde beschlossen, die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen die für den Jahresabschluss 2015 zuständigen Vorstände und den vormaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der mic AG zu prüfen. In diesem Zusammenhang soll auch dem Verdacht nachgegangen werden, ob sich diese strafbar gemacht haben könnten."
Kann ich nen neuen Thread aufmachen und Kontingent aussperren. Sein geistiger Dünnschiss führt immer dazu, dass ich genötigt werde in diesen Thread zu gehen um zu schauen, ob vielleicht doch was wichtiges gepostet wurde.
Blue Cap | 17,40 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.978.645 von iqfan am 13.06.18 18:46:17Die vorhin nachgeschobene Erläuterung seitens Blue Cap bringt wichtige Klarstellungen und Weichenstellungen für die Zukunft.

Damit ergibt sich das positivste aller denkbaren Szenarien, denn im Grunde übernimmt Dr. Schubert/Blue Cap die PartnerFonds AG und deren bestehende Beteiligungen und erhält zusätzlich den Zugriff auf deren nicht unerhebliche zur Verfügung stehende Barmittel.

Blue Cap Aktionäre können sich also entspannt zurücklehnen und sich weiterhin an der erfolgreichen Arbeit des Dr. Schubert für unser Unternehmen erfreuen. Aktionäre der PartnerFonds AG bekommen mittelfristig die Chance, ihre Aktien zu Geld machen zu können - was für nicht wenige dort eine Erleichterung sein wird, da sie als ehemalige Fondsanleger unfreiwillig Aktionäre wurden. Aber das ist eine andere Geschichte. Gut möglich sogar, dass sich einige das nun noch einmal überlegen und unter Dr. Schubert und Führung der Blue Cap AG doch an Bord bleiben wollen. Aber das bleibt abzuwarten.

Die PartnerFonds AG will übrigens auch bzgl. ihres Names einen Schlussstrich unter die bisher eher unglückliche Geschichte des Unternehmens machen und schlägt der anstehenden Hauptversammlung vor, den Namen in PartnerIndustries AG zu ändern. Ich finde, das passt sehr gut zur neuen Ausrichtung des Unternehmens als Industrieholding.

Und auch eine andere Frage dürfte nun gelüftet sein, nämlich weshalb Dr. Schubert Aktien mit einem Wert von 30 Euro, die bei 26 Euro an der Börse notieren für 19 Euro verkauft. Nun, es liegt jetzt klar auf der Hand: Dr. Schubert hat eine Übernahmeprämie bezahlt. Er hat jetzt einen Millionenbetrag geopfert, weil er hierdurch mittelfristig einen weitaus höheren Betrag verdienen wird. Im Klartext: er verzichtet heute auf beim Verkauf seiner Blue Cap-Aktien auf einen möglichen höheren Kaufpreis, weil er im Gegenzug bei der PartnerFonds AG Zugriff auf viel mehr Kapital und weitaus größere Chancen bekommt. Im Grunde stellt sich sein Verzicht auf einen maximalen Verkaufserlös als Optionsprämie auf künftige viel höhere Gewinne dar. Und was könnte ein größerer Vertrauensbeweis in Blue Cap und das neue Projekt sein?


Mein Fazit: Wer sich heute bei Blue Cap verunsichern hat lassen und bei morgendlichen Tiefstkursen zwischen 21 und 23 Euro ausgestiegen ist, hat sich keinen Gefallen getan. Und wer André Kostolanys Geschichte von den Zittrigen und den Hartgesottenen noch nicht kannte, konnte sie heute live erleben. Börse zum Anfassen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.651.882 von kontingent am 17.01.19 11:52:19
Interview Dr. Schubert
Hallo zusammen,

mir wir die Gelegenheit eingeräumt Herrn Dr. Schubert direkt einige Fragen stellen zu dürfen.
Dieses Interview, ebenso wie einen Artikel mit meiner Meinung zur Blue Cap, werde ich auf meiner Homepage (www.langfristanleger.net) im Nachgang veröffentlichen.

Es ist beabsichtigt ein aktuelles, direktes Abbild der Meinungen von uns Privatanleger an ihn heranzutragen. Dies bedeutet: das ist unsere Chance Herrn Schubert direkt Fragen zu stellen.

Nutzt dazu bitte entweder direkt diesen Thread oder kontaktiert mich sonst gerne auch per Boardmail.
Ich werde einen entsprechenden Fragenkatalog dann bis spätestens Montag, 21.01.2019 zusammenstellen.

Bitte beachtet Folgendes:
- bitte überlegt euch im Vorfeld auf welche Fragen Hr. Dr. Schubert überhaupt antworten darf.
- bitte bleibt bei der Erstellung von Fragen jederzeit sachlich und achtet auf einen angemessenen Ton. Benutzt in den Fragen nur erwiesene Sachverhalte (keine Mutmaßungen und Unterstellungen).
- für die Fragen steht euch natürlich in keiner Form ein Urheberrecht zu. Ebenso kann ich bei keiner Frage garantieren, dass diese auch beantwortet werden wird.

Ich danke bereits für euren Input, auf gutes Gelingen und hoffentlich interessante Erkenntnisse!
Ganz egal wie man zu dem Unternehmen aktuell steht, finde ich es richtig, dass sie sich auf diesem Wege den Privatanlegern etwas öffnen. Fragen zu stellen bringt uns zudem bei der Überprüfung des Investmentcases deutlich weiter als Spekulationen aufzustellen.

Disclaimer
Ich übernehme in keiner Form Haftung für den Inhalt oder gebe eine Gewähr auf Richtigkeit der Inhalte. Sämtliche Beiträge entsprechen nur meiner Meinung als Privatanleger uns sind in keiner Weise als Handlungsempfehlung zu verstehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.076.731 von kontingent am 27.06.18 11:20:30Und viel Spaß auf meiner Ingore Liste. Kann doch nicht wahr sein das ich hier in den Thread komme um immer wieder dein leeres Geschwaffel zu lesen. Inhaltlich hast du ja rein garnichts beizutragen und diskutieren kann man mit dir nicht ein bisschen.
Da waren wohl einige auf der HV. Zu den Fragenden in der Generaldebatte, die Profis steigen hier nie in der ersten Runde ein. Ihr könnt Euch da ja mal mit den Namen der Redner der 2ten Runde beschäftigen. Meine Punkte habe ich heute nicht über das Rednerpult klären müssen, anders als bei Custodia. Hier mal auf die Schnelle ein paar Punkte aus meiner Mitschrift:

Neschen: Erweiterungsgrundstück wurde von der Gemeinde für Erweiterungen gekauft; hier ist eine Neubewertung erfolgt, die auf 3 Jahre abgeschrieben wird (passiver Unterschiedsbetrag in der Bilanz);

Biolink: Anschaffungskosten betrugen 1,1 Mio. Euro; zum Zeitpunkt des Verkaufes war man noch mit diesen 1,1 Mio. Euro investiert, die Darlehen sind alle zurückgekommen; 40 Mio. Euro Buchgewinn;

Gämmerler: die Entwicklung sieht Schubert hier positiv; EBIT 2017 betrug -1,6 Mio. Euro; für 2018 wird mit einem EBITvon -1,1 Mio. Euro geplant;

SMB David: 2017 mit Verlust; der AE liegt derzeit bei 5.5 Mio. Euro, damit ausgelastet bis 2019; Schubert hat die Auftragslage hier als ausgezeichnet bezeichnet;

Carl Schaefer: EBITDA soll in 2018 positiv sein;

nokra: AE fast 4 Mio. Euro, das sieht Schubert sehr positiv

Planatol: EBIT-Marge in 2017 betrug 3,1%; durch „Umhängen“ in der Konzernbilanz 4,6 Mio. Euro Ertrag durch Neubewertung (sind im neutralen Ergebnis von 45 Mio. Euro enthalten)

WISAP (HRB 191426): über den Kaufpreis wurde Vertraulichkeit vereinbart; Vertrag wurde am 14.06.2018 geschlossen;

em-tec: neues Gebäude für 6 Mio. Euro geplant

Knauer: 18 Mio. Euro Haircut der Banken, 12 Mio. Euro wurden umfinanziert; die Passiv-Seite ist bereinigt; die Erwartungen sind durchaus positiv, aber nicht von heute auf morgen; derzeit wird die Stabilität des Unternehmens wieder hergestellt;

Greiffenberger: nur Aktionär mit 10 %; wurde im Rahmen eines Gesamtplans erworben, der derzeit unterbrochen ist, da das Interessenlager noch nicht so ist. Übernahm war in mehreren Stufe geplant, dann aber nicht weiter verfolgt, da der Kurs hochgelaufen ist. Mittlerweile aber wieder auf einem normalen Niveau (pers. Anmerkung: folgt hier mal den Personen; vR (war mal mein Chef weiter im AR vom Partnerfond und baut hier dann eine Verbindung zum AR der Greiffenberger und der BayBG);
NAV zum 31.12.2017: 102,4 Mio. Euro; der NAV wird nicht täglich ermittelt, er beruht auf der Planungsrechnung; er ist noch ohne Knauer, da ca. +20 Mio. Euro

PartnerFonds: Schubert größter Einzelaktionär; HV beim PartnerFonds war gestern; Kapital beläuft sich auf 100 Mio. Euro, kein Fremdkapital; zum Deal kann ich hier nichts schreiben; Schubert hat sich hier aber nicht „über den Tisch ziehen lassen“;

VB bei KI’s: 47,4 Mio. Euro; hier wurde bei Banken mit hohen Konditionen zurückgeführt und bei Banken mit besseren Konditionen neu abgeschlossen; im Rahmen von SSD’s wurden 7 + 10 Mio. Euro aufgenommen (Konditionen wurden auf der HV nicht abgefragt);

Dividende: vom Verlauf des Geschäfts abhängig; es ist keine konkrete Aussage über die künftige Höhe gemacht worden; auch nicht, ob es die 1 Euro im nächsten Jahr wieder geben wird; es wurde vom „Eintritt in die Dividende, die wir dann auch durch halten können“ gesprochen;

Zahlen per 30.04.2018
EBIT -> 2,9 Mio. Euro (Plan 2,1 Mio. Euro)
EBITDA -> 3,6 Mio. Euro (Plan 3.0 Mio. Euro)
JÜ -> 1,8 Mio. Euro (Plan 1,0 Mio. Euro)

Prognose 2018:
10,5 Mio. Euro im EBITDA (ohne Knauer) und 5,5 Mio. Euro im EBIT (ohne Knauer)
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.156.829 von faultcode am 06.07.18 18:27:20
HV (b2) -- PartnerFonds AG und Co.
aus obiger Adhoc-Mitteilung:

Geplant ist eine Zusammenführung der beiden Unternehmen in der Form, dass dieses Geschäft gebündelt wird. Zudem sollen die rund 4.000 Aktionäre der bislang nicht börsennotierten Partner Fonds AG über die Blue Cap einen Zugang zum Kapitalmarkt erhalten.

Dr. Schubert wird als Vorstand der Blue Cap AG das Vorhaben unterstützen. Er wird weiterhin die Geschäfte der Blue Cap leiten und für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Gesellschaft stehen. "Ziel sei es, die beiden Gesellschaften mittelfristig zusammenzuführen und unter dem Dach der Blue Cap AG in Richtung Geregelten Markt zu entwickeln", so Dr. Schubert.



