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Bundeswertpapiere (Seite 121)



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Ein wichtiger Punkt in unsere Zeit ist die Informationsbeschaffung. Ich meine jetzt nicht die von Geheimdiensten zur Terrorabwehr sondern die eigene. Wenn- es so einfach wäre, sich nur die Information zu beschaffen. Nicht umsonst hat sich der Begriff Fake News im Sprachgebrauch etabliert. Bei einer Fake News handelt es sich nicht nur um eine Falschmeldung sondern um eine manipulative Falschmeldung mit unterschiedlichsten Facetten in ihrer Ausprägung. Es ist schon interessant sich die Definition bei Wiki anzusehen. Und selbst bei Wikipedia darf man nichts eins zu eins übernehmen, weil Unternehmen und staatliche Institutionen versuchen unliebsame Einträge zu ändern und damit zu manipulieren. Und ehrlich- wir lassen uns doch zu gern manipulieren. Wenn man eine Information von außen abruft, dann liegt zumeist bereits eine innere Einstellung oder Erwartung der Informationsbeschaffung zugrunde. Sprich- man will sich selbst eigentlich nur bestätigt wissen. Stößt man bei seinen Recherchen auf eine gegenteilige Aussage wird diese vielleicht noch wahrgenommen aber sich in den meisten Fällen nicht unbedingt mit ihr auseinandergesetzt. Denken tut weh. Das trifft es allerdings nur bedingt. Vielmehr steht einem das eigene Ego im Weg. „Ich hab immer Recht“. Der größte Teil unserer Mitmenschen hat ein schwaches bis gar kein Selbstbewusstsein. Das ist meine Meinung und darüber kann selbstverständlich seitenweise diskutiert werden. Aber auch hier trifft der Spruch zu: Wer am lautesten schreit hat nicht unbedingt ein gefestigtes Selbstbewusstsein. Dieses fehlende Selbstbewusstsein resultiert meiner Ansicht aus dem permanenten Versuch der Umwelt uns als Individuum zu unterdrücken, fehlender Erfahrung und der intellektuelle und emotionalen Missbildung basierend auf dem bestehenden staatlichen Bildungssystemssystem. Das Problem für den einzelnen ist es, dem entgegenzuwirken. Das gravierendste Problem ist überhaupt für sich selbst festzustellen, dass man ein schwaches Selbstbewusstsein hat. Eine Selbstreflextion lassen wir nicht zu. Warum auch? Viel zu anstrengend. Stimmt aber gar nicht. Selbstreflextion ist nicht gleichzusetzen mit Selbstkritik sondern mit der Frage- Was will ich? Und Wohin will ich? Wenn man sich selbst verstanden hat, erstarkt das eigene Bewusstsein und damit das Selbst. Sollte es jedenfalls. Und ein wahres Selbstbewusstsein führt zu Erhabenheit. Und was hat das jetzt mit der Informationsbeschaffung zu tun? Mmh. Eigentlich nichts. Na klar, doch. Wenn wir es schaffen selbstbewusst zu sein, dann können uns Fake News nicht manipulieren, neben vielen anderen Dingen des täglichen Lebens die man mit uns nicht abziehen kann. Aber darum geht es nun mal. Als Menschen leben wir nun einmal in einem hierarchischen Grundsystem. Dagegen ist nichts einzuwenden, da dies unserer Natur entspricht. Nur versucht man uns gerade vermehrt weiß zu machen: eins plus eins ist ...

... 3 ...
Participation Rate ...

