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Dollar haussiert, Gold stürzt auf Jahrestief

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
16.05.2018, 11:31  |  1257   |   |   

Der Goldpreis erlebte am gestrigen Dienstag einen regelrechten Absturz. Und auch die Aktien der großen Goldproduzenten gaben nach. Dennoch sollten Goldanleger keine Angst vor dem US-Dollar haben.

Gold fällt auf Jahrestief

Irgendwie hängt alles zusammen an der Börse. Und so langsam, nach vielen Jahren der starken Eingriffe der Notenbanken in die Märkte, normalisiert sich die Lage. Zumindest gilt das für die USA, wo die Federal Reserve die Zinsen suksessive anheben möchte. Fakt ist, dass am gestrigen Dienstag die steigenden Renditen von US-Bonds mit zehn Jahren Laufzeit  nicht nur die Aktienmärkte, sondern auch den Goldpreis belasteten. Im Sturzflug krachte der Unzenpreis unter die Marke von 1.300 US-Dollar je Unze und markierte ein neues Jahrestief. DIe 200-Tage-Linie bei 1.307 US-Dollar wurde ohne Weiteres nach unten druchbrochen. Somit wurde ein großer Teil der seit Dezember 2017 aufgelaufenen Kursgewinne wieder verloren.

Gold

Was sagt die Charttechnik?

Rein charttechnisch bietet sich nun eine knifflige Situation. Die üblichen Indikatoren signalisieren eine überverkaufte Lage. Insofern bestehen Chancen auf eine Erholung. Die nächsten relevanten Widerstände wären demnach bei knapp über 1.300 US-Dollar je Unze. Danach wäre der Weg bis rund 1.325 US-Dollar je Unze frei. Gelingt keine Erholung, könnte es aber mit hohem Tempo weiter abwärts gehen. Die nächsten Unterstützungsmarken für Gold findet sich erst auf einem Niveau von 1.285 und 1.260 US-Dollar je Unze.

Auch Goldaktien leiden mit, aber…

Goldanleger müssen aber nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Zum einen bieten sich rund um den Erdball derzeit genug Argumente für höhere Goldpreise, geopolitischer wie wirtschaftlicher Art. Hinzu kommt ein hoher Ölpreis, der in Folge der Aufkündigung des Iran-Abkommens durch die USA haussiert. Das treibt die Inflation an und erhöht die Ausgangskosten in vielen Branchen. Das die Lage nicht so schlecht ist, signalisieren auch viele Goldaktien. Zwar gaben die Papiere von Schwergewichten wie Barrick Gold, Newmont Mining oder auch Goldcorp gestern in New York jeweils um rund 2 Prozent nach. Dennoch muss man konstatieren: Als der Goldpreis nach dem Dezembertief kräftig zulegte, konnten die Goldproduzenten kaum marktbedingt hinzugewinnen. Positive oder negative Bewegungen gab es vor allem in Folge von unternehmensspezifischen Nachrichten wie Quartalsergebnissen.

Explorer bleiben niedrig bewertet

Gleiches gilt auch für Goldexplorer. Hier entscheidet der individuelle Nachrichtenfluss über das Wohl und Wehe einer Aktie. Die allermeisten Explorationsunternehmen haben weder von einem höheren Goldpreis profitiert, noch unter entsprechenden Abschlägen gelitten. Dementsprechend bietet es sich für Goldanleger an, hier Exposure aufzubauen. Zu den aussichtsreichen Titeln zählt Cartier Resources (0,165 CAD | 0,10 Euro; CA1467721082). Das Unternehmen hat sich die historische Chimo-Goldmine im Val d’Ore in Quebec gesichert und arbeitet derzeit an einer Revitalisierung (ausführlich hier). Die Aktie wird wie viele Explorerwerte noch wenig beachtet. Dabei lieferte Cartier zuletzt reihenweise gute Bohrergebnisse. Cartier will die Mine entweder selbst in Betrieb nehmen oder das Projekt an einen großen Produzenten verkaufen. Als ein möglicher Aufkäufer gilt Agnico Eagle, dass sich bereits ein Aktienpaket von 17 Prozent gesichert hat. Mit einem Börsenwert von knapp 32 Mio. CAD bietet das Papier reichlich Potenzial. Das sehen offenbar auch die Insider so, die zuletzt eigen Aktien erworben hatten (siehe hier).

Cartier Resources

Aktieninfo Cartier Resources

ISIN: CA1467721082
Börsenkürzel (TSX-V): ECR
Aktienkurs: 0,16 CAD | 0,10 Euro
Anzahl Stücke: 176.904.747
Voll verwässert: 191.933.147
Marktkapitalisierung: 31,7 Mio. CAD
Top-Anteilseigner: Agnico Eagle (17%); JP Morgan UK (8,3%), Quebec Institutions (13%), weitere Institutionelle Investoren (11,4%)

 

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