=> interessant, denn auch das hat Dr. Schubert so nicht mehr gesagt:



=> aha, ich sehe gerade: Tradegate-Tagesvolumen höher als bei XETRA --> das sagt schon alles :D ; und:
=> nach Buffeteröffnung um 15:15h haben die Kleinanleger verkauft :D


=> um es gleich zu sagen, und unabhängig von oben (soweit man mir das noch glauben kann ;) ):

• solche industriellen Beteiligungsunternehmen, zumal sie auch noch so klein sind wie BC, trotz starkem Wachstum auf nun ~EUR100m Marktkapitalisierung, sind konjunktursensibel -- und BC hat eben Beteiligungen, wie nun mit der bislang grössten Übernahme Knauer-Uniplast (erworben 2018-04: https://www.blue-cap.de/news/news-presse/news-detailansicht/…), die erst ganz am Anfang ihrer operativen Restrukturierung steht (nein, kein positives EBIT für 2018 bei Knauer zu erwarten...) -- sind volatil bei vielen Finanzkennzahlen.

=> alleine schon aus diesem Grund, sollte eine Verwunderung über eine Kurshalbierung bei BC in 3m oder weniger (als Beispiel) nicht schocken!
=> ich erwarte das auch nicht, aber manch einer scheint hier unrealisitsche Vorstellungen, so wie auch schon bei PF, zu haben


=> zum positiven Risiko aus der Vergangenheit - und welches immer noch besteht (mMn):
• CEO ging bei seinem Eingangs-Vortrag von sich aus auf die Kursperformance vom 1.1.2017 bis gestern ( :D ) von grob +180% ein, und warnte dabei recht offen, diese einfach gedanklich in die Zukunft fortzuschreiben

=> das hört man ganz selten von einem CEO (mMn). Er war aber klar nicht so zu verstehen, dass nun erhöhte Risiken - nach dem "Bombenverkauf" von Biolink an Saint-Gobain 2017 - im neuen Portfolio enthalten wären

=> im Gegenteil: er geht in Europa immer noch von einem für BC nach wie vor günstigen Geschäftsklima aus, und verwies auch auf günstigere Refinanzierung in der BC-Gruppe


Denn man muss auch wissen:
• im Portfolio-Segment "Produktionstechnik" mit:
(a) Gämmerler GmbH --> Restrukturierung, auch wg. techn.Altlasten, läuft; aber guter Auftragseingang
(b) SMB-David finishing lines GmbH --> in 2017 (Verlust) verschobene Projekte werden nun abgearbeitet
(c) nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH --> guter Auftragseingang

..sind hochspezialisierte Maschinenbauer enthalten für:
(a) Maschinen für die Druckindustrie
(b) Maschinen zur Bearbeitung von Dämmstoffen, Industrieschäumen, Verbundplatten
(c) optische Messtechnik für geometrische Größen in Stahl-, Aluminium-, Automobilindustrie

..bei denen es mitunter so läuft:
• bestellt ein Kunde eine Anlage, überlegt auch der zweite ("alle" kennen sich ja), und spätestens wenn der zweite bestellt, ist der dritte unter Zugzwang...


__
zurück zu PF und oben,
..ich bin tatsächlich nun ein bischen verwundert, denn das hat er so nicht mehr wiederholt, schon gar nicht "Zusammenschluss" und auch nicht "mittelfristig" (was immer das sein soll in diesem Zusammenhang).

Aber vielleicht steckte ihm die HV von PF von gestern Nacht noch in den Knochen, und er wollte vielleicht da nicht nochmal in ein Wespennest stechen.

Er sagte aber Folgendes:
• er möchte das Wohlergehen der BC-Aktionäre nicht von seinem Schicksal abhängig machen,
• die nun bestehende Konstellation bleibt bis auf Weiteres
• er sieht klare Synergie-Möglichkeiten mit den Beteiligungen von PF,
• ..und eine Gruppe, die in Zukunft noch mehr stemmen kann als eben BC alleine, unter dem deutlichen Banner:

"Industrieholding",

• ..die erhöhte Aufmerksamkeit auf dem Kapitalmarkt geniessen wird und damit auch als geeigneter Ansprechpartner sei von Banken bei produzierenden Beteiligungen, die diese loswerden wollen, so wie eben Knauer.

=> weitere industrielle Interessenten seien bei der BC eingeladen.

Denn es gelte auch:
• BC braucht auch selber ausreichend organisatorische Kapazitäten, um Beteiligungen auch erfolgreich einbinden zu können.


Beispiel, da Gegenstand in der GD:
• urspünglich soll es 7 Interessenten für Knauer gegeben haben, und auf den letzten Metern immerhin noch 2. Der zweite soll auch eine Münchner Beteiligungsgesellschaft gewesen sein, die er aber nicht nannte.


Ein punktuelles Problem nannte er für das Wachstum der Beteiligungen (ohne Details) von sich aus:
Fachkräftemangel


Die einzige "komische" Kleinstbeteiligung fand ich die Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH, Pforzheim. Sei ein besonderes Vertrauensgeschäft; Vertrieb und Manschaft wurden wieder neu aufgebaut. Geschäft braucht und hat eine Lizenz => aber EBITDA soll > 0 sein in 2018e.


Ein Punkt in diesem Zusammenhang (als meine Deutung):
• natürlich verkauft BC Beteiligungen, wenn, wie im Falle Biolink, eine Saint-Gobain auf BC zukommt und einen guten Preis (am Ende) bietet, aber generell möchte BC eigentlich ergebnisoffen seine Beteiligungen erwerben, und manche nennen das eben "langfristig"

=> mit anderen Worten:
• wenn BC ein Kaufvertrag unterschreibt, hat es vorab einen "Fahrplan" erstellt zur Entwicklung des Erworbenen (innerhalb der BC-Gruppe, aber mit immer eigenständigem "Branding"), aber eben keinen Exitplan und damit auch keinen Zeitpunkt und andere Bedingungen zum Ausstieg festgelegt (so wie eben viele Hedge Funds...).
So habe ich es zumindest verstanden...
Ein paar Anmerkungen von mir...
Ich bleibe dabei, dass die momentane Situation keine Auswirkung auf den Wert der Beteiligungen der Blue Cap AG hat. Stand/Wert heute. Wie ich in meinem Beitrag geschrieben habe, wird der zukünftige Wert natürlich maßgeblich davon beeinflusst, wer das Unternehmen (und ggf. die Töchter) führt. Man sollte aber auch den Kontext nicht ausblenden, denn ich habe diese Aussage in den Zusammenhang mit der Frage gestellt, ob man Blue Cap bei 15 Euro eher als Kauf oder Verkauf ansehen sollte/kann.


Stimmrechte bei Blue Cap
Jemand schrieb, irgendeine Sparkasse würde 8% halten. PartnerFonds hat 44% (oder mehr?), Dr. Schubert wohl noch 5,9%. So war jedenfalls der Stand bei der Verkaufsmeldung an ParterFonds (http://www.intelligent-investieren.net/2018/06/blue-cap-part…)


Einberufung einer ao HV
Wie jemand geschrieben hat, genügen 5% der Stimmrechte, um eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen zu lassen. Vermutlich könnte Dr. Schubert dies mit seinem Aktienpaket bei der PartnerFonds AG auch tun!

Aus der Ursprungsmeldung zum BC-Verkauf:

"Mit Kaufvertrag vom 12.06.2018 hat die PartnerFonds >> Kapital für Mittelstand << GmbH & Co KG, eine Tochter der PartnerFonds AG, von der dem Gründer und bisherigem Hauptaktionär Dr. Hannspeter Schubert gehörenden Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH, ein Aktienpaket von 1.750.000 Aktien der Blue Cap AG gekauft. Die Transaktion wird zeitnah auch vollzogen.

Im Nachgang beteiligt sich die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH an der PartnerFonds AG und wird dort größter Einzelaktionär."

Wir wissen, dass Dr. Schubert recht offensiv PF-Altaktionären Kaufangebote für ihre PF-Aktien macht. Wir wissen nicht, ob und wie erfolgreich er dabei ist. Sicher ist aus meiner Sicht jedenfalls, dass Dr. Schubert der größte Einzelaktionär der PF AG ist - und dass die ansonsten vor allem über äußert unzufriedene Zwangsaktionäre verfügt, die alles andere als glücklich mit dem alten Aufsichtsrat und dem alten Vorstand waren.


Ich denke, Blue Cap ist für den PF-Vorstand und Aufsichtsrat nur das Hinspiel - es wird aber auch noch woanders ein Rückspiel geben, nämlich bei PartnerFonds selbst. Und mal ganz ehrlich, am Ende könnte es auch so laufen, dass PF Dr. Schubert bei Blue Cap rauskickt, Dr. Schubert aber dies bei PF mit deren Aufsichtsrat und Vorstand genauso macht. Und am Ende Dr. Schubert Chef und Großaktionär von PF ist - und damit auch Durchgriff auf deren Tochter Blue Cap hätte.

Ich bin sogar geneigt, dieses Szenario als das Wahrscheinlichste anzunehmen. Und die "Kurzschlussaktion" der PF-Verantwortlichen eher als Schnellschuss zu werten, weil man Dr. Schuberts Plan, sich zum Herrn über PF aufzuschwingen, so einstuft, dass man ihn nur dann noch bremsen kann, wenn man es sofort versucht. Wenn überhaupt...
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.644.862 von nemus am 16.01.19 15:52:23
Was ist heute eigentlich los?
Ich tue mir schwer die heutigen Kommentare nachzuvollziehen.

Im Grunde genommen ist mit der heutigen Meldung ein guter Tag für alle BC Aktionäre aus meiner Sicht.
Warum? : SOLLTEN sich die heutigen Vorwürfe erhärten, liegt es sehr nahe, dass der aktuelle Vorstand nicht mehr zu halten sein wird. (Annahme)

Was folgt daraus? -> Der sich vornehm zurückhaltende Schubert wird als Großaktionär von PF und CEO von Blue Cap die Geschicke des Konstrukts an sich reißen und in mehreren Jahren die versprochene Industrieholding aufbauen.

Das Ganze wird dauern, der Kurs wird stagnieren, aber sollte es gelingen sehen wir eine vielfache Marktkapitalisierung der heutigen.

Es gibt also jetzt 2 Möglichkeiten:

a) Man verscherbelt aktuell seine Anteile zu Ramschpreisen und lässt sich aufscheuchen im Glauben der Vorstand der PF bleibt so bestehen

oder b) Man sitzt das Ganze aus und konzentriert sich auf das "Bigger Picture"..

Die Geschichte ist nicht gut gelaufen aber wer glaubt jetzt dass sich Schubert komplett die Butter vom Brot nehmen lässt?
Meine Meinung als Privatanleger, jeder soll handeln wie er es für richtig hält.
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.656.385 von twisterfriend am 17.01.19 19:55:22
Vertrauensverlust - warum eigentlich? - meine Gedanken.
Zitat von twisterfriend: Die Hauptfrage ist doch die. Wie will Herr Schubert das tief beschädigte Vertrauen in Blue Cap und in seine Person wieder herstellen und das möglichst bevor weiterer Schaden für die Aktionäre entsteht?


Ich frage mich eigentlich warum hier immer wieder von einem großen Vertrauensverlust geredet wird. Mein Vertrauen in Dr. Schubert ist in letzter Zeit immer mehr gestiegen.

Teil 1:
Als bekannt wurde, dass Schubert seinen großen Anteil an Blue Cap Aktien verkauft hatte, Partnerfonds Aktien gekauft hatte und verkündet hatte, dass man mit Partnerfonds zusammen gehen will da war mein Vertrauen auf einem niedrigen Stand. Meine Befürchtung war: Herr Schubert ist kein Blue Cap Aktionär mehr. Evtl. wäre es sogar für Ihn von Vorteil, wenn Blue Cap günstig in Partnerfonds aufgeht, wo er ja mittlerweile Anteilseigner ist. Schubert hätte theoretische einen Deal mit Kolbe zum Nachteil der Blue Cap Aktionäre einfädeln können .Vor der HV hatte ich einen Teil der Aktien verkauft. Die Euphorie von bspw. Sirmike über den Super Deal konnte ich damals nicht nachvollziehen.