Ist die Quote in der amerikanischen Arbeitslosenstatistik die eine Aussage darüber trifft, wie viel Menschen überhaupt noch Arbeit suchen. Heute kommen glaube ich die neuen Arbeitslosenzahlen in USA raus. Man kann sie auch die Entmutigungsquote nennen. Gibs die eigentlich auch bei uns in Deutschland? Da weiß ich eigentlich nur, dass Arbeitslose und vor allem Langzeitarbeitslose durch Statistiktricks aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden. Abrakadabra, Hex, Hex, weg sind sie. Obwohl offenkundig die Statistik frisiert wird, stößt sich kein Mensch daran auf. Bis auf diejenigen die es betrifft. Kein Wunder wenn die dann ganz pöse Parteien wählen, wenn sie sauer sind. Ich glaube schon, dass die irgendwann einfach keinen Bock mehr haben. Warum? Ich erleb das derzeit am eigenen Leib. Vor zwei Jahren aufgehört, ein Jahr herumgegammelt (auf eigene Kosten- möchte ich hier nur mal betonen) bis mir meine Freundin in den Arsch getreten hat. Dann hatte ich recht schnell Erfolg bei der Bewerbung in den Polizeidienst, na ja dann hat es Bumm gemacht. Das war es dann. Nachdem ich vom Arzt grünes Licht bekommen habe, lege ich jetzt wieder los. Einen Job in der Privatwirtschaft kann ich kurzfristig bekommen. Das heißt Arbeiten (okay), länger als vereinbart Arbeiten (nicht okay), trotz vieler schöner Gesetze keine Arbeitnehmerrechte haben (gar nicht okay) und vermutlich einen Chef haben der Scheiße ist (absoluter Mist). Zu pauschal? Das mit dem bösen Chef? Im Laufe der Jahre habe ich meine Erfahrungen gemacht. Reicht. Deswegen wollte und will ich keinen „Chef“ mehr über mir haben. Zudem befinden wir uns gerade in einem Generationswechsel. Eigentlich müssten die alten Chefs in Rente gehen und die neue Generation ans Ruder lassen. Ich lese immer –nur- Firmeninhaber finden keinen Nachfolger und müssen schließen. Durchaus ist es auch so, dass die Firmeninhaber überhaupt keinen Nachfolger aufgebaut haben, der sich mit der Firma identifizieren kann und organisch in ihr gewachsen ist. Und –plötzlich- über Nacht sind sie alt geworden und brauchen einen Nachfolger. Oder aber der Nachfolger war da und hat dann entgeistert aufgegeben, weil der alte Sack von Chef die „Führung“ der Firma nicht aufgeben wollte und nur seine Entscheidungen die richtigen sind. Es gibt ganz tolle Chefs, insbesondere in kleinen Handwerksbetrieben oder Kleinstfirmen, aber die Mehrzahl kannst du in der Pfeife rauchen. Bleibt nur der öffentlich Dienst oder ein großer Konzern. Große Konzerne sind wie VEB`s. Wenn du es richtig machst, kannst du da auch eine ruhige Kugel schieben. Kungelst ein bisschen und dann passt das schon. Aber- meine Meinung über die große Stagflation ändert sich nicht von heut auf morgen. Bleibt nur der öffentliche Dienst. Ist nicht so einfach, dort einen Job zu ergattern. Momentan gibt es eine Absage nach der anderen. Meistens flieg ich schon beim Onlinetest raus. Ich möchte wirklich mal die Auswertung meines persönlichen Profils und die gestellten Anforderungen daran sehen. Gut ich hab noch einige Bewerbungsgespräche offen und mittlerweise weiß ich es geht ausschließlich um die Soft Skills. Aber es ist schon ungewohnt, wenn nicht die Leistung ausschlaggebend ist sondern wie lieb ich bin. Ich bin, wegen der Überalterung und der Tatasche, dass die jüngeren immer dümmer werden, guten Mutes. Ich kann aber auch jemanden verstehen, der irgendwann keinen Bock mehr hat. Und dann jemanden finden der einem in den Hintern tritt ist schwer. Muss man sich selbst ins Hinterteil treten- Selbstmotivation. Fakt ist doch eins- die Industrialisierung und die Digitalisierung stehen vor der Tür. Arbeitsplätze werden massenweise wegfallen. Also muss ich mich persönlich jetzt aufstellen- antizyklisch reagieren. Sonst wird man eines Tages wirklich ...

... entmutigt ...
Schminkt Euch das ab ! ...

Im letzten Beitrag habe ich davon geschrieben, dass die Jüngeren immer dümmer werden. Das stimmt natürlich nur bedingt. In einem Beitrag der sich lediglich auf einer Seite zumeist komplexen Themen widmet, kann nicht auf jede Facetten eingegangen werden. Das wird zu lang und wenn es zu lang wird schaltet ihr eh ab. Jedenfalls ist mir das bei einem anderen Beitrag gerade passiert. Ein sehr guter Beitrag- aber eben zu lang. Klar, ein Teil der Jugendlichen ist dumm wie Brot. Meine letzten persönlichen Erfahrungen hierzu sind gar nicht mal so lange her. Da war der schriftliche Polizeitest, danach flog schon die Hälfte raus und dann noch die IHK Prüfung nach §34a GewO –alles beide simple Tests. Und das meine ich jetzt auch so. Keinen komplexen Aufgaben lösen sondern lediglich Multipel Choice. Aber um diese Jugendlichen geht es gar nicht. Es geht um die NEETs und Freeter. NEET (Not in Education, Employment or Training) bezeichnet Jugendliche die keine Schule besuchen, nicht arbeiten oder in einer beruflichen Ausbildung sind und keinen Bock darauf haben. Freeter sind Jugendliche, die feste Arbeitsverhältnisse vermeiden und ständig wechselnden Gelegenheitsjobs nachgehen. Bezüglich der Ursachen gibt es seitenweise Abhandlungen von klugen alten Männern ((und Frauen - natürlich auch Frauen wegen der Gleichberechtigung). Kann ich das mit MännerInnen abkürzen? )) Ich denke jedoch, der einfache Kern lautet- „Nicht mit uns!“. Der Wertekanon dieser Gruppe Jugendlicher ändert sich einfach. Mein Haus, mein Auto, mein Boot zieht bei denen nicht mehr. Wer sich nicht in den Konsumsumpf ziehen lässt ist auch mit Gelegenheitsjobs immer noch freier als jemand der einen Sack von finanziellen Verpflichtungen hinter sich herschleppt oder immer en vogue sein muss. Und einige dieser Jugendlichen sind darüber hinaus noch gut ausgebildet. Japan hat mit diesem Phänomen ein echtes Problem. Ein Land in dem alte Männer bestimmen und das den einzelnen auf Gleichschritt trimmt. Keine Ahnung, ob sich bei uns jemand mit der Thematik auseinandergesetzt hat, persönlich habe ich einige NEETS und Freeter im Laufe der Zeit kennengelernt. Wobei es schwer erscheint zwischen den Gesellschaftsverweigerern und den Schmarotzern zu unterscheiden. Der Unterschied zwischen diesen Gruppen liegt wohl darin, dass die Gesellschaftsverweigerer sich einer widersprüchlichen Arbeitsgesellschaft entziehen nachdem sie verarscht wurden. Die Arbeitswelt postuliert sich als Leistungsgesellschaft- nur Leistung muss entsprechend belohnt werden. Wird es aber nicht. Wieso soll ich einer Gesellschaft meine Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Verfügung stellen wenn sie mich nur ausnutzen will? Die Schmarotzer legen sich in die soziale Hängematte bevor sie überhaupt versucht haben Leistung zu bringen. Und nein- sie sind nicht klüger (klüger sowieso nicht). Sie kommen in ihrer Entwicklung einfach nicht über die Befriedigung ihre Grundbedürfnisse (FFFF) hinaus. Insofern stellt sich die Frage, wie es mit dem Land weitergehen wird. Na, schlecht würde ich mal sagen. Es gibt jetzt viel Probleme und viel Probleme die sich im Laufe der Zeit verschärfen werden oder neu entstehen. Für jedes Problem gibt es auch eine Lösung. Je früher gesellschaftliche Probleme angegangen werden desto höher sind die Erfolgsaussichten. Wenn unsere Gesellschaft schon jetzt sichtbar Risse bekommt –Altersarmut (jetzt und verstärkt in der Zukunft), Perspektivlosigkeit der Jugend (verschuldete, unverschuldete), Versäumnisse hinsichtlich Industrie 4.0 und Digitalisierung und der Verfall von Werten und Kultur- dann sollte diese Probleme jetzt angegangen werden. Der Gesamtlösung der Probleme steht eins im Wege ...

