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### Verbio AG ### (Seite 898)


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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.946.647 von lucas24 am 08.06.18 23:48:14Hasskommentare? :confused:

Bitte wende Dich an den Zensurminister Heiko Maas. ;)
Antwort auf Beitrag Nr.: 57.946.647 von lucas24 am 08.06.18 23:48:14Quatsch. Es ist ein sehr guter Input den BioVenture hier bringt.

Nur übersieht er aus meiner Sicht, das der Verkehrssektor in der EU ein CO2-Minderungsziel zu erfüllen hat. Die Industrie hat schon viel gemacht, im Wohnungssektor ist das relativ unmöglich und da bleibt der Verkehrssektor der liefern muss.

Ich glaube 90 % des Einsatzes Erneuerbarer Energien sind herkömmlicher Bioethanol und Biodiesel. Das was Verbio mit dem Stroh macht ist Kleinkram - schreibt BioVenture immer wieder. Das ist kein Ersatz für herkömmlichen Biosprit. Man kann das auch nicht aus Abfallstoffen gewinnen.

Man kann auf dem Acker nicht (theoretisch) auch als Lebens- oder Futtermittel verbrauchbare Pflanzen anbauen. Das würde aber auch nichts daran ändern, das man diese Fläche dann für die sonst mögliche landwirtschaftliche Produktion von Lebens- oder Futtermittel verwendet würde. Also im Ergebnis gleich als wenn man gleich Getreide oder Raps anbaut.

BioVenture ist halt der Meinung, das die EU dieses CO2-Minderungsziel im Verkehrssektor letztlich aufgeben wird. Das wäre die Konsequenz, wenn man auf Einsatzstoffe setzt, die es in den Mengen nicht mal auf dem Blatt Papier gibt. Ich glaube das nicht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.948.501 von Wertefinder1 am 09.06.18 13:18:08
Rohmaterial für Verbio - wieviel davon ist Lebensmittel ?
Frau Kurze hat mir zum Thema dass Verbio (praktisch/bzw. kaum) Lebensmittel zur Biosprit-produktion nutzt, folgendes geschrieben:
"So, wie es auf der Website steht verwenden wir zum allergrößten Teil zur Ethanolherstellung Getreide, welches nicht für die Herstellung von Nahrungsmitteln oder Futtermitteln eingesetzt wird. Das heißt nicht zwangsläufig immer „vergammelt“. Es gibt zum einen gewisse Eigenschaften, die ein Getreidekorn mitbringen muss (und die von der Entwicklung in der Wachstumszeit abhängen), damit es z. B. beim Backen im Zusammenhang mit Hefe auch „geht“. Erfüllt es diese Kriterien nicht, wird es als eine Qualität eingestuft, die nicht an Getreidemühlen verkauft wird. Es geht auch manchmal einfach darum, welche Sorte Getreide wir einsetzen, z. B. Roggen. Roggen wird europaweit nur zu ca. 2% in der Nahrungsmittelindustrie verwendet. Wir essen in Europa eben viel mehr Weizen. Roggen lässt sich aber auf gewissen Böden im Umkreis unserer Werke gut anbauen, die sonst ggf. ungenutzt bleiben würden. Auch auf diese Getreidemengen bezieht sich die Aussage. Sie finden einfach keine Verwendung in der Nahrungsmittelindustrie, weil sie von dieser nicht nachgefragt werden, nicht unbedingt, weil sie minderwertig sind. "

Vielleicht werden diese relevanten Mengenbilanzen im nächsten GB erläutert :look:

Zum Thema Roggen habe ich folgendes bei wikipedia.org gefunden:
"Er liefert auch auf leichteren oder sandigen Böden und an kühleren oder feuchten Standorten noch gute Erträge. "

Also, nicht alle Böden sind gut für Weizen. Wer sich also um das Thema "Tank oder Teller" kümmert, der möge doch auch Werbung für das gute Schwarzbrot - aus Roggen - machen :)
Ist jetzt womöglich der Himmel die Grenze für die Verbio-Aktie nach der heutigen phantastischen Nachricht aus dem Europaparlament?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.987.834 von Wertefinder1 am 14.06.18 18:11:05Die heutigen CropEnergies Zahlen lassen eher das Gegenteil vermuten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.988.068 von Informierer am 14.06.18 18:57:32Es geht um das, was das EU-Parlament heute an Sensationellem im Bereich Biodiesel beschlossen hat. Siehe die Nachrichten.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.988.449 von Wertefinder1 am 14.06.18 19:48:35Sind die neuen EU-Regelungen nun gut oder schlecht?