Teil 2:
Auf der HV hat Schubert einen großen Teil meiner Befürchtungen zerschlagen. Ich habe einerseits erkannt, dass er für jede Beteiligung schlüssige Pläne hat. Die Übernahme von Knauer ist sehr zum Vorteil von Blue Cap erfolgt und er machte glaubhaft, dass der Zusammenschluss mit Partnerfonds nicht zum Nachteil der Blue Cap Aktionäre erfolgen wird. Nach der HV ging der Kurs in den Keller, was ich nicht nachvollziehen konnte. Andere Aktionäre hatten konkrete Aussagen vermisst. Aber für mich war logisch, dass man nicht während den Verhandlungen den Status kommentiert.

Teil 3:
Den möglichen Zusammenschluss mir Partnerfonds habe ich immer kritisch gesehen. Insofern freut es mich, dass man sich hier nicht von Partnerfonds die Bedingungen für einen Zusammenschluss diktieren lässt. Dass man die Bedingungen für den Aufkauf von 5 Beteiligungen von Partnerfonds ablehnt zeigt mir, dass Schubert im Sinne der Blue Cap Aktionäre handelt. Dass die initialen Pläne für die Zusammenführung mit Partnerfonds so nicht aufgehen wie man sich das vorgestellt hatte – ist halt so. Lieber keine Zusammenführung als eine mit schlechten Konditionen. Das entscheidende ist aber, dass ich das Gefühl habe, dass Herr Schubert die Blue Cap AG als sein Baby ansieht. Er lässt Blue Cap nicht über den Tisch ziehen - unabhängig davon wie viele Aktien er an Blue Cap hält.
Was mich nun allerdings erstaunt ist, dass gerade jetzt wo mein Vertrauen wieder gestärkt wird bei anderen das Vertrauen schwindet - Teilweise mit Unterstellungen die ich nicht nachvollziehen kann.
Auf Basis der letzten Monate ist mein Vertrauen in Schubert gestiegen.
Das Thema Partnerfonds würde ich am liebsten beendet sehen. Hierzu denke ich aber, dass Schubert mehr Pfeile ich Köcher hat. Bis zur HV im Juni kann noch einiges passieren. Ich bin guten Mutes und werde nicht meine Aktien mit einem Abschlag von 50% zum NAV auf den Markt schmeißen.

Gruß,

Johannes
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.654.714 von Strive_and_Prosper am 17.01.19 16:48:46
Zitat von Strive_and_Prosper: Nutzt dazu bitte entweder direkt diesen Thread oder kontaktiert mich sonst gerne auch per Boardmail.
Ich werde einen entsprechenden Fragenkatalog dann bis spätestens Montag, 21.01.2019 zusammenstellen.

Eine sinnvolle Einleitung in ein Interview wird vermutlich vorangestellt werden. Nachfolgend ein paar Fragen-Vorschläge an Dr. Hannspeter Schubert für den anschließenden Teil:

1. Hat es Sie überrascht als im Dezember durch die Großaktionärin PF AG ein Antrag auf eine ao-HV erfolgt ist und Sie als CEO der BC AG abgesetzt werden sollen? Warum waren die Grundzüge der Zusammenarbeit mit der Transaktion im Juni´18 nicht festgelegt worden, so dass erst im Nachgang solch gravierende Differenzen deutlich geworden sind - oder hatten Sie einen derartigen Fortgang mit einkalkuliert?

2. Sie haben die Einberufung der ao-HV abgelehnt, im Kern mit der Begründung, dass die vorgeschlagenen Erwerbe der Beteiligungen von der PF AG zum Nachteil der BC AG wären: Ist der verlangte Preis aus Ihrer Sicht zu hoch oder sind weitere nachteilige Bedingungen vorgeschlagen worden (z.B. eine KE / Erwerb durch eigene Aktien oder andere Bedingungen)?

3. Ist der Kauf von Beteiligungen der PF AG durch die BC AG vor einer Verschmelzung auch aus Ihrer Sicht grundsätzlich sinnvoll?

4. Wie wäre Ihre präferierte Strategie für die - vermutlich weiterhin geplante - Zusammenführung der Unternehmen, z.B. ein Erwerb der PF AG durch die BC AG? Müssen sich die Aktionäre der BC AG auf eine Kapitalerhöhung zu diesem Zweck gefasst machen?

5. Als wichtiger Aktionär der PF AG, wie schätzen Sie persönlich die Arbeit der dortigen Geschäftsleitung um ihren CEO, Oliver Kolbe, derzeit ein? Waren Ihnen die Vorgänge und bis heute andauernden Streitigkeiten bei der mic AG - bei der Herr Kolbe bis 2016 als Vorstand tätig war - bekannt und hatte/hat das einen Einfluss auf Ihre Einschätzung? Falls Sie die Geshäftsgebaren der PF AG und ihren zerstrittenen Eigentümern negativ einschätzen, weshalb erscheinen Ihnen Geschäftsbeziehungen mit und sogar Teilhabe an diesem Unternehmen erstrebenswert?

6. Ist es aus Ihrer Sicht nicht zu erwarten, dass die Anträge der Großaktionärin, aufgrund der Mehrheitsverhältnisse, auf der nächsten HV der BC AG angenommen werden? Planen Sie Ihrerseits daher auf der kommenden HV der PF AG einen Antrag auf Vertrauensentzug gegenüber dem Vorstand der PartnerFonds (oder würden einen solchen unterstützen), um dies noch abzuwenden?

7. Nach einem Zusammenschluss der BC AG mit der PF AG, wer wäre Ihr Wunschkandidat für die CEO-Position des verschmolzenen Unternehmens? Sehen Sie sich selbst im Aufsichtsrat dieses gemeinsamen Unternehmens?

8. Würden Sie einräumen, dass das derzeitige operative Geschäft der BC AG unter den Streitigkeiten mit der Großaktionärin leidet? Immerhin fand z.B. ein für 2018 geplanter Kauf nicht statt.... Liegen weitere Kaufaktivitäten somit bis zur Klärung der Situation mit der PF AG auf Eis bzw. was sind Ihre (operativen) Pläne für die BC AG für 2019?

9. Was sind aus Ihrer Sicht die nächsten sinnvollen Schritte auf dem Weg der Zusammenführung mit der PF AG?

10. Seit Ihrem Verkauf der Anteile an der BC AG hat der Kurs deutlich nachgegeben. Welchen Ausblick können Sie den Freefloat-Aktionären, die Ihrem Unternehmen dennoch die Treue gehalten haben, zu den Aussichten aber auch zu Ihrem persönlichen Commitment sagen? Warum ist eine Investition in die Blue Cap AG heute eine gute Idee?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.752.647 von bean-counter am 31.01.19 08:29:17
Zitat von bean-counter: Gibt es denn eine Antwort von Dr. Schubert auf die Interviewanfrage?


Ich habe heute die Auskunft erhalten, dass die BC nach längerer interner Prüfung entschieden hat, zu den Fragen keine Auskunft zu geben und dies mit dem laufenden Gerichtsverfahren begründet.
Sobald es möglich sei, eine Auskunft zu erteilen, wolle man erneut auf mich zukommen.

Persönlich bedauere ich die Entscheidung natürlich, kann sie jedoch inhaltlich voll umfänglich nachvollziehen.
Insgesamt habe ich den Eindruck gewonnen, dass man sehr am Austausch mit den Aktionären interessiert ist, jedoch nach interner juristischer Prüfung keinerlei mögliche Angriffsfläche bieten will.

Ich bedauere es etwas, dass ich an dieser Stelle keine anderen Nachrichten überbringen kann, teile jedoch das konservative Vorgehen der AG und auch dass man um Sachlichkeit bemüht ist.
Alle relevanten Informationen sind so oder so öffentlich zugängig - die Fakten liegen ja auf dem Tisch;)
Ich werde in jedem Fall auf der HV anzutreffen sein, vielleicht gibt es aber ja auch davor schon die Möglichkeit etwas zu berichten.

Schönen Gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.543.402 von twisterfriend am 11.05.19 10:40:13
die Filterblase von Kontingent muss man akzeptieren
...sein Superheld Schubert ist gerade verwurstet worden, sozusagen vom eigenen Cape in die Turbine gezogen („...never capes!“). Wenn in der aktuellen Blue-Cap-Adhoc explizit nur die Herren Galeazzi und Grenz als neue AR-Mitglieder genannt werden, und Schubi-Dubi ausdrücklich nicht, dann kann man es wohl als Trauma-Bewältigung sehen, wenn man sich an einer 2018er-Verlautbarung festklammert, wie ein greinendes Kind an seiner Mama...😋

Sorry, Konti, aber ich habe so lange unter Deinem Schubsi-Betschwestersyndrom und dem zugehörigen Satzzeichen-Operatoren-Dünnpfiff gelitten, da darf ich mich wohl mal revanchieren 😂. Nimm’s sportlich 🤗

Ich gehe davon aus, ich war nicht alleine genervt...:keks:
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.553.254 von kontingent am 13.05.19 12:15:57
Zitat von kontingent: Meingott Kissig-sirmike : Deine wortreich-schwatzschweifig hier vorgetragen Klookschietereien sind ja nichts-anderes als ein monströs textlich aufgebautes Rechtfertigungs-Konvolut Deiner-Fehleinschätzungen in Sachen der Fusion der noch getrennten AGs PartnerFonds + BlueCap zu : 1AG


es ist genau anders herum: sirmike hat in seinem Beitrag eine klare Analyse vorgenommen und den Sachverhalt gut nachvollziehbar geschildert. Gut gemacht!

Dein`Beiträge´ hingegen entsprechen sich in Form und Inhalt: komplett wirres Zeugs.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.638.552 von kontingent am 07.10.19 16:37:22Moin,

also in der Daumen Bewertung liegt Inhaber deutlich vorne ;)

Deine Argumentation ist aber auch ein echter geistiger Tiefflug. Da kannst Du auch sagen:
Wenn Continental es schafft zukünftig Autoreifen aus Sauerteig herzustellen, können die ganz groß ins Backwarengeschäft einsteigen 🙄😂
Also, vor dem Schreiben erst den Strom anschalten.... ..aber auch keinen Starkstrom, das geht auch schief.