... zu viele alte MännerInnen ...
Von Arschlöchern und Helden ...

Bis zur Überschrift habe ich es geschafft. Dann geht die Tür auf und meine kleine Zaubermaus kommt raus. Übrigens es ist 5: 30 Uhr. Es ist dunkel, der Kaffee ist heiß und es ist still- und vor allem- ich kann die frühen Morgenstunden allein genießen. Ach und jetzt muss ich das Teilen. Teilen wäre ja okay- aber ich will mich jetzt nicht unterhalten oder kommunizieren! Ich will einfach nur meinen Gedanken nachhängen und meinen Kaffee trinken. Aber so ist das wohl, wenn man die Arbeit mit nach Hause bringt und die einen nicht schlafen lässt. Kenn ich nur zu gut. Auf lange Sicht macht es einen schleichend fertig. Na gut. Ich hab sie mit lieben Worten wieder ins Bett geschickt. Der Beitrag schließt an den vorhergehenden an, quasi der dritte Teil. Die Arschlöcher. Es handelt sich um diejenigen Mitbürger, die meinen, aufgrund ihrer beruflichen Stellung über dem Rest zu stehen. Jetzt anzufangen, Berufe zu benennen würde dazuführen Klischees zu bedienen. Das wäre nicht gerecht all denen gegenüber, die dem Klischee nicht entsprechen, eben weil sie normal sind. Natürlich macht es mir jetzt schwieriger, an Einzelfällen zu demonstrieren, was ich meine. Arschlöcher bilden sich pauschal etwas auf ihren Beruf ein, egal ob sie da wirklich gut sind. Oder sie haben Erfolg gehabt. Bei näherer Betrachtung stellt man dann fest, dass dieser Erfolg entweder auf tönernen Füßen steht oder durch amoralische Handlungen erlangt wurde. Ich habe festgestellt, dass diejenigen, die ihren Erfolg durch Tränen und Schweiß errungen haben, überwiegend auf dem Boden der Realität geblieben sind und diejenigen, welche die größte Klappe haben indes Schaumschläger sind. Eine Berufsgruppe kann ich nennen, weil sie überall gleichermaßen verhasst ist- der Berufspolitiker. Wenn man deren Lebensläufe liest, liest man meist die Vita von Versagern. Versagern, die sich selbst die Taschen voll stopfen und uns mit gesalbten Worten den Gürtel und damit die Luft abschnüren. Und dann gibt es die sogenannten unterqualifizierten Jobs. Jobs die Deutschland in den Niedriglohnsektor verdammt sind, dort aber nicht hingehören. Um bei der Überschrift zu bleiben, nehme ich mal das Wachschutzgewerbe. Von der Bezahlung und dem Ansehen her gleichauf mit der Klofrau. Wenn du nichts kannst wirst du Wachmann, dafür brauchst du lediglich eine Unterrichtung oder schon anspruchsvoller die Sachkundeprüfung. Durch letztere fallen viel durch, weil das Wachschutzgewerbe als Sammelbecken für gescheiterte Existenzen missbraucht wird aber gleichzeitig der Bedarf an Personal so riesig ist. Aber auch das ist ein Thema für sich. Wenn wir uns einen Wachmann vorstellen, sehen wir einen sich langweilenden, in der Nase popelnden Typen vor uns. Neulich so gesehen. Das ist ein schlechtes Aushängeschild wahrlich. Nun ist Deutschland das Land (wie meistens oder eigentlich immer) in Europa wo die niedrigsten Löhne in der Branche gezahlt werden. Schlechte Ausbildung und geringe Löhne führen zu geringer Motivation. Nur was wäre am 15.11.2015 bei Fußballspiel Frankreich- Deutschland in Saint Denis in Paris passiert, wenn der oder die Ordner des Sicherheitspersonals nicht ihren Job gemacht hätten? Das Dumme in diesem Gewerbe ist es, wenn der Job richtig gemacht wird fällt nicht auf das er gut gemacht wird. Aber ist es nicht sowieso generell so, dass gerade (schlecht bezahlte) Dienstleistungsjob dann auffallen, wenn sie schlecht ausgeführt werden? Auch das führt zu widersinnigen Klischees. Auch in diesen „unterqualifizierten“ Jobs kann man sich, wie in jeder anderen Tätigkeit, zu Höherem aufschwingen. Liegt immer an einem selbst, ob man ...

