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Muehlhan [Maritime Oberflächen] (Seite 359)



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Zitat:

Das Ergebnis je Aktie fiel erwartungsgemäß von 0,10 auf 0,08 Euro zurück. Dennoch sackte die Notiz um mehr als zehn Prozent auf 2,40 Euro ab – nachdem sie zuvor längere Zeit in einer Seitwärtsrange hing. Auslöser für den Stimmungswandel war der Ausblick: Für 2015 stellt Vorstandschef Stefan Müller-Arends nämlich nur ein Betriebsergebnis zwischen 4 und 6 Mio. Euro in Aussicht. Wirklich überraschend kommt diese eher vorsichtige Prognose allerdings nicht. Fast 28 Prozent der Umsatzerlöse von zuletzt 218 Mio. Euro stammen bei Muehlhan mittlerweile von Kunden aus den Sektoren Öl, Gas und Windkraft. Die Verlagerung – weg vom früheren Stammgeschäft der Beschichtung für den Schiffsneubau und der -reparatur – war ein wesentlicher Teil des Strategieschwenks von Muehlhan. Angesichts der drastisch gesunkenen Ölpreise befürchten die Anleger, dass Ölförderer ihre Investitionen weiter herunterfahren.

d.h. für 2015 dann 6ct Gewinn pro Aktie? welches KGV wollen die Muehlhan dann zugestehen bei diesem schlechten Ausblick, was die Kurs-Reaktion in ihren Augen als übertrieben bezeichnet? KGV 50 mit Kursziel 3€?
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Muehlhan wird wie andere Öl-/Gaszulieferer in 2015
stärker an Umsatz verlieren.
Ich gehe daher jede Wette ein,, das die 6ct Gewinn je Aktie
nicht erreicht werden.

Wir werden bei Muehlhan noch deutlich niedrigere
Kurse sehen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 49.516.907 von Merrill am 08.04.15 13:49:23@ Merrill,

zum Glück ist Muehlhan nicht nur im Bereich Öl/Gas tätig.

;-)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 49.517.189 von best_choice am 08.04.15 14:21:52Die breite Aufstellung kann in der Tat hilfreich sein.

Und: Wenn wenig neu gebaut wird, muss eben vieles gewartet werden.

Es bleibt spannend!
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Antwort auf Beitrag Nr.: 49.517.786 von MONOTONI am 08.04.15 15:24:54Es war allerdings ein wenig ironisch gemeint, da der "gute"Gas/Ölbereich die Bedeuung des "schlechten" Schiffbaubereich ausgleichn sollte.
Zudem: wenn nicht neu gebaut wird, muss mehr Wartung kommen ist aus meiner Erfahrung nicht korrekt.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 49.517.786 von MONOTONI am 08.04.15 15:24:54
Zitat von MONOTONI: Und: Wenn wenig neu gebaut wird, muss eben vieles gewartet werden.


an Wartung wird im Moment sicherlich auch gespart wo immer es geht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.514.177 von Rainolaus am 08.04.15 09:02:09Bei solchen Argumentationen wird deutlich, dass man sich momentan im gesamten Aktienmarkt in Richtung Risiko bewegt.
Eines Tages wird es wieder so kommen, dass die Wirtschaft sich abschwächt und die Unternehmen reihenweise ihre Ziele verfehlen.
Was dann mit vielen Nebenwerten passiert, bei denen momentan die Gewinne für die Zukunft schön hochgerechnet werden, ist schon vorprogrammiert: Drastische Kursverluste.
Man sollte das Risiko nie aus den Augen verlieren.
Antwort auf Beitrag Nr.: 49.516.907 von Merrill am 08.04.15 13:49:23
Zitat von Merrill: Muehlhan wird wie andere Öl-/Gaszulieferer in 2015
stärker an Umsatz verlieren.
Ich gehe daher jede Wette ein,, das die 6ct Gewinn je Aktie
nicht erreicht werden.

Wir werden bei Muehlhan noch deutlich niedrigere
Kurse sehen.