Gruß

up

PS: Es gehört mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben.
Blue Cap | 17,58 €
Blue Cap Präsentation
Moin,

auf Anfrage hat mir die IR die aktuelle Unternehmenspräsentation von der MKK München übersandt.
Interessant. Demnach läuft es bei Gämmerler noch nicht rund, hoher Sonderaufwand für Softwareumstellung. Umsatz in 2017 war geringer, soll in 2018 aber wieder deutlich zulegen.
SMB David hat in Produkt und Anlagekonzepte investiert und wird auch den Umsatz in 2018 (deutlich) steigern, bei positiven Ebit.
Carl Schäfer ist auf einem guten Weg, deutliche Umsatzsteigerung für 2018 geplant. Wisap positiv, aber Umsatz und Ebit rückläufig, Neuzertifizierung für den Chinesischen Markt, Neuentwicklung und Markteinführung (wahrscheinl. hohe Kosten).
Bei allen anderen brummt es! Planatol + Inheco + Neschen + Nokra... Greiffenberger noch Investitionsstau..
Alles ohne Knauer

Ich habe hier meine Meinung zu der Präsentation kund getan, wer genaueres wissen möchte, Nachricht BM mit E-Mail. Ich leite Euch die Präsentation gerne weiter :)

Da geht noch einiges.. und es kommen ja noch weitere Übernahmen ;)

Gruß

up
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.798.040 von kontingent am 05.02.19 17:48:15
Zitat von kontingent: … „unser sirmiki“ hat sich mit Blue Cap bös verzockt : und : um das zu kaschieren : hat miki eben mal bei < iNTELLiGENT iNVESTiEREN > aus Hannspeter Schubert einen „Zocker“ gemacht … Inzwischen dürfte jedermann klar sein, dass sich Hannspeter Schubert beim Verkauf seines 44-prozentigen Aktienpakets an der Blue Cap AG [WKN: A0JM2M] mächtig verzockt hat

… da war es noch ein „DreckigesSpiel“ und jetzt ist es für miki ein „TrauerSpiel“ … wahrscheinlich wurde es für miki jetzt ein WechselSpiel der Gefühle : weil ER erkannt hat, dass ER zuviel Blue-Cap-Aktien zu billig aus seinem Depot geschmissen hat …


Solche Kommentare sind einfach nur kindisch, inklusive "witziger" Namensänderung(miki, haha)
Dass man zu Aktien seine Meinung auch ändern muss, liegt wohl in der Natur der Sache.
Wir fragen uns schließlich alle, wie es dazu kommen konnte, dass sich Schubert mit der PartnerFonds AG eingelassen hat.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.339.007 von straßenköter am 12.04.19 10:00:45Gleiches dürfte dann auch wohl für den Passus zur Abwahl des AR und der benötigten 2/3 Mehrheit gelten. Somit müsste es so sein, dass eine einfache Mehrheit nicht ausreicht für die Abwahl.


Zitat von sirmike:
Zitat von Inhaberschuldverschreibung: Meine Wunschvorstellung ist ja immer noch, dass Kolbe auf der nächsten HV von PF rausgeschmissen wird. Verstehe nicht, wieso du dem so unrealistisch gegenüberstehst Sirmike.
Bei einer rechtskräftigen Verurteilung, dürfte er doch ohnehin nicht weiter als Vorstand agieren.
Ich denke, im Hintergrund wird HPS versuchen die PF Aktionäre für seine Idee zu gewinnen und sich kurz- bis mittelfristig durchsetzen. Solange der NAV-Abschlag bestehen bleibt, sitze ich das auch aus. Und ich möchte nochmal betonen, dass HPS vorher wusste mit welcher Schlange er sich da einlässt. Der gute wird schon Plan B, C und D im Kopf gehabt haben, bevor er das tat.


Die HV kann ja den Vorstand nicht rausschmeißen, das ist Sache des Aufsichtsrats. Sieh Dir mal das Verlangen der PF AG an zur Einberufung einer außerordentlichen HV bei der Blue Cap. Die wollten den AR abberufen und die HV sollte dem CEO Dr. Schubert das Misstrauen aussprechen - damit der neu gewählte (und auf PFs Vorschlag besetze) Aufsichtsrat dann eine fundierte Handhabe hat, den CEO vor die Tür zu setzen.

Genau so müsste das bei PF laufen. Nur dass da niemand ein Aktienpaket von 44% hat ("nur" der Treuhänder bündelt ja signifikant Stimmrechte und Dr. Schubert mit 4% oder 5% oder eitwas mehr, wenn er denn Aktien zukaufen konnte inzwischen) und dem entsprechend völlig offen ist, wer wie abstimmen wird.

Dass man nach objektiven Kriterien für den Rausschmiss von Kolbe und Ersetzen des ihn stützenden Aufsichtsrats bei der PF AG sein müsste, da stimme ich ja völlig mit Dir überein. Die Frage ist aber ja, ob sich dafür auf der HV der PF AG eine Mehrheit findet...

Und zu den Gerichtsverfahren. Nö, solange es um den Zivilprozess wegen Schadensersatz geht, ist ein Urteil keinesfalls "schlimm" für Kolbe. Für einen Aufsichtsrat wäre es womöglich eine geeignete Grundlage, und ihn zu entlassen. Wenn der AR denn will. Müssen tut er dann nicht. Was die strafrechtliche Seite angeht, kommt es ebenfalls darauf an. Wenn es lediglich eine Geldstrafe gibt, muss das nicht zwangsläufig zur Entlassung eines Vorstands führen. Wenn da mehr bei raus kommt, ggf. sogar Gefängnis, dann schon. Die Hürden im Strafverfahren sind aber wesentlich höher als im Zivilprozess. Beim Strafverfahren muss "zweifelsfrei" bewiesen werden, dass jemand eine Straftat begangen hat. Das dürfte nicht ohne Weiteres so einfach sein.

Aber... auch hier wissen wir nicht, wie die Belege/Beweise aussehen und wie die Sache ausgeht. Und wie lange die Verfahren dauern. Ggf. wird es ja auch zu Berufung und vllt. auch Revision kommen. Wird sich also länger hinziehen und genau das ist ja mein Einwand, dass sich die Situation eben nicht in ein paar Wochen klärt, sondern wir bei der Blue Cap noch längere Zeit mit der Ungewissheit leben werden müssen.

Sollte sich das schneller in Wohlgefallen auflösen (z.B. durch eine Einigung von Dr. Schubert mit PartnerFonds), fände ich das klasse. Das würde den Investmentcase gleich wieder viel klarer machen! Und deutlich höhere Kurse ermöglichen.


Danke für deine Antwort, man lernt nie aus. Beim Rausschmiss des Vorstandes hast du natürlich recht, da hat sich wohl ein Denkfehler eingeschlichen bei mir :rolleyes: .
Bleibt nur zu hoffen, dass sich einige Aktionäre der PF finden, die dem Kolbe ein Ende machen.


Zu den restlichen Diskussionsteilnehmern möchte ich noch sagen, dass das nachlesen zurzeit keinen Spaß macht durch diese lächerlichen Schuldzuweisungen und Zitierungen. Jedem obliegt es, seine Meinung zu ändern, gerade wenn es neue Tatsachen/Fakten wie bei der BC gibt. Auch entscheidet jeder selbst, bevor er den Kaufbutton im Depot drückt. Dieses zitieren von Altbeiträgen von Sirmike ist schon ein wenig Kindergarten-Theater.
Sorry kontingent, aber mittlerweile ist das hier seit einigen Seiten von dir nur noch ein (unprofessionelles) gebash in Richtung sirmike, dass mit Sachlichkeit nichts mehr zu tun hat.

So klar, eindeutig und damit risikofrei ist die Situation bei weitem nicht. Man kann sowohl im Bericht des Vorstandes wie auch im Bericht des Aufsichtsrates durchaus die "Konfliktlage" a la sirmike sehen/lesen. Zum einen durch das was drin steht und was vor allem auch nicht drin steht.

Allein in der von nobody zitierten Passagen lassen bereits zwei Sätze die Interpretation zu, dass es bisher keine abschließende Klärung gegeben hat und weiterhin, wenn notwendig, auf Konfrontation gegangen wird.

Vorstand: "Dennoch bleiben wir konstruktiven Gesprächen zur Prüfung von Potentialen für ein Zusammenwirken mit der PartnerFonds gegenüber aufgeschlossen, sofern es für die Blue Cap AG und alle Aktionäre der Gesellschaft von Vorteil ist."

Aufsichtsrat: "Der Aufsichtsrat wird den Vorstand auch künftig bei der Ausrichtung der Beziehung zum neuen Großaktionär eng begleiten und ein Zusammenwirken unterstützen, sofern es für die Blue Cap AG von Vorteil ist."
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.766.965 von Blauer-Investor am 08.06.19 21:58:37
Welche Rechtsanwälte haben gesprochen
Hallo Blauer Investor

Der eine der beiden Rechtsanwälten die Kolbe ordentlich eingeheizt haben war Dr. Oliver Kraus. Er ist Rechtsanwalt bei Tricon Rechtsanwäte & Steuerberater. Laut Linked in ist er AR Vorsitzender bei infas Holding AG und stellvertretender AR Vorsitzender bei SHS Viveon
Er erinnerte Kolbe daran,
- dass man bei der HV von Partnerfonds einen Kassentausch in Aussicht gestellt hätte.
- dass das Verlangen nach einer außerordentlichen HV als rechtsmissbräuchlich verurteilt worden ist
- Das Unterschieben von Assets zu überhöhten Preisen nennt man juristisch Untreue zu die er Herr Schubert anstiften wollte
- Kolbe bei der Mic AG fristlos gekündigt wurde und dass die außerordentlichen Kündigungsgründe auch vor Gericht bestätigt wurden
- Kolbe wird von der MIC AG nicht nur der Untreue, sondern auch der Bilanzmanipulation beschuldigt.
Es machte Spass Herrn Kolbe ins Gesicht schauen zu können.

Der zweite Rechtsanwalt war Franz Enderle: Er verlangte, dass Blue Cap die PF AG wegen dem rechtsmissbräuchlichen Vorgehen auf Schadensersatz verklagt. Hierzu wollte er von den neuen AR-Mitgliedern wissen wie sie dazu stehen. Die Antwort war, dass man das gemeinsam mit dem Vorstand von Blue Cap prüfen wird. Außerdem gab er der Evoco den Rat sie möge doch einfach Herrn Kolbe vor die Tür setzen. Das sei der schnellste Weg um den Wert der Firmen zu steigern.

Gruß,

Johannes
Vorstandsgespräch
Blue Cap AG – Größere Transaktionen, größerer Hebel

BankM: War der Neschen-Deal damit Ihr persönliches Highlight des vergangenen Jahres?

Schubert: Definitv. Aber insgesamt sind die Entwicklungen in unseren Beteiligungsunternehmen sehr positiv. Die Sanierungsfälle arbeiten sich langsam heraus und unsere Wachstumsinvestitionen machen sich zunehmend bezahlt.
So hat beispielsweise WISAP ( ... http://www.wisap.de/ ... ) im vergangenen Herbst endlich die Zertifizierung für den chinesischen Markt erhalten, so dass wir gemeinsam mit unserem dortigen Partner jetzt richtig angreifen können.
Und auch der Einstieg in das Edelmetall-Geschäft ist in Zeiten inflationsgetriebener Wertsteigerungen und währungspolitischer Unsicherheit eine hervorragende Abrundung unseres Beteiligungsportfolios.

BankM: Die Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH sticht im Blue Cap Portfolio sicherlich hervor – und das nicht nur aufgrund des goldenen Anstrichs. Welche Pläne haben Sie mit der Gesellschaft?

Schubert: Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich zunehmend auf Sachwerte und damit auch auf Gold. Carl Schaefer ist äußerst professionell im Bereich Recycling und Analyse. ( ... http://www.carl-schaefer.de/en/ ... http://www.carl-schaefer.de/rueckblende-inhorgenta-munich-20… ... ) Diese Kompetenz werden wir im laufenden Jahr durch den Goldhandel und das Auflegen eigener Goldprodukte erweitern. Wir wollen die gesamte Wertschöpfungskette abdecken.

BankM: Welche operativen Ziele haben Sie sich für 2017 denn gesetzt? Ist der positive Auftragsbestand Beleg dafür, dass nach der Verbesserung der Ergebnissituation auch das organische Umsatzwachstum anspringt?

Schubert: Wir haben eine klare Roadmap für jedes Unternehmen. Sanierungsmaßnahmen sind immer zeitlich befristet und sollen dann zeitversetzt und branchenabhängig in ein Ertrags- und Umsatzwachstum überführt werden. Genauso wie die Investitionen in Anlagen, Forschung und Neuentwicklungen, die wir in nahezu allen unseren Unternehmen getätigt haben. 2017 setzen wir deshalb auf die Weiterverfolgung der Wachstumspläne in den einzelnen Beteiligungsunternehmen, vor allem bei Gämmerler. ( ... http://www.gammerler.de/home/ ... ) Ich gehe davon aus, dass wir Umsatz und EBITDA in allen Unternehmen verbessern.