... Held der Arbeit wird ...
Diesmal wird alles anders ...

Ist meist der letzte Satz eines Händlers oder Investors wenn er das Risikomanagement außer Acht lässt und nachher alles so wird wie es immer war- sprich die Blase zerplatzt. Ich sage immer: Wenn du das tust, was du immer tust, bekommst du auch nur was du immer bekommst. Ja, das wird gerade zum Mantra bei mir, damit es irgendwann im Schädel hängen bleibt. Nur ein einfaches Beispiel: Am Wochenende hatte ich schöne Gewinne im Kryptomarkt. Eigentlich wollte ich keine neue Position eingehen. Aber nein- ich musste einfach zocken. Dabei roch es schon nach Korrektur. Der Bauch schrie nein, lass es. Und- dann begann am frühen Nachmittag die Korrektur. Ich könnte mir vor Wut in den Hintern beißen. Wegen einen Verlust? Weniger. Was ich gemacht habe ist mein Risiko und einen Gewinn komplett rausgenommen. Aber- ich ärgere mich über- wenn sonst- mich selbst. Ich bin wider besseres Wissen erneut in gleiche Handlungsmuster verfallen. Es war nicht so sehr die Gier, sondern eher die Angst etwas zu verpassen- und zwar den Kick. Kryptowährungen zu handeln- wenn man sie nicht mit bedacht handelt- sind besser als jedes Spielcasino. Aufgrund dessen, dass wir als Menschen nach immer wiederkehrenden Verhaltensmustern agieren ist eine persönliche oder gesellschaftliche Entwicklung so schwer. Diejenigen, welche aus diesen Mustern ausbrechen können werden auf Dauer erfolgreich. Und das ärgert mich gerade wieder. Etwas verstehen ist das eine, dass andere ist, genau dieses Verständnis in die Tat umzusetzen. Ein Kleinkind fasst einmal vielleicht ein zweites Mal auf die heiße Herdplatte, wenn es sich ein drittes Mal in voller Absicht die Hand verbrennt, würde ich mir als Eltern Sorgen machen. Wir Erwachsenen fassen immer wieder und wieder und wieder auf imaginäre heiße Herdplatte. Wenn also jemand sagt: Diesmal wird alles anders, muss die Gegenfrage lauten: Warum? Die Aussage suggeriert doch schon, dass alles anders werden soll, weil sich äußere Faktoren geändert haben und nicht die innere Einstellung. Wenn die Antwort lautet: „Weil sich die äußeren Umstände geändert haben“- vergiss es. Lautet die Antwort: „Weil ich mich geändert habe“- hat man eventuell ein Vertrauensproblem. Einem alten Hund bringt man keinen Tricks mehr bei. Da müssen Taten über Taten folgen. Nur irgendwo muss man anfangen. Vielleicht so:

... Das nächste Mal werde ich anders sein ...
Die Pfuscher ...

