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EMX Royalty: Hier fließen bald 68 Mio. Dollar in die Kasse

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
07.09.2018, 13:54  |  1095   |   |   

EMX Royalty ist eines der erfahrensten Royalty-Unternehmen in der Mining-Branche. Nun erwarten die Kanadier 68 Mio. US-Dollar aus dem Verkauf eines Kupfervorkommens. Das sind schon fast zwei Drittel des Börsenwerts! Doch EMX hat noch deutlich mehr Potenzial!

Royalties: Die „Dividende“ mit Schuss

Die EMX Royalty Corporation (1,51 CAD | 1,00 Euro; CA26873J1075) ist schon 15 Jahre im Mining-Business aktiv. Vielen dürfte das Unternehmen allerdings unter dem Namen Eurasian Minerals bekannt sein. So hieß EMX Royalty bis zum vergangenen Jahr. Mit der Umfirmierung hat sich das Geschäftsmodell der Kanadier aber nicht geändert. EMX Royalty investiert selbst in die Exploration von Goldprojekten und polymetallischen Vorkommen, sichert sich sogenannte Royalties beim Weiterverkauf oder kauft diese selbst zu. Dabei sind Royalties nichts anderes als Ansprüche auf einen bestimmten Anteil an der jährlichen Produktion einer Mine. In der Regel liegt die „Net Smelter Royalty“ (NSR) bei einem bis vier Prozent der Produktion und bezieht sich auf alle geförderten Metalle im Vorkommen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer sich Royalties gesichert hat, hat regelmäßige Cashflows. Ein Börsianer würde es am ehesten mit einer Dividende vergleichen. Und das ist auch der größte Unterschied zu einer klassischen Explorationsgesellschaft, die sich durch regelmäßige Kapitalerhöhungen Geld beschaffen muss. EMX kommt aber genau mit diesen Explorern regelmäßig ins Geschäft und kauft sich Royalties an aussichtsreichen Projekten. Insbesondere in den Jahren 2015 und 2016, als an den Metallmärkten die blanke Finanzierungsnot herrschte, konnte sich EMX solche Rechte für wenig Geld sichern. Langsam machen sich diesen Investments bezahlt: Im ersten Halbjahr 2018 nahm man rund 1,04 Mio. CAD durch Royalties ein. Auch deshalb verfügt das Unternehmen über eine Cashposition von 6,9 Mio. kanadischen Dollar (CAD).

Erster Big-Deal füllt die Kasse

Doch diese Momentaufnahme ist in wenigen Wochen Teil der Vergangenheit. Denn EMX Royalty erwartet nun eine Zahlung von satten 68 Mio. US-Dollar. Das Team um Vorstandschef David M. Cole hat allerdings nicht in der Lotterie gewonnen. Die Zahlung ist das Ergebnis langer und harter Arbeit. Rechtzeitig hatte man sich nämlich ganz im Osten Russland, nahe der chinesischen Grenze, an IG Copper beteiligt. Das Unternehmen hält 51 Prozent an dem Malmyzh Gold-Kupfer-Projekt. Die restlichen Anteile liegen beim milliardenschweren US-Konzern Freeport-McMoran. EMX Royalty wiederum hält 42 Prozent an IG Copper und hat nun einem Verkauf dieser Position an eine private russische Kupfergesellschaft zugestimmt. Dadurch werden EMX 68 Mio. Dollar zufließen. IG Copper ist somit das erste strategische Investment, dass sich für EMX voll bezahlt macht. Allerdings hält man noch weitere Anteile an Explorationsgesellschaften, beispielsweise 9,4 Prozent an Boreal Metals sowie 9,9 Prozent an Boreal Energy Metals, die diverse Miningprojekte in Schweden und Norwegen entwickeln. Jüngst erst meldete Boreal Metals sehr gute Bohrergebnisse für sein Gumsberg-Projekt, einem Silber-Zink-Blei-Vorkommen. EMX hat sich aber nicht nur Aktien gesichert, sondern hält auch Royalties über 3 Prozent (NSR) für alle Projekte dieser Gesellschaften. Wenn hier irgendwann einmal produziert wird, dann wird EMX davon mitverdienen.

Weltweite Präsenz, stark in Nevada

Zwischen Norwegen und dem fernen Russland – auch das ist für EMX Royalty der Normalzustand. Denn das Unternehmen hat sich inzwischen auf allen fünf Kontinenten Projekte oder Royalties gesichert (siehe Graphik oben). „So können wir Risiken jederzeit ausbalancieren und auch in Regionen gehen, die nicht als Top-Jurisdiktion gelten“, so CEO Cole gegenüber Rohstoffbrief.com. Insgesamt verfügt man derzeit über mehr als 1,8 Mio. Acres Land. Das sind umgerechnet fast 7.300 Quadratkilometer. Den größten Anteil macht allerdings der Westen der USA aus – mit etlichen Projekten in Nevada und Arizona. Insbesondere in Nevada hat man sich am Carlin-Trend, am Battle Mountain-Eureka-Trend sowie am Cortez-Trend optimal aufgestellt. Dabei wird nicht nur mit kleinen, unbekannten Explorern zusammengearbeitet. Zu den Partnern gehören namhafte Konzerne wie Kennecott, Anglo American, Antofagasta und Coeur Mining. Hier befinden sich auch schon zwei Goldminen in Produktion: Leeville von Newmont Mining sowie NP Placers von Nevada Rae. Sie bringen jedes Jahr Cashflows und sichern die Expansionsfähigkeit vom EMX Royalty. Die Position in diesem traditionsreichen Goldgürtel ist nicht zu unterschätzen. Nevada stand im ersten Halbjahr 2018 für 75,4 Prozent der kompletten US-Goldproduktion. Allein am Carlin-Trend wurden in den vergangenen 200 Jahren rund 100 Mio. Unzen des gelben Metalls aus dem Boden geholt. Wir hatten Sie bereits auf die besonderen Chancen in diesem Bundesstaat hingewiesen, und zwar hier und hier. Daneben liefert die Silber-Blei-Zink-Mine Balya Kurşun im Nordwesten der Türkei regelmäßig 4 Prozent NSR ab. Sie wird betrieben von Dedeman Madencilik, einem privaten türkischen Konzern.

EMX: Eine Wette auf zig Mining-Projekte

Die Aktie von EMX Royalty (1,51 CAD | 1,00 Euro; CA26873J1075) ist eine breit angelegte Spekulation auf Exploratonserfolge, die durch regelmäßige Royalty-Zahlungen abgesichert werden. Die Masse der Rechte und Deals verteilt das sonst hohe Risiko im Mining-Geschäft extrem. Dennoch bieten die Investments die Chance auf den Jackpot, wie der Fall IG Copper zeigt. Hinzu kommt, dass sich mit Newmont und Sprott namhafte Investoren eingekauft haben. Das spricht für die Qualität des Portfolios, vor allem aber auch für die des Management-Teams. Denn Mining ist nun einmal ein Peoples Business. Die Aktie sollte nun von dem Eingang der IG-Zahlung profitieren. Mittel- und langfristig sollte durch Explorationserfolge ein deutlich höheres Bewertungsniveau erreicht werden können.

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