BankM: Das klingt, als ob sich die Aktionäre tatsächlich berechtigte Hoffnungen auf eine erstmalige Dividendenausschüttung machen können. Wie konkret sind Ihre diesbezüglichen Pläne und welche mittelfristige Strategie verfolgen Sie dabei?

Schubert: Unsere Strategie ist langfristig auf den Aufbau einer Industrieholding gerichtet, die in der Lage ist selbstständig zu wachsen, durch Diversifizierung auch in Krisen gut gerüstet zu sein und den Aktionären eine Rendite in Form von Dividenden zu zahlen. Basierend auf dem Ergebnis 2017 planen wir den Beginn einer nachhaltigen Dividendenpolitik.

http://www.bankm.de/webdyn/177_nla_Momentum.html
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.544.795 von tzadoz2014 am 16.03.17 09:22:18
Mein Gespräch gestern mit der IR
Hier teilte man mir mit, dass derzeit einige hochinteressante Beteiligungen geprüft werden, jedoch der Preis viel zu hoch sei.

Der Kontex war, dass man ist derzeit voll in der Arbeit steckt, hat kaum Zeit zum Luftholen hat und daher vermute ich, dass man hier mit Neschen noch viel zu tun hat. Aber die gute Nachricht war, dass die Geschäfte im Q1 ausgezeichnet laufen und man hier sehr zufrieden ist.

Einen schönen Tag noch.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.588.843 von Michale am 22.03.17 12:50:28
Zitat von Michale:
Zitat von user78: Neschen AG

http://www.dgap.de/dgap/News/adhoc/neschen-veraenderung-vors…


Weshalb ist das für Blue Cap relevant, Blue Cap hat doch nur das operative Geschäft der Neschen AG übernommen, nicht die AG selbst?

http://www.blue-cap.de/investor-relations/news/news-detail/a…

"Der Geschäftsbetrieb wird von der neu gegründeten Neschen Coating GmbH, einer 100%igen Tochter der Blue Cap AG, übernommen und fortgeführt. Geschäftsführer der „neuen“ Neschen Gesellschaft ist Herr Kai Tittgemeyer. "
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.399.721 von Kleiner Chef am 03.10.16 20:26:20
Erkenntnisse aus der Präsentation der Münchner Kapitalmarktkonferenz (MKK)
Vorneweg: Ich war selbst nicht auf der MKK. Die Folien wurden mir auf Nachfrage zugeschickt.
Blue Cap plant für 2017 eine Umsatzsteigerung auf 160 Mio. € (2016: 97,5 Mio. €).
Das Ebit soll auf von 4,4 Mio. € auf 8 Mio. € erhöht werden. Blue Cap zeigt in der MKK-Präsentation je Tochtergesellschaft einen Chart für die Umsatz- und Ebit Entwicklung. Ich habe die Charts nach Excel kopiert und ein gleich skaliertes Diagramm darübergelegt um die Zahlen ablesen zu können. Im Folgenden will ich die 3,6 Mio. € Ebit-Steigerung auf die Gesellschaften herunterbrechen.
Ebit Verbesserungen:
Gämmerler +1,1 Mio. € (von -1680T€ auf -540T€) bei stagnierendem Umsatz
Neschen +1 Mio. € (neue Beteiligung die ab Dez. 2016 konsolidiert wird – ca. 57 Mio. € Umsatz in 2017 erwartet)
Wisap +0,4 Mio. € Ebit (von -445T€ auf -40T€; stagnierender Umsatz von 1,8 Mio. €)
Carl Schäfer +0,2 Mio. € (von -385T€ auf -195 T€; Umsatzanstieg von 11,4 auf 15,4 Mio. €)
Nokra +0,1 Mio. € (Umsatzanstieg von gut 2 Mio. € auf knapp 3 Mio. €)
SMD David +0,1 Mio. € (Umsatzanstieg von 3,6 auf 3,95 Mio. €)
Planatol +0,0 Mio. € (trotz Umsatzsteigerung von 36,6 Mio. € auf 39,4 Mio. €)
Zwischensumme der positiven Veränderungen ist knapp +3 Mio. €

Ebit Rückgänge
Biolink -0,1 Mio. € Ebit (trotz einer Umsatzsteigerung von 16,4 Mio. € auf 17,7 Mio. €)
emTec -0,3 Mio. € Ebit (Bei stagnierendem Umsatz reduziert sich das Ebit von 1,0 Mio. € auf 0,7 Mio. €)
Die Ebit-Rückgänge bei Biolink und emTec sind für mich ziemlich enttäuschend. Schließlich hatte Kleiner Chef und auch ich insbesondere bei diesen beiden Firmen eine starke Umsatz- und Ergebnisdynamik erwartet (siehe Zitat unten). Kleiner Chef hatte im Oktober 2016 bei EmTec für 2017 mit einer Umsatzsteigerung von +20% auf 9 Mio.€ gerechnet bei gleichbleibender Marge. Blue Cap plant nun eine stagnierende Umsatzentwicklung bei einer um ca. 30% verringerten Marge. Bei Biolink erhoffte sich kleiner Chef eine Umsatzsteigerung auf ca. 20 Mio. € bei gleichbleibender Marge. Nun plant Blue Cap ein Umsatzanstieg auf knapp 18 Mio. € und ein ggü. 2016 leicht reduziertes Ebit.

Die Gesamtsumme der Ebit-Veränderungen ist nach Auswertung der Charts aus der Präsentation +ca. 2,6 Mio. €. Somit fehlt also eine Mio. zu der geplanten Ebit Steigerung von +3,6 Mio. € auf 8 Mio. €. Diese Lücke könnte durch die neu gegründete Gesellschafte Blue Cap Asset Management geschlossen werden. Meine Vermutung ist, dass man über diese Gesellschaft den geschlossenen Standort von Gämmerler verkauft und somit stille Reserven hebt. Über die Gründung einer Gesellschaft „Asset Management“ bekommt man diesen Sonderertrag in das operative Ergebnis obwohl dieser Deal nicht viel mit der operativen Entwicklung der Gesellschaft zu tun hätte.
Ich hatte die IR-Abteilung mit ein paar Fragen kontaktiert. Sie hatten gerade keine Zeit und wollten sich zurückmelden. Nun bekam ich eine Mail, dass meine Fragen aus Gründen der Gleichbehandlung nicht beantwortet werden können. Evtl. kann jemand der die MKK besucht hat hier Erkenntnisse beisteuern.
Da ich von der Entwicklung bei Em-tec und Biolink etwas enttäuscht bin, meine Fragen nicht beantwortet wurden und die Aktie sehr gut gelaufen war, habe ich meine Gewichtung in Blue Cap stark zurückgefahren. Gekauft bzw. aufgestockt habe ich zuletzt bei Petrowelt und AT&S. Der realisierte Gewinn mit Blue Cap ist ca. 60% :)

Ein weiterer Grund Blue Cap zu verkaufen liegt in der mangelnden Seriosität der Aussagen von Schubert. So verkündete er letztes Jahr vollmundig, dass man in 2016 auch ohne Neschen die 100 Mio. € Marke erreicht hat. Tatsächlich hat man dieses Ziel trotz Konsolidierung von Neschen ab Dezember, (was ca. 4 Mio. € zum Umsatz beigesteuert haben sollte), um 3 Mio. € verfehlt.

Viele Grüße,
Johannes Wild


Zitat von Kleiner Chef: Beim Emtec Wachstum von 75 % zeichnet sich eine zweite Biolink Story ab!

Ich verweise auf die beiden Mitteilungen von Em-Tec aus 2015. Zunächst mit Satorius Stedim, die auf die Vermarktung der Em-Tec Produkte im Bereich des Biotech-Sektors abzielt. Ende 2015 wurde dann eine Kooperation mit Medistim vermeldet. Dieses junge, skandinavische Unternehmen vermarktet weltweit Herz-Lungen Maschinen und Gefäß-Geräte. In den neuen Generationen werden die Blut-Messsysteme von Emtec integriert.

Was wir jetzt sehen beim Wachstum ist das Resultat dieser angeführten Kooperationen. Wenn man die Dynamik im Wachstum von Satorius Stedim und Medistim sieht, die beide jährlich mit 20 % wachsen, dann kann die Entwicklung von Em-Tec zum Halbjahr eher als Beginn einer neuen Wachstumsphase interpretieren als eine Eintagsfliege.

Wenn man für 2017 nun weiteres Wachstum von 20 % auf 9 Mill. Euro annimmt, dann führt dies zu einer Neubewertung von Em-Tec. In meinen bisherigen Wertansäten wurde Em-Tec in der Sum of the Parts Betrachtung mit weniger als 5 Mill. Euro angesetzt. Wenn die obige Entwicklung sich einstellt für 2017 dann geht die Bewertung von EM-Tec in Richtung 20 Mill. Euro.

Biolink und Em-Tec stehen mittelfristig für einen Gegenwert von 15 Euro je Blue-Cap Aktie!

Gehen wir für Biolink bis 2018 weiterhin von einem moderaten Wachstum aus, dann steigt die Bewertung auf 40 Mill. Euro, bei proportionalen Ergebnisanstieg zu 2016 und einem Umsatzwachstum auf 20 Mill. Euro.

Em-Tec wächst bis 2018 auf einen Unternehmenswert von 20 Mill. Euro oder darüber, bei der oben aufgezeigten Umsatz und Ergebnisdynamik. Dann ist Em-Tec mit einer Umsatz-Multiple von 2 angenommen. Nimmt man Satorius oder Medistim zum Vergleich, so ist das konservativ, denn diese Unternehmen sind mit einem Umsatzfaktor von bis zu 5 bewertet bei gleichhohen Margen mit 25 % wie bei Em-Tec bereits in der Vergangenheit gesehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.991.098 von hugohebel am 22.05.17 08:57:23
Biolink Verkauf: Ebit Multiple von 10 bis 12 oder 20 Mio. Untergrenze
Hallo Hugohebel,
Warum nennst Du nur 20 Mio. € als Untergrenze. In der MKK Präsentation wurde für Biolink für das Jahr 2017 ein Ebit von ca. 3,55 Mio. prognostiziert. Wenn man die von Dir genannten Multiples von 10 bis 12 ansetzt *90% Beteiligungshöhe dann landet man zwischen 32 und 38 Mio. € Verkaufserlös bzw. 8€ bis 9,6€ Verkaufserlös je Aktie. Dies dürfte ordentlich Geld in die Kassen spülen und zu einem starken Sondergewinn führen. Der Nachteil ist, dass für die Folgejahre zunächst einmal etwa die Hälfte des Jahres-Ebits wegfällt, falls man die Biolink Beteiligung nicht bald durch anderweitige lukrative Zukäufe ersetzen kann. Aber ich denke, dass man hier relativ zügig neu investieren wird.

Ich hatte ja neulich den prognostizierten Ebit-Rückgänge bei Biolink und Em-Tec ggü. 2016 bemängelt und meine Aktien verkauft. Der Hintergrund für die Ebit-Reduzierung bei Biolink war laut KC, dass die Reorganisation und Standorterweiterung zu Vorlaufkosten führen. Der Umzug nach Bad Tölz wurde auf 2020 verschoben und Kapazitätsengpässe hätten anderweitig beseitigt werden müssen. Insofern lief zuletzt nicht alles rund bei Biolink. Man hat sich nicht nur vom besten Pferd im Stall, sondern auch von Problemen getrennt.
In Summe gehe ich von einem stark wertsteigenrden Deal aus und die Halbjahreszahlen werden für Furore sorgen. Im Gegensatz zu KC habe ich heute Morgen wieder Aktien von Blue Cap zum Kurs von 11,5€ gekauft. Dass KC heute verkauft hat wundert mich sehr. An weiteren Erörterungen von KC und wäre ich sehr interessiert.