Das alte Jahr ist vorbei und mein Tag X und die Geschehnisse danach werden langsam zu bloßen Erinnerungen und damit entzaubert. Nachdem ich aus dem Krankenhaus heraus und mit der neuen Situation vollkommen überfordert war, musste ja irgendwas passieren. Wie werde ich ihn wieder los? Den Bluthochdruck meine ich. Es wollte mir nicht in den Kopf- jeden Morgen, jeden Abend Tabletten schlucken. Und das den Rest meines Lebens. Also beschloss ich- ich werde den Bluthochdruck wieder los. Alles was dazu notwendig ist: Youtube-Videos und jede Menge Bücher. Punkt eins meiner Feststellungen: Ich bin nicht alleine. Tausende, wenn nicht Millionen, suchen einen Weg ihren Bluthochdruck wieder loszuwerden. Erkenntnis Nr.2: Wir werden alle von Scharlatanen beschissen. Am schlimmsten sind wie immer diejenigen, welche du nicht sofort erkennst. Wenn man aus einer Familie von Ärzten kommt, dann entwickelt man ein Gespür dafür, was die Schulmedizin kann und was sie eben nicht kann. Dazu kommt etwas, was der „normale“ Patient nicht so direkt erfährt: Die persönlichen Einstellungen, Erfahrungen und Überzeugungen von Ärzten. Es ist das eine, ob dir ein Arzt sachlich deinen gesundheitlichen Zustand erklärt, etwas anderes, wenn die Sachlichkeit mit einer individuellen Note kombiniert wird. Die Schulmedizin ist nicht allmächtig, Ärzte sind nicht allmächtig. Von unrühmlichen Ausnahmen abgesehen, wissen „die Ärzte“ das auch. Zu „Halbgöttern in Weiß“ werden sie von ihren Patienten gemacht. Ein verantwortungsvoller Arzt kann dir eben nicht sagen: alles wird gut- einfach weil er es nicht weiß. Viele Ärzte wissen- das sie nichts wissen. Warum wird in der Mehrzahl der Fälle essentieller Bluthochdruck festgestellt? Einfach, weil die Wissenschaft noch nicht so weit ist und die Ursache nicht feststellen kann. Ja, aber ... . Nichts mit ja aber. Die Schulmedizin steckt seit zweitausend Jahren immer noch in den Kinderschuhen. Jeden Tag kommt es zu neuen Erkenntnissen. Die böse Medizinlobby hält mit den neuen Präparaten hinter dem Berg, weil so mehr zu verdienen ist. Durchaus möglich in dieser bösen Welt. Allerdings wäre das mit der Geheimhaltung ein bisschen schwer. Warum starb dann ein Mann wie Steve Job trotz seiner Milliarden? Ich glaube nicht, dass es einen „Club der Unsterblichen“ gibt.( Es mag eine zwei Klassenmedizin geben- aber die verläuft nicht zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Ich favorisiere sowieso eine einzige Volkskrankenkasse. Bis dahin braucht die Politik nur die Abrechnungsmodalitäten ändern und schon sind gesetzliche und private Krankenversicherung gleichgestellt. Alles andere ist Augenwischerei.) Unsere Verschwörungstheorien entspringen dem Umstand unserer Hilflosigkeit. Und da setzen die ganzen Pfuscher an, die sich Naturheilkundler nennen. Ich halte Naturheilkunde nicht per se für schlecht. Allerdings kann sie meiner Ansicht nach nicht die Erwartungen auf Heilung erfüllen und anderseits öffnet sie Scharlatanen Tür und Tor. Naturheilkunde basiert auf einer langsamen und nachhaltigen Umstellung der Lebensgewohnheiten. Kurzfristig kann sich da nichts ändern. Am eindruckvollsten sind die Enthusiasten, die mir übergewichtig, rauchend und im E-Smog lebend was von Naturheilkunde erzählen. Ist halt dem heutigen Umstand geschuldet, anders wollen zu sein. Sich von der breiten Masse abzuheben. Idioten hat es und wird es immer geben. Gefährlich sind die Pfuscher für uns. Das Schema ist immer gleich. Sie präsentieren pseudowissenschaftliche Erkenntnisse, die nur sie erlangt haben und die von der Pharmaindustrie unterdrückt werden- dann geben sie Erlebnisberichte wieder von Menschen, die sie geheilt haben. Einen –greifbaren- Beweis bleiben sie allerdings schuldig. Ich stelle nicht einmal in Abrede, dass es zu Spontanheilungen kommt, dafür ist die Einheit zwischen Körper und Geist zu phantastisch. Ich stelle aber in Abrede- das dies dem Erfolg der Quacksalber geschuldet ist. Sonst könnten sie aus einem Einzelfall eine Mehrzahl an Fällen machen, welche dann auch wissenschaftlich untermauert werden können. Die böse Pharmalobby könnte dies nicht unterdrücken. Während ein klassischer Arzt jedes Wort dokumentiert, kann ein Naturheilkundler herumschwadronieren was er will. Mein eigene Erfahrung hierzu: Ich habe eine Ärztin aufgesucht, die Naturheilkunde als Alternative anbot. Was die mir für einen Scheiß erzählte hat, dem Fass den Boden ausgeschlagen. Wenn ich deren Ratschläge (die natürlich nicht dokumentiert wurden) befolgt hätte, wäre ich mit Sicherheit in gesundheitliche Schieflage geraten. Dann eine zweite reine Naturheilkundlerin aufgesucht. Wieder derselbe Scheiß- diesmal eine Vitamin K Therapie um die Gefäße zu säubern- aha. Hätte auch das Aneurysma geheilt. Ich stehe ja nicht so auf Verbote aber in Anbetracht der Tatsache, dass man die Pfuscher auf Menschen loslässt, die in ihrer Zurechnung eingeschränkt sind, muss man den „Beruf“ Naturheilkundler oder Heilpraktiker restriktiven Regularien unterwerfen. Was für einen Erkenntnisgewinn hat mir das nun gebracht? Umstellung der Ernährung auf ketogene Ernährung (hat bei mir das Gewicht am schnellsten heruntergebracht), meine achttausend Schritt am Tag, Null Alkohol, Null Zigaretten, explizit- kein Zucker, die Gewöhnung an mentale Ruhe und Ausgeglichenheit. Alles ein langer Prozess und vielleicht werde ich irgendwann weniger Tabletten nehmen müssen und ganz vielleicht wird man die Ursache (meine) für den Bluthochdruck finden. Und ganz wichtig für mich- ich akzeptiere meine Lage. Damit die Pfuscher ...

... keine Chance haben ...
Wer lernen will muss leiden ...