Gibt es Unterschiede zw. CropEnergies und Verbio, bspw, dass Verbio mehr für Diesel und CropEnergies für Benziner produziert?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 57.988.572 von Informierer am 14.06.18 20:04:03
Zitat von Informierer: Sind die neuen EU-Regelungen nun gut oder schlecht?

Gibt es Unterschiede zw. CropEnergies und Verbio, bspw, dass Verbio mehr für Diesel und CropEnergies für Benziner produziert?


Oh ... Du bist ein völliger Anfänger der Materie.

Also CropEnergies produziert nur Bioethanol und zu ca. gleichen Teilen andere Stoffe wie Futtermittel und Glycerin. Es gibt da allerdings auch Schreiber die meinen, das industrieller Abfall als hochwertiges Futter vermarktet wird. Jedenfalls ist der Futtermittelverkauf ein ganz wichtiger Bestandteil der Verwertung ohne die das CropEnergies-Geschäftsmodell nicht rentabel wäre. CropEnergies produziert keinen Biodiesel.

Verbio produziert ca. zu 40 / 60 % Bioethanol und Biodiesel. Der Biodiesel ist also eher das Hauptprodukt. Zusätzlich mit einem sehr kleinen Anteil noch Biomethan - wesentlich auch als quasi Nachfolgeprodukt der Bioethanolproduktion. Der Biodiesel ist allerdings durch ausländische Palmöl-Importe wieder schwer unter Druck gekommen.

Heute hat das EU-Parlament beschlossen, das langsam anfallend bsi zum Jahr 2030 die Nutzung von Palmöl als Rohstoffquelle für Biodiesel verboten werden soll.

https://www.nzz.ch/wirtschaft/die-eu-treibt-die-energiewende…

"... Der anrechenbare Anteil von Biotreibstoffen der ersten Generation soll auf dem Niveau von 2020 gedeckelt werden und auf jeden Fall nicht mehr als 7% des Endverbrauchs auf Strasse und Schiene betragen. Im Gegenzug muss der Anteil fortgeschrittener Biotreibstoffe zum Beispiel aus Abfall bis 2030 auf mindestens 3,5% des Konsums steigen. Den Rest kann zum Beispiel «grüner» Strom beisteuern. ... Biotreibstoffe der ersten Generation sind etwa Biodiesel aus Raps oder Bioethanol aus Mais. ... Die Kommission hatte eine Senkung ihres anrechenbaren Anteils auf 3,8% bis 2030 vorgeschlagen, was aber bei den Mitgliedstaaten auf Widerstand stiess. Diese verwiesen auf Landwirte, die bereits in eine solche Produktion investiert hätten. ... Die Nutzung von Biosprit aus Palmöl und ähnlichen Quellen wiederum soll laut der Vereinbarung vom Donnerstag zwischen 2023 und 2030 schrittweise ganz auslaufen. ... Das Parlament hatte Palmöl schon ab 2021 aus dem Biotreibstoff verbannen wollen, konnte sich aber in den Verhandlungen in diesem Punkt nicht durchsetzen. ..."


D.h., zukünftig beginnend ab 2023 fällt der augenblicklich wieder zu Dumpingpreisen importierte Biokraftstoff aus Palmöl als Konkurrenzprodukt weg. Die Mineralölkonzerne müssen sich dann andere Quellen suchen - und vllt. sogar frühzeitig sichern. D.h., dieses Verbot könnte schon vor dem Jahr 2023 Wirkung entfalten. Verbio und die Biodieselproduktion aus heimischen Rohstoffen könnte davon enorm profitieren. Von erneuten Strafzöllen auf diese Dumpingimporte ggf. schon früher.

Die Frage ist jetzt, wann das im Aktienkurs seinen Eingang findet, denn es ist ja noch eine zeitlang hin bis 2023 bzw. 2030.
Meint ihr es setzt bald nen Rebound ein ? Das Unternehmen an sich steht doch zu da oder nicht ? Und nach den verlustwochen sollte doch langsam mal was gen Norden passieren
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Antwort auf Beitrag Nr.: 58.028.794 von Zeek am 20.06.18 19:36:26
Zitat von Zeek: Meint ihr es setzt bald nen Rebound ein ? Das Unternehmen an sich steht doch zu da oder nicht ? Und nach den verlustwochen sollte doch langsam mal was gen Norden passieren


Das ist alles abhängig von der Nachrichtenlage. Auf der Regelungsebene der EU sieht man jetzt klarer, auch wenn noch nichts beschlossen ist.

Bleiben die Themen Preisentwicklung, die man sich ja im Internet bezogen auf Bioethanol und Biodiesel anschauen kann.

Und was es beim Thema Wiederbezollung von ausländischen Palmöl an Nachrichten gibt.

Gibt es von beiden Sachen nichts Positives, wird sich auch am Kurs eher nichts ändern.
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