Zitat von hugohebel: Da hier ein Käufer auftritt der sicherlich viel Synergieeffekte heben kann rechne ich mit einem sehr guten Verkaufspreis. 10-12x EBIT sollte hängengeblieben sein. 20 Mio. Euro würde ich als Untergrenze sehen.
Ein paar Informationen und Einschätzungen zum Biolink Verkauf!
Wie das Leben so spielt. Der Verkauf geht an meinen aktuellen Arbeitgeber.
Saint-Gobain.

Ich habe die Position von Bluecap nicht verkauft heute, sondern reduziert, weil
ein Verkaufsauftrag plaziert war. Das mit dem Verkauf von Biolink nichts zu tun.
Deshalb: Werde ich darüber nachdenken die Position wieder aufzustocken.

Biolinks EBIT lag in den letzten Jahren bei 4 Mio. Euro (siehe MKK-Präsentation)
In 2016 und 2017 etwas darunter. In der Spitze kommt man also auf EBIT Margen von etwa 25 %.
Das aktuell das Niveau etwas niedriger liegt, kann zwei Gründe haben.
a) Die Abgaben für Zentralfunktionen der Blue-Cap variiert schon mal
b) Muss man die Kapazitäten ausbauen, was mit Vorlaufkosten verbunden ist.

Zuletzt hat man Biolink-Anteil von 80 auf 90 % erhöht in 2013. Wenn man dem Cashflow
Statement folgt hat man für 10 % 550 TEuro bezahlt. Die ersten 80 % hat man in 2009
im Gesamtpaket mit Planatol erworben, deutlich günstiger als die Aufstockung, so meine
Einschätzung.

Das Eigenkapital liegt nach meiner Berechnung bei 11-12 Mio. Euro bei Biolink Ende 2016.
Ich gehe von einer Untergrenze beim Verkauf von 30 Mill. Euro aus. Ansonsten verstehe ich
den Deal nicht wirklich.

Bedeutet: In Summe sollte etwa 20 Mill. Euro an Ergebniseffekt durch den Verkauf heraus-
kommen. Das ist meine persönliche Einschätzung.

gruß
@Kontigent

Ne ich hab einfach nur deine Aussage nicht verstanden bzw. dessen Relevanz für BC. Außerdem hast du es doch so klingen lassen und extra die 27,5 Mio ausgerechnet, wofür auch immer.
Die Trennung zwischen Privatvermögen und Gesellschaftsvermögen ist mir bewusst, Danke. Das die 27,5 in seinem Vehikel verbleiben auch und das er bei Veräußerung nur 5% versteuern muss aufgrund seines Beteiligungsvehikels auch.

Das sich heutzutage jeder direkt auf den Schlips getreten fühlt und direkt persönlich wird weil man eine Nachfrage stellt. Schon großes Tennis
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.024.231 von ooy am 20.06.18 10:20:41
Zitat von ooy: Lesezeichen...


Sind das schon die ersten die wegen Priors Verzehnfachung kommen:D

Es gibt eine Funktion in deinem Browser die nennt sich "Zu Favoriten hinzufügen", dann musst du nicht mehr "Lesezeichen" schreiben ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 58.719.418 von upanddown1 am 17.09.18 16:17:53
Zitat von upanddown1: danke konti, sehr lesenswert!
43 % Kurspotential von einem renommierten Analystenhaus :eek: das lasse ich mir gern gefallen und warte auf noch bessere News.. ..wie z.B. den NAV


Blue Cap hatte den NAV per 31.12.2017 mit 102,40 Mio. Euro angegeben - darin war Knauer-Uniplast noch nicht enthalten. Geht man davon aus, dass der Verkauf von WISAP in etwa zum NAV erfolgt ist, ändert dies nicht (da WISAP vergleichsweise klein ist/war, hat der Verkauf eh kaum Auswirkungen). Der NAV lag also per 31.12.2017 bei mindesten 30 Euro (inkl. Knauer). Er wird also kaum gefallen sein zum 30.6. Bei einem Aktienkurs von 22 Euro bieten sich knapp 40% Kurspotenzial bis zum Erreichen des NAV. Und dann wäre da noch nicht 1 Cent Zukunftsphantasie mit eingepreist. Was muss man mehr wissen...?
Antwort auf Beitrag Nr.: 59.578.793 von delle002 am 07.01.19 21:34:00
Besonders interessante Passage...
Zitat von delle002: Das Einberufungsverlangen sollte dazu dienen, zunächst den Aufsichtsrat mit Vertretern der PartnerFonds AG zu besetzen. Im Anschluss sollte nach Bekunden der PartnerFonds AG Herr Oliver Kolbe als Vorstandsmitglied der Blue Cap AG bestellt werden und die Blue Cap AG sollte sodann drei Direktbeteiligungen und zwei stille Beteiligungen von der PartnerFonds AG erwerben. Vorstand und Aufsichtsrat der Blue Cap AG sind der Auffassung, dass

- diese Beteiligungserwerbe die Blue Cap AG zu den vorgegebenen Bedingungen schädigen würden
;
- das angestrebte Vorgehen im Widerspruch zur Kompetenzordnung der Aktiengesellschaft steht, wonach der Vorstand nach Maßgabe des Gesellschaftsinteresses - und nicht ein Großaktionär - über Beteiligungserwerbe entscheidet


Das sind mal neue Infos, die auch kein gutes/besseres Licht auf PF und Kolbe werfen. Und nun ist auch klar, weshalb es zum Konflikt PF vs. Dr. Schubert kam...
Blue Cap
Ist immer wieder interessant zu sehen, wie Leute sich in persönlichen Attacken und Beleidigungen verlieren, wenn man mal eine andere Meinung als die ihre vertritt. Als wenn ich Kolbe als Vorstand bei der mic ausgesucht hätte oder als Vorstand bei der PartnerFonds oder gar als Geschäftspartner für den Verkauf des 44%-Aktienpakets von Schubert an PF. Ne, das war ich nicht. Ich bin "nur" Aktionär bei Blue Cap und als solcher Leidtragender dieses Schmierentheaters. Mein Fehler ist eher, dass ich zulange an meinem Investmentcase festgehalten habe, trotz der Ungereimtheiten und auskommenden Probleme. Die Quittung habe auch ich bekommen, denn "damals" stand der Kurs noch um die 25 Euro, jetzt bei 15 Euro. Und das ist nicht etwa meiner Meinung und/oder meinem Artikel geschuldet, auch wenn etwas Kurzgeistige das wohl meinen - muss ja ein greifbarer Schuldiger her.

Ich habe übrigens nicht meine sämtlichen Blue Cap-Aktien verkauft; ich habe noch einige. Aber ich habe die Positionsgröße dem veränderten Chance-Risiko-Verhältnis angepasst. Und das hat sich über die letzten Wochen/Monate zunehmend eingetrübt. Sollte bei halbwegs objektiver Sichtweise offensichtlich sein - auch insbesondere der User kontingent ja völlig eindimensional nur Positives erkennt in der Entwicklung und seit Monaten den Strang in geradezu religiös-fanatischer Manier zukleistert.

Ob Blue Cap bei 15 Euro 50% Unterhalb des NAV notiert, ist doch völlig irrelevant für die Frage, ob die Aktie eine gute Investition darstellt. Dafür kommt es einzig und alleine darauf an, wie man einschätzt, ob und ggf. wann die Aktie diesen Abschlag aufholen wird. Denn wenn man annehmen muss, dass dieser Abschlag auch in fünf Jahren noch besteht, dann wird daraus nur schwer ein gutes Investment. Glaubt man, dass der Abschlag sich wieder abbaut und ggf. sogar ganz aufgeholt wird, dann kann das sogar über operative Schwächen hinweg zu einem guten Investment werden - und wenn beides zusammenkommt, Reduzierung des NAV-Abschlags gepaart mit operativen Fortschritten und Gewinnsteigerungen, dann hat man völlig aufs richtige Pferd gesetzt.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Entwicklung aber kaum einzuschätzen und beim Investieren geht es auch um Eintrittswahrscheinlichkeiten. Bis zum PF-Deal war bei Blue Cap und Hannspeter Schubert die Eintrittswahrscheinlichkeit von lukrativen Deals und Wertsteigerungen relativ hoch. Und Stand heute? Auf keinen Fall höher als damals; sondern eindeutig deutlich schlechter. Blue Cap wollte Ende 2018 noch mindestens einen Zukauf durchziehen, hatte Schubert vermeldet. Das fand ja wohl nicht statt. Und welches Unternehmen sollte sich denn aktuell freiwillig in die Hände von Blue Cap begeben mit PF als Großaktionär und Kolbe als potenziellem neuen Eigentümervertreter? Die Wahrscheinlichkeit, dass Blue Cap lukrative Deals durch die lappen gehen, ist doch signifikant gestiegen. Und Dr. Schubert bindet jetzt erhebliche Ressourcen auf den Streit mit PF/Kolbe. Die nicht für das Business von Blue Cap zur Verfügung stehen.

Es sind also konkrete Schäden für Blue Cap und seine Aktionäre entstanden durch die PF-Aktien. Die habe nicht ich verursacht und auch wenn ich die öffentlich beklage, werde ich dennoch nicht zum Verursacher. Als Aktionär bin ich auch Opfer dieser Vorgänge. Mit reduziertem Aktienanteil, aus gutem Grund. Und ob und ggf. wann ich meinen Bestand vielleicht wieder aufstocke, das hängt von der Entwicklung ab. Daran knüpft sich nämlich die Erwartung, ob sich der NAV-Abschlag verringern wird perspektivisch oder eben nicht. Und darüber können wir gerne diskutieren - bevorzugt ohne persönliche Rüpeleien.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.447.407 von kontingent am 29.04.19 13:39:12Junge ...Junge ... nicht die Themen/Tagesordnungspunkte wurden gerichtlich als rechtsunwirksam beurteilt, sondern nur die Einberufung einer außerordentlichen Sonderversammlung !!
Bei dir ist auch mehr der Wunsch Vater des Geschreibsels als nüchterne Analyse.
Antwort auf Beitrag Nr.: 60.556.440 von kontingent am 13.05.19 17:30:41
Zitat von kontingent: München, 12. Juni 2018
Blue Cap und PartnerFonds bündeln Kräftehttps://www.blue-cap.de/news/news-presse/news-detailansicht/…


… für jeden der mit nüchternem-Verstand - also unberücksichtigt der eigenen-unmaßgeblichen-Meinung - die Sach-Verhalte seit Juni 2018 beobachtet hat : kann erkennen : es läuft unter dem Strich alles planmäßig : soll heißen ...

... hier geht es erst einmal um Die-Nachfolge im Vorstand der jetzigen und dann wahrscheinlich auch gleich der zukünftigen BC-Holding ... vielleicht auch mit einer Namens-Ergänzung ... usw. usf.


Mensch Konti, mach ´mal die Mon Chéri Schachtel zu und hör auf olle Kamellen zu posten. Die Info vom Zusammenschluß zum Wohle aller ..und im Besonderen der BC Aktionäre ist doch alt wie Raider, der Pausensnack! Die Situation hat sich seit der Veröffentlichung im letzen Sommer grundlegend verändert. Nach dem Motto: "Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern" muss die Lage nun völlig neu bewertet werden. Im Letzten Jahr war es noch unvorstellbar, dass
1. HPS abtritt
2. Ein "Anderer" (de facto) das Sagen hat
3. ein dritter Player mitmischt
und, 4. und zu guter letzt, die mic AG den "Anderen" zivil,- und strafrechtlich verklagt.

