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Bundeswertpapiere



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Frage - Bundeswertpapiere
Im Zeichen der Finanzkrise und der damit steigenden Furcht vieler Anleger, zumindest Teile ihres Geldes (wenn nicht gar alles) zu verlieren, gibt es einen deutlichen Trend zu Wertpapieren des Bundes - deren Rendite zwar alles andere als "glänzend" sind - die aber absoluten Erhalt des Kapitals
mit einer immerhin noch höheren Verzinsung als den Kapitalverlust alleine durch die Inflationsquote bringen!

Deshalb meine Frage: gibt es hier im Board Interesse an einem darauf bezogenen Thread - und wer hat evtl. schon
Erfahrungen mit diesen Wertpapieren gemacht.

(Bitte keine Antworten mit dem Hinweis: "das könne man überall nachlesen")!

Die Erkenntnis, dass man das kann, ist auch mir schon "zu Ohren gekommen"!
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.838.305 von MOAB am 05.11.08 12:40:59Sorry, sind für mich ein reines Pyramidenspiel in der momentanen Situation. Überleg mal, die machen Werbung mit einer Schildkröte. Das der Staat überhaupt für seine Anleihen Werbung machen muss, ist schon verdächtig. Da fällt mir nur ein „ Gold gab ich für Eisen“. Aber im ernst schau dir erstmal die Spreads von Anleihen anderer Staaten an, je höher umso schlimmer. Leider besteht immer noch die Fehlvorstellung, ein Staat kann nicht Pleite gehen. Großer Irrtum. Momentane Staatsverschuldung in Deutschland 1,5 , mittelbar mutmaßlich 7 Billionen . Jetzt 500 Milliarden Hilfsprogramm nur für die Banken. Dann schau dir mal das Kreditausfallrisiko einiger Landesbanken an, für die das Land und letztendlich der Bund haftet. Meiner Einschätzung nach für den Kapitalerhalt nicht geeignet. Von welcher Inflationsberechnung gehst du aus? Hedonische?
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.843.897 von spielkind0815 am 05.11.08 19:19:24Nein, eher von der gefühlten Inflation.
Ich bin mir bewusst, dass die Anlage (und damit auch die Verzinsung) von Bundeswertpapieren z. Zt. bestenfalls die Inflationsrate kompensieren kann.
Wenn man aber bedenkt, dass die EZB wahrscheinlich noch in dieser Woche den Leitzinssatz um bis zu 0,75 Punkte senken wird, erscheinen m.E. die "Bundespapiere" doch nicht das "größte aller Übel" zu sein??
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.849.817 von MOAB am 06.11.08 08:59:14Nur wenn du der Ansicht bist, dass die staatlich verordnet Inflation von 3 % real ist. Gebildet aus einem Warenkorb von 750 Produkten, die je nach belieben unterschiedlich gewichtet werden. Ich halte mich lieber an die Gleichung Inflation = Geldmengenwachstum – Wirtschaftswachstum. Dafür spricht der Grundgedanke, dass einer entsprechenden Geldmenge eine gleiche Menge an Sachgütern entgegenstehen muss. Danach haben wir eine Inflationsrate von etwa 12%. Natürlich vernachlässige ich mal die momentane Deflation bei Konsumgüter ich kauf mir ja nicht jeden Tag ein Fernseher oder Auto- aber Essen muss ich jeden Tag.
Die zehnjährigen Anleihen haben 3,8 % gebracht. Nach der hedonischen Inflationsberechnung hast du dein Kapital erhalten nach der Wiener Schule einen erheblichen Teil deines angelegten Vermögens verloren. Und jetzt überleg mal, wie du vor zehn Jahren mit 2000 DM über den Monat gekommen bist und wie weit du heute mit 1000 Euro kommst, bei gleichem persönlichem Lebensstandard. Das geht dann in Richtung gefühlter Inflation die Einkommensabhängig ist. Also eine Wertvernichtung von 8% finde ich schon übel
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.857.897 von spielkind0815 am 06.11.08 19:01:19So betrachtethast du Recht!
Also "Finger weg von Bundeswertpapieren" und lieber als Tagesgeld anlegen?:confused:
Mich würde die längste aktuell mögliche Laufzeit interessieren?
In Frankreich gibts doch Anleihen mit 50 Jahre Laufzeit? :confused:
Momentan bleibt dir als konservativem Anleger nichts anderes übrig. Allerdings würde ich nicht länger als ein Jahr anlegen. Die Banken werden Montag die Zinsen für die bestehenden Sparanlagen senken. Anfang des Jahres hätte ich dir vorgeschlagen, 40% physisches Gold, 40 % kurzfristige Sparanlagen und den Rest Cash. Allerdings ist der Goldmarkt für Privatanleger fast ausgetrocknet.
Die Höchstanlagedauer beträgt in Deutschland 30 Jahre

