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Asien überholt USA Billionaires Report: Alle zwei Tage ein neuer Milliardär!

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
26.10.2017, 14:54  |  4476   |   |   

Die UBS und PwC haben ihre neuesten Analysen zu den Milliardären dieser Welt veröffentlicht. Da löst Asien gerade die USA als Heimat der Superreichen ab. Der Billionaires Report 2017 zeigt aber auch: Milliardäre investieren besser!

Zum vierten Mal haben die UBS und PwC ihren Billionaires Report veröffentlicht. Auf Basis der Reichenliste des Magazins Forbes nahmen die Banker und Prüfer einige Analysen zu den Reichsten der Reichen vor. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.

1. Es gibt immer mehr Milliardäre. So ist deren Anzahl 2016 insgesamt gestiegen, ermittelt wurden 1.542 Milliardäre auf dieser Welt. Aufgrund schwieriger und teils fehlender Datenlage wurden Vermögen aus dem Nahen Osten nicht berücksichtigt. Europa hatte Ende 2016 in Summe 342 Milliardäre, drei mehr als im Vorjahr. In den USA stieg die Zahl um 39 auf 563. An der Spitze steht erstmals Asien. Dort stieg die Zahl der Vermögensmilliardäre um 117 auf 637. Brutto kamen in Asien im vergangenen Jahr 162 Milliardäre dazu, also alle zwei Tage ein Neuer.

2. Das Vermögen der Milliardäre dieser Welt stieg auf die Summe von 6 Billionen US-Dollar. Während Asien zwar bei der Zahl der Milliardäre an der Spitze steht, liegen die USA bei den Vermögen mit rund 2,8 Billionen US-Dollar immer noch vorn. Auffällig ist: Milliardäre investieren besser. Das Vermögen dieser Gruppe legte 2016 um 17 Prozent zu. Zum Vergleich: der MSCI World wies ein Plus von rund 8,5 Prozent auf. Als Erklärung haben die Studienautoren mehrere Gründe parat, die sich aus dem Investmentstil der Superreichen ableiten. Milliardäre würden breiter diversifiziert nach Regionen und Branchen investieren. Sie hätten einen weit längeren Anlagehorizont als institutionelle und private Anleger. Und sie würden stärker auf illiquide Anlagen wie Private Equity setzen. Geographisch lässt sich zudem festhalten, dass asiatische Milliardäre eher dazu neigen, ihr Unternehmen an die Börse zu bringen als Amerikaner oder Europäer.

3. Die meisten Milliardäre stammen aus den Branchen Konsum/Einzelhandel sowie Technologie. Auffällig ist, dass in gesättigten Märkten wie Deutschland oder Frankreich die erste Gruppe dominiert. In den USA kommen viele neue Milliardäre aus dem Bereich Technologie. In Asien lässt sich eher ein Mix feststellen. So spielen dort der Einzelhandel, Technologie, aber auch Finanzdienstleistungen und Grundstoffe eine größere Rolle. Dies mag sicher damit zusammenhängen, dass in Asien aufstrebende Länder in der Mehrheit sind. Aber in neuen Märkten gibt es halt auch neue Chancen. So ist beispielsweise auffällig, dass die Zahl der Selfmademilliardäre in den vergangenen 20 Jahren im Vergleich zu den vererbten Vermögen stärker zunimmt. 1995 machten Milliardäre mit selbst geschaffenen Vermögen rund 45 Prozent aus, 2016 waren es 70 Prozent. Das kann man als Hinweis werten, dass sich die Welt und ihre Märkte in einem starken Umbruch befinden. Auf der anderen Seite gibt es aber keine längeren Datenreihen, die diese These untermauern würden.

4. Milliardäre sind alt! Es braucht halt seine Zeit, um ein Vermögen anzuhäufen. Ihr Durchschnittsalter beträgt 63, 1995 waren sie im Schnitt drei Jahre jünger. Unterschiede gibt es zwischen den Regionen und Branchen. So sind Europäer (67 Jahre) und Amerikaner (66) tendenziell älter, während chinesische Milliardäre es auf einen Durchschnittsalter von 55 bringen. Wenig überraschend ist, dass Milliardäre aus dem Bereich Technologie im Schnitt nur 47 Sommer gesehen haben.

5. Vermögen kommen und gehen! Die erste Generation erarbeitet es, die zweite verwaltet es und die dritte bringt es durch. Dieser alte Spruch hat sicher auch bei Milliardären seine Berechtigung. So stellen die Analysten von UBS und PwC fest, dass 50 Prozent der Milliardärsfamilien aus dem Jahr 1995 heute keine mehr sind. Dies mag aber nicht nur dem Unvermögen der Erben geschuldet sein. Wenn beispielsweise große Vermögen aufgrund eines Todesfalls aufgeteilt werden, entscheidet oft einfach die Zahl der Erben darüber, ob man noch zum Milliardärsklub gehört – oder eben nicht.

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