Hast du da auch erfolgte und denkbare Übernahmen, das verbesserte Zinsergebnis, mögliche, geringere Minderheiten (wenn du von geringeren EBTs ausgehst), den Großauftrag im Industriesegment (bei Erteilung etwa 30 Mio Dollar) u.Ä. einfliessen lassen?


Muehlhan dürfte allein durch die Umwandlung der Bonds inklusive 0,5 Mio Ablösung um die 1 Mio € verbessertes Zinsergebnis ausweisen. Falls man mit verminderten Geschäften durch die Ölpreisentwicklung (wie du) rechnet, dürfte das die hohen Minderheiten aus 2014 relativieren.

Man sollte auch nicht vergessen, dass Muehlhan in 2013 in Amerika einen starken positiven Sondereffekt von über 2 Mio € hatte, der 2014 nicht anfiel, was das vermeintlich schwache Amerikasegment relativiert. In 2014 gab es zudem wieder Sonderabschreibungen auf den Goodwill in Asien, der jetzt nach 1,4 Mio € nur noch 0,6 Mio € beträgt. Das ist also das Restrisiko diesbezüglich in Asien. Es wird in jedem Fall geringere Abschreibungen in diesem Punkt geben, nach den 0,8 Mio in 2014.

Jedenfalls ist das Konzernergebnis 2014 unter diesen Gesichtspunkten gar nicht so schlecht ausgefallen.


Wieso Reinolaus von 6 Cents EPS ausgeht, weiß ich nicht. Wie kommt er denn auf sowas? Kannst du das mal vorrechnen, @Rainolaus?! Danke!

Das EPS kann aus meiner Sicht theoretisch im Minus liegen (allerdings nur bei größeren Einmalfaktoren im Zusammenhang mit einer Einstellung des Asiensegments), aber sich gegenüber 2014 auch verdreifachen. Eine genaue EPS Prognose traue ich mir nicht mal im Ansatz zu, obwohl ich mir die Finanzberichte im Detail durchlese und natürlich auch gewisse Rechnungen durchspiele.

Aus der Ebit-Prognose kann man erstmal gar nichts zwingend zum EPS ableiten. Wenn das Ebit auf 4 Mio € fallen sollte, kann das EPS vielleicht leicht fallen, es kann aber auch steigen, weil Zinsen deutlich fallen werden, und Steuern und Minderheiten auch geringer ausfallen dürften. Bei 4,2 Mio Ebit (Einbruch um 35%) minus 1,2 Mio Zinsaufwendungen, minus 1,0 Mio Steuern und 0,5 Mio € Minderheiten würde sich das EPS nicht verändern. Liegt das Ebit wieder bei 6 Mio €, kann sich das EPS sogar verdoppeln. Kommt es zu einem größeren Umsatzeinbruch (ex Sonderfaktoren im Zuge des Konzernumbaus) aufgrund des Ölpreisrückgangs, kann das Ebit auch niedriger ausfallen, wobei man ja Kosten gerade in Asien offensichtlich schon stark drücken konnte. Mit allzu großen Belastungen gegenüber 2014 rechne ich da nicht mehr, abgesehen von 0,6 Mio maximalen Goodwillabschreibungen.

Zudem sollte man den Großauftrag in den USA im Industriesegment nicht vergessen. Der sollte einen Umsatzrückgang im Energiesegment Öl/Gas zumindest abfedern.

Der Energiebereich hat einen Umsatzanteil von 27,5%, darin enthalten der wachsende Bereich Windkraft. Selbst wenn ich jetzt 20% Umsatzrückgang durch Ölkunden unterstelle (etwa 10-12 Mio €), dürfte das allein schon durch den Großauftrag im Segment Industrie stark abgefedert werden. 10% (5-6 Mio €) könnte man sogar mehr als komplett ausgleichen. Der Auftrag dürfte durch den fallenden Euro jetzt 15-20% mehr bringen als bei Auftragserteilung gedacht, also jetzt insgesamt 28 Mio € schwer sein (vermutlich über 2-3 Jahre verteilt). Wenn man das mal ins Verhältnis zu vielleicht 8-10 Mio Umsatzverlust im Ölsegment setzt, ...

