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Palästinakonflikt - eine Chronologie des Schreckens

Gastautor: Heiko Schrang
08.08.2014, 17:27  |  2368   |   |   

In der letzten Zeit wird es mehr als offensichtlich, dass beispielsweise bei dem Ukraine sowie dem Palästina-Konflikt, die öffentliche von der veröffentlichten Meinung so weit entfernt ist, wie die Erde vom Mars.

Offiziell wird der Eindruck erweckt, dass es sich in Palästina um einen Konflikt handelt, der von zwei ebenbürtigen Gegner bestritten wird. Diverse Radio- und Fernsehsender sprachen vor 14 Tagen zunächst von 600 Toten auf beide Seiten, womit der Eindruck erweckt wird, dass 300 Israelis und 300 Palästinenser gestorben sind.

Der Leiter der Rettungskräfte im Gazastreifen konkretisierte die Zahlen: In dem Gebiet gab es 707 Opfer, mehr als 4.500 Menschen seien verletzt worden. Das Gesundheitsministerium meldete 718 Tote. Auf israelischer Seite wurden bislang mindestens 32 Soldaten und zwei Zivilisten getötet.[1] Somit liegt ein Verhältnis von 95 zu 5 % vor. Das erste Opfer des Krieges ist nun mal die Wahrheit. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, ist es wichtig in die Vergangenheit zu schauen, um den aktuellen Konflikt besser einschätzen zu können. (mehr Informationen unter: http://www.macht-steuert-wissen.de/blog.php)

Spätestens seit 2006, als Israel in den Libanon einmarschierte, wurde der unverhältnismäßige Militäreinsatz auch für eine breite Öffentlichkeit erkennbar.

Damals wurden zwei israelischer Soldaten durch die Hizbullah entführt. Die israelische Armee reagierte mit der Entsendung einer mit Panzern und gepanzerten Truppentransportern ausgerüsteten Einheit, um angeblich die Verfolgung der Hizbullah-Kämpfer aufzunehmen. Die Israelische Luftwaffe hat nach ihren Angaben während Kampfhandlungen 15.500 Einsätze über dem Libanon geflogen und dabei 7.000 Ziele angegriffen. Die israelische Marine hat 2.500 Ziele entlang der libanesischen Küste ins Feuer genommen. Im Libanon wurden im Verlauf des Krieges ca. 1.500 Menschen getötet (darunter weniger als 250 Soldaten und Kämpfer) und ca. 4.500 verletzt. Auf israelischer Seite wurden ca. 150 Menschen getötet, darunter 120 Soldaten. Es wurden sogar vier unbewaffnete UNO-Beobachter der UNTSO getötet. Es handelte sich um jeweils einen Vertreter aus Kanada, China, Finnland und Österreich.

Später stellte sich heraus, dass der Krieg auf einen Monate zuvor ausgearbeiteten Plan zurückgeht. Dies äußerte Anfang März 2007 Ehud Olmert vor einem israelischen Untersuchungsausschuss zum Libanonkrieg.[2]

Alle diejenigen, die sich seit Jahrzehnten mit dem Nahostkonflikt befassen, wissen, dass sich die Verhältnismäßigkeit des militärischen Eingreifens nicht geändert hat.

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Heiko Schrangbeleuchtet regelmäßig die Themen Inflation und Staatsbankrott und berichtet über Sachwertanlagen wie 1A-Immobilien als Kapitalanlagen. Seit 2005 hält Heiko Schrang zudem Vorträge zu den Themen Inflation, Gold und Finanzkrisen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.macht-steuert-wissen.de

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