Planmäßig verläuft hier gerade nix. Also, zum Wohl ..äh zum wohle aller BC Aktionäre, immer schön nüchtern bleiben. Ich bin PRO - BC, aber nicht blauäugig

Danke auch an sirmike, twisterfriend, bean-c. und iqfan für ihre Einschätzung.

Grüße

upanddown1
Ich würde bei dem Verlangen der Partnerfonds KG auf Ergänzung der Tagesordnung der HV den Augenmerk nicht so sehr auf die Personalien richten, die können und werden sich ohnehin im Verlauf der Zeit ändern (und wenn Herr Schubert unter den gegebenen Umständen tatsächlich nach Beendigung seines Amtes als Vorstand der Gesellschaft in den AR der BC AG wechseln wollte/sollte/könnte, hätte es nahegelegen, dies jetzt in den Pressemitteilungen noch einmal zu bekräftigen).

Ich würde den Augenmerk vielmehr auf die vorgeschlagenen Strukturänderungen bei der Gesellschaft richten. Denn die sind von Dauer und zeigen eine bestimmt Richtung an.

Das Vorhaben der Partnerfonds KG, das in der Satzung der Gesellschaft verankerte Mehrheitserfordernis für die Wahl von AR-Mitgliedern (§16 Abs. 4 der Satzung) zu streichen belegt m.E. deutlich, dass

(i) die Partnerfonds KG dieses Erfordernis als lästig empfindet, weil es die Position der außenstehenden Aktionäre stärkt und geeignet ist, die Wahl von Marionetten in den AR zu erschweren,
und
(ii) dieses Erfordernis daher umgehend abschaffen will. Es handelt sich um die einzige Satzungsbestimmung, die ein Durchregieren der Partnerfonds KG mit ihrem Stimmanteil ohne Rücksicht auf die Interessen der außenstehenden Aktionäre jedenfalls ein bisschen erschwert.

Für die außenstehenden Aktonäre scheint das kein gutes Signal. Und ebensowenig ist es m.E. ein gutes Signal, dass Herr Schubert (der mit dieser Vorschrift ja gut leben konnte, als er noch (nahezu) die Mehrheit in der BC AG hielt), sich dieses Vorhaben zu eigen macht. Ganz im Gegenteil.

Entsprechend sollte man sich fragen, welche Vorteile die Erhöhung der Zahl der Aufsichtsratsmitglieder auf vier verbunden mit dem Stichentscheid zugunsten der außenstehenden Aktionäre bringt: m.E. keine.

Als außenstehender Aktionär läge daher es nahe, gegen diese Beschlussvorschläge zu stimmen, weil sie geeignet sind, die Postion der Gesamtheit der außenstehenden Aktionäre nicht unerheblich zu schwächen. Ich für meine Person hoffe, dass das dann auch möglichst viele tun.
Antwort auf Beitrag Nr.: 61.629.837 von kontingent am 05.10.19 10:05:47
eins ist mir klar - und allen anderen auch...
...nämlich dass Du nicht erklären kannst, warum Hehnke und inheco so gut zusammen passen.

Deswegen auch dieser seltsame Fülltext, der nullkommagarnix mit meiner Frage zu tun hat.

Meiner Meinung nach passt Hehnke überhaupt nicht zu inheco. Das kann jeder der Lesen kann auf deren Websites in 3 Minuten herausfinden.

Ich denke, Du hast inheco einfach verwechselt, vielleicht mit SMB David, und das wäre noch ziemlich weit von Hehnke entfernt.

Dass Du so einen kleinen Lapsus nicht einräumen kannst, ist bezeichnend. Das hilft mir, Deine sonstigen Beiträge besser einzuordnen 🙂.
Blue Cap | 17,95 €
Antwort auf Beitrag Nr.: 53.947.994 von 02487 am 23.12.16 15:47:08
Blue-Cap: Meine Einschätzung!
Zitat von 02487: Es sind relativ viele und auch große Wikifolios in Blue Cap investiert. Wenn da mal Geld abfließt, dann muss wohl L+S echte Blue Cap Aktien verkaufen und könnte so eine Abwärtsspirale starten. Wenn es keine neuen Analysen oder Artikel gibt, erwarte ich die breitere Sichtbarkeit der neuen Umsatzregionen erst in einigen Monaten. z.B. Ariva hat immer noch den Ausblick für 2015.

Zum Umsatz 2017:
Wenn Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt richtig durchstartet, dann könnte man evtl. sogar weit über 170 Mio Umsatz erreichen.

Milchmädchemrechnung:
- ca. 80 Mio. Umsatz mit Beteiligungen, die bis 2015 erworben wurde
- ca. 20-100 Mio. bei Carl Schaefer (100 wurden Mittelfristig genannt)
- ca. 50-60 Mio. Neschen

Spanne: 150 - 240 Mio.


Gewinn 2017:
???
Man wächst hoffentlich ohne große Verwässerung.
Man verhebt sich hoffentlich nicht.
Ich selbst würde eher das Gewinnpotential betrachten, was man zumindest bei den reiferen Beteiligungen sehen sollte.


Hier meine Einschätzung zu Blue-Cap. Eine Verwässerung kann man für 2017
ausschließen. Ferner rechne ich auch mit einer ersten Dividendenzahlung. Die anderen
Kennzahlen kann man der Übersicht entnehmen. Nur soviel: Allein Aufgrund des Auftragsbestandes zum Halbjahr haben Biolink & Emtec Raum für Überraschungen.
Bei Biolink habe ich eine Belastung aus einem möglichen Umzug eingerechnet. Nach
den letzten Informationen verschiebt sich diese allerdings auf die Jahre danach:

Dieses Bild ist nicht SSL-verschlüsselt: [url]http://oi65.tinypic.com/a3c9dj.jpg
[/url]
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.898.571 von kontingent am 09.05.17 11:17:47
Wo ist eigentlich Dein Problem?
Hallo Kontingent. Du scheinst ja ganz schön angefressen zu sein. Eine Aktie kontrovers zu diskutieren ist wohl nicht dein Ding. Ich hatte Blue Cap zu 7,50 gekauft und hatte mir damals als Kursziel >12 € gesetzt. Meine Erwartungen wurden nicht ganz getroffen - dafür aber das Kursziel. Dann nimmt man halt Gewinne mit und investiert in kurzfristig aussichtsreichere Aktien. Z.B. in die heute von Straßenköter vorgestellte Eckert und Ziegler AG. Irgendwo muss ja das Geld zum investieren her kommen. Auch Kleiner Chef hat die Hälfte von Blue Cap verkauft da sein Kursziel erreicht wurde. Falls die Aktie wieder in Richtung 10 € fallen würde oder sich sehr starke operative Verbesserungen einstellen dann kaufe ich wieder zu. Wo ist Dein Problem? Bleib mal bitte etwas sachlicher.

Zitat von kontingent:
Zitat von Straßenkoeter: Na ja, Aktie ist nach seinen Eingaben immerhin deutlich 5% gefallen. Insoweit scheint er gehört zu werden. Wird aber rückblickend nur ein Zacken sein.
... möglich, dass da einige auf den JohannesWild gehört und auch wie ER verkauft haben ... und ... dass das der „Marktmacher“ sehr geschickt genutzt hat, um noch einigen Nachzüglern einen Einstieg unter 12€ zu verschaffen ... die an den Aussagen von Dr. Schubert keine „mangelnde Seriosität“ (wie Spürnase JohannesWild) erkennen können: im Gegenteil ... :)

... der wankelmütige Jo.Wild schreibt ja auch ... Evtl. steige ich irgendwann auf tieferem Niveau wieder ein ... „tiefer irgendwann“ - wir werden es merken, wenn der Kurs dann überraschend stark anspringt ... :laugh:

Über em-tec ... (noch) klein aber fein am Umsatz und Gewinnanteil bei Blue Cap ...
Das stark wachsende Unternehmen im Bereich der Medizintechnik gehört zur BlueCap Gruppe mit Sitz in München. ... http://www.blue-cap.de/portfolio/em-tec/

Em-Tec hat das in der Medizintechnik bewährte ultraschallbasierte Clamp-On Durchfluss-Messsystem nach dem Laufzeitdifferenzverfahren zum System Biopro TT weiterentwickelt. Dieses erfüllt die speziellen Anforderungen der GMP orientierten Bioprozessmesstechnik.

http://www.pharma-food.de/pharmafood-produktfokus-durchfluss…
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.197.216 von kontingent am 24.06.17 12:54:10Dir mag es ausreichen als Investmentgrundlage darauf zu setzen, dass der Vorstand und Großaktionär schon weiß, was er tut. Du wärst auch ein guter Schlecker-Aktionär gewesen. Mir reicht das nicht aus, ich mache mir meine eigenen Gedanken und ich möchte die Entscheidungen nachvollziehen können. Hier unterscheiden wir uns grundsätzlich, das nehme ich jetzt abschließend zur Kenntnis.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.196.895 von sirmike am 24.06.17 11:21:13Biolink ist ja ein Teil des Planatolkonzernes. Gehört also direkt Planatol und nicht Blue Cap. Durch den Verkauf von Biolink wird ja ein hoher Gewinn anfallen, der dann im Planatolkonzern angesiedelt ist. Damit Blue Cap Zugriff auf diesen Gewinn hat ist eine Verschmelzung von Planatol auf Biolink steuerlich anscheined die günstigste Variante. Ich bin hier auch kein Experte. Aber dies ist für mich die Erklärung.
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.385.673 von upanddown1 am 24.07.17 17:24:51
Blue-Cap: EV dürfte bei etwa 25 Mill. Euro liegen excl. Immobilienverwaltungsgesellschaft!
Zitat von upanddown1: es ist ja alles schon mehrfach beschrieben worden, auch in sirmikes Blog, aber dass muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Vorausgesetzt, der Biolinkverkauf hat annähernd die 40 Mio erlöst, wird der "Rest" der BC Ag im Moment mit ca. 15,7 Mio € bewertet.

Also:
Neschen, Nokra, Planatol, Planax, SMB- David, Carl Schäfer, Wisap, Grämmeler, em-tec und inheco

zusammen nur ca. 16 Mio. :eek: (ist das eigentlich inkl. Immobilien?) ..ich denke ja.

Da ich (und viele andere hier wohl auch) von einem erheblichen Schub allein durch Neschen ausgehe, wage ich mir gerade kaum vorzustellen, wohin die Reise gehen kann ... :)

Bin gut investiert und warte mal ab..

Die Hauptversammlung kann ich mir eigentlich überhaupt nicht entgehen lassen.

Viel Spass, allen die dabei sind

up

Alles nur meine Meinung.


Nehmen wir folgendes Szenario an in der Kenntnis, daß die Immobilienwerte in eine eigene Immoverwaltungsgesellschaft ausgegliedert wird. Angenommen diese Gesellschaft würde nicht konsolidiert werden (Off-Balance-Akt, wie bei anderen Unternehmen auch üblich), dann käme man auf eine EV Bewertung für das operative Geschäft nach Biolink von 25 Mill. Euro.

1. Bewertung Immob.verwaltungsgesellschaft
Bilanzansatz der Immobilien 25 Mill. Euro (Verkehrwert wie vom CEO häufiger erwähnt deutlich über 30 Mill. Euro.
Immobilienkredite etwa 35 Mill. Euro.