http://www.bundesschuldenverwaltung.de/
Nann das war es wohl hier, vielleicht hätte man den Thread so umschreiben sollen: Wie komme ich als konsevativer Anleger durch die Krise. Sorry, wenn ich ihn abgewürgt habe. Hätte mich auf auf eine Diskussion gefreut, manchmal sieht man nicht über den Tellerrand.
da mir langweilig ist und das Thema sichere Anlage trotzdem interessant bleibt, hier mal ein Link zum sicheren Geld. die wiwo beschäftigt sich momentan recht intensiv mit dem thema.

http://www.wiwo.de/finanzen/gibt-es-eigentlich-sichere-anlag…
Wenn ich mal mein Portfolio beschreibe komme ich momentan auf 60% physisches Gold und Silber. Warum dieses archaische Investment. Erstmal liebe ich es, wenn es glänzt. Mein Schatz. Aber im Ernst. Seit 2001 steigt Gold und auch Silber fortwährend. Wer dort eingestiegen ist, hat schon ein beachtliches finanzielles Polster. Okay, ich habe erst 2005 meine erste Position aufgebaut. 2005 habe ich mich das erste Mal wirklich mit der Materie befasst. Ausschlaggebender Punkt war die Onlineüberwachung der Konten durch das Finanzamt. Mittlerweile haben wir ja eine einheitliche PIN , mit der jede Behörde deinen finanziellen Status abfragen kann. Und da sind wir an dem Punkt. Jede Anlage bei der Bank oder vergleichbaren Institutionen kann abgefragt werden. Ich bin ein offenes Buch. Was aber passiert , wenn ich arbeitslos werde und keine Arbeit mehr finde? Was passiert, wenn meine Frau oder ich plötzlich krank werden und plötzlich in eine der tollen staatlichen Reha- Einrichtungen eingeliefert werden ( in der ich liebevoll umsorgt werde) und meinem Partner saftige Rechnungen jeden Monat präsentiert werden ? Bis 10.000 Euro kann ich Gold/ Silber momentan noch anonym kaufen. Ich stelle hier eindeutig klar, dass jeder im betreffenden Fall seine gesamten Vermögensverhältnisse im Fall von Hartz IV oder ähnlichen Konstellationen nach dem SGB offen legen muss!!!
Gold/ Silber sind also bei den Banken verhasst, weil ich dem System Geld entziehe. Mein Bankberater kann nicht permanent mein Portfolio umschichten, um Provisionen zu kassieren. Zinsen bekomme ich keine, aber eine permanente Wertsteigerung. Dem Staat entziehe ich mich der Kontrolle, das Schlimmste was es gibt.
Noch was, ihr müsst den Chart seit 2007 vernachlässigen, denn der ist nur Spekulation.
20% halte ich in konservativen Minenwerten, dass heißt große Produzenten. Ich denke diese Werte werden eine gute Rendite bringen. 10% in spekulativen Werten, wobei ich hier Rückschläge hinnehmen muss. Der Rest Cash.
Ich glaube dieser Staat ( eine Minderheit von Entscheidungsträgern) zieht uns die Hosen aus.
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