Die Kryptowährungen sind nach ihrem Anstieg im Dezember in eine Korrektur übergegangen. Ja- außer Ethereum. Ich persönlich habe noch eine 1/3 Position Rippel die bei 1,24 EUR ausgestoppt wird. Da liegt keine Marke. Lediglich ein Gewinn von fünfhundert Prozent wird da abgesichert. Danach wäre ich erstmal raus und momentan warte ich darauf, dass die Korrektur abgeschlossen ist und ich neue Einstiege finde. Bis auf letztens den Ausrutscher, habe ich hervorragendes Risiko- und Gewinnmanagement betrieben. Seit ich mich an diese Grundsätze halte, klaps auch mit Nachbarn. Das war nicht immer so. Vielfach wird bei den Kryptowährungen der Vergleich mit der Tulpenblase gezogen. Die Tulpenblase fand zwischen 1636 und 1637 statt, also vor 380 Jahren. Wer bitte schön hat Bezug zu einer Sache, die solange vorbei ist? Wen könnte man nach seinen Erfahrungen und Gefühlen fragen? Niemand. Wenn ich irgendwas über die Tulpenblase lese, stehen da nur nüchterne Fakten. Hilft mir persönlich nicht weiter. Der Neue Markt fand zwischen 1998 und 2002 statt. An die Börse hat es die Deutschen und auch mich durch die Telekomaktie gespült. Nachdem der erste fette Gewinn eingefahren wurde, war ich Aktienprofi. Alle redeten und ich konnte mitreden- ich war ja schließlich Aktienprofi. Wenn eine Aktie nicht sofort in einer Woche ein neues Hoch machte flog sie raus aus dem Depot. In dieser Woche hatten schließlich andere Aktien zweistellige Zuwächse gemacht. Die Old Economy wurde bereits für tot erklärt. Friedhelm Busch stellt in einem Börsenkommentar einmal fest, dass sich Drogen- und Waffenhandel bald nicht mehr lohnen würden, weil die Renditen am Neuen Markt wesentlich höher sein. Gleichzeitig warnte er vor dem Platzen der Blasen. Die ersten Warnhinweise, dass der Markt kollabieren könnte tauchen im Januar auf. Ich glaube im April 2000 fingen die Kurse dann an zu fallen. Ich glaube- weil ich es nicht mehr so genau weiß. Was ich aber bis heute weiß: Während des Höhepunktes hatte ich das Gefühl unbesiegbar zu sein. Wissen über die Marktmechanismen musste ich mir nicht aneignen. In Boards oder auf der Straße gab es immer jemanden der einen Geheimtipp hatte. Als die Blase platzte sah ich zu, wie erst meine Gewinne und dann mein investiertes Geld über den Jordan gingen. Von Risikomanagement keine Spur, ich sah zu- ich sah zu- wie sich mein Depot auflöste. Hatte ich daraus gelernt? Nö. Als nächstes kamen Minenaktien. Jeder Pennystock ein nächster Tenbagger. Eine Minengesellschaft nach der anderen ging Pleite, wurde übernommen oder dümpelt vielleicht heute noch als Mantel umher. Keine Ahnung wie viel Geld ich in den Jahren verloren habe. Viele Deutsche hatten danach die Schnauze so gestrichen voll von Aktien, dass die Auswüchse des Neuen Marktes der Aktienkultur in Deutschland nicht nur nachhaltig geschadet haben sondern diese auf Dauer zerstörten.
Heute wiederholt sich das Geschehene gerade in Gestalt des Kryptomarktes. Neben den ständigen Fragen wann steigt das und das, warum steigt das nicht; alles andere steigt doch, fangen bei einigen schon die Durchhalteparolen an: muss ja steigen weil..., wegen der und der Nachricht kann es nicht weiter runtergehen .... und der und der hat doch das gesagt ... . Bei Youtube gibt es Typen die haben tausende Zuschauer und sagen sechs minutenlang- nichts. Nur heiße Luft und die sagen das einem auch, dass sie keine Ahnung haben. Aber diejenigen, die zur Vorsicht mahnen werden hingegen in den Kommentaren blöd angemacht. Verständlich. Jeder muss sich selbst die Finger verbrennen. Das ist nicht zynisch gemeint. Wie soll man jemanden der neu an den Markt kommt erklären, dass er seine Position absichern muss. Und was soll man ihm sagen, wenn der Stopp loss ausgelöst wird und der Markt sich ins Plus dreht? Nö, nö, die Erfahrungen sollen die Newcomer selbst machen. Sind schließlich ...

... alles Profis ...
Murmeltiertag ....