2. Bewertung Blue-Cap Beteiligungen
Blue-Cap Beteiligungen excl. Immobilien-Verwaltungsgesellschaft
Börsenwert 55 Mill. Euro
Netto-Finanzmittel von 30 Mill. Euro (40 Mill. liquide Mittel ./. Schuldschein-Darlehn von 10 Mill. Euro
EV Blue-Cap 25 Mill. Euro

Hinweis: Bei dieser Rechnung kommt es nicht auf die letzen 10 % an. Es geht darum bei Auslagerung des Immowertes die Bewertung der operativen Einheiten darzustellen.

3. EV/EBITDA von 2.8 für 2017!
Bei einem Umsatz von 150 Mill. Euro Umsatz bleibt einem EBIT von 6 Mill. Euro (EBITDA 9 Mill.)
lt. Edison noch deutlicher Bewertungsspielraum, denn man käme auf ein EV/EBITDA Multiple von 2,8. In der aktuellen Börsenphase wäre eine doppelt so hohe Multiple eher als angemessen zu bezeichnen.

4. Faire Bewertung dürfte bei etwa 20 Euro liegen
Nach Biolink Verkauf und auf Basis der 2017er Erwartungen

Gruß
Blue Cap trumpft mit Umsatz- und Ergebnisexplosion auf

Die Münchner Beteiligungsgesellschaft Blue Cap hat heute ihre Halbjahreszahlen präsentiert und die sorgen für Furore. So konnte der Konzernumsatz um über 70% auf 74,4 Mio. Euro gesteigert werden, wobei das operative Ergebnis (EBITDA) bei 7,2 Mio. Euro lag (Vorjahr 3,7 Mio.) und das vorläufige EBIT bei rund 5,8 Mio. Euro (Vorjahr 2,6 Mio.). Diese Zahlen wurden bereits um den Veräußerungserlös der Beteiligung Biolink sowie neutrale Aufwendungen und Erträge bereinigt.

Insbesondere die erst im letzten Jahr erworbene neue Beteiligung Carl Schäfer mausert sich prächtig und auch das neue Schwergewicht Neschen leistet seinen positiven Beitrag zu den hervorragenden Zahlen.

Aus dem Verkauf der 89,85-prozentigen Beteiligung Biolink zum 30. Juni 2017 konnte Blue Cap einen Veräußerungserlös von knapp 41,7 Mio. Euro einstreichen, was in etwa meiner Erwartung entspricht. Die hohen liquiden Mittel sollen zur Abtragung von Bankverbindlichkeiten und für neue Beteiligungsengagements genutzt werden. Hier hat CEO Hannspeter Schubert schon einiges im Auge.

> hier weiterlesen...
Antwort auf Beitrag Nr.: 55.912.991 von kontingent am 09.10.17 17:02:39@Kontingent:
Natürlich habe ich nicht die Rendite durch BlueCap mitnehmen können. Ich würde lügen, wenn ich die nicht auch gerne mitgenommen hätte.
Aber ich bin auch so bisher mit meinen Investments ganz gut gefahren, wollte aber nun meinen Anlagehorizont auch auf Small Caps erweitern und fand den von sirmike angesprochenen möglichen Turnaround von Greiffenberger ganz interessant.

Bevor ich aber blind folge, wollte ich einfach hier mit in die Diskussion einsteigen, um über Möglichkeiten diskutieren, was Schubert mit Greiffenberger vor hat.
Vor mir war die von dir vertretene Meinung, dass Schubert Profit aus Greiffenberger schlagen kann ohne den Aktienkurs (positiv) zu beeinflussen, nicht erklärbar.
Greiffenberger ist bis jetzt nur eine Beteiligung und weder ein assoziertes Unternehmen noch ein Verbundunternehmen. Im Moment bringt Greifenberger für Schubert nur einen Mehrwert, wenn der Kurs steigt oder Dividende fließt.

Wie das Nestbauen von Schubert aus deiner Sicht passieren kann, ist, konntest du ja bisher auch nicht darlegen.

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass der Austausch von Meinungen und Argumenten Sinn und Zweck eines Forums ist. Auf persönliche Auseinandersetzung auf interaktiver Ebene habe ich eigentlich keine Lust.
Wenn es dir aber wichtig ist, dann gratulier ich dir gerne zu deinem Anlageerfolgt mit Blue Cap.
Holger Steffen vom "Anlegerbrief" setzt auf Value Investing und die Buffett-Strategie. Und auf Blue Cap und Steico, zwei von meinen Dauerempfehlungen...

QUELLE
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.181.348 von Inhaberschuldverschreibung am 14.11.17 17:31:42
Zitat von Inhaberschuldverschreibung: Was man fundamental wohl nicht nachvollziehen kann ...


Die Cashquote von KC ist sehr gering - um die aktuell günstigen Kurse bei vielen Nebenwerten zu nutzen muss er verkaufen.
Nur hätte ich ganz andere Aktien aus seinem Depot verkauft. ;)
Ich habe bei den Rekordständen meine Cashquote massiv erhöht und kann nun ohne Verkäufe am Markt aktiv werden.
Ich fülle dam im Nachgang meine Cashquote wieder auf - so stehe ich nicht unter Handlungsdruck.
Blue Cap bleibt bei mir hingegen eine feste Position im Depot.
http://boersengefluester.de/blue-cap-werden-fur-2017-mit-ein…

sehr schönes Interview mit Dr. Schubert... bin mal auf die Dividende gespannt... Kursziel 26 könnte ich mti leben für 2018...
Antwort auf Beitrag Nr.: 56.640.836 von Straßenkoeter am 07.01.18 11:14:35Straßenkoeter: sehe das inhaltlich auch so was Du hier schreibst, lediglich hierzu … ich denke Blue Cap kann seinen hohen Cashanteil mit Fremdkapital strecken und da viel bewirken. Solange Blue Cap durch Zukäufe eine hohe Rendite erzielen kann sollte man trotz Dividendenfähigkeit auf Dividenden verzichten … sehe ich das (gemeinsam mit Schubert ;) ) etwas anders …

Schubert: Basierend auf dem Ergebnis 2017 planen wir den Beginn einer nachhaltigen Dividendenpolitik … die Zahlung einer Dividende für 2017 ist also nun mal eine ausgemachte Sache … ggf. strebt ja Schubert an, die Aktie von Blue Cap in den "Geregelten Markt" zu bringen, wenn das mit dem ’Scale’ nicht den gewünschten Aufmerksamkeits-Effekt zur Aktie bringt …

… um den eigenen hohen Cashanteil mit Fremdkapital strecken zu können, braucht Schubert finanzkräftigere Kapitalisten, als wir Kleinanleger das sind … :) ... und … eine kontinuierliche Dividendenzahlung (höher als die Inflationsrate) ist ein weiterer Aspekt dafür potente Kapitalgeber in das prosperierende Unternehmen zu holen …

Sie sind im Frühjahr in das neue Börsensegment der Deutschen Börse AG, den Scale, gewechselt. Wie lautet hier Ihr vorläufiges Fazit?

Hannspeter Schubert: Wir haben sämtliche Voraussetzungen für den Scale erfüllt, sehen für uns aber noch keinen wesentlichen Mehrwert gegenüber dem Vorgängersegment Entry Standard. Dementsprechend neugierig sind wir, was sich von Seiten der Deutschen Börse noch ergibt, um das doch sehr heterogene Segment Scale weiter zu profilieren. Als Münchner Unternehmen sind wir nach wie vor sehr zufrieden mit dem m:access der Bayerischen Börse und werden unsere dortige Notierung auch weiterhin pflegen. Dennoch: Wir hoffen, dass der Scale sichtbarer wird für internationale Investoren. Zu gegebener Zeit werden wir auch prüfen, ob ein Upgrade in den Geregelten Markt für uns sinnvoll wäre.
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.781.156 von Inhaberschuldverschreibung am 17.05.18 14:09:59
Zitat von Inhaberschuldverschreibung: also bzgl. Greiffenberger hatte man in der Präsentation nur stehen, dass man Gespräche mit Großaktionären zur Weiterführung führt. Mit denen würde BC schon mal auf über 50% kommen. Ich frag mich nur, wie HPS da strategisch vorgehen will. Eberle aus Greiffenberger lösen, an BC verkaufen und Aktionäre Bar abfinden?

Das sind die wichtigsten Zitate aus der Greiffenberger Folie. Wenn du mir deine Mail sendest, kann ich dir die auch schicken.

"Verhandlungen zur Refinanzierung und zu einem Fortführungskonzept laufen mit den Banken und den Anker-Aktionären"

"hoher Finanzierungsbedarf"

"Investitionsstau und Restrukturierungspotenzial bei Eberle"


Genau diese drei Komponenten sind es ja, die eine Greiffenberger/Eberle-Übernahme durch Blue Cap so wahrscheinlich machen.

1. Eberle ist alleine kaum überlebensfähig, das Unternehmen hat einen Investitionsstau und muss neu kapitalisiert werden, um darüber hinaus wachsen zu können.

2. Die Greiffenberger AG ist dazu zu kapitalschwach - kommt ja selbst gerade aus der Insolvenz und musste mit hohem Verlust die beiden anderen Beteiligungen verkaufen, so dass nur Eberle verblieb.

3. Die Banken haben beim erfolgreichen Durchschreiten der Insolvenz mitgemacht und auf Forderungen verzichtet. Die werden kein/kaum neues Geld nachschießen, wenn nicht woanders frisches Kapital herkommt. Und da deren Forderungen vollständig abgeschrieben sein dürften, können die auch noch etwas davon fallen lassen, ohne die Bilanz und GuV (nochmals) zu belasten. Im Gegenteil: findet sich ein finanzstarker neuer Investor, leben die Altforderungen der Banken als werthaltig wieder auf. mit entsprechendem Ergebnisbeitrag in der GuV. Insofern werden sie u.U. auch zu einem weiteren Forderungsverzicht bereit sein (siehe auch Übernahme der Knauer-Uniplastgruppe).

4. Herr Greiffenberger selbst ist gesundheitlich stark angeschlagen. Ihm und der Familie dürfte hauptsächlich daran gelegen sein, am Ende nicht "ohne alles" dazustehen. Die Verhandlungen dürften sich hier als nicht ganz einfach erweisen, weil die Familie Geld sehen will oder aber eine Beteiligung (an Blue Cap). Dritte Variante findet sich unter 5.)

5. Wenn Blue Cap die Eberle nur aus der Greiffenberger heraus kaufen würde, verbliebe eine Greiffenberger AG mit großen Verlustvortrag aber ohne Beteiligung und operativem Geschäft. Kann man dichtmachen, dann verfallen die Verlustvorträge. Oder man nutzt die AG und die Verlustvorträge. Und genau hier setzt Dr. Schubert meiner Meinung nach an. Ich glaube, er will die Greiffenberger AG, aber eben nicht zu 60% (10% hat Blue Cap schon, 50% durch Familie), sondern zu einem höheren Anteil. Und dann wird er eine Tochter/Sparte von Blue Cap in die Greiffenberger AG als Sacheinlage einbringen. Also mindestens Gämmerler.

Auch denkbar, dass die Greiffenbergers an der Greiffenberger AG beteiligt bleiben und Blue Cap dort die Mehrheit übernimmt und Gämmerler einbringt. Das würde aber bedeuten, dass die Familie Greiffenberger eigenes Geld (so noch vorhanden) einschießen müsste, ansonsten rechnet sich das nicht.

Fazit: es sind mehrere Varianten denkbar, aber die müssen nicht nur für Blue Cap passen, sondern auch für die Greiffenbergers und die Banken. Und das Finanzamt muss auch mitspielen. Dass diese Verhandlungen sich eine längere Zeit hinziehen, dürfte nachvollziehbar sein. Aber alle Beteiligten haben ein hohes Interesse am Gelingen. Und ich natürlich auch...
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