Und es ist ja nicht mal klar, dass sich der niedrige Ölpreis wirklich so dramatisch auswirkt. Man hat sich im Juli erst einen neuen Vorstand geholt, der für den Wachstumsbereich Energie zuständig ist. Der kommt aus dem Ölbereich, sollte also Erfahrung mitbringen, wie man mit einer möglicherweise herausfordernden Situation umgehen muss, vielleicht ja durch eine offensive Übernahmepolitik bei nun geringen Preisen. Im Halbjahresbericht schien man jedenfalls noch sehr optimistisch zu sein, weiter im Energiesegment zu wachsen, was aber vielleicht auch auf Windenergie zurückgeht, wobei man ja schrieb, dass gerade die veralteten Öl-Plattformen am Ende ihres Zyklus sind und man gerade dort Wachstum erwartet.
Okay, die Situation hat sich im zweiten Halbjahr allerdings verschärft, so dass ich mir die genannten 10-20% Umsatzrückgang im Ölsegment durchaus gut vorstellen kann. Aber wie gesagt, das sind wohl etwa 6-12 Mio €. Bei einer derzeitigen SegmentMarge von 4-5% geht es da dann also vielleicht unter Berücksichtigung von erheblichen negativen Skaleneffekten um 0,5-1,0 Mio € Ebit Belastung. Und die kann man wie gesagt möglicherweise im Industriesegment in Amerika ausgleichen, so dass ich mir auch unter Berücksichtung der Ölpreisproblematik ein Ebit von wieder mindestens 6 Mio € vorstellen kann, bei deutlich steigendem EPS.

Alles ohne weitere Übernahmen oder der Schließung/Verkauf des Asien-Bereichs, wobei Asien sich ja zuletzt zumindest ergebnisseitig gar nicht so schlecht entwickelte. Sicherlich aber nur auf Kostenreduktion zurückzuführen bzw. darauf, dass die großen Abschreibungen schon in den Jahren zuvor vorgenommen wurden. Deshalb ist das Risiko eigentlich in Asien limitiert. Allerdings macht es auch keinen Sinn, dort Kapazitäten zu verschwenden, wenn man von keinem Umsatzwachstum mehr ausgeht. Muss sich der Vorstand halt in den nächsten Quartalen überlegen was man mit Asien anfängt. Hängt wie im Bericht erwähnt davon ab, wie sich die Auftragslage dort entwickelt.


Insgesamt wird mir hier viel zu schwarz gesehen, was ja in gewisser Weise verständlich ist, wenn man an den Ölpreis denkt. Aber kaum jemand scheint sich mal den konkreten Umsatzanteil und Margen des Ölsegments, die Sonderfaktoren der letzten 1-2 Jahre und die anderen Segmente anzuschauen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie man von einer Ebit-Prognose von 4-6 Mio € (die lag am jahresanfang 2014 übrigens bei 3,5-6,5 Mio €) auf ein sinkenden EPS schließen kann. Das ist ja arg vereinfacht, wenn man Faktoren wie Zinsen, Steuern, Sonderabschreibungen, mögliche Übernahmen (dafür hat man extra Tranche B des CoBa-Kredits bekommen) etc. nicht berücksichtigt.

Ich geb aber gerne zu, dass das derzeit alles wenig nutzt. Der Markt wird die konkreten Auswirkungen der Ölpreiskrise abwarten wollen. Deshalb geh ich ebenfalls davon aus, dass der Aktienkurs erstmal noch ein wenig weiter fallen wird. Hier aber von einer klaren Überbewertung zu reden, nur weil der Überschuss aus verschiedensten Faktoren bisher niedrig lag, entbehrt doch jeder Grundlage. Würd ich dann zumindest mal genauer begründet haben.
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