Ich denke jeder kennt den Film „Murmeltiertag“ mit Bill Murray. Der Protagonist muss ein und denselben Tag wiederholen. An einer Stelle des Films erkennt man- es vergehen Monate. Zuerst spielt der Held wilde Sau nachdem er festgestellt hat, dass seine Handlungen keine Konsequenzen haben. Dann jedoch verfällt er in Depressionen, die sogar im mehrfachen Suizidversuchen münden. Er stirbt schon- wacht allerdings immer wieder um 6:00 Uhr in Punxsutawney in seinem Bett auf- den es ist Murmeltiertag. Irgendwann bekommt er den Rat seiner Kollegin, die er anhimmelt aber trotz diverser Manipulationen nicht ins Bett bekommt, der „Ewigkeit“ doch einen Sinn zu geben. Und siehe da- nachdem er geläutert wird bricht der neue Tag an. Was stellt man mit der Ewigkeit an? Ob bewusst oder unbewusst setzt sich der Film mit dem Spannungsverhältnis zwischen dem Konzept des Ewigen Lebens und dem menschlichen Sein auseinander. Ich glaube es gibt es gibt einige Menschen bei denen der Sättigungseffekt nie einsetzen würde. Das sind Menschen, die sich für alles interessieren und für alles zu begeistern sind. Ausnahmen. In der Regel leben wir als Menschen in abgesteckten Bahnen und obwohl da noch viel für einen selbst zu entdecken wäre- es interessiert uns nicht wirklich. Insofern würde die Sättigung wesentlich früher einsetzen. Natürlich wird es auch die Egoisten geben, die sich wahrscheinlich sieben Mal ein neues Herz einsetzen lassen, weil sie nicht von ihren Imperien loslassen wollen. Selbst wenn wir alle vom Ewigen Leben betroffen wären, nicht nur der einzelne, sondern alle die wir lieben- irgendwann könnten wir die Hackfressen wahrscheinlich nicht mehr sehen. Die menschliche und technische Entwicklung wäre gehemmt, einfach weil der Antrieb fehlt- wieso etwas angehen, dass man auch noch in hundert Jahren probieren könnte- oder in zweihundert? Solange der Mensch keine evolutionäre Entwicklung macht, was wie gesagt in den nächsten paar Jahren nicht zu erwarten ist, können wir mit dem ewigen Leben nichts anfangen. Deshalb ist es gut, dass wir irgendwann alt und gebrechlich werden und die Schnauze voll haben. Dann will man nichts mehr groß erleben. Ich setze mich immer noch mit meiner Midlife Crisis auseinander oder vielleicht mit den generellen Veränderungen in meinem Leben. Insofern ist es jetzt wichtig für mich zu akzeptieren- ich werde alt. Und das zu akzeptiert passiert nicht so von heute auf morgen. Das heißt aber auch, dass Leben muss ausgenutzt werden. Damit meine ich jetzt keinen blinden Aktionismus- ich bin doch nicht blöd. Einfach mal anfangen seine Träume zu verwirklichen. Was hindert uns daran? Meistenteils unser Sicherheitsbedürfnis und unsere Faulheit. Als Deutsche zeichnet uns gerade unser Sicherheitsbedürfnis aus. Das andere und am schlimmsten- unsere eigenen Politiker der alten Blockparteien- dies zu unserem Nachteil ausnutzen- geschenkt. Aber an unserer eigenen Faulheit können wir arbeiten. Selbst hierbei ist es schwer über den eigenen Schatten zu springen. Schließlich ist morgen wieder ...

... Murmeltiertag ...

Sudden Death ...

Letztens wusste ich nicht mehr genau, wann der Neue Markt begann zusammenzubrechen. In seinem „Morning Call“ kommentiert Ronald Gehrt die Geschehnisse an der Börse und gibt einen vermeintlichen Ausblick. Thema war die absolute Sorglosigkeit an den Börsen in USA. In diesem Bezug verwies er darauf, dass der Neue Markt im März 2000 den „Sudden Death“ erlebt. So wie der Markt gestern in Amiland gleich zu Beginn hochschoss war schon Wahnsinn. Euphorie nennt man so etwas. Es stellt sich schon die Frage, wie ein Markt steigen kann, wenn eigentlich schon alle investiert sind. Aha ja richtig, man kann einen Wertpapierkredit aufnehmen. Wenn ich einen Artikel zu den Margin Loans richtig verstanden habe, sind zur Zeit die Wertpapierkredite zwar schon ziemlich hoch- aber es wäre noch Platz nach oben. Die Party könnte also noch weitergehen. Allerdings glaube ich immer noch, dass die „Großen“ irgendwann den Stecker ziehen werden, wenn sie meinen es reicht. Außerdem fangen die Zinsen für Anleihen wieder zu steigen, zehnjährige amerikanische Anleihen sind über den Widerstand von 2,5 Prozent gegangen, was eine interessante Alternative zum Aktienmarkt bietet. Welchen Vorteil hätte die Umschichtung? Für große Anleger hat dies immense Vorteile. Ein großer, liquider Markt, der überdies sicher erscheint und nunmehr die gleiche Rendite aufweist wie die durchschnittliche Dividendenrendite des S&P 500. Geht man davon aus, dass es sich bei einem Teil der Großen um Pensionskassen und Funds handelt, die nicht die Absicht haben „morgen Reich zu werden“ sondern deren oberstes Gebot Sicherheit heißt entsteht ein plausibler Grund, warum die Party demnächst vorbei sein könnte. Hinzu kommt- Geld wird immer teurer werden und die Zinsen werden steigen. Mal sehen wie sich der Bund Future entwickelt. Wenn er unter 159 geht, werde ich mal einen Short versuchen. Bis auf die Short ETF`s läuft es. Aufgrund des geringen Hebels ist der momentane Verlust einkalkuliert. Besser als Aktiensparen in Long - ETF im Moment. Der Cost- Average wird so manchem ETF- Sparer im Bärenmarkt auf die Füße fallen. Genauso, wenn alle aus den ETF`s raus wollen. Momentan gibt es am Markt mehr Gefahren als Chancen für den Kleinen Mann. Die größte Gefahr entsteht allerdings in ihm selbst. Aus Faulheit oder bloßer Ignoranz alles ausblenden. Vorwärts immer, rückwärts nimmer. Aber solange die Paletten in Deutschland Mangelware werden muss ich mir keine Sorgen machen. Oder? Klar, die Nachricht hat bei mir ein Lächeln hervorgebracht. Allerdings gibt es einen Hintergrund zu dieser Nachricht, die mich auch den Kopf schütteln ließ und Befürchtungen hinsichtlich einer möglichen Rezessionsbewältigung durch Unternehmen erstarken lässt. Ein entfernter Bekannter von mir arbeitete als Ing. für Holztechnik für einen Hersteller für Paletten. Irgendwann liefen wir uns über den Weg und er erzählte, die Firma habe pleite gemacht, weil zu viele Fehlentscheidungen durch die Geschäftsführung getroffen worden seien. Obwohl sie mehrfach durch das Fachpersonal darauf hingewiesen wurde, kam es nicht zu einem Umschwenken in der Firmenpolitik. Also eine Palettenfirma geht in der Boom-Zeit für Paletten Pleite. Dann kann man sich ausmalen, was passiert, wenn der Wind rauer zu wehen beginnt und die Zeiten des billigen Geldes zur Neige gehen. Eine unangenehme Folge des Sudden Death ist es, er ...

