Gold: Hält die Unterstützung oder kommt eine zweite Abwärtswelle?

18.02.2021, 12:16  |  1732   |   |   

Der Goldpreis wirkt angeschlagen. Der jüngste Kursrutsch drückt auf die Moral der Anleger, die Gold-ETF verzeichnen starke Abflüsse. Gibt es einen weiteren Rutsch oder wird es zu einer Gegenbewegung kommen?

Der Goldpreis wirkt technisch angeschlagen. Der jüngste Kursrutsch drückt auf die Moral der Anleger, die Gold-ETF verzeichnen starke Abflüsse. Die Profis sind sich uneins: Gibt es einen weiteren Rutsch oder wird es zu einer Gegenbewegung kommen?

Goldpreis: Rahmenbedingungen besser…

Die Rahmenbedingungen für den Goldpreis haben sich seit dem vergangenen Sommer eher noch verbessert. Die Notenbanken drucken Geld bis zum Abwinken, die Pandemie hat in vielen Staaten die Schulden auf neue Rekorde getrieben und in den USA steht schon das nächste billionenschwere Hilfsprogramm vor der Tür. Dazu kommt, dass spätestens ab März die Inflation in den USA deutlich anziehen dürften. Manche rechnen mit 3 Prozent und mehr. Das spricht alles für Gold, denn bei einer höheren Inflation fallen die Renditen der Anleihen oder rutschen gar in den negativen Bereich. Damit dürfte der Anstieg der Bond-Renditen in den vergangenen Wochen mehr als ausgeglichen werden.

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Gold

… aber der Goldpreis ist angeschlagen

Dennoch notiert der Goldpreis deutlich unter dem Rekordniveau vom Sommer 2020. In dieser Woche rutschte die Notiz zeitweise unter 1.770 je Unze und damit unter die nächste, wichtige Unterstützung. Allerdings gab es nun eine kleine Gegenbewegung, so dass sich der Preis wieder über dieser Marke bewegt. Das werten wir positiv. Der nächste Anlaufpunkt wäre bei 1.820 Dollar je Unze. Allerdings sind die andauernden Verkäufe in den Gold-ETF zu einer Belastung geworden. Allein am gestrigen Mittwoch gab es laut Bloomberg-Daten Abflüsse von fast sieben Tonnen. Die Gesamtbestände bewegen sich inzwischen auf dem tiefsten Stand seit Juli 2020. Im Gegensatz dazu hält sich Silber gut und notiert weiter über 27 Dollar je Unze. Die Gold-Silber-Ratio ist inzwischen auf rund 65 gefallen, dem tiefsten Stand seit 2014. Bei Silber macht sich die starke industrielle Ausrichtung bemerkbar. Hier gibt es zudem einen echten Mangel auf der Angebotsseite.

Goldaktien sind die bessere Alternative!

Insofern stellt sich die Frage, was mit dem Goldpreis passiert. Bei einem Durchrutschen dürften weitere Anleger die Notbremse ziehen und zudem dürften dann die Trader auf weiter fallende Kurse setzen. Der nächste Haltepunkt wäre dann um die runde Marke von 1.700 Dollar je Unze zu sehen. Insofern ist alles offen. Auf diesem Niveau bleiben aber die Aktien der Goldproduzenten attraktiv. Qualitätstitel wie Barrick Gold oder Newmont verdienen auch bei Kursen um 1.700 Dollar prächtig und haben inzwischen ihre Kosten und Bilanzen im Griff. Heute wird Barrick seine Finanzzahlen publizieren. Nachdem viele MItbewerber gute Ergebnisse für das Q4 vorgelegt haben, dürfte es hier eher eine positive Überraschung geben. Bei Barrick dürfte der Markt auch auf ein Aktienrückkaufprogramm hoffen. Newmont hat ein Programm im Volumen von 1 Mrd. Dollar aufgelegt. Wenn Barrick hier ähnlich agiert, könnte die Aktie ihr Tief gesehen haben und wieder nach vorne blicken. Wetten würden wir aber nicht darauf; man sollte abwarten, was der Markt daraus macht. Denn gestern legte beispieslweise SSR Mining gute Zahlen vor, dennoch verlor die Aktie kräftig. Man hatte die Analystenerwartungen minimal verfehlt. Das KGV der Aktie liegt inzwischen bei nur noch 7. Niedrige Bewertungen finden sich beispielsweise auch bei stark wachsenden Produzenten wie Endeavour Mining. Nach Börsenschluss übertraf dagegen Pan American Silver mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen deutlich; dementsprechend machte das Papier im nachbörslichen Handel die Tagesverluste wieder wett.

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