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Wenn der Markt sich dreht Morgan Stanley: Jetzt wieder rein in alte Tech-Favoriten?

Achtung Tech-Bullen, es könnte an der Zeit sein, sich wieder anzuschnallen. Russlands Einmarsch in die Ukraine verschiebt die Aktienstrategien. Warum Analysten erste Anzeichen sehen, dass der Markt sich drehen könnte.

Die Tech-Baisse scheint ein Ende zu finden. Seit Mitte vergangener Woche ist der Nasdaq leicht gestiegen, nachdem er kurz vor einem Bärenmarkt stand. Der Dow hat 1,5 Prozent und der S&P 500 0,6 Prozent verloren.

Der Ukraine-Krieg veranlasst Anleger, ihre Strategie neu zu überdenken und zu alten Favoriten zurückzukehren. Unbeliebte Sektoren wie Verteidigung und Erneuerbare Energien gewinnen hinzu, während die großen Gewinner der vergangenen Wochen Verluste einfahren. Der Value-Hype verliert an Schwung, während Growth-Werte in die Gunst der Anleger zurückkehren.

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Noch im Januar traf es aufgrund der Sorgen vor steigenden Zinsen die teuren US-Aktien am stärksten. Der Umschwung hängt nun mit der Erwartung zusammen, dass die geopolitische Krise die Zinserhöhungen verlangsamen und zu einem Rückgang der Anleiherenditen führen könnte.

Europäische Bankaktien, die sich in den ersten 40 Tagen des Jahres mit Abstand am besten entwickelten, sind in den letzten drei Wochen um fast 18 Prozent gefallen.

Die Aktienmärkte Kontinentaleuropas sind bei weitem am anfälligsten in der Ukraine-Krise und für steigende Rohstoffpreise, schreiben die Strategen der Credit Suisse in einer Mitteilung vom Dienstag und reduzierten ihr Engagement in der Region. Auch die Goldman-Strategen senken ihr Ziel für den Stoxx 600-Index und betonen, dass ein Teil der mit dem Konflikt verbundenen Schwäche wahrscheinlich anhalten werde.

FOMO

Morgan Stanley wird optimistischer für Big Tech. Aktien mit relativ geringem institutionellen Anteilsbesitz würden im nächsten Quartal tendenziell zulegen. Man gehe davon aus, dass die Baisse ein konträres Kaufsignal sei: Beim ersten Anzeichen einer Stabilisierung oder Erholung der Aktienkurse steigen die Anleger wieder ein, weil sie befürchten, den Markt zu verfehlen, zitiert Bloomberg die Marktstrategen.

Eine Umfrage der Bank of America im Februar ergab, dass Fondsmanager Tech-Aktien so stark untergewichtet haben wie seit August 2006 nicht mehr.

"Die Anleger haben sowohl die Mittel als auch die Gelegenheit, heute Tech-Aktien zu kaufen", sagte Ben Laidler, globaler Marktstratege bei eToro. Die stärksten Tech-Namen seien jetzt billiger und bieten ein stärkeres Gewinnwachstum als erwartet.

In den Top 100 aktiv verwalteten institutionellen Portfolios sind fünf der großen Megacap-Tech-Unternehmen Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet und Meta im Verhältnis zu ihrer Gewichtung im S&P 500 unterbewertet, fanden Morgan Stanley-Analysten heraus. Die Fonds halten im Durchschnitt 0,8 Prozentpunkte weniger von diesen Aktien als ihre Gewichtung in der Benchmark, so die Analysten weiter.

"Nach dem Ausverkauf auf breiter Front sind wir deutlich optimistischer, was die Chancen der Gruppe angeht", so David Katz, Chief Investment Officer bei Matrix Asset Advisors. Er nannte Apple, Microsoft, Alphabet und Meta als Namen mit guten Aussichten, die überverkauft erscheinen.

Jetzt kommt es auf das richtige Timing an. Savita Subramanian, Leiterin der US-Aktien- und quantitativen Strategie bei BofA Securities, sagte, dass sie dem Tech-Sektor gegenüber zögerlich sei. Auch riet sie Anlegern, dass sie warten sollten, bis "alle aufhören zu fragen", wann sie Tech-Aktien kaufen sollten. "Davor könnte es ein fallendes Messer oder totes Geld sein."

Einige Anleger-Lieblinge zeigen seit dem Tag der russischen Invasion bereits Anzeichen für einen Tech-Turnaround: Nvidia hat seitdem rund 13 Prozent zugelegt. Alphabet und Amazon gut zehn und Tesla gewann 25 Prozent.

Autorin: Gina Moesing, wallstreet:online Zentralredaktion




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