... kommt plötzlich und unerwartet ...



https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt
Warten wir es ab ...

Ein Land, dass von außen zerstört wird, kann wieder aufgebaut werden, ein Land welches von innen zerstört wird, ist dem Untergang geweiht. Die Parteiführungen von CDU/CSU und SPD haben sich also darauf geeinigt, erneut zum Wohle unseres Landes eine große Koalition zu bilden. Am 21.01. wollen Martin Schulz und der Rest seiner Führungsriege der Basis empfehlen, die getroffenen Vereinbarungen anzunehmen und eine Koalition zu bilden. Es wird interessant zu sehen, wie die Basis der SPD hiervon überzeugt wird. Gibt es eigentlich noch Müntefering, der hat doch immer den Einpeitscher gespielt, wenn es etwas Unliebsames durchzuboxen galt. Nicht umsonst wird die Basis auch mit dem gemeinen Fußvolk, den Parteisoldaten, verglichen. Aber auch in einer Armee oder Partei kann es zu einer Meuterei kommen, wenn zu viele schlechte Entscheidungen getroffen werden. Denn es stellt sich immer die Frage, wem nützt es? Eine große Koalition, sprich eine Beteiligung an der Regierung, nutzt unmittelbar nur der Clique um Martin Schulz (der noch in der Wahlnacht- ohne dazu gezwungen worden zu sein- aber wahrscheinlich ohne Absprache mit der SPD- Generalität, einer großen Koalition eine Absage erteilt hatte). Die Großen bekommen ihre Posten zurück und damit ihren Salär (sprich die dreißig Silberlinge). Das es mit den Überzeugungen von Berufspolitiker nicht sehr weit her ist, konnte man im letzten Monat sehen, indem zwei abgewählte Politiker gleich in die Lobbyarbeit von Steinkohle und Paketdienst wechselten. Und je weiter man zurückschaut, desto mehr Beispiele finden sich. Insofern frage ich mich immer auf welcher Grundlage diese Frauen und Männer Politik betreiben. Das ist jetzt keine Floskel. Welche Überzeugungen treiben Parteibonzen aller Couleur an, eine Politik zu betreiben, die sich in ihrer wesentlichen Ausrichtung und Ausführung gegen das Land und die seine Bürger richtet? Nicht falsch verstehen. Es geht nicht um einzelne Parteien. Es geht darum, dass ein gewählter Volksvertreter eigentlich das Beste für sein Land will. Das die Herangehensweise gemäß der politischen Überzeugungen eine andere ist als die einer anderen politisch ausgerichteten Partei, ist klar und macht die Meinungsvielfalt aus. Niemand hat die einzig richtige Lösung. Nein, ich meine die Tatsache, dass der bestehende Parteienblock seit Jahren nicht mehr wirklich Politik für Deutschland betreibt sondern für andere, Außenstehende. Es ist doch nicht verwunderlich, dass Verschwörungstheoretiker davon ausgehen, dass Politiker in ihren Handlungen fremd bestimmt sind. Der Mensch braucht einfache Erklärungsmuster und – manchmal stellt sich im nachhinein heraus, dass ein Fünkchen Wahrheit bestand. Interessant wird es, wie die Parteisoldaten der SPD entscheiden. Die Basis hat nicht wirklich etwas davon, dass oben mitregiert wird. Die einzelnen bekommen die Gemütslage der Bevölkerung ungeschminkt mit. Die erkennen die langsame Erosion ihrer Partei in die Bedeutungslosigkeit –und sie werden nicht von Machtansprüchen korrumpiert. Ich glaube schon, dass auch ein Martin Schulz das erkannt hat. Allerdings hat der das Problem, dass er dem Machthunger der Parteigeneralität ausgesetzt ist. Warten wir ab, wer sich durchsetzt. Solange nicht gegen uns regiert wird, ist die weitere Zerstörung zumindest unterbrochen. Also abwarten, ...

... und Tee trinken ...
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